1. Frage:
    Gefragt am: 26.11.2009, 10:21 von Gast
    Warum gibt es eigentlich so viele Singles und trotzdem so wenige die zusammen finden?
    Ich (Single, m, 37) habe mich gerade gefragt, warum sich nícht mehr Singles zueinanderfinden, wenn es doch so viele davon gibt. Sind die Leute heutzutage einfach zu anspruchsvoll, zu ängstlich oder spielt hier auch die Orientlierung zu Wohlstandswerten, sprich "erstmal im Job weitkommen2 immer mehr eine Rolle? Mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren...
    Antworten:
  2. #1 Gast
    26.11.2009 11:22
    Díese Frage stelle ich mir auch - in meinem Kollegen- und Bekanntenkreis sind fast ausschließlich Singles. Eine hochintelligente, taffe Journalistin mit flottem Mundwerk und keineswegs schüchtern habe ich in zwölf Jahren noch nie mit einem Mann an ihrer Seite erlebt. Sicher, zum Karneval wird sie mit spitzen Lippen geküsst - mehr aber nicht. Mein 48-jähriger Cousin hatte noch nie eine feste Freundin. Ich bin erst seit sieben Monaten allein, lebte jedoch über 24 Jahre in einer harmonischen Partnerschaft, die leider durch den Tod meines geliebten Mannes endete. Ich will mich jedoch nicht in Selbstmitleid vergraben, und ich will auch nicht allein bleiben. An was orientiert sich Frau bei einem Mann? Ich will Zuneigung und Herzenswärme spüren. Er darf klein und mollig, schlank und groß, mit oder ohne Haare sein. Das spielt alles keine Rolle, wenn es ein guter Mann ist. Was ist Wohlstand? Ich hätte all meinen Besitz dafür gegeben, das Leben meines langjährigen Partners zu erhalten. Das wirklich Wichtige im Leben erhält jeder umsonst - Sonne, Erde, Liebe, Zärtlichkeit, Wärme. Und so spannend sind Jobs heutzutage auch nicht mehr - selbst Markenwaren werden nicht mehr in Deutschland, sondern in China, Taiwan und Indien produziert. Porsche made in China, Vietnam, Indien, Japan. 7E1FB12A

  3. #2 Gast
    26.11.2009 11:22
    Heutzutage kann man es sich leisten, dass man sich den entsprechenden Partner aussucht;
    d.h. wenn man einen guten Job hat, muß man eben nicht mehr aus Vernunft heiraten.
    Somit kann man natürlich viele Kriterien aufstellen, die erfüllt werden sollten.
    Daher ist die Auswahl nicht mehr so groß.
    Außerdem muß man sich danach erstmal verlieben und diese Liebe muß erwidert werden.
    Wenn das dann klappen sollte, ist immer noch Toleranz (z.B. bei Hobbys, der Familie etc.) gefragt und gegenseitiges Verständis (für Geschäftsreise -> der Herr wird nicht bekocht und man/frau steht nicht für Sex zur Verfügung etc.).
    Spätestens hier ist die Beziehung dann wieder am Ende.
    :-(
    w39

  4. #3 Gast
    26.11.2009 13:18
    ich denke , dass in in diesen zeiten vor allem die frau trotz kindern vielleicht, sehr selbstständig ist und sich nciht mehr der versorgung wegen einen mann suchen muss!

    da stehene doch ganz andere gründe im vordergrund, bedingt dadurch sucht man gegebenenfalls ebend etwas länger bis der richtig da ist, oder anderes, wenn man wie ich, den rchtigen schon viele jahre hatte und sich nun nocheinmal neu orientoeren muss....dann ist nicht der erste gleich der beste!

  5. 26.11.2009 13:55
    Probier doch mal eine ganz billige Seite aus und schau dir dort das Auswahlverfahren der Leute an. Oberflächlichkeit in jeder Ecke in jeder Sekunde ... so wird das nichts, es gibt nur Verlierer (sprich immer mehr Singles). Genauso wie im wahren Leben, es gibt scheinbar zu viel Auswahl, also noch mehr Ansprüche, die Kinder werden immer verwöhnter und realitätsferner erzogen ...
    Fazit: ich denke es ist ein breites Gesellschaftsproblem ohne wirksames Gegenmittel.

  6. #5 Gast
    26.11.2009 14:02
    Nach dem Geheimnis einer dauerhaften glücklichen Beziehung hat ein altes Ehepaar (beide weit über 90) mal gesagt: 'Man darf sich selber nicht zu wichtig nehmen'.

    Vor einiger Zeit hab ich dann in einem Buch (leider weiß ich den Titel nicht mehr) gelesen:
    'Wichtiger ist als geliebt zu werden, ist die Fähigkeit lieben zu können'

    Beides finde ich (egal ob man Single ist oder in Beziehung lebend) sehr nachdenkenswert und lasse das einfach mal so stehen.

  7. #6 Gast
    26.11.2009 18:34
    Warum sollte man denn nicht Single sein? Ich verstehe die Aufregung um das "single sein" in unserer Gesellschaft nicht. Es ist schön mal eine Beziehung zu haben. Es ist aber auch schön mal wieder frei zu sein.
    w36

  8. #7 Gast
    26.11.2009 19:36
    #5 " Man darf sich selber nicht zu wichtig nehmen"... ein schlauer Spruch in einer Welt
    voller Narzisten und "Selbstverwirklicher"...
    w, 39

  9. #8 Gast
    26.11.2009 22:25
    warum es soviele singles gibt: ich glaube, das liegt daran,
    dass im moment einfach zu glücklich sind, um die macken anderer menschen tolerieren zu müssen. uns gehts zu gut. wir stellen uns vieles vor, was wie sein müsste und erkennen nicht, wenn wir etwas haben, was noch nicht einmal schlecht wäre (aber wir wissen es nicht zu schätzen). und wir haben unsere freundInnen, familien, hobbies.

    und vllt auch sind wir auch single , weil es nicht passiert, dass man zu gleicher zeit liebt und auch genauso wiedergeliebt wird. der, der mehr liebt, erschreckt vielleicht auf diese art den anderen mit der heftigkeit seiner gefühle....wenn er diese nicht zu dosieren weiß. andererseits sind gefühle auch dazu da, ihnen freien lauf zu lassen, sonst kann man es nicht mehr, wenn man es dürfte.
    dh: man kann irgendwie keineswegs man selbst sein, sondern muss auf den anderen auch emotional immer rücksicht nehmen. das fällt (nicht nur ungeübten) natürlich schwer!

  10. #9 Gast
    26.11.2009 23:39
    Sich selber nicht zu wichtig nehmen, das ist ein guter Ratschlag. Aber der passt ja auch zu allem nicht nur zu Beziehungen.

    Ich glaube, es könnte daran liegen, dass man keinen Mut zur Selbstreflexion hat, wenn man längere Zeit ungewollt Single war. Vielleicht nimmt man sich dann ja wirklich zu wichtig...

    Naja, am Single Dasein ist nix falsch. Besser lieber etwas länger Single als länger unglücklich mit jemanden zusammen. Genießt das Leben!

  11. #10 Gast
    27.11.2009 06:32
    Ich bin für mein Leben gerne Single!!! Wenn ich etwas unternehmen will, starte ich Rundmails in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Einer, meistens sogar mehrere, kann bzw. können immer. Diese lassen dann eben mal ihren Partener zu Hause und unternehmen etwas mit mir.
    Ein Partner ist herzlich willkommen "to join in". Manchmal ist es schon stressig, alles alleine zu organisieren. Na, klar, würde ich auch gerne mal ausruhen und ankommen, aber nicht um jeden Preis.
    Bin nicht bereit, denjenigen aus der Psychotherapie zu nehmen, der starke Verlustängste hat, der ist bei mir falsch, bin keine persönliche Therapeutin. Der Arbeitslose hat einen anderen Lebensrhythmus als ich, geht erst ins Bett, wenn ich schon aufstehen muss, geht zweimal am Tag einkaufen, damit er "etwas zu tun hat" usw. Alles erlebte Beispiele.
    Nö, ich gebe ehrlich zu, dass nicht bereit bin, alles zu akzeptieren und an der Parterschaft zu arbeiten, wenn es mir doch alleine so viel besser geht.

  12. #11 Gast
    27.11.2009 09:42
    Ich fürchte, Menschen sind nun einfach einmal zuallererst egoistisch und damit unfähig, sich zurückzunehmen und damit langfristig zu kooperieren.

    Allenthalben die Fragen: "Was brauche ICH?" und "Was hab ich davon?"

    Ein schönes Beispiel ist dar vielbeschworene Gemeinsinn in der Ex-DDR. Als die Notwendigkeit zur Nachbarschaftshilfe (Organisieren und tauschen müssen in einer Mangelwirtschaft) entfiel, war es vorbei mit den "Netzwerken" und jeder machte sich, bereitwillig das Umfeld aufgebend, max.. noch gemeinsam mit der eigenen Familie auf den Weg zur D-Mark.

    Die Idee von einem harmonischen Miteinander ist eine Illusion, die so schön ist, dass wir ihr zu gerne hinterherjagen - in einer Welt, die wir in Folge unseres Eigennutzes immer kälter gestalten.

    Ich hoffe inständig, dass ich NICHT Recht habe!

  13. #12 Gast
    27.11.2009 09:52
    Weil ich z.B. von Menschen, angefangenen in der eigenen Familie, über Freundes- und Kollegenkreis, so oft enttäuscht, wenn nicht betrogen wurde, dass ich mit meinen bereitwilligen Vorleistungen sehr vorsichtig geworden bin und mich überhaupt nicht mehr auf andere verlassen mag.

    Also: Illusionen von Gemeinschaft und Miteinander runter.

    = Ich kann die Haltung der anderen nicht ändern, "nur" mich besser schützen = Erwartungen und Vorleistungen runter.

    Seitdem ist meine Energiebilanz ausgeglichener.

    Vielleicht der einzige Weg in einer egomanischen Welt?

    Ich hab´s anders versucht!

  14. #13 Gast
    27.11.2009 11:56
    @10: Also ganz ehrlich: mit dieser Einstellung: "Nö, ich gebe ehrlich zu, dass nicht bereit bin, alles zu akzeptieren und an der Parterschaft zu arbeiten, wenn es mir doch alleine so viel besser geht" - insbesondere mit "ich bin nicht bereit an der Partnerschaft zu arbeiten" - wirst du auch nie auf lange Zeit einen Partner finden. Denn jemand, der nur nach deiner Pfeife tanzt und so lebt, wie du es willst, den wird es nicht geben. Also bleibst du wohl besser allein - und genau das ist auch aus meiner Sicht der Hauptgrund, warum es so viele Singles gibt! 100 % Perfekt ist niemand - auch nicht die vielen Singles, selbst wenn sie es von sich selbst glauben. Also kann das schon nichts werden mit der Partnerschaft. Denn dazu gehören immer 2!^

    @5; Deine Meinung teile ich gerne: 'Wichtiger ist als geliebt zu werden, ist die Fähigkeit lieben u können' und kann sie erfahrungsgemäß auch bestätigen. Doch wer zum Geben nicht bereit ist, ist zum Nehmen nicht gut genug!

  15. #14 Gast
    27.11.2009 18:15
    Das ergibt sich aus der Klassifizierung des Elitepartners. Wir halten uns für etwas Besseres. Haben uns Gedanken über eine Beziehung gemacht. Erwartungen definiert. Schließen vieles von vorne herein aus, haben uns zu sehr differenziert. Jeder hier ist Beziehungsunfähig. Wir lassen uns Ausfragen, Kategorisieren und anschließend einen Roboter entscheiden ob er/sie/es zu mir passt oder nicht und schreiben darauf hin Grüße, Anfragen und Absagen. Entscheide Du für mich!

    Vielleicht sollte ich selbst mehr daran glauben...;-)

  16. #15 Gast
    10.12.2009 23:06
    Zitat #13 :
    '100 % Perfekt ist niemand - auch nicht die vielen Singles, selbst wenn sie es von sich selbst glauben.'
    Richtig, aber wer will einen Mensch mit 'Fehler'?!
    Die Gesellschaft will doch nur junge, gesunde, agile, Zahn-gebleachte und Solarium-gebräunte Menschen! Alles was zuviel diesem Ideal abweicht, wird ins Eck gestellt und höchstens zum drüber-lachen angesehen.

    Ich bin selber derzeit einige Zeit Single weil ich -Schreck oh Schock- körperlich beeinträchtigt, nicht arbeitsfähig, etc. bin (nicht von Geburt an)!
    Sag ich einem Mann, dass ich aber xyz habe und deswegen manche Sachen nicht machen darf/kann, so heissts: 'Ja du bist wirklich lieb und hübsch, aber mit sowas kann ich nicht leben.'
    -ich muss, ich habs mir nicht ausgesucht und ich will einen Partner nicht volljammern, ich wwürde gern mit ihm mein Leben genießen und: ihn nehmen mit ALL seinen Schwächen und Stärken.


    Abgesehen davon sind wohl auch die Arbeitszeiten ein Beziehungskiller. Gut, in meinem Fall ist es auch so, dass dies für mich kein Kriterium ist, denn ich bin sowieso zu Hause und irgendwann werden wir uns schon über den Weg laufen.


    Wäre unsere Gesellschaft weniger egoistisch, ginge vieles leichter!

  17. #16 Gast
    19.08.2010 23:38
    Hohe Ansprüche , kaum Zugeständnisse , Emanzengehabe , Egoismus - das alles sind Dinge
    die in einer Beziehung / Ehe nicht vorkommen sollten . Gutverdienene Männer , die Singles sind , haben eher die bessere und grössere Auswahl während alleinerziehende Frauen die
    Verliererinnen sind . Frauen sind sehr wählerisch heutzutage , egal welche Nationatlität ,
    viele spielen auch nur mit den Männern um diese aus zu testen . Was vielen in D. fehlt ist
    die Einstellung sowie Bescheidenheit . Darum gibt es so viele Singles .

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