Thema: Mich trennen oder bleiben?
- Frage:
Mich trennen oder bleiben?Ich (45) bin mit meinem Partner(43) 9 Jahre zusammen und wir haben einen 7jähr.Sohn. Ich kämpfe seit 1-2 Jahren mit mir, bin aber andererseits dafür, mit Kind alles zu versuchen. Ich habe viele positive Veränderungen hinter mir, und wäre glücklich wenn ich in unserer Beziehung ein Minimum an Interesse, Zärtlichkeit(Sex) und "miteinander reden können" erfahren würde. Leider ist er sehr stur und muss immer "Recht haben". (Sagt er auch) Eine klare aber liebevolle Kommunikation ist deshalb für Ihn unmöglich. Alles schon versucht....1 Jahr Paartherapie umsonst. Ob ich Ihn noch liebe weiß ich gerade nicht mehr..vielleicht wenn von ihm Interesse da wäre, aber seine Prioritäten sind ganz klar woanders (Beruf, Hobby). Beziehung ist zu gut um sich zu trennen und zu schlecht um zu bleiben.... Was würdet Ihr tun um herauszufinden wann ein Schlussstrich nötig ist, wenn man sich in einer emotionalen Sackgasse befindet?Antworten: -
Vielleicht selber ne Therapie machen, um dich zu stabiliseren, um dann mit Hilfe der Therapeutin/en einen Weg für die Zukunft zu finden.
Verstehen tute ich nicht, wenn keine Minimum an Interesse, Zärtlichkeiten /Sex) und miteinander reden da ist, warum du die Beziehung mit ihm erst eingegangen bist und sogar ein Kind mit ihm bekommen hast.
Denke bitte auch an deinen Sohn. Er bisher 7 Jahre lang in einer Atmoshäre von liebloser Kommunikation seines Vaters mit dir als Frau gelebt. Soll er auch so werden, wie sein Vater?
Was ist mit deiner Würde, mit deinem Stolz und deiner Verantwortung deinem Sohn als Vorbildwirkung?
Ihr habt unterschiedliche Prioritäten, wie du selber schreibst. Was gibt es da noch zu überlegen?
Liebe jetzt trennen, bevor dein Sohn in die Pupertät kommt. Da soll es für Jungs ganz schwer sein, eine Trennung der Eltern zu verkraften. Aber vielleicht ist dein Sohn ganz froh darüber, wenn er endlic aus der lieblosen Situation heraus kommt.
Hast du keine Angst davor, dass deine Seele und dein Körper eines Tages erkranken können, wenn du in so einem lieblosen Beziehung lebst?
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Du klingst überhaupt nicht glücklich, nur niedergeschlagen und das wäre für Dich und Deinem Kind auf Dauer nicht gut.
Dein Partner ist ein Egoist und Despot.
Da Ihr schon eine Paartherapie gemacht und sich nichts geändert hat. Wird er sich auch nicht mehr ändern. Trenne Dich von Deinem Partner.
Mit so einem Partner möchte ich auf Dauer auch nicht zusammen sein.
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Tja, schwierige Lage. Zunächst einmal finde ich es vollkommen richtig, angesichts des Kindes um die Beziehung solange wie möglich zu kämpfen. Dabei sollte auch bedacht werden, wie das Verhältnis Sohn-Vater ist und ob der Sohn ebenfalls schon unter der Lage leidet oder eigentlich nur Du.
Wie verbringt Ihr denn Eure Freizeit? Völlig separat? Welches Hobby hat er? Was würdest Du gerne machen?
Seit wann habt Ihr keinen Sex mehr? Warum hat er daran ken Interesse? Geht er fremd? Hat er andere Neigungen? Harmonierte es zu Beginn? Kannst Du Gründe ahnen, warum er keine Lust mehr hat? Das ist sehr ungewöhnlich.
Bei allen Gedanken zu Trennung berücksichtige auch immer die Tatsache, dass Du wahrscheinlich in Deinem Alter als Alleinerziehende nicht so schnell wieder einen Partner finden wurst. Die Alternativen lauten also grob "diese Beziehung" und "mehrere Jahre keine Beziehung". Gerade das sollte auch bedacht werden, wenn es um fehlenden Sex, fehlendes Freizeitverhalten oder Kindeserziehung geht. Nach einer Trennung wird es aller Voraussicht nach zunächst einmal nicht besser sein -- ganz im Gegenteil kommen organisatorische und finanzielle Sorgen dazu.
Also versuche auch die positiven Seiten der aktuellen Beziehung ehrlich zu sehen und in die Gesamtrechnung einfließen zu lassen.
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Ich (33) war mit meinem Partner (38) fast 19 Jahre zusammen, nun hat er sich in eine andere . verliebt. Seit 16 Jahren habe ich für unsere Beziehung gekämpft und versucht ein bischen Aufmerksamkeit zu bekommen - dies ist mir nur gelungen, wenn ER Sex wollte, ansonsten war die Beziehung sehr lieblos. Unseren Sohn für den ich auch die Familie erhalten wollte, hat das alles ziemlich fertig gemacht (er musste sogar in die Psychatrie). Heute weiß ich, ich hätte schon viel früher gehen müssen um meinen Sohn und mich vor diesen emotionalen Schmerzen zu schützen. Meinem Ex waren die Freunde, sein Hobby und seine Arbeit immer wichtiger als wir, er ist auch sehr stur und hatte immer Recht - wenn ich mich beschwert habe, war immer ich die Schuldige. Mein Ex ist Emotional Behindert, nun bin ich froh, das er ein Ende gefunden hat. Vielleicht hätte ich noch mehr Jahre verschwendet und meine Chance aufs glücklich sein vertan. Wenn ich darüber nachdenke wird mir schlecht, was ich mir alles gefallen lassen habe - WAHNSINN! Ein neuer Partner braucht nun sehr viel Geduld und muss sich einigen Tests unterziehen, bis ich mich wieder so fallen lassen kann. In so eine Sackgasse möchte ich nie wieder geraten! Wenn eine Beziehung wieder funktionieren soll, müssen beide Partner dafür kämpfen. Du kannst seinen Kampf nicht Kämpfen und ändern kannst Du ihn auch nicht. Was Du ändern kannst, ist Eure Lebenssituation und Du hast die Verantwortung für Deinen Sohn. Kinder handeln später so als Erwachsene wie sie es als Kinder vorgelebt bekommen haben, möchtest Du das Dein Sohn später auch ein verkorkstes Leben führt. Denk über all das nach und entscheide. Deine Entscheidungen musst Du selbst treffen, das kann Dir niemand abnehmen. Was auch noch sehr wichtig ist, ist das Du Deine Entscheidung anschließend auch mit aller konsequenz durchziehst. (Ich hatte mich bestimmt schon 10x von meinem Ex getrennt und ihm immer wieder eine Chance gegeben, wenn er weinend ankam und mich anflehte um die letzte Chance - VERGISS ES)
Überlege Du für Dich, was Du von Deinem Leben erwartest und dann geh es an, es wird keiner für Dich tun.
Ich wünsch Dir Weisheit, Klarheit und Kraft
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Liebe FS
Du schreibst, die Beziehung ist zu gut um sich zu trennen. Was ist an der Beziehung gut?
Schau dir die Beziehung mal von außen an. Ist es nur noch Gewohnheit? Mir ging es ähnlich.
Mein Mann war ein netter Kerl, hat gut für uns gesorgt, hat mich nicht geschlagen, hat mir Freiheiten gelassen. Aber ich hätte mir auch mehr Zuwendung, mehr Zärtlichkeit und Interesse seinerseits gewünscht. Meine Freiheiten waren für ihn ganz bequem, da musste er keine zeit für mich investieren.
Ich habe auch viele Jahre mit mir gekämpft, auch wir hatten erfolglose Therapien hinter uns.
Jetzt, nachdem ich 3 Jahre getrennt bin, weiß ich, dass ich das schon viel früher hätte tun müssen.
Bei unserer letzten Therapie hat mir der Therapeut sehr deutlich aufgezeigt, wie unsere Beziehung aussieht und dass wir einfach nicht zusammenpassen. Jetzt geht es uns beiden besser und wir verstehen uns als Geschiedene sehr gut.
Halten um jeden Preis ist sicher nicht immer sinnvoll - auch nicht für das Kind, das unter einer lieblosen Beziehung auch sehr leidet.
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Hier die FS:
Danke an euch!
Liebe Frederika, unser Sohn merkt, zum Glück, nicht viel davon denn sein Vater ist wirklich süss und einfühlsam zu ihm. Leider nur zu ihm.
Freizeit verbringt er 4 x Woche am liebsten beim Sport ( Kyudo) um abzuschalten.
Sex interessiert ihn einfach nicht mehr so (3x im Jahr) und er hat mich oft zurückgewiesen.
Er ist der Typ: intellektueller hochintelligenter "Nerd" (hat sich selbst so bezeichnet) und arbeitet selbstständig an einem komplizierten Projekt zu Hause.
Er ist insgesamt neutral erträglich, aber er bemüht sich nicht um mich als Frau.
Bei Diskussionen kann er gemein werden , darum halte ich mich zurück.
Angst alleine zu bleiben habe ich nicht, aber ich suche im Moment auch nicht.
Ich glaube meine Chancen sind recht gut :-)
War schon jahrelang alleinerziehend (noch 2 Töchter 21 +26) , kenne alle Vor- und Nachteile.
Warum habe ich Ihn ausgesucht? Hatte damals noch viel weniger Selbstliebe übrig
und wollte das mangelnde Interesse, das ich aus meiner Kindheit kannte, noch einmal
erleben. Ich übernehme die volle Verantwortung dafür.
Er ist als Mann wie er ist und ich bin von dieser "Wunde" geheilt.
Meine Sehnsucht ist stark eine wirkliche "Partnerschaft" zu erleben, aber ich spüre auch die Verantwortung für die frühere Entscheidung...
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Warte bis der Leidensdruck so hoch ist, dass Du nicht mehr anders kannst. Es ist noch zu früh.
Allerdings denke ich nicht, dass sich etwas ändert. Viel Glück
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Wenn ich richtig verstehe, was Du schreibst, dann bist du diese Beziehung eingegangen, weil du in ein altes Schema zurückgefallen bist: Als Kind bist du aus Desinteresse gestoßen, das ist eine Situation die du kennst, mit der du vertraut bist. Diese Situation hast du dir noch einmal gesucht. Warum, das spielt letzlich keine Rolle. Vielleicht weil es eben die vertraute Situation ist. Sie ist zwar nicht schön, eigentlich sogar verletzend - aber man kennt sie, damit bietet sie Sicherheit. Nun hast du aber gelernt und erkannt, dass du dich zum einen nach einer Beziehung sehnst, in der sich dein Partner für dich interessiert. Du sehnst dich nach Liebe, Nähe, Geborgenheit - wie wohl so ziemlich jeder Mensch. Und vor allem hast du gelernt, dass du genau das verdient hast, du hast gelernt, dich selbst zu schätzen und zu lieben, du weißt endlich, dass du ein wertvoller Mensch bist.
Ich habe mich lange selbst verletzt, weil ich mich selbst gehasst habe. Die Gründe dafür sind vielfältig u. tun hier nichts zur Sache. Nach mehreren Jahren habe ich gelernt, mich anzunehmen, ja hin und wieder sogar mich richtig zu mögen! Und ich achte darauf, nicht wieder in alte Verhaltensschemata zurückzufallen, gehe sehr bewusst mit "gefährlichen" Situationen um, wenn ich sie nicht meiden kann. Ich will mir nämlich nicht mehr schaden.
Vielleicht ist deine Situation bei aller Andersartigkeit doch auch ähnlich. Deshalb würde ich dir raten, dich nicht zu opfern. Ein solcher Partner ist für dich Gift. Ich denke, dass du langfristig entweder wieder ins alte Schema zurückfallen oder aber irgendwann auf jeden Fall den Koffer packen würdest. Klar du hast eine Verantwortung für deine damalige Entscheidung, vor allem für deinen Sohn. Aber auch für dich! Viele Kinder müssen die Trennung der Eltern erleben und damit zurecht kommen. Aber ich für meinen Teil finde es besser, als dass sich ein Teil aufopfert und unglücklich wird/ist, vor allem wenn der andere voll auf seine Kosten kommt. Du bist doch noch so jung, dass du gut "noch einmal von vorne anfangen" kannst. Will heißen: ein Leben beginnen, in dem du selbst auch glücklich bist, weil du geliebt wirst, weil sich jemand um dich kümmert und sich für dich (sogar sehr) interessiert.
Ich habe den Eindruck, dass du quasi über deinen jetzigen Partner herausgewachsen bist. Du hast dich entwickelt... hin zu einer positiven Selbsteinschätzung zu einem guten Selbstwertgefühl. Er ist stehengeblieben. Er braucht eine Frau, die keine Aufmerksamkeit, kein Interesse, kein Bemühen verlangt. Und genau die bist du - zum Glück! - nicht mehr.
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Euer Kind spürt und sieht die Lieblosigkeit und Kälte des Mannes/Vaters, die Hilflosigkeit und das "Opfer"-Gehabe der Frau/Mutter, die Sprachlosigkeit in Bezug auf das im Raum stehende Unglück. Und es wächst darin auf, ganz selbstverständlich. Als sei es das Normalste der Welt. Euer Kind spürt all das. Kommunikation passiert viel mehr auf nicht-sprachliche Art als durch Wort und Tat. Kinder sind ganz besonders gespürig. Zudem sieht es eure Mimik, Gestik. Hört den Tonfall.
Welchen Wert siehst du darin, euer Kind einer solchen Umgebung auszuliefern?
Wenn dein Kind wählen könnte, würde es sicher eine andere Atmosphäre und einen anderen Umgang wählen. Vielleicht hilft dir diese Vorstellung, dich neu auszurichten auf das, was DU willst!
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die Art von Mann die du da beschreibst ist nicht gerade ein klassischer Mann der auf Sex verzichtet und kein Interesse daran hat. Ich hätte da schon die Vermutung, dass er eine intakte Affäre unterhält. Wenn ein Mann eine Frau abweist und kein Sex hat, obwohl er ihm auf dem Silbertablett angeboten wird, dass heißt schon was und da ist mehr zu vermuten als fehlende Liebe. Denn Männer brauchen nicht zu lieben um Sex zu haben. Er scheint keinerlei Anziehung für dich zu empfinden und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man so eine Ehe führen kann. Aber wenn es dir reicht eine gesicherte Existenz fürs Kind. Aber denk daran, 10 Jahre sind eine lange Ziet, wenn du dich erst trennen willst, wenn das Kind aus dem haus ist. Es hört sich für mich nicht nach richtiger Lieblosigkeit an, sondern eher nach einem rein freundschaftlichen Zusammenleben, wie in einer WG. Er kann eben auch nur zeigen was er fühlt
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