- Frage:
Was für eine rolle spielt die Pubertät bei uns im Leben in der Persönlichkeitsentwicklung?Gibt es junge Männer wie auch Frauen die schon raus aus ihrer Pubertät sind sich im späteren alter so 20-30 jahre längst sind aber immer noch sich so fühlen wie in ihrer jugend 13-16 jahre was die geistige reife angeht? Kann die Pubertät im Leben was hinterlassen bei jungen Mädchen wie auch bei jungen Männern Wenn sie nicht ganz abgeschlossen wurde? Damit meine ich wenn man die negative erfahrung in der Pubertät gemacht hat seine Sexuelle orientierung nicht kennenzulernen wie auch die erste Freundin/Freund nicht gehabt zu haben während der Pubertät?Antworten: -
Sicher muss die Pubertät durchlebt und abgeschlossen werden, ehe man erwachsene Reife erlangt.
Es ist aber so, dass Prozesse auch später nachgeholt werden können, wenn sie zB. in der Pubertät nicht gemacht wurden, es braucht dazu aber mehr Kraft und Aufwand, als wenn man die Erfahrungen im passenden Entwicklungsalter gemacht hat.
Es sind verschiedene Faktoren, die die persönliche Reife ausmachen, so zB. das Elternhaus, die Familie, Schule, Ausbildung, später Beruf, Vorbildfunktionen, soziale Kontakte, Ablösung vom Erlternhaus und sicher noch einiges Mehr.
In der Pubertät eine Beziehung gehabt zu haben erachte ich aber nicht als ausschlaggebend für die Persönlichkeit.
Es ist eine Erfahrung, die gemacht werden kann, aber nicht ein Muss ist.
Eher wichtig erachte ich Selbständigkeit in allen Belangen und die Loslösung vom Elternhaus und das Ausbilden einer eigenen Identität.
An den FS konkret:
Du wirst glaub ich schnell merken, ob dein potentieller Kandidat schon reif und erwachsen ist, oder eben ob er noch irgendwie zurückgeblieben ist. Meistens sind die Frauen den Männern bezüglich persönlicher Reife etwas voraus. Deshalb schadet es auch nichts, wenn Frau etwas jünger als der Partner ist.
Ganz wichtig finde ich auch, ob der Partner oder die Partnerin zur eigenen und gemeinsamen Weiterentwicklung bereit ist. Letztendlich glaube ich, jeder von uns hat Defizite. Der eine eben mehr als der oder die andere.
-
Irgendwie erinnert mich die Frage an einen hier vermittelten Herrn, dessen vorige Frauen lt. seinem Therapeuten alle Borderline hatten oder sonstwie gestört waren. Die Psychotherapeuten dieses Herren bescheinigten ihm jedesmal über die jeweilige Frau, dass sie die geistige Reife einer 13-jährigen hatten (ohne die Frauen je gesehen zu haben)...
Zur Frage: Kann ich mir nicht vorstellen. Pubertät wird immer abgeschlossen - ob man will oder nicht. In dieser Zeit wie auch schon weit vorher werden aus der Familie heraus Werte weitergegeben: Treue, Ernsthaftigkeit in Partnerschaften, Loyalität, Zuverlässigkeit, Strebsamkeit etc. Davon sollte man geistige Reife abhängig machen - nicht davon, ob jemand während der Pubertät eine Beziehung hatte oder nicht. (Sieh dir doch viele 13-, 14-, 15-Jährige an, die einen Beziehungsverschleiß sondersgleichen haben - gerade diejenigen sind doch dieselben, die später in Partnerschaften verrohen und gleichgültig sind, weil die Werte fehlen.) Genauso ekelhaft finde ich die Entwicklung der letzten 20 Jahre, dass Kinder noch nicht mal "junge Erwachsene" werden sondern schon weit vorher ihren ersten Sex haben.
In der Pubertät werden seitens des Elternhauses Werte vermittelt und eigene Erfahrungen gemacht was richtig und was falsch ist entsprechend der vermittelten moralischen und ethischen Werte. Sicherlich werden testweise auch Grenzen überschritten, um daraus eigene Erfahrungen abzuleiten. Aber diese Erfahrungen müssen nicht unbedingt auf sexuelle oder "willst du mit mir gehen"- Themen abzielen um allgemein gültige Werte wie oben beschrieben zu verinnerlichen.
-
ich persönlich kann schon sagen, dass die pubertät mich sehr beinflusst hat. allerdings weniger durch mein elternhaus sondern vielmehr durch meine ausbildung. Ich war in der grundschule ein charakterlich offener und recht guter schüler, am gymnasium - insbesondere in der mittelstufe - eher bescheiden. dies lag eigentlich nicht an meiner fehlenden intelligenz, sondern vielmehr an meinem interesse an nur recht wenigen fächern. wie es so kommt, hat dies natürlich auch immer einfluss auf die einschätzung von lehrern und anderen menschen. um es kurz zu machen - ich musste in der mittelstufe (pubertät) schließlich zweimal eine klasse wiederholen, was mir persönlich sehr nahe ging. nach der 10. klasse habe ich das gymnasium gewechselt und bekam von einem meiner lehrer zum abschied mit: "mach dir nichts draus´, aus dir wird sowieso nie etwas...!" für mich persönlich der weckruf!!!! ich habe mich fortan zu einem erfolgsorientierten und charakterlich extrem rationalen menschen entwickelt, der alles extrem fokussiert und mit einer einstufung seiner gefühle unterhalb der eigenen ratio angeht. offene emotionen und gefühle sind da - klar...aber doch fällt die ratio am ende die entscheidung. dies führte dazu, dass ich ausbildungsmäßig bzw. beruflich wirklich "durchgestartet" bin ....top abi....schnelles studium....rasche karriere!
problem: ich komme aus diese entwicklung kaum mehr wirklich raus. alles was mir in den letzten jahren sehr rasch beim beruflichen ein- und aufstieg half, kann für das privat- und liebesleben extrem hinderlich sein. und bei mir ist es das - sogar hobbys gehe ich wie oben beschrieben an!!! ich habe einen relativ überschaubaren freundeskreis, single bin ich nun seit 2 jahren...aber im job laufe ich auf hochtouren!
interessant ist für mich, dass ich bei den meisten menschen sehr gut ankomme (auch bei frauen) und ich jedoch trotzdem der mischung aus erfolgshunger und ratio kaum mehr entkomme...und mich z.b. auch einfach einmal emotional gehen lasse!
Ähnliche Themen
-
Spielt die politische Einstellung für die Beziehung für Euch eine Rolle?
Von Gast im Forum Beziehung
04.04.2011, 17:49 -
Spielt der Wohnort bei der Partnersuche eine Rolle?
Von Gast im Forum Single
20.03.2011, 18:55 -
Spielt die Herkunft eine Rolle bei der Partnerwahl?
Von Gast im Forum Single
25.11.2010, 23:10 -
Spielt bei euren Auswahlkriterien Ost - West eine Rolle?
Von Gast im Forum Beziehung
04.08.2009, 15:45


