1. Frage:
    Gefragt am: 12.04.2010, 13:37 von Gast
    Werden Hausmänner gesucht?
    Mich wuerde es mal interessieren ob einige Frauen Hausmaenner suchen. Hab mich frueher stark Karriere orientiert und viel Geld, etc...., aber habe mich geaendert. Zeit und Familie sind mir wichtig. Zeit weil ich mich viel ehrenamtlich betaetige und mir das einfach Spass macht und weil ich nicht mein Zeit in irgendwelchen beruflichen Schwachsinnsmeetings verschwenden. Familie, weil ich Kinder haben will und aktiv mich um die Erziehung der Kinder kuemmern will (Kein WE-Papa). Ich kann sehr gut mit Kindern. Also ein klassischer Familienbild mit Rollentausch (Hausmann und Karrierefrau). Es gibt immer mehr Karrierefrauen, aber haben die Karrierefrauen interesse an einen Hausmann? Mich wuerde es freuen, wenn sich besonders Frauen melden koennten und ihre Meinung mitteilen ob Sie sich so ein Familiebild vorstellen koennten oder ob Sie denken, dass es kaum einen gibt der sich auf ein solches Familiengebilde einlassen wuerden.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    12.04.2010 14:06
    Och, ich könnte so einen Hausmann gut gebrauchen, würde ich super klasse finden, aber ich weiß nicht, ob ich ihn dann so als Mann noch sehen könnte, weil es eben unklassisch ist. Aber grundsätzlich finde ich es interessant, dass Du diesen Rollentausch anvisiert hast. w/46

  3. #2 Gast
    12.04.2010 14:11
    Lieber FS,
    deine Frage mutet etwas seltsam für mich an. Mich würde jetzt interessieren, ob du dir vorstellst, die Frau soll Vollzeit arbeiten gehen und dich mitfinanzieren, oder hast du noch ein Kapital aus der Zeit deiner "Erwerbstätigkeit".

    Wie stellst du dir jetzt ein Kennen lernen vor? Ihr trefft auch zum ersten Mal und wenn sie fragt, was du beruflich machst, was sagst du dann?
    Aus deinem Posting schließe ich dass du früher arbeiten warst, und jetzt vom Arbeitslose? lebst.

    Wenn so sein sollte, dann hast du wahrscheinlich sehr geringe Chancen bei den Frauen. Als Arbeitsloser, der auch noch dazu vorhat, die nächsten Jahre nichts zum Haushaltseinkommen beizutragen, da du ja in Karenz gehen möchtest.

    Oder hast du vor, eine Frau zu finden, die dir die Möglichkeit gewährleistet, die nächsten 10 - 20 Jahre zu Hause eine ruhige Kugel zu schieben, weil Arbeiten ach so Schwachsinnig ist?

    Ich hätte nichts gegen einen Mann der die gemeinsame Aufzucht der Kinder übernehmen möchte, ABER ich habe etwas gegen einen Mann der dies als Vorwand nimmt, nicht arbeiten zu gehen!

  4. #3 Gast
    12.04.2010 14:13
    Ergänzend noch:
    Hausmänner werden immer wieder gesucht, musst nur die Stellenangebote durchlesen! Ab 8€ die Stunde werden da schon tolle Jobs mit freier Kost sogar angeboten - 5 Wochen Urlaub inklusive, davon kann jede Hausfrau/ Hausmann nur träumen.

  5. #4 Gast
    12.04.2010 14:17
    Mir (w) geht es wie Dir, Fragesteller - meine Orientierung in früheren Jahren war eher Richtung Karriere. Irgendwann hab ich begriffen, dass mir dies keine wirklich dauerhaften Werte gibt - der Preis für Karriere, Status, viel Geld ist ein hoher - man hat wenig Anteil an der Entwicklung seiner Kinder, spielt in deren Leben eine Art Gastrolle, da sie ja den ganzen Tag 'fremd geparkt' sind.

    Was wirklich zählt und auch noch Bestand hat, wenn das letzte Stündlein naht, sind diese menschlichen Dinge, keine Besitztümer.

    Daher habe ich beschlossen nur noch zu arbeiten um zu leben.

    Zu Deiner Frage: ich könnte mir vorstellen, einen Mann an meiner Seite zu haben, der dies auch so handhaben möchte - würde aber nie mehr darauf verzichten wollen, so aktiv wie möglich an der Entwicklung/Erziehung meines Kindes teilzuhaben, denn etwas Schöneres, Erfüllenderes gibt es nicht.

  6. #5 Gast
    12.04.2010 14:19
    Ein enger Freund meinerseits war mal Trader und einer der Highflyers der Londoner City, mit einem siebenstelligen Jahreseinkommen. Nun ist er, noch unter vierzig, Hausmann und sehr liebend zusammen mit einer Powerfrau eines anderen Bereichs.

  7. #6 Gast
    12.04.2010 14:34
    Als Teilzeitbeschäftigte mit Kind habe ich kein Interesse an einem Hausmann.
    Auch wenn ich 3000 euro netto hätte, würde ich meinen Partner nicht durchfüttern wollen. Das finde ich unmännlich. Wenn ich Wert darauf lege, finanziell seit 20 Jahren auf eigenen Füssen zu stehen, erwarte ich das auch von meinem Partner. Selbst mein Kind steuert zu unserem Familieneinkommen bei durch Unterhalt und Kindergeld.

    Er sollte mindestens so viel arbeiten wie ich und selbstverständlich im Haushalt helfen. Wieso soll die Frau oder der Mann entweder - oder machen?
    Beide können doch arbeiten und beide können nach der Arbeit den Haushalt machen. Auch wenn der Mann Rente beziehen würde, wäre das nicht mein Fall. Ich will keinen Sesselpupser zuhause sitzen haben, während ich auf Arbeit bin.

    Meine Mutter war Vollzeithausfrau. Dieses antiquierte Modell sollte ab Jahrgang 1960 ausgedient haben.
    Du würdest meinen Haushalt nicht so machen, wie ich das gerne hätte. Ich würde Dir aber Deine eigene Wäsche und Küche in Ordnung halten anvertrauen.
    w, 41 J

  8. #7 Gast
    12.04.2010 14:49
    Ich habe in meinem Freundeskreis ein Paar, bei dem der Vater zu Hause ist und die Mutter arbeitet. Hier war es eine praktische Überlegung, da sie viel mehr verdient hat, als er.
    Ich persönlich kann mir das nicht vorstellen. Ich mache zwar auch Karriere, aber nicht, weil das mein Herzenswunsch ist, sondern, weil es sich zwangsläufig so ergeben hat. Dennoch wünsche ich mir Kinder und möchte dann gerne selber für sie da sein und die klassische Mutterrolle übernehmen. Ein Modell, in dem Mann und Frau beide Teilzeit arbeiten und sich gemeinsam um die Kinder kümmern, könnte ich mir schon eher vorstellen.

  9. #8 Gast
    12.04.2010 14:49
    Interessant wäre zu wissen, wie alt der FS ist.

  10. #9 Gast
    12.04.2010 15:45
    Es ist hochinteressant, die Antworten zu lesen. Stellt es doch mal wieder klar heraus: Was für Männer selbstverständlich sein soll (aus Sicht vieler Frauen), nämlich dass er SIE mitfinanziert und alles bezahlt - wird beim Mann, so er es mal anfragt, als unmännlich dargestellt und keine Frau möchte IHN mitfinanzieren und durchfüttern.
    Hier zeigt sich mal wieder eindrucksvoll: Tja, wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe - oder wie was das doch gleich?

    Ich persönlich könnte es mir auch nicht ganz vorstellen, liegt aber wahrscheinlich daran, dass auch ich nie zuhause war, trotz Kind. Beide Arbeiten, beide Erziehen und beide Leben genießen. Das wäre für mich die bessere Alternative.

  11. #10 Gast
    12.04.2010 15:54
    Ha, lieber FS,
    siehste, wenn's drauf ankommt, ist's nicht weit her mit Emanzipation und Gleichberechtigung......
    Habe meine Freundin auch mal damit konfrontiert ; ein bischen zuhause zu arbeiten (hätte dann auch noch ein bisschen, aber nicht viel, vielleicht 1000- 1200 € monatlich verdient) zu wollen und unseren Kinderwunsch vorzuziehen mit mir als wesentlichem Hausmann, sie Vollzeit .... NADA, das will sie nicht, Kinderwunsch vertagt und leichtes Beziehungskriseln !!!

  12. #11 Gast
    12.04.2010 15:57
    Ich stimme mit #9 sehr ueberein. Die ganzen Leute, die hier schimpfen, wie "unmaennlich" dieses Vorgehen ist, sollten sehen, dass es exakt die Kehrseite ist des (oft beklagten) Phaenomens, dass Frauen weniger verdienen im Mittel als Maenner. Das ist in der Tat traurig. Aber dann kann man nicht die diskreditieren, die das vorschlagen, was der Fragesteller vorschlaegt.

  13. #12 Gast
    12.04.2010 16:24
    WOW ... soviele Antworten.

    a) Ich bin berufstaetig ... nicht arbeitslos. Arbeit dient mir aber immer mehr nur noch um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
    b) Karrierechance haette ich, aber bin ich nicht so interessiert. Mich in Meetings rumdruecken, etc.... - ist nicht mein Lebenssinn.
    c) Arbeiten wuerde ich natuerlich so lange bis ein Kind unterwegs ist (Hab also Kinderwunsch). Danach wuerde ich gern zu Hause bleiben und Haushalt und Erziehung uebernehmen. Also ... klassisch nur umgedreht.
    d auf c basierend) Daher waere mir - da ich auch Akademiker bin - eine Akademikerin, die gerne Karriere macht und in ihrem Beruf voll aufgeht willkommen. Ich wuerde das voll unterstuetzen - selbst wenn Sie beruflich laenger weg muesste, etc...
    e) Ich hab keine Ahnung direkt von Kindererziehung - aber das hat ein Frau bevor Sie Ihr erstes Kind hat auch nicht. Ich wollte frueher Erzieher werden, hab es aber gelassen weil ich dachte da verdient man zu wenig und man muss ja eine Familie ernaehren.
    Hab aber schon Betreuer gemacht und 1 Jahr eine Kindergruppe geleitet. Also bin kein Kinderhasser.

    Mein Interesse sind Politik und dafuer verwende ich viel Zeit - aber ehrenamtlich - wer weiss Vielleicht mach ich das mal was irgendwann auch hauptamtlich.
    Dies koennte ich damit aber so denke ich gut verbinden.

    Also Hauptpunkt:
    Ich will auf keinen Fall abends heimkommen und erst dann mein Kind sehen. Beide Vollberufstaetig und Kind in irgendeine Vollzeitbetreuung kommt nicht in Frage fuer mich. Da ich berufsorientiert nicht so wild bin Karriere zu machen udn viel Geld zu verdienen, etc... bin ich gerne bereit zu Hause zu bleiben bei Kindern. Also falls ein potentielle Frau Karriere machen will und viel unterwegs ist (kaum Zeit) aber auch Familie haben will, aber ihr Kind nicht den ganzen Tag in fremde Betreuung zu geben. Voila .. Hier bin ich.

    Chiffre 7E2AA9BE.

    P.S.: Alter 31 ... Also bin noch nicht so alt.

    Also klassisch nur mit Rollentausch! Kann sich jemand sowas vorstellen?

    an halbe-halbe hab ich auch schon gedacht aber ich glaub da findet man kaum ein Arbeitgeber der da mitmacht (1ste Haelft der Woche Frau - 2 Haelfte der Woche Mann), denn halbtags - obwohl das auch schwer ist - hat schon den Nachteil wegen der Fahrerei.

  14. #13 Gast
    12.04.2010 16:43
    Immer mehr deutsche Männer scheinen das Schnorren zu lieben.
    Wenn ich ein Mann wäre, würde ich mir echt blöd dabei vorkommen.
    Ich bin eine Frau und ich habe schon solche Männer finanziert.
    Man fällt halt auf diese mitleidheischende Art herein. "Ach ich habe überhaupt kein Geld. Wie soll ich das bezahlen?" Früher habe ich bezahlt. Heute würde ich es nicht mehr machen.
    Ich möchte auch nicht, dass man mich finanziert.Anders sieht das bei der Dating-Phase aus. Da geht es um das Werben.
    Ein Hausmann als Mann? Nee, nicht für mich.

  15. #14 Gast
    12.04.2010 16:44
    Dass die Männer jetzt aufschreien und auf die Emanzipation der Frau bestehen, war mir klar.

    Für mich hört sich der FS aber so an, als ob er jetzt kein Einkommen hat und aufgrund von "Schwachkopfsmeetings" sich jetzt eine Frau suchen möchte, die ihm ermöglicht zuhause ein ruhiges Leben zu führen. Genauso würde ich es nicht gut heißen, wenn eine Frau hier das selbe schreiben würde wie der FS.

    Jeder in einer Partnerschaft sollte finanziell seinen Beitrag leisten, egal ob Frau oder Mann, denn sonst kommt bald das Gefühl auf, dass der eine den anderen aushalten muss. Und das tut keiner Partnerschaft gut.

  16. #15 Gast
    12.04.2010 16:59
    schade lieber fragesteller,

    ich hätte mir das gut vorstellen können, doch leider bin ich nun zu alt und habe meine kinder schon lange.
    da mein ex-ehemann leider keine rollen tauschen oder wenigstens halbe-halbe machen wollte, musste ich meine karriere aufgeben und musste nach der kinderzeit und der späteren scheidung sehr viel tiefer wieder einsteigen, was schade um die ausbildung und die zuvor gegangenen karriereschritte war, definitiv aber absolut lohnenswert von der kindererziehungs- bzw- elterngenusszeit her. und ich würde mich jedes mal wieder genau so entscheiden und bereue das keine einzige sekunde, deshalb kann ich deinen wunsch wirklich gut nachvollziehen und verstehen!

    heute habe ich ein ziemlich gutes verhältnis zu meinen kindern, mein ex-mann eher nicht (die kinder werfen ihm genau das vor, immer die arbeit an erster stelle gesehen / gesetzt zu haben).

    mich würde nun wirklich interessieren, ab welchem gehalt er/sie hier im forum auf so etwas eingehen würde?

    in meinem bekannten- und freundeskreis gibt es einige pärchen, die das wenigstens im rahmen der erzeihungs- bzw elternzeit leben, aber viele der herren werden von kollegen und anderen bekannten / freunden als unmännlich niedergemacht.
    was ich wiederum für sehr schade halte, denn kinder profitieren sehr davon, beide elternteile um sich zu wissen und relevante erziehungszeit mit beiden zu haben.

    ich wünsche dir bei der realisierung dieses projekts wirklich alles gute und würde mich wirklich sehr freuen, gelegentlich ein update zu erhalten, ob das alles denn auch so geklappt hat!

    w, 43

  17. #16 Gast
    12.04.2010 17:16
    Fragesteller: 7E2AA9BE
    Der andere Teil wurde wahrscheinlich geloescht weil keine Selbstdarstellung.

    Die Frage beszieht sich auf ein ganz normales klassisches Familiengebilde, also wenn Kind da ist dann bleibt der Mann zu Hause.

  18. #17 Gast
    12.04.2010 17:17
    Ich finde das Konzept "Hausmann" grundsätzlich in Ordnung - für mich persönlich käme das allerdings überhaupt nicht in Frage , und das hat mit dem Geld gar nichts zu tun, ich bezahle schließlich auch Gärtner, Fensterputzer...
    Mit einem Hausmann als Partner würde für mich in einer Partnerschaft einfach die Dynamik der männlich-weiblichen Polarität fehlen.

    Beate

  19. #18 Gast
    12.04.2010 17:26
    Also ich könnte mir das schon vorstellen. Allerdings nicht so, dass ich den Mann durchfüttern würde, während er es sich zu Hause gut gehen lässt, ein wenig mit den Kindern spielt und sonst seinen Hobbies nachgeht.
    Aber wenn Mann komplett den Haushalt schmeißt, sich um Essen, Einkäufe und Großputz kümmert, 3 Kinder großzieht und mir jeden Tag eine frisch gebügelte Bluse im Schrank garantiert, dann - warum nicht.
    Ich mag meinen Job und verdiene gut. Warum dann nicht weiter arbeiten und Mann macht den Rest.

    Aber ob du dann noch Zeit hättest für ehrenamtliche Dinge? Kann ich mir nicht vorstellen.

  20. #19 Gast
    12.04.2010 19:42
    Interessante Diskussion; bei mir ist die Situation folgende:

    55j. attraktiver u. sportlicher Akademiker, früher gut verdient, hypothekenfreies Haus, neues Auto, insgesamt schuldenfrei, könnte jetzt locker von meinen Rücklagen leben und zwar ohne auf mehrmaligen Urlaub im Jahr zu verzichten.

    Wenn meine Partnerin nur für sich selbst sorgen würde, hätten wir also kein Problem.

    Lasdys, ist das aus eurer Sicht auch "unmännlich"? Oder geht es eher darum, dass Frau doch immer aus der Beziehung finanzielle Vorteile ziehen will?

  21. #20 Gast
    12.04.2010 20:05
    @17: Die "männlich-weiblichen Polarität" identischgleich "Polarität in Jobs", und ungleiche Bezahlung, keine Frauen in Vorständen et al. Wer das will, gut, aber dann bitte keine Klagen.

    Manchmal, oder hier oft, wundere ich mich, wie unglaublich rollenlastig viele Leute denken. "männlich-weiblichen Polarität". War alles, was Alice Schwarzet und Freundinnen erreicht haben für die Katz? Mir scheint es manchmal.

    Schreibt ein Mann.

  22. #21 Gast
    12.04.2010 20:13
    @19:
    Was soll ich dazu sagen ?
    Mit 47 würde ich ungefähr in Deine Zielgruppe passen, ich kann absolut für mich alleine sorgen und zwar auf einem vergleichbar hohem Niveau. Aber , wenn ich das lese, denke ich immer an " "Papa ante portas" von Loriot.
    Ich glaube, Du würdest mir auf den Wecker fallen.
    Das Beste wäre noch , wenn Du Dich irgendwie sinnvoll mit Dir alleine beschäftigen könntest, während des Tages- natürlich würde ich auch gern die Abende und Wochenenden, Urlaub... mit Dir zu zweit verbringen.
    Aber ich befürchte, daß ich nachmittags nach Hause komme und Du bei irgendwelchen Heilpraktikern, Ärzten ...warst und Du mir dann Dein neuestes ,medizinisches Problem präsentierst ...und das mit mir besprechen willst.
    Also, wie gesagt, das Konzept Hausmann ist nichts für mich.

    Beate

  23. #22 Gast
    12.04.2010 21:31
    Ich habe in meine vergangenen Beziehung dieses Modell gelebt.
    Ich bin nach dem Mutterschutz zuhause geblieben und der Vater meiner Tochter ist zuhause geblieben. Wir wollten dies beide so. Er wollte für sein Kind da sein und ich wollte z diesem Zeitpunkt nicht aus dem Beruf aussteigen. Ich fand´s toll.
    Nach einem Jahr hat auch er wieder zu arbeiten begonnen und wir haben beide Stunden reduziert. Seit der Trennung kümern wir uns je zur Hälfte um das Kind - funktioniert für alle gut.

    Grundsätzlich könnte hätte ich nichts dagegen, socl eine Regelung nochmals zu praktizieren. Allerdings finde ich Männer interessant, die Ziele haben und diese Verfolgen (hierbei muss es nicht um Einkommen oder Karriere gehen).
    w, 31

  24. 12.04.2010 23:29
    Also ich kann mir revers-klassische Rollenverteilung nicht im Ansatz vorstellen und könnte so einen Mann auch nicht als Mann ernst nehmen.

  25. #24 Gast
    13.04.2010 09:41
    Schon nervig. Ich kann ja verstehen wenn jemand das Familienbild nicht gut findet, aber man sollte doch mal nicht irgendwelche Annahmen als treffen.

    Ziele und Ehrgeiz kann man auch haben als Hausmann z.B.: Ehrenamt.
    Nicht jeder der das Thema anspricht ist gleichzeitig Arbeitslos.
    Hausmann halt falls es gemeinsame Kinder gibt.

    Die meisten sind doch noch in klassischen Familiengebilde aufgewachsen. Also sagt mal euren Muetter, dass Sie faule Sesselpupser sind und Ihr Mann Sie nur durchgefuettert hat.

    Hart finde ich die Sprueche das man einen Mann nicht als Mann dann wahrnehmen kann....(und das von Frauen).....
    Das andere Menschen sich darueber lustig machen wuerde waere mir auch wurscht.

    Ist die Vorstellung wirklich so absurd?
    Gibt es nicht ein Frau die sich vorstellen kann das da irgendjemand draussen ist, die vielleicht sich sowas vorstellen kann? Oder ist es so das Karrierefrauen nur Maenner suchen die auch Karriere machen wollen. Dann muss doch eine moegliche Familie auf der Strecke bleiben oder die Kinder werden fremd betreut.

    Ich sehe das als interessantes Angebot fuer eine Frau die Karriere und Familie unter einen Hut bringen will. Ich kenne viele Frauen die echt Karriere machen und dann alles hinschmeissen weil Sie Kinder bekommen. Das muessten Sie bei dem Angebot "Hausmann" nicht. Also ...Gibt es Keine die sich das Vorstellen kann eine Hausmann zu haben?

  26. #25 Gast
    13.04.2010 13:39
    Lieber Fragesteller,
    dieses Thema war doch schon vor 3 Monaten schon mal ein thread? Offenbar sind sie immer noch der gleichen Meinung wie vor 3 Monaten.
    Auch der Jesus von Madonna arbeitet, obwohl sie genug Millionen hat, um ihn aushalten zu können.

    Die Frauen von heute wollen finanziell unabhängig von ihren Partnern sein, wieso willst Du Dich freiwillig von einer Frau abhängig machen? Verursacht Dein Job Dir solche Übelkeit?

    Unsere Mütter haben aus historischen Gründen in Vollzeit den Haushalt geführt. Lies mal nach, was in alten Romanen und Geschichtsbüchern steht. Da war Arbeit bis zum Zeitpunkt der Hochzeit toleriert, danach war der Mann für die Versorgung zuständig. Bis in die 70er hatte eine Frau keinen eigenen Besitz, sie war der Besitz ihres Mannes. Also eigentlich war die Ehe Leibeigenschaft der Frau. Die Pille und Emanzipation haben da einiges verändert.
    Inzwischen dürfen Frauen an der Uni studieren und den elterlichen Betrieb übernehmen, früher musste da ein geeigneter Mann geheiratet werden.

    Was willst Du denn tun von 7 - 17 Uhr als Hausmann?
    Mittagessen kochen, Abendessen kochen? Kannst Du kochen?
    Böden saugen, Bad putzen, Küche aufräumen, Wäsche aufhängen? Schafft man in einer Stunde nach oder vor der Arbeit. Was machst Du den Rest des Tages?

    Nun gibt es Spülmaschine, Waschmaschine, Kindergärten, Kinderhorte und Wegwerf-Windeln. Die Kleidung wird nicht selber genäht sondern gekauft, gereinigt und ist bügelfrei, die Nahrung wird auch nicht mehr selbst angebaut und selbst geschlachtet.
    Statt wie unsere Mütter mindestens 3 - 8 Kinder, gibt es heute eines oder zwei.
    Wie gesagt, das erledigen die meisten Frauen nach ihrer Arbeit, ob mit oder ohne Mann.

    Teilzeit für beide wäre die fairste Lösung.
    Wieso willst Du nicht mal Teilzeit arbeiten? Ich kenne keine einzige Frau unter 50 Jahren, die sich vom Mann aushalten lässt.

    Frau, berufstätig, kindererziehend und haushaltführend in einer Person

  27. #26 Gast
    13.04.2010 14:21
    @25: Ich kenne derer auf Anhieb ohne lange zu überlegen mindestens 3! Also es gibt sie sehr wohl noch, diese Weibchen, die die Kinder groß ziehen und nichts arbeiten und sich dabei vom Manne aushalten lassen. Auch in heutiger Zeit!

    Ich persönlich erledige dies auch alles so nebenher - aber es darf ja auch keiner klar und offen aussprechen, dass diese Muttertiere auf hohen Niveau klagen und mehr Dienstleister und Chauffeur - oder Leibeigener ihrer Kinder sind, als eigenständige Persönlichkeit. Aber Jammern gehört hier zum Handwerk, und die blöden Männer haben es bis dato nicht geschnallt, was Frauchen da abzieht. Daher ist es doch legitim, dass auch ein Mann mal anfragt, wie das so sein könnte. Bezeichnend allerdings, dass die Frauen dies extrems verurteilen und ablehen, andererseits teilweise im umgekehrten Verhältnis es als normal ansehen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

  28. 13.04.2010 14:35
    @#25: "berufstätig, kindererziehend und haushaltführend in einer Person" -- ja, das ist möglich und auch jeder Single ist ja schon berufstätig und haushaltsführend, ohne dass einen die Hausarbeit über den Kopf wächst. Ein Kind macht sicherlich zusätzliche Arbeit, aber die so oft heuchlerisch bestöhnten Hausfrauen haben einen tollen Tagesablauf und es irgend geschafft, das auch noch als harte, ausfüllende Arbeit zu verkaufen. Sicher, man gewöhnt sich dran, den Tag herumzukriegen und irgendwann merkt man gar nicht mehr, wie angenehm man es hat, aber Hausfrau und Mutter eines Kindes ist heutzutage kein Volltagsjob mehr -- da stimmen wir überein.

    Allerdings, und da weichen wir doch voneinander ab, kann ich es vollends verstehen, wenn eine Mutter die ersten Jahre ihres Kindes zuhause sein möchte und die Erziehung selbst übernehmen möchte. Das ist wertvoll für das Kind und die Gesellschaft und eine Freude für die Mutter. Ich kenne sehr viele Frauen, die dieses Ideal leben und toll finden und erst nach 3 oder 6 Jahren wieder in den Beruf zurückkehren. Es gibt jede Menge Frauen in Deutschland (20-30%?), die durchaus erst einmal zuhause bleiben und nicht gleich wieder arbeiten gehen. Ich würde das nicht als "aushalten" bezeichnen, wenn es sich um ein gemeinsames Kind und ein gemeinsames Lebensmodell handelt.

  29. #28 Gast
    13.04.2010 14:51
    Hi, überlege mir gerade, ob ich mich bei elitepartner.de anmelden soll. Ob die Mehrheit der Mitglieder wirklich Niveau hat und gleichberechtigt denkt ...

    Meine Meinung und Schlußfolgerungen zu dem Thread:
    1. Die historische Rollenverteilung ist für mich und sicher auch die Mehrheit der gebildeten Menschen irrelevant.
    2. Gleichberechtigung bedeutet klar, gleiche Rechte und Pflichten - nur dann gibt' keine Probleme.
    3. Bei einer Scheidungsrate, die bald auf die 50% zugeht, denkt zwangsläufig jeder zuerst an sich selbst.
    4. Ziel sollte die finanzielle Unabhängigkeit beider Seiten sein. Dann fällt ein Streitpunkt doch schon mal weg. Nach gemeinsamer Finanzierung der Haushaltsgrundversorgung kann sie sich von ihrem Geld so viele Schuhe kaufen wie sie möchte und er sein restl. Geld für seine Hobbys ausgeben.
    5. "The winner is", wer in der ersten Hälfte seines Lebens so viel verdient, dass er sich frühestmöglichst seinen Hobbys widmen kann. Wer bei Freizeit an Heilpraktiker denkt, ist wirklich eine arme Sau. Für mich sehe ich zahlreiche sinnvolle und vergnügliche Möglichkeiten, das Leben zu genießen: viel Reisen, z.B. Golf/Tennis/Badminton spielen u. andere Sportarten treiben, wie Segeln, vielleicht den PPL-Flugschein machen, ...
    Ich verstehe wirklich nicht, dass jemand Langeweile haben kann.

    Und wenn Mann und Frau arbeiten (bzw. Geld haben), kann man sich auch eine Haushaltshilfe leisten. Dann gibt's auch keinen Streit darüber, wer den Dreck wegmacht.

    Wichtig ist nur, dass die Partnerschaft ebenbürdig ist. N i c h t mehr funktionieren heute Kombination unterschiedlicher Level, wie z. B. Arzt - Krankenschwester, Manager - Sekretärin, Universitätsprofessor - Grundschullehrerin.

    Also Leute - finde ich hier wirklich selbstbewußte eigenständige Frauen?

    Leo, M38

  30. #29 Gast
    13.04.2010 15:29
    Also ich kenne da mehr Frauen.
    Vor 3 Monaten war ich garnicht hier drinnen. Bin neu.

    Abgesehen davon schaetze ich nicht das klassische Familienbild als Sklaverei ein.
    Frueher gab es wohl keine andere Moeglichkeit, aber die Zeiten sind vorbei und noch heute gibt es viele Frauen, die ihren Beruf aufgeben, weil Sie Mutter werden.

    Natuerlich wuerde ich der Arbeit nachgehen bis Kinder unterwegs waeren, aber dann hab ich damit kein Problem "Hausmann" zu machen, weil mir berufliche Karriere nicht so wichtig waere.

    Beide Teilzeit waere schoen, aber richtig Karriere kann man nicht mit einem Teilzeitjob machen. Das ist doch wohl klar.

    Nehmen wir an die klassischen Haushaltsaufgabe dauert so 1 Stunde nach der Arbeit. Diese Stunde ist aber schoneinmal frei wenn der Partner zu Hause ist. Mehr Zeit zusammen. Ist das Kind klein ist man sowieso rund um die Uhr beschaeftigt und danach sollte man sich intensiv um das Kind kuemmern. Kreative Freizeitgestaltung fuer das Kind, Hausaufgabenhilfe, etc... Keine fremde Ganztagsbetreuung … dann verzichte ich auf Kinder.

    Dann Papierkram und Handwerkskram. Eigenes Haeusschen is immer was. Vielleicht auch eigener Garten, …

    Abgesehen davon bin ich politisch aktiv und hab 100 von anderen Interessen, die ich intensiver nachgehen koennte – vielleicht auch spaeter daraus Beruf machen. Vielleicht ein Buch schreiben, Seminare halten, etc…

    Beschaeftigen koennten ich mich rund um die Uhr ohne Probleme. Diese Taetigkeiten – im Gegenteil von einem richtigen Job kann ich aber anpassen wie ich will, wobei natuerlich das Kind vorrang haette. Nebenbei ein wenig arbeiten … auch kein Problem.

    Kochen kein Akt. 

    Wichtig waere fuer mich wenn Kind da ist … Prio.1 Kind.
    Dafuer verzichte ich gerne auf meinen Job.

    Natuerlich ist das nur ein Idealbild von mir. Nicht etwas das ich fanatisch sagen wuerde. Jo …Nur so oder garnicht.

    Aber wenn es eine Frau geben wuerde die gerne Karriere macht und auch Familie gerne haette, aber nicht dafuer ein Kindermaedchen haben will oder eine andersartige Ganztagsbetreuung, dann ware das ideal. Ich wuerde mich auch breitschlagen lassen wenn die Frau dann nach Hause kommt um 22 Uhr wegen eines langen Arbeitstag und ich mich den ganzen Tag um das Kleine gekuemmert hab, ihr noch die Pantoffel zu holen udn ein schoenes Entspannungsbad einzulassen.

    Ich kann mir nur nicht vorstellen wenn ich ein Kind hatte dann noch bis 22 Uhr zu schufften, weil irgendein wichtiges Projekt noch ansteht.

    Wie gesagt dafuer ist mir der Job nicht so wichtig, aber ich kann verstehen wenn das Jemand macht, weil er Karriere machen will.

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