1. Frage:
    Gefragt am: 14.05.2010, 21:13 von
    Warum habt Ihr Euch von Eurem letzten Partner getrennt?
    Bitte versucht in Euch zu gehen, und den wahren, wirklichen Grund zu nennen. Wer von beiden hat die Trennung ausgesprochen? Woran genau ist es gescheitert? Was hat nicht mehr gepasst, nicht mehr gefallen? Wielange nach Eurer inneren Erkenntnis, dass es eigentlich keinen Zweck mehr hat, habt Ihr Euch dann wirklich getrennt? Sofort? Wochen, Monate?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    14.05.2010 21:34
    Bei meiner letzten Trennung habe zuerst ich Schluss gemacht, weil er noch so sehr seiner Ex nachgetrauert hat, dass ich das Gefühl hatte nur der Trostpreis zu sein bzw. ihn sofort zu verlieren, wenn sie mit dem Finger schnippt. Dann hat er mich doch noch einmal zurück erobert, aber dann ein paar Wochen später doch selbst Schluss gemacht, weil er eingesehen hat, dass es mir gegenüber unfair ist.

    Die Trennung bei der Beziehung davor ging von mir aus, weil er mir einfach zu lieblos, zu wenig zärtlich, zu wenig aufmerksam war und mir das Gefühl vermittelt hat, dass es ihm eigentlich egal ist ob wir uns sehen oder nicht. Diese letzten beiden Beziehungen haben jeweils nur ein paar Monate gedauert. Das Gefühl, dass es nicht so recht passt, war schon länger da, aber die tatsächliche Entscheidung ging dann innerhalb von 2, 3 Tagen. Bei meiner vorletzten Beziehung war ich zu einer Hochzeit eingeladen - er wollte nicht mit, klar. Bei der Hochzeit habe ich dann das verliebte Brautpaar, all die anderen verliebten, glücklichen Paare rundherum gesehen und schlagartig gewusst, dass es bei uns niemals so werden würde. Am nächsten Tag habe ich Schluss gemacht. Die Hochzeit hat mir einfach die Augen geöffnet und all das gezeigt, was ich vorher auch gewussst habe, aber nicht wahrhaben wollte. w35

  3. #2 Gast
    14.05.2010 22:05
    Wir waren noch nicht lange zusammen, ich kam gar nicht auf die Idee, dass wir uns trennen würden. Ich dachte, wir hätten eine Zukunft, denn es gab nichts, was mich hätte stören können. Er nahm erst eine Auszeit und ein paar Wochen später war Schluss. Er konnte "kein Verlangen entwickeln, mich während der Auszeit unbedingt sehen zu müssen". Das kam per Mail und darin schrieb er auch, dass er sich freuen würde, wenn wir uns bald mal wieder treffen.
    Ein paar Monate später sagte er mir, er hätte einfach noch keine Beziehung gewollt.
    Ich sage nur, Männer! ;-)
    w,52

  4. #3 Gast
    14.05.2010 22:09
    Also meine Ehe ist kaputt gegangen, als wir Kinder bekommen haben. Beim ersten ist es mir persönlich nicht aufgefallen (im Nachhinein aber hab ich rausgefunden, dass er schon Neujahr mitten in der Nacht mit einer anderen Frau telefoniert hat, als meine Tochter erst ein halbes Jahr alt war, da war mein Sohn noch nicht unterwegs) , aber mit dem 2. Kind (wohlgemerkt Wunschkind beiderseits) war mein Ex-Mann wohl mit Arbeit, Haus und Garten und Kindern (ich bin auch arbeiten gegangen und wir haben und sämtliche Arbeit geteilt) total überfordert und hat sich dann ins Internet geflüchtet. Erst hat er Überstunden gemacht (im Nachhinein hab ich erfahren, dass er auch da ständig gechattet hat) dann kam er abends um 19.00 Uhr nach Hause und ist direkt an den Computer gegangen bis nachts um 3. Alles reden half nichts. Am Wochenende hat er oft bis morgends durchgechattet und hat dann den ganzen Tag geschlafen. Wir hatten überhaut keinen Sex (oder sagen wir mal besser ich nicht) mehr.. 4 Jahre lang nicht, wobei das erste Jahr wohl mir zuzuschreiben war, weil ich ständig müde war. Als ich von seinen Affären erfahren habe, wollte ich mich trennen. Er hat auf eine Paartherapie bestanden und ich habe eingewilligt, der Kinder zuliebe. Er hat aber nicht mit offenen Karten gespielt und seine "Geliebten" weiter getroffen. Er hat dafür Urlaub gemacht und hat mir erzählt, er wäre auf Geschäftsreise. Tja und als der kleine dann 4 1/2 war, haben wir uns getrennt. Ich konnte einfach nicht mehr. Als er ausgezogen war und die ersten Streits mit seiner "bevorzugten Geliebten" kamen, wollte er wieder zurück zu mir, aber ich hätte das nicht gekonnt und auch heute 5 Jahre später bereue ich die Trennung nicht.

    Danach hatte ich noch eine Fernbeziehung, knapp 3 Jahre lang. Da war die Trennung, weil er unsere Beziehung wohl nie ernst genommen, und immer weiter gesucht und auch andere Frauen getroffen hat. Ich hätte es mir denken können. Er hat immer gemeint, ich würde fremd gehen und da habe ich ihn mal gefragt, wieso er überhaupt mit mit zusammen wäre, wenn er das glauben würde und er sagte, dass würde er von jeder anderen Frau auch denken. Und jemand der so denkt, geht wohl schon fremd, nur um nicht hinterher als der Gelackmeierte dazustehen. Schade, ich habe ihn aufrichtig geliebt.

  5. #4
    14.05.2010 22:16
    In meiner letzten Beziehung war auch ich diejenige, die sich getrennt hat.
    Ich hatte auch schon seit längerem das Gefühl, dass das mit uns nicht so ganz das Wahre ist, ich wollte es aber nicht so richtig wahr haben.
    Aus Praktikabilitätsgründen sind wir relativ früh zusammen gezogen (würde mir nicht wieder einfallen) und da hat sich eben herausgestellt, dass das mit uns auf keinen Fall gut geht.
    Er war einfach durch und durch ein unehrlicher Mensch, was einem natürlich spätestens wenn man zusammen wohnt ganz deutlich bewusst wird.
    Plötzlich kamen seltsame Briefe, von Inkasso-Büros ect. Für mich eine unerträgliche Situation, da ich pflege, meine Finanzen im Griff zu haben.
    Vom ersten Gedanken daran, bis zum endgültigen Ausspruch vergingen ca. 8 Wochen.

    Frederika, verrätst du uns auch, wie`s bei dir war?

  6. #5 Gast
    14.05.2010 22:18
    Wir haben uns vor der Hochzeit getrennt, innerlich. Heirat nur wegen des Kindes.
    Die Scheidung war erst nach 4 Jahren durch. ich musste sie einreichen.

  7. #6 Gast
    14.05.2010 22:35
    Mein Mann hat die Trennung gewollt (ist jetzt 21 J her).

    Wir führten eine glückliche Ehe. Finanzielle Gründe machten es erforderlich, dass er beruflich während der Woche nicht zu Hause war, sondern nur am Wochenende.

    Ich bin ziemlich sicher, dass damit das langsame Sterben seiner (nicht meiner) Liebe begann. Mir fiel es viele Jahre schwer, einen anderen Mann nicht mit ihm zu vergleichen. Er war und ist (wir haben gelegentlichen Telefonkontakt; sind keine Feinde) ein sehr fürsorglicher Mensch (zu allen, die ihm nahe stehen).

    Als ich aber die ganze Woche alleine war, lernte ich, notwendige Entscheidungen selbst und ohne Absprache zu treffen. Ich vermute, dass uns das unmerklich entfremdet hat; die mangelnde Kommunikation. Man meint es gut und will sich nicht gegenseitig die wertvollen WE-Stunden mit Alltagsbanalitäten bzw. -problemen verderben. Also redet man nicht drüber.

    Irgendwann hatte er dann eine Kollegin, die sein Helfersydrom erkannt und ausgenutzt hat. Ich unterstelle hier noch nicht einmal Absicht. Das ist einfach passiert. 10 J jünger ist sie auch.

    Er war fair, hat sich von mir getrennt, bevor er mit ihr zusammen kam. Die beiden sind inzwischen auch seit vielen Jahren, mehr unglücklich als glücklich miteinander verheiratet...

    So ganz genau kann man es meist nicht an etwas Bestimmtem festmachen, wenn eine Beziehung scheitert. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht die großen Probleme sind, sondern fast immer die vielen Kleinigkeiten, denen man meist noch nicht mal Beachtung schenkt.

    Natürlich ging das auch alles nicht ohne großen Kummer, Tränen, Wut und Kampf von statten.

    Aber, ich war inzwischen nicht mehr die Frau, die ihn brauchte - ich war die geworden, die ihn nur unbedingt behalten wollte.

    Ich werde nie den Satz vergessen: "Ich liebe dich nicht weniger als früher, nur anders. Aber du kommst auch ohne mich zurecht, U... nicht, die braucht mich!"

    Egal, ob so eine Aussage nun stimmt oder nicht - was soll Frau dagegen einsetzen?

    Seit damals hatte ich nie wieder eine wirklich tiefe, ernsthafte Beziehung. Wenn ich mich mal verliebt habe, dann waren es Männer, die mir unterlegen waren. Das habe ich aber immer erst hinterher festgestellt, nicht geplant.

    Ich denke, mein Unterbewußtsein hat dafür gesorgt, dass ich immer selbst bestimmt habe, was ich will und was nicht. So konnte ich immer nur mir selbst die Schuld geben, wenn etwas nicht rund lief - egal worum es ging.

    Alles ist gut so. Ich wäre heute nicht das, was ich bin, wenn damals alles anders gelaufen wäre.

    w62

  8. #7 Gast
    14.05.2010 22:42
    Ich habe es nicht mehr ausgehalten, mich ständig innerlich mit der Kindsmutter zu konfrontieren, die -durch einen von mir verziehenen Seitensprung mit Folgen präsent wurde. Sie war eifersüchtig auf mich , ich auf sie. heute frage ich mich warum ich das alles toleriert habe. Den Mann liebe ich trotzdem- ich habe wirklich noch keinen besseren gefunden-crazy- es hat mir aber auch noch kein Mann so weh getan...

  9. #8 Gast
    14.05.2010 23:16
    Alexander, der Kleine

    Meine Ex war ein echt heißer Feger.
    Hatte aber keine Hobbys außer mich, und interessierte sich nur für Diäten und Frisuren.
    Nach einigen Monaten war dann nach Jahrelanger Partnerschaft keine Aussicht darauf
    das sich da mal jemals was dran ändern würde.
    Dann hab ich Schluss gemacht, war aber nicht leicht.

  10. #9
    14.05.2010 23:46
    Mein letzter Partner war mir gegenüber oft zu sarkastisch und zynisch... gemischt mit teilweise anderen negativen Verhaltensweisen, die die positiven Eigenschaften irgendwann dominiert hatten. Ich habe sehr oft versucht mit ihm darüber zu reden, gebracht hat es zeitweise etwas, aber nicht dauerhaft. Zudem konnte er meine Wünsche nach Geborgenheit nicht wirklich erfüllen. Nach knapp 1,5 Jahren war es dann vorbei --> habe also über 1 Jahr auf Besserung gehofft.

  11. #10 Gast
    15.05.2010 04:15
    Meine letzte Partnerin hat sich von mir getrennt.

    Ich habe ihre (teilweise bis zu 10-stündigen) Bulimie-Attacken nach 1 1/2 Jahren zusammenleben nicht mehr ertragen wollen und ihr gesagt, dass sie jetzt schon lange genug nur davon redet, dass das aufhören muss, sie aber nichts unternimmt. Aber ich habe auch nichts unternommen, es wäre noch ewig so weitergegangen. Ich habe es sogar akzeptiert, dass sie 4 Wochen nach Einzug in unserer neuen wirklich absolut wunderschönen Wohnung mit einem anderen Mann im Bett war (aushäusig).

    Meine Anteile an dem Ende dieser "großen Liebe" waren, dass ich mich nicht um mich selbst gekümmert, sondern in einer Co-Abhängigkeit mein Glück gesucht habe. Ich dachte, wenn ich ihr helfe, dass sie diese Sucht loswird, dann kann endlich das gemeinsame Glück losgehen. Und vorher "muss ich mich opfern".

    Ich hätte viel mehr / viel eher / viel früher den Schlussstrich ziehen sollen. Ganz klar definieren, was ich will und was ich nicht bereit bin, mir weiterhin anzutun:

    "Bis zum Tag X bist Du in einer Klinik, bis zu einem Tag Y ist das vorbei, ansonsten bin ich weg."

    DAS wäre richtig gewesen, aber ich habe mich damals nicht dafür entscheiden können, die Angst vor der Einsamkeit war zu groß, obwohl es nur ein All – Eins – Sein gewesen wäre. "Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück" Und diese Entscheidung wäre vielleicht die Unterstützung gewesen, die sie gebraucht hätte, wer wei߅

    Ich hatte die Idee, dass ich durch Selbstaufopferung bei dieser einen Frau eine auf meinen Schultern lastende, "jahrtausendealte Schuld von bösen und schlimmen Männertaten" wiedergutmachen muss und oder kann. Und dieses für mein Lebensglück und meine Lebensziel in keinster Weise hilfreiches Verhalten konnte ich nicht durchbrechen, weil "sie ja dann noch mehr gelitten hätte".

    Ich habe mich noch ca. 8-10 Wochen lang - nachdem sie die Beziehung schon beendet hatte - täglich immer wieder für sie entschieden. Ich habe im Keller und auf dem Dachboden geschlafen, damit sie mich nicht sehen muss. Ich habe ihr signalisiert, dass ich sie trotz allem nicht im Stich lasse, obwohl ich genug Gründe hatte, zu gehen, so nach dem Motto: "Du kannst zwar die Beziehung zu mir beenden, aber das hat keine Auswirkungen auf meine Liebe und meine bedingungslose Wertschätzung für Dich".

    Diese Zeit hat mich sehr viel über "Demut" und "bedingungslose Annahme des JETZT" gelehrt. Und das gleicht jedes Leid aus, das ich in dieser ganzen Zeit empfunden habe. Was ich nun in mir - genau deswegen in mir - trage, ist wertvoll ohne Ende für mich. Sie war für mich manchmal recht stolzen, arroganten, selbstherrlichen und eingebildeten Löwenhahn die beste Lehrerin und ein hervorragender Schleifstein, noch härter als mein großes Ego - und das will was heißen... ;-)

    Das Thema "mich zum Opfer einer Frau zu machen", habe ich für dieses Leben dadurch auch noch durch und erledigen können. (hoffentlich ;-)

    Sie ist dann ca. 4-5 Monate nach der Trennung aus der gemeinsamen Wohnung (endlich) ausgezogen.

    Alles ist Liebe - das habe ich da begriffen. Leid lehrt Dinge. Ein sich Schützen kann auch ein Davonlaufen vor großen Chancen sein.

    Ich bin dankbar, dass ich dageblieben bin und Ja gesagt habe, zu dem was war. Es war hilfreich, alles NEIN in mir zu zer-lieben, mein Ego, meine allzumenschlichen Wünsche zu opfern, mich von "einer größeren Wahrheit" schleifen & schmieden & durchglühen zu lassen, so, dass viele menschlichen Schlacken ziemlich davongespratzelt sind. Ich habe den Eindruck, dass ich mich genau dadurch zu einem viel menschlicheren Menschen ent - wickelt habe.

    E. - m40 - 7E19E460

  12. #11 Gast
    15.05.2010 08:35
    Mein letzter Partner hat nur an sich gedacht und sich kaum nach mir gerichtet.
    Er ging einfach davon aus, dass ich mir meine Zeit nach ihm richte, bloss keine Ansprüche stelle, aber dann springe, wenn er spontan Lust hat.

    Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass ich ihm als Mensch egal bin - es hätte auch jede andere sein können - und habe mich von ihm getrennt.

    Er hat zwar noch um mich "gekämpft" - aber eben wie in unserer Beziehung - nach kurzer Zeit sehr halbherzig und auf einer etwas primitiven Ebene.
    Wir haben uns einmal versöhnt, was aber kaum 3 Monate gehalten hat.

    Dauerhaft hätten wir uns nicht glücklich machen können, zu unterschiedlich waren unsere Erwartungen an eine Beziehung. Das war dann für mich der ausschlaggebene Punkt es sein zu lassen und neue Wege zu gehen.

    w/32

  13. #12 Gast
    15.05.2010 09:25
    Ich hatte einen Man ,der im Schutze unserer Großfamilie, das Leben eines Junggesellen führte. Seine Freizeit gehörte ihm . Ich war damals der Meinung, das ist ok,weil er ja so intellegent ist und den geistigen Austausch braucht,in Konzerte,Museen und Veranstalltungen zu gehen.Ich wurde immer unzufriedener,denn die Arbeit,Freude,Kummer und Elternabende in Schule und Kindergarten,sowie notwendige Umzüge waren mein Ding.Ichmuß dazu sagen,das mein Mann weder beruflich Kariere gemacht hat,noch über wenig Freizeit verfügt hat. Er hätte also durchaus anders handeln können.Ich habe dann nach 27 Jahren Ehe Urlaub mit meiner Freundin und ihren Kindern gemacht .Sie öffnete mir die Augen,das ich alles allein machen und schaffen würde. Drei Monate später bin ich mit den beiden jüngsten Kindern ausgezogen. Es war eine richtige und befreiende Entscheidung. Ich habe wieder zu meinem Selbstwertgefühl gefunden.Durch meine Flexibilität und Spontanität, die ich durch die große Familie bekommen habe ,ist mein Leben spannend .

  14. #13 Gast
    15.05.2010 09:45
    Mein Mann wurde arbeitslos, er war auf einmal viel Zuhause, das passte irgendwie nicht mehr. Er wurde durch die Arbeitslosigkeit auch sehr schnell nicht mehr das Mannsbild, was ich mir gewünscht habe! w/38

  15. #14 Gast
    15.05.2010 10:04
    Meine Frau hatte sich (mehrfach) von mir getrennt (jeweils unter Mitnahme der Kinder), immer heimlich ohne Vorankündigung. Und kein Therapeut jeglicher Couleur hatte jemals eine vernünftige Erklärung finden können, außer daß sie auf dem Stand einer 13jährigen wäre, was mir aber nicht ausreicht(e). In den Folgezeiten hatte ich das was #10 schrieb auch durch. Und jetzt? Jetzt bin ich frei!

  16. #15 Gast
    15.05.2010 11:39
    Getrennt von der letzten Partnerin habe ich mich unbewußt, bevor es ernst wurde. So hatte ich meine Freiheit zurück und kann wieder nach meiner idealisierten "Traumfrau" suchen.
    Jedoch gab es nie ein klares bzw. böses Wort sondern ein "Auslaufen" der Beziehung über 4-8 Wochen. Dann war allen Beteiligten schweigsam klar: game over.
    In der Regel wurde die Beziehungen immer sehr schnell von dem Makel belastet, dass die Partnerin meinen "abgehobenen" Gedankengängen" nicht folgen wollte oder konnte - teilweise wurden diese auch wegen "Unverstehens" belächelt. Dies löste in mir immer ein Defizit aus, so dass ich es nach einigen Monaten loser Beziehung nicht mehr ertragen wollte, mit einer "normal geistig beweglichen" Partnerin eine echte Partnerschaft gründen zu wollen. Es brannte die Wehmut in mir umgehend zu gehen - ohne Klartext zu reden um nicht einen lieben Menschen zu verletzen. Sicherlich feige aber vermutlich besser für die Zukunft (keiner verliert sein Gesicht).
    Wenn man einmal mit hochintelligenten Menschen zusammengearbeitet hat ("jeder Tag ist eine Bereicherung") möchte man nichts mehr anderes für die Zukunft - dies merkt man spätestens wieder in einem normalen Umfeld.

  17. #16 Gast
    15.05.2010 11:45
    In meiner Ehe hatte es noch nie gepasst. Mein Interesse am Koitus war sehr gering bis gar nicht da. Mein Exmann hat das einige Jahre ertragen, versucht mit mir zu reden und zu versuchen. Dann wurde er immer launischer, sogar aggressiver. Es war nicht mehr zum aushalten.
    Er wollte mindestens einmal die Woche penetrieren, ich dagegen wollte das eigentlich nie. Mit einmal in der Woche war ich überfordert. Ich habe mich körperlich nicht in der Lage gefühlt, bin immer trocken geblieben wenn es darum ging.
    Wir haben uns getrennt und ich empfand die Trennung als grosse Erleichterung.
    Er dagegen ist abgesumpft und trinkt nun (was er früher nie hat, nur in der letzten Zeit unserer Ehe).
    Ich habe ihn nie verstanden und er mich nicht.

  18. #17 Gast
    15.05.2010 13:43
    Ich habe mich getrennt weil:

    - er nur an mir rumgemeckert hat
    - er nicht küssen konnte
    - im Bett nix lief (bei ihm und er mir die Schuld dafür gab)
    - er mir verschiedene psychiatrische Diagnosen angedichtete
    - er egoistisch war
    - sich nicht am Tisch benehmen konnte
    - er wegen ständiger Rückenprobleme nicht in meinem Bett schlafen konnte
    - er extrem eifersüchtig war
    - ich ohne ihn nichts unternehmen durfte/sollte
    -. er ständig ein beleidigtes Leberwurstgesicht aufgesetzt hatte
    - er an meinen Kindern rumkrittelte bzw. sie erziehen wollte
    - er nicht hifsbereit war
    - er mir vorwarf, ihm nicht zu helfen (z.B. beim Umzug)
    - er eine rote Socke war und ich eine Tussi
    - er mir nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnte

    Wir einfach nicht zusammen passten!

    Reicht das? W46

  19. #18 Gast
    15.05.2010 14:22
    Die Trennung von meinem letzten Partner hat mehrere Gründe, er ist zum Beispiel ein Phlegmatiker und braucht jemanden, der ihn ständig puscht. Dafür habe ich aber weder Nerven noch die nötige Lust. Der schwerwiegendste Grund ist aber wohl der Sex - der hat für mich mit ihm überhaupt nicht gestimmt. Er konnte nicht küssen, mich nicht richtig anfassen und nehmen, er war verklemmt und hatte Potenzprobleme. Anfangs dachte ich, dass kann man(n) lernen, wir können voneinander lernen. Mittlerweile bin ich aber der Ansicht, wenn der Sex von Anfang an nicht stimmt, dann sollte man die Finger voneinander lassen.

  20. #19 Gast
    15.05.2010 14:24
    Ergänzung zu Nummer 18: Ich habe übrigens für die Trennung 1,5 Jahre gebraucht. Das gemeinsame Kind ist dafür der Grund.

    W, 39

  21. #20 Gast
    15.05.2010 15:04
    Ich habe mich scheiden lassen (1994), weil -
    - es eine andere Frau gab
    - er mich tätlich angegriffen hat, nachdem ich ihm seine Freundin vorwarf
    - bevor wir noch in der Zeitung stehen, einer tot und der andere vor Gericht
    - deswegen auch die Polizei im Haus war, die mir aber die Schuld gaben (das Ganze war vor 16 Jahren, wohlgemerkt, heute würde das wohl anders aussehen mit Wegweisung usw.)
    - er mich während dem Autofahren (ich bin gefahren, er mit ca. 4 Promille am Beifahrersitz) an den Haaren herumgerissen hatte, und wir deshalb an einer Gartenmauer landeten - Gott sei Dank mit seinem Auto, nicht mit meinem. Ich war verletzt, er als Besoffener natürlich nicht, klar!
    Und das, weil ich blöd genug war, ihn als Betrunkener auch noch abzuholen und heimzubringen.

    ich könnte noch eine A4-Seite voll schreiben, aber ich glaub, das reicht wohl.

    meine zweite Beziehung habe ich nach 8 Jahren beendet (2007), weil:
    - ich zuviele Dinge gemacht habe, die nicht "richtig" waren, wohlgemerkt für IHN, für mich schon.
    - er nicht mit mir ausgegangen ist und er es auch nicht für "richtig" befand, dass ich mit Freunden ausging...............
    - er gesagt hat, Blumen zu schenken, wäre Geldverschwendung! Und als ich sie mir selber gekauft hatte - demonstrativ auf den Tisch gestellt - hat er gemeint, dann kannst Du ja auch selber den Urlaub bezahlen, wenn Du für sowas Geld hast............
    (er hat ungefähr dreimal soviel wie ich verdient........!)
    - ich Lehrerin in einer Abendschule bin, und ihn in seiner Wohnung anrufen musste, wenn ich vom Kurs daheim war, und zwar um halb 11 abends, nicht später, denn dann hätte es ja sein können, dass ich noch mit meiner Klasse auf einen Drink gegangen wäre..........!!!
    Der Kurs hat jeweils bis 22 h gedauert...........

    auch da gäbe es noch eine ganze Reihe aufzuzählen, vor allem an Dingen, wo ich einfach NICHT als GUT GENUG galt.........., aber ich denke, das reicht schon.

    Jetzt bin ich allein, seit drei Jahren, und kann endlich für mich selber befinden, ob ich GUT GENUG bin oder nicht..........? Ja, ich bin es, für mich selber.
    Und einer, der das nicht glaubt, und mein Leben nicht schöner macht, kommt mir nicht mehr ins Leben - und da hat er es schon mal ganz schwer, weil mein Leben schon so schön IST........

    w/47

    PS an Frederika: ja, mich würde das auch interessieren, warum Du Dich getrennt hast von Deinem (n) Ex.

  22. #21 Gast
    15.05.2010 17:53
    @17 - Ja, das reicht - wahrlich und wirklich - aber dies nicht nur in dem von Dir propagierten einen Sinn...

    Wo war denn er "das Opfer" und du "die Täterin"? Oder haben es wir hier mal ausnahmsweise mit einem Fall zu tun, indem "die Frau" "völlig unschuldig" und der Mann ausschließlich "der Böse" ist?

    Was waren Deine Anteile daran, dass "die Liebe" bei euch gestorben ist?

    Der Finger, der auf "ihn" zeigt, berichtet nachvollziehbar (!) über "Dein Leid", was würden die Finger Deiner Hand schreiben, die auf Dich (zurück-)zeigen?

    Was hast du alles nicht getan und unterlassen, was hätte getan werden müssen, damit "Eure Liebe" weiterleben kann?

    Willst du wirklich die nun schon jahrtausendealte Geschichte von "die bösen Tätermänner" und "die armen Opferfrauen" weiterführen? Wo ist deine Verantwortung für diese Situation?

    Alles Liebe!
    E. - m40 - 7E19E460

  23. #22 Gast
    15.05.2010 23:04
    #21 von #17
    Ooch, ja das war klar, dass sich ein Mann jetzt darüber aufregt.
    Na klar bin ich nicht nur das Opfer, habe es ja auch 10 Jahre mitgemacht.

    Also er warf mir vor:

    - dass ich inaktiv war (Bewegungslegasthenikerin)
    - ich keinen Sex wollte
    - ihn wohl nicht liebte
    - ihm beim Umzug nicht geholfen habe
    - ihm meinen Freunden nicht vorgestellt habe
    - meiner Katze mehr Aufmerksamkeit schenkte als ihm
    - lieber Auto als Fahrrad fahre
    - ihn wohl ständig betrüge
    . zuwenig lache
    . zuviele Klamotten im Schrank habe
    . zu gerne und zu viel Gartenarbeit mache
    - mit meiner Nachbarin ohne ihn eine Ausstellung besucht habe und generell mehr mit anderen Leuten unternehme als mit ihm
    . nach 10 Jahren die Leidenschaft fehlte.

    Reicht das?
    Alles Liebe für Dich!

  24. #23 Gast
    16.05.2010 13:26
    #22 von #17
    MIch interessiert nicht, was er Dir vorgeworfen hat, sondern was Du von Dir weisst, was Du unterlassen oder getan hast, dass "Eure Liebe" gestorben ist.

    Spannend übrigens, dass Du mir meine Geschlechtszugehörigkeit vorwirfst... Danke dafür, dann verstehe ich noch besser, wie manche Frauen eben ticken... Wäre die Aussage wirklich für Dich anders, wenn eine Frau Dir dasselbe geschrieben hätte?

    Alles Liebe für Dich auch
    E.

  25. #24 Gast
    16.05.2010 16:16
    # 22 an #23

    Ich werfe mir vor, dass ich die Beziehung nicht schon früher beendet habe. Ich kann schlecht alleine sein. Hatte es vor 2 Jahren auch schon mal versucht. Naja und nun hat es doch nicht geklappt. Aufgewärmte Beziehungen taugen nix.
    Ich weiß nicht, warum Du dich so aufregst..... Frauen würden sich übrigens nicht so aufregen. Ich habe doch nur die Frage beantwortet. Aber du hast anscheinend ein Problem. Da gibt es was vom Psychologen!
    Schade, dass damit dein Frauenbild nochmal schlechter geworden ist! Ich glaube an die Männer und daran, dass es auch für mich kompatible gibt. Hier habe ich allerdings noch keinen gefunden, nur einen, der mir gleich das Herz gebrochen hat.
    Think positive E.!!

  26. #25 Gast
    16.05.2010 17:31
    @24

    Es gibt Menschen, die sind nach einem Ende einer Beziehung (nur) dazu in der Lage, zu sagen: [...]

    <MOD: Bitte keine ewigen Romane mehr! Wir werden jetzt endgültig auf die 3000-Zeichen-Regel bestehen. Sie sind oft genug gewarnt worden! Außerdem konzentrieren Sie sich bitte auf die Titelfrage!>

    E. - m40 - 7E24B720

    __________________________________________________ __________________________
    MODERATION: Wir bitten alle Teilnehmer, sich wieder auf die Titelfrage zu konzentrieren!

  27. #26 Gast
    18.05.2010 21:13
    Er hat mich verlassen: "er liebt mich nicht, ich bin nicht die Frau, mit wem er Kinder haben will, ich bin nicht die Frau, die er heiraten will". Wenn ich eine feste Beziehung möchte, meinte er auch, dass ich lieber einen anderen Mann suchen soll. Ich bin gerade dabei. C´est la vie.

  28. #27 Gast
    18.05.2010 23:06
    Ich habe mich zwei Mal getrennt, weil mir die Beziehungen zu erstickend wurden- ich brauche viel Zeit und Raum für Kinder, Job, Freunde- und ein Mal ist ein Mann wieder zu seiner Frau zurück gegangen, weil sie gedroht hat, die Trennung öffentlich zu machen und er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dadurch seine mittelständische Firma verloren hätte, an der sie beteiligt war. Ich konnte ihn verstehen, er hatte sein halbes Leben in die Firma gesteckt und es ging ihm nach der Trennung vielleicht noch schlechter als mir- ich hatte Menschen um mich, die mich liebten, und er nur Arbeit.

  29. #28 Gast
    30.05.2010 22:36
    Ich habe mich getrennt, als er mir nach fast einem Jahr sagte, dass er mit einer Frau zusammen sein will, der er sagen kann, dass er sie liebt, obwohl er weiß, dass es bei keiner Frau mehr so sein wird, seitdem sein Herz gebrochen wurde. Und bei mir bekam er die drei Worte einfach nicht über die Lippen und er wusste, dass ich es irgendwann erwarte.

    Da war ich grade mit meinem Sohn in seine Stadt gezogen (400 km), weil er uns unbedingt bei sich haben wollte. Ich bin den Abend voll durchgedreht und hab sofort meine Sachen gepackt. Als er mich den nächsten Tag nach hause gefahren hat, meinte er, ob ich nicht mal darüber nachgedacht hatte, trotzdem da zu bleiben. Ich hätte ja schließlich Arbeit, Wohnung und Kindergartenplatz (Arbeitsvertrag hatte ich genau an dem Tag unterschrieben, Mietvertrag wär für den nächsten Tag vorgesehen gewesen).

    Manche Menschen (Männer) ticken wirklich nicht richtig im Kopf....

  30. #29 Gast
    30.05.2010 23:09
    Die letzten beiden Beziehungen habe ich beendet weil die Partner mich zu sehr vereinnahmen wollten.

    Das ist wohl generell ein Problem der Frauen meiner Generation. Wir sind nach langen Ehen und Zeiten der Kindererziehung nun endlich richtig frei und unabhängig und stehen in jeder Hinsicht auf eigenen Beinen. Wir haben einen großen Bekanntenkreis und ein festes soziales Umfeld. Uns drängt nichts, unsere biologische Aufgabe ist erfüllt. Wir wünschen uns innige Nähe zu unserem Partner, wollen aber nicht jede Minute mit ihm verbringen. Psychische Nähe muss nicht auch pausenlose örtliche Nähe bedeuten.

    Viele Männer unserer Generation ab 55-60, je erfolgreicher im Beruf desto stärker, möchten aber immer noch das Weibchen ständig um sich im Haus haben. Am liebsten alles als Paar unternehmen, fast wie siamesische Zwillinge. Sie organisieren sich perfekt im Beruf, brauchen im Privatleben aber die Frau als Organisatorin. Nach den ersten Monaten der frischen Verliebtheit, in denen man natürlich kaum voneinander lassen will, sollte sich aber ein vernünftiges Gleichgewicht von Gemeinsamkeit und Eigenständigkeit entwickeln, und das funktioniert mit vielen Männern nicht.

    w53