- Frage:
Komme mit dem Kind nicht klar ... was nun?Ich lebe mit meiner Tochter seit ein paar Monaten mit meinem Freund und seiner Tochter zusammen. Ich liebe meinen Freund über alles. Nur zu seiner Tochter finde ich einfach keinen Draht. Die Kinder verstehen sich gut und auch mein Partner und mein Kind gehen sehr liebevoll miteinander um. Nur ich habe ein echtes Problem mit seiner Tochter. Und das, obwohl ich mit Kindern im allgemeinen sonst super klar komme. Aber vielleicht kennt ihr das auch? Es gibt einfach Kinder, die mag man aufgrund ihrer ganzen Art und Weise einfach nicht. Und so ein Kind ist dieses Mädchen auch. Es nervt mich, wie sie spricht und sich verhält. Sie interessiert mich nicht sonderlich. Eigentlich rege ich mich auch nur permanent über sie auf. Ich kann bzw. will sie auch einfach nicht in den Arm nehmen oder mal küssen. Bei anderen Kindern habe ich da überhaupt keine Hemmschwelle. Diese Spannungen belasten unsere Beziehung sehr. Was soll ich nur tun? Ich komme so gar nicht mit ihr zurecht.Antworten: -
Wie war es, bevor ihr zusammen gezogen seid? Da musst du doch bereits gespürt haben, dass es nicht funktioniert und die Chemie nicht stimmt. Oder seid ihr gleich nach ein paar Wochen zusammen gezogen?
Wie alt ist das Kind? Hat es Kontakt zur leiblichen Mutter? Bist du nun Konkurrenz beim Vater? hat er vielleicht vorher lange alleine gelebt und sie war seine Prinzessin?
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Du solltest hier vielleicht ein paar konkrete Situationen schildern, damit man einen Hauch von Ahnung bekommen kann, was das Verhalten des Mädchens ausmacht bzw. wie Du mit ihr umgehst. Schildere uns ein paar Situationen, die Dich so aufregen. Außerdem: wie alt ist Deine Tochter, wie alt ist die Tochter Deines Partners ? Wie lange seid Ihr schon ein Paar? Fragen, die ich wichtig finde, dass Du da kurz Auskunft gibst.
w/45
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Dies war z.B. einer der Gründe, warum mein LG und ich NICHT nach der anfänglichen Verliebtheit zusammen gezogen sind. Ich mag seine Kinder, aber sie meinten anfangs, sie könnten mir auf dem Kopf rumtanzen und ich müsste so tanzen, wie sie geigen. Als 1. habe ich ihnen mal konsequent Grenzen gezeigt. Problem ist/war, sie machen dies mit ihrer Mutter auch so, daher war natürlich anfangs keinerlei Hemmschwelle sichtbar. Nach und nach haben sie verstanden, wo meine Grenzen ihnen gegenüber sind und akzeptieren diese auch. Hilfreich ist, dass ich meinem Kind gegenüber genau so konsequent bin, so dass sie sehen, das ist mir wichtig, egal welches Kind vor mir steht. Nun funktioniert es. Man muss manchmal auch hinter die Kulissen bzw. in die Vergangenheit schauen, was ist vorgefallen. Wie hat sich die Mutter / der Vater in der Trennungsphase verhalten, neuer Partner/in usw. Ok, dies ändert nichts daran, dass die Chemie nicht stimmt, aber vielleicht ist es hilfreich.
Wenn die Tochter alt genug ist, führe ein ausführliches Gespräch mit ihr. So kann es nicht weitergehen, da geht eure Beziehung mit drauf.
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So wie ich die Frage verstehe hast Du einen starke, auch körperliche Abneigung gegen das Kind.
Woran liegt das? ( Dummdreist, unansehnlich, fett unsauber, frech oder nur Ähnlichkeit mit der Mutter?)
Wenn Du Dir darüber klar bist warum Du das Kind nicht magst, dann wirst Du auch wissen was zu tun ist. Wenn die Abneigung zu dem Kind nicht zu Ändern ist, dann ist es nur richtig wenn Du Dich vom Vater trennst. Denn durch Deine Abneigung kann eine Kinderseele Schaden nehmen. Du bist erwachsen, Du kannst handeln. Auch zum Wohl des Kindes.
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Deine Worte, "Sie interessiert mich nicht sonderlich" finde ich schon einmal mehr als negativ, und schon sehr grenzwertig!!
Wenn sie Dich nicht sonderlich interessiert, wie soll da ein Vertrauensverhältnis geschaffen werden.
Pass auf, dass Dein Dich nicht für sie interessieren, nicht irgendwann in Aggressivität ausartet, da könnte ich das Mädchen dann sogar verstehen!
Dann stellst Du auch noch die Frage, was Du tun sollst??
Wenn Du Deinen Partner doch so sehr liebst, und er mit Deinem Kind so liebevoll umgeht, dann nimm Dir ein Beispiel daran!
Oder gehörst Du zu den Frauen, die nur nehmen, aber nichts geben wollen?
Irgendetwas liebenswertes wird an dem Kind doch mit Sicherheit sein. Oder sorry, liegt es an Diener "Reife", weshalb du das Kind nicht in die Arme nehmen kannst?
Ansonsten sehe ich es wie die #4. durch Abneigung kann eine Kinderseele Schaden nehmen; Du solltest anfangen, an Dir selbst zu arbeiten, und wenigstens fair zu dem Kind sein.
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@5: Ich bin jetzt nicht die FS, aber das sind ganz normale menschliche Gefühle! Und wenn man mal ehrlich ist, wird direkt gemotzt! Ich kann auch Leute überhaupt nicht ab und die können da vielleicht gar nichts zu. Und wenn es bei der Tochter nun einmal so ist, ist das nun mal so!
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@FS: Tja Du bist aber die Erwachsene und sie ist nur ein Kind. Also müsstest Du dich aufgrund deiner facettenreichen Lebenserfahrung schon eher beherrschen können als das Kind. Verlange ich zu viel Selbstdisziplin?
Ich gebe aber zu, dass ich einen Horror davor hätte, an eine Partnerin zu geraten, die ein soziopathisches Kind hat, das zum Beispiel gerne Tiere quält.
m43
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Ich finde es unverantwortlich von dir, dass du mit den Beiden zusammengezogen bist, wenn du so seinem Kind gegenüber empfindest. Es gibt keine Kinde die von Hause aus unsympatisch sind, dass ist blödsinn und das du so empfindest zeigt, dass du irgendwas in das Kind reininterpretierst. Mir scheint nicht das das Kind das Problem ist, die FS hat ein Problem und sollte es lösen bevor jemand schaden nimmt. Ich als Partner würde die Beziehung beenden, ich sehe da keine Basis
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@#8 Doch. Es gibt Kinder, die unsympathisch sind. Nicht die ganz kleinen, im Baby- und Krabbelalter. Aber sobald sie älter werden, entwickeln sie ihren Charakter bzw. werden durch ihre Umwelt geprägt, was ja auch gut und richtig ist. Schon im Kindergartenalter gibt es unter Kindern regelrechte "Kotzbrocken", die sich meist auch nicht mehr stark verändern, sie werden nur älter.
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Tut mir leid, aber das finde ich jetzt echt ein Unding!
Nur weil das mit dem Kind nicht so klappt direkt eine Beziehung beenden, die ansonsten gut ist??
Und das wo es weiß Gott nicht leicht ist, heute überhaupt noch halbwegs einen Partner zu finden?!
Ich habe die Erfahrung gemacht - auch mit eigenen Kindern - dass die ganz schön durchtrieben sein können und ganz subtil vorgehen, wenn sie eine Partnerschaft kaputt machen wollen.
Von wegen "Kinderseele"! Ich habe meine Beziehung damals NICHT aufgegeben und es nie bereut. Als meine Kids dann irgendwann kapiert hatten wo der Hase läuft, ging es dann auch auf einmal.
Und unser Verhältnis ist heute wo sie älter sind hervorragend!
Also, liebe FS, einfach mal abwarten und mit deinem Partner offen drüber reden wo die Gründe liegen könnten. Man muss nicht mit jedem Menschen auskommen und die eine oder andere "Distanzperson" gibt es auch in normalen gewachsenen Familien.
Kinder gehen aus dem Haus, und ob du dann noch jemanden hast, den du liebst, interessiert sie in den meisten Fällen nicht.
In diesem Sinne, nur Mut! (w/49)
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@Susanne: Natürlich gibt es unsympatische Kinder!!! Genauso wie es unsympatische Erwachsene gibt! Vielleicht in deiner Welt nicht, aber unterschiedliche Gefühle gegenüber Menschen sind normal!
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Könntest du dir vorstellen, mal einen ganzen Tag mit dem Kind alleine etwas zu unternehmen? Du musst sie ja weder umarmen, noch küssen dabei. Wie wäre es, ihr würdet ein wenig rausfahren und dann einen Tag lang etwas gemeinsam tun, so dass ihr in Bewegung seid und miteinander reden könnt. Es könnte sein, du lernst das Kind von einer anderen Seite kennen. Gib dir und ihr eine Chance. Wähle eine Unternehmung, die ihr beide mögt. Lasse deinen Partner zu Hause und deine Tochter auch bei ihm oder bei einer Freundin, so dass du mit dem Mädchen alleine bist. Solche Zeiten bzw. gemeinsame Unternehmungen lassen oft das Verständnis füreinander wachsen. Setze weder dich selbst noch das Kind deines Partners unter Druck, anber warte auch nicht mehr allzu lange. Wie alt ist sie denn? Kindergartenkind? Schulmädchen? Teenie? Wofür interessiert sie sich denn? Was macht ihr Freude?
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Könnte es sein, dass die grundlegenden Bedürfnisse eines Kindes nach einer Mutter berechtigt sind und diese nicht erfüllten Bedürfnisse gleichzeitig Angst auslösen?
Könnte es sein, dass in Deiner Beziehung eine Rollenunsicherheit kräftig wirkt, nämlich die, ob Du Mutter von nur Deinem Kind bist oder auch von dem Deines Freundes.
Mein Tipp: Du bist nur Mutter Deines Kindes, wie Dein Freund nur Vater seiner Tochter ist. Und er wird nie und nimmer Vater Deines Kindes sein (außer gemeinsame), und Du wirst nie und nimmer Mutter seiner Tochter werden können.
Du kannst ihr gegenüber nur mütterliche Gefühle, Mütterlichkeit üben.
Der große Schmerz der Tochter Deines Freundes, dass - was auch immer dazu geführt hat, dass ihre Mutter nicht oder zu wenig für sie da ist - ihre Mutter für sie nicht in ausreichendem Ausmaß für sie da ist, der muss aufs Tablett, sei es in Annäherung durch Gespräche, durch fachliche Hilfe...
Die Wahrnahme des großen Schmerzes, der hinter der Beziehungsgeschichte steht, der ist zu beobachten, er ist da und wird sich nicht binnen kurzer Zeit auflösen. Es scheint mir aber wichtig, dass der Schmerz einen Platz bekommt in Eurem Beziehungsnetz.
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Schade FS, dass du dich nicht mehr meldest. Wir stochern hier im Ungewissen, wollen dir helfen und wo bist du?
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@ # 8
Ich sehe das auch so wie # 9. In meinen Augen gibt es bei Kindern - genauso wie bei Jugendlichen und Erwachsenen - welche, die einem auf Anhieb sympathisch sind und andere sind es eben nicht. Michael Mittermeier spricht ja sogar von sog. "Arschlochkindern". Das ist natürlich aus Comedygründen zugespitzt aber tendenziell gibt es sie, diese Arschlochkinder.
Ich stimme # 9 ebenfalls zu, dass es wohl albern wäre, das bei Säuglingen, Babies, Kleinkindern zu behaupten. Aber schon bei Kindern im Kindergartenalter und erst recht bei Kindern im Grundschulalter, haben diese Kinder doch nun schon eine Persönlichkeit, einen Charakter. Natürlich ist die Persönlichkeit, der Charakter noch lange nicht ausgereift - im positiven wie negativen Sinne. Und natürlich haben die Eltern bei Kindern noch einen großen Einfluss darauf, wie sich die Kinder entwickeln. Ist das Kind also problematisch oder biestig oder was auch immer, so kann es dafür nicht wie ein Erwachsener allein verantwortlich gemacht werden. Andererseits bestätigen einem Eltern auch immer wieder, wie unterschiedlich sich Geschwisterkinder entwickeln, obwohl sie doch in derselben Familie aufwachsen, mit den gleichen Prinzipien erzogen werden und sich Eltern in der Regel um Gleichbehandlung bemühen. Ein neugeborener Mensch ist eben - und das bestätigen ja auch heutige wissenschaftliche Erkenntnisse - kein komplett unbeschriebenes Blatt.
Wo ich # 8 aber Recht gebe, ist, dass ich unter solchen Umständen niemals zu meinem neuen Freund gezogen wäre. Das ist es eben, was bei Patchwork die Sache schwieriger macht. Nicht nur die beiden Partner müssen zusammen auskommen. Die Kinder des Mannes müssen die neue Frau an der Seite ihres Vaters mögen und diese sie. Das ist nicht selbstverständlich der Fall. Und die Kinder der Frau müssen den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter mögen und dieser sie. Auch dies ist nicht selbstverständlich der Fall. Und die Kinder untereinander müssen sich mögen. Ebenfalls nicht selbstverständlich der Fall.
Bevor diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, sollte man nicht zusammenziehen, sondern sich weiter kennenlernen, sich weiter aneinander rantasten, sich mehr auf neutralem Boden kennenlernen und die Sache nicht so früh mit den großen Anforderungen des Familien-ähnlichen Zusammenlebens belasten. Muss man erkennen, dass eine dieser Komponenten auch auf Dauer und trotz Bemühungen aller Beteiligten nicht erfüllt sein wird, so hat eine Beziehung meines Erachtens keinen Sinn. Für Eltern sollte meiner Meinung nach die Devise gelten: Mich gibt es nur zusammen mit meinem Kind. Alles andere ist eine Zumutung für alle Beteiligten.
Ich habe auch eine Bekannte, die 10 Jahre lang mit einem Mann zusammen lebte. Ihre Tochter (anfangs im Kindes-, gegen Ende im Jugendlichenalter) und der Freund der Mutter verstanden sich einfach nicht. Das beruhte auf Gegenseitigkeit, scheinbar war nichts zu machen. Als die Beziehund dann nach langer Zeit auseinanderging, war die Tochter einfach nur froh, den unliebsamen "Gast" los zu sein.
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@8: leider muss auch ich dir widersprechen - es gibt unsympatische Kinder und ja, das beginnt bereits im Kindergartenalter. Ich wollte dies auch erst nicht wahrhaben, bis ich mir bei einer damaligen Kindergartenfreundin meiner Tochter bewusst machte, dass ich genau dieses Kind nicht leiden kann und es mich nervt, wenn sie in meiner Nähe ist. Und so ist es natürlich auch mit größeren Kindern oder Erwachsenen. Schlimm nur, wenn man es feststellt, aber nichts dagegen unternimmt, wie die FS, sondern doch zusammenzieht (das Kind wird sich schon fügen) und dann jammert.
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ich kann aber nicht mit einem MMann zusammenziehen, wenn ich das Kind zum Kotzen finde. Das ist doch nun wirklich eine Selbstverständlichkeit. Und wenn die FS nicht in der Lage ist das Gute und nette zu sehen, das gibt es nämlich auch in jedem Menschen, dann gibt es keine Chance. Ich habe kein Verständnis auf dieser Basis zusammenzuziehen
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Hallo, ich bin die Fragestellerin. Zuerst einmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Ja, vielleicht war das Zusammenziehen verfrüht. Nur die Rahmenbedingungen gaben ein wenig den Zeitpunkt vor. Bei meiner Tochter stand der Schulwechsel zum Gymnasium bevor und wir entschieden uns für ein günstiges Hausangebot. Und vielleicht bin ich wirklich zu blauäugig daran gegangen, denn schließlich war mir schon recht früh klar, dass mir das Mädchen unsympathisch war. Doch ich hatte beruflich schon mit Kindern in dem Alter (das Kind meines Freundes ist knapp 12) zu tun und wußte, dass ich auch mit sozial auffälligen Kindern sehr gut umgehen konnte. Es machte mir immer Spaß. Durch das Zusammenwohnen lernte ich das Mädchen näher kennen. Stehlerei und Lügen waren bei ihr an der Tagesordnung. Und dieses Verhalten hatte sie nicht erst seit der Trennung ihrer Eltern. Sie tat dies schon, als die Mutter noch dort wohnte. Diese zog dann allerdings irgendwann aus, weil sie sich überfordert mit allem fühlte. Den Kontakt zu ihrer Tochter sucht sie heute kaum. Ein paar Tage in den Ferien bei ihr, das reicht ihr schon. Also warum werde ich hier verurteilt, wenn selbst die eigene Mutter sich von ihrem Kind distanziert hat. Ich möchte diesen Mann nicht aufgeben, er ist wie für mich geschaffen. Meine Tochter (10) liebt ihn und es könnte alles so schön sein, wenn da nicht die ständigen Probleme mit seiner Tochter wären. Soll ich denn wirklich irgendwegen auf diese Liebe verzichten????
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Überleg doch mal, ob du vielleicht eifersüchtig bist auf seine Tochter. Das könnte ein Grund für deine Ablehung sein. Ansonsten muss ich denjenigen zustimmen, die dich fragen, wieso du unter diesem Umständen mit ihm zusammen gezogen bist. Man kann ganz gut auch eine Beziehung mit getrennten Wohnungen haben. Das ist zwar manchmal anstrengend, hat aber auch eine ganze Menge Vorzüge.
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Danke FS für deine Rückmeldung. Wenn du genau wusstest, welche Probleme du dir mit diesem Kind einhandelst, warum bist du mit deiner Tochter nicht in die Nähe in eine eigene Whg gezogen? Nun hast du den Stress mit einem Mädel, dass von der eigenen Mutter bereits aussortiert wurde? Warum tust du dir das an? Liebe zum Vater ist nicht das Allheilmittel für die Tochter. Eher könnte der Schuss nach hinten los gehen - und schlimmer noch, sie hetzt deine Tochter in Kürze zusätzlich ebenfalls auf. Das hätte dir vorher klar sein sollen und ihr hättet eine Beziehung mit getrennten Whg führen können. Man muss nicht auf Biegen und Brechen zusammenwohnen. Du zahlst nun ziemliches Lehrgeld. Hol dir professionelle Hilfe für seine Tochter und auch für eure Familie vom Amt. So kann es nicht weitergehen.
Was sagt denn der Vater? Scheint mit ziemlich desinteressiert an den Machenschaften seiner Tochter. Sie rebelliert, weil sie keine Liebe erfährt - ist dir das schon mal in den Sinn gekommen? Du siehst in ihr nun den Zerstörer deiner Liebe - also auch nicht gerade beste Voraussetzungen, um ein liebevolles Miteinander mit dem gefühlten "Feind" zu arrangieren. Viel Glück, aber ohne prof. Hilfe sehe ich da auf lange Sicht schwarz. Entweder geht seine Tochter vor die Hunde oder du.
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Leider bist du wenig präzise geworden, was die Gründe oder Situationen für eine Abneigung angeht.
Habe ich dich richtig verstanden: Du hast beruflich mit Kindern zu tun? Bist du Sozialpädagogin oder weshalb hattest du erwähnt, dass du schon Umgang mit sozial auffälligen Kindern hattest?
Ich kann jetzt natürlich nur spekulieren, aber ich vermute, dass das Lügen und Stehlen eine Art Schrei nach Aufmerksamkeit ist. Und dabei geht es nicht um ein kurzes Nachfragen oder Bestrafen. Gerade geschlechtsspezifisch braucht das Mädchen eine Person, zu der sie aufblicken kann und sich Verhalten abschauen kann. Die Mutter ist ja offensichtlich mehr mit sich selbst beschäftigt, von dem Vater haben wir auch noch nicht viel erfahren. Daraus schließe ich maximal oberflächliches Interesse. Naja und deine Ansichten kennen wir ja.
Auch Interesse der Beziheung wegen ist kein echtes Interesse.
Jetzt sag mal, wie würdest du dich fühlen?
Bedenke: Du bist erwachsen und hast gelernt dich auszudrücken.
Dieser junge Mensch ist wohl noch auf der Suche.
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Vermutlich braucht das Mädchen eine Therapie.
Sie wurde vielleicht in ihrer frühen Kindheit und auch jetzt nie richtig geleibt und angenommen von ihrer Mutter.
Das Defizit an Liebe will sie sich nun stehlen und nimmt Gegenstände, die ihr nicht gehören.
Ich kann verstehen, dass Du das Mädchen nicht auf Knopfdruck lieben kannst. Man liebt ein Kind eben nicht automatisch, da muss schon auch eine gegenseitige Sympathie da sein.
Wenn die eigene Mutter ihr Kind nicht liebt, macht es die Sache nicht leichter.
Die Schuld liegt aber nicht bei dem Mädchen.
Vielleicht war sie aus Versehen zur Welt gekommen, die Mutter liebte den Mann nicht und daher auch das Kind nicht? Bitte sprich mit einer Familientherapeutin über Eure Probleme. Die ganze familie muss nun zusammenhalten und dem Mädchen helfen, dass sie vom Stehlen und vom Lügen wegkommt.
Am besten ist es natürlich, wenn man mit einem Kind sprechen kann und es dabei im Arb hält und ihm glaubhaft sagen kann, dass man es liebt, auch wenn es stihlt und lügt. Dass diese Taten aber falsch sind. Kann der Vater das tun?
Ihr seid nun eine familie und das ist nicht nur das Problem des Mädchens, sondern EUER Problem. Mach dem Mädchen klar, dass Ihr zusammen bleiben wollt. Mach Dir selber das auch klar. Sie wird noch mindestens 10 Jahre bei Euch wohnen. Das sollte sie auch dürfen, ohne abgeschoben zu werden.
Alles Gute
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Hallo FS,
ich kann Deine Gefühle und Sorgen gut nachvollziehen!
Ich bin in meiner letzten Beziehung völlig unerwartet Stiefmutter des knapp 6-jährigen Sohnes meines Partners geworden (bin selbst kinderlos). Die Mutter war mit dem Kind überfordert, selbst psychisch instabil (Borderline) und schob das Kind zu uns ab. Ich kannte den Jungen schon 1 Jahr lang von Besuchswochenenden und mir ging es wie Dir, ich mochte ihn nicht leiden. Er hatte einige Verhaltensstörungen zu bieten, die den Umgang mit ihm ziemlich nervenzehrend machten.
Die Mutter des Jungen hatte übrigens noch eine 12-jährige Tochter aus vorangegangener Ehe, mit welcher sie ebenfalls überfordert war (die gleichen Probleme, wie bei Deiner Stieftochter: Schulschwänzen, Stehlen, Lügen). Diese hatte sie 1/2 Jahr vor dem Jungen an den "zugehörigen"Vater abgeschoben, das Mädel wanderte dann über dessen Eltern ins betreute Wohnen...
Ich war zum Glück in der Lage, vor meinem Stiefsohn meine Ablehnung verbergen zu können, er liebte mich sehr. Dabei half mir auch das Wissen, dass der Kleine nun wirklich nichts dafür kann, dass er ist, wie er ist, sondern dazu gemacht wurde. Ich fühlte mich auch nie verpflichtet, dieses Kind unbedingt lieben zu müssen -setzt Du Dich da vielleicht zu sehr unter Druck? Du musst nicht liebevolle Gefühle für ein fremdes Kind haben, um ihm Familie, Sicherheit und Erziehung zu bieten, meiner Meinung nach reicht Wohlwollen aus.
Du könntest Dir vermutlich leichter machen, mit dem Mädchen umzugehen und gelassener zu reagieren, indem Du Dir immer wieder bewusst machst, dass Deine Stieftochter nicht mit voller Absicht und aus Bösartigkeit so agiert, sondern vermutlich viel lieber anders handeln würde, aber nicht kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Vater. Dies wurde ja oben bereits angesprochen -der Vater ist es, der für seine Tochter und deren Wohlergehen 100% verantwortlich ist und nicht DU! Alles was DU für das Mädchen tust, ist rein freiwillig und nicht etwa Deine Pflicht, nur weil Du diesen Mann liebst. Inwieweit bringt sich der Vater denn in die Erziehung und Versorgung seiner Tochter ein? Oder bleibt das alles mit Selbstverständlichkeit an Dir hängen?
#22 hat bereits das angesprochen, was auch ich raten würde, nämlich eine Familientherapie. Ich habe dies damals für meine Patchworkfamilie beantragt. Die Therapie mit einem Familientherapeuten, der ins Haus kommt und sich "vor Ort" die Interaktionen der Familie ansieht, hat ungemein geholfen. Meinem damaligen Freund wurde vermittelt, dass ER der Hauptverantwortliche ist und nicht einfach die Erziehung seines Sohnes wie zu Ehezeiten auf mich abschieben kann (nur diesmal bei getrennter Kasse).
War hart für ihn, aber die von ihm zu vollziehenden Veränderungen haben die Situation dann sehr schnell entschärft und das Zusammenleben ungemein erleichtert. Auch wurde sein Verhältnis zu seinem Sohn um Längen besser, was dann eine grosse Hilfe war, als wir uns trennten, da der Vater die Hauptbezugsperson des Jungen geworden war.
Ich kann Dir nur empfehlen, Dir externe Hilfen zu holen und nicht gleich eine gute Beziehung und das Zusammenleben hinzuschmeissen. Viel Kraft und Erfolg wünsche ich Dir!
w, 49
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