1. Frage:
    Gefragt am: 09.02.2012, 10:49 von
    Valentinstag...Geschenk angebracht oder altmodisch?
    Nächsten Dienstag ist es wieder soweit: Valentinstag. Händler rüsten sich schon für den durchaus von kommerziellen Interessen geprägten Tag für Verliebte. Was bedeutet Ihnen der Valentinstag als Single und als Pärchen? Erwarten Männer oder Frauen vom Partner eine Aufmerksamkeit? Was ist hier angebracht? Fräulein Wunder wundert sich auch regelmäßig über diesen Tag.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    09.02.2012 11:43
    Tja, ich bin 35 und habe noch nie ein Geschenk/eine kleine Aufmerksamkeit zum Valentinstag bekommen. Die Männer in meinem Leben waren sich da erstaunlich einig: alles Quatsch. Aufmerksamkeiten von mir wurden ausnahmslos belächelt, weshalb ich nun darauf verzichte. Dementsprechend habe ich keine Erwartungen mehr, was diesen Tag angeht.

    Wenn ich mir allerdings meinen Vater ansehe, der meiner Mutter an diesem Tag auch nach fast 40 Jahren Ehe noch Blumen schenkt - freiwillig und gerne ;-) - dann werde ich jedes Mal ein wenig sentimental... Schön wär´s schon. Und ich wäre auch mit EINEM Blümchen oder einer lieben Nachricht zufrieden...

  3. 09.02.2012 11:50
    Ich habe Null übrig für diesen reinen Kommerztag ohne jegliche Wurzeln im deutschen Kulturraum.

    Das ist reine Geschäftemacherei, die man nicht auch noch unterstützen sollte. Viel dämlicher, oberflächlicher, amerkanischer geht es nicht -- alles in allem einfach nur schrecklich.

    Keine Chance dem Valentin!

  4. #3 Gast
    09.02.2012 12:17
    Kommerziell gesehen - überflüssig. Die Geste von Herzen, wäre schon schön.
    Wenn man die einzige Frau in der Familie ist die von ihrem Liebling nichts kriegt, egal ob eine Blume oder ein Essen zu zweit ist das hartherzig vom Partner.

    Mein Partner hat mich am Valentinstag eher oft verletzt. Einmal kam ein Bericht über den Valentinstag im einer Abendsendung. Der Reporter berichtete über die Blumenhändler, Aufmerksamkeiten und darüber das manche Männer ihren Liebsten auch einen Antrag machen werden. In diesem Moment sagte mein Ex laut : " ... die sind wohl besoffen". Seine Tochter stand in der Küche um die Ecke und war glücklich zu hören, das ich wohl nie die wahre Liebe vom Papa erwarten kann. Und darauf kam es ihm an. Als Partnerin ist es beleidigend, so etwas zu hören. Am Valentinstag selber drückte er mir seinen Schlüsselbund mit Kleingeld darin in die Hand und meinte ich soll mir eine Blume kaufen. Er selber wollte nicht Mal mitkommen sondern am Zeitungsstand seinen Lottoschein kaufen.

  5. #4 Gast
    09.02.2012 12:45
    Ich finde es schön, an diesem Tag von meinem Liebsten ein Blümchen oder eine ähnliche Kleinigkeit zu bekommen. Meistens gehen wir an diesem Tag in ein nettes kleines Restaurant.

    Natürlich ist uns klar, dass dieser Valentinstag einen kommerziellen Hintergrund hat, jedoch das haben andere Tage auch. Wir genießen es schöne Stunden miteinander zu verbringen.

    Was daran dämlich, oberflächlich sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Mein Vater schenkt meiner Mutter im Übrigen auch seit 45 Jahren an diesem Tag eine Rose und sie gehen nett essen.
    w/45

  6. #5 Gast
    09.02.2012 12:55
    Ich freue mich sehr über eine kleine Aufmerksamkeit - ein paar Blumen von meinem Liebsten zum Beispiel -, aber ich erwarte nichts.
    Auch verschenke ich gern eine Kleinigkeit, etwas zum Naschen, vielleicht ein paar Pralinen in einer herzförmigen Dose oder so etwas.

    Ich finde jede Gelegenheit schön, dem Liebsten eine Freude zu machen, und der Valentinstag ist - mit einem kleinen Augenzwinkern, denn so richtig ernst nehme ich ihn nicht - eine der vielen Gelegenheiten.

  7. #6 Gast
    09.02.2012 13:42
    Ich war neulich ganz baff als mein Freund meinte, dass bald Valentinstag ist und wüsste nicht was er mir schenken soll.
    Ich sagte: Boah, daran denkst du! Ich habe noch nie was bekommen.
    Da fiel mir was ein: Bringe doch einen Döner mit!
    Darüber freue ich mich immer. Bloß keine Blumen!

  8. 09.02.2012 15:00
    Ich schenke meiner Freundin gerne und oft Blumen oder auch andere Dinge. Ob und wann ich das tue, hängt aber nicht von irgendwelchen kalendarischen Ereignissen ab. Wenn ich schenke, dann weil ich es gerne tue, aber nicht weil es von mir erwartet wird, weil zufällig gerade Valentinstag ist.

  9. #8 Gast
    09.02.2012 15:29
    Zitat Zitat von Volljurist Beitrag anzeigen
    Ich schenke meiner Freundin gerne und oft Blumen oder auch andere Dinge. Ob und wann ich das tue, hängt aber nicht von irgendwelchen kalendarischen Ereignissen ab. Wenn ich schenke, dann weil ich es gerne tue, aber nicht weil es von mir erwartet wird, weil zufällig gerade Valentinstag ist.
    Ach ja, dass sind immer die Argumente, ich schenke weil ich es gerne tue und nicht weil es erwartet wird...

    Meinem Lebenspartner schenke ich immer zum Valentinstag seine Lieblingssüßigkeit als Herzchen, er grinst dann immer, freut sich aber doch.

    Er weiß, dass ich, als bekennende Liebeschnulzenguckerin, den Valentinstag witzig finde. Daher macht er mir immer die Freude und lädt mich am 14.02. in ein schönes Restaurant zum Essen ein...
    Ich bin froh, dass er nicht so rational ist und sagt, alles nur Kommerz, wollen alle nur dran verdienen, wissen wir beide sowieso.

    Ach und bevor wieder kommt, Unterschichtniveau, wir sind beide studiert und selbständig, erfolgreich tätig, mit Kindesanhang :-)
    w/44

  10. #9 Gast
    09.02.2012 16:38
    Man sollte nicht nur an einem bestimmten Tag an den Partner denken. Wenn ich an einem Valentinstag in einer Beziehung war, war es auch kein riesen Blumenstrauß, sondern eine schlichte rote Rose. Eine kleine Aufmerksamkeit.

    Das finde ich nicht altmodisch. Und ich bin mir sicher, dass sich auch Frauen, die es ablehnen über eine kleine Aufmerksamkeit freuen.

  11. #10 Gast
    09.02.2012 19:47
    Valentinstag ist doch einfach nur aus den USA stammender Kommerz-Quatsch, den es vor der Entdeckung durch den hiesigen Handel hierzulande gar nicht gab. Deshalb kann man hier nichtmal von "altmodisch" sprechen.

  12. #11 Gast
    09.02.2012 20:56
    Ich schenke das ganze Jahr über Blumen oder denke mir kleine Aufmerksamkeiten aus, nicht nur am Valentinstag.

    Valentinstag ist nur ein über die Maße aufgeblähtes Kommerzhappening, dem ich sehr skeptisch gegenüber stehe.

    Mir sind die persönlichen Tage lieber: Geburtstag, Jahrestage, Hochzeitstag (wenn ich den nicht verhindern kann). Weihnachten geht gerade noch durch, da das derart hochgehypet ist, dass man sich nicht im Ansatz entziehen kann.

  13. #12
    10.02.2012 01:14
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich finde es schön, an diesem Tag von meinem Liebsten ein Blümchen oder eine ähnliche Kleinigkeit zu bekommen. Meistens gehen wir an diesem Tag in ein nettes kleines Restaurant.
    Finde ich auch, aber meine Partnerinnen lehnten alles ab = wollten nichts. Mir schien, sie wollten am liebsten diesen Tag ignorieren. War für mich etwas enttäuschend, aber ich will ja nichts aufzwingen, was der Andere nicht will.
    Allgemein wird den Männern unterstellt, sie seien die Romantik-Banausen. Ich erlebe es halt umgekehrt.

    Auch wenn dieser Tag eine reine Kommerz-Erfindung ist, wie z.B. auch der Muttertag, ist er doch immerhin ein Gedenktag für die Liebe. Was soll daran schlecht sein ?

    Alternative: Der/die Liebste überraschen, am Jahrestag, wann man sich kennengelernt hat.
    Und natürlich ggf. am Hochzeitstag - bloß nie vergessen. Das kommt eher bei ihnen an ?

  14. #13 Gast
    10.02.2012 08:35
    Ich frage mich, ob die, die so eifrig der in den 50er Jahren gestarteten Marketingkampagne der Blumenindustrie bis heute folgen, auch anderen ähnlichen Ideen wie eine Herde Schafe folgen? Zum Beispiel dem Herrn des Hauses zum "Vatertage" eine Flasche Schnaps zu schenken, wenn die Schnapsindustrie das morgen anfängt zu bewerben?

    Auch interessant ist, das für viele Frauen, die diese Blumenreklame in ihr Herz geschlossen haben, nur dran denken etwas zu bekommen, aber nie davon schreiben was sie ihrem Geliebten geschenkt haben. Der Blumenhandel hat den Tag nicht als Einbahnstraße inszeniert, das wäre ja eine unnötige Umsatzbeschränkung.

  15. #14 Gast
    10.02.2012 08:57
    Zitat Zitat von Bernd50 Beitrag anzeigen
    Alternative: Der/die Liebste überraschen, am Jahrestag, wann man sich kennengelernt hat.
    Und natürlich ggf. am Hochzeitstag - bloß nie vergessen. Das kommt eher bei ihnen an ?

    Ich finds unangenehm, wenn der Mann diese Kommerzsache mitmacht und würde mich da auch entziehen. Der beste Liebesbeweis ist meines Erachtens, das alles einfach mal so zu machen; unabhängig von einem konkreten Anlass. Da denke ich mir als Frau, dass er es freiwillig macht und nicht, weil er muss. :-)

  16. #15 Gast
    10.02.2012 09:09
    Wenn die Menschen in der hektischen Zeit heute solche Krücken brauchen, ist es doch in Ordnung?
    Wer vergisst nicht alles sehr viel persönlicher Daten: Erstes Kennenlernen, Geburtstage, Hochzeitstage etc.
    Ein Datum mehr kann also nicht schaden, Kommerz hin oder her.
    Eine Kleinigkeit zu verschenken ist doch sehr schön?
    Es werden ja keine Luxusyachten verschenkt. Oder?

    Und es hindert einen auch niemand daran, sogar zwischendurch ohne Anlaß kleine Geschenke zu machen (auch nicht-materieller Art).

  17. #16 Gast
    10.02.2012 10:36
    Man sollte das in jeder Beziehung individuell vor dem entsprechenden Tag (auch Jahrestag usw.) abklären. Es ist blöd, wenn am Ende Einer mit Geschenk da steht und der Andere ohne.
    Blumen und Pralinen finde ich an dem Tag übrigens unpassend. Blumen sollten immer verschenkt werden. Valentinstag ist für mich wie Ostern oder Nikolaus. Ich verschenke eine Kleinigkeit z.B. etwas, das man zusammen unternehmen kann.

  18. #17 Gast
    13.02.2012 20:01
    Bis im 19.Jahrhundert zählte der Valentinstag sogar als Unglückstag. So gesehen ist eigentlich die heutige Valentinstags – Tradition sehr neumodisch und sozusagen einfach nur hip.

    Früher gab es sogar den Aberglauben, dass Kinder die am 14.02. geboren werden nicht sehr alt werden. Dazu kann ich nur sagen, dass meine Mutter auch an diesen Tag Geburtstag hat und Morgen ihren 80. feiert.

    Der Tag wurde einfach wie Weihnachten nur durch den Kommerz missbraucht.
    m,51

  19. #18 Gast
    13.02.2012 20:40
    Ich habe diesen Valentinstag-Kommerz von Beginn an ignoriert. Kenne ihn erst seit dem Fall der Mauer... - es ist ein Tag ohne jede Tradition. Geschenkt wird dann, wenn ich das Bedürfnis danach habe.

    Es ist für mich jedes Jahr wieder beeindruckend, wie im September die Lebkuchen in die Läden kommen und am Tag vor Heiligabend keine mehr zu bekommen sind.

  20. 13.02.2012 21:42
    Wenn ich #1 lese, tut es mir richtiggehend weh… :-(

    Tja, ich würde ja gerne einer Frau was zum Valentinstag - und auch sonst ab und zu, nicht nur an diesem Tag im Jahr - schenken… Aber ach, mir fehlt da ein "Detail" dazu: die zu beschenkende Frau!!

    Und alle die, die den Valentinstag als amerikanischen Kommerz abtun, mögen - ihrem teutonischen Tiefsinn, den sie der amerikanisch-kommerziellen Oberflächlichkeit ja implizit entgegensetzen - einmal darüber nachdenken, warum hierzulande sowohl "amerikanisch" als auch "kommerziell" so automatisch und unreflektiert mit Oberflächlichkeit assoziiert werden und negativ besetzt sind. Ich erwarte im Minimum eine dreissigseitige soziolinguistische Abhandlung dazu!

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