Thema geschlossen
  1. Frage:
    Gefragt am: 17.05.2011, 17:18 von Gast
    Warum haben Ehepaare oft nur noch wenig Sex?
    Früher hielt man Sex vor der Ehe für moralisch verwerflich. Heute gibt es in mancher Ehe kaum noch Sex.

    In unserer Männerrunde kam (nach einigen Gläsern Bier) das Gespräch auf die Veränderung, denen unser Liebesleben mit der Zeit unterworfen ist.

    Auffallend war, dass die Ehemänner fast alle angedeutet haben, sie hätten seit dem Heiraten sehr viel weniger Sex, als vorher. Wenn Kinder im Spiel sind, kommt die Sexualität oft fast vollständig zum erliegen (auch dann, wenn die Kinder schon im Teenager-Alter sind).

    Aus meiner eigenen Ehe kann ich beide Beobachtungen voll bestätigen.

    Woran liegt das? Wir (nur Männer) waren der Meinung, die Frauen seien daran schuld, weil ihre Libido nachlasse, sobald die Beziehung gefestigt sei. Stimmt das, oder sehen Frauen den Grund woanders?

    Bekommen unverheiratete Paare im Lauf der Jahre das gleiche Problem, oder betrifft das nur Eheleute?

    Hat jemand Tipps, um die sexuelle Seite in einer Ehe nicht einschlafen zu lassen?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    17.05.2011 18:21
    Interessant wäre ja die Frage, warum es mehr werden sollte.
    Es geht ja nicht um die Quantität. Ich denke, dass sich durch mehr Vertrautheit die Qualität verbessert. Und Phasen mit weniger Sex gibt es immer mal. Da hilft nur, auch mal als Mann dem entgegen steuern, als sich bei einem Bier mit seinen Kumpels selbst zu bedauern.
    Also, lieber FS: Überrasche doch mal deine Frau mit einem gemeinsamen Wochenendausflug in einem romantischen Hotel und und und...Vielleicht denkt sie das selbe über euch bzw. dich.

    Viel Spaß und ausreichend Ideen wünsche ich dir!

    w,39

  3. #2 Gast
    17.05.2011 18:24
    Meine Beobachtung (w) ist ähnlich, allerdings sehe ich den Grund woanders. Während man in der Anfangsphase regelrecht übereinander hergefallen ist, ist mein Partner (nach 5 Jahren) momentan vielmehr am Fernsehprogramm interessiert als an Sex. Manchmal sieht er bis 2, 3 Uhr nachts fern und beschwert sich dann am nächsten Morgen, dass ich eingeschlafen sei, ohne dass noch was gelaufen ist. Wenn ich ihn darauf aufmerksam mache, kommt als Antwort, dass ich ja auch mal nen Anfang machen könnte. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich weder Lust, meinen Partner zum Sex zu "überreden" noch gegen den Fernseher zu konkurrieren. Auf Dauer ist mir gehörig die Lust zum Sex vergangen, dabei brauche ich eigentlich viel davon. Ich bin Mitte 20 und attraktiv, am "weiblichen Verfall" kann das also nicht liegen. Dass nur die Frauen Schuld haben sollen, halte ich für ein Gerücht. Wenn mangelnde Aufmerksamkeit vorliegt, schwindet auch das Verlangen der Frau. Erklären kann ich es nicht, es ist so. Wenn Kinder im Spiel sind, mag das variieren, von meinem eigenen Vater weiß ich, dass meine Mutter auch nur Sex haben wollte, um Kinder zu bekommen. Aber das ist hoffentlich die Ausnahme.
    Mein Rat: Versuchen, beide Seiten zu verstehen und die Schuld auch bei sich suchen. Meistens eröffnen sich dann ganz andere Sichtweisen.

  4. #3
    17.05.2011 18:26
    1. Die Kinder. Die allermeisten Frauen tun sich schwer damit, parallel Mutter und Liebhaberin zu sein. Ihre Aufmerksamkeit, auch die emotionale, gilt den Kindern. Wenn die Kinder klein sind, ist sie abends geschafft, wenn sie größer sind, ist in der Zwischenzeit die Libido eingeschlafen, weil sie zwischenzeitlich wegen der kleinen Kinder einen Knick bekam.

    2. Gewöhnung. Mit der Zeit kennt man den anderen immer besser. Das kann für befriedigenden Sex sehr gut sein, aber es besteht auch die Gefahr, dass man mehr oder weniger immer die gleiche Nummer fährt - es fehlt das Prickeln, das Überraschungsmoment, der Kick. Und: Ohne gegenseitiges Begehren ist guter Sex kaum zu machen.

    3. Alltag. Man sieht sich jeden Tag, man verbringt viel Zeit miteinander, hat Alltagsprobleme zu lösen. Für schönen Sex muss man aber auch mal aus dem Alltag ausbrechen oder ihn zumindest ausblenden, etwas Besonderes draus machen. Aber:

    4. Erwartungshaltung. Erfahrungsgemäß wollen (in der Ehe oder einer langjährigen Partnerschaft) Männer öfter als Frauen. Das kommunizieren sie, ggf. auch nonverbal. Die Frau fühlt sich unter Druck gesetzt und will nicht. ->Teufelskreis. Nach netten Abenden ohne Sex kommt auch mal wieder ein netter Abend mit Sex, man darf als Mann nur nicht so offensichtlich darauf spekulieren.

    5. Hormone. Frauen, die die Pille oder ein anderes Hormonpräparat nehmen, haben eher so mäßig Lust auf Sex. Dem Körper wird ständig eine Schwangerschaft vorgetäuscht, und es fehlt der natürliche Zyklus. Frauen, die einen normalen Zyklus durchleben, haben an den fruchtbaren Tagen deutlich mehr Lust, danach dann dafür nicht mehr so.

    Es liegt insgesamt weniger an den Beteiligten, sondern mehr an ihrer gemeinsamen Geschichte und den Umständen. Ich kenne mehrere Beispiele, in denen langjährig verheiratete/liierte Frauen, die zwischenzeitlich schon das Interesse am Sex (mit ihrem Mann) verloren hatten, mit einem neuen Mann sexuell aufgeblüht sind.

  5. #4 Gast
    17.05.2011 18:29
    Meine Erfahrungen sind, daß Männer lieber zu Hause ihre Frauen umgarnen sollten, als sich in der Männerrunde darüber zu beklagen, daß es keinen Sex mehr gibt!
    Da sind andere Dinge wichtiger, wie zum Sport gehen, mit den Kumpels auf ein Bier, weil Man(n) braucht ja seine Freiheiten....
    Es ist nunmal so, daß Kinder die vollste Aufmerksamkeit beanspruchen, wenn sie denn da sind! Und dann muß man sich Freizeiten schaffen, wenn es geht...aber da sind ja Stammtische mit den Kumpels wichtiger!
    Meine Libido hatte auch nach 20 Jahren nicht nachgelassen! Wieso auch, ich bin jetzt viel freier und ungehemmter und probiere Sachen aus, für die ich mich früher geschämt hätte!
    Bei mir war es so, daß ich den ganzen Laden zu Hause an der Backe hatte, Kinder, Elternabende, Haushalt (komplett von A-Z). Und dann hatte ich noch seine Spleens zu akzeptieren, ihm den Rücken frei zu halten, für seine kranken Eltern zu sorgen und all den Kleinkram, für den eine Frau sonst so zu sorgen hat! Ich vergaß ich hab noch nen 40 Stundenjob nebenbei.
    Und dafür hatten wir ausgefallenen Sex (laufend ist der ausgefallen), obschon von mir des öfteren angemängelt! Denn immer gerade, wenn eines der Kinder, oder vielleicht auch alle zusammen irgendwie weg waren, mußte es mit Kumpel x zum Radfahren gehen, mit Kumpel y zum wandern und...und..und...

    Denk mal drüber nach! Heiraten bedeutet für die meisten Männer, daß sie ein schönes gemütliches Nest gebaut kriegen, damit es dem Süßen ja auch so gut geht, wie bei Mama und im übrigen machen sie, was sie wollen, sie haben ja für den Pflichtteil die Frau!

    Wenn ich das so durchlese, klingt das ziemlich verbittert......OK, ich gebs zu!

  6. 17.05.2011 18:31
    Als Frau kann ich sagen, dass mein Bedürfnis nach Sex nicht weniger geworden ist und bei den wenigsten Frauen wird die Libido weniger. Frauen benötigen für Sex aber das Gefühl des Respektes, der Unterstützung und der Eroberung. Und du bist vermutlich wie viele Männer, hilfst deiner Frau nicht zu Hause und bei den Kindern mit, machst weder Komplimente noch bringst du mal kleine Aufmerksamkeiten mit oder zeigst deine Liebe der Frau und gibst ihr das Gefühl eine begehrenswerte Frau zu sein und nicht nur die Mutter deiner Kinder, führst sie nicht aus und was man sich da sonst noch so vorstellen kann. Du kommst nach Hause, legst die Beinde hoch und wenn du dann abends ins Bett gehst fällt dir ein das da noch eine Frau neben dir liegt die deine Bedürfnisse befriedigen soll ohne das du dein Teil dazu beiträgst. Alle Männer die ihren Frauen zeigen wie sehr sie sie begehren und schätzen haben weiterhin regelmäßig Sex, egal ob mit Kind oder ohne. Pack dir an deine eigene Nase bevor du Schuld verteilst

  7. 17.05.2011 18:33
    Ich sehe drei wesentlich Aspekte:

    Erstens ist es einfach so, dass frische Paare viel mehr Sex haben als langjährige Paare, was wohl auf einen gewissen Gewöhnungseffekt zurückzuführen ist. Was anfangs vorallem von Verliebtheit, Aufregung, Ekstase geprägt ist, wird irgendwann mehr zu Liebe, Zärtlichkeit, Geborgenheit und damit ruhigerem Sex. In einem gewissen Rahmen ist diese Entwicklung völlig normal und natürlich.

    Zweitens sind Kinder wirklich eine große Veränderung für eine Beziehung und eine Belastung für das Sexualleben. Die ersten Monate nach der Geburt, vorallem während der Stillphase, hat die Frau rein biologisch keine ausgeprägte Libido. Außerdem verursacht das Kind Stress in Form von durchwachten Nächten, großen Umstellungen, viel Arbeit, teilweise auch Sorgen und neuen, ungewohnten Problemen. Alles keine guten Voraussetzungen für entspannten und hingebungsvollen Sex. Gerade lauter Sex oder Sex irgendwo in der Wohnung wird unmöglich, sobald die Kinder laufen können, und auch die normale Zweisamkeit selbst nimmt ab zugunsten von familiärer Dreisamkeit. Da geht eben viel Paarleben verloren, dafür gewinnt man Familienleben. Für den Sex ist das ganz schlecht. Es ist aber nicht so, dass die Libido der Frau wirklich nachlässt, es ist eher so, dass sie abgelenkt ist und dass Gelegenheiten und Ruhe fehlen.

    Drittens, und damit der fließende Übergang zu den Tipps, ist es eben so, dass Partnerschaften und insbesondere auch partnerschaftliche Sexualität, MÜHE und EINSATZ erfordern. Natürlich bleibt nicht alles von alleine so wie immer, sondern Dinge werden langweilig, selbst Sex, wenn er immer gleich und in immer gleichen Situationen durchgeführt wird.

    Ich behaupte mal, dass in den sex-armen, sex-langweiligen Partnerschaften nicht nur der Sex seltener und langweiliger wird, sondern das Paar auch seltener ausgeht, seltener tanzt, seltener zusammen Sport macht, seltener tobt, wandert, sich kitzelt, sich neckt, zusammen spielt, sich hilft und so weiter. In ganz vielen Bereichen werden nur noch Familienfeste gefeiert statt Partys, wird das gewohnte Essen gekocht statt mal was neues zu probieren, gerät man in einen Trott aus Alltag, Kindern, Essen, Putzen, Schlafengehen. Da leidet gewiss nicht nur der Sex, sondern auch ganz viele andere Paar- und Freizeitaktivitäten.

    Wenn man das erkennt, dann weiß man auch, wo man ansetzen muss: Neues zusammen probieren. Nebeneinanderher vermeiden, Gemeinsamkeiten fördern, Zweisamkeit genießen, aktiv zusammen wieder ausgehen, Tage zu zweit reservieren, Sportkurse zusammen machen, Tanzen gehen, viel Urlaub zusammen machen und so weiter, was den beiden Partnern eben Spaß bringt. Und genau wie man all diese anderen Dinge planen und mühevoll arrangieren muss, so muss man eben auch mal Abende zu zweit für Sex arrangieren, so muss man auch beim Sex mal wieder besonderes machen, sei es Intimmassagen oder neue Praktiken probieren, sich wieder lange verwöhnen und ausgiebig genießen. Das kommt nicht von alleine. Wie auch. Es erfordert Aktivität und Mühe, bewusstes Vorgehen.

    Wichtig ist natürlich gerade für junge Pärchen, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sondern schon früh der Routine entgegenzutreten, früh Abwechslung ins Spiel zu bringen, früh ehrlich zu kommunizieren, was gefällt und was nicht. Männer müssen sich nicht scheuen, klare Ansagen zu machen, wenn sie sexuell zu kurz kommen, und Frauen müssen eben auch klar sagen, wenn rauf-und-rüber eben bei weitem nicht genug ist.

  8. #7 Gast
    17.05.2011 18:38
    Ich denke hier sind mehrere Aspekte von Bedeutung:

    Zum einen denke ich, dass jetzt wo ein Paar verheiratet ist, meist auch große Umbrüche im Leben stattfindet: Ehe zur "Vorbereitung" auf das Elterndasein"- ein neues Haus wird gekauft- der Mann muss jetzt die Frau versorgen usw.... das heißt der Stress nimmt enorm zu- und man ist einfach nur müde.. deshalb die Sexflaute.

    Zum anderen denke ich aber auch, dass dies "biologisch" bedingt sein könnte: Männer sind eher biologisch auf fremdgehen programmiert.. ein Kind hat erstmal für den Mann weniger Konsequenzen (biologisch gesehen). Die Frau hat jedoch mit Schwangerschaft und Erziehung JAHRELANG zu tun.. sie muss also versuchen, wenn sie einen Kinderwunsch hat, einen Mann möglichst "fest" an sich zu binden.. das macht sie in dem sie sie sich aufstylt, schick macht nett zu dem Mann ist und sexuell aktiver tut als sie in Wahrheit ist... dann wenn eine Frau ihr "Ziel" erreicht hat, so wie ein Mann eine Frau ins Bett bekommen hat, dann zeigt sie halt ihr wahres "Ich"

    w, 28 unverheiratet

  9. #8 Gast
    17.05.2011 18:46
    @ # 2

    Mehr Vertraulichkeit beim Sex mag in einer langjährigen Ehe schön und gut sein. Als Mann kann ich Dir aber sagen, das Problem ist sehr wohl die Quantität!

    Die Frau mal mit etwas Neuem überraschen ist im Kern sicherlich eine gute Idee. Das Problem ist aber, dass Frauen selbst dann noch oft abblocken.

    Wenn sie erst mal im sicheren Hafen der Ehe gelandet ist, hat irgendwie so manche Frau einfach lieber ihren Frieden. Es ist doch auch viel romantischer, sich einen richtig netten Liebesfilm auf DVD anzuschauen, statt sich vom Mann ins Bett zerren zu lassen.

  10. #9 Gast
    17.05.2011 19:07
    @8, hier die #2

    Dann hast du die falsche Frau geheiratet, Typ Prinzessin.
    Ich kann dir da leider nicht helfen.
    Schade finde ich generell die einseitige Sichtweise. Wenn die Sexualität einschläft, gehören wie so oft zwei dazu. Erst wenn man sich das eingesteht und nicht nur das Problem beim anderen sucht, gibt es eine Chance auf Besserung.

  11. #10 Gast
    17.05.2011 19:24
    @9
    Richtig, es gehören immer 2 dazu. Vielleicht stimmt ihr mir zu, wenn ich sage, dass man zunächst den Kopf einer Frau f*** muss, um dann ihren Körper f*** zu können (bei den Meisten ist es so, nur den wenigsten Frauen reicht da die Optik). Und wenn ich als Mann in der Beziehung nichts mehr mit dem Kopf der Frau anstelle, sie also nicht immer wieder von neuem erobere, sie nicht mehr überrasche, nicht zu romantischen Abenden einlade, dann komme ich womöglich nicht mehr an den Körper heran, bzw. sehr selten. Wir Männer müssen uns nicht besonders wohl fühlen, um Sex haben zu können (bei Frauen ist es anders).

    @7
    Die Männer zeigen nach der Heirat auch ihr wahres Ich, denn das Bemühen um die Frau lässt meistens nach, denn "Ziel erreicht." Nur fragen sie sich dann "Jetzt hab ich schon eine Frau und trotzdem wenig Sex?"

    Es ist schon merkwürdig. Alle Frauen die hier schreiben, haben immer Lust am Sex und die Männer berichten etwas anderes.

    m31

  12. #11 Gast
    17.05.2011 19:38
    Na, da hab ich als Single mit gelegentlichen, mit zunehmender Lebenserfahrung abnehmender Frequenz von Affären, durch meinen bewussten Verzicht auf Ehe, Ernährer- und ggf. Unterhaltsjoch wohl (sexuell) nicht viel verpasst? ;-)

    Danke, # 4 und 7, gut erklärt und auf den evolutiven Punkt gebracht. Genau darum geht es (letztlich). ;-)

    M 48

  13. #12 Gast
    17.05.2011 19:59
    Kurzum (und ich lasse den im Hintergrund bzw. Unbewussten operierenden evolutiven Auftrag jetzt mal ganz bewusst raus):

    Die prickelnde Erotik lebt - von der Phantasie noch beflügelt - von der Faszination des Neuen, des Unbekannten.

    Eine langfristige Beziehung - ob mit standesamtlichen und/oder kirchlichem Segen oder nicht - läuft dem - natürlicherweise (es ist schlechterdings so unmöglich, Fremdheit mit Vertrautem zu vereinen wie Kreise zu quadrieren...) - diametral entgegen...

    Mensch kann nicht ALLES haben. Jedenfalls NICHT GLEICHZEITIG. Und schon gar NICHT AUF DAUER. - Würde er aber gerne. ;-)

    Genau deswegen haben wir letztlich (wieder) hier eingefunden... ;-)

    Die Hoffnung, und sei sie noch so widersinnig, stirbt eben zuletzt. - Ggf. an der Seite des x. - und dann definitiv letzten Partners...

  14. #13 Gast
    17.05.2011 20:13
    Nein, @#9,
    hierzu gehören NICHT 2, zum Einschlafen der Sexualität genügt Eine. Ich habe es erlebt!

    Es ist nicht nur bei Verheirateten so, es ging auch bei uns mit dem Sex mehr und mehr Berg ab. Wir hatten ungefähr 1,5 Jahre getrennte Wohnungen. Danach zogen wir zusammen. Nachdem es kein Zurück mehr gab, nahm von Stund an der Sex ab. Nach einigen Monaten tatsächlich bis auf Null.

    Alle Bemühungen von meiner Seite aus änderten daran nichts. Weder die oben angesprochenen Kurzreisen, noch sorgfältig zusammengestellte Abendprogramme. Kitzeln, Anfassen, egal in welcher Form wurde geblockt. Sie hatte einfach keine Lust. Es war auch nicht möglich, mit ihr auch nur darüber zu reden. "Heute nicht". Das bezog sich auf Alles, was irgendwie mit Körperkontakt zu tun hatte. Heute, das war jeder Tag.

    Es war nicht so, dass sie mir irgendetwas vorgeworfen hätte. Nein, sie hatte eben keine Lust. Sie hatte auch keine konkrete Idee, was ich denn anders machen sollte. Ich habe sogar den Vorschlag gemacht, zu einer Paarberatung zu gehen. Ihre Antwort war, sie habe mit der Situation kein Problem, und wenn ich eines hätte, solle ich halt "dahin rennen", aber eben allein.

    Die ganzen Ideen, die weiter oben genannt werden, funktionierten alle nicht. Auch im Urlaub war es nicht nennenswert besser.

    Wohlgemerkt, wir waren nicht verheiratet, wir hatten auch keine Kinder.

    Einige Male kamen dann Bemerkungen wie die, ihre Eltern hätten auch keinen Sex.

    -------
    An der Vermutung von Frederika, es käme generell zu weniger Paaraktivitäten, war da schon etwas dran. Das hatte bei uns 2 Gründe. Zum Einen hatte meine Freundin generell schon immer wenig Interesse daran, auszugehen. Zum Anderen stellte sich bei mir bald mehr und mehr der Effekt ein, dass ich mich immer unwohler fühlte, mir fehlte ja etwas und ich fühlte mich aber auch regelrecht bösartig hereingelegt, denn sie hatte mir ja 1,5 Jahre lang etwas vorgespielt. Ich fühlte mich von meiner Partnerin regelrecht verraten und allein gelassen und hatte von daher auch selbst weniger Interesse daran, mit ihr etwas zu unternehmen.

    Aber auch, wenn wir dann mal einige Zeit aktiver waren, hat sich das nicht auf ihre Libido ausgewirkt.
    -----

    Meine Erfahrung :
    -Nein, der Mann kann sich in der Situation anstrengen wie er will, es ändert nichts.
    -Es gehören NICHT 2 dazu, sondern tatsächlich nur Eine.
    -Alle Forderungen an den Mann, was er anders oder zusätzlich machen solle, sind völlig sinnlos. Sie ändern einfach nichts.

    ---------
    Aber es gibt vielleicht einen Hinweis: Als wir uns kennen lernten, nahm sie die Pille. Als wir zusammen zogen, wollte sie nicht mehr "soviel Chemie" nehmen. Also stiegen wir auf Kondome um (Ja, ja, ich weiss).

    Seither frage ich mich, ob das nicht das ganze Problem gewesen ist. Sie wollte es später nicht testen, so wichtig war ich ihr wohl nicht. Eine Hormonumstellung gibt es übrigens bei Frauen auch postnatal.

  15. #14 Gast
    17.05.2011 20:25
    Da habe ich wohl momentan das große Los gezogen.
    War 42 Jahre mit meiner Frau verheiratet, die leider vor 2 Jahren verstorben ist.
    Meine Frau wollte auch schon in jungen Jahren nicht so viel Sex, trotzdem habe ich sie geheiratet, weil ich sie liebte. Als die Kinder kamen, wurde es noch weniger. Irgendwann in den 40er Jahren war sie plotzlich verändert, sie wollte plötzlich wieder mehr Sex. Also sie aber über 60 jahre alt war, wollte sie gar keinen Sex mehr.
    Jetzt habe ich eine Freundin gefunden mit der ich mich sehr gut verstehe. Diese Frau ist nicht nur sehr nett, sie ist auch im Bett super. Sie ist überhaupt nicht prüde, sehr aufgeschlossen, wir können gegenseitig alles ausprobieren. Ja und im Urlaub will sie jeden Tag (2x).

  16. #15 Gast
    17.05.2011 20:37
    Als Ergänzung zu den vorherigen tollen Beiträge:

    Ich (w 50) finde nicht in Ordnung, dass wir das Problem nur bei Männern bzw.Frauen suchen sollen. Diese Menschen haben auch ein sozial/berufliches Leben mit viel zu viel gesetzliche bzw, politische Anforderungen. Wie viele von uns bringt nicht, nach so und so viel Std. Arbeit, noch unerledigte Arbeit mit nach Hause? Meistens unsinnige Arbeiten. M. E. sind unsere Köpfe viel zu viel beschäftigt. Ganz ehrlich, wie viele ungelesene/unerledigte Briefe liegen noch auf unseren Tische, mit schlechtem Gewissen natürlich? Jeder von uns muss für die Qualitätssicherung sorgen. Ich finde aber, dass gerade die Qualität unter der Qualitätssicherung leidet. Dieser Mensch (mit einem unsicheren Arbeitsvertrag, langer Arbeitszeit und unsicherer Zukunftsplanung) muss sich zu Hause angespannt um die Erledigungen kümmern, anstatt sich in der Familie fallenlassen zu können.

    Ach ja, sex darf man nicht vergessen, nee?! Das auch noch ein GUTER Sex.

    Die sexuelle Beziehung ist die feinste, empfindlichste und störunganfälligste Beziehung, und muss besonders besonders behandelt und gepflegt werden. Ein guter und erfüllter Sex bezeichne ich als Krönung einer guten Beziehungsqualität.

    Eine ausgewogene Beziehungshaltung, ehrliche und authentische Kommunikation,
    gegenseitiger Respekt und angenehme gemeinsame Unternehmungen sind sehr wichtig für eine Beziehungssicherung. Die Folge? EIN ERFÜLLTER UND GENIESSHAFTER SEX! Die Folge? Sehnsucht nach Sex, unter jeder Bedingung!

  17. #16 Gast
    17.05.2011 20:40
    Vielleicht kann eine Frau nur Sex mit einem Mann haben, den sie als Mann respektiert.

    Vielleicht ist es einfach so, dass Männer, die ihr zuviel "Frauenarbeit" abnehmen, die den Haushalt machen, die die Frau entlasten, bis sie selber auf dem Zahnfleisch kriechen, dass diese Männer einfach nicht mehr als Mann für voll genommen werden, sondern unbewusst als eine Art Helferin erscheinen.

    Vielleicht ist es so, dass die Libido der Frauen nur gegenüber Männern einschläft, die sie zu willfährig entlasten wollen. Dazu würde passen, was eine Posterin in einem anderen Thread hier geschrieben hat:

    Die Libido der Frau nach der Geburt lasse gar nicht gesamt nach, sondern nur gegenüber dem aktuellen Partner! Die Posterin behauptete, dass die sexuellen Bedürfnisse durchaus vorhanden sind, sich aber nicht mehr auf den Partner richten.

  18. #17 Gast
    17.05.2011 20:52
    eintopf ist lecker! aber jeden tag eintopf? und das über viele jahre?
    ich habe das gleiche problem schon erlebt. in der ehe gleiche entwicklung wie bei dir. einige jahre nach der ehe entwickelt sich eine neue partnerschaft (unverheiratet) und...nach ca. 3 jahren...gleiches problem!
    also: an der ehe liegt es bei mir bestimmt nicht!
    die partnerin befriedigt mich zwar vollständig, bin sehr zufrieden, jedoch findet sex immer seltner statt. ich rede mir ein, es ist der zeitmangel und die berufliche anspannung, bin mir aber nicht ganz sicher.
    ach ja! heute bringe ich ihr mal wieder blumen mit.
    und werde sie nach allen regeln der kunst verführen.

  19. #18 Gast
    17.05.2011 20:58
    Eine Buchempfehlung dazu: "Zeit für Liebe" von Diana Richardson

  20. #19 Gast
    17.05.2011 21:22
    @ # 16

    Ich kann nicht klar beurteilen, ob Deine These stimmt, dass Frauen keinen Sex mit Softis wollen, die sich für Hausarbeit begeistern.

    Meine Ex-Frau hat aber immer das Gegenteil gesagt. Sie würde mehr Interesse an Sex entwickeln, wenn ich sie mehr im Haushalt unterstützen würde. Ich habe es versucht und kann ganz klar sagen: Es funktioniert absolut nicht!

    Ich habe Vollzeit gearbeitet, meine Ex 25 %. Den Haushalt haben wir hälftig aufgeteilt. Meine Ex hat dann den Großteil des Tages schlichtweg rumgegammelt. Trotz des vielen Freiraums hat sich ihr sexuelles Interesse keineswegs irgendwie gesteigert.

    Ich denke, die These "kein Sex wegen zu viel Stress im Haushalt" ist eher ein Trick, um dem Mann die Arbeit aufzuhalsen.

  21. #20 Gast
    17.05.2011 22:06
    Es war schon bei Fragestellung klar, dass die Frauen die Männer beschuldigen werden, obwohl die Frauen einen großen, wenn nicht den überaus größten Anteil daran tragen, wenn kein Sex mehr statt findet.

    Vor meiner Schwangerschaft mussten wir Sex nach Stundenplan machen - grauenhaft, weil keine Lust mehr aufkommt. Danach konnte ich irgendwann meinen Mann nicht mehr an mich ran lassen. Seine Nähe war mir einfach zu viel - und er hat wirklich nicht gedrängelt. Mal ging es (1 x in sechs Wochen), dann wieder nicht. Irgendwann war es dann völlige Funkstille. Einfach, weil ich nicht mehr wollte und konnte. Ich konnte nicht über meinen Schatten springen, er hingegen war geduldig. Irgendwann habe ich mich getrennt, weil ich ihm das alles nicht mehr zumuten wollte.

    Heute habe ich super Sex seit mehreren Jahren mit meinem Lebensgefährten. Es kommt viel darauf an, den anderen riechen zu können, alles andere muss stimmen, damit auch die Stimmung für Sex und Lust aufkommen kann. Wenn es in der Beziehung kriselt, dann wollen Frauen oft nicht. Und dann können sich Männer abrackern und inspirativ tätig werden, wie sie wollen, es wird trotzdem keinen Sex geben - weil sie NEIN sagt. Daher kann ich 13 absolut zustimmen. Früher wollte ich keinen Sex - heute will ich ihn wieder und genieße ihn.

    Und wenn Mann nicht zum Vergewaltiger werden will, toleriert er es. Was er daraus dann macht, nun ja, die Ergebnisse sind vielfältig. w/43

  22. #21 Gast
    17.05.2011 22:39
    @ # 20

    Mir scheint, das von Dir (und auch # 13) beschriebene Problem spricht ganz eindeutig gegen das Heiraten.
    Eine Ehefrau kann die Sexualität ihres Mannes einfach so auf Null herunterfahren, trotzdem aber noch sexuelle Exklusivität fordern. Der Mann kann nicht dagegen aufbegehren, ohne die finanziellen Konsequenzen einer Scheidung tragen zu müssen.

    Hängt das Wiedererwachen Deiner (# 20) Libido damit zusammen, dass Du mit Deinem neuen Lebensgefährten nicht verheiratet bist?

    Wir der eigene Ehemann für eine Frau irgendwann sexuell uninteressant, weil die Ehefrau weiß, sie sitzt am längeren Hebel und kann sich verweigern, wie sie möchte?

    Ist ein unverheirateter Lebenspartner für eine Frau sexuell interessanter? Die Frau kann dann nicht mehr so unverholen das Sexualleben des Mannes diktieren, sondern sie muss auch selbst ein Auge darauf haben, die Beziehung intakt zu halten.

  23. #22 Gast
    17.05.2011 22:42
    In meiner Ehe waren die Verhältnisse auf den Kopf gestellt: Ich kann auch noch gerne Sex haben, wenn ich ziemlich viel Stress habe, ich finde das entspannend. Mein Ex konnte, als es in Richtung Examen ging, überhaupt nicht mehr, null. Das setzte sich fort, als er fertig war- wir haben in drei Jahren vielleicht sechs bis acht Mal miteinander geschlafen. Die Trennung erfolgte aber nicht deshalb, es war aber sicherlich unbewusst mit ein Faktor.

    Er hat mir sehr viel später gesagt, der Sex mit mir sei der beste überhaupt gewesen, hat mich sogar zwei Mal wochenlang bedrängt und genervt. Leider hat ein Mann, der sich so übel verhalten hat, für immer verloren bei mir.

    Paradox- er fand den Sex an sich immer gut, das hat er auch in der Beziehung so geäußert- aber seine Libido war quasi auf null gefallen, nach einigen sehr viel aktiveren Jahren. Es ist also nicht immer die Schuld der Frauen, wenn Alles sanft einschläft!

  24. #23 Gast
    17.05.2011 23:55
    Danke, liebe #20, für Deinen Beitrag!

    Wie #20 so schön sagt: sie muss den Mann riechen können. Aufgrund der Hormonumstellung nach der Schwangerschaft ändert sich das nach der Geburt. Die Frau kann also VOR einer Schwangerschaft einen anderen Typ Mann "riechen" als nach der Geburt.

    Ich vermute, dass darin ein grosser Teil dieses verflixten Problems liegt. Etwas weniger stark wirkt sich das ja auch schon bei der Pille aus .

    Hinzu kommt, dass viele Frauen diesen Grund nicht erkennen wollen oder können und darüber auch nicht nachdenken. Sie geben dann halt dem Mann die Schuld daran, dass sie ihn nicht mehr so recht mögen und versuchen Situationen herzustellen, die ihre plötzliche Abneigung vertretbar machen. Der Mann versteht die Welt nicht mehr.

    #21 bringt es auf den Punkt : Es spricht damit so einiges gegen das Heiraten!

    Und das Problem wird in der Tat ganz dramatisch verschärft durch den Anspruch einer sexuellen Exklusivität, die die Frau zwar immer noch fordert, die aber rein fiktiv bleibt, da die Frau die sexuelle Seite ja gar nicht mehr umsetzen kann.

    Die Frau fordert also gar nicht mehr Treue, sondern sie besteht praktisch auf den Zölibat für den Mann. Das geht wie zu erwarten schief, und damit hat Frau dann ihren "guten Grund", um sich zu trennen.

    Den neuen Mann sucht sie sich mit ihrem geänderten Hormonstatus aus. Sie kann ihn also "riechen" und ist auch wieder an Sex interessiert. Mit dem Neuen.
    ____

    Das scheint alles sehr klar und logisch. Aber wie könnte denn eine Lösung für dieses blöde Problem aussehen, dass so viele unglücklich gemacht hat? Was können wir anders machen?

  25. #24 Gast
    18.05.2011 07:35
    @21 von 20 - ob es damit zusammenhängt, dass wir nicht verheiratet sind, kann ich schwer beantworten. Mag sein, aber, mir ist, nach den vorangegangenen Erfahrungen auch wichtig, etwaige Warnsignale zu erkennen und gleich dagegen anzugehen. In der Ehe kam alles schleichend, bis es dann einfach zu spät war.

    Zudem möchte ich in meinem Fall sagen, ich habe immer, auch trotz Kind gearbeitet, daher keine finanziellen Vorteile aus der Scheidung gehabt, es ging alles fair zu, wir haben noch heute einen sehr freundschaftlichen Kontakt. Auch hatte ich damals nicht das Gefühl, ihn sexuell in der Hand zu haben und damit am längeren Hebel zu sitzen. Es war einfach eine Unlust, und ich war egoistisch genug, mich selbst nicht zwingen zu müssen/zu wollen.

  26. 18.05.2011 09:39
    Problem erkannt, Gefahr gebannt.

    Ich habe mal von einem Paar gelesen, dass das Experiment machte, ein ganzes Jahr lang jeden Tag miteinander zu schlafen. Das war natürlich anstrengend und auch nicht immer schön. Aber die Quintessenz war die Erkenntnis, dass man sich vor allem Zeit für einander nehmen muss und vor allem darüber und miteinander reden muss. Denn wenn man die Antworten hier liest, dann scheint es ja beide Geschlechter zu stören, Männlein wie Weiblein. Sich da gegenseitig die Schuld zuzuweisen, bringt überhaupt nichts. Lieber sollte man nach Auswegen suchen. Und wenn es ein fester Tag in der Woche ist, den man sich füreinander reserviert.

  27. #26 Gast
    18.05.2011 09:51
    Meine Idee als Lösung...

    -Finger weg von der Pille, es gibt genug andere sichere Verhütungsmittel
    - bevor man heiratet, prüfen, ob Frau und Mann genug emotoinale Reife haben
    - sich gegenseitig unterstützen, damit genug Zeit und Kraft für die Liebe bleibt
    - disziplinert sein, eine Beziehung kann nur gut wachsen, wenn man mit sich und dem Ehe/Partner achtsam umgeht, aber viele Menschen gehen ja nicht mal mit sich selbst achtsam um
    - ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Männer nicht können/wollen, weil sie zu viel Stress im Beruf haben, oder meinen sich über Konsum etc. definieren zu müssen
    - gesunde Lebensweise, wenig Übergewicht, steuert auch den Hormonhaushalt, viele Menschen sind einfach zu dick, egal ob Frauen oder Männer und das verringernt des Verlangen nach Sex
    - "Zwiegespräche" erlernen, dazu gibt es ein Buch, sollen das Sexverlangen steigern
    - sich vor der Heirat das Elternhaus des/der Zukünftigen anschauen -> schaue dir gut den Stall an, aus dem das Pferd kommt, bevor du aufsteigst.....= guter und weiser Lebensspruch

    - das die Männer die Schuld den Frauen geben, ist m.E. ein Zeichen von einer gewissen mangelnden emotionalen Unreife

    w 47

  28. #27 Gast
    18.05.2011 14:18
    @25 je mehr Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten man grundsätzlich am Tag austauscht, je mehr positive Kommunikation und Respekt voreinander das Alltagsleben bereichern, um so länger ist der andere sexuell attraktiv und begehrenswert. Wenn es keinerlei Körperkontakt und liebevolle Werte und Gesten mehr zwischen den Partnern gibt, warum sollte dann Sex stattfinden? Ich denke, auch dies ist ein Rezept unserer Liebe - Gruß 20/24

  29. #28 Gast
    18.05.2011 20:27
    @ 25, 26 und 27

    Eure Frauenperspektive mit viel Kuscheln und einem Mann als liebenwertem Softi mag in der Theorie gut klingen. In der Praxis sind es aber gerade die lieben, verständnisvollen, unterstützenden Männer, die keinen Sex bekommen.
    Da gibt es eine große Lücke zwischen dem, wie Frauen die Welt sehen, und realen Verhalten der Frauen in dieser Welt.

    Was soll ein Mann tun, wenn die Frau par tout keinen Sex mehr möchte (wie # 20). Was tun, wenn die Frau Sex als ein Mittel einsetzt, um den Mann zu angeln, in der gefestigten Beziehung dann aber in einen Sex-Streik tritt (wie bei # 13).

    Ihr werdet sagen, der Mann soll dann Blumen mitbringen, ihr die Hausarbeit abnehmen und ohne zu jammern asexuell leben.
    Ich garantiere Euch aber, damit wird das Problem ganz sicher nicht gelöst.

  30. #29 Gast
    18.05.2011 23:26
    @ alle: wird hier unter Sex immer nur der "penetrierende Verkehr" verstanden? Manchmal drängt sich dieser Eindruck auf. Man sollte das viel weiter fassen. Seht ins Strafrecht: Vergewaltigung ist da schon das Po-tätscheln einer geschätzten Kollegin (wenn sie denn Krawall will). Sex ist also jede körperliche Interaktion. Als Mann sollte ich verstehen können, dass meine Frau eine Streichelmassage für den Rücken als absolut gleichwertig zu dem findet, was Männer am Stammtisch unter "Sex" verstehen. Dies "immer nur das eine"-Wollen (juristisch eben das penetrierende) ist eine männliche Unart.
    Das sage ich als Mann.

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