Thema geschlossen
  1. #90 Gast
    14.12.2011 11:28
    Bei den Beiträgen gewinnt man den Eindruck, dass Männer generell bei einer Geliebten den zusätzlichen Kick suchen, aber ihre Ehefrau über alles lieben. Lasst Euch diesen Zahn ziehen. Richtig ist, dass Männer meistens feige sind und die finanziellen Folgen einer Scheidung scheuen. Wenn sie dann aber zum Anwalt gehen - die Beziehung zu der Geliebten ist meistens beendet, zum Teil seit Jahren - bedauern sie durch die Bank den Verlust der Geliebten, die sie eben wirklich, wie der Name sagt, geliebt haben. Den Verlust der Ehefrau bedauern sie nicht, nur den ihrer finanziellen Möglichkeiten. Die Rede ist hier nicht von einer Affäre, die nur Wochen gedauert hat. Ich persönlich glaube, dass man auf Dauer als Schattenfrau, auch wenn man im Herzen des Mannes die Favoritin ist, nicht glücklich sein kann. Die Ehefrau, die den Mann behält, obwohl sie erfahren hat, dass er eine andere liebt - auch wenn er ihr etwas anderes vorlügt -, kann das meines Erachtens auch nicht mehr werden, weil sie sich über die Gründe seines Bleibens klar sein wird, wenn sie keine Meisterin des Selbstbetruges ist. Sie ist zweite Wahl, auch wenn der Mann körperlich präsent bleibt. Der Mann kann auch nicht glücklich sein, weil er sich einerseits seiner Feigheit bewusst wird (wenn er hinreichend intelligent ist und sich nichts vormacht) und seine Gefühle woanders sind. Wer nur eine kleine Abwechslung sucht, sollte sich besser zusammennehmen, aber wer verheiratet ist und einen anderen Menschen als seinen Ehepartner liebt, sollte sich schnell und deutlich für den geliebten Menschen und gegen die kaputte Ehe entscheiden, auch wenn es finanziell weh tut. Das bekommt allen Beteiligten am Besten, im Übrigen auch den Kindern, die gern vorgeschoben werden, weil für sie geklärte Verhältnisse und eine saubere spannungsfreie Umgebung auch besser sind.

  2. #91
    14.12.2011 13:43
    @90
    Ich persönlich glaube, dass man auf Dauer als Schattenfrau, auch wenn man im Herzen des Mannes die Favoritin ist, nicht glücklich sein kann.
    Dachte ich bis zu diesem Tread auch nicht. Wenn Frau jedoch ganz bewusst nur die Geliebte sein will und nur die schönen Seiten mitzunehmen wie die Damen 89/86/85/82/77 und 72 kann Sie das offenbar.

    Was allerdings bei all diesen Posts klar wird ist daß es dafür schon eine dicke Hornhaut auf der Seele braucht und eine ausgeprägte Egozentrik. Das zentrale Thema bei diesen Damen ist ICH. Und dann ganz lange nichts.

    Nicht das was ich an einer Frau attraktiv finden würde. Es besteht meines Erachtens die Möglichkeit dass Frauen mit dieser Persönlichkeitsstruktur keine anderen Männer als Fremdgänger von sich begeistern können und somit keine Wahl haben.

  3. #92 Gast
    14.12.2011 15:00
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    @90
    Was allerdings bei all diesen Posts klar wird ist daß es dafür schon eine dicke Hornhaut auf der Seele braucht und eine ausgeprägte Egozentrik. Das zentrale Thema bei diesen Damen ist ICH. Und dann ganz lange nichts.
    Allerdings!

    Das Problem bei Affären ist allerdings, dass es selten als solche ausgesprochen wird. Es gibt wenige Männer, die den Mut haben es ganz klar so sagen, wie es ist: Affäre JA, Beziehung NEIN.
    Und da fängt das Problem ja an:
    Die Geliebte will eben die Einzige sein, die er liebt, also erzählen die Männer das Übliche und frau saugt es auf, wie ein Schwamm.
    Mir kann keine Frau erzählen, dass sie das alles kalt lässt und sie es einfach genießt, nur die schönen Dinge mit einem Mann zu erleben. Das funktioniert nur, wenn man als Frau selber nicht verliebt ist und sich mehr oder weniger vom Mann aushalten lässt.
    Man kommt mit auf Reisen, man geht mit schön essen, man trifft sich ab und an zum Sex und schreibt sich heiße Nachrichten. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem auch frau mehr will.
    Exklusivität, die Einzige sein.
    Klar sagen sich die Geliebten dann: "Er liebt nur mich, seine Frau ja nicht, sonst würde er sie ja nicht betrügen!" Fakt ist aber, dass der Typ nur sich selber liebt und das Beste aus beiden Frauen versucht mitzunehmen. Als Ehefrau hat man manchmal gar keine Wahl, weil man es gar nicht weiß, dass man betrogen wird, weil man um den Mann, den man mal geheiratet hat, kämpfen will oder weil man finanziell aufgrund von Kindern abhängig ist.
    Aber als potentielle Geliebte kann man es von Anfang an steuern. Da suche ich mir doch einen freien Mann, der gerne und exklusiv nur mit mir zusammen sein will. Sonst lebt man doch ständig eine Lüge.
    Ich würde auf mein Herz besser aufpassen wollen.

    w, 38

  4. #93 Gast
    14.12.2011 16:45
    @kalle
    Ich bin eine von den von Dir zitierten Frauen. Ich könnte schon jemand anders haben als einen Fremdgänger, habe ich in meinem Leben auch schon mal 10 mal 15 Jahre gehabt. Ich will es aber nicht. Du würdest mich bestimmt attraktiv finden, denn ich bin es. Männer wollen immer bestimmen und eine Frau einengen, gerade wenn die Frau in Position und Einkommen überlegen ist, können Männer - auch wenn sie anfangs etwas anderes behaupten- auf Dauer damit nicht umgehen. Aber ich mag Sex, darauf möchte ich nicht verzichten, will auch nicht ständig neue Partner. So habe ich mich für einen verheirateten Mann entschieden. Und mir geht es richtig gut dabei. Unglücklich in meinem Leben war ich eigentlich immer nur in "normalen" Beziehungen, mit Männern, die mit meiner Selbstständigkeit nichts anfangen konnten. Fazit: Ich bin so geworden weil es so viele schwache Männer gibt.
    Viele Ehefrauen reden sich auch ein, dass eine Geliebte leidet. Also ich nicht. Bei mir und meinem Freund sind die Positionen klar. Wir kümmern uns viel um den anderen. Sehen uns recht oft und haben mehrmals täglich tel. Kontakt. Noch nie hat sich ein Mann solche Mühe bei mir gegeben und das schon über Jahre. Ich hoffe er trennt sich nicht, gerade gestern hat er dieses Thema angesprochen, dann weiß ich nicht wie ich reagieren werde.

  5. #94 Gast
    14.12.2011 16:59
    Das ist es - es klappt, solange die Frau den Mann nicht wirklich für sich will!
    ich bin da leider nicht so gestrickt, obwohl ich die Dame über mir gut verstehen kann, denn mir ging es auch schon so und ich finde es auch befreiend, Affären ohne Beziehungsverpflichtung zu haben. Nur weiß ich eben, wie schmerzlich es ist, betrogen zu werden, deshalb würde ich nie einer Frau den Mann wegnehmen. Ich finde unverbindlichere Beziehungen auch nicht so ohne, denn die können durchaus inspirierend, lustig, erfrischend und auch mit viel Tiefe sein.
    Auf des Mannes Wäsche-waschen, Alltag und tägliches Kochen hab ich derzeit auch keine Lust mehr. Ich will Frau sein - nicht "Hausfrau, die noch nebenher nen Beruf hat".

    w, 39

  6. #95
    14.12.2011 17:14
    @93

    Grins, war natürlich ein wenig provokant ausgedrücktg. Dennoch:

    Ich will es aber nicht. Du würdest mich bestimmt attraktiv finden, denn ich bin es.
    Nein, würde ich nicht. Zur Attraktivität gehört für mich auch die Attraktivität der Seele, das tun und handeln. Jemand dem es so völlig egal ist welche konsequenzen Ihr Handeln auf andere (in diesem Fall die Familie Deiner Affaire) hat- Hauptsache sie selbst hat Ihr Vergnügen- ist das für mich nicht. Ein Gefrierschrank auf zwei Beinen ist nicht meines, da mag das Design noch so toll sein.

    Männer wollen immer bestimmen und eine Frau einengen, gerade wenn die Frau in Position und Einkommen überlegen ist, können Männer - auch wenn sie anfangs etwas anderes behaupten- auf Dauer damit nicht umgehen. Aber ich mag Sex, darauf möchte ich nicht verzichten, will auch nicht ständig neue Partner.
    Nette Ausrede, schonmal auf die Idee gekommen dass das scheitern Deiner Beziehungen auch andere Gründe haben könnte? Es gibt auch Männer die so gar kein Problem damit haben wenn Frau mehr verdient. Das sind aber im allgemeinen keine Männer denen diese Gefühlskälte wie Sie aus Deinen Worten herauszulesen ist egal wäre. Ich wöllte nunmal keine die die Einstellung hat:

    So habe ich mich für einen verheirateten Mann entschieden. Und mir geht es richtig gut dabei.
    Also ganz gezielt einen nimmt bei dem Sie nur und ausschliesslich den Spass mitnimmt- und um Gottes willen soll er sich ja nicht trennen und dann mit Dir zusammen sein. Scheusslich aber auch....

  7. #96 Gast
    14.12.2011 17:17
    zu 92: Die Männer lieben in langen Beziehungen tatsächlich meistens nur (noch) die Geliebte. An dieser Stelle lügen sie nicht. Sie lügen aber, wenn sie behaupten, dass sie den Mut haben, sich dem Scheidungsrecht auszuliefern. Ich bin Anwältin und seit langem auf Familienrecht spezialisiert. Ich sehe Männer oft erst Jahre nach der Erstberatung wieder, oft weil die Ehefrau es nicht mehr ausgehalten hat. Die Männer haben Jahre lang weiter mit ihrer Ehefrau gelebt, oder neben ihr, teilweise sogar noch Kinder gezeugt, und sagen ganz ruhig, dass sie beim zweiten Versuch ihre Frau ganz und gar nicht mehr geliebt, sondern nur noch belogen haben und dass die Dauergeliebte ihre wahre Liebe war. Ich habe auch schon gehört, dass sie im Bett an ihre Geliebte und nicht an ihre Angetraute gedacht haben.

  8. #97 Gast
    14.12.2011 17:32
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    zu 92: Die Männer lieben in langen Beziehungen tatsächlich meistens nur (noch) die Geliebte. An dieser Stelle lügen sie nicht. Sie lügen aber, wenn sie behaupten, dass sie den Mut haben, sich dem Scheidungsrecht auszuliefern. Ich bin Anwältin und seit langem auf Familienrecht spezialisiert. Ich sehe Männer oft erst Jahre nach der Erstberatung wieder, oft weil die Ehefrau es nicht mehr ausgehalten hat. Die Männer haben Jahre lang weiter mit ihrer Ehefrau gelebt, oder neben ihr, teilweise sogar noch Kinder gezeugt, und sagen ganz ruhig, dass sie beim zweiten Versuch ihre Frau ganz und gar nicht mehr geliebt, sondern nur noch belogen haben und dass die Dauergeliebte ihre wahre Liebe war. Ich habe auch schon gehört, dass sie im Bett an ihre Geliebte und nicht an ihre Angetraute gedacht haben.
    Das ist aber doch keine LIEBE!?
    Die eine ist für den Sex und die andere fürs gewohnte Wohlgefühl des Herren.
    Wahre Liebe ist eine Geliebte nie! Sie ist nur da, den Mann zu Bewundern, anzutörnen, sein Ego zu pushen und mit ihm Spaß zu haben. Wer dabei kein Problem hat, kann das bestmögliche rausziehen.
    Aber wahre Liebe es das nicht! Es ist eine Art von Liebe, aber wahre Liebe ist ein großes Wort für DAS.
    Dass er die Ehefrau nicht mehr liebt, ist sowieso klar - er liebt nur das Leben rund UM die Ehefrau. Sein Umfeld, das Heim, die Kinder, den gemeinsamen Freundeskreis

    w, 39

  9. #98
    14.12.2011 17:53
    Die Sichtweise einer Anwältin ist doch sehr einseitig (#96)!

    Sie bekommt Einblick in Ehen, die unglücklich sind, und bei denen die Versöhnung deshalb nicht zum Erfolg führte. Solche Paare, die ihre Krise überwunden haben, bleiben von ihr ja ja unbemerkt.

  10. #99 Gast
    14.12.2011 18:25
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Das ist aber doch keine LIEBE!?
    Die eine ist für den Sex und die andere fürs gewohnte Wohlgefühl des Herren.
    Wahre Liebe ist eine Geliebte nie! Sie ist nur da, den Mann zu Bewundern, anzutörnen, sein Ego zu pushen und mit ihm Spaß zu haben. Wer dabei kein Problem hat, kann das bestmögliche rausziehen.
    Aber wahre Liebe es das nicht! Es ist eine Art von Liebe, aber wahre Liebe ist ein großes Wort für DAS.
    Dass er die Ehefrau nicht mehr liebt, ist sowieso klar - er liebt nur das Leben rund UM die Ehefrau. Sein Umfeld, das Heim, die Kinder, den gemeinsamen Freundeskreis

    w, 39
    Danke für Deine Stellungnahme zu meinem Beitrag. Doch, es ist bei längeren Parallelbeziehungen Liebe zur Geliebten und nicht nur zum Sex. Dass das eine zum anderen führt, ist wohl normal. Die Geliebte war dann aber auch nicht, wie das Vorurteil sagt, die junge Naive mit geringen Ansprüchen an den Mann, die ihn kritiklos bewundert hat. Das wird, weil das Vertrauen in die Ehe (zer)störend - sehe ich persönlich genauso - nicht gern gehört, ist aber so. Die Männer trauern der Exgeliebten oft noch nach Jahren nach, zum Teil auch, wenn sie eine neue Freundin haben. Nicht wenige versuchen, die Exgeliebte während des Scheidungsverfahrens zurückzugewinnen. Sie bedauern fast immer ihre Feigheit, die Trennung von der Ehefrau nicht früher konsequent durchgezogen zu haben. Bestimmend dafür war meistens auch nicht die Liebe zum Heim und zum angeblich bequemen Leben durch die eheliche Haushaltsführung - Standardsatz ist: ich war so selten wie möglich zu Hause -, sondern einfach die Angst vor dem Verlust eines stattlichen Teils ihres Einkommens und Vermögens.

  11. #100 Gast
    14.12.2011 19:25
    Zitat Zitat von Angela Beitrag anzeigen
    Die Sichtweise einer Anwältin ist doch sehr einseitig (#96)!

    Sie bekommt Einblick in Ehen, die unglücklich sind, und bei denen die Versöhnung deshalb nicht zum Erfolg führte. Solche Paare, die ihre Krise überwunden haben, bleiben von ihr ja ja unbemerkt.
    Mag sein, es können aber nicht viele Paare sein, die die Krise tatsächlich überwinden, da sie ihr Weg fast immer wieder zum Anwalt führt. Unterschiedlich ist eher die Dauer des Leidens. Einige halten nur noch Monate, die meisten noch zwei bis fünf Jahre in der unglücklichen Ehe aus. Relativ spurlos kann an einer Ehe doch nur eine kurze Affäre vorbeigehen, die keine Bedeutung für einen der beiden Eheleute hatte. In dem Fall würde ich die "Nebenfrau" aber als "Seitensprung" und nicht als Geliebte bezeichnen. Dann wird aber die Ehefrau wohl meistens noch von ihrem Mann geliebt.

  12. #101 Gast
    15.12.2011 01:03
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Was allerdings bei all diesen Posts klar wird ist daß es dafür schon eine dicke Hornhaut auf der Seele braucht und eine ausgeprägte Egozentrik. Das zentrale Thema bei diesen Damen ist ICH. Und dann ganz lange nichts.
    Nicht das was ich an einer Frau attraktiv finden würde. Es besteht meines Erachtens die Möglichkeit dass Frauen mit dieser Persönlichkeitsstruktur keine anderen Männer als Fremdgänger von sich begeistern können und somit keine Wahl haben.
    Entgegen Deiner Meinung glaube ich nicht, dass es dazu eine besonders ausgeprägte Hornhaut braucht. Vielleicht passt es Dir nur nicht, dass es (doch mehr) Frauen gibt (als ich dachte), die sich als etwas Anderes sehen als ein zahmes Weibchen, dessen Gedanken permanent um das Wohl des Gatten kreisen? Sich zu nehmen, was man bekommen kann (und was man auch will) ist keine Egozentrik, sondern normal und menschlich.
    Vermessen finde ich eher die Auffassung, einen Menschen ein ganzes Leben lang allein für sich beanspruchen zu können. Wer ernsthaft glaubt, per se durch die Eheschließung, bei welcher man oft noch sehr jung ist, das Recht auf Alleinbesitz (und ich spreche absichtlich von "Besitz") zu haben, überschätzt sich m.E. gewaltig.
    Wer heiratet, sollte Realist genug sein, den Fall des Fremdgehens als mögliches Ereignis miteinzuschließen - von welcher Seite auch immer. Statt dann, wenn es passiert (und es passiert anscheinend oft) aus allen Wolken zu fallen, die Geliebten zu verdammen und mit Blitz und Donner sich einen Scheidungskrieg zu liefern.
    letztenendes ist fast alles im Leben Egoismus. Nicht zuletzt die Forderung an den "untreuen" Mann, trotz zerrütteter Ehe bei einem zu bleiben und die Geliebte aufzugeben.
    Und: Warum wird sich auch heutzutage noch versprochen, hoch und heilig, dass man sich treu u.s.w. "bis dass der Tod" u.s.w. sein werde? Wenn es in der Natur des Menschen läge, treu zu sein (wie bei Schwänen, Pinguinen etc.) , bräuchte es wohl diese verkrampften Schwüre nicht.

  13. #102 Gast
    15.12.2011 01:27
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Sich zu nehmen, was man bekommen kann (und was man auch will) ist keine Egozentrik, sondern normal und menschlich.
    Ich habe andere Vorstellungen von Menschlichkeit.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wer heiratet, sollte Realist genug sein, den Fall des Fremdgehens als mögliches Ereignis miteinzuschließen - von welcher Seite auch immer.
    Dann ist die Ehe beendet, ganz klar und eindeutig.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    letztenendes ist fast alles im Leben Egoismus.
    Falls das wirklich dein Ernst ist, frage ich mich, in welcher trost- und lieblosen Welt du lebst.
    Ich finde deine Statements erschütternd.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Und: Warum wird sich auch heutzutage noch versprochen, hoch und heilig, dass man sich treu u.s.w. "bis dass der Tod" u.s.w. sein werde? Wenn es in der Natur des Menschen läge, treu zu sein (wie bei Schwänen, Pinguinen etc.) , bräuchte es wohl diese verkrampften Schwüre nicht.
    Ich finde daran nichts verkrampft, mein Mann findet das auch nicht. Wir sind einander treu und sehr glücklich miteinander. Wir müssen uns zur Treue nicht zwingen - weder uns selbst noch den anderen -, sondern wir sind ganz selbstverständlich und sehr gerne treu. Wir können auch nicht erkennen, dass alles im Leben letzten Endes Egoismus ist. In unserem Leben, in dem unserer Familie und unserer Freunde, sehen und erleben wir ein fast immer liebevolles Miteinander und Füreinander.

  14. #103 Gast
    15.12.2011 08:42
    Da ich es auch erlebt habe , als Geliebte, habe ich mich mit dem Thema beschäftigt.-Und man hört ja auch manches im Bekanntenkreis.
    Es stimmt, es wird nicht offen drüber gesprochen....es stimmt, es sind, von Seiten des Mannes Gefühle für beide Frauen da.
    Die eine, ist Mutter des Kindes, die andere, die Geliebte neu , faszinierend, sexuell attraktiv.
    Auf einer anderen Ebene vielleicht gar nicht passend.-
    Ein Beispiel , aus meinem Bekanntenkreis, von dem ich die Geschichte der Seite der Geliebten wußte:
    Ein Mann hat eine schwer kranke Frau, Tumorerkrankung, Kinder.
    Die Geliebte war eine alleinstehende sehr erfolgreiche Frau, Managerin, mit viel Zeit für den Mann, der das Schicksal seiner kranken Frau wohl nicht mit tragen konnte-
    und sich mit meiner Bekannten davon entlastete.
    Die Ehefrau starb, und danach war nach gar nicht langer Zeit-die Affäre zu Ende.
    Denn diese beruflich sehr engagierte Frau, hat zum Witwer mit 2 Kindern , nicht gepasst...es hatte sich überlebt....
    es steht mir nicht zu, in dieser sehr schwierigen Konstellation jemand zu verurteilen, was ich damals sah war:es war im Nachhinein keine Erfüllung für meine Bekannte-sie wurde Teil, verschwiegener Teil, des Schicksals einer Familie.....
    den Mann kannte ich nicht-weiss nichts darüber, könnte mir jedoch vorstellen-das er an seiner Handlung während der schweren Krankheit seiner Frau, seinen Spass gesucht zu haben-noch später zu tragen hatte.
    w51

  15. #104 Gast
    15.12.2011 11:07
    Mein jetzt Exmann hatte seine Geliebte auch nur so lange, wie es seine Geliebte war. Als ich mich trennte, ging die andere Beziehung zwar weiter, aber eher im On-OFF-Modus. Mein Exmann war von seinem neuen Status alles andere als begeistert, die Frau war für ihn auch in der Öffentlichkeit als neue Frau an seiner Seite gar nicht denkbar. Sie hoffte aber, dass mein Mann sie demnächst heiraten würde - hatte er ihr auch gesagt. Als ich ihn drauf ansprach, ob dem denn nun so sein würde, hat er laut gelacht, de Kopf geschüttelt: "Ach, was man halt so sagt! Ich heirate sicher nie wieder und schon gar nicht die!"
    Habe aber anfangs noch seinen Mailzugang gehabt und Briefe an sie gelesen, die nach großer Liebe klangen.
    Die Beziehung gibts nicht mehr.
    Das Statement über die Ehe als verkrampftes Ritual finde ich erschreckend. Es ist ein Versprechen, welches man sich gerne gibt und was auch nach außen zeigt: Wir haben uns füreinander entschieden. Es ist einfach ein anderes Gefühl, von seinem Mann zu sprechen, als von seinem Freund. Treue ist für mich die Grundvoraussetzung einer Beziehung.
    Das heißt nicht, dass ich naiv wäre oder dass ich nicht um die Gefahren des Seitensprungs Bescheid wüsste, aber ich weiß eben auch, dass eine Beziehung nach einem Betrug nie wieder dieselbe sein wird. Die andere Frau ist dabei nicht das Hauptproblem, sondern die Tatsache, dass man vom Menschen, den man liebt, belogen und hintergangen wurde.
    Ich hätte nichts gegen einen Affärenstatus, ich will derzeit gar nicht unbedingt eine ganz feste Beziehung - so gesehen wären verheiratete Männer durchaus eine Option.
    Aber aus purem Egoismus daran beteiligt zu sein, eine Familie zu zerstören, den Kindern den Vater zu nehmen, der Ehefrau den Mann zu enteignen - das könnte ich nicht. Deswegen kommen auch die nettesten und attraktivsten verheirateten Männer für mich einfach nicht in Frage.
    ich bin jetzt 1 Jahr getrennt und ich habe schon 2 sehr tolle verheiratete Männer kennengelernt, die unbedingt etwas mit mir anfangen wollten. NO-Go!

    w, 39

  16. #105
    15.12.2011 15:02
    @101

    Vielleicht passt es Dir nur nicht, dass es (doch mehr) Frauen gibt (als ich dachte), die sich als etwas Anderes sehen als ein zahmes Weibchen, dessen Gedanken permanent um das Wohl des Gatten kreisen?
    Dieser Schuh mag ja manchem passen- aber les mal Posts von mir in anderen Treads, Ein solch zartes Weibchen.. wär nun ganz und gar nix für mich. Ich steh auf Selbstbewusste Powerfrauen und meinen A+++ kann ich ganz gut selbst tragen.
    Ich find aber schön äusserst schräg dass Du der Meinung bist dass sich eine Powerfrau und Treue ausschliessen. Das und:

    Sich zu nehmen, was man bekommen kann (und was man auch will) ist keine Egozentrik, sondern normal und menschlich.
    sowie der Rest Deines Posts spricht für sich. Das ist es was ich als eine Hornhaut auf der Seele bezeichne. Meine Freiheit endet da wo die des anderen anfängt. Sich zu nehmen was man will ist ok solange es nicht auf Kosten eines anderen geht. Wer dabei noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen hat ist für mich nicht menschlich sondern sehr gefühlskalt.
    Ich verrat Dir mal was- Das ist nicht attraktiv.

  17. #106 Gast
    15.12.2011 15:28
    bewußt würde ich niemals eine beziehung zu einem verheirateten mann eingehen, aber es sind ja nicht alle "jungs" immer sooooo ehrlich. ich hatte also auch schon mal eine affäre mit einem verheirateten mann. habe unsere zeit genossen. punkt, aus.

    eine ehe kaput machen, kann man nicht....das haben da schon vorher 2 andere erledigt (zumindest im ansatz). wenn eine ehe intakt ist, kommt man doch nicht auf die idee den anderen zu betrügen.

    oft ist es doch wohl eher so, daß eine eh längst kaput ist. die vorstellung aber, haus und hof zu verlieren und die höhe der anwalts und gerichtskosten lassen viele männer davor zurückschrecken, die scheidung einzureichen. außerdem ist das leben doch so schön bequem. die gattin daheim kümmert sich um alles. die geliebte kümmert sich 2 x die woche um den armen unverstanden ehemann. wenn der herr dann zur ruhe gekommen ist, ist das eheleben dann doch wieder ganz ok. er ist rentner und geniest mit der gattin den lebensabend und fährt mit ihr im wohnmobil durch europa.

    wenn man die geliebte eines mannes sein will, ok...frau kann ja selber entscheiden. allerdings den mann (den sie ja angeblich liebt) nic ht nur mit der gattin, sondern mit einer ? anzahl anderer zu teilen, DASS wäre mir defintiv zu doof. wo ist 1. dein stolz (lieb FS...falls du hier noch aktiv bist) und 2. denkt denn der herr immer brav an saver sex?

    also ich bin nicht aus moralischen gründen gegen ein leben als geliebte, sondern weil ICH meinen KERL ganz für MICH haben will. purer egoismus...ich teile nur ungern.
    w53

  18. #107
    15.12.2011 16:21
    Ich hatte ein halbes Jahr eine Beziehung zu einem verheirateten Mann, der in meiner Stadt wegen eines beruflichen Projekts war, das jetzt termingerecht fertig gestellt wurde und der deswegen jetzt zurückgeht.

    Er ist am Wochenende immer nach Hause gefahren und war unter der Woche hier mit mir zusammen.

    Sie führen eine sog. 'offene Beziehung', daher ist mein Freund mit mir sehr wohl essen und tanzen gegangen und es waren auch seine Kollegen dabei.
    Allerdings versteht seine Frau unter 'offener Beziehung', daß er gelegentlich anonymen Sex hat, was ihr nichts ausmacht.
    Daß er hier eine Zweitfrau hatte, weiß sie nicht, weil ich ihm erklärt habe, daß ihre Eifersucht erwachen könnte, wenn sie wüßte, er hat jemanden gern.

    Diese Beziehung war die beste, die ich seit langem hatte und von Zuneigung, Respekt und Aufmerksamkeit geprägt. Dabei hat sie mich nicht eingeengt. Wir hatten schönen, liebevollen Sex und noch viel öfter haben wir Dinge oberhalb der Gürtellinie unternommen.
    Keiner hat den anderen finanziell oder sonstwie ausgenutzt.

    Wenn das Projekt weitergelaufen wäre, wären wir weiter zusammen.
    So haben wir uns intensiv voneinander verabschiedet und werden hoffentlich in Kontakt bleiben.

    Ich mache mir nichts vor,
    ich bin nicht frustriert,
    ich bin nicht gefühlskalt und berechnend,
    ich würde auch einen Mann für mich allein abkriegen

    und ich habe kein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber, denn der ging durch mich nichts verloren.

    Brecht nicht den moralischen Stab, sondern übt euch in Toleranz gegenüber anderen Lebensmodellen, als den tradierten.

  19. #108 Gast
    15.12.2011 17:06
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Mein jetzt Exmann hatte seine Geliebte auch nur so lange, wie es seine Geliebte war. Als ich mich trennte, ging die andere Beziehung zwar weiter, aber eher im On-OFF-Modus. Mein Exmann war von seinem neuen Status alles andere als begeistert, die Frau war für ihn auch in der Öffentlichkeit als neue Frau an seiner Seite gar nicht denkbar. Sie hoffte aber, dass mein Mann sie demnächst heiraten würde - hatte er ihr auch gesagt. Als ich ihn drauf ansprach, ob dem denn nun so sein würde, hat er laut gelacht, de Kopf geschüttelt: "Ach, was man halt so sagt! Ich heirate sicher nie wieder und schon gar nicht die!"
    Habe aber anfangs noch seinen Mailzugang gehabt und Briefe an sie gelesen, die nach großer Liebe klangen.
    Die Beziehung gibts nicht mehr.
    Das Statement über die Ehe als verkrampftes Ritual finde ich erschreckend. Es ist ein Versprechen, welches man sich gerne gibt und was auch nach außen zeigt: Wir haben uns füreinander entschieden. Es ist einfach ein anderes Gefühl, von seinem Mann zu sprechen, als von seinem Freund. Treue ist für mich die Grundvoraussetzung einer Beziehung.
    Das heißt nicht, dass ich naiv wäre oder dass ich nicht um die Gefahren des Seitensprungs Bescheid wüsste, aber ich weiß eben auch, dass eine Beziehung nach einem Betrug nie wieder dieselbe sein wird. Die andere Frau ist dabei nicht das Hauptproblem, sondern die Tatsache, dass man vom Menschen, den man liebt, belogen und hintergangen wurde.
    Ich hätte nichts gegen einen Affärenstatus, ich will derzeit gar nicht unbedingt eine ganz feste Beziehung - so gesehen wären verheiratete Männer durchaus eine Option.
    Aber aus purem Egoismus daran beteiligt zu sein, eine Familie zu zerstören, den Kindern den Vater zu nehmen, der Ehefrau den Mann zu enteignen - das könnte ich nicht. Deswegen kommen auch die nettesten und attraktivsten verheirateten Männer für mich einfach nicht in Frage.
    ich bin jetzt 1 Jahr getrennt und ich habe schon 2 sehr tolle verheiratete Männer kennengelernt, die unbedingt etwas mit mir anfangen wollten. NO-Go!

    w, 39
    An solchen Geschichten halten sich die nicht mehr geliebten Exfrauen vermutlich fest. Ich war jedenfalls schon häufiger auf Hochzeiten von Männern, die ihre ehemalige Geliebte geheiratet haben. Bisher habe ich, obwohl einige Eheschließungen schon lange zurückliegen, von einer zweiten Scheidung dieser Männer nichts gehört. Um es mit den Worten eines der Männer auszudrücken: "Meine Zweite ist die erste Wahl." Enteignen kann man Sachen, nicht Menschen, vermutlich ist aber gerade diese Sicht von "Eigentum" einer der Gründe, warum Ehen scheitern.

  20. #109 Gast
    15.12.2011 18:50
    SUPER, der wird dann auch Dich betrügen...aber ob mit seiner Frau und vice versa oder dann nich mit einigen mehr, ist auch schon egal.
    Viel Spass.

  21. #110
    15.12.2011 19:17
    @107
    und ich habe kein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber, denn der ging durch mich nichts verloren.

    Brecht nicht den moralischen Stab, sondern übt euch in Toleranz gegenüber anderen Lebensmodellen, als den tradierten
    Wenn es denn so ist dass Deine Affaire eine offene Beziehung führt in der beide sich Affairen zugestehen gilt das obige nicht. Damit hast Du ja allerhöchstens Dir selbst geschadet.
    Dazu sag ich nur- wenns gefällt. Für mich wärs nichts aber wenn Du ein halbes Jahr mit jemanden ins Bett kannst wohl wissend dass es nur um Sex geht und das ganze eine Halbwertszeit hat ist dagegen nix einzuwenden.

    Ich könnts nicht.

    Nur- diese Situation ist eine völlig andere als die der FS oder der anderen Damen die weiter oben angesprochen habe. So gefühlskalt wie diese hab ich Deine Posts bisher auch nicht wahrgenommen.

  22. #111 Gast
    16.12.2011 15:03
    noch mal die 93 @ Kalle.
    Natürlich sind nach mehreren Jahren auch Gefühle im Spiel. Aber auch viele andere Sachen oberhalb der Gürtellinie. Aber ich finde es schön, dass hier doch viele Männer und Frauen etwas mehr Toleranz für etwas andere Lebensmodelle haben.
    Niemand aus meinem Bekanntenkreis würde behaupten ich hätte "Hornhaut auf der Seele". Ich gelte als liebevolle Mutter, gute Freundin, sozilaler und hilfsbereiter Mensch. Habe einen großen Bekanntenkreis, einige sehr gute Freunde, zum Teil schon über 30 Jahre. Meine Bekannten wissen auch alle von dem Verhältnis, da ich sie nicht anlügen würde. Das wäre sehr schlimm für mich : Lügen und Heimlichkeiten. w50

  23. #112 Gast
    16.12.2011 23:04
    Eine intelligente Frau wird viell. mal einen Ausrutscher mit einem verheirateten Mann haben, aber keinesfalls eine längere Affaire. Erstens gehen Männer, die einmal eine längere Affaire (ich meine nicht einen Ausrutscher) haben
    immer wieder fremd, bzw. können ihre Probleme zu Hause nicht lösen und wählen diesen Weg.
    Zweitens trägst Du zu seiner Entspannung seiner Probleme bei, d.h. ihm gehts gut, in seiner Familie und in seiner freien Zeit - doch Du wartest immer auf ihn
    und drittens, Du wirst verlieren, über kurz oder lang, wenn er sich nicht nach einer gewissen Zeit mit Trennungsabsichten trägt und Dich hinhält.
    Und wie man sich dann fühlt, kann sich jeder ausmalen.
    Ich verstehe nicht, wie man einen Mann lieben kann, der seiner Frau die Geschichte vom Pferd erzählt und den Frieden wahrt und dann zu Dir ins Bett kommt. Wo bleibt denn der Respekt und die Achtung ? Um am schlimmsten sind die, die sagen," Du hast es von Anfang an gewußt" diese setzen dann jegliches Verständnis und Akzeptanz seines Treibens voraus.
    Das soll keine Moralpredigt sein, auch muß jeder selber wissen, was er tut oder nicht, aber bezugnehmend auf die Frage, wenn Du es schaffst, nicht zu leiden dabei, dann genieß es, ansonsten laß es!

  24. #113 Gast
    18.12.2011 21:58
    Hast du so wenig Selbstwertgefühl, dass du mit dich mit einem Mann zufrieden gibst, der neben dir noch andere Frauen hat? Selbst wenn es nur eine ist? Auf deine Frage gibt es nur eine Antwort: Sofort Schluss machen. Dann doch lieber auf eine Dildo-Party, als so was.

  25. #114 Gast
    18.12.2011 22:05
    Treue gehört für mich auf jeden Fall zu einer Beziehung, die von gegenseitigem Respekt, Ehrlichkeit und Vertrauen geprägt ist. Würde mein Partner mich hintergehen und betrügen, wäre das für mich das Aus. Ohne wenn und aber.

  26. #115
    18.12.2011 22:22
    Leider gehöre auch ich zu den Frauen,die ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann haben.Ich habe ihn in meinen Seminaren kennen gelernt und wir spielten gleich mit offenen Karten.Ich wusste von Anfang an,das er verheiratet ist.Wir trafen uns anfangs nur zum "Quatschen".Wir redeten und redeten bei unendlich langen Spaziergängen.er redete sich den Frust raus,ich tat das auch.Es war erst eine Kumpel-Freundschaft,in der es aber gehörig knisterte.Sex haben wir ganz selten.Ich habe mein Leben,er seines,ich bin nicht dauernd in der Warteschleife.

    Ich versuchte,ihn emotional nicht zu nah an mich zu lassen,meine moralischen Bedenken waren groß.Immerhin ging meine zweite Ehe am Fremdgehen seinerseits kaputt und ich lebe nun alleine mit vier Kindern.

    Durch letztere finde ich keine feste Partnerschaft ,ich bin zu selbstständig,was Entscheidungen betrifft,nicht ganz so flexibel,wie es gewünscht wird und ich es gerne wäre.Außerdem möchte ich einen Partner möglichst lange aus der Familie raushalten,damit die Kinder sich nicht an wen gewöhnen,der dann wieder geht...

    Insofern,so verurteilungswürdig das ganze ist,so sehr ich ein schlechtes Gewissen habe...ich halte nun schon ziemlich lange an dieser Sache fest.Okay,an Feiertagen und so leide ich ein wenig.weil ich ihm nie was schenken kann oder so.Umgedreht bekomme ich immer etwas,wovon er weiß,das mich das erfreut.

    Mittlerweile spricht er immer wieder von Scheidung.Und wie ich ihn kenne,wird er das durchziehen.Ich sehe mich nicht als die Schuldige,die Sache war schon kaputt.Er hat sie sogar zur Ehetherapie gedrängt,wollte in der Vergangenheit alles richten.Sie will aber nur wegen der Versorgung bei ihm bleiben.Ich glaube,ihr wäre es sogar egal,wenn sie von mir wüsste.

    Schlimm ist,das beide gelegentlich zusammen bei Events auftreten,zu denen ich auch geladen bin.Dann denke ich,das ich doch vollkommen verrückt sein muss.

    Am verrücktesten finde ich mich,wenn ich überlege,das ich gar nicht möchte,das er sich scheiden lässt und mich sozusagen ganz und gar möchte...

  27. #116
    19.12.2011 18:16
    @111
    Ich gelte als liebevolle Mutter, gute Freundin, sozilaler und hilfsbereiter Mensch.
    Tja, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung... Natürlich wird Dir keiner Deiner Freunde sagen dass Du ein wenig Gefühlskalt bist, und auch seinen Freundeskreis wählt man sich ja danach aus.

    Sozial? Nun, gegenüber der bertrogenen Ehefrau mal ganz sicher nicht. Und ich finde auch nicht Dir selbst oder auch Deiner Affaire gegenüber. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dassjemand de in diesem Breich auf die Gefühle anderer sch*** im weiteren Leben Warmherzig und sozial sein kann.

    Aber ich kann mich natürlich irren.

  28. #117 Gast
    21.12.2011 09:08
    @116 Ich finde es sehr erstaunlich wie du einer Frau, die ein Verhältnis hat, Gefühlskälte und Hornhaut auf der Seele nachsagst. Gerade wenn man ein Verhältnis hat nimmt dies nicht einen so großen Platz im Leben ein und wird hier von vielen einfach überbewertet.
    Eine Ehefrau, die nur aus finanziellen Gründen bei ihrem Mann bleibt, ist dann der „gute“ Mensch? Ich glaube viele Ehefrauen sind in der Ehe wesentlich berechnender und gefühlskälter, sonst würden sie danach ihre Ehemänner nicht so ausnehmen.
    Ich habe eine Freundin, die auch schon lange ein Verhältnis ist. Sie ist ein sehr liebevoller Mensch, vom Verhältnis kann man nicht auf den Charakter schließen, das ist zu einfach, zu sehr schwarz weiß gedacht. Nicht immer den moralischen Zeigefinger heben und glauben, mir würde das nie passieren. Ich bin fast 60 Jahre auf der Welt und habe gelernt, alles ist möglich.

  29. #118
    21.12.2011 11:10
    @117
    @116 Ich finde es sehr erstaunlich wie du einer Frau, die ein Verhältnis hat, Gefühlskälte und Hornhaut auf der Seele nachsagst. Gerade wenn man ein Verhältnis hat nimmt dies nicht einen so großen Platz im Leben ein und wird hier von vielen einfach überbewertet.
    Tja, dann hast Du wohl nur diesen Post gelesen. Die Hornhaut muss jemand haben der, wie hier einige geschrieben haben- wenn diese Frau ohne Rücksicht auf alle andere, ohne schlechtes Gewissen oder sonstige Gefühle eine Affaire hat.
    Ja, dann steh ich dazu. Egal welchen Platz diese Affaire im Leben einnimmt. Einen anderen Menschen nur und alleine als Sexobjekt zu gebrauchen ohne auch nur einen Gedanken an die betrogenen oder den Sexualpartner ("ich will gar nicht dass ersich trennt und dann mir täglich auf die Nerven geht) zu verschwenden ISt Gefühlskalt. Frau muss da jegliches Gefühl abschalten können- und das geht nur und ausschliesslich wenn Sie alles was mit Empathie zu tun hat abschalten kann. Das bezeichne ich als Hornhaut.

    Ich hab auch im real life die Beobachtung gemacht dass ich persönlich mit solchen Menschen- ich beziehe das Männer voll mit ein- nie eine gemeinsame Basis gefunden hatte (ohne das vorher zu wissen). Es ist einfach eine Handlung die nur bei gewissen Charaktermerkmalen möglich ist.

  30. #119 Gast
    21.12.2011 12:59
    Alle , die sich hier für , oder gegen Affären äussern, hören sich sehr moralisch an...überzeugt von ihrem Standpunkt.
    Ich bin es genau so.
    Ich lehne es ab, meine Freiheit endet, wo ich anderen schaden könnte-aber wo die Liebe hinfällt, hatte mich auch in einen gebundenen Mann verliebt ,dieses Jahr, hatte das schlechte Gewissen-was tue ich da-und habe es beendet.
    Ich denke noch sehr häufig an diesen Mann-an die Dinge , die zwischen uns gesagt wurden-an die Dinge , die nicht gesagt wurden auch.-
    An die Zärtlichkeit, den Sex, der ja meiner Moral entsprechend nie hätte sein dürfen.-Es war ein Fehler, aber zu meinem Leben gehört:
    Ich verzeihe mir-und anderen...und jeder sollte nur vor der eigen Tür kehren-vielleicht wäre die Welt dann sauberer!
    w51

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