- Frage:
Ist es heutzutage noch realistisch an die "große Liebe" zu glauben/hoffen?Im Magazinartikel Galionsfiguren der Liebe (https://www.elitepartner.de/km/magazin/fuer_paare/artikel/galionsfiguren-der-liebe-100021.html ) stellen wir historische Paare vor, deren Beziehungen sich ein Leben lang erhalten haben. Gibt es so etwas überhaupt noch in der heutigen Zeit?Antworten: -
Michael Mary sagt in seinem berühmten Buch "5 Lügen, die Liebe betreffend" sehr überzeugend, dass es jahrzehntelange, schwülstige Erotik - wie in der Phase erster Verliebtheit - aufgrund der Art, wie der Mensch biologisch gebaut ist, einfach nicht geben kann. Insbesondere gebe es eine Art biologische Antagonie zwischen Vertrautheit und erotischer Anziehungskraft: je vertrauter man sich ist, desto weniger schwülstig die Erotik.
Die Dauerpartnerschaft müsse zudem heute viel zu viele Aufgaben auf einmal übernehmen, was historisch nie üblich gewesen sei und die Partnerschaft zwangsläufig überfordere.
Mary hat in beiden Punkten Recht. _Diese_ Sorte "großer Liebe", die einen ein Leben lang vom Hocker reißt wie am 1. Tag der Verliebtheit, die eine Kreuzung von wildem Sex, innerer Vertrautheit, Fremdheit, wechselseitiger Unterstützung, Verlässlichkeit, an Illusionen heranreichende Romantik und gleichberechtigten Dauerverhandlungen über das tägliche Miteinander kombiniert - diese Sorte _gibt_ es nicht.
Wenn man sich mit Partnern in langjährigen Beziehungen tatsächlich unterhält, erfährt man auch von ihnen selber, dass sie selber unter ihrer Partnerschaft nicht diese wilde Mixtur von Liebeskomponenten verstehen, die zueinander letztendlich völlig unverträglich sind.
Mary schlägt - etwas hilfloserweise - unter Anderem vor, die Komponenten aufzuteilen und erotische Erlebnisse außerhalb der Dauerpartnerschaft zu suchen - z.B. in Swingerclubs oder Seitenaffairen. Das mag irgendwo funktionieren; aber in meinem eigenen Umfeld kenne ich kein einziges Fallbeispiel, bei dem damit die Dauerpartnerschaft wirklich bis zum Tod weitergeführt worden wäre. Das mit den Swingerclubs usw. ist immer das, was einsetzt, bevor die Dauerpartnerschaft dann doch ganz den Bach runtergespült wird.
Eine andere Lösung ist, auf serielle Partnerschaften auszuweichen und so den Zugang zur Erotik zu erhalten. Menschen, die ihren Lebensbund zugunsten der Erotik aufs Spiel setzen, sind mir menschlich allerdings sehr unsymphatisch; ich könnte mir nicht vorstellen, mit ihnen nach Beendigung ihrer Partnerschaft eine eigene Beziehung zu beginnen, egal ob erotisch, platonisch, Dauer-, Neben- oder sonstwie.
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die Liebe ist etwas besonderes, die Liebe ist immer groß, kann man mehr oder mal wieder weniger lieben? Die Liebe entwickelt sich und verändert sich, läßt sich nicht in die Schränke zuweisen. Ist das die Liebe, an die wir denken oder die Erwartungen, die erfüllt werden müssen und doch irgendwann nicht erfüllt werden. Liebe ist ein Geschenk, was versorgt werden möchte und kann auch sterben, wenn sie keine Nahrung bekommt. Die Liebe ist vollkommen - nur wir Menschen oft nicht und wir sind oft ihr nicht gewachsen...
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Beruflich habe ich häufig mit Paaren zu tun, die ihre diamantene oder eiserne Hochzeit feiern - das sind 60 und 65 Ehejahre. Immer ist es schön, wie Mann und Frau miteinander umgehen. Der Mann ist häufig ein Kavalier. Obwohl zumeist älter ist die Frau gebrechlicher. Vielleicht liegt es an den zahlreichen Geburten oder daran, dass sie über Jahrzehnte ihren Haushalt, Beruf, Kinder-Erziehung und womöglich Garten bewältigt hat. Wenn ich den Mann frage, was er an ihr schätzt, dann sind seine Antworten: Fleiß, Treue, gute Mutter. Und sie schätzt an ihm, dass er immer finanziell dafür sorgte, dass es der Familie gut geht. Die "Knöppe" hat sie jedoch immer umgedreht, und ich gehöre auch noch zu der Generation, die aus der Familie "die Kleider auftragen" musste. So wie in den jüngsten 20 Jahren - ex, hopp und Neues kaufen hat es damals nicht gegeben. Liebe hat also auch etwas mit Werten zu tun - mit gegenseitiger Achtung, mit Respekt, mit weniger Ablenkungen. Vielleicht sind wir heute durch die zahlreichen Fernseh-Programme und sonstigen Angebote zu sehr abgelenkt von dem Wahren, Ehrlichen und Schönen. Das alles hat es in den Zeiten der Romantik nicht gegeben. Da fuhren die Damen auch nicht auf eigene Faust in Urlaub, da waren sie froh, wenn ein junger Mann ihnen den Hof machte. Und das wird in Romanen als Liebe bezeichnet. 7E1FB12A
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Ich glaube bald nicht mehr an die deutschen, emanzipierten Frauen, da man mit diesen "keine große Liebe" mehr haben kann...dann ist es besser mit Frauen aus anderen Kontinenten...
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Liebe will nicht ... - Liebe ist ! ... fragt nicht.
Sie kommt mal von aussen - mal von innen -.
Oder entsteht sie doch nur aus einem Mangel?
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@4. Wohl wahr!
@6 fasst sehr gut zusammen, was Mann und Frau, die die Diamantene mteinander ferierten, aneinander schätz(t)en:
ER war all die Jahre guter Kohlebeschaffer.
SIE gute Mutter.
Was #4 nicht widerspricht. Zu bedenken ist nur: O.g. Motive reichten, um vor kurzem Diamantene zu feiern. Heute ist - gerade die reiferen Jahrgänge um 40, 50 streichen die Bedeutung bei jeder Gelegenheit immer wieder heraus - auch noch anhaltend toller Sex gefragt! - Künftig dürfte es also kaum noch Diamantene geben... ;-)
Meine persönliche Erwartung:
Klar gibt es die Liebe!
Die Menschen mit ihren Nogo- und Anforderungslisten geben ihr nur verdammt wenig Chancen. Wie #2 schreibt: Und im Grunde sind viele sogar unfähig, ihren Mitmenschen wirklich "Guten Morgen" zu wünschen, geschweige denn, wirklich (tiefer als Floskeln) in Kontakt zu kommen.
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