1. Frage:
    Gefragt am: 21.12.2010, 12:54 von
    Schwanger und allein und jetzt?
    Ich bin schwanger und habe keinen festen Freund an meiner Seite...Bin irgendwie ziemlich ratlos, wie es nun weitergehen soll?? Ich kann zwar ungefähr rekonstruieren, wer der Vater sein müsste (ich hatte in den letzten 2 Monaten eine ziemlich turbulente Phase nach einer langwierigen Trennung von einem langjährigen Freund, in der ich sowohl mit diesem als auch mit einem anderen Mann sagen wir mal intim geworden bin...) möchte diesen aber auf keinen Fall informieren oder auch als "Vater" deklarieren. Mit der Affäre wollte ich mir lediglich die Bestätigung seitens der Männerwelt zu holen, die von meinem 8-Jährigen Freund nicht mehr kam.....Soll ich das Kind bekommen?? Ich bin jetzt 33 und wollte mit meinem Ex-Freund auch ein Kind...Doch das waren die Gegebenheiten auch anders...Bin hin und her gerissen..Möchte das Kind, will aber nicht diesen inakzeptablen Vater dazu, der einfach nur gut aussieht, aber so überhaupt nicht mir entspricht. Er ist Handwerker, ich Juristin...Was tun???
    Antworten:
  2. #1 Gast
    21.12.2010 13:01
    Juristin - hallo Kollegin. Ich finde, Du solltest es ihm sagen, den soviel Anstand gehört im Leben dazu, daß mann weiß, daß man Kinder hat.

    Weißt - Du bist schwanger, ungewollt wohl, aber schwanger ist nunmal schwanger und das Kind trägt die Gene des Vaters, so gesehen wirst immer erinnert werden. Und Abtreibung nur weil Dir der Vater nicht paßt ?

    Du bist 33 und solltest wissen, was Du tust, und vor allem ist es so, daß es keine Gewähr gibt, daß Du in absehbarer Zeit einen Mann findest, der dann ein Kind von Dir will.

    Oder anders: Hättest es Dir vorher überlegt, wärst nicht in der Lage, in der Du bist. Nunmehr kannst Dir den Vater Deines Kindes nicht mehr (im Katalog ?) aussuchen, nunmehr heißt es "mach das beste draus, aber jammer nicht rum" weil Du bist an Deiner Lage selbst schuld.

  3. #2
    21.12.2010 13:21
    Ich finde auch dass Du die möglichen Väter informieren MUSST. Sie entsprechen Dir vielleicht nicht aber sie sind Menschen mit Gefühlen. Auch bin ich der Meinung dass auch Er ein gewisses Mitspracherecht haben sollte (ja, ich weiss rechtlich hat er es nicht). Vielleicht ist er ja auch dazu bereit das Kind alleine aufzuziehen. Also wenn DU mal weisst wers denn nun tatsächlich ist.

    <MOD: Beleidigung entfernt!> So wild durch die Gegend zu vögeln dass man nichtmal genau weiss wer denn nun der Vater ist und dabei nicht einmal verhüten.... <MOD: Übergriffe entfernt.>

  4. 21.12.2010 13:24
    Hm, eine sehr schwierige Lage, in die Du Dich da manövriert hast.

    Gehe in Dich, ob DU SELBST ein Kind willst und ihm eine gute Mutter sein möchtest. Frage Dich, ob Du mit der Rolle der Alleinerziehenden klar kommst. Sei Dir bewusst, dass ein Kind Deinen Lebensalltag ganz grundlegend und irreversibel verändern wird, auch in Bezug auf abnehmende Chancen, später doch noch einen Partner zu finden und eine richtige Familie zu gründen. Triff die Entscheidung einfach nach diesen Aspekten -- willst DU das Kind haben und alleine aufziehen oder nicht?

    Ein Schwangerschaftabbruch ist kein Weltuntergang. Zum Glück gibt es diese Möglichkeit. Wenn Du einen Abbruch mit Deinen persönlichen Wertvorstellungen vereinbaren kannst, dann lasse Dir nicht von anderen dazwischenreden. Wenn Du aber innerlich eigentlich gegen Schwangerschaftsabbruch bist, dann wirst Du hinterher nur Schuldgefühle und Probleme haben und solltest diesen Weg eher nicht wählen. Triff auch diesbezüglich die Entscheidung einfach nach DEINER eigenen Einstellung, aber triff sie lieber früher als später.

    Du darfst selbstverständlich vor dem Jugendamt den Vater geheimhalten -- sag einfach, dass Du beim besten Willen nicht weißt, wer der Vater sein könnte und mach keinerlei weitere Angaben. Wenn Du keinen Unterhalt benötigst, kann diese Lösung durchaus eine gangbare und empfehlenswerte Lösung sein. Ein Vater, der so gar nicht zu Dir und Deinem sozialen Umfeld passt, muss nicht unbedingt eine Bereicherung sein. Ganz im Gegenteil kann es auch die Partnersuche erleichtern, wenn Du mit einem neuen Partner nicht nur einen Liebhaber, sondern auch einen Ersatzvater für Dein Kind finden würdest, so dass Eure Familie nicht durch Ex-Vater-Beziehungen belastet wäre.

    "Ungefähr rekonstruieren" klingt ohnehin extrem unsicher und würde mit nur wenig Pech wahrscheinlich schief gehen und zu einem länglichen, peinlichen Verfahren um die biologische Vaterschaft führen. Das kannst Du Dir ersparen, wenn Du ohnehin keinen Unterhalt wünschst. Aber wenn Du diese Entscheidung triffst, dann halte Dich auch lebenslang dran und rudere nicht irgendwann zurück. Das wiederum kannst Du keinem Mann antun -- also Jahre später erst davon zu erfahren.

    Ich könnte persönlich nachvollziehen, dass man in dieser Situation kein Kind austragen möchte, sondern sich gegen die Schwangerschaft entscheidet. Ich halte eine intakte Familie für essentiell. Ganz persönlich gesehen, würde ich so eine ungewollte Schwangerschaft gewiss nicht austragen. Was für schreckliche Voraussetzungen!

  5. #4 Gast
    21.12.2010 13:25
    Ein Kind zu Welt bringen bedeutet auch Verantwortung für diesen Menschen übernehmen. An der Fähigkeit, verantwortungsbewusst zu Handeln und verantwortungsbewusst mit den Gefühlen anderer Menschen umzugehn, zweifel ich, aufgrund deiner Schilderung, aber ganz gewaltig.

    Das Kind hat ein Recht darauf zu erfahren, wer sein Vater ist.
    Der Mann hat ein Recht (zumindest moralisch) zu erfahren, dass er Vater wird/ist.

    Mir fehlen echt die Worte zu deinem Posting.....*kopf schüttel*

    "Schwanger und allein und jetzt?" Jetzt hast Du die Konsequenz zu tragen. Sollte dir als Juristin ja nicht fremd sein, dass man für sein Handeln geradestehen muss, oder?

    w39

  6. 21.12.2010 13:36
    @#4: Ja, ein Kind auf die Welt zu bringen, bedeutet Verantwortung. Es ist ja aber nich nicht auf der Welt und noch hat die Fragestellerin beide Möglichkeiten: Die Schwangerschaft abzubrechen oder sie auszutragen. Das war im übrigen die Titelfrage. Auch ein Abbruch kann eine verantwortungsvolle und richtige Art sein, die Konsequenzen zu tragen.

    Auch mir fehlt vollends das Verständnis dafür, "sich durch die Welt zu vögeln und nicht richtig zu verhüten", wie Kalle das so drastisch beschreibt, aber nun, wo es geschehen ist, braucht die Fragestellerin einen Rat zur aktuellen Lage.

    Noch eine Anmerkung für die Fragestellerin: Wenn Du schwanger werden konntest, dann konntest Du Dich auch mit allen möglichen Krankheiten infizieren. HIV, Hepatitis, Chlamydien, HPV, Herpes genitalis etc. sind immer möglich, wenn es zur Befruchtung kam. Du solltest Dich dringend auf alle einschlägigen Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen! Promiskuität ist die Hauptursache für Geschlechtskrankheiten und Männer, die willfährig mit Dir schlafen, haben auch mit Dutzenden anderen Frauen geschlafen und die wiederum auch mit vielen anderen Männern...

  7. #6 Gast
    21.12.2010 13:38
    Auch wenn es makaber in Deinen Ohren klingt erst mal herzlichen Glückwunsch.

    Schuldvorwürfe bekommst Du von mir nicht.

    "Was tun?" Das Kind bekommen und alleine selber grossziehen. Nicht zur Pflege oder Adoption freigeben. Bis es soweit ist hast Du noch viel Zeit festzustellen ob Du Hilfe brauchst und wo Du sie bekommen kannst.

    Irgendwann irgendwie feststellen wer der Vater ist. Zumindestens mit einem dieser reden.
    " Er ist Handwerker, ich Juristin...Was tun???" Falls er der Vater ist bedeutet das nicht das Du mit Ihm zusammen sein musst. Falls es dir wirtschaftlich schlecht gehen sollte (vermutlich weniger), die Kirche, Diakonie, betreibt Eltern - Kind Häuser.Im TV N3 war oder kommt ein Berich über ein solches Haus z.B. in Osnabrück.

  8. #7 Gast
    21.12.2010 13:47
    Dir mit dem Moralischen zu kommen hat wenig Sinn, das ändert nichts an der Situation. Wer Sex hat kann auch Kinder zeugen- das hat man früh gelernt, vielleicht zwischendurch mal verdrängt aber da bei dir und deinem Ex das Kindthema auch schon auf dem Tisch war. Tja, nun ist es passiert und es ist an der Zeit zu seinem Handeln zu stehen. Abtreiben ohne in einer bedrohlichen Situation zu sein ist zwar dein gutes Recht, ich bezweifle jedoch, dass du mit dieser Entscheidung auf lange sicht glücklich wirst. Wenn du nicht abtreibst hat der Vater das Recht sein Kind zu kennen, das Kind hat ein Recht darauf seinen Vater zu kennen und schließlich geht es auch darum, dem Vater die Möglichkeit zu geben sich um sein Kind zu sorgen. Frauen wollen das zwar nicht immer wahrhaben, aber es ist nicht nur dein Kind und ich würde mir den Ärger und die Vorwurfe lieber nicht ins Haus holen. Was sagst du deinem Kind später wenn es fragt wo der Papa ist? Was sagst du dem Mann wenn er hausfindet, dass du ein Kind hast und es von ihm sein könnte?

    Deine Situation ist nicht so schlimm wie du sie dir nun ausmalst. Du bekommst ein Kind, das ist etwas Schönes, etwas, dass du dir doch auch gewünscht hast. Dieser Umstand bedeutet Veränderung, aber Veränderung ist doch nicht zwangsläufig schlecht. Blicke positiv auf die Situation, sei mit allen Beteiligten ehrlich und freu dich darauf Mutter zu sein. Kinder sollte man so willkommenheißen wie sie eben kommen. Sie halten sich nicht an deinen Lebensplan, sie verändern dein Leben und um so mehr du dich dagegen wehrst um so ungemütlicher wird es.
    Akzeptiere es einfach: Du wirst Mutter, dein Leben wird sich verändern. Aber du bist jung, bist gesund und wirst nicht bedroht- also geh nicht davon aus, dass es dein Leben zerstört.
    Nimms leicht- dann hast dus auch leichter.

    Hast du denn überhaupt schon Zeit gefunden dich zu freuen? Hast du schon über deinen Bauch gestrichen und realisiert, dass in dir ein neuer Mensch entsteht? Ich sage ja nicht, dass du deine Sorgen und Bedenken keinen Platz geben sollst, diese Gedanken sind da und verdienen Aufmerksamkeit. Aber versinke nicht im Negativen sondern schenke auch dem Positivem deine Beachtung, sieh auch die schönen Seiten und freue dich. Dann fällt eine Entscheidung leichter.
    Du bist schwanger! Du wirst Mutter! Juhu!

  9. #8 Gast
    21.12.2010 13:56
    Ich bin mit 24 mitten im Studium schwanger geworden, ungewollt natürlich. Ich habe abgetrieben und finde diese Entscheidung auch heute noch einfach nur richtig. Ich habe nie daran gezweifelt oder darunter gelitten.

    #7: Juhu???? Da kannst echt nicht mitreden. Wenn man nicht will, ist das nicht Juhu, sondern das totale Gegenteil. Mir ist nach der Abtreibung ein ganzer Fels vom Herzen gefallen und ich war einfach nur erleichtert.

    Ich würde an deiner Stelle nicht das ungewollte Kind kriegen. Treib ab und leb dein Leben so, wie du willst. Alleinerziehend und ohne bekannten Vater? Ist nicht gut!

    w31

  10. 21.12.2010 13:56
    @ FS:

    Es ist und bleibt ganz alleine deine Entscheidung, ob du das Kind bekommen willst oder nicht und wie du mit der jeweiligen Entscheidung dann leben willst und kannst.

    Falls du dich für das Kind entscheidest, solltest du dir aber jetzt schon überlegen, was du deinem Kind für eine Antwort gibst, wenn es dich fragt, wer sein Vater ist?

    Diese Frage wird auf jeden Fall eines Tages kommen und du solltest schon heute - vor deiner Entscheidung - eine Antwort darauf haben!

    Ganz gleich, was du nun tust, du wirst feststellen, dass man immer auf die eine oder andere Art die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernehmen muss.

    Ich wünsche dir Kraft und alles Gute für eine (für dich) richtige Entscheidung, unbeeinflußt von der Meinung anderer Personen.

  11. #10 Gast
    21.12.2010 14:03
    @#8
    Wieso kann ich nicht mitreden? Weil ich noch nie abgetrieben habe?
    Du hast damals deine Entscheidung getroffen, sie zu bewerten würde mir nicht einfallen. Aber dadurch hast du noch nicht die Erfahrung gemacht wie es ist ein Kind zu bekommen und großzuziehen- da kannst du nicht mitreden!

  12. #11 Gast
    21.12.2010 14:09
    #10 ich meinte du kannst nicht mitreden, wenn man sich nicht liebevoll über den Bauch streichelt und sich Juhu fühlt, sondern einem übel aus Angst ist und man zittert und man sein Leben entgleiten sieht und alles was man sich sehnlichst wünsht ist, dass man eben nicht schwnager ist. Du hast eine so positive Einstellung zu schwanger sein dass du nicht mitreden kannst wie es ist, wenn man sich nicht freut sondern nur noch verzweifelt. Wenn alle Perspektiven mit Kind nur schwarz erscheinen. Da gibt es kein streicheln über den Bauch, sondern nur noch Verzweiflung. Ich bin froh, in unserem Jahrhundert zu leben wo wir die Wahl haben, ein Kind zu kriegen oder nicht. Man bin ich dankbar. Deine Lobeshymnen auf ungewollte Schwangerschaft sind einfach nur weltfremd.

  13. #12 Gast
    21.12.2010 14:17
    @10: Hier ist nicht die 8. Aber ist es so schwer begreiflich für dich, dass man sich überhaupt nicht über ein Kind freut, das nicht im geringsten Maße gewollt ist?? Für mich wäre es auch der absolute Horror!

    An die FS: Warst du schon bei einer professionellen Beratungsstelle (Caritas, o.ä.), die mit dir beide Entscheidungsrichtungen gemeinsam abwägt?!

  14. #13
    21.12.2010 14:45
    Interessant zu lesen wie in dieser Frage eine Gleichberechtigung von allen abgelehnt wird. Klar, es betrifft die Frau weit mehr aber ein werdender Mensch hat nun einmal zwei Eltern. Der Mann ist nunmal auch dabei gewesen, also sollte er auch mit klären wie es weiter gehen soll.

    Ihr müsst auch nicht alles alleine tragen, auch wenn dieser Mann nicht als Lebenspartner in Frage kommt kann er dennoch bei einer solchen Entscheidung und Ihrer Folgen ja auch hilfreich sein, zum Beispiel eben damit dass er sich um das Kind alleine kümmert, die Mutter also nach der Geburt Ihr "normales" Leben weiterleben kann. Ihr wisst das alles erst wenn Ihr mit dem Vater (oder dem möglichen Vater) gesprochen habt.

    @11, Ich werd Dir jetzt nicht sagen dass ich das nachvollziehen könne-kann ein Mann nunmal nicht. Aber #10 jetzt hier Weltfremdheit vorzuwerfen geht doch eindeutig zu weit. Die meisten Frauen freuen sich auch über ungewollte Schwangerschaften, meist natürlich erst nach der Überwindung des ersten Schocks. Das ist einfach die völlig natürliche Hormaonkaskade die da in Gang kommt und auch das umwerfen des bisherigen Lebensentwurfes als Kleinigkeit dastehen lässt. Dieser Vorgag setzt aber nicht bei allen so ein und dann gibts gerne auch mal Depressionen. Deine Beschreinung klingt nach einer- was übrigens auch sehr stark mit der Körperchemie zu tun hat. Ich kenne zwei Frauen näher die sich in Deiner Situation für das Kind entschieden hatten und genau in diesem Moment alles sehr viel heller und positiver war. Heute sind beide über Ihre Entscheidung sehr glücklich. Die andere Seite kenne ich nicht weil ich niemanden kenne der sich zu einer Abtreibung bekennt.

  15. 21.12.2010 14:47
    Bist Du denn beruflich gesettelt? Hast Du Unterstützug durch Familie? Traust Du dir dies zu - Alleinerziehend ist anstrengend. Gehe zur Schwangerschaftskonfliktberatung - suche Dir eine Gute aus. Dort wirst Du professionell unterstützt, so dass Du besser zu Deiner Entscheidung kommst.
    Das mit dem Vater - kannst Du später noch regeln. Viel wichtiger ist ob Du es allein stemmen kannst - oder ist der Handwerker ein liebevoller, dem es vielelciht auch gefällt Vater zu werden, ohne mit Dir in einer Beziehung zu leben.

  16. #15 Gast
    21.12.2010 14:52
    Also wenn du mit ihm (vermutlich ungeschützt) ins Bett gegangen bist und nun schwanger bist, dann solltest du auch die Verantwortung/Konsequenzen dafür übernehmen. Heißt dich erstmal entscheiden, für oder gegen das Kind und dann den Vater informieren. Und es ist doch völlig egal, ob der Mann Handwerker ist. Immerhin muß er dir ja symphatisch gewesen sein, sonst wärst du mit ihm nicht intim geworden??! Diese Denke versteh ich nicht...
    Ein Kind zu bekommen ist etwas Besonderes und es bedeutet auch harte Arbeit. Aber es ist das Schönste was es auf der Welt gibt, wenn man sich dafür entscheidet. Du kannst natürlich auch noch paar Jahre warten und dein Traummann kommt nie vorbei. Verabschiede dich von deinen Idealvorstellungen, im Leben kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.
    Ich war mit 21 ungewollt schwanger und habe abgetrieben und die Entscheidung nicht bereut. Aber ich würde es nicht wieder tun! Heute bin ich 33 und habe zwei gesunde Kinder und ziehe die beiden alleine groß. Kinder verändern dein Leben, und zwar total. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Da wächst ein kleiner Mensch in deinem Bauch heran, du mußt dich für oder gegen das Leben des Babys entscheiden...Und es kann nichts dafür dass sein Vater Handwerker ist... das war deine Entscheidung!

  17. #16 Gast
    21.12.2010 14:55
    Naja, also du bist keine 14 mehr, dass man verhüten muss, um nicht schwanger zu werden, dürfte auch klar sein - und als Juristin dürftest du nicht ganz dumm sein. Kein Verständnis also meinerseits. Nimm die Herausforderung an und stehe dazu. Könnte sein, dass du, wenn du jetzt abtreiben lässt, nie wieder ein Kind bekommen kannst/wirst. Außer, du willst kein Kind, dann ...

    Wer so verantwortungslos handelt, sollte eigentlich keine Kinder groß ziehen - doch würde es die ungeplanten Kinder nicht geben - außer du hast den Mann bewusst reingelegt - dann gäbe es insgesamt weniger Kinder.

  18. #17
    21.12.2010 15:03
    So, liebe FS, nun geht es inzwischen um das Thema "Abtreibung".

    Ich persönlich bin jedoch überzeugt, dass alles im Leben irgendwie einen Sinn ergibt. Ja, ich kann mir sogar vorstellen, dass alles so kommen SOLLTE, wie es eben gekommen ist. Wer oder was auch immer unser Leben beeinflusst, das weiß ich wirklich nicht. Aber ein Kind zu bekommen, ist wahrlich kein Unglück! Nicht bei deiner Lebenserfahrung, nicht in deinem Alter und nicht bei deinem Beruf. Dazu hin hattest du bereits seit einiger Zeit einen Kinderwunsch! Mit deinem Ex- Freund zwar, aber offensichtlich fühlst du dich reif, für ein Kind sorgen zu können.
    Manchmal spielt uns Frauen auch das Unterbewusstsein einen Streich, und beschert uns eine Schwangerschaft, die unser Verstand eigentlich ablehnte.

    Wer weiß, ob du in deinem Leben jemals einen Partner finden wirst, den du dir als Vater für deine potentielle Kinder vorstellen könntest?!
    JETZT hast du urplötzlich die Chance, dein Leben neu zu gestalten, MIT einem Kind.
    Wäre ich an deiner Stelle, ich würde es bekommen!

  19. #18
    21.12.2010 15:06
    Vielen Dank für Eure Antworten schon mal: Auch wenn das komisch klingt, aber irgendwie fühle ich mich jetzt nicht mehr so allein mit dem Ganzen...habe zwar schon meine beste Freundin eingeweiht, aber durch die Meinung von mehreren verschiedenen Leuten empfinde ich das jetzt nicht mehr so verwerflich, was mir passiert (ist). @11: Da gebe ich Dir abolut Recht: Mitten im Studium ein Kind zu bekommen ist eine sehr grosse Herausforderung und ich glaube nicht, dass ich mir das damals zugetraut hätte, gerade so ohne festen Freund und abgesicherten Beziehungsstatus...Doch jetzt ist die lage etwas anders: ich bin schon 33 und hatte ja auch schon in meiner alten Beziehung länger den Wunsch ein Kind zu bekommen...Ich spüre einfach es ist richtig, aber die Umstände eben nicht...Mein Verstand sagt absolut nein (keine festen Beziehungsstrukturen, kein akzeptabler Vater..), aber mein Gefühl sagt "JAAA". Trotzdem bin ich hin und her gerissen: Die Möglichkeit einer Abtreibung gibt mir eine gewisse Sicherheit, aber ich finde es irgendwie nicht richtig...Vielleicht sollte ich doch einmal das Gespräch mit dem Vater suchen...

  20. #19 Gast
    21.12.2010 15:18
    Schade finde ich, dass der zukünftige Vater, der immerhin die nächsten 25 Jahre seines Lebens zahlen muss, nicht gefragt wird. Was wäre, wenn der Vater nun sagt: Ich will dieses Kind nicht, da ich nicht zahlen will. Da kämen doch die weiblichen Hyänen aus allen Löchern gekrochen und wurden ihn der Verantwortungslosigkeit beschuldigen. So möchte eine Frau das Kind nicht, und schwupps ist man mit Abtreibungshinweisen zur Stelle. Meinen Frauen eigentlich, ihnen gehört die Welt und nur sie hätten ein Bestimmungsrecht darüber?

  21. #20
    21.12.2010 15:29
    laß dich nicht unter Zeitdruck setzen.
    Wenn man sich sicher ist, kein Kind zu wollen, ist ein Abbruch ok. Wenn man wie du hin- und hergerissen ist, sollte man über die Möglichkeit nachdenken, daß man ein Kind auch adoptieren lassen kann. Diese Option bringt dir Zeit!

  22. 21.12.2010 15:32
    Die FS hatte bereits vor der Schwangerschaft einen Kinderwunsch, auch jetzt sagt ihr Gefühl "JAAA". Damit können wir m.E. die Abtreibungsdiskussion ad acta legen. Es geht nur um die äußeren Umstände, die nicht perfekt sind. Aber wann sind sie das schon? Die FS ist als Juristin eine gebildete Frau, mit 33 in einem guten Alter, sie wird schon zurechtkommen.

    Ich möchte aber auch noch einmal eine Lanze für das Gespräch mit dem - wahrscheinlichen - Vater brechen. Er mag gesellschaftlich durch seinen Beruf nicht den gleichen Status haben und deswegen nach Ansicht der FS als Partner nicht in Frage kommen. Trotzdem kann er aber ein guter Vater und eine Hilfe sein! Er sollte zumindest Bescheid über die Situation wissen, seine Vaterschaft sollte ggf. überprüft werden, und dann kann man darüber reden, in welcher Form er seine Vaterrolle wahrnehmen will.

  23. #22 Gast
    21.12.2010 15:39
    @#11 hier 10
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man sich nicht darüber freut schwanger zu sein. Aber wie du schon selbst sagtest "Wenn alle Perspektiven mit Kind nur schwarz erscheinen". Erscheinen- das bedeutet nicht, dass sie es sind sondern nur, dass man gerade nur das Negative sieht und das Positive keinen Platz hat. Ich finde es gut wenn man sich Gedanken darüber macht, über die Folgen nachdenkt und wenn man keinen Grund "dafür" findet dann ist das so und man trifft seine Entscheidung.

    Alles was ich gemacht habe ist, dass ich den Blick auf die positiven Dinge gelenkt habe. Das heißt ja nicht, dass ich dir vorwerfe die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Die FS ist in einem Prozess, sie ist dabei die Situation zu erfassen, ihre Möglichkeiten zu erkunden und es gibt verschiedene Wege, keine allgemein richtige Entscheidung sondern nur eine persönliche. Wenn sie mein Geschriebens nicht interessiert,nicht sehen will oder kann dann ist das so, sie ist erwachsen und ich traue ihr zu die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Aber was ich sage sind meiner Meinung nach berechtgie Denkanstöße und da lasse ich mir nicht den Mund verbieten nur weil du hier aufgrund deiner eigenen Erfahrungen einen unnötigen Beschützerinstink auslebt und mehr dich und deine Entscheidung verteidigt als die Situation der FS zu betrachten.

  24. #23 Gast
    21.12.2010 15:43
    Irgendwann wird dein Kind sicher wissen wollen, wer sein Vater ist. Und ich finde, es hat ein moralisches Recht darauf, zu wissen, wer seine Eltern sind.

    Ich würde auch noch mal mit dem Vater reden.

  25. 21.12.2010 16:31
    @#13: Nein, Kalle, das ist zu platt gesagt: Gleichberechtigung ablehnen. Wie Du weißt, bin ich auch sonst keine Verfechterin von übertriebener Gleichheit, aber gerade in diesem Falle ist rein gar nichts gleich: Die Frau ist schwanger. Ihr Körper wird das alles ertragen, ihr Körper das Kind gebären und ihr Leben unausweichlich mit einem Kind für immer verändert sein. Nicht dass des Mannes, der sich für oder gegen Involvierung entscheiden kann und an dessen Körper rein gar nichts geschieht. Austragen oder abbrechen ist eine rein weibliche Entscheidung, weil eine Frau über ihren eigenen Körper selbst bestimmen kann und muss. Alleine.

    Im übrigen ist es höchstwahrscheinlich so, dass auch die Männer von der ungewollten Schwangerschaft einer ONS-Partnerin erschrocken wären und in mir kommt keineswegs die Vermutung auf, dass allzu viele da gerne unerwarteter Vater werden würden. Ganz im Gegenteil, würden die allermeistes höchstwahrscheinlich heilfroh sein, wenn sie die Schwangerschaft abräche. So realistisch muss man doch wohl sein. Wer will ein Kind mit einer fremden Frau? Für dass er nur zahlen muss und dass nur zukünftige Partnerschaften und echte Familiengründungen unwahrscheinlicher und vorbelasteter werden lässt? Quasi niemand!

    Dein dritter Absatz ist mit Verlaub wirklich nur noch weltfremd. Nein, solche Wunder vollbringen Hormone erst nach einiger Zeit und nur, wenn die Frau eine prinzipiell positive Einstellung dazu gewinnen kann. Wer ungewollt in absolut undenkbarer Lage schwanger wird, der will die Leibesfrucht nur noch loswerden und wird erleichtert sein, wenn die Schwangerschaft abgebrochen wird. Genau dazu haben wir die Wahlfreiheit in unserem Land und daran ist absolut nichts schlechtes!

    @#17: Sinn? Das ist eine reine Erfindung des Menschen. Die Welt macht keinen "Sinn" im eigentlichen Sinne.

  26. #25
    21.12.2010 16:46
    @#22, Frederika, mir geht es nicht um"die Welt", sowieso ist es für "die Welt" völlig unerheblich, ob die FS das Kind bekommt, oder nicht.
    Jedoch für sie selbst, für ihr Leben, könnte diese (scheinbar) ungewollte Schwangerschaft eben doch einen Sinn zu ergeben, sowie ich es bei #17 beschrieben habe. Nach ihrem Posting bei #18 bin ich noch mehr davon überzeugt, dass bei ihr auch unbewusste Wünsche eine Realität wurden.

  27. #26 Gast
    21.12.2010 16:49
    Liebe FS,

    welchen der beiden Männer hältst du denn nun für wahrscheinlicher als Vater deines Kindes, deinen Exfreund oder die Affäre?
    Würdest du von einem eher bzw. "lieber" das Kind bekommen, als vom anderen?
    Wer ist denn der Handwerker - dein Exfreund oder deine Affäre?
    Mal abgesehen davon, wie die Beziehungssituation konkret ist - warum sollten ein Handwerker und eine Juristin nicht zusammenpassen?

    Wenn du schon seit längerem sehr gerne ein Kind willst und dein Gefühl "JAAA" sagt, sieht das wohl danach aus, dass du das Kind bekommen möchtest! Dann musst du deine Entscheidung aber natürlich dem wahrscheinlichen Vater mitteilen!
    Wenn dir eine glückliche Beziehung/Familie für das Kinderkriegen wichtiger ist, als der Kinderwunsch an sich, (so wäre es bei mir), dann ist wohl eine Abtreibung die bessere Entscheidung.

    Sehr gute Beratung durch psychologisch versiertes Personal, ohne Drängen in die eine oder andere Richtung, findet bei den Beratungsstellen von "Pro familia" usw. statt.

    (Ja, #19, so ist es nun mal! Frauen haben im Zweifelsfall allein die Entscheidung darüber, ob sie das Kind in ihrem Bauch lassen oder nicht! Würden Männer Kinder gebären, läge die Entscheidung bei ihnen! Männer haben die Möglichkeit, mit einer Frau NICHT zu schlafen, mit der sie kein Kind möchten, oder ein Kondom zu benutzen, oder sich zu sterilisieren!)

    w42

  28. 21.12.2010 16:54
    @#19: Na ja, es besteht ja die Möglichkeit, dass die Fragestellerin die Vaterschaft eben nicht offenbart (so klang es für mich) und damit müsste der Vater auch nicht zahlen, dafür hätte die Fragestellerin das Kind für sich.

    @#18: Nun, eine heikle Sache -- wie willst Du mit einem potentiellen Vater sprechen, wenn Du Dir nicht einmal sicher bist, wer der Vater ist? Wie furchtbar, wenn Du den falschen Mann ansprichst und das erst nach der Geburt festgestellt wird. Ohne Kenntnis des biologischen Vaters kannst Du de facto ja gar keinen Vater sicher ansprechen -- und mache Dir nicht den Fehler auch noch das "geringste Übel" gedanklich auszusauchen. Es kann theoretisch jeder Mann sein, mit dem Du in letzter Zeit Sex gehabt hast. Wie genau kannst Du das denn zuordnen? Wieviele Männer kommen in Frage?

    Erwarte Dir vom Vater keine Entscheidungshilfe. Ein Paar werdet Ihr ohnehin nicht. Sobald Du es ihm sagst, kommst Du aus der Nummer nicht mehr raus. Willst Du Dir wirklich all die Probleme ans Bein binden, die getrennte Paare haben? Wenn Du Geld hast und keinen Unterhalt benötigst, würde ich dafür plädieren, dann wenigstens das Kind alleine aufzuziehen und Dir die Misere mit dem Vater zu ersparen. Überlege Dir, ob du Dein Kleinkind wirklich für den Umgang mit dem Vater weggeben wirst mögen, in möglicherweise fragliche soziale Situationen und Umgangsformen hinein, in möglicherweise mehr als fraglichen Erziehungseinfluss hinein. Das wird sich rächen! Überlege Dir die Folgen gut!

    Wenn Dein Gefühl "ja" zum Kind sagt, ist das doch schon mal ein guter Anfang, nichtsdestotrotz ist die Lage als Alleinerziehende nicht einfach und meines Erachtens auch nicht so wünschenswert. Bedenke gut alle Konsequenzen für Dein weiteres Leben. Welcher Mann will eine Frau, die ein Kind von einem ONS hat?

  29. #28 Gast
    21.12.2010 17:01
    #23 Ich finde toll, dass du das so wagst zu sagen. Ich denke sehr ähnlich! Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir so etwas passiert, aber falls ich als Ärztin ein Kind von einem einfachen Mann kriegen sollte, würde ich auf keinen Fall die Vaterschaft mitteilen. Ich würde ganz bestimmt nicht wollen, dass ich mein Kleines dann in einfachste Verhältnisse abgeben muss und seine Familie an der Erziehung beteiligt wäre. Die Juristin wird sicherlich ähnlich denken. Solche Einflüsse können ein Kind verderben und auf den falschen Weg führen.

    Wenn du das Kind kriegst, dann wirst du alleinerziehend sein. Wenn, dann auch ganz! Ohne Vater, den du gar nicht brauchst. Ich selbst würde wohl abtreiben, denn so würde ich nicht leben wollen.

  30. #29 Gast
    21.12.2010 17:10
    @#23
    Wieso nur willst du der FS unbedingt einreden, dass es eine FURCHTBARE Entscheidung wäre den Kindesvater miteinzubeziehen? Das kannst du doch nicht mal im Ansatz beurteilen! Du kennst die Männer nicht, du kennst die FS nicht, wie kannst du ihr so ausdrücklich zu einer Entscheidung raten! Und zu Fragen welcher Mann eine Frau will die ein Kind von einem ONS hat ist ja schon wirklich sehr dreist! Als ob sie mit Kind weniger wert wäre nur weil DU der Meinung bist, dass sie deshalb weniger wert ist!

Ähnliche Themen

  1. 28.02.2012, 19:04
  2. 28.12.2011, 19:52
  3. Mit 48 schwanger was nun?
    Von Gast im Forum Familie
    25.07.2011, 16:41
  4. 05.04.2010, 21:43
  5. Schwanger - und nun?
    Von Gast im Forum Single
    26.03.2010, 14:31