Thema: Was würdet ihr tun?
- Frage:
Was würdet ihr tun?Wollte einen Psychologen/Coach aufsuchen u.a. wegen chronischer Unzufriedenheit, sehr langem Singleleben, niedrigem Selbstbewußtsein, chron. Überforderung im Beruf. Habe dafür Kontakt mit einigen Praxen aufgenommen und direkt die/den Psychologen am Telefon gehabt, die/der mich fragte, was die Gründe wären, ob ich ein Rezept hätte oder privat Termine möchte. Sie/Er sagte mir dann, privat wäre doch besser, da dann keine Diagnose beim Arzt bestätigt werden würde, die "einen das ganze Leben lang begleitet". Ich würde so NIE mehr in eine private Krankenkasse kommen können. Privat abgerechnet würde es 70,-/Stunde kosten!!! Wobei evtl. nur 1-3-5 Termin nötig wären. Glaubt ihr das? Ist das privat sinnvoll? Halte ich für sehr teuer und Geldmacherei? Könnte ja sein, daß die Sitzungen doch über 5 Termine hinausgehen. Warum sollte ich es nicht auf Kassenrezept machen sollen, nur aus dem o.g. Grund? WeiblichAntworten: -
Die Information ist so schon nicht ganz falsch. Was für dich sinnvoll ist, hängt von deiner persönlichen / beruflichen Situation ab. Wenn du gesetzlich versichert bist und in den nächsten Jahren in eine private Krankenversicherung wechseln möchtest kannst du es vergessen wenn du jetzt eine Psychotherapie machst. Wenn du einmal in psychologischer Behandlung warst, bist du für die nächsten 5 - 10 Jahre, für einige Privatversicherer sogar für immer als Risiko eingestuft und bekommst keine Versicherung.
Schließt du den Wechsel in eine private Krankenversicherung aus, ist es egal und du kannst es über die Kasse laufen lassen.
Natürlich steckt auch für den Therapeuten ein wirtschaftlicher Gedanke dahinter. Er kann wahrscheinlich mehr abrechnen, wenn du privat bezahlst.
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siri
die meisten therapeuten sind auf monate hinaus ausgebucht. ich denke, daß sie privatpatienten dennoch aufnehmen. was ich nicht glaube ist, daß deine problematik mit 1 - 5 sitzungen gelöst sein wird.
vielleicht gibt es eine klinik mit ambulanz in deiner nähe, dort werden notfälle eigentlich immer angenommen.
zu einem therapeuten mit "dollarzeichen in den augen" hätte ich kein wirkliches vertrauen. und dir werden zeit und ruhe für eine evtl notwendige behandlung fehlen, wenn dir der finanzielle druck im nacken sitzt.
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Das hört sich für mich ganz klar nach dem Verkauf eines sog. IGels an (individuelle Gesundheitsleistung). Die Ärzte wollen privat abrechnen, weil sie dann für dich 2- bis 3-mal so viel für die gleiche Leistung kassieren können. Das Argument, dass du durch den Bericht des Psychologen an den Hausarzt nie mehr in eine PKV wirst wechseln können, ist absoluter Quatsch. Es kann sein, dass dich die eine oder andere Versicherung tatsächlich ablehnt - den Basistarif müssen sie dir allerdings immer anbieten, dazu sind sie gesetzlich verpflichtet.
In der Praxis könnte es dir passieren, dass du für einen echten PKV-Tarif befristet einen Aufschlag wirst bezahlen müssen, solange davon auszugehen ist, dass die Ursache für deine psychischen Probleme noch nicht beseitigt sind.
Aber sag mal, muss man wegen chronischer Unzufriedenheit, sehr langem Singleleben, niedrigem Selbstbewusstsein und chronischer Überforderung im Beruf wirklich zu einem Psychologen gehen? Halte ich für übertrieben. Das kann man doch selbst lösen.
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Kann Dir nur meine Situation schildern:
Mein Noch- Mann hat mir das Leben nach der Trennung so schwer gemacht, dass ich mir Hilfe holte. Mir wurde eine Psychologische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Krisenmanagement, Familienproblematik empfohlen.
Bekam dort sehr schnell einen Termin, da der psychologische Druck groß war.
Nach dem 3.ten Gespräch fragte sie mich, ob wir weiter miteinander arbeiten wollen, dann stellte sie bei meiner Krankenkasse einen Antrag, der wurde sofort für insgesammt 25 Sitzungen à 1 Stunde genehmigt, ich muss lediglich meine Versichertenkarte und die vierteljährige Überweisung vom Hausarzt bringen.
Und: Ich schäme mich nicht dafür, es ist mir auch egal, welche Diagnose der Arzt auf die Überweisung schreibt, auch gehe ich offen damit um, wenn mich jemand fragt, warum ich immer noch nicht geschieden bin, und warum es so große Schwierigkeiten gibt, und ich gefragt werde, wie ich das alles schaffe, dann bekommen alle die gleiche Antwort:
Ich habe eine gute Therapeutin, mit ihrer Hilfe schaffe ich das alles.
Mein dringender Rat an alle, holt euch Hilfe, schämt euch nicht, steht dazu, das zeigt wahre Größe....nur starke Personen gehen gehen zu Therapeuten, da bekommt Frau nämlich Dinge gesagt, die einem selbst nicht " schmecken".
Aber es lohnt sich: Sich selbst kennen lernen, die Klarheit bewahren, selbstkritisch hinterfragen, alte Verhaltensmuster aufarbeiten, und dann umsetzen....
Damit die alten " Fehler" sich nicht wiederholen.
Weiblich, 40
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Die Kasse zahlt zur Zeit 82,50 EUR pro Sitzung.
Das ist folglich keine Geldschneiderei von dem Psychologen, dir das für 70 EUR anzubieten, außer du zahlst es ihm schwarz.
Deine Diagnose ist nicht nur für die Privatversicherung nachteilig, auch für Lebensversicherungen u.ä.
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Zwar solltest du dir einerseits tatsächlich überlegen, ob du dich irgendwann mal privat versichern lassen möchtest und dementsprechend eine grundsätzliche Position entwickeln, aber es spricht auch gar nichts dagegen, sich den Therapeuten erst mal mal anzuschauen und dann weiter zu entscheiden, denn mindestens die erste Sitzung, i.d.R. aber bis maximal drei Sitzungen sind ohne weitere Verpflichtung. Da kann dann der Therapeut auch noch mal genau darlegen wie er sich den Therapieverlauf vorstellen könnte und was realistisch ist. Allerdings schließe ich mich #2 an, dass in deinem Fall wahrscheinlich mehr Sitzungen erforderlich sind, aber über eine stete Zeit, also würde ich auch eher von einem Klinikaufenthalt abraten. Wichtig ist, dass es in dein individuelles Leben zu integrieren geht.
Grundsätzlich ist es auch noch mal ein Unterschied, ob du eine Psychotherapie bei psychologischen Psychotherapeuten (ist ein geschützter Begriff, der auf Seriosität schließen lässt) in Betracht ziehst oder einen eventuell weniger professionell ausgebildeten Coach in Anspruch nehmen willst. Wichtig ist wie gesagt, dass es zu dir passt und dass du ein gutes Gefühl dabei hast, dich also wohlfühlst - also bloß nicht den erstbesten Therapeuten nehmen, sondern ruhig Vergleiche anstellen, gerade, weil es vermutlich eine längere Beziehung wird...
Hoffe, das konnte dir helfen :)
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Bin selber Psychotherapeut. Ich verstehe die Aussage des Kollegen nicht und eine Psychotherapie hat sicherlich mehr Stunden als 5. Kurzzeittherapie hat alleine 25 Stunden. Finanzielle Motive des Therapeuten können es aber nicht sein, es sei denn, er will schwarz abrechnen. Von der gesetzlichen Krankenkasse erhält er - bundesweite Regelung - 81 Euro pro Stunde.
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guten abend...
um zu klären, ob eine psychotherapie überhaupt sinnvoll ist und ob patient und therapeut zueinander passen, übernimmt die krankenkasse vorab bis zu 5 probatorische sitzungen - auf überweisung vom hausarzt oder auf die versichertenkarte. bei diesen sitzungen wird auch geschaut, ob bei der krankenkasse ein antrag auf kostenübernahme gemacht werden kann, wie die diagnose lautet und so weiter. ein unabhängiger gutachter prüft dann den antrag anonym und entscheidet, ob die therapie getragen wird. vom arzt wird meines wissens lediglich ein attest ausgestellt, daß keine physische erkrankung vorliegt.
vorab kannst du dir vielleicht gedanken machen, welche therapieform für dich in frage kommt, vielleicht auch eine gruppentherapie - schau mal unter psychotherapiesuche.de - ein sehr umfangreiches forum mit ersten anlaufstellen, beschreibung der therapieformen und so weiter. die haben auch eine beratungshotlein und können dir sicher weiterhelfen.
daß gute therapeuten monatelange wartelisten haben, gebe ich siri recht, 6-10 monate sind die regel. oft ist es auch so, daß viele junge gut ausgebildete therapeuten gern praktizieren würden, doch leider keine kassenzulassung bekommen und so zunächst nur privat abrechnen können.
vielleicht kannst du einen mittelweg finden - nach absprache mit dem therapeuten deines vertrauens die ersten paar stunden selbst bezahlen, daß du schon mal schaust, ob das etwas für dich wäre, und sobald der therapeut einen freien platz hat, über krankenkasse. vielleicht wäre auch eine gruppentherapie etwas für dich - die sitzungen kosten im schnitt etwa 30-35 euro, wenn du sie selbst finanzieren müßtest.
krankenkassen sind eher bereit, in die therapie eines patienten zu investieren und seine gesundheit zu erhalten statt dann nach 30 jahren z.b. eine bypass-op inkl. reha zu finanzieren.
ich wünsche dir viel glück und kraft auf deinem weg!
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Für eine gute Psychotherapie auf Selbstzahlerbasis ist 70.- Euro pro Sitzung angemessen.
Drei Stunden reichen sicherlich NICHT, sondern sind lediglich die Erprobungsstunden (meistens sind es 4 - 5) , die von deiner Kasse bei jeder/m Psychotherapeut/in, Psycholog/in bezahlt werden, bis du den Menschen gefunden hast, dem du vertrauen kannst, von dem du dich gesehen und verstanden fühlst und bei dem du die Be- und Verarbeitung deiner Konflikte angehen möchtest und kannst.
Wenn du gesetzlich versichert bist, zahlt dir das die Kasse siehe # 4.
Möglicherweise könnte dir ein 3 - 6wöchiger Aufenthalt in einer guten Psychosomatischen Klinik und darqan anschließend zu Hause eine ambulante Therapie sehr viel Unterstützung sein. Falls du das in Betracht ziehst, rede mal mit deiner Hausärztin/Hausarzt, ob sie/er dich darin unterstützen würde.
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#4 ich gratuliere Dir zu deinen Weg, ich hatte auch (zwar aus einen anderen Grund) diesen gewählt.
Und Du hast Recht! Man erfährt so viel über sich selbst und nimmt so viel mit nach Hause...
Bitte, lieber Fragesteller!
70 Euro ist wirklich nicht viel. Bei uns in Österreich sind die Tarifen zwischen: 60-110 Euro.
Es ist ganz normal! Was ist es schon gegenüber gelösten Problemen? Du wirst zwischen 5-10 Sitzungen gut brauchen. Wie ein Urlaub. Gönn Dir das....
Gute Nacht wünscht Euch Popcorn
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Probleme zu haben ist nicht Schlimmes - "Problem" bedeutet nur "das, wofür man eine Lösung sucht".
Aber wenn Probleme schon sehr lange bestehen, dann liegt es sehr nahe zu vermuten, dass die Lösung _schwierig_ zu finden und _schwierig_ umzusetzen ist. Geh mal davon aus, dass Du Dich bisher nicht völlig blöd benommen und Dir schon alle Mühe gegeben hast, Deine Lösungen zu Deinen Problemen zu finden! Wenn Du nicht angekommen bist, dann hat das einen handfesten Grund, und der verschwindet nicht über Nacht.
Dritte werden Dir also nicht in 1-3-5 Stunden zu Deinen Lösungen verhelfen können, Psychologiediplom hin oder her. Sowas wirkt auf mich wie Zauberkästchen und Schlangenöl.
Leider ist es durchaus möglich drei Jahre in einer "richtigen" wöchentlichen Therapie zu "verschwenden" und immer noch nicht weiter zu sein wie bisher. Du investierst in der Größenordnung eines Kleinwagens, was die Sache sicherlich Wert ist, wenn sie Erfolg hat, aber nur dann.
Wenn Dein niedriges Selbstbewusstsein einfach nur durch die realistische Einschätzung zustande kommt, dass Du Deine Aufgaben, die Dir wirklich wichtig sind, nicht lösen kannst, dann ist Deine Persönlichkeit womöglich in Ordnung und Deine Probleme lassen sich tatsächlich nicht oder kaum lösen. --
70 Euro pro Stunde kann als Honorar für einen Coach sein. Was die Gebührenordnung für Ärzte zu Psychotherapiesitzungen sagt, weiß ich nicht.
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Symptome meiner beruflichen und privaten Überforderungen und die daraus resultierenden Probleme mit Kindern, Beruf und Singleleben sind in über 50 Sitzungen beim Psychologen nicht annähernd gebessert worden.
Viel Eigenarbeit an mir selber anschließend waren nötig. Aber einen guten Erfolg hat mir jetzt, 9 Jahre nach den ersten psychologen Kontakten, eine praktische Ärztin gebracht mit einem genauen Patientenbild und den passenden Globulis dazu. Ich hab es kaum für möglich gehalten, aber so ist es. Die Freude war groß, weil ich viel mehr Gelassenheit erlangt habe auf einfachem Wege.
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Lisa
Nach der GOÄ kostet eine Therapiestunde von 50 Min. Dauer ca. 80,- für Kassenpatienten. Bei Privatpatienten wird der 2,3fache Satz berechnet. Ich empfehle dir, die vorgesehene Behandlung über deine derzeitige Krankenkasse zu finanzieren. Sicher, falls du einmal in die private Kasse wechseln möchtest müsstest du alle Vorerkrankungen angeben, auch psychotherapeutische Behandlungen, ebenso wie einen evtl. Diabetes z. B., was zu einem Beitragsaufschlag oder zu einem Ausschluss der Kostenübernahme für derartige Erkrankungen führen würde. Zudem würde ich mir reiflich überlegen in die private Kasse zu wechseln. Private Kassen ködern junge, gesunde, gut verdienende Arbeitnehmer mit niedrigen Beiträgen - die dann im höheren Alter exorbitante Höhen erreichen, für die schon einmal eine komplette Rente draufgehen kann! Und eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist ab 55J. so gut wie ausgeschlossen!
Eine Aufarbeitung persönlicher Probleme ist mit 5 Sitzungen wohl kaum zu erreichen. Dies grenzt für mich an Scharlatanerie. Die mir bekannten Menschen die sich in therapeutischer Behandlung befinden, sind seit 2-4 Jahren dabei - 2-4x pro Monat!
Du benötigst somit einen langen Atem, den ernsthaften Wunsch mit dieser Hilfe dein Leben wieder in den Griff zu bekommen und einen ausgezeichneten Therapeuten (Therapeutin) deines Vertrauen. Letzteres kommt einer größeren Anstrengung gleich........
Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Wahl und ein gutes Neue Jahr.
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Deine Symptome müssen nicht unbedingt nur seelischer Natur sein. Würde mich vorerst von einem Internisten/Endokrinologen/Neurologen untersuchen lassen und erst vor Ausschluss körperlicher Ursachen eine Therapie beginnen. Oder danach begleitend therapieren, Körper und Seele bedingen einander.
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Die von dir geschilderten Symptome "schreien" geradezu nach Psychotherapie. Sie haben mit Sicherheit keine körperlichen Ursachen und sind wahrscheinlich, da schon sehr lange andauernd, nicht ohne professionelle Hilfe und auch nicht in 3-5 Sitzungen zu lösen.
Ich habe Erfahrung mit Psychotherapie. Mir hat sie sehr geholfen! Meine Therapie ging insgesamt über mehrere Jahre und wurde von der gesetzl. Kasse übernommen.
Bei deiner Problematik ist ein Coach meines Erachtens ungeeignet. Suche dir einen seriösen psychologischen Psychotherapeuten, bei dem/der du nach den Probesitzungen ein gutes Gefühl hast. Wie schon geschrieben, du kannst bis zu 5 verschiedene Therapeuten "probieren", bevor du dich für einen entscheidest.
Wenn du mal in eine private KV wechseln willst, musst du dort deine Vorerkrankungen angeben, auch Psychotherapie. Wegen praktisch jeder chronischen Erkrankung, die man über längere Zeit behandeln ließ (z.B. auch Heuschnupfen, chron. Kopfschmerzen usw.) muss man dann in der Privatversicherung einen höheren Beitrag bezahlen. Aber soviel ich weiß, besteht seit kurzer Zeit das Gesetz, dass auch die Privat-KV niemanden mehr ablehnen dürfen - der Beitrag ist dann halt saftig! Aber je nachdem wie alt du bist, ist es sowieso zu überlegen, ob Privatversicherung so eine gute Idee ist, genau wie #13 schon schreibt...
Noch etwas: Man muss immer bedenken, dass Probleme, die sich über 20,30,40 Jahre in einem festgesetzt haben, sich nicht in ein paar Wochen oder Monaten korrigieren lassen - da muss man sich schon eine etwas längere Zeit geben! Ist doch eigentlich ziemlich logisch, finde ich.
Und ob einem eine Psychotherapie geholfen hat, das ist naturgemäß immer etwas schwer zu beurteilen. Es ist häufig ein "schleichender", recht unscheinbarer Prozess der Besserung. Ich habe oft erst sehr viel später wahrgenommen, dass ich mich in diesem oder jenem Punkt wirklich zum Positiven verändert habe. Man kann im Nachhinein eben auch nie mit Sicherheit sagen, wie man sich ohne Psychotherapie heute fühlen würde - das zum Nachdenken für alle, die immer sagen: Das hilft doch eh nix!
Ich rate dir sehr zu der Therapie über gesetzl. Kasse. Sie kann dich nur weiterbringen. Schaden tut sie auf keinen Fall. Mir hat sie jedenfalls sehr geholfen.
w
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Hallo liebe Fragestellerin!
Ich bin jetzt mitte 20 und seit meinem 18. Lebensjahr mit einer längeren Unterbrechung in Therapie. Und im Hinblick auf die Sitzungszahl hätte ich (bzw. meine Eltern) ernsthafte FInanzierungprobleme bekommen. Wenn ich deine Mail lese, habe ich den Eindruck, dass du einige "Baustellen" hast, an denen du arbeiten müsstest und wenn ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass man allein da nur sehr bedingt voran kommt, ich habe mich zeitweise auf einem "solala-Level" gehalten bis der nächste Einbruch kam. Während der therapielosen Zeit hatte ich allerdings das Gefühl: geht schon, na also, schaff ich doch auch allen... - heute sehe ich das anders: sicher einige Dinge habe ich auch ohne Therapie gemacht und verändert, aber so konsequent an den verschiedenen Baustellen arbeiten, das eben nicht. Und damit war der Einbruch eigentlich vorprogrammiert.
Übrigens finde ich die Aussage des Therapeuten seltsam. Er kann deine Probleme doch eigentlich noch gar nicht so gut kennen und beurteilen, dass er dir sagen kann, wie viele Sitzungen du brauchst. Und nach meiner Erfahrung sind die 5 probatorischen Sitzungen, die ja bereits erwähnt wurden, da gerade ausreichend, damit sich der Therapeut ein umfassendes Bild machen kann und ein qualifiziertes Gutachten schreiben kann. Übrigens: Vielleicht kommt es auch auf das Gutachten an, wie zukünftige Krankenkassen reagieren?! Immerhin löst du ja jetzt grundlegende Problem, die sich so schon mal nicht vergrößern können... und vielleicht versteht ja unser GEsundheitssystem doch noch irgendwann, dass man nicht warten sollte, bis das Kind in den Brunnen gefallen und halb ertrunken ist...
Was allerdings stimmt, ist, dass eine Psychotherapie wohl ausschließt, nicht verbeamtet zu werden...aber das werden ja ohnehin immer weniger. Und ich hab für mich beschlossen, dass mir meine psychische und physische Gesundheit und eine gute Beziehung zu mir selbst und meinem Körper wichtiger sind!
Was ich dir noch gern mit auf den Weg geben würde: such dir eine/n Therapeut/in, der oder dem du vertraust, die CHemie muss schon stimmen, schließlich offenbarst du ihm deine Probleme und Schwächen, das fällt bei jemandem, der einem unsympatisch ist schließlich nur noch schwerer, als es ohnehin schon ist (also lieber noch einen Termin ausmachen und sich noch einen Therapeuten "ansehen").
Ich wünsch dir alles Gute, viele Glück und Erfolg bei der Therapeutensuche und ein schönes neues Jahr, in dem du an deinen Problemen arbeiten und auch einiges zu´m Positiven hin verändern kannst!
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Hallo.
Die ersten 5 Sitzungen werden i.d.R. von der Krankenkasse übernommen.
Grundlegen finde ich Therapie sehr sinnvoll. Ich bin eher zufällig dazu gekommen und betreibe das nun seit über 2 Jahren regelmäßig als Einzel-, Gruppentherapie, inkl. Outdoor-Coaching-Reise. Ich bin jetzt 28 und mir bringen die Sitzungen sehr viel.
Du musst dir "deinen" Therapeuten suchen, der dich weiterbringt, bzw. durch den du weiterkommst.
Wenn du mit Therapie beginnst und nach ein paar Monaten Ängste, Wut auf deinen Therapeuten bekommst und denkst der ist ein blöder Ar%&/$&$, dann ist er genau der Richtige.
Entwicklung macht man nicht im Weichspülgang!
Wenn du dich also weiter entwickeln willst und voran kommen willst, musst du erstmal durch ein sehr tiefes Tal gehen!
Du schaffst das! ;-)
Gruß aus Mtf!
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Ein guter Psychologe, Coach was auch immer kann unter Umständen Probleme auch in 5 Stunden lösen. Viele Langzeittherapien sind reine Geldmacherei. Nicht alle, es gibt natürlich Fälle in dennen das nötig ist. Es kann aber auch sehr schnell gehen, kommt ganz auf das Therapiekonzept an. Viele Konzepte zielen darauf den Patienten langristig zu halten. Wirtschaftlich ist das sinnvoller. Was für Dich sinnvoll ist musst du selbst beurteilen. Informiere Dich gut und lass dir nichts einreden. Jeder ist anders. Was bei Anderen funktioniert hat muss nicht unbedingt auch für Dich das Richtige sein.
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Ich lese hier leider mal wieder sehr viel Halbwissen zum Thema Krankenkassen. Bitte lass Dich ausführlich beraten. Die meisten posten hier irgend etwas, das sie mal irgendwo aufgeschnappt haben. Einige Dinge zu dem Thema die hier stehen stimmen so nicht ganz.
Was aber stimmt: Wenn Du in die Private wechseln möchtest wird es mit einer Therapie sehr große Probleme geben. Ob ein Wechsel für dich überhaupt möglich oder sinnvoll ist, musst Du abwägen. Das ist von Deiner Situation abhängig. Auch hier bitte über die Nachteile informieren.
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Fragestellerin:
Vielen Dank für all eure Ratschläge.
@3 Glaub mir, das habe ich selbst schon versucht. Freunde und Familie helfen mir, aber noch hat es nicht geholfen. Ich denke, ich brauche professionelle Hilfe/Gesprächstherapie.
@14 Es sind ursächlich keine körperlichen Beschwerden gewesen, sondern auch von Erschöpfung als Folge leider körperliche Beschwerden (Schlafstörungen, Kraftlosigkeit, Traurigkeit, Kopf- und Magenschmerzen) hinzugekommen. Ich habe das Gefühl, daß ich da von selbst nicht mehr hinauskomme.
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Lies mal das Buch: "Krankheit als Weg" von Rüdiger Dahlke. Das könnte dir einige Antworten auf deine Symptome geben.
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hallo, die antwort kommt zwar spät, hilft aber vielleicht dennoch ...
ich bin selbst psychotherapeutin und kann dir zu deiner frage soviel sagen, dass du vermutlich in 1 bis 3 terminen nicht wirklich was bewegen kannst. das ist in meinen augen unseriös. ich mache in der regel bei privaten klienten immer den vorschlag zu einen erstgespräch (ca. 50 euro). bei diesem gepräch hast du die möglichkeit rauszufinden, ob du mit dem therapeuten überhaupt "kannst" und der therapeut kann dir am ende sagen, wie lange die beratung in etwa dauern wird. kopf hoch und lass dich nicht unterkriegen. lg s.
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@22 Vielen Dank für den Tipp. Ich werde ihn mir zu Herzen nehmen.
Fragestellerin
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