Thema geschlossen
  1. 28.01.2011 00:59
    @#25: Niemand redet hier von Monstern, nur vom zerstörten Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Partnern und damit von einer verlorenen Partnerschaft.

    Unmoral existiert -- egal ob es um Lügen, Fremdgehen, Stehlen, Körperverletzung oder andere Sünden, Vergehen oder Verbrechen handelt. Niemand bezweifelt das.

    Die Frage ist doch hier, ob man selbst mit einem Partner weiterhin zusammenleben möchte, weiterhin zusammen Sex unbelastet genießen könnte, ihm weiterhin voll vertrauen könnte und wollte, wenn man wüsste, er hat einen betrogen. Das ist meine Frage in diesem Thread.

    Also, TotesKaninchen, könntest Du all das, wenn Deine Freundin Dich mit einem anderen Mann betrogen hätte?

  2. #31 Gast
    28.01.2011 01:17
    @28
    Wenn er die Beziehung nicht zerstören will geht er das Risiko nicht ein. Wenn er davon ausgeht, dass es nicht auffliegt, dann ist er nicht schlau, denn ein Risiko besteht immer, egal wie klein es erscheinen mag. Das kleine Risiko, also der Kick ist es ihm wert die Beziehung zu beenden => ergo, so wichtig kann es ihm nicht sein. Desweiteren hat er kein Problem damit sein große Liebe anzulügen. Tut man das seiner großen Liebe an? Hat er kein schlechtes Gewissen? Wenn ja, ist es das wert, sein Leben mit einem schlechten Gewissen leben zu müssen? Gehört das zum Kick?

    Stimmt, es müssen nicht immer zerrüttete Beziehungen sein, aber zumindest ein nicht sehr schlauer Mensch/ Fremdgeher, denn er ist bereit seine wertvolle Partnerin ziehen zu lassen.

  3. #32
    28.01.2011 01:21
    @#29
    auf deine frage frederika: "Deine Frau betrügt Dich mit einem anderen Mann und Du sagst, "kann passieren"? Wirklich?! "

    klar könnte ich es unter umständen verzeihen - allerdingst nicht so flappsig wie "kann passieren".
    es gibt dann sicher einiges aufzuarbeiten und die beziehung hat einen dicken knacks.
    man muss dann sehen, ob es möglich ist, das vertrauen wieder aufzubauen.

    vertrauensverlust ist, jetzt mal unabhängig von diesem threat/Thema, nicht nur über sexuelle untreue zu erreichen.
    ich hatte mal eine freundin, die z.b. grundsätzlich internas der beziehung, schludernderweise nach außen trug.
    da fehlte lag eine absolute nähe/distanzlosigkeit vor.
    so etwas untergräbt, meiner meinung nach, die vertrauensbasis mindestens genauso!
    so etwas z.b. in den griff zu bekommen ist fast aussichtslos und ohne professionelle hilfe kaum möglich.
    was ist dagegen schon ein flüchtiger seitensprung..?

  4. #33 Gast
    28.01.2011 01:48
    Ich finde diese Diskussion sehr einseitig! Warum? Ganz einfach. Es gibt viele Leute hier w/m, die regelmäßig alle paar Wochen Partnerwechsel haben, allein dieser Drang dahin ist nichts anderes als genau der Mensch, der fremdgeht. Neues Fleisch suchen und probieren. Nur darüber wird nicht diskutiert!

  5. 28.01.2011 02:55
    Tja Frederika, für mich käme das darauf an. ;) Viele Gefühle konnte ich erst beurteilen, als ich sie tatsächlich ausgelebt habe. Es tut mir wirklich leid, aber ich kann wirklich nur schwer extrapolieren, wie ich konkret darauf reagieren würde. Wenn ich etwas von Soziopathen lese, dann kocht bei mir wilde Wut hoch, da weiß ich wenigstens woran bin. Dies Unwissen bzgl Untreue mag auf dich erschreckend wirken, aber was soll ich machen?

    Eifersucht ist bei mir wohl sehr schwach ausgebildet, und ich mache mir bislang herzlich wenig Gedanken darüber, ob meine Partnerin fremdgehen könnte. Diese Gedanken belasten sie durchaus, sie würde mich lieber eifersüchtig sehen. Aber ich weigere mich anders darzustellen als ich bin und fühle, der lieben Ruhe wegen sie zu belügen. Umgekehrt spüre ich ihre Unsicherheit, wie sie fürchtet, ich könnte sie irgendwann wegen einer Jüngeren , Schöneren Schlankeren verlassen. Das verstehe ich wieder nicht, und beruhige sie dann. Das Ganze kommt mir aber vor wie ein Ritual.

    Vertrauen ist mir durchaus auch sehr wichtig, und ich habe mit kalter Wut reagiert und mich sehr schnell von Ex abgenabelt, als sie ein gemeinsam abgesprochenes Versprechen aus Eigennutz gebrochen hat. Vielleicht entwickle ich ja dann auch Emotionen ungeahnten Ausmaßes, wenn meine Freundin fremdgehen sollte. Aber meine Gedanken schwirren um ganz andere Aspekte.

    Ich möchte mal eine Gegenfrage stellen: Möchtest Du mit einem Partner weiterhin zusammenleben, weiterhin zusammen Sex unbelastet genießen, ihm weiterhin voll vertrauen, wenn Du erlebt hättest, wie er aus der Situation der gefühlten subjektiven Bedrängnis Dich klein gemacht hat, dich beschädigt hat, Deine Würde genommen hast, gerade weil du ihm nicht egal warst, sondern weil er, wie er sagte, dich liebte? Warum wird hier zB von #24 die Treue so hochgestellt, aber respektvolles aufeinander zuarbeiten, einander aufbauen, den Rücken stärken geradezu abfällig klein gemacht, als würde das tatsächlich jeder Arbeitskollege oder Trinkkumpan machen. Ich weiß gar nicht, was ich zu so einer These schreiben soll. Als hätte nicht mein Vater, solange er noch lebte, meine alzheimernde aggressiv werdende Mutter gepflegt und unterhalten, sondern ihre Brötchenfrau. Es gibt wahrhaftig vergnügungsteuerpflichtigeres und er hatte in dem Stadium nun wirklich Gelegenheiten mit deutlich jüngeren Frauen, zumal er bis ins hohe Alter ein exzellenter Tänzer war. Er hat sie übrigens mit 45 auch einmal betrogen, und trotzdem liebte sie ihn, solange sie noch bei klarem Verstand war, und -für dich, Frederika, sicher unbegreiflich- er sie auch.
    m43

  6. 28.01.2011 03:39
    Es ist doch immer unbestritten, dass jeder eine andere Sichtweise auf die gestellte Frage haben kann und hat.

    Deshalb geht die Diskussion z. Zt. m. E. auch teilweise an der Frage vorbei. Einige versuchen hier, ihre Meinung als die richtige, allein gültige darzustellen.

    So war doch aber die Frage nicht. In der Frage ging es ganz präzise darum, wie der Einzelne auf Fremdgehen reagieren würde. Genau darauf sollte man auch antworten.

    Natürlich gibt es noch mehr grundlegend wichtige Dinge in einer Beziehung, die sie gut, weniger gut sein oder scheitern lassen können.

    Ich glaube aber einfach denjenigen nicht, die sagen, sie könnten das akzeptieren/verzeihen, wenn der Partner sie betrügt. Das ist schwer (auch Lügen und andere Vertrauensbrüche). Ich meine, da verleugnen sich viele unter uns einfach selbst. Es schreiben ja auch einige User, die noch nie betrogen wurden (freut mich ehrlich für sie) und ich meine, dann kann man sich das gar nicht vorstellen, wie das ist.

    Ich bin sicher, dass auch bei Paaren, die sich nicht trennen, zumindest der/die Betrogene das nie wirklich vergessen kann. Das ist ein Zustand, den ich mir einfach nie mehr antun werde (ich habe es 1 Jahr versucht damals). Es ist die Hölle. Und ich war und bin keine eifersüchtige Frau. Das bedeutet doch aber nicht, dass es mir gleichgültig sein soll, wenn ich betrogen werde.

    Es ist mir auch egal, was Studien sagen, für mich war eine Beziehung nicht in Ordnung, wenn einer untreu wird. Es ist doch auch unbestritten, dass jeder Einzelfall verschieden ist. Jeder muss für sich entscheiden, wie er/sie mit Betrug umgeht.

    Und genau darum geht es hier doch, um die Meinung jedes Einzelnen. Ob diese anderen Usern gefällt, entgegen kommt oder mit ihnen übereinstimmt, das ist doch Nebensache.

  7. #36 Gast
    28.01.2011 03:53
    Ich kann da nicht aus Erfahrung sprechen.

    Wenn ich meinen Partner liebe, wovon ich ausgehe, würde ich ihm verzeihen wollen,
    aber ob ich das auch könnte, kann ich nicht sagen.

  8. #37 Gast
    28.01.2011 06:14
    Niemand hat das Recht, einen Menschen derart zu okkupieren, dass der sich in seinem Leben nicht frei entfalten kann. Eine Beziehung ist freiwillig und darf einfach nicht restriktiv sein.

    Jemand, der seinem Partner den Kontakt zu einem anderen Menschen nicht verzeihen kann, liebt sich mehr als ihn. Das alles gilt für beide Geschlechter, denn statistisch gesehen gibt es auf beiden Seiten die gleiche Anzahl an Seitenspringern.

    Jemand, der sich zu einem Seitensprung hinreissen lässt, macht das nicht zwingend wegen einer schlechten Partnerschaft. Im Grunde ist er/sie dann lediglich egoistisch. Das ist der/die vorwurfsvolle Partner aber auch. Man sollte gönnen können und sich selbst nicht so wichtig nehmen.

    Wenn zwei Menschen sich wirklich lieben, ist ein körperlicher Seitensprung kein Grund, sich zu trennen. Eher verzichtet man freiwillig darauf - wohlwissend, dass man es jederzeit könnte. Das nenne ich Freiheit. Alles andere sind monströse Moralkeulen, mit denen die eigene Unsicherheit hartleibig und hysterisch verteidigt wird. Souverän wirkt das nicht gerade.

  9. #38 Gast
    28.01.2011 10:25
    @37
    Sicher versuchst Du mit Deiner Argumentation Fremdgehen zu rechtfertigen , ok für Dich.
    Für mich sieht die Sache anders aus.
    Für mich kann es nur Sex geben , wenn es auch Gefühle für den Sexpartner gibt. Wenn ich bereit bin mich völlig auf den anderen Menschen einzulassen. Ohne dieses Gefühl kann ich Sex auch lassen, er bringt mir nichts.
    Für meine Selbstbestätigung reicht ein prickelnder Flirt. Sollte da jemand versuchen mehr zu wollen, denke ich an meinen Partner und hole mir da die Erfüllung.
    Wenn ich aber die Erfüllung dort nicht mehr bekomme, dann wende ich mich an jemand anderen. Dann ist die Beziehung zu Ende.
    So sehe ich Sex.
    Wenn jetzt mein Partner fremd geht, dann kann ich nur meine Gefühle sehen und meine Intention für Sex . Ich gehe davon aus , mein Partner sieht das auch so. Dann ist für mich die Partnerschaft vorbei, weil der andere sich seine Erfüllung wo anders sucht. Das heißt für mich Ende der Beziehung.
    Da gibt es nichts zu verzeihen.
    Sicher würde ich in der Situation nachgeben wollen, weil ich meinen Partner noch liebe , aber ich hätte immer das Gefühl meine Empfindungen werden nicht erwidert und das wäre dann sicher irgendwann das Ende. Dann kann ich auch gleich Schluss machen.

  10. #39 Gast
    28.01.2011 10:32
    @37: 100% Zustimmung! Wenn jemand seinem angeblich geliebten Partner einen Seitensprung nicht verzeihen kann, dann ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass es bei der sogenannten "Liebe" nicht um den anderen geht, sondern letztendlich ums eigene Ego, dass sich zurückgesetzt fühlt, wenn der Partner fremdt geht. Wahre Liebe ist bedingungslos und unabhängig davon, ob einem das Verhalten des Partners gerade gefällt. Alles andere geht letztlich auf egoistische Motive zurück.

  11. #40 Gast
    28.01.2011 10:39
    von #5 an #24

    Dein Missverstaendnis finde ich ebenfalls bemerkenswert.
    Inwiefern habe ich geschrieben, dass mein Partner fremd gehen darf, Hauptsache bei Krankheit zu mir stehen soll? Die Krankheit war als Beispiel genannt. Um es aber zusammenzufassen: mein Partner sollte mein Fels in der Brandung sein, egal was passiert, so wie ich seiner sein wuerde.
    Natuerlich haette ich es lieber, dass mein Partner nicht fremd geht. Und ich wuerde sicher auch Zeit brauchen, um es zu verzeihen. Aber wie gesagt, es ist NICHT NATUERLICH, 40 Jahre lang mit ein und derselben Frau verheiratet zu sein und nur ihr treu zu bleiben. Diese Treue hat nunmal der "emotionale" Mensch erfunden. Daher ist es ein hoher Anspruch.
    Eine Ehe geht weit darueber hinaus und sexuelle Untreue ist fuer mich kein Entsorgungsgrund (ich waehle bewusst diesen Ausdruck, denn der scheint ja hier modern zu sein).

  12. #41 Gast
    28.01.2011 10:48
    Ich habe das einmal selbst erlebt und verziehen - denn ich konnte meinen eigenen Anteil daran erkennen.
    Ich habe meine Partnerin und die Beziehung vernachlässigt - habe Signale dauerhaft und beharrlich ignoriert und ob bewusst oder unbewusst spielt dabei keine Rolle.
    "lieben" ist ein Verb - ein "Tu-Wort" haben wir in der Grundschule gelernt. Also etwas aktives - und wenn ich selbst zu passiv bin und mich nur noch "lieben lasse", dann ist es wenig verwunderlich, dass ich unerfüllte Sehnsüchte zurück lasse.
    Ich glaube auch an einem sogenannten "Seitensprung" kann eine Beziehung wachsen - sofern man dazu bereit ist.
    Dass eine intakte Beziehung einen Seitensprung besser verkrafte, halte ich für eine gewagte These - ich glaube das ist ein Widerspruch in sich - das wäre wie wenn ich sage: "ich habe kein Problem mit meiner Lungenentzündung, weil ich ja absolut kerngesund bin!"

  13. #42
    28.01.2011 10:50
    @38
    wieso hat das was mit okkupieren oder Zwang zu tun.

    Bin ich seltsam oder Ihr? Also mir ist es noch nie schwergefallen treu zu sein. Klar schaut man auch anderen Frauen hinterher, aber niemals in sexueller Absicht. Wenn ich in einer Beziehung lebe habe ich keinerlei Drang danach andere Frauen zu bespringen, das ist einfach so.

    Manche hier tun so als ob Sie Treue eine unmenschliche Kraft kosten würde. nun, ich behaupte das Gegenteil, Seitensprünge sind aufwendig und den ganzen Stress nict einmal ansatzweise Wert.

    @26/28
    Ja, das ist in der Tat so dass auch Menschen fremdgehen die in intakten Beziehungen leben. Hat was mit Narzissmus zu tun.

  14. #43 Gast
    28.01.2011 11:43
    von#5 bzw. 40

    Vielleicht sollte man erstmal "in einer Beziehung leben" definieren. Von was reden wir hier eigentlich? Vom Lebens/Ehepartner oder von einem daher gelaufenen Lebensabschnittspartner den man ja auch immer wieder austauschen kann, wenn es im Bett nicht mehr klappt !

    Beschraenkt sich denn eine Lebensgemeinschaft allein auf sexuelle Treue? Wo, bitte schoen, bleiben die anderen, viel wichtigeren, Werte?
    Ist die sexuelle Treue das einzige, was der moderne Atheist aus der kirchlichen Definition der Ehe uebernommen hat?

    w/34

  15. #44 Gast
    28.01.2011 11:44
    #37
    Ohne Zweifel - die Liebe ist ein Kind der Freiheit.
    Und schöne Sätze hast du geschrieben. Leider sind in der Realität auch andere Kräfte am Werk z.B. auch alte Verletzungen aus der Kindheit, die mit dem Seitensprung des Partners verknüpft werden können. Ist mir so passiert. Ich habe ihn geliebt und ihm keine Vorwürfe gemacht (weil in der Tat, es seine Entscheidung war mehrmals mit einer anderen Frau zusammen zu sein) aber ich war so getroffen, dass das Vertrauen einen großen Knacks hat. Meine Psyche hat heftig reagiert (trotz langjähriger Therapie, bevor ich ihn kannte) und da hatte ich keine wirkliche Kontrolle darüber.
    Und da ich nicht in einer Beziehung leiden will - trotz der Liebe zu ihm - ging sie dann auch zu Ende.
    Manchmal muss man sich wichtig nehmen. Es ist schließlich das eigene Leben. Mit Moral hat dies nichts zu tun, wie du sicherlich bemerkt hast.

  16. #45 Gast
    28.01.2011 11:48
    MadMax, ja, du hast 100% Recht bezüglich der intakten Beziehung, diese Erfahrung habe ich auch. und das ist nicht bei Gelegenheit, wie Frederika spricht, so ist das sich ergeben, es konnte nicht anders sein, obwohl die Ehe ideal ist.

  17. 28.01.2011 12:02
    @#37, #39: Eine Partnerschaft ist freiwillig, ebenso sind Treue und Exklusivität freiwillig. Niemand wird okkupiert oder gezwungen oder seiner Entfaltungsmöglichkeiten beraubt.

    Nur gilt für die überwältigende Mehrheit aller Partnerschaften, dass sie unter der Voraussetzung und Übereinkunft eingegangen werden, dass man sich gegenseitig treu ist. Das ist eine völlig freiwillige Entscheidung, mit der man sich selbst an sein Versprechen bindet. Dieses Versprechen, eine Partnerschaft zu führen, beinhaltet für quasi alle Menschen sexuelle Treue, Vertrauen, Nähe, Sexualität.

    Wenn eine Partnerschaft einengend ist, muss man sie, genau wie jeden anderen Vertrag, kündigen. Dann ist man wieder frei. Aber die eigene, freiwillige Entscheidung zu Treue als Zwang darzustellen, ist einfach nur bizarr und irreführend.

    TITELFRAGE: Die Frage ist nicht, welches Verhalten generell möglich oder richtig ist. Die Frage ist einfach nur OB IHR PERSÖNLICH Fremdgehen verzeihen könntet oder nicht. Ob Ihr es schon mal getan habt oder Euch vorstellen könntet oder ob Ihr Euch getrennt habt oder es Euch nicht vorstellen könnt.

    Die Frage ist überlegt formuliert und es wäre schön, darauf ebenso überlegte Antworten zu erhalten.

  18. #47 Gast
    28.01.2011 12:14
    @43 #5

    Wuerde unsere Meinung oder unsere Einstellung die Deine aendern? Hoechstwahrscheinlich nicht. Warum also so autoritaer auf vorgeschriebene Antworten pochen? Ich habe nicht das Gefuehl, dass hier jemand voellig vom Thema abgekommen waere...

  19. #48
    28.01.2011 14:13
    die thematik mal von einem anderen standpunkt aus gesehen:
    glaubt ihr allen ernstes, dass die millionen verheirateter männer, die prostituierte besuchen, alle in kaputten ehen leben?

    warum gehen männer zu diesen frauen...weil sie es nötig haben?
    nein! sie machen es, weil sie die möglichkeit dazu haben und diese nehmen sie wahr!
    die möglichkeit, dabei erwischt zu werden ist extrem gering...ganz im gegensatz zu einem normalen seitensprung!
    lasst mal männer. wie auch frauen(!) in eine situation kommen, in der sie einem sehr reizvollem gegenüber begegnen und die wahrscheinlichkeit, beim seitensprung erwischt zu werden tendiert gen null...

    und wenn hier immer berichtet wird, man wurde noch nie betrogen, so ist die formulierung nicht ganz korrekt...richtiger wäre: es ist einem nicht bekannt, betrogen worden zu sein...;-)

  20. #49 Gast
    28.01.2011 14:50
    @48
    Ja, leider .
    Ich lebe treu, ich kann die Hand für mich ins Feuer legen.
    Meinen Mann habe ich zu seinen Lebzeiten nie der Untreue bezichtigen können. Aber, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...
    Nach diesem Motto habe ich gelebt.
    Wenn es dann unbedingt sein muss, Dann lasst euch doch bitte nicht erwischen. So blöd kann Mann doch nicht sein. Wenn ihr euch erwischen lasst, dann wollt ihr euch erwischen lassen, dann wollt ihr eine Entscheidung.
    Ganz eklig finde ich die Helden, die nach der Tat angekrochen kommen und dem Partner dann alles gestehen. Ihhhhh,
    erst Mist bauen, dann nicht damit leben können und dem Partner beichten, damit das Gewissen wieder rein ist?????
    Der Partner kann dann sehen was er daraus macht????
    Und wenn der Partner dann sagt, Du , ende ist!!
    Kommt der große Katzenjammer und das geheule, so war es doch gar nicht , ich liebe nur Dich und überhaupt, ich habe es doch gestanden, jetzt ist doch alles gut.
    Ich hatte soviel vertrauen in unsere Beziehung, das kannst Du doch nicht wegwerfen.!!
    Das hört sich dann der Betrogene an. Der hat dann am Ende auch noch die Schuld an der zerbrochenen Beziehung. Ja, das sind die waren Helden. Da kann ich richtig gut leiden.

  21. #50 Gast
    28.01.2011 17:04
    @33
    Ich finde darüber muss man nicht diskutieren. Jemand, der ständig die Partner wechselt schenkt reinen Wein ein, was vollkommen in Ordnung ist. Jemand der fremdgeht tut dies nicht und verkauft die Person für dumm.

    @37
    Viele gehen eine Beziehung aber mit der Voraussetzung ein, dass nicht fremdgegangen wird. Somit setzt sich 1 Partner über diese Vereinbarung hinweg. Es ist möglich sich mehr zu lieben als den anderen, dann bei manchen ist die Liebe auf einen Schlag weg, wenn sie das erfahren. Er liebt sich ja auch mehr als mich, denn sonst würde er nicht das Risiko eingehen, dass ich ein psychisches Problem auf Grund seines Verhaltens bekomme und damit vielleicht ein Leben lang zu kämpfen habe. Wieso sollte ICH gönnen? Warum kann der Partner mir nicht gönnen, dass er mir treu ist? Bin ich ihm so wenig wert? Doch, das wirkt souverän, man geht seinen Weg und dieser beeinhaltet fremdgehen nicht.

    @39
    Egoistisch ist doch der Fremdgeher, der auf den Wunsch des Partners keine Rücksicht genommen hat. Wenn Liebe bedingunglos wäre, dann könnte man doch auch darüber hinweg sehen, dass der Partner einen schlägt oder auch mal vergewaltigt!? Ist es dann auch egoistisch, wenn man deshalb die Beziehung beendet?

    @40
    Ja, eine Ehe scheint bei Dir soweit hinüber hinaus zu gehen, dass Du die Rücksichtslosigkeit Deines Partners tolerierst. Doch, es ist natürlich, denn die Natur hat uns ein Gehirn gegeben welches in der Lage ist zwischen richtig und falsch zu entscheiden.

    @41
    Aber die bessere Variante wäre sicher gewesen, wenn Dein Partner Dir gesagt hätte, welche Änderung Du bei Dir herbeirufen sollst. Wozu muss man da erst fremdgehen?

    @44
    Nein, sexuelle Treue ist nicht das Einzige. Genauso können Beziehungen wegen anderen Sachen in die Brüche gehen, die die selbst definierte Basis in einer Beziehung darstellen.

    @48
    Ich glaube, dass die meisten Puffbesucher in kaputten Ehen leben, denn sonst würden sie nicht so egoistisch sein und das Sexuelle über den angeblich so wichtigen Rest stellen. Kein Problem, komme ich in so eine Situation, dann gehe ich nicht fremd. Nichts leichter als das, schließlich will ich mir danach keine Vorwürfe machen und kann vor meiner Frau damit "angeben" und zeigen wie wichtig sie für mich ist. Ja, sie machen es weil sie die Möglichkeit haben, aber das müssen sie nicht tun. Jeder hat Möglichkeiten, die ungenutzt bleiben.

    @49
    Die Leute, die gestehen sind korrekt, denn so kann der Partner entscheiden, ob er mit einem noch zu tun haben möchte. Ist doch egal, was der Fremdgeher nach dem Schlussstrich sagt!? Ihn hat es auch nicht interessiert als er die Beziehung gefährdet hat.

  22. #51 Gast
    28.01.2011 17:38
    ich kann mit fremdgehen leben, wenn mein partner sich "richtig verliebt" hat und vor einer echten liebesfrage steht ujnd mir es auch erzählt

    ich kann keinen "ausrutscher" bei einer dienstfahrt o.ä. akzeptieren

    warum?: ich habe immer gewußt, dass mein partner sich nicht von mir trennen würde

    keine ahnung warum, aber leider(?) bin ich kein bisschen eifersüchtig

    ich trenne mich, wenn meine liebe zu diesem partner vergangen ist, vorher ists mir ziemlich egal, was er treibt


    fremdgehen scheint nur ein problem zu sein für personen, die nicht alleine glücklich sein können und sich nicht vorstellen wollen, dass immer mal wieder die große liebe kommt.... mal dick mal schmal mal mit und mal ohne bart und bauch....

  23. #52 Gast
    28.01.2011 18:18
    @51
    Nein, Fremdgehen ist auch für Personen ein Problem, die alleine glücklich sein können und sich vorstellen, dass immer mal wieder die große Liebe kommt. Es lässt eher das Gegenteil, wenn jemand wegen Fremdgehen nicht Schluss macht.

  24. #53 Gast
    28.01.2011 22:17
    Frederika schreibt ein Fremdgeher verletzt den Stolz des Ehepartners. Klare Aussage.
    Frederika schreibt, ein Fremdgeher verletzt die Würde ( wohl im Sinne von Menschenwürde) des Ehepartners. Was für eine singuläre Definition von Menschenwürde ist das, die durch Unkenntnis und Nichthandeln verletzt wird? Oder geht es um bekanntgewordenes Fremdgehen - durch den
    Handelnden, durch Beteiligte, durch Dritte ?
    Bitte mehr Klarheit !

  25. #54 Gast
    29.01.2011 01:09
    Liebe FS, ich bin durchaus der Meinung, dass ein Seitensprung eine Katastrophe ist. Aber ich finde, es gibt Umstände, die es möglich machen sollten, ihn zu verzeihen und zu überwinden.

    Ich habe Freunde, die es geschafft haben. Allein , dass sie es mir erzählt haben, beide, zeigt, dass sie schockiert waren über das, was passiert war, dass sie Hilfe suchten dabei, es zu überwinden und das sie offen darüber nachdenken wollten, was nun wird. Er war die Sau, sie hat ihn aber doch geliebt. Und damit war alle Theorie dahin.

    Und, liebe FS, ich glaube, der absolute Anspruch "sowas verzeihe ich nieeeeee", ist in der Theorie ok, aber die Praxis wird Dich ganz schnell eines besseren belehren, wenn es mal soweit ist, wenn Du plötzlich einsehen musst, dass in einer Partnerschaft beide dazu gehören, einen so unglücklich werden zu lassen, dass er (sie) sich vergisst und dass danach durchaus, wie ein reinigendes Gewitter, die Beziehugn auf einer neuen, bewußteren Basis, genesen kann.

    Sicher, die Schmerzen sind gewaltig und ich binbestimmt nicht der Meiunung, ein Seitensprung sei eine Bagatelle. Aber die Frage, ob er das Ende der Beziehung bedeutet, möchte ich ganz klar beantworten mit "Nicht immer, nicht unbedingt, nicht, wenn beide merken, dass ein Unglück passiert ist, wohl verschuldet von jemandem, aber eben passiert, ein Unglück, dass - schlechte Zeiten - auch gemeinsam gemeistert werden kann".

    I[Mod.= gelöscht]
    m, 49

  26. #55 Gast
    29.01.2011 09:12
    Kann ich niemals verzeihen. Das ist das Ende. So nötig hab ich das nicht, das man über alles hinweg sehen muss.

  27. #56 Gast
    29.01.2011 10:10
    Ich würde niemals von meinem Partner Exklusivität verlangen. Wer das tut, hat meiner Meinung nach ein Defizit in seiner Persönlichkeit, das er dadurch zu kompensiert, das er versucht, den anderen einzuschränken.

  28. #57 Gast
    29.01.2011 14:25
    @53
    Ich denke das definieren viele anders. Zu meiner Interpretation: Die Menschenwürde wird verletzt wenn davon weiß. Wenn viele Außenstehende davon wissen, verletzt es ebenfalls die Würde, denn die Person, die es am meisten interessiert (den meisten interessiert es) wird einfach hintergangen. Der Täter ist der Fremdgeher, denn er ist die Ursache.

    @49
    Beim Fremdgehen gehören nicht beide dazu, denn VORHER muss man über die Probleme sprechen und nicht nachher. Wenn der Fremdgeher so unglücklich ist, warum spricht er nicht darüber? Warum kann man die schlechten Zeiten nicht ohne Sex mit einer anderen Person überstehen?

    @56
    Dann haben aber recht viele Leute ein Defizit in ihrer Persönlichkeit. Die Leute, die Exklusivität versprechen und dann nicht einhalten haben eher ein Defizit in ihrer Persönlichkeit. Warum halten sie ihr Versprechen nicht? Sie hätten doch vorher sagen können, dass sie nicht wissen, ob sie fremdgehen oder bevor sie fremdgehen wenigstens bescheid geben, dass sie gleich Sex mit jemanden anderen haben. Aber dafür sind sie zu freige. So würden sie auch nicht fremdgehen, sondern es wäre bekannt.

  29. #58 Gast
    29.01.2011 15:07
    Oh was für ein aktuelles Thema - ist mir gerade passiert. Ich hab ihn sofort rausgeworfen, nach 7,5 glücklichen Jahren ohne jegliches Anzeichen.
    8 Wochen kein Kontakt, gestern kam er einfach so vorbei (Vorwand Wohnung). Auf all meine Fragen (also wie es sein kann, dass man in 1,5 Wochen eine Tulla kennenlernt und einfach so, ohne je vorher zu sagen, was ihm nicht passt, 7 Jahre hinzuschmeissen) gibt es nur die Antwort : so war ich schon immer, ich bin halt ein A... verbunden mit hilflosem Schulterzucken,
    Für diesen Mann hätte ich auch meine Hand ins Feuer gelegt, war überzeugt, wir seien glücklich gewesen (unser soziales Umfeld dachte das ausnahmslos auch, so kann man sich täuschen). 3 Wochen vorher noch Urlaub gebucht, nicht stornierbare Flüge, und auf die Frage warum - ja da sei ja noch alles gut gewesen. HALLO?

    Nachdem ich in den letzten Wochen von x männlichen Freunden die "Männer machen halt so was, das hat nix zu bedeuten"-Version angehört hab, hat mich dieser Auftritt gestern Abend überzeugt: es war genau richtig, ihn rauszuwerfen. Er ist übrigens direkt bei der neuen mit ihren 2 Kinden eingezogen. War ja auch die naheliegendste Lösung.
    Mein Gott, wie kann man nur so armselig sein, und vor allem, wir kann es sein, dass ich all die Jahre nichts davon bemerkt...

    Fazit: es tut unendlich weh. Ich hatte schon immer gesagt, dass ein Seitensprung das Aus für mich wäre, weil ich damit nicht klar komme, und genauso ist es. Ich kann es nicht verzeihen. Mein Stolz und meine Würde sind in dieser harten Zeit das Einzige, was mir geblieben ist.
    Glücklich werden geht nie mehr mit diesem Menschen- Strich drunter und neu beginnen

  30. 29.01.2011 20:34
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich das Fremdgehen (heißt für mich er entscheidet sich für Sex mit einer anderen Frau) meines Partners je verzeihen könnte. Alkoholeinfluß wäre für mich keine Entschuldigung.
    Ob ich mich tatsächlich trenne oder nur das Bett nicht mehr mit ihm teile weiß ich nicht - es hängt von den Rahmenbedingungen wie Kindern, finanzielle Verpflichtungen, etc. ab.
    Einzig wenn er durch Täuschung, Druck in Not o.ä. dazu gezwungen würde kann ich mir vorstellen, daß ich weniger blockiert wäre - geht aber eher in Richtung Vergewaltigung denn Fremdgehen.

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