Thema: Verliebt oder verrückt?
- Frage:
Verliebt oder verrückt?Der Zustand frisch Verliebter ähnelt dem von Geisteskranken. Behaupten zumindest manche Wissenschaftler. Schließlich sehen wir in dieser Phase alles in den schönsten Farben. Und wann sollten wir aufhören, den Partner zu idealisieren?Antworten: -
(m -34) Ein bisschen ist es ja so, aber eben auch nicht durchgängig.
Habe mich gerade verliebt, insofern kann ich vielleicht ein paar Antworten gegeben.
Mir ist beispielsweise z.Zt. klar bewußt, dass sie in gewissen Merkmalen (z.B. Rauchen oder Haustiere) nicht gut kompatibel zu mir ist.
In dem Zustand des Verliebtseins fällt es mir nun zwar leichter, damit umzugehen, bin mir aber auch bewußt, dass hierzu Lösungen noch gefunden werden müssen.
Dazu kommt, dass das Verliebtheitsgefühl relativ stark schwankt; direkt nach einem gemeinsamen Abend ist es sehr hoch, danach fällt es wieder langsam ab.
Die "Idealisierung" infolge Verliebtheit tritt bei den üblichen EP-Nutzern (ab 30) wohl eher weniger ein, dazu haben wir alle schon zu viel erlebt...ich rechne z.B. auch nicht damit, dass sie jetzt gerade supertoll wohnt oder in ihrer Persönlichkeit supernett ist.
Im Gegenteil, ich plane auch gewisse Zicken -Eigenschaften bei Ihr ein (so man so etwas überhaupt kann) , auch wenn sie diese bisher noch nicht offen zeigt ...
Eine positive Grundhaltung ist aber eben da, wenn man verliebt ist ....
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das läßt sich nicht einheitlich beantworten.
Ein Mensch der hormonell ( = verliebt) gesteuert ist, ist nicht in der Lage, den Ratschlägen Außenstehender im Hinblich auf den neuen PartnerIN zu folgen, egal wie alt er/sie ist. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
Ich denke, dass viele den Fehler begehen, einen Menschen zu früh zu begehren. Ein schöner Moment z.B. beim Kennenlernen soll einen Reiz auslösen für mehr. Und was ist dieses Mehr?
Wer ist diese Person vor mir? Was tut sie, mag sie und auch nicht? Wie empfinde ich die Antwort, wie ist es für mich?- dann ist da kein Raum für Idealisierung. Wder am Anfang noch später.
Ich ganz persönlich habe die Erfahrung der Idealisierung immer dann gemacht, wenn ich mich in eine unbekannte Person hineingesteigert habe. Ich habe stets im Nachhinein erkannt, dass das weder mit Verliebtsein noch mit irgendetwas zu tun hatte, was diese Person betrifft, sondern nur mit meiner Phanatsie. Schön und gut, aber man steht sich selbst im Weg!
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Wirkliche, physiologische Verliebtheit können wir ja selbst nicht beeinflussen, sie ebbt von alleine wieder ab. Insofern ist die Fragen "ab wann sollen wir" gar nicht sinnvoll.
Verliebt und verrückt liegt tatsächlich so ein klein wenig beieinander, aber das ebdeutet doch auch nicht, dass man nicht dennoch den Kopf verwenden kann -- man muss sich nur etas bewusster anstrengen und sich im Griff haben.
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@1 ich sehe das nicht so, dass man sich ab 30 nicht mehr verliebt, weil man "zu viel erlebt hat".
ich habe auch viel"scheiße erlebt" mit männern, und zwar mit welchen, die ich aufrichtig geliebt habe..trotzdem verliebe ich mich heute mit anfang 40 immer noch mal.
man sollte aufhören, das objekt seiner verliebtheit anzubeten, wenn es einen behandelt wie ein stück scheiße, und man anfängt das zu erkennen. das ist gesund und richtig. man selbst ist wichtiger.
gefühle kann man nicht "im griff " haben. manchmal bin ich etwas verwundert über diese meiner ansicht nach "mittelalterlichen" auffassungen von gehirnchemie oder gefühlen. oder ist das posten solcher meinungen kasperletheater;))
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zu #4 (bin #1) Ich hatte nicht gesschrieben, dass man ab 30 nicht mehr verliebt sei, sondern eine Idealisierung des Partners nicht mehr so stark erfolgt.
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Ich kann nicht bestätigen, dass ich völlig unkritisch ein Idealbild entwickle. Ich sehe von Anfang an klar die positiven und negativen Seiten eines Menschen. Nur neigt man eben dazu, die positiven Seiten erst einmal für sich mehr gelten zu lassen, auch wenn man auch sehr deutlich erkennt, welche Probleme sich aus den negativen ergeben können. Es ist deshalb eher ein Kampf zwischen Vernunft und Gefühl, aber keinesfalls alles nur noch rosarotes Gefühl, das keinen Verstand mehr kennt.
Das sog. Idealisieren vergeht von alleine, wenn man den anderen näher kennenlernt und die Verliebtheitsgefühle wieder "runterkommen".
Ich würde verliebt sein nicht mit geisteskrank vergleichen, sondern mit einer psychischen Krankheit wie Depressionen, nur dass natürlich die Grundstimmung oder die überwiegende Stimmung beim Verliebtsein deutlich positiver ist. Sonst sind die Symptome ähnlich. Im übrigen gilt das auch für den Liebeskummer.
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Ganz schlimm ist es leider, wenn man schon jahrelang nicht mehr verliebt gewesen war und das dann so kommt, wie , ja tatsächlich wie eine schwere Erkrankung. Man muss dann wohl alle Vernunftressourcen aufbieten, um sich nicht zu große Luftschlösser zu bauen. Wenn man schon lange alleine gewesen war, dann ist ein heftiges Verliebtsein eher ein Fluch als ein Segen, weil man sein sorgsam ausbalanciertes Gefühlsleben nicht mehr im Griff hat und das stört ungemein.
Idealisierungen sind doch der Normalzustand des Verliebtseins, die wird man erst dann zurück fahren, wenn man das erste Mal einen handfesten Streit hatte oder der andere einen verletzt hat, ohne es zu merken und falls doch ohne sich zu entschuldigen.
m/39
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