- Frage:
Misstrauen dem getrennten Mann...Die meisten hier haben ihre Beziehungs- und Trennungserfahrungen gemacht. Klar ist, dass diese verarbeitet, reflektiert werden wollen, um überhaupt offen für eine neue Beziehung zu sein.
Bisher traf ich nur auf Männer, die auch nach Jahren aus meiner Sicht keinen "reinen Tisch" mit der Ex gemacht hatten, zumindest nicht in der Form, in der ich es für gesund und richtig halte.
Mein Anspruch ist, dass sie emotional relativ unbeteiligt, jedenfalls nicht zu negativ über sie reden , die positiven Seiten wertschätzend darstellen und die eigene Mitschuld am Scheitern benennen können. Auch wenn das noch nicht gelingt, sollte sich zumindest die Bereitschaft abzeichnen, sich dem zu stellen.
Vor allem aber erwarte ich, dass der Mann nun nicht vom Opfer zum Täter wird in dem Sinne "meine Frau hat mich betrogen, nun nehme ich das in Zukunft auch nicht mehr so ernst mit der Treue - ich kann dabei nur gewinnen". So eine Art stellvertretende Rache eben. Leider ist dieses Reaktion sehr weit verbreitet.
Da es im diesem Fall mein eigenes Vertrauen ist, das ich in diesem Fall den Geiern zum Fraß vorwerfe, bin ich nun extrem vorsichtig.
Wann ist also ein Mann so weit, dass er wirklich für eine neue Beziehung offen ist?Antworten: -
Meinst du du einen getrennt lebenden, aber noch verheirateten Mann?
Im Prinzip ist das aber auch egal, getrennt, geshieden, verwitwet, Mann oder Frau...
Es wird keine wirklich zutreffenden Antworten geben - es kann sie nicht geben!
Immer, wenn es um Gefühle, Charakter usw, geht, gibt es keine Antworten, die für alle gültig sein können.
Nur Fieber ist exakt messbar! Für alles andere brauchst du nun einmal Erfahrung und gesunde Selbstreflextion, Beurteilungsgabe etc.
Ferner kann ich in deinem Text auch nicht annäherend etwas finden, das geschlechtsspezifisch einzuordnen wäre. Alle Menschen sind nach ganz unterschiedlichen Zeiträumen wieder für eine neue Beziehung offen - ALLE.
Ob die Rahmenbedingungen, dann auch OK sind (z.B. getrennt lebend), das ist eine persönliche Entscheidung und jeder muss wissen, ob er sich darauf einlässt.
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Angeline hat recht. Manche Wunden verheilen, mal schneller, mal langsamer, manche Narben trägt man ein Leben lang. Das ist bei jedem anders.
Ich wäre auch nicht so streng. Ich kenne z.B. kaum Frauen, die wertschätzend über ihren Ex reden, und sich dabei sogar eine Teilschuld am Versagen einer Partnerschaft einräumen. Männer reden eher grundsätzlich kaum über so Themen (untereinander).
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Ist das Voraussetzung? Ich war loyal und treu, habe ihrem Wort mehr geglaubt als dem Anschein und erwartete dasselbe auch von ihr. Ist das ein Fehler? Trifft mich gar eine Mitschuld?
Warum sollte ich meinen Charakter ändern, nur weil ich betrogen wurde? Wird jemand, der bestohlen wurde, deshalb zum Dieb? Jemand, der ermordet wurde, zum Mörder? Ach so, geht ja gar nicht...!
Wenn er innerlich abgeschlossen hat und keine Verpflichtungen mehr bestehen. Ersteres kann bei willensstarken Menschen sehr schnell gehen, letzteres hängt von der Art der Beziehung ab. Wenn man nicht verheiratet war und jeder seine eigene Wohnung hat, geht der "Gefangenenaustausch" in der Regel recht schnell vonstatten.
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Im Grundehast Du das doch mit...
...schon ganz gut zusammengefasst. Man könnte anmerken, dass das Ganze natürlich im Wesentlichen geschlechtsunspezifisch ist, dass "Schuld" oftmals die falsche und "Verantwortung" die passendere Bezeichnung für den eigenen Beitrag zum Scheitern einer Beziehung sein dürfte und dass auch die "technischen" Aspekte einer Trennung --- Regelung aller finanziellen und sonstigen Angelegenheiten --- abgeschlossen sein sollte.Mein Anspruch ist, dass sie emotional relativ unbeteiligt, jedenfalls nicht zu negativ über sie reden , die positiven Seiten wertschätzend darstellen und die eigene Mitschuld am Scheitern benennen können.
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Liebe FS,
ein aufarbeiten der letzten Beziehung sollte für beide Geschlechter selbstverständlich sein! Es gibt ja auch mehr als ausreichend Frauen die das ebenfalls nicht hinbekommen haben.
Aber liebe FS- die Latte hängst Du schon seeehr hoch
Hmm, Du willst also dass alles toll war? tja, wieso dann mit Dir?zumindest nicht in der Form, in der ich es für gesund und richtig halte.
Mein Anspruch ist, dass sie emotional relativ unbeteiligt, jedenfalls nicht zu negativ über sie reden , die positiven Seiten wertschätzend darstellen und die eigene Mitschuld am Scheitern benennen können.
Und Nein, man hat zwar einen Anteil am Scheitern- aber es ist nicht immer im Sinne von "Schuld". Meine Ex ist Fremdgegangen obwohl Sie reichlich Aufmerksamkeit erhalten hatte und ich Sie immer respektiert hatte. Es ging einzig und alleine um einen Ausweg aus einer Sinnkrise (Midlifecrisis) um Ihre persönliche Situation die Sie genau so wollte und für sich entschieden hatte und Sie langweilte.
Ich hab meinen Teil dran- einfach weil ich Ihr zuweit entgegengekommen bin (was nix kost ist nix Wert). Aber, würdest Du da von Schuld reden?
Ein Mensch ist frei für eine neue Beziehung wenn er mit sich selbst im reinen ist, sich selbst annimmt und wider gerade durchs Leben geht. Das kann man nicht wenn man von Hass zerfressen oder immer noch in die Ex verliebt ist. Hochachtung vor einer Betrügerin ist dabei nicht zwingend vonnöten.
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Also, wenn ich das richtig verstehe, zählt eigentlich sein Verhältnis zur Ex für Dich mehr als alles andere, was diesen Mann ausmacht, Empathie, Charakterstärke, Treue etc. pp.
Er darf nicht schlecht über sie reden, überhaupt nicht von ihr reden soll er auch nicht, er soll sie loben und seine Mitschuld an der Trennung einräumen, auch wenn er gar keine hat – man könnte direkt glauben, Du willst ihn zu ihr zurücktreiben.
Spricht er über sie, mißtraust Du ihm, spricht er nicht über sie, mißtraust Du ihm auch.
Was willst Du eigentlich?
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Richtig, aber die meisten Männer sind halt nicht mit sich im reinem, sie arbeiten nicht an sich, sie hinterfragen sich nicht, oder nur unzureichend, sie nehmen sich selber nicht gesund an, denn wie sie das täten, warum gibt es so viele ungepflegte und übergewichtige Männer, wenn ich so im RL leben und auf Partys unterwegs bin?
Mein weiblicher Bekannten- und Freundeskreis erzählt ja ähnliches aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld und lesen kann ich selbst hier bei EP genug davon.
w
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Sehr schön geschrieben - das ist das einzige, was zählt. "Unverarbeitete Vergangenheit" ist eine hohle Worthülse, die einem schon um die Ohren gehauen wird, wenn man mit seinen Kindern (von der Ex) einen Turnus hat, der über die alle-zwei-Wochenenden hinausgeht - da hört man schon, daß "man ja noch völlig von ihr abhängig ist".
Der Anspruch der Frauen, daß der Mann ein unbeschriebenes Blatt sein soll, egal wie alt er ist, ist einfach überzogen.
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