1. Frage:
    Gefragt am: 02.03.2010, 16:13 von Gast
    Wechseljahre - schlimmer als die Pubertät?
    Ich bin w und 29 Jahre, und habe bei meiner Mutter die Wechseljahre hautnah miterlebt. Sie hatte Stimmungsschwankungen bis dort hinaus, einmal rief sie an: "DU meldest dich nieee (schluchz)" was nicht gestimmt hat, ein anderes mal: "Das Leben ist so schön". Sie hat in ihrem Leben aufgeräumt, sich von Papa getrennt (ok, da stand ich hinter ihr, rückblickend haben die nie zusammen gepasst). Davor hat sie sich für uns Kinder den A... aufgerissen dass es uns gut geht und wurde dann endlich mal egoistisch (nicht egozentrisch). These: Ist das die zweite Pubertät, ordnen wir Frauen wirklich schon allein aus biologischen Gründen zweimal unser Leben? Wie erlebt ihr das? Und Männer, wie erlebt ihr eure Frauen in dieser Phase? Bin echt gespannt auf den Erfahrungsaustausch von Kindern und Eltern, Ehepartnern usw.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    02.03.2010 17:46
    Ich, 60, habe von den Wechseljahren nichts gemerkt. Mein Leben ab 50 war ein ständiges Auf und Ab und Hin und Her mit neuen Partnern, Berufswechsel, mehreren Umzügen, schweren Krankheiten usw. Da bin ich froh, mich nicht auch noch mit so was herumgeschlagen zu haben. Stimmungsschwankungen und depressive, aber auch euphorische Schübe hatte ich immer schon, vielleicht sind mir die Wechseljahre deshalb einfach nicht aufgefallen.

  3. #2 Gast
    02.03.2010 17:53
    Ich habe beides hinter mir - Pubertät (ist schon etwas her) und Wechseljahre (bin ich grad durch). Subjektiv war die Pubertät für mich viel schlimmer. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich himmelhoch jauchzend und zu tode betrübt war. Meine Mutter hatte es nicht leicht mit mir und ich selbst auch nicht.
    Da ich 2 Söhne habe, kann ich nicht beurteilen, wie sich das aus Sicht der Mutter anfühlt, allerdings war einer der Beiden auch ein Fall für sich - eben nur ein pubertierender Junge (auch ätzend).
    Mit meinem Wechsel hatte ich null Probleme. Ich hatte Hitzen und Schlafstörungen, aber sonst war ich eigentlich immer ausgeglichen und fröhlich. Vielleicht hatte ich das ja schon mit der Pubertät abgehakt ;-)
    Meine Mutter hatte manchmal leichte Depressionen aber das hat unser Leben nur sehr wenig beeinflusst.
    Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich es aber auch eher so, dass die Pubertät schlimmer ist.

    W 55

  4. #3 Gast
    02.03.2010 18:15
    Liebe Fragestellerin

    Bin mit 48 mittendrin in den Wechseljahren. Doch, es ist schon ganz schön zu merken. Hitzewallungen, die sind aber auch besonders unangenehm. Stimmungsmäßig kann ich das nicht beurteilen, nehme Antidepressiva, da ist die Stimmung immer gleich... Und, wenn ich Pech habe, kriege ich alle 2 Wochen meine Tage. Das ist auch nicht toll.

    Ich habe die kleine Hoffnung, das vielleicht mit den Wechseljahren auch die Depressionen gehen.

    Meine Pubertät hab' ich stimmungsmäßig noch ganz schrecklich in Erinnerung. Das ging in ungeahnte Höhen und in tiefe Abgründe. Habe manchmal auch Sachen gemacht, wo man sich nur an den Kopf fassen kann. Gut, das die vorbei sind.

    Die kleine Kaktee

  5. #4 Gast
    02.03.2010 18:37
    Während meiner Pubertät war ich wie von einem anderen Stern. Ich war verträumt und abgehoben, in eine häßliche Lehrerin verknallt bis zum Gehtnichtmehr (bin hetero) und grundsätzlich total neben der Kappe, bin auch in der Schule wegen permanenter Träumerei durchgefallen und schwebte einfach nur neben mir. Ein Glück, daß das nicht anhielt!

    Meine Wechseljahre habe ich nicht gemerkt. Ganz, ganz selten mal eine Hitzewelle, aber wer weiß, die hätte ich sonst vielleicht auch gehabt. Bin kinderlos. Ob das damit zusammen hängt, weiß ich nicht.

  6. #5 Gast
    02.03.2010 18:49
    Ich bin 54 und habe wenig Probleme mit den Wechseljahren. Außer diesen blöden Hitzewallungen, die aber auch nicht immer da sind, und ab und zu mal Einschlafprobleme, merke ich nicht soviel Unterschied zu früher.
    Nun bin ich aber auch nicht seit Ewigkeiten verheiratet und mit der Ehe unzufrieden, habe auch keine Kinder, die gerade aus dem Haus sind und bin beruflich sowieso an Unwägbarkeiten gewöhnt. Das heißt, ich habe nicht das Bedürfnis oder die Notwendigkeit, mein Leben neu aufzustellen.
    Ich mache übrigens viel Sport und habe einen Beruf, der mich jung hält, dass hilft mir sicher auch.
    In der Pubertät war das bei mir übrigens auch nicht so dramatisch. Ich hatte eine große Lebenskrise mit Anfang 20 (Depressionen, Angstneurose), die war unabhängig von hormoneller Umstellung. Dass ich das damals durchgestanden habe, hat mir viel Rüstzeug für spätere Krisen mitgegeben.

  7. #6 Gast
    02.03.2010 18:53
    Ach Du meine Güte !
    Das ist ja wirklich wieder eine tolle Reklame für uns Frauen 40plus.
    Uns geht es schlecht, wir nehmen Antidepressiva, denn sonst sind wir unaustehlich aufgrund unserer hormonbedingten Launen.
    Wir schwitzen dauernd fürchterlich - total eklig und völlig unsexy.
    Sonst noch was ?

    Ich bin 48 und mir geht es ausgesprochen gut. Vielleicht sollte ich mal zum Arzt gehen ? Das kann nicht normal sein .

  8. #7 Gast
    02.03.2010 19:37
    @ 6

    Die Antidepressiva nehme ich nicht wegen der Wechseljahre. Habe seit 20 Jahren Depressionen und ohne Medikamente geht überhaupt nichts mehr.

    Die kleine Kaktee

  9. #8 Gast
    02.03.2010 20:02
    [mod] ..... ich bin 47 Jahre alt und habe ab und zu mal Hitzewallungen, aber alles Kontrolle. Seit ca. 6 Monaten bleibt die Periode aus - so what. Gerade deswegen oder deshalb ist mein Libido nicht gefallen, sondern genieße das Sexleben um so mehr. Vielleicht bin ich ein wenig zickiger geworden, das mag aber daran liegen, dass ich einer verlorenen Liebe nachtrauere :-(

    Ob die Wechseljahre noch schlimmer werden? Keine Ahnung ;-)

    (w)

  10. #9
    02.03.2010 20:20
    Als ich jung war, nahm ich mir fest vor, sehenden Auges die Wechseljahre als das anzunehmen, was sie sind: Die natürlichste Sache der Welt!

    Hitzewallungen? Schweißausbrüche? Depressionen? - Das waren für mich die Folgen für Frauen, die ihr älter Werden nicht wirklich akzeptieren wollten. Soo schlimm konnte das Ganze doch nicht sein, meinte ich.

    Aber es kam noch schlimmer! - Nun zu deiner Frage: Die Pubertät war GAR NICHTS dagegen!

  11. #10 Gast
    02.03.2010 20:34
    @#6
    Keine Angst, so schlimm ist das nicht, Du liest hier anscheinend nur die paar kleinen Beschwerden. Im Allgemeinen schreiben aber alle Frauen hier, dass sie wenig Probleme hatten.
    Ich hatte auch kaum Beschwerden. Die paar Hitzewallungen sind nicht so schlimm (weder eklig noch unsexy, merkt normalerweise auch kein Mann). bei mir waren es eher die Schlafstörungen, die mir Probleme bereitet haben, weil ich morgens um 6 Uhr wieder aufstehen musste. Da hab ich dann das kleinere Übel gewählt und doch Hormone genommen (pflanzliche Mittel haben nicht geholfen). Danach ging es mir blendend. Depressionen waren nie ein Problem.
    Aber es gibt auch einen ganz entscheidenden Vorteil - man bekommt seine Tage nicht mehr, keine Angst mehr vor Schwangerschaft und bei mir war plötzlich auch die Migräne weg (kam mit der Pubertät und ging mit den Wechseljahren)
    Also ich fand den Wechsel eher positiv als negativ, ich fühle mich freier, lebenslustiger und sexier als zuvor.

  12. #11 Gast
    02.03.2010 20:48
    @#6
    Ne, das ist auch bestimmt nicht normal :-))
    Puh, ich werde bald auch 46, habe mich gleich heute ausgerüstet mit diversen Medikamenten!
    Die Pubertät habe ich wunderbar überstanden ...... das rächt sich jetzt sicherlich.

  13. #12 Gast
    02.03.2010 21:33
    Ich habe so viel zu arbeiten, meine Kinder und meinen Freund zu lieben, in der restlichen Zeit hier zu posten, dass ich gar nichts von den Wechseljahren merke...

    w, 50

    P.S Kleine Kaktee: kann man deine Depressionen nicht anders, nur mit Medikamenten therapien? Das muss ja furchtbar sein. Was ist der Ursache?

  14. #13 Gast
    02.03.2010 22:45
    Ich bin 49 und von Hitzewallungen keine Spur. Ab und zu gereizt...naja, mal ein kleines HB-Frauchen, aber das liegt vielleicht auch an der Verantwortung, die ich seit über 8 Jahren alleine für 5 Personen trage oder daran, daß der eine mehr der andere weniger Temperament in diversen Situationen raus läßt. Keine Ahnung. In Notsituationen gelte ich nämlich als sehr besonnen und nüchtern planend, was mich ziemlich beruhigt. Mir geht es gut, ich geh regelmäßig zum Sport, habe ein nettes Umfeld mit den üblichen Neidern.

    Aber liebe Fragestellerin, meinen Kindern erkläre ich meine ab und zu Launen auch damit, daß sie jetzt pubertieren und sich weiterentwickeln und ich auch in einer Form von Pubertät bin. Das bringt das gegenseitige Verständnis besser für die evtl. brisanten Situationen auf. Und wenn es nur im Nachhinein ist.

    Ich habe schon mehrfach überlegt, da ich überwiegend Frauen kenne, die 40+ auf einmal ihr Leben neu sortieren, ob es wirklich einfach an der biologischen Uhr liegt. Mit 30 ist die Familiengründungsphase, vorher arbeiten und Partnerschaft und mit 40+ fängt Frau an, mehr Egoismus zu zeigen, an sich zu denken und leider auch dann Entscheidungen zu überdenken, die sie schon jahrelang so toleriert hat, wie sie immer waren?

  15. 02.03.2010 23:21
    Ich habe meine Wechseljahre hinter mich gebracht ohne zu merken, dass ich sie überhaupt hatte....

    Von meinem Gyn. weiss ich, dass beruflich äusserst engagierte Frauen die Wechseljahre häufig gar nicht mitbekommen. So war es bei mir auch. Ich habe das Klimakterium sehr früh erlebt, d.h. meine Periode blieb bereits mit 39 Jahren aus. Immer, wenn ich meinte, gerade mal eine Hitzewelle zu erleben, saß ich mit 20 Männern in einer Sitzung! Was hätte ich tun sollen? Sollte ich sagen: "Kann mal einer der Herren ein Fenster öffnen, ich habe gerade eine Hitzewelle?" Auf diese Art und Weise sind die Wechseljahre an mir vorbei gegangen, ohne, dass ich auch nur ansatzweise davon betroffen war.

    Also, liebe Fragestellerin, lass es mal locker auf Dich zukommen. Manche erleben es heftiger, andere gar nicht. Aber geh' bitte nicht mit Panik an die Sache. Es ist keine Krankheit, sondern acuh nur eine Lebensphase!

  16. #15 Gast
    03.03.2010 08:36
    Liebe Fragestellerin!

    Deine Mutter hat sehr viel in ihrem Leben gemeistert.
    Das solltest Du auch mal in der einer oder anderer Form anerkennen.
    Sie hat mit Dir auch wahrscheinlich einiges "mitgemacht"..und das auch liebend gerne, weil es zum Leben und zu deiner Weiterentwicklung dazu gehörte.

    Dein Geschenk an sie könnte dein Verständnis und beruhigende Worte und deine Liebe sein.

    Du weißt es nie, wie lange Du sie noch hast...

    Das ist eine Sichtweise, die mir nur jetzt spontan einfällt, um die Sache von einem anderen Standpunkt zu beleuchten.

    Lg

    Popcorn

  17. #16 Gast
    03.03.2010 09:52
    #15:
    Voll und Ganz stehe ich hinter meiner Mama, deshalb habe ich auch oben geschrieben, dass sie sich für uns Kinder den A... aufgerissen hat und ich hinter ihr stand, als sie sich von Papa getrennt hat. - Wobei wir ALLE mitlerweile (auch Mama und Papa freundschaftlich) ein tolles Verhältnis haben.
    Sie hatte ihren Wechsel mit 45, das ist ein paar Jahre her, in der Zeit habe ich sie auch beruhigt, ihr gut zu geredet usw. Zuerst kannte ich mich nicht aus, habe sogar bei der Telefonseelsorge angerufen um mir Rat zu holen. War ja schon seltsam für mich als "Kind" die Mama aufzufangen und musste das erst lernen.
    Bestimmt hatte sie es nicht leicht mit mir in meiner Pubertät. Das erkenne ich voll und ganz an, selbstverständlich. Das sehe ich genau so wie du.
    Diesen thread habe ich eröffnet, weil dieses Thema zu einer anderen Frage aufgetaucht ist und ich mal wissen wollte, wie andere das so erleben oder erlebt haben.
    Und ich bin ganz stolz, dass ich diese Seiten, eben das meistern schwieriger Situationen (die wir sehr viele Jahre hatten) von ihr geerbt habe. Keine leichten Fußstapfen :-)
    Danke dir für deine liebevolle Sichtweise.

  18. #17 Gast
    03.03.2010 10:39
    Mach dich nicht verrückt. Meine Pubertät war furchtbar, von den Wechseljahren merke ich (54) nichts, außer, dass meine Regelblutung nur noch sehr selten stattfindet - fast gar nicht mehr.
    Ich lebe in einer glücklichen Partnerschaft, bewege mich, ernähre mich gesund, habe meine Arbeit und meine pivaten Interessen und bin zufrieden und ausgeglichen, weit mehr als in jüngeren Jahren.

    Falls du später einmal doch Beschwerden haben solltest, kann die Medizin dir sicher helfen, erst einmal mit Naturheilmitteln, in schlimmen, wirklich schlimmen Fällen mit Hormonen. Aber die Wechseljahre sind keine Krankheit, bei den meisten Frauen verlaufen sie unauffällig. Es gibt da nichts, wovor du Angst haben müsstest.

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