1. Frage:
    Gefragt am: 24.05.2010, 20:21 von
    Verdienst -- Geheimnis oder offen in der Partnerschaft?
    Wenn Ihr an vergangene Beziehungen denkt: Ab wann wusstet Ihr, was der Partner verdient? Verratet Ihr Euer Gehalt problemlos oder macht Ihr ein Geheimnis darum? Fragt Ihr aktiv oder lieber nicht? Stört es Euch, gefragt zu werden? Findet Ihr das das interessant oder belanglos?
    Antworten:
  2. #1
    24.05.2010 20:31
    Ja, es stört mich absolut danach gefragt zu werden.
    Ich selbst frage danach auch nicht.

    Der einzige und richtige Zeitpunkt danach zu fragen, ist unmittelbar der, wo man quasi vor dem Traualtar steht und eine gemeinsame Zukunft plant.

  3. 24.05.2010 20:43
    Ich mag es auch nicht, danach gefragt zu werden, das wirkt auf mich immer berechnend und kalt.
    Ich frage auch nicht nach!
    Es gehört irgendwo zum Punkt selbstständigkeit und unabhängigkeit, des anderen Gehalt nicht zu kennen, sich darauf verlassen, ausruhen zu können?!

    Das schliesst natürlich gemeinsame Ausgaben/Ansparungen nicht aus.

  4. #3 Gast
    24.05.2010 20:56
    Ich finde die Geheimnistuerei ums Gehalt in einer Partnerschaft genauso daneben wie das offensive Fragen zu Beginn einer Beziehung. Wenn sich ein Diskussionsthema ergibt, in der das Gehalt eine Rolle spielt, dann redet man halt darüber, warum auch nicht. Bei meinem letzten Freund ergab sich das Thema, weil wir beide im Rahmen von Bewerbungen unsere Gehaltsvorstellungen angeben mussten. Mein vorletzter war Freiberufler, er hat mir natürlich nicht monatlich Rechenschaft abgelegt. Aber auch hier wusste ich über das eine oder andere Auftragsvolumen Bescheid, schlicht weil er mir die Verträge zum Drüberlesen gegeben hat. Ich finde daran nichts Schlimmes, es gehört dazu.
    Allerdings bin ich mal beim zweiten Date gefragt worden, wie hoch mein Jahresgehalt ist, das fand ich schon ziemlich unverschämt. Wurde auch nichts, die Frage nach dem Jahresgehalt war nur ein Faux-Pas von mehreren.

  5. #4 Gast
    24.05.2010 20:57
    Es hat mich noch nie interessiert und ich wurde auch noch nie gefragt was ich verdiene.
    Wir haben auch kein Geheimis daraus gemacht.
    In der jetzigen Beziehung ist es auch so, ich habe nicht gefragt und ich wurde nicht gefragt.
    Wenn wir einen Urlaub planen, schauen wir nach dem Ziel und dann was jeder ausgeben möchte.
    Nicht mehr und nicht weniger, dass klappt hervorragend.

  6. #5 Gast
    24.05.2010 21:06
    Sehe das genauso wie #1. Ich halte das ganze Thema für ein Tabu in unserer Gesellschaft, da es letztlich nur "ein zuwenig" geben kann.
    Generell möchte ich nicht dass die zukünftige Partnerin ihre wesentliche Nogos an mir durch etwaiges bekanntes Vermögen kompensiert und einen Parallelplan entwirft: Heirat, junger Hausgärtner, Koffer vor die Haustür und Golf-Autoschlüssel in die Handtasche.
    Dann wäre ich der Dumme und müßte mein Koffer selber unter die nächste Brücke tragen (sonst könnte ich zumindest noch dorthin fahren).
    Wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist wird schon merken ob es langt oder nicht.

  7. #6 Gast
    24.05.2010 21:11
    @ #5 Mein aufrichtiges Mitgefühl für dieses Misstrauen. Glaubst du wirklich, es gibt außer deinem Geld nichts Liebenswertes an dir? Traurig.

  8. #7 Gast
    24.05.2010 21:16
    Wichtig und wirklich interessant wird es, wenn man zusammenzieht und kalkulieren muss welche Wohnung man sich leisten kann. Wenn Familiengründung ein Thema ist, ist's natürlich auch wichtig. Aber wenn man weiß was der andere beruflich macht, in welcher Hierarchiestellung er ist, wie lang er das schon macht etc. kann man es sich ohnehin ungefähr denken. 200 EUR auf oder ab machen dann ja nicht den großen Unterschied ... Ich muss gestehen, dass ich eher neugierig bin und nach ein paar Monaten vielleicht mal ganz konkret nachfrage - nicht weil es für mich einen Unterschied macht, sondern weil ich einfach neugierig bin. Ich weiß aber auch von guten Freunden, was sie verdienen, verrate es selbst aber natürlich auch, wenn es jemand wissen will. Sofern andere nicht mit Ansprüchen oder Neid reagieren, habe ich kein Problem damit.

  9. #8
    24.05.2010 21:20
    Meist erfrage ich es, wenn man sich schon um einiges näher ist... anhand des Berufes kann man es auch schon etwas erahnen.

    Mein Gehalt 'verrate' ich nur auf Anfrage.

  10. #9 Gast
    24.05.2010 21:25
    @6 von #5 Danke für Ihr Mitgefühl.
    Bisher konnte ich mir noch keine hohe Meinung von Frauen aufbauen. Irgendwann in einer Beziehung hat es "Klick" gemacht und die Frau war wie ausgewechselt, quasi überhaupt nicht mehr für mich ansprechbar. Ausserdem sind ca. 30 % aller mir bekannten Ehen in die Brüche gegangen. Im Zorn sage ich "Die meisten Frauen sind nur dumme Büchsen".


    Das erhöhte Risiko ausgenommen zu werden, wenn man etwas mehr als der Durchschnitt hat, ist nicht zu verleugnen. Vom Neid wollen wir jetzt gar nicht reden.

  11. 24.05.2010 21:28
    Einem Fremden oder frisch Gedateten verrate ich es natürlich ist. Ist es für beide eindeutig eine Partnerschaft, dann setze ich voraus, daß es beiden bekannt ist /es beide bekannt geben. Da ich nicht mehr suche als einen Mann, der sich selbst ernähren kann, sollte das kein Problem darstellen.

  12. 24.05.2010 21:51
    Auf ein paar 10tsd. im Jahr genaue Angaben sind im Deal-Verfahren (=1:1 Tausch) möglich. Auch auf tausende €/Monat genaue Angaben sind ggü. den engsten Vertrauten kein Problem, sofern ich auch hier Wissen tauschen kann.

    Ich weiß sowas bei den ersten Dates (1-10) und habe da keine große Scheu vor.
    Ich frage aktiv und es stört mich nicht, da ich das Thema als Normalität ansehe.
    Letztlich gibts doch sowieso keine Geheimnisse, da man überall Spuren hinterläßt und diese selbst für fremde sehr leicht auswertbar sind.

  13. 24.05.2010 23:11
    Vielen Dank schon mal für die ersten Antworten. Hier auch meine Gedanken zur Frage:

    1. In der Kennenlernphase empfinde ich die Frage nach dem Gehalt als Tabu und das Freiwillig-Erzählen auch schon hart an der Grenze zur Angeberei. Erstens kann man an der Berufs- und Positionsbeschreibung ohnehin schon hinreichend genau ableiten, wie das Gehalt des anderen ungefähr sein wird, zweitens erlebt man ja auch, ob Lebensstil, Lebensqualität, Freizeit- und Urlaubsverhalten grob passen. Und um mehr geht es mir ja auch nicht. Im übrigen weiß man bei Angestellten schnell, ob sie jenseits der Pflichtgrenzen verdienen und z.B. privat krankenversichert sind.

    2. In einer festen, stabilen Partnerschaft gehe ich ganz selbstverständlich davon aus, dass beide voneinander wissen, was sie verdienen und alle Unterlagen einsehen dürfen. Gäbe es da Geheimnisse, gäbe es keine Partnerschaft. Das hat einfach mit Vertrauen und Offenheit zu tun. Ich mag keine Geheimnisse dieser Art zwischen Partnern.

  14. #13 Gast
    24.05.2010 23:26
    @Frederika Sehe ich ganz genauso. Ich weiß auch was meine Partnerin verdient, und sie weiß was ich verdiene. Da wir beide Urlaub, Wohnung etc. teilen finde ich, dass das schon Voraussetzung ist bzw. demnach auch entscheiden wer welchen Anteil davon zahlt.

    <MOD: Signaturen sind nicht mehr gestattet. Bitte registrieren Sie sich!>

    m28

  15. #14 Gast
    25.05.2010 03:52
    Das ist international eher ein"deutsches" Geheimnis" und für andere Kulturen keineswegs eine "unerlaubte" Frage.
    Eher ein Gesprächsthema, welches KEINESFALLS in z.B. USA einen "Anbändelungsgrund" darstellt.
    Alles eher oberflächlich oder schlimstenfalls mit Neid oder Gier zu verurteilen in unserem Land..
    Ich "verdiene" als Frau 65 000 und fühle mich immer noch unterbezahlt im unterem Management, hat jemand damit ein Problem??

  16. #15 Gast
    25.05.2010 10:36
    dann warst du wohl noch nie in den usa oder verkennst die kultur. als amerikanerin kann ich dir versichern DAS IST absolut anbaendelungsgrund fuer viele! its all about money, honey!!!!

  17. #16 Gast
    25.05.2010 12:10
    @Frederika: Sehe ich genau so. Es geht ja nicht um die Kennenlern-Phase und oder Bekanntschaft, sondern um eine Partnerschaft. Und da haben für mich Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang miteinander erste Priorität. Da gibt es auch kein Tabu mehr hinsichtlich der Gehälter/ des Vermögens/ der Schulden. Da werden dann sowohl die Freude über das Vorhandene als auch die Sorgen miteinander geteilt und gemeinsam erlebt bzw. getragen.

  18. #17 Gast
    25.05.2010 13:01
    Ich habe kein Problem mein Gehalt zu offenbaren, mein Partner auch nicht.
    Wir haben unser Gehalt sozusagen "ausgetauscht" als klar war, dass wir ein Paar sind und gemeinsam in den Urlaub wollten ...
    Ich finde daran nichts und grundsätzlich sollten wohl alle hier in etwa in einer Liga spielen.

    Ich habe hier Männer kennengelernt, die in der Regel mehr als ich verdient haben - und anders als bislang geschildert - wurde auch offen darüber diskutiert. Die meisten hatten in etwa soviel wie ich (also so um die 100.000), einige wenige hatten mehr, bzw. teilweise viel mehr (bis zu das 15fache - was mich dann definitiv abgeschreckt hat und eine Beziehung unmöglich gemacht hat für mich).
    mein jetziger Partner verdient einiges weniger als ich - aber immer noch ein gutes Akademikergehalt.

    Definitiv, ich verstehe das Grauen davor sein Gehalt zu nennen nicht wirklich und finde das auch richtig albern ...

    Beste Grüße, w, 44

  19. #18 Gast
    25.05.2010 13:43
    Nein, der Partnerin geht mein Einkommen und Vermögen nichts an. Schließlich gilt der Spruch: "Was sie nicht weiß, macht sie auch nicht heiß".
    Es ist nicht garantiert wielange sie meine bessere Hälfte sein darf und dann wäre es schade um jeden Cent.
    Frauen sind immer so schrecklich neugierig, dem muß man Einhalt gebieten.

  20. #19 Gast
    25.05.2010 15:22
    @18 Ich vermute mal, mit dieser Aussage wirst Du eher gar keine Partnerin finden. Dann hast Du das Problem mit der Offenlegung Deines Gehaltes gar nicht erst....!

    Der Spruch heißt übrigens: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" und bedeutet, man möchte unangenehmen Dingen eher aus dem Weg gehen, passt hier also nicht wirklich als Aussage, insbesondere dann nicht, wenn er falsch interpretiert wird.

  21. #20 Gast
    25.05.2010 15:50
    #18
    "Frauen sind immer so schrecklich neugierig, dem muß man Einhalt gebieten."
    Bist du echt? Och, komm, gib es zu, du wolltest doch bloß provozieren. Sitzt jetzt hinter deinem PC und kicherst, du kleiner Schelm :-)
    Aber ja, du hast mich amüsiert, merci dafür :-)
    w 37

  22. #21 Gast
    25.05.2010 16:08
    Ich kann nur #3 zustimmen. Ausdrücklich und zusammenhangslos nach dem Gehalt gefragt zu werden, fände ich reichlich daneben. Allerdings habe ich kein Problem damit, mein Gehalt zu offenbaren, wenn in einem Gespräch der Verdienst der Gesprächspartner eine Rolle spielt. Den Satz "Über Geld spricht man nicht" habe ich noch nie verstanden. Ich möchte lediglich nicht den Eindruck haben, die Frage, was ich verdiene, sei relevant für die Partnerwahl. Darüber hinaus sehe ich keinen Grund für Geheimniskrämerrei.

    In einer Partnerschaft, sollten die Partner natürlich wissen, was der anderere größenordnungsmäßig verdient. Davon hängt für mich zum Beispiel ab, wer welchen Anteil an der Miete trägt. Selbstverständlich habe ich in meiner letzten Beziehung zwei Drittel der Miete gezahlt, weil ich wußte, wieviel (weniger) meine Partnerin verdient. Auch wüßte ich gerne, bevor ich einen Urlaub oder Freizeitaktivitäten vorschlage, ob dieser Vorschlag in das Finanzbudget meiner Partnerin paßt. Auch in meinem Freundeskreis haben wir wechselseitig eine grobe Vorstellung von der Finanzsituation der Freunde. Das ermöglicht es uns, einzelne von Freizeitaktivitäten dadurch auszuschließen, daß wir sie unbewußt finanziell überfordern.

  23. #22 Gast
    25.05.2010 17:11
    Wer viel verdient, dem werden solche Fragen ziemlich egal sein und sich nicht vor Angaben scheuen. Schlechtverdiener und Arbeitslose haben tendenziell vermutlich Stress damit.

  24. #23 Gast
    25.05.2010 19:21
    zu@22 warum immer solche Pauschalaussagen. Das Reden über das Einkommen hat doch nichts mit dem Stand zu tun. Der eine redet darüber, der andere nicht. Es gibt auch viele Akademiker, die gerne ein Hype um ihr Einkommen machen, weil sie Angst haben man neidet es ihnen, oder die bösen Frauen (hier ja auch schon erwähnt) sind nur scharf auf ihr Geld.

    In einer stabilen Beziehung wird das Einkommen sicherlich auf Dauer kein Geheimnis bleiben, darüber sind wir uns doch einig oder?

    Schlimm finde ich die, die ihr Einkommen zu jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit herausposaunen, ob es jemand hören will oder nicht. Dieses Imponiergehabe nervt total. Und das sind leider die, die es nötig haben unabhängig vom Stand. <MOD>

    w (45)

  25. #24 Gast
    26.05.2010 09:33
    Ich würde bei deiner Frage folgendes machen: Ich würde mir denken dir ist Geld über alle Maßen wichtig und würde die logische Konsequenz daraus ziehen, nämlich dich zu den Ahnen zu befördern. Wer bei Dingen die mit dem Herz und damit allein zu tun haben sollten das scharfe Schwert des Kommerzes erwähnt zerteilt eben dies Herz das vielleicht gerade für einen zu schlagen beginnt. Ich versuche mir gerade vorzustellen was dir so ein Mann dem du gerade dies Messer ins Herz gestoßen hast für Gedichte schreibt und erschaudere ob dieser Dichtkunst, denn
    Shakespeare liest sich sicherlich anders. Ich glaube du musst erst noch mal r i c h t i g lieben lernen und dann verstehen daß man solche Fragen nicht stellt...

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