1. Frage:
    Gefragt am: 06.12.2009, 19:11 von Gast
    Warum hat man in Deutschland ein so großen Problem mit der Gleichberechtigung der Frau?
    Ich beobachte - auch in diesem Forum - immer wieder, dass in Deutschland emanzipierte Frauen sehr angefeindet werden. Männer meinen sie müßten nicht mehr höflich sein (Stichwort: Gentleman), wenn eine Frau beruflichen Erfolg hat. Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun. Gleichberechtigung und gutes Benehmen sind doch kein Widerspruch. Ich habe mehrere Jahre in den USA gelebt und kenne das ruppige Verhalten gegenüber Frauen daher nicht. Auch Großbritannien und Frankreich ist gegenüber emanzipierten Frauen aufgeschlossen. Sind die Deutschen neidischer? Oder fehlt den Männern das Selbstbewußtsein? Was ist das Problem?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    06.12.2009 19:25
    Frauen, die auf der Karriereleiter ziemlich hoch geklettert sind, haben leider oft die Eigenschaft, noch männlicher als Männer zu sein. Das stößt Männer und auch Frauen ab.

  3. #2 Gast
    06.12.2009 19:43
    Ich sehe da kein Problem. Man kann Probleme auch herbeireden wo keine sind. Mehr ist dazu nicht zu sagen!

  4. #3 Gast
    06.12.2009 19:44
    Also mit Verlaub, ich habe selbst 5 Jahre in den USA gelebt und gearbeitet und ich ziehe die ruppigen Umgangsformen deutscher Männer vor. Ehrlich! In den USA werden Frauen meist verniedlicht. Die Art und Weise, wie vor der Präsidentschaftswahl mit Hilary Clinton umgegangen wurde, war unter aller Kritik. In Deutschland wurden vielleicht von Kabaretisten Witze gerissen, dass Angela Merkel keine richtige Frau sei, aber in den USA wird eine Frau, die nach der Macht greift regelrecht verteufel. Untersuchungen in den USA haben außerdem ergeben, dass ein farbiger Mann immer noch mehr Ansehen und Wertschätzung erfährt als eine weiße Frau - von den farbigen Frauen ganz zu schweigen.
    Was kann man auch anderes erwarten in einem Land, in dem berufstätige Frauen nicht nur mit dem Vornamen, sondern mit einem verniedlichenden Vornamen angesprochen werden: Kathy, Mandy, Annie, Mary, Angy, Candy, Elly, Fany, Kelly, Mindy, Susy usw, während sie selbst Vorgesetzte stets mit Mr. ... ansprechen. Von der aufgetakelten Aufmachung der Damen ganz zu schweigen: Wallelocken zu langen roten Fingernägeln und hautenger "Businesskleidung".
    Ein Erlebnis: Ein Mann rief an und wollte das "Girl" sprechen, das er auf einer Party kennengelernt hatte und das angab, bei uns zu arbeiten. Mir fiehl nur die junge Sekretärin ein, die kurz vorher angefangen hatte und ich sagte dem Herrn deshalb, dass sie ihn vermutlich nicht wiedersehen will, sonst hätte sie ihm ihre Telefonnummer gegeben. Wie sich dann herausstellte, war das "Girl" eine Kollegin von über 50 und das Interesse des Herrn rein beruflich.
    Nah Danke, da sind mir die verunsicherten und oft auch rüpelhaften deutschen Männer immer noch lieber. Die glauben nicht, ihre Position als Mann sei gottgegeben. Da fühle ich mich - trozt allem - immer noch ernst genommen. Und ich habe den Eindruck, ausländische Frauen wissen unsere Männer auch zu schätzen. Anna Mae Bullock kann sich nicht irren.

  5. #4 Gast
    06.12.2009 20:38
    #3 Ich habe hier andere Erfahrungen gemacht!
    u.a. reden sich in den USA auch Männer mit den Vornamen an;
    in Englisch merkt man an der Satzbildung, ob sich Menschen nah sind oder nicht.
    Außerdem sehe ich es als Vorteil, dass man in den USA als Geschäftsfrau auch feminin oder gar sexy "herumlaufen darf".
    In Deutschland muß man ja in einen dunklen Anzug als Frau gehüllt sein - um für "voll" genommen zu werden.

  6. #5 Gast
    06.12.2009 20:41
    Mir wirds beinahe schlecht, wenn ich schon wieder hören muß "in Deutschland". Es fehlt nur noch ein typisch "deutsch". Die Sozialisierung in anderen Ländern läßt zu wünschen übrig, und Frau in Deutschland meint völlig unterdrückt zu sein.

    Vielleicht solltest Du das mal in ruhiger Minute reinziehen:

    Ursachen für ungleich verteilte Macht
    In einigen Beziehungen hat die Frau einen größeren Einfluss auf den Mann als umgekehrt, in anderen Beziehungen hat der Mann den größeren Einfluss. Wenn man sich von seinem Partner trennt und eine neue Beziehung beginnt, kann man in der alten Partnerschaft unterlegen gewesen und in der neuen überlegen sein - oder umgekehrt.

    Wie gerät ein Paar in eine unausgewogene Beziehung? Die Sozialpsychologie unterscheidet dafür drei Ursachen:
    Unterschiedliches Interesse an der Beziehung: Wenn der eine Partner den anderen mehr liebt und glaubt, ohne ihn nicht leben zu können, gerät er leicht in eine unterlegene Position. Er glaubt, alles tun zu müssen, damit die Beziehung nicht abgebrochen wird, und versucht, dem Partner möglichst alles recht zu machen. Sehr viel Liebe, vor allem, wenn sie mit Unsicherheit und Eifersucht einhergeht, macht anfällig für Beeinflussungen seitens des Partners.
    Unterschiedliche Alternativen: Derjenige Partner, der die besseren Alternativen zur bestehenden Beziehung hat, hat auch häufig die größere Macht. Jemand, der denkt, ohne Probleme einen neuen Partner finden zu können, und vielleicht sogar schon eine Affäre hat, hat kaum einen Grund, sich besonders angepasst zu verhalten. Das gilt auch dann, wenn eine bessere Alternative darin besteht, allein zu leben. Eine Person, die ohne den Partner sehr gut auskommen könnte, wird sich wahrscheinlich weniger beeinflussen lassen als der Partner, für den das Leben in der bestehenden Partnerschaft ohne Alternative ist.
    Unterschiedliche Ressourcen: Ein Partner, der über viele positive Eigenschaften verfügt (Attraktivität, soziale Kompetenz, Intelligenz), hat häufig auch Macht. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass er glaubt, bessere Alternativen zur bestehenden Beziehung zu haben. Er verfügt aber auch über die nötigen Ressourcen, Verhaltensänderungen des Partners zu belohnen, und kann daher "Macht durch Belohnung" ausüben. Neben diesen subjektiven Ressourcen werden vor allem in soziologischen Schriften objektive Ressourcen wie Einkommen, Berufsstatus und Bildung als wichtig erachtet. In Hinblick auf diese Ressourcen sind Frauen den Männern in den meisten Fällen unterlegen - das erklärt die größere Macht vieler Männer.
    Allerdings zeigen unsere eigenen Studien, dass die objektiven Ressourcen mit den subjektiv eingeschätzten machtrelevanten Größen nicht zusammenhängen. Das bedeutet, dass ein Mann, der vielleicht gebildeter ist und mehr verdient als seine Frau, sich damit nicht automatisch als jemanden einschätzt, der auch in anderen (persönlichen) Bereichen besonders gute Eigenschaften hat. Er glaubt auch nicht zwingend, dass er bessere Alternativen zur Beziehung, ein geringeres Interesse oder mehr Einfluss hat. Die objektiven Ungleichheiten zwischen Mann und Frau spiegeln sich in deren subjektivem Empfinden nicht wider.

    Weitere Ursachen ungleich verteilter Macht ergeben sich aus Persönlichkeitsmerkmalen und aus der in der Kindheit erfahrenen Erziehung: Manche Menschen werden eher zur Nachgiebigkeit erzogen, andere zu dominantem Auftreten. Aus soziologischer Sicht kommen gesellschaftliche Normen und Strukturen hinzu; z.B. wird in patriarchalischen Gesellschaften Männern von vornherein die größere Macht zugestanden.

    Konsequenzen ungleich verteilter Macht
    Die wichtigste Konsequenz einer unausgewogenen Beziehung besteht in der Unzufriedenheit der Partner. Eine ältere amerikanische Studie zeigt, dass sich 95% der Frauen und 87% der Männer eine gleichberechtigte Beziehung wünschen (Peplau, 1978). Daher sind Personen, die ihre Partnerschaft als gleichberechtigt ansehen, besonders zufrieden, während es für beide Partner am ungünstigsten ist, wenn die Frau mächtiger ist als der Mann. Diese Paare verletzen nämlich nicht nur die Norm der Gleichberechtigung, sondern auch traditionelle Geschlechtsrollenstereotype, nach denen ein Machtüberschuss des Mannes eher akzeptiert wird als eine dominante Frau.

    In unseren eigenen Studien hat sich ebenfalls gezeigt, dass gleichberechtigte Partner die größte Zufriedenheit aufweisen. Am unzufriedensten sind die Personen, die sich selbst als abhängiger einschätzen als den Partner. Die Personen, die glauben, mehr Macht zu besitzen als der Partner, zeigen eine mittlere Zufriedenheit. Es ist also immer noch besser, über den Partner Macht auszuüben, als von ihm dominiert zu werden. Das Ergebnis aus den USA, nach dem eine Dominanz der Frau ungünstiger ist als eine Dominanz des Mannes, ließ sich in unseren Befragungen nicht feststellen.

    Ob gleichberechtigte Partnerschaften auch stabiler sind, wurde bisher noch nicht untersucht. Da sich aber unzufriedene Paare mit höherer Wahrscheinlichkeit trennen als zufriedene, kann man vermuten, dass fehlende Gleichberechtigung auch einen indirekten Effekt auf die Trennungswahrscheinlichkeit hat.

    Betont werden muss, dass diese Zusammenhänge von kulturellen Gegebenheiten abhängen. In Kulturen, die dem Mann eine größere Macht zusprechen als der Frau und in denen diese Dominanz als selbstverständlich angesehen wird, gibt fehlende Gleichberechtigung keinen Anlass zu Unzufriedenheit oder gar zu einer Trennung. Aber auch die persönlichen Normen spielen eine Rolle: Bei Paaren mit einer traditionellen Einstellung in Bezug auf das erwünschte Verhalten von Männern und Frauen wird eine Dominanz des Mannes als weniger problematisch angesehen als bei Paaren, die die Norm der Gleichberechtigung vertreten.


    Mit allerbesten Grüßen ...ein Mann, der die Frauen unterdrückt.

    Stattdessen packt Eure Giftzähne ein und schreibt mir 7E22A05B

  7. #6 Gast
    06.12.2009 20:48
    Schlechtes Benehmen gibt es in unserem Land zuhauf. Woran es liegt kann ich nicht sagen.
    Mit der Emanzipation hat dies nichts zu tun. Wir sind halt eine Ellenbogengesellschaft.
    Jeder schadet jedem. Der Stärkere gewinnt (fragt sich nur was).
    Meine Mutter (76 J.) ist körperlich behindert. Ein ca. 50jähriger Mann hat sie zuletzt im Bus aufgefordert aufzustehen, da er Rückenschmerzen hätte. Dieses Verhalten ist typisch für unsere Gesellschaft - und schlichtweg dumm.
    w/43

  8. #7 Gast
    06.12.2009 20:49
    @#4
    Es geht doch nicht um den Vornamen. Es geht um die Verniedlichung.
    Als Frau werde ich in Deutschland auch dann für "voll" genommen, wenn ich nicht im dunklen Anzug ankomme. Jedenfalls werde ich nicht als "Appetitmacher" in geschäftlichen Verhandlungen vorgeschickt.

  9. #8 Gast
    06.12.2009 21:00
    #4 In Big Amerika reden sich alle mit Du an...es gibt kein Sie. Ich könnte kaum unterscheiden ob man sich nah ist oder nicht. Höchstens körpersprachlich. Da find ich die Vielfalt der deutschen Sparche wesentlich prägnanter und interessanter. In Big Amerika heißt es "Sea Horse", in Deutschland "Seepferdchen".
    Sexy anziehen in der Geschäftswelt, aber enorm prüde privat (Nackheit ist in den USA sehr verpönt, entsprechend findet man in der Sauna häufig viel "Textilien".

    Darüber hinaus möchte ich auch klarstellen, dass die Länder gewisse Eigenschaften besitzen, allerdings auch hier im Forum oft folgende Phrasen zu finden sind "in Deutschland, typisch deutsch usw.). Mir obliegt es nicht, jemanden eine Meinung aufzudrängen, aber man sollte die Menschen unterscheiden. Person für Person. In jedem Land gibt es angenehmen und unanagenehme Personen. Selbst mein oben dargestelltes Prüde muß man auf Einzelpersonen reduzieren. Und wenn jemand einen Beitrag wie oben formuliert, gehe ich erstmal davon aus, dass es enorme Vorurteile generell gibt. Es fängt schon damit an: Würde dich eine Freundin aus Rußland oder den USA haben...dann wäre klar, dass man(n) komislch angeguckt wird - wenn man Russin als Freundin hat - während man bewundert wird, wenn man(n) Amerikanerin als Freundin hat. Sorry...thats not the way of success.

    7E22A05B - schreibt mir kräftig.

  10. #9 Gast
    06.12.2009 21:07
    @ #3
    Es kommt in den USA auf die Region an. Wenn man in ländlichen Gegenden tätig ist, spielt die Religion eine große Rolle. Dann sieht man die Frau gerne in einer klassischen Rolle.
    Aber das kennen wir auch von gewissen katholischen Regionen in Deutschland.
    Ich wurde z.B. in Bayern vor ein paar Wochen von einem Kollegen auch mit Girl angesprochen und finde dies wirklich nicht toll.
    w41

  11. #10 Gast
    06.12.2009 21:34
    Männer glauben, dass sie sich Frauen gegenüber unhöflich verhalten können, da sie keinen Unterschied mehr zwischen sich und einer Frau erkennen können.
    Die Ursache ist wahrscheinlich, dass die letzte Generation von Müttern ihre Söhne so verweichlicht haben, sodass diese Männer eben mehr weibliche als männliche Züge haben.
    Somit halten sie Frauen für Männer. Hingegen sie diese Männer eher Frauen.

  12. #11 Gast
    07.12.2009 09:46
    @ 7
    Wenn die Namen nun mal auf y enden (z.B. Elly, Fany, Kelly, Mindy, Susy) dann ist das keine Verniedlichung! Es ist halt der Name.
    Außerdem gibt es durch den Satzbau sehr wohl ein "Sie" bzw. "Du".
    Beispiel
    How is it going? -> Du
    How are you? -> eher Sie
    How do you do? -> mit Sicherheit Sie

  13. 07.12.2009 10:23
    Ganz einfach, du versetzt dich mal in die Lage eines Mannes, ich helfe dir:
    Wenn der Mann keine Kinder mehr möchte ist es ziemlich egal, dann zählt eine passende Frau und guter Sex / Beziehung etc. Allerdings hat der Mann dann nichts worauf er stolz sein kann. Viele brauchen das einfach, ja ich gestehe, ich auch … wobei ich ja schon mal ein Unternehmer bin und das reicht mir und deswegen darf Frau auch gerne ein Stück klüger sein, dann kann sie auch auf etwas stolz sein.
    Andere Variante: Mann will Kinder, Problem, da hier nur Frauen helfen können und es gibt in der Realität praktisch keinen Job der beides gleichzeitig ermöglicht. Das bedeutet logischer Weise, dass Frau ihr Studium und die damit verbrachte Zeit praktisch wegwirft. Klingt hart ist aber in Summe gesehen sehr oft so. Aber als Mann kann man daran nichts ändern, sondern sucht (wo)anders.
    Auch danach sind die Chancen einen guten Job zu finden schwer (ich stelle auch keine jungen Mütter ein, das Geld regiert auch mich zu einem Teil). Also sucht man lieber eine Frau mit einem weniger wichtigen Beruf, wo sie immer wieder (z.B. nach dem Kinder kriegen) einsteigen kann, was zwangsläufig sehr oft mit weniger Bildung zusammen hängt.

    Für eine Emanzipierte Frau ist einfach nicht genügend Platz in der Gesellschaft. Wasser fließt doch auch nicht den Berg herauf, sondern hinab (ist einfacher, ein Naturgesetz) und so ist es mit Frauen auch. Warum sollte sich ein Mann so viel zusätzliche Mühe (Frauen zu verstehen geht praktisch nicht, wird ein Geheimnis bleiben) für nichts machen (eine emanzipierte Frau bringt keine Vorteile und ist noch schwieriger im Umgang)?
    Tja wir Männer sind logisch aufgebaut und es ist in meinen Augen unlogisch sich so viel extra Mühe zu machen ohne etwas positives davon zu haben.

    Vielleicht liebe Fragenstellerin, erklärst du mir welche Vorteile eine emanzipierte Frau für die Männer haben sollte. Ich sehe im Moment keine.

  14. #13 Gast
    07.12.2009 10:46
    siri
    #13 berliner30
    ich bin nicht die fragestellerin, werde mich aber dennoch bemühen, deine frage zu beantworten.

    gehe ich recht in der annahme, daß du emazipiert mit gebildet gleichstellst? ich habe diesen eindruck. ob das so richtig ist? ich kenne emanzipierte blumenverkäferinnen und angepaßte medizinerinnen. so einfach ist es also schon mal nicht.

    aber bleiben wir mal bei deinen vorstellungen. du möchtest wissen, welchen vorteil es hat, mit einer intelligenten (evtl. auch gebildeten) frau zusammen zu sein. zugegeben, das ist nicht für jeden mann angenehm, aber manche männer tauschen sich tatsächlich gerne mit einer/ihrer frau gedanklich aus und sind etwas unglücklich und gelangweilt, wenn das nicht möglich ist.

    aber, wie gesagt, einen solchen anspruch hat nicht jeder mann und nicht jede frau kann ihn erfüllen.

    im allgemeinen finden schon immer die passenden zusammen - wenn nicht, wird es für einen oder für beide etwas tragisch.

  15. 07.12.2009 11:05
    @14 stimmt, sie wird vorher von mir ausgefiltert und gar nicht erst getroffen etc.

    @15 Siri: Die häufigste Form der emanzipierten Frau ist meiner Meinung nach eine gebildete Frau mit gutem Job, Einkommen. Eine emanzipierte Blumenverkäuferin ist ja nun nochmals ein ganzes Stück schlechter als eine gebildete em. Frau mit gutem Job etc. und deren Vorteil (ggü. z.B. deiner Blumenverkäuferin) der „gebildeten“ Unterhaltungen stimmt dann auch.
    Mir fallen genügend Themen zum gedanklichen Austausch ein, wofür Frau nicht Jahr(zent)elang studiert haben muss und welche zudem noch Jobunabhängig sind. Ich sehe nach wie vor keinen großen Vorteil darin.

  16. 07.12.2009 11:16
    Vielleicht sagt uns die Fragestellerin erst einmal was sie unter "Gentlemen", "emanzipiert" oder "ruppiges Verhalten" versteht.
    Was ist hier höfflich? Gleichberechtigung bedeutet, dass ich Mann und Frau mit selbem Bildungsniveau (Position) gleich und zwar wirklich gleich und nicht irgendwie anders behandle!
    Gleichberechtigung heißt also auch Respekt zeigen, also nicht so tun als wäre Frau nur in ihrer Position weil sie Frau ist, bzw. so tun als würde sie andere Entscheidungen etc treffen nur weil sie Frau ist?!

  17. #16 Gast
    07.12.2009 11:22
    siri
    #16berliner30
    ich mag emanzipierte blumenverkäuferinnen sehr gerne!
    und bildung und intelligenz bedingt einander nicht unbedingt. ich habe mit juristinnen schon recht merkwürdige gespräche geführt...
    wer jahrzehnte lang studiert hat, ist entweder überhaupt nicht, oder aber sehr intelligent ;-)

    ist ja nicht schlimm, wenn du eine eher einfach gestrickte frau suchst - die gibt es und du wirst bestimmt eine finden. ich hoffe aber, daß du ihr gegenüber respektvoll und höflich bist, denn auch die einfach gestrickten haben sonst irgendwann die nase voll.

  18. #17
    07.12.2009 13:25
    Meine meinung ist, es liegt an dem benehmen dieser frauen, werd gutes benehmen fordert, sollte es auch bieten und das trifft auf den großteil der frauen einfach nicht zu.
    Das sehe ich hier in der Firma ganz oft zB.: Wir haben glastüren am gang, man sieht also ob jemand auf der anderen seite beide hände voll hat reaktion mann: öffnent natürlich die Türe reaktion frau: schaut blöd, geht dann oder gibt sich noch die show wie man mit ellbogen und rücken die tür irgendwie öffnet.
    Und es mag ein vorurteil sein, ich denke nur sollche frauen beklagen sich über das benehmen, wenn man sich nämlich ordentlich benimmt, wird einem das auch egal wo man hingeht entgegengebracht.

  19. #18 Gast
    07.12.2009 13:28
    Ich denke in Deutschland ist mit dem Umgangston Mann zu Frau ganz gut im Rennen. Ich kenne die Situation in den USA nicht, aber in Europa gibt es ein Nord Süd Gefälle. Am besten sind die Frauen in den Skandinawischen Ländern angesehen. In Italien oder Spanien haben sie nicht so viel zu melden. Das hängt noch mit der kath. Kirche zusammen, die das alte Rollenbild der Frau KKK propagiert. In den Ballungszentren ist der Umgangston allg. härter, weil einfach viele Menschen auf engem Raum um die Kohle und das Ansehen kämpfen.

  20. #19 Gast
    07.12.2009 13:45
    Ich kann mir nicht vorstellen eine Frau zu heiraten, die kein Studium absolviert hat.
    Schließlich will man sich doch mit einer Frau unterhalten können.
    Dipl. Physiker, 33

  21. #20 Gast
    07.12.2009 14:34
    Ich muss jetzt etwas Grundsätzliches los werden: eine Verkäuferin oder Arzthelferin ist nicht automatisch "einfacher gestrickt" und eine Juristin nicht zwangsläufig gebildet oder intelligent!
    Bei Gunther Jauch konnte kürzlich eine Geographielehrerin nicht die Nationalität des Prinzen von Asturien benennen während eine Sekretärin locker die 500.000 EUR-Grenze mit 2 Jokern geschafft hat. Diese elitären Kommentare gehen mir wirklich sehr gegen den Strich.
    Sarina

  22. #21 Gast
    07.12.2009 15:00
    @ #19 Vielleicht merken Ihre Kolleginnen, dass Sie auf Brautschau sind und gar nicht so selbstlos die Tür aufmachen.
    Mir geht es auch auf die Nerven, wenn Kollegen so künstlich höflich sind - in der Hoffnung, dass man mit ihnen ausgeht............
    Wahrscheinlich ist bekannt, dass sie Single sind.
    w,38

  23. #22 Gast
    07.12.2009 15:11
    Meine Erfahrung ist, dass die jüngeren Männer (< 30) keine Probleme mit emanzipierten Frauen haben. Im Gegenteil - ich werde sehr oft von jungen Männern angehimmelt.
    w,39

  24. #23 Gast
    07.12.2009 16:31
    Nicht die Emanzipation ist dabei das Problem, sonder dass sich emanzipierte Frauen ebenfalls wie Gentleman benehmen müssten, um auch hier eine Gleichberechtigung zu erfahren.
    Ich weiß nicht ob es Euch bekannt ist, aber in den letzten Jahrtausenden sind mehrere Kulturen untergegangen, wegen einer Art Frauenemanzipation. Kriege und ja, auch Vergewaltigungen waren die Folge, biss eine Rassige, körperlich oder technisch machtvolle Männlichkeit wieder die Oberhand gewann und eine florierende neue bessere Kultur aus den alten erschaffen konnte. Dies scheint in meinen Augen ein Gesetz der Natur zu sein, um zu lange Herrschaften aus Gründen der Genvielfalt und der Evolution zu vermeiden. Etwas salopp gesagt, verfettete Herrscher werden so von muskulösen gesunden und unterdrückten Kriegern abgelöst, damit die Kinder gesund und Stark bleiben. Möglich macht es die selektierende Frau, die aus Unzufriedenheit am Männlichen schaffen den "verfetteten Herrscher" durch dessen Emanzipation Probleme verursacht und so unbewusst dafür sorgt dass sich der "verfettete Herrscher" nicht mehr auf die Verteidigung seines Reiches konzentrieren kann.
    Religiös gesehen beschreibt die Bibel, wie die Stellung der Frau in der Gesellschaft ist und sein soll, schon allein durch die Schöpfungsgeschichte.
    Eure Meinung würde mich sehr interessieren zu dieser doch polarisierenden Theorie.

  25. #24 Gast
    07.12.2009 17:01
    siri
    interessante ansichten ;-)

    welche der schöpfungsgeschichten meinst du? adam und eva oder adam und lilith?
    was ist "eine art" frauenemanzipation?
    wie benimmt sich frau als gentleman?
    bleiben die muskulösen krieger übrig und nur die verfetteten sterben, oder alle?

    <gekürzt>

    __________________________________________________ _________________
    MOD: Exemplarisch erklärt für alle Teilnehmer:

    Siri, Du schreibst: "warum willst du uns vera....en?"

    Das widerspricht den Forumsrichtlinien. Wir weisen Dich darauf hin, dass Beiträge, die teilweise den Richtlinien widersprechen, auch ganz gelöscht werden können. Es ist unserem Moderatorenteam nicht zuzumuten, Beiträge regelmäßig zu bereinigen. Danke für Dein Verständnis.

  26. #25 Gast
    07.12.2009 18:48
    #28(f?) von #25(m) ich habe mir keinerlei Schuldzuweisungen erlauben wollen, wenn es doch so angekommen ist, pardon.
    Ich würde es eher so sehen, dass ich die "zivilisierte" und gleichzeitig "stark Verfettende" Kultur die "Schuld" gebe bzw. Mutter-Natur die Fähigkeit, das zu korrigieren. Deine sehr aggressive Schreibweise bestätigt wohl eines sicherlich, dass das Thema polarisiert und dass emanzipierte Frauen oft aggressiver sind als ihre männlichen Mitmenschen.
    Die menschliche Gesellschaft in ihrer Masse weist in sehr vielen wissenschaftlichen Untersuchungen animalisches Verhalten auf z.B. Gruppenzwang, das Verhalten in panischen Situationen, die unterschiedliche Selektionsmuster der Frau in Abhängigkeit von ihrem Eisprung, die Bewegungsmuster der Augen beim Kennenlernen, die Partnerwahl nach Geruch usw.. Ich merke als Homo sapiens dies auch, wenn ich mich da hineindenke, wie Du Dich wohl gefühlt haben musst, als Du Deinen Beitrag verfasst hast. Gleicht irgendwie wohl der ersten Ur-frau mit Keule am Feuer, der das viele Essen nicht mehr schmeckt und langweilig ist und deshalb aggressiv ihrem Ur-mann eine überbraten will.

    #siri ... genau so stelle ich mir eine emanzipierte Gentlefrau vor. Erst mal nachfragen, wie es wohl der andere gemeint haben könnte, denn womöglich hat Frau da ja etwas falsch verstanden. Denn von einem Gentleman wird ja genau das erwartet, Verständnis, Taktgefühl und Feinfühligkeit.
    Ich meinte als Anekdote, dass die Frau in der Schöpfungsgeschichte aus einem Teil (womöglich Rippe) des Mannes hervorging und egal wie man es sieht, die Schreiber dieser Geschichten waren weis Gott nicht blöd und unerfahren, wenn diese Geschichten heute noch Milliarden täglich lesen. Dafür müssen die Texte nicht wissenschaftlich sein, um diese Erkenntnis zu gewinnen, eher so, dass sie alle verstehen.
    Nach meiner Theorie bleiben die muskulösen Krieger übrig und die Frauen würden sich diesen Männern natürlich wieder untergeben, denn die blödsten können es ja auch nicht gewesen sein, wenn sie es geschafft haben erstens zu gewinnen und zweitens alles Gute aus Wissen, Kultur und Technologie zu vereinnahmen, zu vermischen und ein neues mächtiges Reich zu bilden, das dann irgendwann aus Wohlstand wieder verfettet.
    Aus der Geschichte zu lernen könnte denke ich, auch der emanzipierten Frau etwas bringen und wenn ihr das dementiert, dann bestätigte es alle meiner Thesen.

    Ich bitte im Voraus um Entschuldigung für alle meine Schreibfehler, denn bei der deutschen Sprache handelt es sich nicht um meine Muttersprache.

    Merke: Der getroffene Hund bellt.

  27. #26 Gast
    07.12.2009 20:00
    siri
    [mod]

    #29
    etwas gewagt, die bibel als "geschichte" zu bezeichnen - sie wurde in den vergangenen jahrhunderten mehrmals umgeschrieben. u.a. wurde auch die rolle der frau verändert, von lilith, einer eigenständigen frau zu einer eva die aus adams rippe geschaffen wurde.

    und noch eine schlechte nachricht für dich: ich glaube nicht, daß frauen sich den muskulösen kriegern "natürlich" wieder untergeben werden - rechne einfach nicht damit, es könnte sonst zu frustrierend für dich werden.

  28. #27
    07.12.2009 22:52
    #23 meine kolleginnen sind allsamt 10 jahre und mehr älter als ich.. da kommt es zu solchen missverständnissen nicht.

  29. #28 Gast
    07.12.2009 23:31
    @29
    Diesen Thesen kann ich nichts abgewinnen. Nach meiner Theorie hatten die fetten Männer und Frauen die besten Chancen, da ihre Polster Wohlstand und Macht ausgedrückt haben. Bei den vielen Hungersnöten hatten sie etwas dagegenzusetzen, was ihr Überleben erleichert haben wird. Die kluge Frau suchte den fetten Mann als Versorger, für den die Muskelmänner arbeiten mussten. Und wenn der Dicke seinen Braten am Feuer lag und seinen Braten verdaut hat, wird die Urfrau mit dem Durchtrainierten mal ein Stück weiter in die Höhle hineingegangen sein.

  30. #29 Gast
    07.12.2009 23:59
    #30 Ich bin kein Theologe, aber ich halte diesen Aspekt irgendwie interessant im Zusammenhang mit dieser Diskussion. Ich habe gelesen, dass in hebräischen alten Texten wohl gar nicht Rippe stand, sondern "etwas Gebogenes".
    Die eigenständige Frau wäre auch in meinen Augen das Ideal. Nun da aber die Frau gebärt und nicht der Mann und die Schwangerschaft und die Geburt schmerzhafte Tatsachen sind, fände ich es selbstverständlich, in dieser Situation der Frau als Mann zu helfen und ich halte es auch für richtig, wenn die Frau diese Hilfe annimmt. Während sie Stillt, sollte sie in einer geschützten Umgebung sein und sich keinen Gefahren in dieser Situation aussetzen müssen. Ich sehe da nicht, dass die Frau nicht eigenständig leben soll oder kann, sondern, dass Mann und Frau irgendwie doch einander ergänzen und da halte ich eine Einstellung, Frau braucht Mann nicht, irgendwie egoistisch. Die Emanzipation ist doch an sich völlig in Ordnung, nur sollte sie die Harmonie zwischen Mann und Frau nicht gefährden. In dieser Hinsicht empfinde ich die Bemerkung, "es könnte sonst zu frustrierend für dich werden" als Provokation, trotz des Konjunktivs. Was sich liebt das neckt sich ist ok und kann lustig sein, kränken ist falsch und verletzend. Es muss eine gewisse Balance herrschen sonst artet es doch aus und ich sehe die Wahrung der Balance in der heutigen westlichen emanzipierten Frau eher weniger. Auch ich empfinde da ein aggressives Angreifen, einen gewollten Konkurrenzkampf, wo es gar keinen geben kann. In diesem Zusammenhang würde ich weder eine Frau, noch einen Mann, der/die einen gewollten Konkurrenzkampf pflegen wollen, wobei es gar keinen geben kann, nur ungern gleich berechtigen. Und jetzt kommt wieder etwas, was das ganze kurz und prägnant auf den Punkt bringen soll: Der nächste Schritt wäre ja dann einen Wettstreit, wobei 12 jährige mit 25 jährigen in einem Sportwettkampf gegeneinander antreten, gleichberechtigt zu, in dieser Hinsicht fairem Wettstreit, zu sehen und den Sieger des Ersten genauso zu loben, wie den Sieger des Zweiten. Ist doch Kuatsch oder nicht?
    Eine übertrieben emanzipierte Frau würde beispielhaft behaupten,:"Klar könnte die schnellste Frau der Welt irgendwann mal schneller rennen als der schnellste Mann der Welt, wenn sie gleichberechtigt behandelt werden würde". Bezogen auf die Schrittweite, Körpergewicht, Maulwerk oder was genau? Wäre schon cool, wenn das irgendwie ginge, das gebe ich zu, aber mir fehlt gerade die Fantasie, wie das gehen soll, damit es wirklich gerecht ist.

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