- Frage:
Ist das ein Fall der "Kontrolle"?Mein Mann hat sich mit ein Paar Bekannten für den Besuch des Oktoberfestes in München verabredet und ich habe ihn irgendwie automatisch gefragt, nur so, ob zwei Männer, die ich kenne und die dabei sein werden, auch allein fahren oder ihre Frauen/Freudinnen mitnehmen. Mein Mann war ganz wütend, hat mich fertig gemacht und mir vorgeworfen, dass ich "Kontrolle" über ihn ausübe. Es war für mich, ehrlich gesagt, ein Schock, ich habe doch keine Hintergedanken bei der Fragestellung gehabt. Was meint Ihr? Weist diese Frage wirklich auf "Kontrolle" hin? (Sollte ich sie gar nicht stellen?) Es lässt mich nicht in Ruhe. Ich überlege, wie ich mich verhalten soll, wenn er morgen zurückkommt, vielleicht gar nich fragen, wie es dort war...Antworten: -
Er hat sich vermutlich nur so aufgeregt, weil er etwas zu verheimlichen und daher ein schlechtes Gewissen hat. Ich lese aus Deiner Frage keinen Fall von "Kontrolle" sondern nur normales Interesse heraus.
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wieso läßt dich von dem "fertig machen" ? Hast das nötig ? Scheint ja kein Einzelfall zu sein sondern eher daß er insoweit Wiedeholungstäter ist.
Wenn er Dich verunsichert, einengt, zu beherrschen sucht:
Trennung. Schau daß Du Geld mitnimmst und dann suchst Dir eine eigene Wohnung.
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Diese Frage an sich ist keine "Kontrolle", wenn es genau so abgelaufen ist, wie du schreibst und das ganze kein Vorspiel hat. Aber das hängt natürlich von eurer Gesamtsituation ab. Wenn du tendenziell der Typ bist, die ihren Mann kontrolliert, kann es einfach sein, dass er gerade bei dieser Bemerkung ausgerastet ist, da ihn das schon längere Zeit stört. Ist euer Verhältnis aber normal und eigentlich vertrauensvoll, dann ist seine Reaktion etwas merkwürdig.
An deiner Stelle würde ich in ganz normal fragen, wie der Besuch am Oktoberfest war und vorerst seine Bemerkung mal vergessen. Wenn er dir ganz normal antwortet und von seinem Aufenthalt erzählt, wurde ich das Thema nicht mehr aufnehmen. Wenn er aber nichts erzählen will oder sonstwie merkwürdig reagiert, wirst du ihn wohl darauf ansprechen müssen und klären, was los ist.
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Also mir wäre da ganz spontan eingefallen, dass ich auch Lust auf das Oktoberfest habe ;-)
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Ich finde #1 und #2 übertreiben da völlig! Sicherlich hat dein Mann überreagiert aber deswegen hat er doch nichts zu verheimlichen und trennen musst du dich desswegen sicher nicht!
Am besten sagst du ihm in einer ruhigen Minute, dass seine Reaktion dich verletzt hat.
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Das gleiche habe ich mehrfach mit meinem Ex erlebt. Mein daraus beginnendes Mißtrauen bestätigte sich leider. Er betrog mich.
Wenn ein Mann so giftig auf eine völlig normale Frage reagiert, HAT er immer etwas zu verbergen!
Die Konstellation Oktboberfest UND sein Angriff auf dich, nach deiner Frage, lassen zumindest vorsätzliches fremdflirten vermuten.
Beobachte ihn, wenn er nach Hause kommt. Wenn er dir erneut irgendwie abweisend erscheint und dir ausweichend sagt, er sei hätte schließlich die ganze Zeit gefeiert und sei zu müde, dir groß etwas zu erzählen, dann Vorsicht!
Anhand der ersten paar Minuten zu Hause, wirst du schon merken, woran du bist. Freut er sich, dich zu sehen oder verhält er sich "komisch"..
Ich habe damals nicht viel gefragt, sondern im stillen auf Beweise gewartet. Der kam in Form eines Polizeifotos, als er auf der Fahrt geblitzt wurde. Und siehe da, eine Frau saß neben ihm und alles kam raus!!
Ich kann aus eigener Erfahrung deinen "Schock" sehr gut verstehen und wünsche dir sehr, dass es nicht so ist, wie ich vermute!
Alles liebe
(w 48)
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die Frage an sich ist nicht schlimm, aber sie zeigt, dass du kein Vertrauen hast weil du ja davon ausgehst, das alle anderen Frauen mit dürfen nur du nicht. Ich denke mal für dein Mann war das eher der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. Scheinbar bist du in vielen Bereichen jemand der Kontrollfragen stellt und zwar so, das dein Mann nicht das Gefühl des OInteresse bei dir spürt sondern die Kontrolle. Überdenk deine Fragetechnik und die Uraschen davon
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Lieeb Fragestellerin! Lass Dich nicht irritieren -- es ist absolut uneingeschränkt üblich, natürlich und gesund, dass man sich als Partner gegenseitig solche Details erzählt, nachfragt, sich dafür interessiert. Wieso sollte er es nich erzählen, wenn es nichts zu verheimlichen gibt? Mir wäre es ein Anliegen, meinen Partner soweit wie möglich einzubeziehen und ihm davon zu berichten, wenn ich schon alleine irgendwo hingehe. Das genau ist Teil von Partnerschaft. Mit Kontrolle hat das rein gar nichts zu tun -- es lässt eher die Befürchtung aufkommen, dass er etwas zu verheimlichen hat. Traurig, aber wahr.
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Meine Erfahrung: "Normale" Anrufe bei meinem damaligen Freund empfand er als Kontrolle. Warum? Weil er etwas zu verbergen hatte. Wenn die Beziehung stimmt, freut man sich über das übliche Interesse und die Anteilnahme des Partners am Leben, auch wenn es Kleinigkeiten sind oder ganz einfach Dinge wie "wer begleitet dich zum Fest?".
Tipp: Sei wachsam, aber nicht übermisstrauisch.
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Oktoberfest ist IMMEr Vorsätzliches fremdflirten wenn man "alleine" dort. ist, hab grade gestern erst von einer befreudneten dort auftretenden Showtruppe einen Kurzabriss des Abends bekommen..
Frau = Frischfleisch, Mann = völlig losgelassen, es gilt ja schon als peinlich "wenn du auf der Wies'n keine abkriegst"
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Hallo liebe FS,
die Wies'n ist nun mal die Saison für bestimmte Momente.
Wenn Dein Mann Dich liebt, amüsiert er sich köstlich und sendet Dir nachts SMS (die Minibar ist nicht bestückt), dass er Dich vermisst oder zumindest ein paar "Zeichen".
Ansonsten würde ich davon ausgehen, dass er evtl. doch andere Ziele hat.
Alles Gute für Dich...
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Liebe FS, du hast eine ganz normale Frage gestellt, die mit Kontrolle nichts zu tun hat, nur mit Interesse. Die Reaktion deines Mannes zeigt eindeutig, dass er ein schlechtes Gewissen hat, ansonsten hätte er ganz normal antworten können. Leute, die sich kontrolliert fühlen, haben meist etwas zu verbergen. Ich würde sein Verhalten genau beobachten, wenn er wieder zurück ist. Und ich würde erst mal abwarten, ob er überhaupt etwas vom Oktoberfest erzählt.
Mehrer Männer alleine auf dem Oktoberfest ist doch fast schon wie ein Besuch im Puff.
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Schließe mich auch #1 an: Er hat bestimmt etwas zu verbergen.
Man braucht sich nicht so aufzuregen, wenn jemand einem eine Frage stellt. Mit Sicherheit nehmen die anderen ihre Freundinnen mit, und er möchte dich nicht dabei haben. Es muss nicht gleich heißen, dass er fremdgehen will, er will sich vielleicht einfach nur hemmungslos besaufen.
Ich persönlich würde meinen Mann nicht allein zum Oktoberfest gehen lassen, und auch nicht zum Karneval. Viel Glück!
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ich war letzte woche als Frau das allererste mal auf der Wiesn.
Es war für mich keine reine Freizeitgestaltung, sondern ein Rahmenprogramm zwischen 2 Kongresstagen. Insoern ja ganz nett.
Ich war die einzige Frau , die auch Teilnehmerin der Veranstaltung war. Die übrigen Damen waren er mit angereiste Ehefrauen von anderen Teilnehmern und die Kongressassistentinnen etc.
Die meisten männlcihen Teilnehmer sind aber wie ich auch alleine gekommen. Ich sage es mal so, trotz Semijobevent war es schon sehr grenzwertig. Mit steigendem Alkoholspiegel wurde ich von einigen der Herren zunehmend als Freiwild betrachtet (ich hatte übrigens auch extra keine aufreizende Kleidung und auch kein Dirndl an). Ich habe einige 100 Mitarbeiter, sowas lasse ich mir schon lange nicht mehr von keinem Mann gefallen. Einem Juristen habe ich glatt eine gescheuert, als er nicht aufgehört hat, an mir rumzutatschen ... zumindest hat er mich weiterhin gesiezt ... sowas von absurd. Einen Banker, der mir erzählte "so mache man aber Deals in Bayern" als er mich umarmen wollte, habe ich scharf und unmißverständlich anfahren müssen. Danach aber war der Radius um mich aber merkbar größer geworden. Aber die Kerle haben sich ehrlich benommen wie Sau. Erst beruflich Visitenkarten verteilen und dann sowas. Das ist auch peinlich für das Unterenhmen. Wenn es mein MA wäre, für den wäre der weitere Karriereweg bei uns beendet.
Ich bin dann auch lieber früh gegangen. Der Veranstalter hat mir freundlicherweise auch jemanden zur Seite gestellt, der mich zum Hotel gebracht hat, damit ich nicht doch noch weiter belästigt werde.
Hiernach wäre ich da auch sehr mißtrauisch und es käme sehr auf den Partner an.
Wenn er so sehr auf Abwehr gehen würde, dann würden bei mir Alarmanlagen aufheulen.
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Ganz ehrlich? Ich empfide genauso wie Frederika!
Das war eine normale Frage und hättet ihr ein normales Eheverhältnis, wäre an dieser Frage nichts gewesen.
So machte er sich auch in meinen Augen sehr verdächtigt.
Der Wiesn ist eine Sauferei, ich verstehe es einfach nicht, was toll dabei sein soll, Koma zu saufen, sich die Gehirnzellen wegzutrinken, am nächsten Tag den ganzen Tag nur brechen und krank zu sein.
Liebe Fragestellerin. Warum solltest Du nichts sagen?
Warum hast Du Angst davor, deinen Mann zu fragen? Unterdrückt er Dich? Dann ist er nicht dein Partner!
Ich wünsche Dir Mut zu Dir, zu deinem Recht und zu deinen Entscheidungen zu stehen!
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Vielen lieben Dank für die Diskussion und Eure Reaktionen.
Vielleicht wäre ich zum Fest mitgegangen, wir haben es nicht besprochen, ich bin zu Hause geblieben, weil wir ein Baby haben.
Ich persönlich, als ich die Frage an meinen Mann gestellt habe, hatte es nur aus reinem Interesse gemacht, genau so wie ich ihn manchmal frage, ob er zur Zeit viel Arbeit im Büro hat oder was er zu Mittag gegessen hat, wie es seinen Arbeitskollegen geht usw. Ich empfinde es auch, dass solche Fragen ganz normal und typisch in einer Partnerschaft sind.
Warum hat er so überreagiert? Ich habe mittlerweile eine eigene Ansicht, die aus seiner Vorgeschichte stammt: er ist als Weisenkind in der Obsorge einer sehr alkoholkranken Frau aufgewachsen und wurde von ihr als kleines Kind seelisch gequällt. Er meint, dass das alles für ihn schon sehr lange kein Thema ist, ich behaupte aber, dass seine Reaktion eine Art Schutzmaßnahme eines kleinen Kindes gewesen ist, dem etwas unterstellt wird (so könnte vielleicht das kleine Kind in ihm die Frage interpretieren, glaube ich als Laie)...
Liebe Grüsse
Die FS
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zu #16
Liebe FS, ich hoffe dein Mann hat seine Kindheit soweit verarbeitet, dass er für die Ehe mit dir und auch für das Baby gut gerüstet ist und auch emotional keine Schäden mehr aus der Kindheit hat.
Ich hoffe auch für dich, dass du dich mit dem Thema seelische Mißhandlung von Kindern und die Auswirkungen auf spätere Partnerschaften befasst hast (?).
Denn Zusammenhang mit deiner Frage und seine Reaktion als Schutzmaßnahme als kleines Kind im Mann kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber ich vermute, wo du hinaus willst.
Da ich selber so ein seelisch gequältes Kind bin und jahrelang Therapie machen musste, kann ich dir nur sagen, dass dieses Thema das ganze Leben aktuell bleiben wird. Bei mir fing es erst richtig an aktuell zu werden, als ich mein Kind bekam.
Ich will dir keine Angst machen, aber bei mir fangen alle Warnglocken an zu klingen, wenn ich höre, dass die schlimme Kindheit kein Thema mehr ist, das klingt nach ungesunder Verdrängung und nicht nach psychisch gesunder Aufarbeitung.
Ich würde auch heute als gereifte Frau keine Beziehung zu einem Mann eingehen, der eine ähnliche Kindheit wie ich hatte und sie therapeutisch nicht aufgearbeitet hat.
Ich wünsche dir viel Kraft, Selbsterkenntnis und Fortbildungserfolg bei dem Thema.
w (47)
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Hallo FS habe mir mal den ganzen Beitrag durchgelesen und finde #16 ganz interessant. Bei mir war es in der Beziehung ähnlich. Ich bin m 32 sie ist w27. Wir sind sehr früh zusammen gekommen, waren 12 Jahre zusammen. In ihrer Kindheit ist alles schief gelaufen. Ihren Vater kannte sie nicht, ihr Stiefvater kümmert sich bis heute nicht um sie, ihre Mutter hat eine Angsneurose und hat sie in der Kindheit nur eingesperrt und unterdrückt. So sehr das sie damals ins Kinderheim abgehauen ist. Die mutter ist jetzt in der geschloßenen. In den 12 Jahren mit ihr, hat sie immer wieder angefangen wegzulaufen vor Problemen sie hat sich nie gestellt. Nach 8 Jahren ist sie von heute auf morgen bei mir ausgezogen. Nach ca 5 Monaten sind wir wieder zusammen gekommen, sind 600 km von zu hause weggezogen weil ich eine neue Areit gefunden habe. Jetzt vor 5 Wochen wieder kompletter auszug, obwohl wir uns ein Haus gekauft haben und alles schön war. Sie hat hier seit 2 Jahren einen neuen Job wo sie viele Leute kennen lernen kann. Da sie in ihrer Kindheit nie Freunde hatte und auch nicht in unserer Beziehung richtig Freunde hatte meint sie jetzt alles wegzuschmeissen und zu den vermeindlichen Freunden oder Arbeitskollegen zu gehen. Sie hat sich von mir kontrolliert gefühlt, weil ich wissen wollte warum sie später von der Arbeit kommt, weil ich wissen wollte, mit wem sie was wo macht, weil ich wissen wollte warum sie ihr Handy lautlos versteckt usw.. Das waren für mich alles normale Fagen, für sie nicht. Was ich mit dem Beitrag sagen will, ist, das ich mir #16 gut vorstellen kann.
[Mod: Unzulässige Signatur entfernt.]
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