- Frage:
Warum haben so verdammt viele Menschen so wenig zu erzählen?Nach meiner Beobachtung die wesentlichen Gesprächsthemen: Gejammer über Regierung. Gejammer über den Euro und allgemeines Preisniveau. Gejammer über Benzinpreise. Einkommen bzw. woanders evtl. zu realisierendes Einkommen. Gejammer über das Wetter. Kinder (Enkel) sind ja sooooo toll.... Wir wollen kaufen.... Wir haben gekauft.... Der/die Ex war so ein Schuft... (tötliche) Krankheiten (am liebsten der Anderen)... überhaupt sind die Anderen die Bösen.... Reihenfolge beliebig. Umfeld (Kollegen, Familie, Bekannte, EP-Forum, irgendwelche Feiern von Konfirmation bis Beisetzung) dito. Warum interessieren sich offentlich so wenige für Philosophie, das Sein bzw. wagen es, auch einmal etwas von sich preiszugeben (wissen sie nicht von sich?) und hören im Gegenzug mal ganz in Ruhe zu? M, seit Jahren Feierlichkeiten und Samlltalk aus dem Wege gehend. ;-)Antworten: -
Lieber FS,
na dann fang mal an von dir zu erzählen. Bin ganz gespannt, was du unter Konversation verstehst.
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Vielleicht hast Du einfach die falschen Leute kennengelernt? Oder Du befindest Dich in Kreisen, die nicht so sehr viel rumkommen und daher immer wieder auf die selben Themen zurueckkommen? Was hast Du denn so als Themen zu bieten?
J
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Es steht Dir frei andere Themen anzuschneiden und - je nach Variabilität oder Intensität der Antworten auch Gespräche weiterzuführen oder zu intensivieren.
Ich persönlich unterscheide sehr mit WEM ich mich unterhalte und vor allem bei bei WELCHER Gelegenheit. Das bedeutet in der Regel gibt es anlässlich der Familienfeier (siehe Konfirmation/Beerdingung) keine tiefschürfenden Gespräche sondern eher in kleineren Gruppen.
Insgesamt finde ich klingt Deine Frage reichlich frustriert. Vielleicht must Du etwas mehr selektieren wann Du mit wem diskutierst ...
Alles Gute Dir! ... und weiterhin viel Spass beim Philosophieren ... Diskutieren ...
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Du kannst ja die Gesprächsthemen beeinflussen. Ich habe mich noch nie bei einem Date gelangweilt. Das hängt auch von dir ab, wie ein Gespräch verläuft.
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Vielleicht unterhältst du dich einfach nur mit den falschen oder vermittelst den Eindruck, dass man mit dir keine tiefergehenden Gespräche führen kann?
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Vielleicht lebst du ja einfach im falschen Umfeld, Fragesteller. Und abgesehen davon kann ich hier im Forum kaum eins der von dir erwähnten Themen wiederfinden, vielleicht abgesehen von "Der Ex war so ein Schuft ...".
Also in meinem Umfeld kann ich mich durchaus über sehr anspruchsvolle Themen unterhalten. Zum Beispiel Fußball. ;) Auch philosophische Themen interessieren mich selektiv. Allerdings trifft man dabei immer auf sehr viele Dampfplauderer, die immer irgendwo 20 m über dem Boden schweben mit theoretischem Gequatsche ohne jeden Bezug zu konkreten Lebenssituationen (ähnlich wie bei Glaubensgeschwafel). Dazu würde ich zum Beispiel Diskussionen über "das Sein" zählen - was soll das eigentlich sein [sic]?
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Während der Arbeit und auch bei einem ersten Date stehen die oben genannten Gesprächsthemen nun mal an erster Stelle. Zumindest sind das alles Themen, die den Alltag der meisten Menschen betreffen. Man kann sich auch für Philosophie interessieren, ohne ständig davon zu reden. Über welche philosophischen Themen würdest du dich denn gerne unterhalten? Das ist doch ein sehr weites Feld ...
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@2 oder die Frage nach dem Sinn des Lebens wäre ja nun doch auch sehr interessant?
(Besonders hier ... nachts nicht mehr alleine einschlafen? ... Endlich jemand zum philosophieren und rumspuntisieren gefunden zu haben? ...)
Wie bitte wechselt man so ohne weiteres sein Umfeld?
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FS
Zusammengefasst:
Die Auseinandersetzung mit sich und dem (endlichen Phänomen) Leben. Das Gegenüber als Spiegel mit eigenem Erfahrungsschatz (der hoffentlich über die in der Frage aufgezählten Punkte hinausreicht).
Solchermaßen "wach" sehe und spüre ich eine Themenvielfalt, mit der könnte ich das www füllen.
Nur ein Beispiel:
Was kannst du mit den Filmen von Michael Haneke anfangen?
Und den Benzinpreis-Jammerern sage ich z.B.: Ich bin für eine sofortige Verdoppelung, besser Verdreifachung der Preise. Auch, wenn es mich selbst trifft. Der dann reflexartig folgende Aufschrei lässt selten Raum, einmal meine Argumente anzuhören bzw. zu überdenken... ;-) häufig.
Oder: Lasst uns für einen Tag (bis auf KKH etc.) den Strom abschalten, damit wir mal wieder merken, wie abhängig wir davon sind, wie gut wir es haben und dass nicht alles selbstverständlich ist. (Aufschrei...)
Oder: Stell dir vor, du könntest die Welt xx Minuten lang mit den Sinnen eines Mitgeschöpfes deiner Wahl wahrnehmen.
Oder, ganz "einfach": Wie geht es dir? (über "gut" oder "schlecht" hinaus... ;-) )
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Menschen, die NUR herum philosophieren wollen, finde ICH zum Gähnen langweilig!
Ich fühle mich in Gesellschaft wohl, in der AUCH die von dir genannten fleißig besprochen werden können, und in der auch mal gelacht werden darf über Albernheiten rhetorischer Art. Das MUSS manchmal einfach sein!
Ich habe jedoch einen Bekanntenkreis, in dem auch tiefer gehende Gespräche ausgiebig zum Tragen kommen. Gäbe es die nicht, würde mir auch etwas fehlen.
Lieber Fragesteller, stelle doch einfach mal ein Thema ein, das du diskutiert haben möchtest! - Ich bin gespannt!
Angela
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Ich sage mal das Feierlichkeiten ein Ort sind für Smaltalk. Wenn es konkreter werden soll dann denke ich braucht man / frau die entsprechenden Gesprächspartner bei anderen Gelegenheiten und viel Zeit. Wenn bei Feiern eher belanglose Themen angesprochen werden liegte es evtl. einfach an dem Anlass.
Die oben genante Themenauswahl ist nicht besonders interessant. So könnte man meinen das diese Menschen ein fast sorgenfreies Leben oder einen begrenzten Horizont haben.
Aber auch hier kann man herausfinden mit wem man sich später tiefer über andere Themen unterhalten kann. Das kann sich dann langsam entwickeln und sehr interessant werden.
Selbst in Kneipen am Urlaubsort kann es zu stundenlangen Gesprächen kommen.
Ich wurde mal gefragt ob ich von einem Geheimdienst käme, weil ich einen Spezi (Konstrukteur) über modernste U-Boot -Antriebe erwischt und versucht habe "auszuquetschen"...
Oder einen Konstrukteur vom A380 als es das Ding nur auf dem Papier gab.
Einmal fragte ich jemand der für Triebwerkswartung bei einer der grossen Airlines verantwortlich ist aus. Nach mehreren Stunden Diskussion bis weit nach Mitternacht in einer Kneipe gab er mir für weitere Fragen seine Karte.. Mit jemand anderes rede /telefoniere ich über PC- und Netzwerktechnik, Elektronik und Energietechnik.-
Mit einer guten Freundin telefoniere ich 3 - 10 h in der Woche über Beziehungen, Erziehung, Psychologie, Politik, Kultur, Filme.. und ich höre zu !
Weil es interessant, spannend und auch lustig ist. (Manchmal eine Quasseltüte :-) M 53 J
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Wenn man aufmerksam dem ganzen Geschwätz zuhört und dabei auch die Körpersprache wahrnimmt, stellt man fest, dass die meisten Menschen dadurch mehr über sich preisgeben, als sie das in einem intellektuellen Gespräch jemals könnten. Thema: Der liebe Gott hat einen großen Zoo.
Wenn mich der Smalltalk dann doch mal langweilt, sehe ich mir die Büchersammlung des Gastgebers an (auch sehr aufschlussreich) oder ich mache Meditationsübungen (Ohmmm! Vielen Dank, dass Du mir die Gelegenheit gibst, meine Geduldsfähigkeit zu üben.)
Ansonsten findet ein geistig reger Mensch in den Medien genug "Futter", wenn er mal wieder die Nase voll hat vom Stachelschweindilemma. Und gelegentlich findet sich ja auch mal ein Mitmensch, mit dem es sich über die gemeinsame schizoide Persönlichkeitsstruktur philosophieren lässt. Gelle!?
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Stell dich dumm ,sparst Arbeit!
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@2
Speziell hier für das Forum, weil hier der Fokus besonders auf der Partnersuche liegt, wäre evtl. zu ergänzen:
Nogos
Gos
Wieso melden sich EPs einfach nicht mehr?
Welchen Eindruck macht Konsumartikel xx oder yy in der Farbe zz?
Das Ganze mangels sozialer Kontrolle und dank Anonymität sehr schnell aufbrausend, vorwurfsvoll und "basehend" vorgebracht.
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Die Aufzählung finde ich richtig klasse. Da kann ich mir gut vorstellen, daß man die Lust am Reden bzw. jeglicher Kommunikation verliert.
Bei den ersten Punkten würde ich vielleicht noch Kontra geben aber spätestens bei den Kindern muß man da vorsichtig sein.
Nebenbei:
Insgesamt möchte ich den Samlltalk nicht verurteilen. Z. B. Beim ersten Treffen kann man sich noch nicht über ernste, gar philosophische Themen unterhalten. Es ist ja alles noch in der Schwebe, ich weiß ja gar nicht, ob ich mit dem Partner ein philosophisches Gespräch führen will, ich weiß nur, daß ich wollen könnte, wenn verschiedene Punkte passen.
Smalltalk soll das Eis brechen, den Gegenüber auf ein Gespräch und die momentane Stimmung einstimmen und es können Interessen und Gesprächsthemen ermittelt werden. Beim ersten Gespräch tasten Partner außerdem ab, ob die Mimik, die Körpersprache und die Gesten zusammenpassen, man erfühlt, wieviel Impulsivität und ev. welchen Dialekt man in das Gespräch legen kann usw.
So halte ich es z. B. für unangemessen, wenn man jemandem ohne Einstimmung ein erkenntnistheoretisches Problem aus der Philosophie aufs Auge drückt.
In der Frage wurde allerdings ein anderes Problem angesprochen. Schon daß die Gesprächspartner immer wieder die gleichen Themen breittreten und nicht zuhören zeigt, daß sie sich nur im Kreis drehen.
Eine Partnerschaft funktioniert auch nicht richtig, wenn nur der so ein Smalltalk betrieben wird. Das gilt für eine Ehe- oder Liebesbeziehung, aber im Prinzip auch für eine Freundschaft, eine kollegiale Beziehung, eine Arbeitspartnerschaft oder zwischen Lehrer und Lernenden.
Es muß also Methoden geben, die eine richtige Kommunikation ermöglichen sonst würden ja Ehen, Freundschaften, Arbeitspartnerschaften nicht funktionieren. In Japan ist es z. B. wichtig, was im Nebensatz nach dem aber oder hinter dem vielleicht nur angedeutet wird.
Oder man rückt einfach mal mit der Sprache heraus, man fragt mal ganz dumm oder weiß schon aus Erfahrung, wann ein wirklich wichtiger Satz kommt.
Oder man läßt sich ein vermeintlich sinnloses Thema mal ganz genau erklären.
Manchmal hilft es, das Gespräch überraschend auf ein interessantes neues Thema zu bringen.
Es gibt Millionen Möglichkeiten, ein Gespräch zu führen. Welche Möglichkeit gerade passend ist, dem Gesprächspartner zusagt und dem Problem entspricht wird leicht im Smalltalk ermittelt.
Es gibt allerdings viele Arten von Smalltalk, die sind wirklich völlig sinnfrei. Ich glaube, Freiherr von Knigge und andere empfehlen solche Kontakte zu meiden.
Das soll nicht heißen, daß man gleich die Menschen ablehnt.
Ein Kommilitone erzählte daß sein Vater (Arzt) mit jedem Patienten ins Gespräch kommt egal welche Bildung und welcher Beruf.
Jeder kennt aber auch Situationen, da kann man kein Gespräch führen, weil der Gesprächspartner intolerant ist, keine andere Meinung gelten läßt, nicht zuhört, arrogant ist oder nur bla bla redet.
Das Ziel ist es also wie der Arzt zu kommunizieren. Das funktioniert in den meisten Fällen mit den meisten Leuten über Smalltalk und nur selten über philosophische Diskussionen.
Es gibt einen Lehrsatz aus der griechischen Antike, den konnte ich als Schüler überhaupt nicht verstehen. Inzwischen bin ich nicht mehr total gegen den Lehrsatz eingestellt, aber es fällt mir immer noch schwer, ihn zu akzeptieren.
Die Rhetorik ist die Königin der Wissenschaften.
(Wohlgemerkt: die Rhetorik, nicht die Argumentation; die Redekunst, nicht die Beweisführung wird als oberste Wissenschaft bezeichnet.)
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L. Fs.
Ich verstehe sehr gut was Dich mit Deiner Frage bewegt. Mir ergeht es ganz ähnlich und ich meide auch seit Jahren diverse Einladungen zu Partys und ähnlichen Veranstaltungen. Purer Smalltalk empfinde ich auch zunehmend als ätzend.
In einem Nachbarthread klagt gerade ein Mann darüber, dass seine Partnerin ihn über Gebühr mit der Schilderung ihrer beruflichen Probleme beansprucht! Während ich Gespräche über den Beruf als essentiell erachte, sind es diese von Dir o. g. in der Tat nicht.
Allerdings, der Alltag besteht zu 90% aus Alltagsthemen und nur zu 10% aus Themen die Tiefe beanspruchen und eines argumentativen Diskurses bedürfen. Die ganz große Schwierigkeit bedeutet es, auf Menschen zu treffen, die nicht nur permanent verbal an der Oberfläche haften bleiben wollen. Somit erhalte und pflege ich nur solche (wenige!) Freundschaften, die es erlauben meinen Geist und meine Seele herauszufordern und befinde mich gleichzeitig auf der Suche nach einer Lebenspartnerin mit ähnlicher Gesinnung.
Noch befremdlicher empfinde ich die Beobachtung im Bekanntenkreis, dass sich die Partner in längerer Beziehung nur noch stumm vor der Glotze zusammen finden!!
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Philosophiere auch ganz gerne mal, aber da muss das Gegenüber (einer oder mehrere) und die Situation passen:
In einem solchen Gespräch öffnet man sich auch ein Stück weit, es gehört Vertrauen dazu und Ungestörtheit... das geht nicht beim Kaffeeklatsch oder der Konfirmationsfeier so nebenbei, da ist Small talk angebrachter.
w,43
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lb. Fragesteller
bin seit einiger Zeit hier bei EP, aber ohne Erfolgt was gute Kontakte und Gespräche betrifft. Habe eher gute Erfahrungen gemacht, allein unterwegs zu sein (ob spontan oder geplant). DAdurch trifft man eher mal Leute, die nicht die üblichen Themen im Kopf haben. Erhalte dadurch Anregungen für Vorhaben, die ich immer schon mal machen wollte. (Jakobsweg, Wanderurlaube, etec.)
Deswegen habe ich auch schon wieder gekündigt hier: Bin hier wahrscheinlich fehl am Platz, wo man schon Menschen, deren Namen man nicht toll findet nicht ansprechen würde ..... Ist mir einfach zu spießig!!
w/47
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Fortsetzng zu #10:
Wer sich STÄNDIG über nichtssagende Themen ärgern muss, ist auf jeden Fall selber Schuld!
Es liegt doch an allen Beteiligten einer Gruppe, sich selbst mit tiefer gehenden Themen einzubringen!
Wir hatten hier im Forum schon einige Themen, die differenzierte und nachdenkliche Beiträge forderten, und diese wurden auch ausgiebig diskutiert! Außerdem viel oberflächliches Geplänkel natürlich, aber BEIDES gehört zum Leben!
Angela
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Tja da sag ich halt mal, da muss man halt auch Gespräche führen können. Aus der beruflichen Schiene hat man mir beigebracht ein Ziel zu setzen und das Gespräch dann drauf hinentwickeln. Komischerweise hab ich festgestellt, das klappt auch bei privaten Gesprächen ;-).
Am Anfang hast natürlich immer die typischen Smalltalk-Themen. Sind als Einstieg aber auch ok. Aber wennst dein Gegenüber richtig aus der Reserve lockst, dann reden die meisten doch auch über Dinge, die einem bewegen und nicht über die Allerweltsthemen.
m/29
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@#14
Nichts gegen das Forum. Ich habe hier viel gelernt über das, was mich erwartet, was ich definitiv nicht will und wie ich es vermeiden kann.
Wenn ich allerdings an die "tiefgründigen" Menschen denke, die hier in einigen Antworten schreiben/beschrieben werden, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie ratzfatz eine Beziehung beenden, wenn man nicht voll und ganz und zweifellos ihre Ansichten teilt. In höheren Sphären schweben, ist ja gut und schön, aber wenn man sich dabei für zu gut für diese Welt hält, bleibt man eben allein.
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Lieber Fragesteller,
das ist in der Tat eine interessante Fragestellung, wenn Du aber Deine eigenen Ausführungen einmal gründlich durchliest, gibst Du Dir die Antwort zum Teil selbst.
Das Gejammer und die in der Regel populistischen Themen dienen zunächst einmal dazu, Übereinstimmungen festzustellen. Es fühlt sich subjektiv doch immer gut an, wenn man sich nicht so alleine mit seinen Beschwernissen fühlt :-). Die Engländer haben für diese Form (mehr ist es nämlich nicht) einen sehr schönen Ausspruch: The more you complain, the longer you live.
Bei genauerem hinhören (hinsehen), ist dies aber eine Form, sehr viel über sich preiszugeben. Wenn Du ein geübter Beobachter bist, wirst Du sehr schnell feststellen wer mit welchem Thema wie umgeht. Hieraus kannst Du ableiten ob es eine persönliche Betroffenheit gibt oder einfach eine grundsätzliche Solidarität vorhanden ist oder im besten Fall die Themen in einen Gesamtkontext gestellt werden.
Es ist dann durchaus an Dir, Deine Themen oder Einstellungen mit Lust und Lebensbezug einzubringen. Wenn Dir die Philosophie so am Herzen liegt, ist Dir doch sicher der
klassische Disput, ob das Sein das Bewußtsein bestimmt oder eben umgekehrt,nicht unbekannt. Gehst Du dann davon aus, dass die von Dir angeführten Themen (mit unterschiedlichem individuellem Bezug) immer etwas damit zu tun haben, inwieweit sie im Bewußtsein des Einzelnen sind, dann bist Du auch immer ganz schnell beimSein.
Die ganze Philosophie und der theoretische Überbau lebt doch von den Realitäten des Lebens.
Nimm die Menschen wie sie sind, es gibt keine anderen.
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@22
herzlichen dank für diesen wunderbaren kommentar ... nehmt die menschen wie sie sind, es gibt keine besseren. danke!
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@#8: Die Frage nach dem Sinn des Lebens interessiert mich persönlich nicht sonderlich. Wenn ich in #2 von Umfeldwechseln sprach, war das vielleicht ein bisschen vorschnell. Die bessere Formulierung wäre gewesen, sein Umfeld zu erweitern um Leute, mit denen man sich über andere Themen unterhalten kann.
Ansonsten gibt es doch auch im Internet Diskussionsforum für jeden erdenklichen Zweck. Man kommt doch sehr schnell zum Zuge.
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Geh doch selbst mal der Sache philosophisch auf den Grund, wenn dich Philosophie so begeistert!
Warum zerstreuen sich Menschen bis zur Unkenntlichkeit und leben unreflektiert vor sich hin? Weil sie den kurzen Schmerz der Wahrheit meist nicht ertragen und lieber ihre gewohnten Schmerzen (Regierungs-,... -nörgeln und solche Sachen) behalten und kultivieren wollen?
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Schaut doch mal in die Medien, BILD und Co., aber zunehmend auch die angeblich seriöseren. Dann wisst Ihr, warum die Leute über gewisse profane Dinge bald nicht mehr hinauskommen.
Aber natürlich liegt es doch zuerst an einem selbst, wie das Echo ausfällt.
Warum gibt niemand gern etwas von sich preis? Weil sich viele an die Tatsache gewöhnt haben, in ständiger Konkurrenz zu leben und deshalb Angst haben, zu viel über sich zu reden. Das wäre natürlich bei einem Date völlig irrelevant, aber es ist schon so verinnerlicht...
m51
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FS:
@25
Sehr guter und präziser Ge-danke!
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@26
Ich denke nicht, dass es um Konkurrenz alleine geht. Ich bin eher der Meinung, dass es darum geht immer schön sozial, persönlich, moralisch usw. verträglich zu bleiben. Echte Diskussionen und Auseinandersetzungen haben wir tatsächlich in der Mehrzahl der Fälle aus unserem Leben gebannt.
Zudem bedeutet es immer auch ein gerüttelt Maß an Selbstbewusstsein um all seine persönlichen "Mauern" oder "Sicherheitsvorkehrungen" abzustellen oder aufzugeben, um sich in einer Diskussion verletzlich und verletzbar zu zeigen.
Genaus vor solchen Verletzungen haben wir doch alle Angst.
Ich finde, was die Menschen hier im Forum und generell in Partnerschaftsbörsen auszeichnet, ist doch zumindest im Ansatz sich seinen eigenen Schwächen zu stellen, seine eigenen Werte oder Wertvorstellungen und Erwartungen auf den Prüfstand zu stellen und sich damit auch seinen Ängsten auszusetzen - die doch im Grunde - wie in so vielen Bereichen im Leben - wieder darauf hinauslaufen geliebt werden zu wollen.
Das wiederum stellt die zugrundeliegende Problematik dieses Threads in Frage ... wer diskutiert denn schon philosophische Fragestellungen, also Fragen der Welt, die die menschliche Existenz zu verstehen versuchen ohne dabei ganz gewaltig viel von sich preiszugeben zu Gelegenheiten wie Familienfesten oder auch hier bei den ersten Dates?
Wenn wir ja noch nichtmal schaffen, Smalltalk ohne verräterische Hinweise durchhalten, wie hier einige sehr richtig dargestellt haben?
Bitte korrigiert mich, aber mein Verständnis ist, dass Philosophie sich mit Logik, Ethik (also durchaus auch Moral) und Metaphysik (also die innersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit) beschäftigt. (?)
Alles Bereiche, die ich definitiv NICHT mit jedem aus o.g. Gründen besprechen kann und will.
Das bleibt meinen engsten Freunden/innen und ganz nahen Verwandten sowie meinem Partner und den Kindern vorbehalten.
Genau wegen der Verletzbarkeit und bei mir persönlich auch machmal meiner teilweise begrenzten Ausdrucksweise, die es nötig macht, dass meine Diskussionspartner mir grundsätzlich wohlwollend gegenüber stehen (damit potentielle Unschärfen auch schnell wieder ausgeräumt werden könnten - eben vielleicht auch, weil der Gegenüber einen bereits sehr gut kennt).
w, 43
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Kenn das auch, und es langweiligt oder nervt mich zuzuhören müssen.
Heute hatte ich einen Kollegen, der sich bei mir über andere Kollegen beschweren wollte. Ich habe ihn ganz kurz und kanpp gesagt: Bitte an die richtige Adresse melden. Daraufhin war er kurz verwirrt und wollte dann gleich mich wieder in die Sache mit einbeziehen. Ich habe ihn dann nochmals gesagt: bitte an die richt..., und hab ihn dann stehen gelassen.
Ich denke auch, solche Menschen suchen Mitmenschen die sich mit ihnen verbünden, und dann wird gemeinsam gejammert, oft über Dinge die man nicht wirklich ändern kann, Wetter, Politik, Unweltverschmutzung...
Mir kommen diese Menschen immer so vor, dass sie über alles reden, nur nicht über
Wichtiges und nicht über sich selber. Sie wirken auf mich, als ob sie noch nicht selber bei sich angekommen sind, und ihr Tun und Handeln nur sehr unzureichend reflektiert haben.
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