- Frage:
"Mein Mann" auch ohne Trauschein, oder "mein Freund"?Hier auf dem Land ist es üblich, dass mich die Leute in der Form anreden, dass sie von "meinem Mann" reden, obwohl wir nicht verheiratet sind. Ebenso wird er in Bezug auf mich angeredet. Wenn ich aber nun wildfremden Landleuten von "meinem Mann" erzähle, und im Nachhinein erfahren sie, dass wir gar nicht verheiratet sind und deshalb zweierlei Nachnamen haben, sind sie irritiert. Andererseits möchte ich Erstgenannte nicht verbessern und ihnen erklären müssen, dass wir nicht verheiratet sind. Abgesehen davon ist es von uns ausser Wichtigkeit, was der Staat zu unserer Verbindung sagt. Wir sind für uns ein vollwertiges Paar. Nun ist nur das Problem mit dem Umgang der Mitmenschen. Wie würdet ihr handeln, oder wie handelt ihr, falls ihr in gleicher Situation seid oder wie habt ihr in gleicher Situation gehandelt? Ist es trendy von "Ihrer Frau" oder "Ihrem Mann" zu reden, ungeachtet ob nun die Ehe vor einem Standesamt beurkundet wurde?Antworten: -
Ich spreche von meinem Freund auch als "mein Mann". Ich seh da kein Problem. Manche Paare wollen (auch nach Jahren) nicht heiraten (ohne dass das heißt, dass sie nicht "für immer" zusammen sein wollen)
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Mir ist das völlig wurscht, was andere auch in dieser Hinsicht denken...mich persönlich interessiert kein Trauschein auch nicht für die Anrede Frau und Mann!! Ich sage meine Frau und meine Frau sagt mein Mann auch ohne Trauschein!! Wir halten nichts von solchen staatlichen Urkunden!!
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Ich spreche von meinen Lebensgefährten - er ist nicht mein Mann - und ab einem gewissen Alter hört sich Freund ziemlich komisch an. Freundin sogar noch mehr - da klingt fast wie Geliebte.
Deswegen Lebensgefährte oder Lebenspartner(in). Außerdem hatte ich einen Ehemann - dann passt es noch weniger!
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Ich finde das Wort "(mein) Partner" für die Welt da draussen eine geeignete Bezeichnung. Zeigt sie doch, dass man einerseits unverrückbar zusammensteht aber andererseits keinen Trauschein hat. Wobei letzteres natürlich völlig wurscht ist.
Dies würde ich empfehlen, wenn Dich die Bezeichnung "mein Mann" stört. Wenn ihr Euch jedoch aneinder anvertraut fühlt - und dieses Gefühl ist doch vom Segen der Kirche oder des Saates völlig unabhängig - spricht doch nichts dagegen von "meinem Mann" zu sprechen, denn er gehört zu Dir und ist "Deiner" und ist "Mann", ergo: Mein Mann!
Alles Klar?
m / 46
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Gut, dass du dieses Problem ansprichst, ich habe es allerdings in anderen Situationen.
Neulich fragte mich eine Verkäuferin im Möbelgeschäft, ob sie mir helfen könne. "Nein, mir nicht aber mein MANN sucht einen Schreibtischstuhl." "MANN" ist mir heraus gerutscht!
Mein Partner und ich gehören ja nun schon zu den älteren Semestern, und da komme ich mir manchmal richtig albern vor, wenn ich von ihm als mein "Freund" spreche. (Was ich normalerweise tue.)
Menschen, die wir nicht kennen, halten uns meistens für ein Ehepaar und sprechen von "ihr Mann", bzw. "Ihre Frau". Das stört uns nicht, und halten in diesem Fall eine Aufklärung für überflüssig.
In deinem Fall kannst du die Bezeichnung "mein Mann" ruhig auch übernehmen, schließlich hat dein Liebster diese Bedeutung für dich! So sehen es ja wohl auch deine Nachbarn auf dem Lande.
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Die Hauptsache ist doch, dass Ihr Euch als "vollwertiges Paar" (Dein Zitat) fühlt! Der Rest ist eigentlich dann ja nur noch Rhetorik...
Aber: Wer "mein Mann" oder "meine Frau" sagt, insinuiert unzweideutig einen verheirateten Status. Wenn sich Unverheiratete so bezeichnen, so finde ich persönlich das zwar nicht irritierend, aber doch verwirrend. "Mein Mann" / "Meine Frau" *heisst"* einfach "verheiratet". Der allgemeine Sprachgebrauch wird hier von Euch ganz einfach falsch angewendet.
Du kannst auch von "meinem Partner" / "meiner Partnerin" sprechen. Das geht aber m.E. nur, wenn man mindestens über 40 ist (für Jüngere klingt es furchtbar altbacken); ausserdem schwingt für mich dabei auch noch mit, dass man bereits einmal verheiratet war und jetzt geschieden ist (zumindest trifft das auf die meisten Leute in meinem Bekanntenkreis zu, die von "ihrem Partner" / "ihrer Partnerin" reden).
Was gar nicht geht, ist "Lebensabschnittspartner/in" - ausser im Scherz!!!
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LIebe FS:
ich habe meinen Partner immer mit ......meine bessere Hälfte........ vorgestellt und er hat mich als ....."sein Mädi" bezeichnet.
Ist vielleicht eine Möglichkeit?
Im Grunde kann es Dir aber wurscht sein, ob andere irritiert sind, weil ihr nicht verheiratet seid.
Die sind auch irritiert, wenn man sagt, man sei geschieden. So lange, bis es ihnen selber passiert, dann sagt keiner mehr etwas.
lg w/47
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Wenn Ihr die Dreißig überschritten habt, ist, "mein Freund" irgendwie komisch. Das passt besser zu Teenies und Twens.
"Partner" klingt auch irgendwie krampfig und könnte auch einen Geschäftspartner meinen. Außerdem wissen dann alle, daß ihr nicht verheiratet seid, fragen möglicherweise nach und die Verwendung des Wortes suggeriert, daß ihr Euren Status den Leuten unter die Nase reiben wollt.
Sagt einfach unverkrampft "mein Mann" und "meine Frau" oder "meine bessere Hälfte".
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Wir sagen "mein Mann" und "meine Frau" auch ohne verheiratet zu sein.
Der vorletzte Satz von #4 gefällt mir sehr und in der Weise habe ich auch schon mal gedacht.
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Kann es sein, daß man mit Mann/Frau eigentlich (traditionell betrachtet) Ehe-Mann/Frau meint, das also eine Abkürzung ist?
Egal wie, man könnte es ja auch so formulieren: "Mein(e) Mann/Frau, aber nicht Ehemann/-frau".
m/44
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@10
Ja, das klingt plausibel. Allerdings weiss ich es nicht. Tatsache ist jedoch, dass unter "Ehe" die "Lebensgemeinschaft" definiert ist.
Tatsache ist auch, dass wie #4 erklärte, er "mein Mann" ist, und ich "seine Frau".
Da die Ehe gleich Lebensgemeinschaft bedeutet, ist er sogar mein Ehemann und ich seine Ehefrau, ganz gleich ob eine Urkunde vorliegt oder nicht.
Ist das nicht interessant? Auf was wir hier so kommen..
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Einzige und allein ihr könnt festlegen was ihr füreinander seid, dafür braucht keinen Trauschein noch sonst etwas.
Was spielt es denn für eine Rolle wenn dann manche etwas irritiert sind wenn sie erfahren das ihr nicht offiziell verheiratet seid, damit tretet ihr doch niemanden auf die Füße und sobald sie Bescheid wissen ist es doch ohnehin kein Thema mehr.
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Ich würde niemals "mein Mann" sagen, wenn ich nicht verheiratet wäre. Ich habe bisher immer "mein Freund" oder "mein Partner" gesagt und finde es eigentlich auch nicht richtig, andere im Ungewissen zu lassen, ob man nun verheiratet ist oder nicht.
Nein, auch auf dem Lande sollte man nicht "mein Mann" sagen, wenn er es gar nicht ist.
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Partner habe ich viele...beim Sport, im Beruf...ebenso Freunde. Lebensgefährten sind im weitesten Sinne auch meine Kinder. Ganz schlimm finde ich "Lebensabschnittsgefährte". Da ist hört man die Trennung schon heraus. Wir sagen "mein Mann" und "meine Frau". So fühlen wir uns und so möchten wir von unserer Umwelt wahrgenommen werden.
@13 Ich finde, dass es andere gar nichts angeht, ob wir unsere Beziehung mit Trauschein führen oder ohne. Insofern kann ich auch gerne andere darüber im Ungewissen lassen.
Meinen Ex-Mann habe ich schon als "Ex-Mann" bezeichnet, als wir "nur" getrennt waren. Ich hatte keine Beziehung mehr mit ihm und wollte das auf diese Weise dokumentieren.
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ich liebe es "mein mann" zu sagen und er liebt es, "meine frau" zu sagen. obwohl wir beide noch mit anderen verheiratet sind. die anderen wiederum sind "meine ex-frau" und "mein ex-mann", oder auch "mein noch-ehemann".
"mein freund" ist zu wenig, "mein geliebter" ist er nicht nur, "mein lebenspartner" ist er so gesehen nicht, wir leben mit unseren kindern jeweils, "mein lebensabschnittsgefährte" trifft es nur zeitlich.
er ist "mein mann" und vielleicht - in ein paar jahren, wenn alles gut geht, die kinder aus dem haus sind, wir uns noch mögen, die sonne scheint und die vögel zwitschern, mein amtlich angetrauter ehegatte.
bisschen kompliziert, aber schön...
und es ist nur in deutschland so kompliziert.
auf italienisch bin ich "la mia donna" und er ist "il mio uomo", weil es für eheleute eigene bezeichnungen bin - "la mia moglie", "il mio marito".
sprechen wir englisch, bin ich "my woman" und er ist "my man" im gegensatz zu "husband" und "wife".
und wenn wir uns auf französich unterhalten, bin ich "ma femme" und er ist "mon homme"...
aber neben all den bezeichnungen ist die liebe unsere verbindung.
w44
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@#15: Ich kann die italienische Fassung nicht beurteilen, aber die englische Behauptung ist schlichtweg falsch. Niemand sagt "my woman". Das hast du Dir doch ausgedacht, nur weil es die Vokabeln gibt? Genauso könnte man im Deutschen von "meine Ehefrau" sprechen -- macht auch keiner.
"Mein Mann" sagt im Deutschen eindeutig aus: "Mein Ehemann". Wer das anders verwendet, verwendet es wissentlich falsch, daher auch der ganze Thread.
Hier geht es doch darunm, ob man diese wissentliche Falschaussage machen darf/soll/gerne hat, weil man aufgrund moderner Lebensumstände eben eheähnlich zusammenlebt. Das ist als Frage gerechtfertigt und hat gesellschaftlichen Hintergrund. Aber die sprachlichen Nuancen muss man doch nicht verballhornen.
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Ich finde auch, dass "mein Mann" fast automatisch so ausgelegt wird, dass man verheiratet ist. Deswegen würde ich es wahrscheinlich auch nur sagen wenn ich tatsächlich verheiratet wäre - einfach, weil ich mich gerne klar und nicht mißverständlich ausdrücke.
Aber dennoch ist es meine reine Privatsache, wie ich denjenigen, mit dem ich zusammenlebe, anderen gegenüber benenne. Wenn also irgendjemand "Freund", "Partner" oder "Lebensgefährte" - aus welchen Gründen auch immer - ablehnt und lieber "mein Mann" sagt, ist das total o.k. meiner Meinung nach. Wenn die anderen - so, wie es der hergebrachte Wortsinn verspricht - glauben, derjenige sei verheiratet, dann ist das halt so. Nur Arbeitgeber, Versicherungen, Behörden, Gerichte usw. haben einen Anspruch darauf, zu erfahren, ob jemand verheiratet, ledig, geschieden usw. ist. Ich persönlich würde es aber nicht tun, weil ich dann nicht dauernd erklären möchte: "Nein, ich bin nicht verheiratet, sage aber trotzdem "mein Mann", weil ich finde, dass alles andere albern klingt."
Ich denke, dass "mein Mann" bzw. "meine Frau" traditionell einfach nur Abkürzungen für "mein Ehemann" bzw. "meine Ehefrau" war - wie das auch schon # 10 geschrieben hat. Aber "Mann" und "Frau" war eben zum einen kürzer als "Ehemann" und "Ehefrau" und zum anderen waren eben in früheren Zeiten alle verheiratet, die auch zusammen lebten, so dass es selbstverständlich war, dass damit Ehemann und Ehefrau gemeint war.
"Mein Freund" ist für Teenies o.k., für Twens auch noch total. Ab 30 finde ich es zwar auch noch o.k.aber es wird in meinen Augen grenzwertiger, je älter man wird. Ab spätestens 50 finde ich es sonderbar und "stolpere" innerlich darüber, wenn dann jemand "mein Freund" sagt. Natürlich kann man dann "Lebensgefährte" oder "Partner" sagen. Aber das klingt irgendwie merkwürdig nüchtern und - wie das hier schon jemand schrieb - verkrampft, finde ich. Außerdem überlege ich, wenn ich "Lebensgefährte" höre, ob es sich hierbei um einen dauerhaften Lebensgefährten oder um einen sog. LAG, einen Lebensabschnittsgefährten, handelt. Bei Leuten über 50, die von "Partner" oder "Lebensgefährten" spreche, schließe ich automatisch darauf, dass diejenigen geschieden sind und nun ihren neuen Partner eben so nennen. Habe es zumindest so verwendet schon öfter von Geschiedenen gehört und verbinde das demnach automatisch.
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Was ist denn verkehrt daran "mein Freund" zu sagen ? Ich finde das völlig in Ordnung, egal wie alt man ist.
"Partner" finde ich albern, klingt als würde man zusammen Tennis spielen oder so.
Und "mein Mann" würde ich tatsächlich nie sagen, wenn ich nicht mit ihm verheiratet bin.
Eine Nachbarin von mir sagt immer, wenn sie von ihrem langjährigen Lebenspartner spricht, ganz einfach : "mein Herbert".
Find ich süß.
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@15: "my man" / "my woman" - das ist wohl (hoffentlich!!) ein Scherz!! Wenn es ein Scherz ist, dann finde ich ihn lustig und würde das vielleicht sogar auch machen als Witz - wenn es aber ernst gemeint ist, dann meine Güte, kann man überhaupt so schlecht Englisch können??? Danke Frederika (#16)!
Auch frz. "mon homme" sagt man nicht, sd. "mon mari" - meine Güte!!! Bzw. "mon homme" sagt eine Französin genau dann, wenn sie respektlos über "ihren Alten zuhause" spricht - denk nächstes Mal daran, wenn Du in Frankreich in der Öffentlichkeit so von Deinem herzallerliebsten Angetrauten sprichst!
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Eine Überlegung ist es doch Wert:
WEN geht es eigentlich etwas an, ob jemand verheiratet ist, oder nicht??
Ich meine, außer dem Finanzamt niemanden!
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@#20: Ja, Angela, der Ansatz ist gut, aber endet nicht unbedingt für jeden so, wie Du vielleicht suggerieren wolltest. Ich selbst bin da sehr zwiegespalten.
Einerseits ist der Mensch ein soziales Wesen und die Wechselbeziehungen und sozialen Bindungen SIND de facto interessant für Menschen. Es ist wichtig zu wissen, wer wessen Kind oder Neffe ist, wer mal mit wem verbandelt war, wer sich hasst, mag, liebt und so weiter. Soziale Beziehungen sind genau das, was eine menschliche Gesellschaft ausmacht. Ehe oder nicht ist für viele dabei ein sehr wichtiges Kriterium -- und auch wenn es für einen selbst das nicht ist, ist es das für andere. Insofern sage ich ganz klar: Ja, der Familienstand ist kein Geheimnis, sondern aussagekräftiges Merkmal sozialer Netzwerke.
Andererseits gebe ich zu, dass auch ich niemandem künstlich Wissen aufgedrückt habe, wenn eine flüchtige Nachbarin über meinen Partner "ihr Mann" sagte. Da habe ich es wie Du gehalten: "Was geht sie das an? Was soll ich da reden?".
Aber ich selbst käme niemals auf die Idee, mich ungenau auszudrücken, einfach weil ich weder lügen noch verschleiern möchte und weil für mich ein sehr großer Unterschied zwischen formlose Partnerschaft und Ehe besteht -- und weil ich gerne sprachlich und inhaltlich präzise und ehrlich bin. Ich sage immer "mein Freund", selten mal "mein Partner". Auf "mein Mann" würde ich niemals verfallen. Das finde ich regelrecht absurd, irreführend und lügnerisch.
Zu Deiner letzten Frage: Naja, Finanzamt ist nur ein Punkt. Alle Behörden, die Kirche, Ärzte (Auskunftspflicht, -recht), den Arbeitgeber, Deine Familie...
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@# 21 Naja, Frederika, ich habe natürlich prägnant verkürzt! Selbstverständlich gehören ALLE Behörden dazu. Auch Freunde wissen es normalerweise, und die Verwandtschaft sowieso.
Mein "wen geht s etwas an..." bezog sich auf alle anderen privaten und auch zufälligen Kontakte!
Auch auf die Nachbarschaft der Fragestellerin.
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@#22: Na ja, ich finde hier soltlen zweierlei Dinge klar unterschieden werden:
1. Die Nachbarin sagt, "Ihr Mann...", und wir stellen es nur nicht klar. Das verstehe ich, denn ich hätte auch keine Lust, solchen Details zu diskutieren.
2. Man sagt selbst, "Mein Mann...", und führt damit Leute in die Irre. Das finde ich gesellschaftlich nicht akzeptabel. Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben und sich nicht selbst ins Aus stellen. Ich könnte verstehen, wenn andere erzürnt wären, wenn man sie so hinters Licht führt.
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Es bürgert sich immer mehr ein "mein Mann" oder "meine Frau" zu sagen, wenn man eheähnlich zusammen lebt. Damit führt man niemanden hinters Licht. Vielleicht gibt es da aber regionale Unterschiede - hier in der ehemaligen DDR ist es ganz normal, Lebensgefährten mit dem selben Wort zu bezeichnen wie Ehepartner.
Und übrigens "my/your man/woman" habe ich erst vor ein paar Tagen von einem Amerikaner gehört. Es bezeichnet genau das, worum es hier geht: nichteheliche, aber eheähnliche Lebensgemeinschaften.
Wenn man all dem aus dem Weg gehen will, finde ich persönlich das Wort "Lebensgefährte" sehr schön. "Partner" klingt eher nach Geschäft.
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@24:
Das Posting #19 stammt von mir, ich war nur nicht eingeloggt, habe es eben erst gemerkt.
Wenn ein Amerikaner das so sagt, dann musst Du erstmal genau hinsehen, woher er kommt; damit meine ich sowohl die Region wie auch die Schicht. Es gibt auch gewisse Gegenden in Amerika, wo man z.B. statt "how are you?" sagt "how goes it?" - wohl eine Substratwirkung ehemaliger Deutschsprecher / deutscher Siedler. Standard-Amerikanisch ist das deswegen mitnichten.
Auch wenn das also der eine oder andere Ami sagen mag, so würde doch kein Englischsprachiger - weder ein Brite noch ein US-Amerikaner - je von "my man" / "my woman" sprechen, wenn er der Standardsprache einigermassen mächtig ist und sich bemüht, diese korrekt anzuwenden.
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@25
Die beiden Amerikaner, von denen ich geschrieben haben, waren ein Geschäftsmann und ein Arzt. Beide kommen aus Kalifornien.
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@24
Der Grund liegt nicht in der Region (ehem. DDR). Ich lebe in Baden-Württemberg und hier ist es genauso "meine Frau", "mein Mann" sobald beide zusammenleben.
Ich persönlich finde es gut so, denn ich bin der der Meinung, dass es jeder selbst bestimmt wer zu wem gehört, also die Definition, und nicht der Staat.
Es gibt Leute die sind aus wirtschaftlichen Gründen verheiratet, gehören aber ganz bestimmt nicht zusammen.
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Guter thread...
Auch wir reden miteinander von "mein Mann" und "meine Frau" und von der Person die noch (!) "richtig" meine Frau ist von "meine/ deine Ex". Im normalen Umgang mit Fremden ist das auch kein Problem.
Im Umgang mit Bekannten oder Kollegen wird das dann schon schwieriger. Mann/ Frau sorgt für Verwirrung, PartnerIn, LebensgefährtIn klingt wie einige hier schon angemerkt haben ziemlich blöd, Schatz (o.Ä.) ist nicht immer angemessen und was besseres als Freund/ Freundin ist uns auch noch nicht eingefallen.
Ich hoffe, dass ich hier noch eine richtig gute Idee bekomme.
(m/43)
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Vielen Dank für alle eure Antworten.
Ich war FS.
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