- Frage:
Wie geht ihr mit Enttäuschungen um? Was macht ihr?Im täglichen Leben, wenn alle Erwartungen und Hoffnungen die man hat von anderen Menschen immer wieder enttäuscht werden. Ich meine das ganz allgemein. Und ich bin jetzt auch gar nicht gut drauf, weil ich eigentlich ein liebender und helfender Mensch. w, 47Antworten: -
Hallo liebe FS,
die Frage könnte auch von mir sein. Nur nicht im täglichen Leben, sondern in der Sache Beziehung, Partnerschaft, eben alles was mit dem männlichen Wesen zu tun hat. Ich glaube eben, dass diese Menschen wie Du und ich (und auch viele andere) das Wort Egoismus nicht kennen und einfach eben nur erst für die anderen das sind. Und wie ich es bei mir erkannt habe nur für die ANDEREN da sein und helfen. Bis zur Selbstaufgabe! Und dann kommt die große Enttäuschung, dass diese Menschen den Wert des anderen überhaupt nicht schätzen. Nein, man will kein Dankeschön, man will nur nicht enttäuscht werden. Bei mir zieht sich das schon wie ein roter Faden durch mein gesamtes Leben. Ich kann nicht aus meiner Haut heraus und denke mir, dass doch irgenwann einmal der RICHTIGE kommt, der das zu schätzen weiß. Man hat einfach diesen Kern - das sogenannte Helfersyndrom. Ich kann dir nur sagen: Kopf hoch! Du bist ein liebenswerter Mensch! Freue dich auf den bevorstehenden Frühling und laß es dir einfach gut gehen. Ich wünsche Dir eine Gute Nacht!
Liebe Grüße und übrigens w 50+
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hallo FS, ich bin auch w/47
Kann es sein, dass Du liebend und helfend bist, weil Du erwartest, dafür dasselbe zurückzubekommen? Ich frage das deshalb, weil ich das auch immer so gemacht habe. Aber seit ich einfach liebend und helfend bin, OHNE etwas zu erwarten dafür, einfach nur, weil ich mich selber damit gut fühle, andere Menschen - SO WIE MICH SELBER - zu lieben, seither gibt es keine Enttäuschungen mehr.
Ent-täuschungen sínd ja auch etwas, wo man erkennen kann, dass man sich eben getäuscht hat und jetzt ent-täuscht ist, also dabei ist, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und etwas anders als zuvor zu sehen.
Wenn Du nicht gut drauf bist, obwohl Du ein liebender und helfender Mensch bist, dann stimmt etwas nicht. Entweder in Deiner eigenen Einstellung? Oder Du liebst und hilfst Menschen, die das einfach nicht verdient haben. Liebe niemanden mehr als Dich selber! DU bist in Deinem Leben der WICHTIGSTE Mensch.
Dazu muss ich sagen, dass ich das absolut nicht für egoistisch halte, sondern im Gegenteil finde, man kann gar nicht andere Menschen lieben und ihnen WIRKLICH helfen, wenn man sich selbst nicht liebt und sich selbst nicht helfen kann. (Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.........)
ich würd mich sehr freuen, wenn ich Dir mit meiner Betrachtungsweise geholfen habe, lg ch
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Ich habe zwei Wege: um diese Uhrzeit würde ich mir ein Glas Rotwein nehmen und mich ablenken, also Lieblingsfilm ansehen oder beste Freundin/Freund anrufen ... oder raus gehen. Wenn ich draußen bin dann spüre ich das das Leben weitergeht, die Größe der Natur etc. Ich lasse das Philosophieren hier mal weg, aber so geht es mir wirklich.
Ich versuche alles positiv zu bewerten.... dass das geschehen ist weil es nur besser werden kann.
Der andere Weg: Ich heule mich mal richtig aus und verkrieche mich.
Egal was passiert, alles hat seinen mir ganz persönlichen Zweck. Manche Menschen haben Glück und durchleben nur wenig Enttäuschung und Schmerz, andere werden das ganze Leben lang gebeutelt. Niemand hat behauptet dass es eine grundlegende Gerechtigkeit gibt.
Aber vorwärts gehen das ist wichtig. Menschen werden uns immer wieder enttäuschen denn das Leben tanzt eher nicht nach unserer Pfeife. Ein gewisses Erlernen des "Take ist easy"hilft, aber darin bin auch nicht gut. Ist immer leichter gesagt als getan. PS: Nach jedem Abend geht am Morgen wieder die Sonne auf! Es gibt jemanden der genau Dich braucht, mit Deinen durchlebten Erfahrungen etc.
Stossen wir mit Rotwein an und singen das Lied von Heinz Rudolf Kunze: Ich geh meine eigenen Wege..."
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M, 48
An #1 und #2 ist eine Menge dran.
Hier kommt ein entsprechendes männliches Exemplar! Kommt mir alles sehr bekannt vor.
2 Möglichkeiten, die in #1 und #2 ja auch schon genannt wurden:
a) Eben: Du nimmst deine Erwartungen zurück - und machst im Übrigen so weiter.
b) Du nimmst deine Erwartungen zurück - und auch deinen Einsatz für andere - und lenkst diesen Teil auf dich selbst, kümmerst dich um dich selbst.
Nach vielen Jahren a) übe ich mich jetzt (warum sollte ich meine kostbare Energie immer anderen "kostenlos" zur Verfügung stellen?!) in b). = Helfersyndrom zurückfahren und die wunderschönen Eigenschaften sich selbst angedeihen lassen. (Gar nicht so einfach!) Trotzdem bin ich ein hilfsbereiter Mensch, auch nach außen. Aber ich achte jetzt genauer auf die Leistungsbilanz. "Absahner" und Egomaen schicke ich weiter (zur FSIn ;-) ) ...
Und ich gestatte mir auch, die, denen ich geholfen habe, glgtl. auch einmal ganz direkt um Hilfe zu bitten.
Insgesamt: Die Welt ist kalt, von Menschen ist insgesamt nicht viel zu erwarten. Frederika fasst die allgegenwärtige Berechnung in ihren Beiträgen häufig ganz gut zusammen. Hilfsbereite, "selbstlose" Menschen wie die FSIn und ich laufen immer Gefahr, ausgenommen, absorbiert zu werden. Dazu gehören natürlich 2. ;-) Passen wir also besser auf uns auf. Ich kann die Menschen nicht zum Guten ändern, aber ich kann mit meiner Energie besser haushalten und mir die Absahner besser vom Hals halten.
Gerade die "Helfer" haben wunderschöne Eigenschaften. Wenn es dir nicht gutgeht, dann nutze genau diese Eigenschaft, dir selbst zu helfen. Das Potential hast du (anders als viele wenig einfühlsame Psychopathen oder "Technokraten") !
Sie liebevoll zu dir. ;-) (Direkt und nicht über den Umweg der Investition in andere, verbunden mit der - oft vergeblichen - Hoffnung, die würden dir Gutes tun.)
(Vermutlich hast du es in der Kindheit - wie ich - nicht wirklich gelernt? Bzw. genau diese blöde co-abhängige Helferneigung.)
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@3
Liebe Frau, ich fürchte, Du verwechselst SELBSTMITLEID mit SELBSTLIEBE, kann das sein?
denn ein Glas Rotwein trinkt man als Medizin oder weil es einem schmeckt grundsätzlich.
Aber bitte nicht aus dem Grund, weil es Dir nicht gut geht. Ich will Dich jetzt nicht therapieren, aber will Dir nur sagen, dass jeder Alkoholiker mit dem ersten Glas, im Frust getrunken, angefangen hat.................
ich bin #2 und "leide" schon auch unter dem Helfer-Syndrom, aber man kann das in Bahnen lenken. Und dass manche Menschen mehr Glück haben und andere weniger.......?? Dafür gibt es auch ein Sprichwort: "Jeder ist seines Glückes Schmied" - und Du musst es nur mal versuchen.
Selbstmitleid ist kein Weg, der aus der Sackgasse führt, glaube mir bitte.
liebe grüsse - #2
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hier nochmals #1 an 4
.... wunderbares Beispiel von Dir. Den anderen auch einmal um Hilfe bitten. Auch hier bin ich in den letzten Tagen voll auf die Schnauze gefallen. Sorry, aber kann mich da leider nicht anders ausdrücken. Ich rief diesen Mann, eben den, dem ich im vergangenen Jahr etliche Male wirklich sehr geholfen habe, an und bat um etwas Trost, da ich mich in einer privaten Situation sehr überfordert fühlte. Eigentlich wollte ich nur ein paar trostreiche Worte. Aber nein, was antwortete er mir: "Sag' mal, bin ich für dein Leben verantwortlich? Und außerdem habe ich andere Sorgen als du!" - Das hat gesessen! Diese Aussage hat mich wirklich zum Nachdenken animiert. Und mein Fazit daraus: ER ist ein armer Mensch! Denn es ist etwas wunderbares, helfen zu können und zu dürfen. Jetzt aber wirklich GUTE NACHT!
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Liebe Fragestellerin,
abgesehen von den oben schon genannten guten Tips hier einer um aus einem akuten Stimmungstief herauszukommen, wieder in die Balance zu kommen, klingt leider etwas verrückt:
Du verschränkst beide Arme über der Brust und klopfst mit den Fingerspitzen ein paar mal rechts auf das Schlüsselbein, dann links, wieder rechts, immer im Wechsel, dabei überlegst Du Dir, wofür Du im Leben alles dankbar bist, zähl alles auf, wenn Dir nichts mehr einfällt, wiederhole es.
Mach das zweimal täglich, etwa drei Minuten lang, etwa 3 - 4 Wochen.Dann sollte das in Deinem Gehirn abgespeichert sein und wenn Du Dich schlecht fühlst, wende das an und Du solltest Dich danach besser, stabiler, ausgeglichener fühlen.
Die Verschränkung der Arme dient der Verknüpfung der beiden Hirnhälften, alles weitere an Erklärung würde hier zu weit führen.
Hinterher mußt Du nicht mehr die Arme überkreuzen , es reicht dann , wenn Du - jetzt nicht lachen- die großen Zehen im Wechsel hebst und senkst, ist in einer akuten Situation praktikabler, sieht keiner.
Beate
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