1. Frage:
    Gefragt am: 30.05.2011, 14:34 von Gast
    Was bedeutet Status für euch?
    Da hier anscheinend soviel Wert auf Status gelegt wird, würde mich interessieren was für euch Status bedeutet.
    Hat Status ausschließlich eine materielle oder gar keine materielle Bedeutung?
    Hat ein BWL'er mit einem höheren Einkommen als ein Mathematiker oder Physiker einen höheren Status, obwohl er wahrscheinlich nicht mal halbwegs so intelligent ist wie dieser?
    Macht Status, Geld attraktiv oder viel mehr die Intelligenz, die vllt. durch den Status gegeben ist?
    Haltet ihr automatisch nach Leuten mit einem hohen Status Ausschau? Bzw. akzeptiert nur diese?
    Antworten:
  2. 30.05.2011 18:22
    Für mich spielt Status nur eine untergeordnete Rolle. Und mit der Intelligenz ist das auch so eine Sache. Wichtig ist doch, dass die Chemie stimmt.

  3. 30.05.2011 19:14
    Für mich hat Status nur in dem Zuge was mit der Partnersuche zu tun, dass man gleiche Vorstellungen von der Lebensführung sowie der Freizeitgestaltung hat. Und dann geht es ja auch um ähnliche Gesprächsthemen. Und daher hat das alles mehr mit Chemie als mit Status zu tun auch wenn nur dann genug Gemeinsamkeiten vorhanden sind, wenn auch der Status ähnlich ist

  4. 30.05.2011 19:14
    Na ja, ich höre schon wieder all die politisch-korrekten Antworten -- entweder Heuchelei oder weil sich Leute nicht bewusst sind, dass vieles eben unterbewusst abläuft und man solche Selektionskriterien bewusst und objektiv gar nicht wahrnimmt, nichtsdestotrotz ist das biologische Programm natürlich aktiv im Hintergrund dabei.

    "Status" kann natürlich vieles bedeuten, aber im Rahmen der ganz normalen, natürlichen und anständigen Allerweltspartnersuche bedeutet Status vorallem zweierlei:

    + Bewunderung muss vorhanden sein. Man kann es drehen und wenden, wie man will, eine Frau will einen Mann bewundern -- für seine Erfolge, seinen Einfluss, seine Kompetenz. Sie muss irgendwas toll finden an ihn, ganz egal auf welcher sozialen Ebene das im konkreten Fall stattfindet. Der Vorarbeiter hat unter Arbeitern das höhere Prestige und die Friseuse wird so einen Vorarbeiter eher für seine Stellung bewundern als die untergebenen Arbeiter; gleiches Prinzip wie Krankenschwester zu Arzt oder Politologin zu Müntefering -- gedatet wird aufwärts entlang der Bewunderungsskala. Selbst im Freizeitbereich funktioniert das: Da wird der beste Kletterer, der tollste Amaterufußballspieler oder Torschütze eher bewundert und toll gefunden als der Looser, der nur mitläuft. So ist die Welt einfach und genau deswegen freuen wir uns ja auch über Erfolge und Errungenschaften. Das ist sowohl in der täglichen Praxis der Gegenwart als auch evolutiv-biologisch absolut sinnvoll und zielführend. Erwählt und toll gefunden werden die Sieger, die Macher, die Erfolgreichen. Wer paart sich schon mit einem Verlierer? Das ist doch der Gedanke hinter all diesen Dingen. Und zwar nicht, weil sich eine Frau sagt: "Bäh, der hat verloren." oder "Wow, ist der geil: der hat ein Tor geschossen.", sondern weil einfach unbewusst und automatisch das Gefühl des Tollfindens, des Bewunderns kommt.

    + Das soziale Umfeld muss passen. Das meint, dass man ähnliches Niveau, Bildung, Ausgaben, Kompetenz, Qualifikation haben sollte, weil dadurch eben der Kollegenkreis, der Freundeskreis, ganz oft auch die Interessen und Gesprächsthemen wesentlich bestimmt werden und zum Gefühl der Harmonie und Kompatibilität beitragen. Man muss sich ja einfach wohlfühlen und neben der bloßen sexuellen und optischen Anziehung spielt der Gedanke "ja, der könnte zu mir passen" oder "wow, wir haben ganz viele ähnliche Ansichten" oder "ah, endlich einer, der für dieselben Dinge eintritt" oder "mit dem kann ich genau das machen, was ich mir wünsche" eine Rolle und all diese Aspekte sind eben abhängig von dem generellen Umfeld, in dem man sich bewegt.

    Natürlich spiegelt sich heutzutage Erfolg, Einfluss und Kompetenz ganz grob in beruflicher Stellung, Verdienst und anderen Äußerlichkeiten wider. Diese Dinge sind nicht primär bedeutsam, aber eben Indikatoren für diese Basiswerte.

  5. 30.05.2011 19:14
    Nachtrag: Ganz wichtig ist natürlich, dass keine Frauen entgegen der Chemie, der Wellenlänge, der Sympathie datet. Natürlich muss der Mann in erster Linie sympathisch sein, die Chemie stimmen! Aber mehr als bloße Sympathie kommt eben oft erst durch Bewunderung -- für die unterschiedlichsten Dinge, von Klavierspielen bis Fußball, von Chefposten bis schierem Vermögen. Das ist für jede Frau sicherlich unterschiedlich und abhängig von ihrem eigenen Horizont, Umfeld, Interessen, Lebenszielen.

    Man eine sozial engagierte Frau ist vielleicht vom Arzt-ohne-Grenzen beeindruckter als vom Chefarztposten der Uniklinik. Ja, aber sie ist von etwas beeindruckt, was mit Status, mit Kompetenz, mit Einfluss, mit Entscheidung, mit Macher-Qualitäten zu tun hat. Ja, und manche bewundern vielleicht viel eher den Chefarzt -- keine ist besser oder schlechter, sie haben nur unterschiedliche Präferenzen. Aber realistisch gesehen ist der Studienabbrecher mit Aushilfsjob eben selten unattraktiv als Lebenspartner, weil Verlierer einfach keine Bewunderung zulassen.

  6. #5 Gast
    30.05.2011 19:29
    @Frederika: Frederika, die Tätigkeit ist es, die den Menschen glücklich macht. Lass' dir das sagen von einer Studienabbrecherin mit Ausbildung und Beruf.

  7. #6 Gast
    30.05.2011 19:30
    Status ist generell enorm wichtig. Auch wenn Frauen immer das Gegenteil beteuern: Im feinen Zwirn und entsprechend motorisiert gibt es viel mehr Blicke und Flirtversuche von der holden Weiblichkeit jeglichen Alters an Ampeln und Parkbuchten, als wenn man(n) mit Rucksack und Bike unterwegs ist.

  8. #7 Gast
    30.05.2011 20:23
    Ich (w, Mitte 20, feminin, sehr attraktiv, studiert) habe hier bewusst nach einem bestimmten Typ Mann gesucht... Aber nicht wie jetzt bestimmt viele denken einen Mann mit viel Einfluss, Geld und dickem Auto. Das macht meiner Meinung nach einen Menschen nicht aus, und das bewundere ich an einem Mann auch nicht!!

    Was mich fasziniert ist Persönlichkeit, dass ein Mann weiß, wo er im Leben steht und was er vom Leben erwartet. Dass er gewisse Werte besitzt und diese vertritt. Dass er "er selbst" ist. DAS ist männlich! Männlichkeit hat für mich NICHTS mit Bankkonto oder Status zu tun.

    Frederika schreibt:
    + Bewunderung muss vorhanden sein
    ->was eine Frau an einem Mann bewundert, ist von der Frau abhängig, da gibt es sicher Solche und Solche: Die Mehrheit der Frauen sucht sicher eher einen "Herrn im feinen Zwirn und entsprechend motorisiert", bewundernswert finde ich jedoch vielmehr gewisse Wesenszüge - Wärme, Großherzigkeit, Sebstbewusstsein, Intelligenz, Sensibilität etc.
    @Frederika: und das schreibe ich nicht um hier politisch korrekt zu sein, alles andere ist für mich einfach hochgradig oberflächlich.

    + das soziale Umfeld muss passen
    -> ist meiner Meinung nach sehr wichtig; auch müssen Ansichten hinsichtlich Lebensführung, Freizeitgestatung und grundlegenden Ansichten zusammenpassen;

    Männer, die sich etwas darauf einbilden, dass eine Frau sie "entsprechend motorisiert" lieber ansieht als "mit Rucksack und Bike", finde ich persönlich armselig, komplexbehaftet und alles andere als männlich. Eher amüsant. SORRY. So einer käme für mich absout nicht in Frage!

  9. #8 Gast
    30.05.2011 20:39
    @4
    ...auch ein Studienabbrecher mit Aushilfsjob kann sich noch ganz prächtig entwickeln. Von daher ist es besser, mit dem Wort "Loser" sparsam umzugehen. Jemand wie Strauss-Kahn hat sich als ganz schlimmer Loser entpuppt - da nützt ihm sein ehemals hoher Status überhaupt nichts.

  10. 30.05.2011 21:25
    @#7
    Schön, dass es hier auch noch Menschen wie Dich gibt. Da könnte sich manch einer eine Scheibe von abschneiden. So wir ich das hier bei EP verstanden habe, geht es bei dem Konzept mit den Matching-Punkten auch nicht unbedingt um die Kohle, die man nach Hause trägt.

  11. #10 Gast
    30.05.2011 22:30
    Es gibt viele Menschen, die ihren Selbstwert aus Statussymbolen ziehen. Nimmt man diesen Leuten ihr tolles Auto bzw. Haus weg, steht oftmals nur eine "Hülle" da. Für mich zählen tatsächlich noch andere Dinge im Leben. Ein Status ist ein "nice to have" mehr nicht.

    w

  12. #11 Gast
    30.05.2011 22:56
    @ frederika
    erklär mir mal bitte, wieso viele der Erfolgreichen, die Statussymbole nur so anhäufen
    und die Du für ihre Macher-Eigenschaften so bewunderst (und als Außenstehende oft gar nicht
    beurteilen kannst, weil Du einfach einem anderem Beruf nachgehst) oft wie ganz erbärmliche
    Feiglinge reagieren, wenn man sie auf Themen wie Günstlingswirtschaft, Auftragsverteilung etc. anspricht (und das auch belegen kann), wieseo viele von denen hinter vorgehaltener Hand um Schweigen bitten etc. Das sind in meinem Augen weder echte Männer noch gestanden Frauen, sondern Gestalten, die sich hochgedient haben. Meine Bewunderung für solche Leute fällt oft ganz schnell in den Keller - wohl wissend, dass diese Menschen auf Grund ihrer fachlichen Kompetenz und vor allem dem erreichten gesellschaftlichen Status, die sie unzweifelhaft haben, in der Lage wären nicht durch Schweigen sondern fachlich begründet zu antworten. Eine Frau die nur auf Klimbim Wert legt, wird auch hier nicht verstehen worum es sonst noch geht - schlichtweg um ein fehlendes Minimum an Anstand und oft um (beinahe)
    kriminelle Energie zu Lasten derer, die ihren Weg vielleicht weniger erfolgreich ehrlich gehen wollen. Ich wolle so eine oberflächlich-materialistisch orientierte, die verschiedenen Lebenswege aburteilende Frau (was ist wenn Dich mal ne Krankheit erwischt?) nicht an meinr Seite haben, auch nicht in meinem Büro oder Verein, schon gar nicht im Sterne-Hotel oder Sterne-Resto.
    m43

  13. #12 Gast
    31.05.2011 00:28
    Status interessiert mich persönlich überhaupt nicht. Ich kenne so viele A***lö***mit Status. Mich interessiert in erster Linie der Mensch als Mensch und seine Persönlichkeit, seine Warmherzigkeit, sein Wesen, seine Tiefe, seine Sensibilität, sein Charakter, sein Mut zur Aufrichtigkeit und seine ganz persönliche Authentizität, seine emotionale Intelligenz, seine Wahrhaftigkeit, seine Einzigartigkeit, seine Unvergleichlichkeit und sein inniges gelebtes und erlebtes Leben im Geschlecht. Das sind für mich wichtige OriginalWerte, die man mit einem Diplom oder einem Titel und mit einem solchem "Status" nicht austauschen kann. Leider gibt es nur wenige Menschen, die das haben und auch so sehen, lass mich deswegen nicht anders beeinflussen. (m)

  14. 31.05.2011 00:33
    Mmmhh ...
    Status ist etwas das anderem einem geben. Ähnlich wie bei Aktien. Wenn genug dran glauben, dann steigt der Wert. Man kann selbst eine gute Basis schaffen, aber der Rest?!

    Ich finde auch das Wort bewundern etwas unpassend. Toll, sexy und anziehend passt wohl besser.

  15. #14 Gast
    31.05.2011 00:45
    -> FS: Danke euch. Es war sehr interessant eure Antworten zu lesen.
    Ich stimme hier auch eher den letzten Beiträgen zu. So sehe ich das auch.

  16. 31.05.2011 01:22
    Liebe Fragestellerin,
    ich liebe und "bewundere" Menschen, einen Mann dafür, wie er ist und nicht was er ist und hat.
    Für mich ist der ein Gewinner, der nach bestem Wissen und Gewissen, nach seinen "Kräften" das Leben, den Beruf, die Liebe, ..., meistert ohne abschätzig und arrogant auf andere (herab)zuschauen.
    Für mich ist das Hand-in-Hand-, Seite-an-Seite-gehen mit einem Mann, der mich genauso "bewundert" wie ich ihn, wichtig und nicht das als (abgöttisch) bewundernde Anhängsel einen Statusmenschen sein. Ich habe den Richtigen gefunden - ohne Status!

  17. #16 Gast
    31.05.2011 10:40
    Ab einem gewissen Alter (Ü35) hat man einfach Vorstellungen vom Leben. Wer selbst in der eigenen 3-4 Zimmer ETW lebt, datet nicht wirklich (oder nur unwissend) einen Mann in einer WG oder einem schmuddeligen Einzimmerappartement. Außer, es ist ein Mann, der gerade von Frau und Kindern getrennt wurde, sein Eigenheim hat aufgeben müssen und dringend eine Bleibe suchte. Dieser Mann jedoch, wird sich umschauen, schnellstmöglich wieder seinem Status und seinem Anspruch gerecht, eine Whg zu finden.

    Status hat auch etwas mit persönlicher Haltung, mit Intellekt, mit Beruf, mit Ansehen und Anerkennung, ja auch mit Wohlstand und Zugehörigkeit zu tun. Wobei jeder, auch der H4ler einen Status hat, natürlich keinen hohen. Mit Status ist es so wie mit Nichtkommunizieren - es geht einfach nicht ohne. Nur die Skala von 0 - "oben end" ist aus meiner Sicht etwas ausgeprägter und vielfältiger.

  18. #17
    31.05.2011 12:57
    Ich finde das dies eine recht akademische Diskussion ist.

    Wieso soll denn ein Haus oder ein gutes Auto ein Statussymbol sein? Beides sind für mich Gebrauchsgegenstände die bei einer gewissen Lebensführung und Lebenseinstellung einfach da sind. Nicht um ein Statement zu setzen sondern um darin zu Hause zu sein (Butze) oder sicher mit einem gewissen Komfort und Spass von A nach B zu gelangen. Ich mache es für mich passend, daher ist es natürlich auch ein Ausdruck meines Lebensgefühls und sollte nicht gerade diametral gegensätzlich zu einer Partnerin sein.
    Auch der gesellschaftliche Status wird zumeist dadurch bedingt was man tut und nicht was man gerne darstellen möchte. Selbst bei Politikern- es gibt ja durchaus auch noch standhafte. Wenige Ausnahmen mal aussen vor gelassen.
    Deshalb: Status ist für mich in der Tat nicht wichtig oder angestrebt- er ist einfach da, passend zu meinem Leben und Einstellungen. Bei meiner Partnerin zum Beispiel komt der wesentliche Teil Ihres Statusses nicht vom Titel sondern wie Sie mit Ihrem Team umgeht. Was Ihr dann eine hohen sozialen Status einbringt.

  19. #18
    31.05.2011 16:49
    Status und Statussymbole an sich zählen für mich nicht,sondern eher, sofern sie überhaupt vorhanden sind, wie normal man damit umgeht.

  20. #19 Gast
    31.05.2011 23:27
    Status ist für mich (w 50) dann attraktiv, wenn er von Bescheidenheit und Bodenständigkeit begleitet wird. Ich wünsche mir persönlich keinen hohen Status, weil nach einem sprichwort: Je größer die Fläche eines Daches, desto mehr hat man es zu schieben.

  21. #20 Gast
    02.06.2011 21:31
    Mit ist egal, ob einer in der hierarchischen Rangordnung ganz oben oder nur auf der mittleren Ebene steht, aber ein intelligenter Macher sollte er sein. Ich mag keine Protzer in Anzug, Rolex und Wohlstandskarosse - mir ist der neue Großstadt-Öko lieber, der sein Geld weniger in Statussymbole als in einen kleinen, aber feinen Lebensstil investiert. Lieber Ökofleisch als Luxusauto, lieber Erlebnisreise nach Patagonien als Penthousewohnung, lieber schön essen gehen als mit dem Taxi in die Oper, lieber mit dem alten Fahrrad in die Arbeit als mit dem Geschäftswagen. Halt eine andere, zeitgemäßere Form des Status.

    w, 40