- Frage:
Was genau ist denn schlimm an der Emanzipation?Ich habe eben den Beitrag über die "Schmerzensmänner", die Opfer der ach so schlimmen Emanzipation gelesen. Ich verstehe allerdings nicht so ganz was genau immer mit dem Schimpfen auf die Emanzipation gemeint ist? Welche Aspekte sind es genau die euch daran stören und wie wäre es euch lieber, dass wir Frauen uns verhalten?
W 27Antworten:Vielleicht fange ich mal an, indem ich mich zu einigen Begrifflichkeiten hierzu äußere, die gerne in einen Topf geworfen werden:
Da wäre zunächst einmal der Begriff des Feminismus. Den finde ich eigentlich reichlich absurd, denn wie kann man durch einseitige Positionierung Gerechtigkeit herstellen? Das ist für mich ein Kampfbegriff aus den 70ern. Ein besonders perverser Auswuchs desselben wäre das sogenannte "Gender Mainstreaming", das habe ich selbst in meinem Referendariat erlebt. Da haben Referendare in ihren Arbeiten allen Ernstes konsequent den Begriff SuS (Schülerinnen und Schüler) verwendet, weil sie sich nicht getraut haben, einfach nur Schüler zu schreiben. (Und das von zukünftigen Deutschlehrern. Oder ich musste in meinem Studium (Literaturwissenschaften) bizarre Aufsätze über "den Stift als Phallussymbol oder Schreiben als metaphorischer Schöpfungsakt ohne weiblichen Anteil" lesen. Nach so einem Studium verdreht auch noch der aufgeschlossenste Mann die Augen beim Stichwort Feminismus.
Mit der Emanzipation sieht es etwas anders aus. Das ist in meinen Augen eine sinnvolle Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es mit mangelnder Konsequenz angegangen wird. Das führt vor allem auf männlicher Seite zu Unsicherheit bezüglich der Erwartungen an das Rollenverhalten.
Auf der einen Seite wird von einem Mann verlangt, dass er den aktiven Part in einem Flirt übernimmt, aber warum denn eigentlich? Als müsste der Mann die Frau für etwas gewinnen und nicht andersherum genauso. Man soll Frauen beim ersten Date einladen, um zu beweisen, dass man nicht knausrig ist (bin ich nicht), aber warum nicht umgekehrt? Man soll eine "starke Schulter" bieten, aber wenn ich mir so etwas (vielleicht mit einer etwas anderen Metapher versehen) von einer Frau wünsche, bin ich ein Weichei. Ich denke ein großes Problem der Emanzipation ist das, dass es viele Frauen dazu bringt, auf der rationalen Ebene etwas zu erwarten, was sie sich auf der emotionalen Ebene überhaupt nicht wünschen, da sie seit ihrer Kindheit eben doch auf das traditionelle Rollenbild geeicht sind, sich aber unterbewusst nicht davon lösen können. (Siehe diesen lustigen Thread über "bestimmte Hausarbeiten nur für Frauen". Von den Frauen, die sich dort gegen bügelnde Männer aussprechen, behauptet bestimmt keine von sich unemanzipiert zu sein.) Deswegen meine Gegenfrage: Wie wäre es euch Frauen lieber, dass wir Männer uns verhalten?
Außerdem verbirgt sich hinter dem Begriff der Emanzipation im Alltag auch eine ganze Menge Verlogenheit. Da gibt es zum Beispiel in Schulen mit 60-70% weiblichem Personal das Amt der "Gleichstellungsbeauftragten" (wohlgemerkt nicht mehr Frauenbeauftragte, = Neusprech), das aber nur mit einer Frau besetzt werden kann. Welche Aufgabe soll diese Frau bitteschön wahrnehmen? Oder ist es vielleicht nur eine billige Methode, um ohne viel zusätzliche Arbeit an eine Beförderung zu kommen?
m, 30
Schlimm ist daran nichts. Aber die meisten Frauen nehmen nur die Vorteile entgegen ( gleiches Gehalt etc.) aber beim kennenlernen oder selbst noch in der Beziehung soll z.b. Der Mann immer schön bezahlen. Oder es wird erwartet das sich der Mann als erster meldet... Diese rosinenpickerei geht einfach nicht...
Es gibt ja sehr unterschiedliche Ausprägungen der Emanzipation bzw. des Feminismus. Das reicht von der berechtigten Forderung nach Gleichberechtigung bis hin zur Verabscheuung von allem, was männlich ist. Und ich schätze, dass die Kritiker hier nur die Extremvariante im Kopf haben. Es gibt ja wohl keinen vernünftigen Grund dafür, warum eine Entwicklung kritisiert werden sollte, die Frauen Wahlrecht, Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes und vieles andere mehr eingeräumt hat. Wer kann sich heute noch so richtig vorstellen, dass unverheiratete Frauen früher als "Fräulein" bezeichnet wurden?
Emanzipiert heißt für mich: Selber anpacken, oder es zumindest versuchen, anstatt "die schwache Frau" zu mimen. Und das Gleiche beim Mann, anstatt den Macho/Patriarch zu mimen.
Die Frau kann schon emanzipiert sein, aber sollte dabei auch konsequent sein. Aber sich nicht egoistisch das Beste für sich heraus suchen. Und dem Mann auch seine Emanzipation zugestehen, anstatt ihn dabei z.B. als "unmännlich" zu beschimpfen.
Eine emanzipierte Frau kann ihre Söhne/Töchter zu emanzipierten Menschen erziehen. Daraus werden trotzdem keine "melancholischen Schwächlinge".
Es ist ja nicht die Emanzipation selber, sondern die Umsetzung , Übertreibungen und Nebeninteressen dabei.
Einmal haben die Frauen, d.h. hier deren medialen und politischen Vertreter - nicht die Menge an sich - eben nicht nur eigene Rechte und eine neue Rolle für sich eingefordert haben, sondern auch selbst heftige Verhetzung betrieben, in Teilbereichen das Pendel zum Überschlagen gebracht sowie eben durch Erziehung und Mediengewalt ein Männersollbild propagiert haben, welches letztendlich von den Frauen in der Praxis selber dann weitgehend nicht angenommen wird.
Das Ergebnis ist dann teils massive Verunsicherung und Misstrauen, sowie Fehlsozialisierung gerade derer, welche diese neue Doktrin aufgenommen/ anerzogen bekommen haben.
Und daran sind dann natürlich wiederum die Männer schuld ...
Was dann letztlich bei den übriggebleibenen Singles zu guten Teilen irgendwann eine LMAA, Resignations- oder Verweigerungshaltung auslöst, bzw. zu der Einsicht führt, dass wenn man(n) eh der Böse ist, man auch keine Rücksicht oder anstand mehr zeigen braucht.
Dazu mache ich einen guten Teil der oft beklagten überhöhten Ansprüche und des Rosinenpickereiverhaltens daran fest, dass frau sich selbst ständig und ausschließlich nur als unterdrücktes Opfer dargestellt hat und so keinerlei mentales Verhältnis zu den mit Rechten verbundenen Pflichten oder den Nebenwirkungen der neuen Rolle gebildet hat.
Manche Frauen denken auch einfach Emanzipation sein ein Brief ans Christkind, alles was einem stört oder was man gern hätte schreibt man darauch und schwups geht es in erfüllung ohne etwas dafür tun zu müssen... quasi als geburtsrecht weil man Frau ist.
Die negative Ausprägung ist primär nur ein rein deutsches Problem.
Ich lernte im Studium meine Frau kennen. Eine Ausländerin, die in D studierte.
Meine Mutter gehört zur typ. 68er Generation. An ihren Geburtstagen erlebe ich stets ihre zumeist überstudierten Pseudo-Emmanzen Freundinnen....
Das reicht mir dann immer für den Rest des Jahres und ich liebe meine Frau umso mehr.
90% der dt. Frauen scheinen nicht einmal ansatzweise noch zu wissen, was die Erotik zwischen den Geschlechtern ausmacht! Sinnlichkeit ist eh ein Fremdwort...
Dafür mache ich primär die dt. Ausprägung der Emanzipation verantwortlich. Diese Form erlebte ich keinem anderem westlichen Land! Weder im Studium noch später in der Arbeit.
@1
Ich erlebte diesen Unsinn leider ebenfalls im Studium: Texte wurden bis zur Unlesbarkeit feminisiert! Dabei ist es grammatikalisch völlig falsch! Mein Literaturprofessor hielt dazu eine vorzügliche Vorlesung. Stichwort: generischer Imperativ!
Um auf die Eingangsfrage zu antworten: bei der dt. Emanzipation ist eigentlich von vorne bis hinten ALLES falsch! Sie stellt nur eine neurotische Rosinenpickerei da!
Wer als Mann im Studium auch nur einmal erlebt hat, wie Mann und Frau in anderen Ländern miteinander umgehen, der wendet sich mit Abscheu von der dt. Frau ab.
Ich verwende nicht gern das Wort Emanzipation. Ich möchte viel lieber einfach nur als gleichberechtigt behandelt werden (und ich meine damit auch das Recht) und nicht, wer jetzt welche Arbeiten zu verrichten hat o.ä.). Ich denke auch, dass das für Menschen (nicht nur Paare), die sich mögen oder zumindest respektvoll miteinander umgehen, möglich sein sollte.
Ich sehe die Erwartungen meiner Geschlechtsgenossinnen auch z. T. sehr kritisch, finde es aber immer ganz schrecklich, wenn so pauschale Behauptungen gemacht werden (von M + F). Grundsätzlich finde ich aber auch, dass weder Frauen, noch Männer sich nur die angenehmen Seiten des sozialen und gesellschaftlichen Miteinander herauspicken können (sollten).
Es ist doch eigentlich alles ganz einfach, wenn man nicht auf Begriffen herumhackt, sondern sich einfach menschlich verhält.
Die Äußerung vom gleichen Gehalt zeugt hier aber doch von Unwissen oder eheblicher Ignoranz, zumindest ist sie in diesem Zusammenhang falsch. Gerade dort wird Frauen die faire Behandlung - bei gleicher Arbeit - immer noch am meisten verwehrt. Und gerade das ist doch einer der Punkte, der - objektiv betrachtet - eigentlich gar nicht mehr diskutiert oder erwähnt werden müsste. Es sollte selbstverständlich sein, dass Gehälter nach Leistung bezahlt werden und nicht nach Geschlecht.
Ansonsten finde ich es absolut überflüssig, sich ständig mit der Emanzipation theoretisch zu beschäftigen. Jeder kann und sollte sich emanzipiert verhalten - das ist keine Wortschöpfung für Frauen.
hier ist die FS: mich überraschen die erfahrungen der leute mit der emanzipation sehr. ich bin folgendermaßen erzogen worden: meine eltern sind beide kankenpfleger und waren immer beide berufstätig. mir wurde beigebracht, dass es ok ist wenn frauen arbeiten gehen obwohl kinder da sind (habe mich auch NIE vernachlässigt gefühlt), dass man deswegen keine rabenmutter ist, dass jeder jeden beruf ergreifen kann, egal ob eine frau bauarbeiterin oder ein mann kindergärtner werden möchte, typische frauen oder männerberufe gab es in meiner vorstellung in der kindheit nicht. mein vater hat sich genausoviel um haushalt und kindererziehung gekümmert wie meine mutter und meine mutter war, wie gesagt, immer berufstätig und damit wurde das gemeinsame einkommen 50/50 erbracht. ich habe in meinen vergangenen beziehungen sehr oft den ersten schritt gemacht, habe männer angesprochen, oder bei männern die ich kannte und toll fand irgendwie "eingefädelt" dass was passiert, indem ich den jenigen gefragt habe ob wir mal was unternehmen, oder wenn ich irgendwas geplant hatte mit freunden zu machen, ob er lust hat mitzukommen. und bei dates sollte meiner meinung nach einmal der eine und beim nächsten mal der andere bezahlen.
von daher war ich sehr überrascht über die aussage im anderen threat dass männer wieder männer und frauen wieder frauen sein müssen.
An sich nichts
Aber die Interpretation vons Ganze.
Gleichberechtigung LEBEN- und nicht drüber quatschen. Ganz einfach im Grunde.
Leider schlägt das Pendel gerade heftigst in die andere Richtung, das fängt an bei den Noten in der Grundschule (Im Schnitt bei gleicher Leistung bei den Jungs eine Stufe schlechter) bis hin zum Gender Mainstreaming das klar die definierte Zielrichtung hat Frauen zu bevorzugen. So zum Beispiel ist bei gleicher Quali die Frau vorzuziehen! Gleichberechtigung ist was anderes.
Das mag jetzt manchen als ausgleichende Gerechtigkeit erscheinen- nur die heutigen Männer hatten nix von der Bevorzugung vor 50 Jahren.
... na, gerade so etwas sollte doch jede Menge humoristisches Potential beinhalten (neben einigen vermutlich korrekten und elemtaren Feststellungen über Rolle und die Rezeption weiblicher Autorinnen in der Vergangenheit). Man(n) sollte Feminismus nicht einfach nicht mit der urdeutschen Ernsthaftigkeit angehen, dann wird schon deutlich, was es damit auf sich hat und wo dbei historisch nachvollziehbar auch weit über's Ziel hinaus geschossen wurde. Mehr Humor, mehr Leichtigkeit, dann klappt es auch mit dem Flirten bei Feministinnen, falls es die noch geben sollte.
ich könnte mir vorstellen, dass das daran liegt, dass da 2 Dinge durcheinandergeworfen werden.
Emanzipation steht ja für die Gleichberechtigung der Frau - mit allen Rechten, aber auch Pflichten.
einigen Männern kommt es besonders bei einigen finanziellen Dingen so vor, als würde die Frau da anfangen die Rosinen zu picken.
(weiter oben wurden entsprechende Beispiele mit dem Essen bezahlen usw genannt)
nun ist da ja aber noch die Sache mit dem Anbandeln. würde man nun die 50-60-er Jahre als "klassisch" bezeichnen, wäre man als gentleman verpflichtet, der Frau "den Hof zu machen".
wozur auch der finanzielle Aspekt gehört.
und diese klassische Sichtweise, wie sie auch heute noch sehr weit verbreitet ist, widerspricht nun häufig der Emanzipation.
wobei sich hier klar die Fronten lichten, denn ich persönlich stehe auf dieses klassische "Zeugs" und könnte mich nur sehr schwer damit anfreunden, die Frau die Restaurantrechnung bezahlen zu lassen oder mir von ihr den Mantel abnehmen und den Stuhl anbieten zu lassen.
andere wiederum sehen es als unfair an, dass es als selbstverständlich erachtet wird, dass der Mann die Rechnung bezahlt.
(oder sind das nur die geizigen Schweizer, Schwaben oder Schotten, die das als unfair ansehen? ;) )
aber es ist nun mal so, dass wir Männer gern "erobern".
darum wird -meiner persönlichen Meinung nach- dieser Aspekt immer im Gegensatz zur Emanzipation stehen.
auch das wir Männer lieber arbeiten gehen und das Geld ranschaffen, statt zu Hause den Haushalt zu schmeißen, dürfte nicht unwesentlich evolutionär/genetisch erklärbar sein.
schließlich sind wir seit jeher dafür zuständig, dass das Essen auf den Tisch kommt.
klar - die körperliche Überlegenheit ist nicht mehr vorhanden, aber es dauert halt, bis die genetische Programmierung geändert ist.
demnach sind nicht ausschließlich die Frauen schuld, das der Eindruck mit dem "Rosinen picken" entsteht. wir Männer mischen da bewußt oder unbewußt kräftig mit - zugunsten der Frau.
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Wenn man den Begriff "Emanzipation" nicht nur auf das leidige Mann-Frau Verhältnis begrenzt, bedeutet es "Entlassen in die Selbständigkeit". Emanzipiert heisst also erst mal frei von Fremdbestimmung. Und so sollte es man meiner Ansicht nach auch sehen. Die militant feministischen Auswüchse der 70er und 80er Jahre waren ein Über-das-Ziel-hinaussschiessen, wie es immer passiert, wenn eine plötzliche Leere ausgefüllt werden muss.
Mit einer emanzipierten Frau zu leben, bedeutet für mich gleiche Rechte und gleiche Pflichten, mehr aber auch nicht. Frau kann Frau bleiben, Mann kann Mann bleiben. Völlig ideologiefrei...
So long,
m/42
Für mich sind Emanzipation und Feminismus einfach Schritte, die von der Gleichmacherei der Menschen innerhalb der zwei Geschlechter wegführen sollen. Jeder Mensch hat individuelle Stärken und Schwächen. Nur weil jemand einen Uterus hat, kann sie deshalb nicht besser bügeln oder mit Kindern umgehen als Menschen ohne Uterus. Ein Mann ist nicht aufgrund seines höheren Testosterons durchsetzungsfähiger oder aggressiver als sämtliche Frauen. Für mich bedeutet Feminismus, dass man aufhört Menschen Eigenschaften und damit verbundene Rollen auf der Basis ihres Geschlechts zu-oder abzuschreiben. Die Rosinen heraus picken will ich mir bei all dem nicht: natürlich ist es für mich okay beim ersten Date zu zahlen, auch mal die starke Schulter für meinen Partner zu sein und den ersten Schritt zu machen (sofern ich mich traue....sonst hab' ich halt Pech)
w,33
So, wie Du es beschreibst, stimmt es nicht. Es ist vielmehr so, dass die meisten Männer es toll finden, beim ersten Date zu bezahlen. Warum soll ich denen aus ideologischen Gründen die Freude verderben. Ab dem 2. Date übernehme ich immer mal die Rechnung.
Ebenso habe ich es wieder aufgegeben, bei der Annäherung in offensichtlicher Weise aktiv zu sein. Ich habe als Frau einfach bessere Karten, wenn ich mich ein wenig zurückhalte. Trotzdem bin ich nicht passiv, sondern sende meine Signale.
Emanzipation muss nicht heißen, dass beide Geschlechter das Gleiche tun, das wäre zu plump. Bei der Emanzipation geht es darum, dass beide Geschlechter die gleichen CHANCEN eingeräumt bekommen. Was man daraus macht, muss jeder selbst wissen.
ganz einfach: in Deutschland ist der Begriff Emanzipation von einem lebensfernen und männer- wie menschenfeindlichen Dogmatismus geprägt. Frauen in anderen westlichen Ländern sind auch emanzipiert - haben aber keine Probleme damit das es Frauen und und Männer gibt; deutsche Emanzen (die sich den Begriff Emanzipation gerne und entstellend zu eigen machen) streben die Nivellierung jeglicher geschechtsunterschiede in jeglicher Hinsicht an. Mann fragt sich wie die betreffenden Damen mit der Tatsache zurecht kommen dass sie selbst einen Vater haben. Irgendwann wird sich das auch in unserer Sprache bemerkbar machen und der männliche Artikel wird abgeschaft, später dann auch der weibliche. Die weibliche Emanze wird dann als "das Mensch" bezeichnet.
Es geht vielmehr um eine bestimmte Anspruchhaltung. Mir ist es ziemlich egal, wer was macht. Ich bin in der Lage, einen Haushalt von vorn bis hinten allein zu führen. Wenn jedoch eine Frau das von vornherein im Zusammenleben auch noch voraussetzt, brauche ich keine Frau.
Dein Beitrag scheint wirklich zu provozieren, und auch ich kann ihn nicht kommentarlos stehen lassen:
Wir in Deutschland noch lange nicht so weit, dass Frauen das gleiche Geld für die gleiche Arbeit bekommen und die besten Jobs bekommen normalerweise immer noch die Männer, selbst bei schlechterer Qualifikation. (Warum das so ist, führt hier zu weit).
Allerdings hat eine Einladung zu einem Kaffee mit diesem Thema trotzdem nichts zu tun, auch nicht mit Emanzipation! Keine Frau nimmt eine Einladung nur deshalb gerne an, weil sie weniger in der Geldbörse hat! Eine Einladung gehört einfach immer noch zum Spiel zwischen den Geschlechtern, das hier im Forum hinreichend diskutiert wurde.
Wir haben viel erreicht bezüglich Emanzipation, jedoch hat sich nicht alles zum Vorteil für uns Frauen entwickelt - und Männer und Frauen haben ihre neue Rolle noch gar nicht richtig einnehmen können, das dauert nämlich! Kein Wunder, wir Frauen 50+ waren doch die erste Generation, für die Gleichberechtigung überhaupt ein Thema war, und wir alle müssen uns da erst noch einfinden, und sollten uns wahrlich nicht mit einem solchen Pups, wie "wer zahlt den Kaffee" auseinander setzen müssen
Ich glaube, Männern gefallen emanzipierte Frauen aber halt keine Emanzen.
Ist schon ein Unterschied.
Emanzipierte Frauen wollen gleiche Rechte für beide und finden beide gleich gut und wertvoll, Emanzen finden Frauen besser und wollen, daß die mehr Rechte haben als Männer.
@FS: Wenn das, was du in 10 ausführst, alles ist, was du unter Emanzipation verstehst, dann herzlichen Glückwunsch. Damit kann ich mich auch anfreunden, und finde es sollte sogar selbstverständlich sein.
@12:
Leider ist mir aufgrund sexistischer Witze seitens mancher Dozentinnen und des offensichtlichen Amüsements vieler meiner Kommilitoninnen zu oft das Lachen im Halse stecken geblieben. Ich hoffe du hast Verständnis dafür. Ich denke, dir wäre es andersherum nicht anders gegangen. Davon abgesehen hätte ich, nachdem ich erlebt habe, wie ernsthaft und teilweise borniert viele der eben erwähnten Personen sich dieser Sache gegenüber verhielten, im Traum nicht eingefallen, das unter humoristischen Gesichtspunkten zu betrachten. Jedenfalls nicht in weiblicher Gesellschaft, und schon gleich gar nicht einer Dozentin gegenüber. Ich wollte mir ja meine Noten nicht verderben. Obwohl, hätte ich vielleicht lieber tun sollen.
Liebe Angela,
auch wenn ich Deine sonstigen Beiträge schätze, das stimmt einfach nicht mehr:
.Wir in Deutschland noch lange nicht so weit, dass Frauen das gleiche Geld für die gleiche Arbeit bekommen und die besten Jobs bekommen normalerweise immer noch die Männer, selbst bei schlechterer Qualifikation
Es ist lediglich ein oft und gerne genutztes Kampfargument um Bevorzugungen der Frau durchsetzen zu können. Es gibt Ausnahmen, klar und sicher aber für den grössten teil der Deutschen Wirtschaft gilt das nicht. Es wäre auch Dumm und wir wären nicht mal annähernd so konkurrenzfähig wenn das nicht so wäre.
Alles was Tarifgebunden ist muss zwingend die ERA-Einstufungen umsetzten, das heisst ein Arbeitsplatz wird unabhängig vom Inhaber eingestuft und bezahlt. Die Betriebsräte überwachen dies ziemlich scharf. Zudem wär ich ja unglaublich dumm mir nicht die besten für einen Job zu holen nur weil da kein Schwänzchen dranhängt!
Ich weiss, es gibt Statistiken- die haben aber einen Denkfehler: Sie ermittel einfach den Durchschnitt und da weitaus mehr Frauen wie Männer Teilzeit arbeiten und Beförderungen oder bestimmte, besser bezahlte Tätigkeiten in demselben Berufsbild ablehnen entsteht diese Statistik. Auch kann keiner Erwarten dass man 3 Jahre aussetzt und dann bezahlt wird als hätte man sich diese 3 Jahre durchgängig weiter qualifiziert und sich beruflich aufgebaut- man macht da weiter wo man aufgehört hat!
Ich geb Dir ein Beispiel das mir laufend passiert: Wenn ich einen Ingenieur mit hoher Reisetätigkeit einstelle habe ist das höher dotiert als der Ingenieur der 5 Tage die Woche im Labor arbeitet. Formal derselbe Job, praktisch aber nicht. Biete ich diese Stelle einem Innendienstler an sagen mir 80% der Männer zu, 80% der Frauen ab- seltsamerweise auch wenn Sie keine Kinder haben. Sie verzichten bewusst auf das bessere Salär.
Auch durch wiederholtes, mantraartiges rutnerbeten der ewig falschen Postulate werden sie trotzdem nicht wahrer.. Zum Glück hat die medizin einen recht mutigen Schritt getan und angefangen Medizinprodukte nach weiblich und männlich zu entwickeln.. Männer und Frauen sind durch ihre biologischen Grundlagen unterschiedlich, denken anders, handeln anders, lernen anders. Da Hilft auch kein New Age "wir sind doch alle nur Menschen" gerede.. Ich hab mit Menschen rund um den Globus zu tun und immer sind die Männer in der regel durchsetzungsstärker als die Frauen. Es sei denn es handelt sich um eine der "Kampfemanzen" die dadurch auffallen möglichst reizbar und giftig zu sein. Und da ist es egal ob es die Kassiererin oder der Vorstand ist. Jeder der zumindest ein Auge udn ein Ohr hat kann sich bei Jakob Jedermann und Susi Schneckenschiss live im Leben nachvollziehen das 90% der mädels eben NICHT emazipiert im Sinne einer "Gleichwertigkeit" sind, sondern bewusst ihre weiblichen Attribute zur Durchsetzung ihrer persönlichen Ziele einsetzen und das hilflose schwache Wesen leben. (und lieben) .. sehr zum leidwesen der wiorklich kleinen Minderheit an Frauen die auch im (zusammen-)Leben von sich aus und aktiv, innovativ und vorne dran sind..
Nicht umsonst gibt es weibliche Attribute und männliche Attribute.. und die sind nun mal eben keine "Erfindung" der Gesellschaft sondern eine Ausprägung genetischen Grundlage. Und an all diejenigen die jetzt mit dem "wir sind doch nicht mehr in der Steinzeit" - Gerede anfangen.. "wir" vieleicht nicht, unsere Instinkte und Triebe jedoch haben sie noch nie verlassen und grade vor diesem Hintergrund ist der "moderne" Mann eigentlich zu bewundern das er in großen Mengen über seiner "Grundprägung" steht..
ich kann das Gequatsche der kleinen Püppies die bauch- und hirnfrei in High Heels und UtraBra "i'm a Fighter" singen nicht mehr ernst nehmen.. die brauch man wirklich nur anzustubsen, schon fallen sie um und bleiben liegen.
Gleichberechtigung ist eine fundamental wichtige Angelegenheit. Die politisch-gesellschaftliche Entwicklung, dass Frauen und Männer vor dem Gesetz weitestgehend gleichgestellt sind, ist uneingeschränkt zu begrüßen. Ich stehe ein für Gleichberechtigung als Bestandteil unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung.
Die Kritik an der Emanzipation richtet sich jedoch einerseits darauf, dass Gleichberechtigung mit Gleichmacherei verwechselt wird, dass weibliche Emanzipation von feministischer Krampferei überlagert und von Gender Mainstreaming geradezu karikiert wird. All das ist gar nichts für mich und zieht die positiven Grundgedanken der Emanzipation eher in den Dreck.
Zweitens ist ein wesentlicher Kritikpunkt an der Emanzipation der Frauen die im Rahmen des Feminismus verursachte Maskulinisierung der Frauen und Effeminierung der Männer. Gleichberechtigung erfordert eben nicht, dass sich Frauen geben wie Männer, sondern dass Frauen auf weibliche Art die gleichen Rechte haben. Nicht Männlichkeit sollte das Leitbild sein, sondern Frauen und Männen sollten gleichwertig nebeneinander stehen, und Männer durch männliche Eigenschaften, Frauen dagegen durch weibliche Merkmale überzeugen. Auch die Verweiblichung der Männer in den Glanzzeiten der Emanzipation ist erschreckend: Softies, Waschlappen und so weiter. Das wollen weder Frauen noch Männer, aber so kommt es leider bei der breiten Masse an.
Drittens ist ein oftmals gerechtfertigter Kritikpunkt seitens der Männer, dass Frauen Rosinenpickerei betreiben -- und ja, leider findet das wirllich statt. Romantik hier, Türaufhalten dort, Eingeladen werden sowieso, aber auf der anderen Seite dann alle möglichen anderen Traditionen abzulehnen und politisch-ideologisch regelrecht zu verachten, das passt nicht zusammen. Das ist in der Tat Rosenpickerei, zu der man sich wirklich leicht verleitet sieht, weil es eben geht. Das ist menschlich, das ist somit auch weiblich, aber das stößt den Herren der Schöpfung natürlich negativ auf. Ich kann das nachvollziehen.
Ganz entscheidend ist einfach, dass jeder erkennen sollte, dass Frauen und Männer verschieden sind -- bezüglich Talenten, Neigungen, Psyche, Kommunikation, Körper. Frauen und Männer sind nicht gleich und werden es zum Glück auch nie werden. Es ist nicht schlimm, wenn Frauen andere Berufe bevorzugen als Männer, andere Talente haben oder andere Lebensziele. Wir sollten unser Frausein ausleben und genießen -- gleichberechtigt, aber nicht gleich. Schon gar nicht gleichgemacht.
also schein die mehrzahl der leute hier unter emanzipation eher feminismus zu verstehen. dann ist natürlich verständlich dass das den meisten nicht gefällt.
was genau wird denn unter den waschlappenmännern verstanden? ist ein mann schon ein waschlappen wenn er kein alpha tier ist und auch mal gefühle zeigt? oder was ist damit hier immer gemeint?
Schlimm an den deutschen Ausprägungen der Emanzipation ist der folgende Passus den man oft in Stellenausschreibungen lesen kann (konnte?)
"bei gleicher Qualifikation werden bevorzugt Frauen eingestellt"
Was ist daran bitte GLEICHberechtigt? Wenn mich das als Mann treffen würde, dann würde ich dagegen klagen, weil ich offensichtlich diskriminiert wurde.
Gleichberechtigt wäre es, den Passus wegzulassen und den Bewerber zu wählen, der den Anforderungen am besten gerecht wird, unabhängig von Rasse, Nationalität oder Geschlecht.
m39
Es ist einfach so wie einige hier beschrieben, um mal Kalle zu erwähnen.
Den Ton geben einige wenige Kampfemanzen an, die alles andere als repräsentativ sind, aber eben gerne genommen werden, weil sie die "Frauenrechte" hochhalten, was die Politiker gerne aufgreifen.
Wir hatten in unserem Unternehmen, gehoben mittelständisch, nicht besonders gute Erfahrungen mit Frauen in Führungspositionen gemacht, mal ganz davon abgesehen, daß keine Frau weniger verdient als ein Mann. Die Geschichte, daß Frauen für vergleichbare Tätigkeiten weniger verdienen würden, schieben wir mal gleich ins Reich der Statistiklügen.
Die von uns angebotenen Stellen wollten Frauen einfach nicht haben bzw. hat sich keine dafür beworben. Von 23 Uhr bis 6 Uhr drei Wochen durch und anschließend eine Woche frei war wohl trotz Zulagen nicht attraktiv genug? Dabei war die Arbeit nichtmal anstrengend, sondern beschränkte sich auf die reine Betriebsablaufüberwachung. In diesen Zeiten führten zwei Leute die Schicht. Es war also nicht so, daß jemand auf sich allein gestellt war, wenn wirklich was passierte, oder eine Person war zu Hause auf Bereitschaft.
Das Emanzipationsgequtsche ist einfach Käse. Bei uns wurden Frauen in Führungspositionen von ihren weiblichen Untergegebenen gemobbt. Wir mußten sie durch eine männliche Führungskraft ersetzen, damit wieder Ruhe im Karton war.
@Frederika
Sehr zutreffend beschrieben. Das war das Wort zum Mittwoch?
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