1. Frage:
    Gefragt am: 19.09.2010, 14:37 von Gast
    Schwanger und weiter?
    Hallo kurz zu meiner Geschichte. Ich bin jetzt Schwanger im 8.Monat. Meine Freund und ich wir haben uns getrennt als ich es noch nicht wußte das ich Schwanger bin. Wir haben darüber gesprochen und wir wollen beide das Kind, er will sich auch darum kümmern und kümmert sich auch jetzt um mich. Ich habe noch 2weitere Kinder(6 un.9 Jahre) sie sind von einem anderen denen er aber wie ein Vater war. So nun zu meiner Frage wenn das Baby da ist wie soll ich das handhaben, soll ich ihm das Baby mit zu sich nach Hause geben, soll er es bei mir besuchen und ich ihn dann spazierengehen lassen oder auch versorgen lassen? Was soll ich mit meinen 2 anderen Kids machen weiß nicht ob sie dann Eifersüchtig reagieren wenn er nur das Baby nimmt? Hat schon jemand mal Erfahrung damit gehabt was ist zu tun? Würde mich sehr über Antworten freuen. Ich weiß echt nicht was richtig ist.
    Antworten:
  2. 19.09.2010 15:25
    Welch schreckliche Situation. Vielleicht solltet Ihr beide mal ganz ernsthaft drüber nachdenken, ob Ihr es nicht noch einmal miteinander probieren solltet. Warum habt Ihr Euch getrennt? Warum ist ein Zusammenleben unmöglich?

    Manchmal muss man der Kinder zuliebe eben Kompromisse eingehen. So wie Du es beshreibst, wäre die Situation doch absolut unerträglich für alle Beteiligten. Wie willst Du unter solchen Umständen jemals wieder einen neuen Partner finden, der einen häufig zu Besuch kommenden Ex toleriert?

    Weißt Du außerdem, wie abstoßend es für die meisten Männer klingt "3 Kinder von zwei Vätern" zu haben? Unter diesen Bedingungen bleibst Du womöglich immer Single.

    Mein Rat: Versöhne Dich mit dem Vater des ungeborenen Kindes und führt so gut es geht eine Partnerschaft.

  3. #2 Gast
    19.09.2010 15:45
    Mein Exfreund hat mich in der Schwangerschaft verlassen, daher erlebe ich gerade eine ähnliche Situation.

    Wenn Ihr gut miteinander klar kommt, ist es anfangs natürlich am einfachsten, wenn Du ihn zu Besuchen bei Dir einlädst. Da sind alle Babyutensilien da. Zumindest wenn Du voll stillst, kannst Du anfangs ja nicht länger als maximal 2-3 Stunden weg von Deinem Kind. Klar, man kann Milch abpumpen und einfrieren etc., aber dann wirds komplizierter.

    Was das "Versorgen" des Babys angeht, da würde ich mich langsam rantasten. Frag ihn, ob er mal wickeln oder das Kind baden möchte, zeig ihm (geduldig und mehrfach) wie es geht, und schau dann ein paarmal zu. Mein Ex konnte nach ein paar Wochen gut wickeln und auch mal 2 Stunden alleine mit dem Baby sein. Und mir ging es auch gut dabei, sehr schön auch mal kurz weg zu können.

    Darauf würde ich auf jeden Fall achten: Wenn es Dir aus irgendwelchen Gründen schwer fällt, ihm Dein Baby frühzeitig anzuvertrauen, dann achte darauf und lass Dir Zeit! Der Kontakt zum Papa wird einfacher wenn das Kleine irgendwann krabbelt, läuft, redet, da braucht man nichts zu früh erzwingen.

    Übrigens war mein Ex - obwohl getrennt- auch bei der Geburt dabei. Für mich eine große Unterstützung, und für ihn eine wichtige Erfahrung und intensiver erster Kontakt zum Baby. Aber auch da: Achte darauf, womit es Dir gut geht, das ist das allerwichtigste!

    Alles Gute für Dich und Dein Baby!

  4. #3 Gast
    19.09.2010 15:59
    Wenn ihr euch trennen wollt trennt euch, eine Partnerschaft um der Kinder willen habe ich über mehr als 10 Jahre aufrecht erhalten, mit dem Resultat, dass der Vater meiner Kinder sofort nach der Scheidung seine Freundin geheiratet hat und ich, mittlerweile 50+, auf dem Partnermarkt als praktisch unvermittelbar gelte. Das würde ich niemals wieder so tun und kann es auch keinem Menschen raten.

    Um Kinder kann man sich hervorragend kümmern, wenn beide dies wollen und tun, dazu muss man keine "Partnerschaft" haben. Weder in einer gemeinsamen Wohnung wohnen und auch nicht um der Kinder willen eine Pseudo-Partnerschaft führen.

    Ich habe in meinem Umfeld einen solchen Fall, es funktioniert schon über 14 Jahre ganz hervorragend. Beide haben neue Partner und alle kommen miteinander gut aus.

    Voraussetzung ist, dass man viel miteinander spricht, die Kinder wichtig und Bindeglied sind und man keinen Rosenkrieg bei der Trennung anzettelt.

    Ich wünsche dir viel Glück.

    w,51

  5. #4 Gast
    19.09.2010 16:31
    Ja, Vater bzw. Mutter werden ist nicht schwer, es sein dagegen sehr...

    3 Kinder von 2 Vätern. Naja, die Ex meines Bruders bringt es auf 3 von 3 (Brüderchen war der Erste im Bunde) und wurde - sie sieht halt sehr gut aus - tatsächlich noch mit Mitte 30 von jemand ganz anderem gefreit!

    Wenn du nur gut genug ausschaust, wird sich immer noch jemand finden. Aller guten Dinge sind 3 Väter.

  6. #5 Gast
    19.09.2010 16:47
    Meine Güte, so eine Tragik ist es nun auch wieder nicht, Kinder von zwei Vätern zu haben. Also echt, das ist ja wie im Mittelalter. Wenn Männer Kinder von mehreren Frauen haben regt sich auch keiner auf.

    Fragestellerin - deine Situation ist nicht einfach und nicht beneidenswert, aber versuche das Beste zu sehen. Du wirst bald ein Baby haben - das ist ein wunderbares Erlebnis und Gefühl, und deine Kinder werden das Baby sicher lieb haben. Sie sind ja groß genug um auch etwas mit dem Kind anfangen zu können und sich zu artikulieren. Wenn sie eifersüchtig sind, werden sie es dir mitteilen können.

    Appelliere doch an den Kindesvater, auch die anderen beiden in seine Aktivitäten einzubeziehen. Vielleicht macht's das für ihn sogar einfacher, wer weiß - die älteren Kinder sind viel mehr und öfter mit dem Baby zusammen als er, kennen es besser. Sie können ihm tatsächlich helfen die Wünsche des Babys zu erkennen bzw. später, wenn es krabbeln oder gehen kann, können sie (zumindest das 9jährige Kind) auch schon mal für 10 Min auf das Kind aufpassen. Für dich wär's auch eine Entlastung, hin und wieder stundenweise die Kinder außer Haus zu haben und Zeit für ein Nickerchen oder was immer zu haben ...

  7. #6 Gast
    19.09.2010 16:56
    Erstmal danke für Eure Antworten,
    so schrecklich ist die Situation nicht wie es vielleicht rüber kommt.
    Wir sind uns aber beide einig das wir keine Beziehung mehr miteinander
    führen wollen, er aber für mich und das Baby da ist.

    Zur Zeit kommt auch erstmal kein neuer Partner in Frage jetzt mit dickem Bauch nicht
    und wenn das Baby erstmal da ist, dann auch nicht gleich.Egal wie ich aussehe zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel.
    Die Frage bezog sich erstmal auf die Anfangszeit.
    Er ist selber schon Vater einer Tochter, kann also wickeln, füttern etc.
    da habe ich keine Angst.
    Aber irgendwann werde ich vor der Frage stehen das er das Baby auch über Nacht zu sich nehmen will,
    grundsätzlich habe ich kein Problem damit,aber vielleicht doch nicht so in den ersten paar Wochen.

    Wenn er sein Kind sehen will kann er gerne kommen es auch versorgen und dann werden wir weiter sehen müssen.

    Rosenkrieg gibt es bei uns nicht, wir verstehen uns gut aber nur als Freunde.

  8. #7 Gast
    19.09.2010 18:46
    @4
    Naja, drei Kinder von drei verschiedenen Vätern ist eine gute Konstellation! Jeder Vater blecht nur einmal, die Unterhaltszahlungen sind also bestimmt in voller Höhe gesichert!
    Wärenddessen sie nämlich bei einem Vater, der für drei Kinder zahlen muss, bestimmt nicht so sicher sind! ;-)
    Also von daher hat die Frau wohl alles richtig gemacht!

  9. 19.09.2010 21:43
    Meine Meinung dazu:

    1. Findet und behaltet einen anständigen, freundschaftlichen, fairen Umgang miteinander

    2. Der Lebensmittelpunkt des Babies ist bei Dir. Er kann zu Dir kommen, von Dir aus mit dem Kinderwagen losziehen und wieder zurückkommen, Dir stundenweise den Rücken freihalten.

    3. Findet eine bestimmte Wochenplanung, die für beide bindend ist. Zum Beispiel: Er kommt immer mittwoch von x bis y und Samstags von a bis b. Dann könnt ihr beide mit Eurer Zeit kalkulieren.

    4. Das Baby braucht während der Stillzeit die Mutter im Drei-Stunden-Rhythmus. Ich würde es ablehnen, in den ersten zwei Lebensjahren das Kind ihm mitzugeben in seine Wohnung. Wenn es größer ist, gerne, aber nicht in den ersten zwei Lebensjahren. Die nächtliche Trennung von der Mutter wäre für das Kind sehr schwer oder gar unmöglich. Wenn er dann mal über Nacht das Kind hat (ein bestimmter Wochentag), dann sieh zu, daß Du Dich entweder in dieser Zeit besonders Deinen anderen Kindern widmest ODER Du einen freien Abend pro Woche hast. Kannst Du die anderen Kinder für einen Abend pro Woche bei den Großeltern unterbringen?

    An der Diskussion, wie viele Väter für wie viele Kinder nützlich und brauchbar sind, beteilige ich mich nicht.

  10. #9 Gast
    20.09.2010 00:20
    Liebe FS,

    ich finde es gut, dass du mit dem Vater des Babys ein unproblematisches Verhältnis hast und ihr euch gegenseitig keinen Stress und Kummer bereitet! Ich wünsche euch, dass es so bleiben möge!
    Ich finde es auch toll, und eigentlich auch normal, dass der Vater seine Vaterrolle übernehmen will und dir, soweit es zwischen getrennten Eltern möglich ist, auch zur Seite stehen will.
    (Da denkt man: eigentlich schade, dass ihr nicht als Paar miteinander leben könnt, denn das hört sich alles recht angenehm an! Nun gut, ihr habt das Thema Partnerschaft zwischen euch geklärt - das ist zu akzeptieren!)

    Solange du stillst, wird es ungünstig sein, das Baby über Nacht dem Vater mitzugeben.
    Wenn du aber nicht mehr stillst, spricht da, meiner Meinung nach, nichts gegen! Er ist bereits Vater eines Kindes und du hast keine Bedenken, dass er sorgfältig und verantwortungsbewusst mit euerm Kind umgehen wird. Warum sollte euer Kind nicht, nach der Stillzeit, z.B. eine Nacht in der Woche auch bei ihm sein. Er hat als Vater genau so das Recht, von Anfang an eine enge Beziehung zu seinem Kind zu entwickeln. Wenn das alles entspannt und normal abläuft, wird es dem Kind sogar sehr gut tun.

    Ob dein Ex deine anderen beiden Kinder auch mal oder regelmäßig in die Unternehmungen mit dem Baby einbeziehen soll - das musst du am besten mit den Kindern und deinem Ex besprechen. Wenn es beide gerne mögen (Kinder und Exmann) - spricht da auch nichts gegen!
    Wenn ihr eine stressfreie Beziehung zueinander habt, sollte es doch kein Problem sein, dieses offen miteinander zu besprechen.
    Sollte der Ex nur das Baby nehmen wollen, deine beiden Großem aber nicht, muss man das natürlich auch akzeptieren - es sind nicht seine Kinder und ihr seid getrennt. Das ist u.U. traurig für deine beiden Großen, aber das musst du ihnen dann erklären. Widme dich dann während der Zeit, wo das Kleine bei seinem Vater ist, den beiden Großen, damit sie sich nicht zurückgesetzt fühlen.

    Ihr seid nun mal eine klassische Patchwork-Familie, da brauchen einige Dinge besonderes Fingerspitzengefühl, damit keiner benachteiligt wird - aber ihr werdet das schon schaffen! Was anderes bleibt euch ja auch nicht übrig! ;-)

    w42

  11. 20.09.2010 00:58
    Da du bereits Mutter von 2 Kindern bist, bin ich etwas überrascht von deiner Frage wie das mit dem Baby zu handhaben wäre.
    Baby und Kleinstkind können nicht für einige Stunden und schon gar nicht über Nacht, dem Vater übergeben werden, auch nicht wenn alle Einverstanden wären, siehe #8
    Weil Baby wäre es mit Sicherheit nicht!
    Würde der Vater mit euch leben, sähe die Situation anders aus, da der Vater fixe Bezugsperson für Baby ist.

    Alles was ihr gemeinsam wollt und auch dem wohl des Kindes dient sollte möglich sein.

    Den Kindern mit 6 und 9 kann man einiges erklären, doch wenn sich der EX (zu dem deine Kinder anscheinend eine gute Beziehung aufgebaut haben), nun ausschießlich um Baby kümmert und deinen anderen beiden Kinder keine Aufmerksamkeit mehr schenken will, haben die zwar eine verständliche Erklärung, aber einen Trennungsschmerz werden sie verspüren, denen du ihnen durch fast nichts erleichtern kannst.
    Das Leben ist leider manchmal sehr brutal und manche Menschen müssen das leider sehr früh erfahren.
    Ich denke nicht, dass es euch möglich sein wird Eifersucht einzudämmen!
    Die Situation in der ihr euch befindet, fand nicht Vorsätzlich statt.
    Doch sieht es für die beiden Großen schlimm aus, wenn sie nicht auch einen Vater haben der ebenso Kontakt mit ihnen hält.
    Ich würde die Situation mit Profis (Erziehungsberatung, Psychologen) ausführlich besprechen, denn ich denke, dass in dieser sehr schwierigen Situation wirklich alle Beteiligten Rat, Hilfe und Unterstützung benötigen werden!
    Alles Gute Euch!

  12. #11 Gast
    20.09.2010 03:16
    Entschuldigung, aber was sind denn das hier zum Teil für väterfeindliche, seltsame Ansichten!
    Warum soll ein Baby, wenn es nicht mehr gestillt wird, es nicht mögen, regelmäßig auch eine Nacht bei seinem Vater zu sein?! Ein liebevoller Vater kann seinem Kind genau das alles geben, was die Mutter auch kann! Je mehr man den Vater raushält, desto schwerer wird er eben auch zur Bezugsperson für das Kind. Ist er aber von Anfang an möglichst viel mit dem Kind zusammen, wird er für das Kind ganz natürlich die andere Bezugsperson neben der Mama - eben genau der Papa!
    Kinder brauchen Regelmäßigkeit und emotionale Sicherheit! Wenn es den Vater von Anfang an als regelmäßige zuverlässige Bezugsperson erlebt - wird es damit überhaupt kein Problem haben, dass es zwei Bettchen hat, eins bei der Mutter und eins beim Vater.

    Zur Eifersucht bzw. Trauer der großen Kinder:
    Selbst in intakten Familien gibt es häufig starke Eifersucht beim älteren Kind, wenn ein neues Baby dazukommt. Das ist auch in "heilen" Familien ein mehr oder weniger klassisches Problem, was durchaus manchmal pathologische Züge annimmt, beim älteren Kind.
    Man muss sich damit also so oder so auseinandersetzen!

    Besonders schlimm ist es für ein Kind, wenn Mutter eine neue glückliche Beziehung hat und mit dem neuen Partner zur Krönung ein Baby bekommt. Das Kind fühlt sich verständlicherweise zur neuen Kleinfamilie nicht richtig dazugehörig. Häufig geht der neue Partner auch unbewusst liebevoller mit dem eigenen Kind um, als mit dem Stiefkind. Hier hat das ältere Kind die "Zurücksetzung" praktisch ständig vor Augen!
    Es könnte deshalb im Fall der FS sogar "günstiger" sein, dass der Vater des Babys nicht mit im Familienhaushalt lebt - so sind alle 3 Kinder, bei der Mutter im Haus, in der "gleichen" Situation!

    Auf jeden Fall gibt es Tausende solcher Patchworkfamilien - und viele bekommen es, trotz aller Schwierigkeiten, ganz gut hin! Ich würde das nicht von vornherein so pathologisieren und nicht gleich Psychologen einbeziehen!
    Viel schlimmer wirkt sich auf die Kinder nämlich regelmäßig aus, wenn die Eltern mit der Situation, wie sie nun mal ist, und sich selbst nicht im Reinen sind!

    w42

  13. 20.09.2010 21:30
    @11 (w42):

    Hier ist die 8. Ich bin ganz und gar nicht väterfeindlich sondern eigentlich sehr pragmatisch. Ich habe eine Trennungssituation auch hinter mir. Natürlich soll der Vater eine zweite Bezugsperson sein, aber durch Stillzeit bedingt durch den Lebensmittelpunkt des Babies bei der Mutter wird sie vielleicht 90% der Zeit des Babies bei diesem sein. Es ist nur ganz natürlich, daß das Kind selbst nach der Stillzeit abends seine Mami haben will.
    Bei uns war es so und es wäre anders - selbst bei gutem Willen - nicht gegangen. Ich habe mich da dem Willen des Kindes gebeugt. Die Fragestellerin wüßte sicher auch gern mit einem freien Abend gut umzugehen.

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