- Frage:
Nadja Benaissa: Morgen wird das Urteil gefällt. Ist Schuld oder Unschuld neu zu überdenken?Ist die Sängerin streng zu verurteilen, weil sie ihren Sex- Partnerin ihre HIV- Infektion verheimlicht hatte? Oder ist sie mild zu bestrafen (oder gar frei zu sprechen), weil sich schließlich jeder Mann selbst vor Ansteckung schützen sollte?Antworten: -
Wer andere wissentlich der Gefahr einer Infektion mit einer sicher tödlichen Krankheit aussetzt ist ein fahrlässiger Mörder.
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Zum zweiten Teil der Fragestellung - ich möchte den Aufschrei der Frauen bei folgender Situation hören:
Männliche Person wird verdächtigt, nach durchzechtem Abend eine Frau vergewaltigt zu haben und es dann heißt "tja, schließlich war sie sehr geschminkt, aufgedonnert, trug einen kurzen Minirock und hatte etwas Alkohol getrunken." Ist der Mann zu bestrafen (oder gar frei zu sprechen), weil sich die Frau einfach nicht so überschminkt/sexy/nuttig hätte anziehen dürfen?
Sorry, aber man darf hier mal nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Selbst um eine Teilschuld kann und darf es nicht gehen. Niemals.
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Als juristischer Laie vertrete ich zu dem Thema auch nur eine Laienmeinung.
Die Gutachter sagen, dass sich der Künstlerbetreuer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Benaissa angesteckt hat. Ich gehe mal davon aus, dass das so stimmt. Beim ältesten Tatvorwurf war sie wohl erst 17 Jahre alt, aber es gab wohl auch Taten, die sie als Erwachsene begangen hat.
Unter diesen Bedingungen muss sie entsprechend hart bestraft werden. Das Argument, dass sich ja schließlich jeder Mann selbst vor der Ansteckung hätte schützen können, zieht in meinen Augen überhaupt nicht.
Erstens weiß heute jedes Kind, dass Kondome alleine nicht vor HIV schützen, weil der Erreger beim Sex nicht nur durch den reinen Akt übertragen werden kann, sondern auch durch Blut (zum Beispiel beim Küssen).
Zweitens hat Benaissa von ihrer Erkrankung gewusst und ihren Sexpartner damit auch absichtlich oder zumindest grob fahrlässig angesteckt. Hätte sie es nachweislich nicht gewusst, müsste man sie entweder sehr mild oder gar nicht bestrafen.
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Sie hat von der Gefahr GEWUSST, ihre Sexualpartner mit einer TÖDLICHEN Krankheit anzustecken. Das macht sie in meinen Augen schuldig. Hätte sie nicht davon gewusst, sähe es etwas anders aus.
Auch wenn sie mein Mitgefühl hat, weil sie selbst die Krankheit in sich trägt und es sicherlich schwer ist, einem Menschen, in den man sich verliebt hat, von dieser Krankheit zu erzählen, so ist es doch nicht vertretbar.
Der Fall zeigt (wieder einmal), dass man erst nach einem Test auf Gummis verzichten sollte, auch wenn der Partner noch so vertrauenswürdig aussieht.
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zum 2. teil der frage.:
> .....weil sich schließlich jeder Mann selbst vor Ansteckung schützen sollte?< ABER MIT SICHERHEIT! !!
das hört man allgemein - und genau entsprechend auch persönlich - dass mann ohne verhüterli will.
auf meinen erstaunten einspruch, es sei grundsätzlich viiiiiiiiel zu gefährlich !!! und ob, er das immer so mache, kam, das sei doch kein problem, er könne es den frauen gleich ansehen
unter diesen umständen konnten wir niemals weiter kommen.
whow! - hatte ich dann gedacht und war voll großer bewunderung. was männer so alles können. ich könnte es nicht...
in einem tv-beitrag über dieses grundsätzliche thema - die personen wurden unkenntlich gemacht - erklärte ein mann tatsächlich einer jungen frau, wie problemlos und völlig ungefährlich auch anal ohne kondom wäre.
wenn diese männer nur sich selbst gefährden - und die allgemeinhei anschließend nicht mit hohen krankheitskosten belasten würden - wäre das alles gleichgültig.
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@1 "sondern auch durch Blut (zum Beispiel beim Küssen)." - hilfe, wie küsst du denn?
Meiner Meinung nach ist sie schuldig. Sie wusste davon und hat trotzdem ungeschützt mit den Männern geschlafen.
Dass sie vielleicht verärgert und zornig ist, weil sie selbst angesteckt worden ist, dass sie sich vielleicht auch rächen will, dass sie traurig ist, weil sie krank ist und ein Kind hat, dass sie sich einsam fühlt usw., kann ich gefühlsmäßig nachvollziehen. Sie tut mir deshalb auch furchtbar leid! Aber trotzdem muss sie so viel Verantwortung zeigen, dass sie andere Menschen nicht ansteckt.
Auch wenn diese Männer in ihren Augen es vielleicht verdient hätten, weil sie nur mit ihr geschlafen haben, weil sie ein Pop-Sternchen ist, trotzdem hätte sie es nicht machen dürfen.
Auch wenn sie es nur getan hat, um den Menschen klar zu machen, dass man so etwas nicht macht, muss sie trotzdem (und erst recht) bestraft werden.
Aus welchem Blickwinkel man es auch betrachten will, sie hätte es nicht tun dürfen.
w30
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Wer mit Tempo 100 durch eine geschlossene Ortschaft schleicht und dabei einen Anderen ins Jenseits befördert, wird in aller Regel nicht einmal wegen Totschlags (und schon gar nicht wegen Mordes), sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge bestraft.
Wer sich einen Dynamitgürtel umbindet und anschließend gemeinsam mit Unbeteiligten in die Luft sprengt, entgeht in aller Regel jedweder Bestrafung durch den eigenen Tod.
Wen - wenn nicht Nadja - will man da richtig hart bestrafen? (Zumal alle ihre Liebhaber irgendwann einmal sterben werden, und sei es mit 97 an Altersschwäche.)
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aus juristischer Sicht würde ich sagen : ja, schuldig.
aus menschlicher Sicht sage ich, dass man in manchen Momenten einfach nicht genau begreift, was man tut (und ich möchte den sehen, der jeden Moment seines Lebens im Griff hat!).
Und erst recht nicht mit 17. Außerdem:Wo war die Verantwortung des Partners?
Ein gutes Urteil hat beide Punkte zu beachten.
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@6 :
Wenn #1-Thomas -HH hier schreibt, dass beim Küssen HIV durch Blut übertragen werden kann, dann gehe ich davon aus, dass es sich nicht um sein coming-out als Graf Dracula handelt sondern um den berechtigten Hinweis darauf, dass HIV auch über kleinste, unbemerkte Mikroläsionen in der Schleimhaut, also auch im Mund, übertragen werden kann.
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@#9: ... und diese Mikroläsionen können zum Beispiel durch so etwas Triviales wie die Benutzung einer brandneuen, nicht einmal von Graf Dracula eigenzähnig geprüften Zahnbürste entstehen, wenn man beim Putzen aus Versehen mal zu heftig drückt.
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@5, @8
Zur Verantwortung des Partners siehe Beitrag #3
Wo ist Euer Aufschrei über die Mitschuld einer Frau, die mit entsprechender Disko-Bekleidung herumläuft und anschließend vergewaltigt wird? Nach Euren Maßstäben trüge sie dann auch erhebliche Mitschuld?
Damit mich keiner falsch versteht: aus MEINER Sicht tragen diese Mädels/Frauen natürlich KEINERLEI Schuld. Ich rede nur von gleichen Maßstäben.
Nein, auch wenn es vielen Frauen nicht passt, aber manchmal müssen sie schon ganz alleine die Verantwortung für ihr Tun übernehmen, nicht immer kann man alles oder auch nur einen Teil auf die Männer abwälzen.
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@8:
Das Argument mit dem "schwachen Moment" zieht für mich hier nicht, denn soviel ich weiß, hat sie das wiederholt getan, die anderen Männer hatten nur mehr Glück.
Auch für Frau Käßmann galt, dass sie ihr Leben in einem bestimmten Augenblick nicht im Griff hatte - dennoch hat sie dafür juristisch wie persönlich gerade stehen müssen.
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@#11: Natürlich wäre es eine Unverschämtheit, eine Vergewaltigung mit obigem Fall zu vergleichen, schließlich war dieser Sex im gemeinsamen Einverständnis.
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meiner Ansicht nach ist der dahinterstehende Gedanke zu berücksichtigen - und den kennen wir nicht.
Ich kann mir vorstellen, daß es eine 17-Jährige einfach nicht zur Kenntniss nehmen will, an einer lebensbedrohlichen Infektion zu leiden und dementsprechend eine Vogel-Strauß-Politik betrieben hat.
Anders sieht es aus, wenn jemand wütend ist, weil es ihn getroffen hat und deshalb möglichst viele "mitnehmen" will.
Bin froh, daß ich nicht urteilen muß!!!
Und, ja, das Risiko von einer Trägerin des Virus infiziert zu werden, ist um ein vielfaches geringer, wenn ein Kondom benutzt wird. Warum haben Männer in dieser Hinsicht einen so schwach ausgeprägten Selbstschutz? Eine gewisse Mitverantwortung kann ich nicht ausschließen.
Wenn eine Frau einem Mann sagt, daß sie die Pille nimmt und nicht schwanger werden kann und es dann doch wird, nimmt ihm ja auch keiner die verantwortung für das Kind ab, oder?
Im Grunde genommen bleibt nur zu hoffen, daß diese in der Öffentlichkeit verhandelte Problematik Männer vorsichtiger werden läßt, denn ich will überhaupt nicht wissen, wieviele Männer in ihrer Sorglosigkeit einfach nur Glück hatten.
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@13
Siehst Du, genau das ist es, was ich meinte.
Der Sex war in gegenseitigem Einverständnis - aber sicher nicht die Folgen. Nur messen Frauen eben hier, wie zu sehen ist, mit unterschiedlichen Maßstäben.
Die vergewaltigte Frau ist vielleicht auch zuerst noch freiwillig mitgegangen. Bis plötzlich ihr Peiniger sein wahres Gesicht zeigte. nachdem er sie vorher mit Komplimenten überschüttete.
Und, wo ist jetzt der Unterschied? Eine Vergewaltigung ist zweifellos ein schlimmes Ereignis, das betroffene Personen bis ans Lebensende begleiten KANN.
Ungeschützter Sex trotz bekannter Infektion in Verbindung mit der Virus-Übertragung ist etwas, das betroffene Personen bis ans Lebensende begleiten WIRD.
Von dem einen kann man sich erholen. von dem anderen nicht.
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@#15: Ich glaube, das "WIRD" kannst du auch durch ein "KANN" ersetzen. Die Wahrscheinlichkeit, sich beim einführenden Vaginalverkehr anzustecken, beträgt ja nicht 1, sondern 1/2000 (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/HIV), was natürlich immer noch schlimm ist, wenn es ums Leben geht.
Ich würde diese Unterscheidung hier gar nicht treffen. Damit bietest du eine offene Flanke, so dass dein eigentlich richtiger Vergleich mit der Vergewaltigung auf einen Nebenkriegschauplatz entführt wird. Darin sind einige hier Spezialisten.
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hier noch mal # 5
>nicht immer kann man alles oder auch nur einen Teil auf die Männer abwälzen. .<
es ging mir um die grundsätzliche verantwortung sich selbst und genauso eventuellen festen partnerinnen gegenüber!
zu oft hat man auch von männern gehört, die schnellen sex "auf der strasse suchen" und so lange danach fragen bis sie eine finden, die es auch kondom macht. sie vielleicht deshalb, weil sie an der nadel hängt und sofort und ganz dringend einen neuen schuss braucht....
so kamen auch treue ehefrauen zu einer hiv-infektion....
ich wundere mich - unabhängig von dem verhalten der frau - über das verantwortungslose verhalten jener männer. (niemals wird 'sie' gesagt haben: nein, ohne kondom!)
einschließlich meiner erfahrungen, mit den, von mir umgehend und für immer abgelehnten männern.
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siehe # 17
sorry, habe mich veschrieben:
> so lange danach fragen bis sie eine finden, die es OHNE kondom macht. sie vielleicht deshalb, weil sie an der nadel hängt und sofort und ganz dringend einen neuen schuss braucht.. <
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@16
Ich habe WIRD geschrieben, da ich den konkreten Fall als Bezugsrahmen genommen habe:
"Ungeschützter Sex trotz bekannter Infektion ***in Verbindung _mit_ der Virus-Übertragung***"
Dies WIRD den angesteckten Partner für den Rest seines Lebens begleiten.
Ansonsten hast Du inhaltlich völlig recht; allerdings bin ich dieses Forum bzw. "die Spezialisten" noch nicht so leid, daß ich im Moment noch einigermaßen gerne meine Meinung äußere und dafür einstehe.
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Meine Meinung :
Sie war 17Jahre alt.
Der Mann hat kein Kondom benutzt.
Für mich bedeutet das für Sie :
Freispruch oder maximal eine kurze Strafe auf Bewährung.
M 53J
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Nadja hat von ihrer Infektion gewusst. Also hätte sie ihren Sexualpartnern davon erzählen müssen oder zumindest auf das Benutzen eines Kondoms bestehen müssen. So gesehen hat sie natürlich "Schuld" den Mann angesteckt zu haben.
Andrerseits hat der Mann ein Stück Eigenverantwortung (nämlich für seine eigenen Gesundheit) abgegeben, indem er selbst von sich aus kein Kondom benutzt hat. Das war im höchsten Grade leichtsinnig, wie er inzwischen wohl festgestellt hat.
Ich selbst hatte noch nicht sehr viele Sexualpartner (da ich lange verheiratet und monogam gelebt habe), aber noch NIE kam der Vorschlag, ein Kondom zu benutzen vom Mann. Alle Männer, die ich nach meiner Ehe kennengelernt habe, wären ohne mich genau zu kennen und ohne irgendwelche Fragen bezüglich meines Vorlebens gestellt zu haben, ohne Kondom mit mir ins Bett gegangen. Und wenn sie das mit mir getan hätten, hätten oder haben sie es auch mit jeder anderen Frau getan, die ihnen über den Weg lief.
Der Vergleich mit einer Vergewaltigung ist meiner Meinung nach völlig daneben. Eine Vergewaltigung such man sich nicht aus. Sex mit oder ohne Kondom dagegen kann man sich aussuchen.
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@21
Liest Du die Beiträge auch oder filterst Du nur, was Du lesen möchtest?
Zitat aus #15
"Die vergewaltigte Frau ist vielleicht auch zuerst noch freiwillig mitgegangen. Bis plötzlich ihr Peiniger sein wahres Gesicht zeigte. nachdem er sie vorher mit Komplimenten überschüttete."
Tatsache ist: viele Vergewaltigungen passieren, obwohl Täter und Opfer sich (zumindest in)direkt kennen.
Dein letzter Absatz bzw. Deine Argumentation daraus ist übrigens nicht zu Ende gedacht. Natürlich kann man sich aussuchen, Sex ohne oder mit Kondom zu haben. Nur: was meinst Du wohl, wie die Entscheidung gelautet hätte, wenn sie das wider besseren Wissens nicht in diesem Moment sagt?
Es war ja nicht mal so, daß sie es nicht gewußt hat - im Gegenteil, sie hat es wissentlich/billigend in Kauf genommen. Das ist grob fahrlässig, unter Umständen schon Vorsatz!
Ich bin erschrocken, wie leichtfertig und einseitig speziell von den Frauen hier argumentiert wird. In #3 habe ich es vorausgesagt...
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#22
hier wird überhaupt nicht leichtfertig argumentiert.
Vergiß nicht, daß es nicht jede(r) weiß, daß er/sie inviziert ist.
Manche wissen es nicht, manche sagen es nicht. Unterm Strich ist das aber egal.
Deshalb ist es IMMER ein Risiko, spontanen Sex ohne Kondom zu haben. Man(n) spielt auf diese Weise immer ein wenig russisch Roulette. Und wer russisch Roulette spielt, geht nun mal ein Risiko ein.
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Mir fällt da folgender Vergleich ein:
Eine Frau lässt sich abends durch einen Mann zu ihrem Haus begleiten.
Auf dem Fußweg von der Straße zum Hauseingang ist ein 2m tiefes Loch von einem Wasserrohrbruch. Die Frau weiß das.
Als sie sich dem Loch nähern, macht sie unauffällig einen Schritt zur Seite.
Der Mann sieht es nicht und fällt hinein, wobei er sich schwer verletzt.
Argument der Frau: Im Dunkeln muss man stets mit Hindernissen rechnen.. selber Schuld, wenn er nicht guckt, wo er hinläuft.
Wer dem zustimmt, hat m.E. ein ziemliches moralisches und charakterliches Defizit.
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#35
...vielleicht sollte man ein neues Gesetz einführen, nach dem sich jede(r), der hwG hat, regelmäßig testen lassen muß. Schließlich setzt er dadurch jeden weiteren Partner der Gefahr einer Ansteckung aus.
Man kann hier Konstukte bauen soviel man will. So lange GV zwischen zwei Personen stattfindet, haben auch beide die Verantwortung!
Natürlich hätte sie es sagen müssen, das steht überhaupt nicht zur Diskussion! Aber ich frage mich ernsthaft, wie man so doof sein kann, seine Gesundheit blind einem fremden Menschen anzuvertrauen und sich dann darüber zu empören, wenn diesen meine Gesundheit überhaupt nicht interessiert.
Wenn eine Frau am ersten Abend mit einem neuen Partner ins Bett geht, weil ihr dieser sagt, daß er sie heiß und innig liebt und er ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden, sagt doch auch jede(r): "Gott, wie kann man sooo naiv sein? Selber schuld, wenn du jetzt jammerst!"
Mir fällt nur der alte Spruch: "wer sich in Gefahr begibt...." ein.
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@#24: Dein Beispiel ist gut!
Um jedoch diese Situation weiter zu spinnen, müsste es so sein:
Der Begleiter wusste ganz genau, irgendwo in der Stadt ist ein 2m tiefes Loch. Ihm war also klar, worauf er sich einlässt, wenn er nicht selbst aufpasst.
Meine Meinung ist allerdings trotzdem, dass Nadja schwere Schuld auf sich geladen hat.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Denn SIE wusste, wo genau die Gefahr lauerte!
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Der alte Spruch "wer sich in Gefahr begibt..." geht hier aber an der Realität vorbei.
Das Opfer ist schließlich nicht ohne Fallschirm aus dem Flieger gesprungen.
Die Chance, in Deutschland auf eine HIV-positive Person zu treffen, liegt bei knapp 0,1 %,
(Es soll derzeit etwa 67000 Aids-infizierte hier geben - laut Robert-Koch-Institut).
Das Risiko, auf so jemand zu treffen, ist also keineswegs so hoch, dass eine Aids-infektion eine typische Folge von ungeschütztem Verkehr ist, vielmehr ist das Risiko sehr gering.
Sie hingegen wusste es! Sie hat es ihm nicht gesagt, weil sie vermutlich befürchtete, es würde dann nichts aus ihrem F*ck. Sie setzte also bewusst seine Gesundheit und Leben aufs Spiel, um zu ihrem Vergnügen zu gelangen.
Das ist strafrechtlich mindestens sog. Eventualvorsatz (nach dem Motto, ist mir egal, wenn der Typ sich ansteckt). Menschlich finde ich es unsagbar niedrig.
Ich hoffe, das Gericht wird entsprechend urteilen.
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Diese Frage kann nur von w stammen!! Wer andere wissentlich der Gefahr einer Infektion mit einer sicher tödlichen Krankheit aussetzt ist ein fahrlässiger Mörder. Also so jemand muss hart bestraft werden, was soll diese däml Frage?!?
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Auch von mir die volle ZUSTIMMUNG:zu verschiedenen Beträgen. die meiner Erfahrung entsprechen:
Auszug aus einem der letzten Beiträge
Ich selbst hatte noch nicht sehr viele Sexualpartner (.... ), aber noch NIE kam der Vorschlag, ein Kondom zu benutzen vom Mann.
Alle Männer, (...) wären ohne mich genau zu kennen und ohne irgendwelche Fragen bezüglich meines Vorlebens gestellt zu haben, ohne Kondom mit mir ins Bett gegangen.
Und wenn sie das mit mir getan hätten, hätten oder haben sie es auch mit jeder anderen Frau getan, die ihnen über den Weg lief.
Ganz genau!! Auf meine erstaunte Nachfrage haben mir diese Männer gesagt, dass sie das sogleich erkennen würden. Na super !!!!!
ein no-go!!
Und das waren längst erwachsene, gestandene Männer !! Die alles, was mit Aids zutun hat, schon seit en 8o/90ziger Jahren mitbekommen haben müssen !!
Also keine ahnungslosen "Anfänger"! - falls es noch so etwas geben sollte.
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