1. Frage:
    Gefragt am: 21.05.2011, 11:31 von Gast
    Ich weiss mir keinen Rat mehr - Scheidung wird die einzige Lösung sein
    Ich w(50)/23 Jahre verheiratet , 4 Kinder.Lebe am Land und das seit fast 20 Jahren. Vor 10 Jahren habe ich erfahren, dass mein Mann ein Verhältnis angefangen hat, aus dem vermutlich auch ein Kind entstammt (was er abstreitet). Er flehte mich an, ihm noch ein Chance zu geben. Da mein jüngstes Kind erst 2,5 liess ich mich überreden. Er hat sich bemüht, blieb dann auch mehr zu Hause . Vor 5 Jahren fand ich ein SMS in dem er einer Frau seine Liebe gestand,seine Ausrede,er war betrunken.4 Kinder, keine Wohnung, kein Geld -gehörte ja alles nur ihm - hat er mir jahrelang suggeriert.Nun hat meine Mann seine Firma in den Ruin getrieben ,wir stehen vor dem Nichts. Ich habe für 2 Tage zu arbeiten angefangen und geniesse es, etwas für mich tun zu können. Mein Mann wirft mir vor, die Familie und speziell ihn im Stich zu lassen. Er ist nun fast jede Nacht weg und kommt betrunken nach Hause. Ich weiss nicht, ob meine kleineren Kinder mitkommen würden ,das wäre ganz schlimm für mich.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    21.05.2011 12:56
    Hallo Fs, wieso sollten deine Kinder nicht mit dir mitgehen? Wie alt sind diese? Oder habe ich es falsch verstanden? Meintest du vielleicht, Ob sie es mitbekommen, dass dein Mann betrunken nach Hause kommt? Also, Kinder sind nicht dumm, sie bekommen viel mehr mit, wie wir meinen. Ich spreche aus Erfahrung. Du brauchst dir auch diese Vorwürfe nicht gefallen lassen. Du bist bei ihm geblieben, trotz der Stresses. Hut ab! Ich wäre gegangen mit meinen Kindern. Ich glaube, ihr werdet Euch auf kurz oder lang trennen. Tut mir leid, aber manchmal sind Trennungen das Beste für alle.
    Alles Gute und viel Kraft! AEw30

  3. #2 Gast
    21.05.2011 16:00
    Du bringst viele ernstzunehmde Vorwürfe gegen Deinen Mann vor. Für mich hätten sie damals, als sie vorgefallen sind, auf alle Fälle für eine Trennung ausgereicht.

    Was mir aber auffällt ist, dass Du damals bei Deinem Mann geblieben bis. Jetzt, wo Dein Mann Dir finanziell nichts mehr zu bieten hat, möchtest Du ihn aber wegen der damaligen Vorfälle verlassen.

    Mich wundert, dass die monetäre Komponente bei Deiner Planung Deines Verhaltens eine durchaus große Rolle spielt.

  4. #3 Gast
    21.05.2011 16:06
    Höchste Zeit, auf Nimmerwiedersehen zu sagen. Wenn hier jemand die Familie im Stich läßt, dann er. Rette Du nun wenigstens den Rest.

  5. #4 Gast
    21.05.2011 16:49
    Wenn auch nur die Hälfte von den stimmen würde, was du schreibst, dann würde ich nicht zögern, sofort zu gehen.

  6. 21.05.2011 22:16
    1) lies mal

    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkohol.html
    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkoholabhaengigkeit.html
    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkoholiker.html
    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkoholismus.html
    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkoholkrank.html
    http://www.elitepartner.de/forum/tag/alkoholproblem.html

    und schau wie es den andern ergebt

    2) informier dich mal über Alkoholkrankheiten bei beratungsstellen

    3) das problem ist doch daß er alles falsch gemacht hat (job, Daueraffaire), daß er gelogen hat (abstreiten von Affairen) und daß nicht ersichtlich ist, was er Euch gutes getan hat, du hingegen warst immer die treue ehefrau und mutter, auch wenn dein mann so gut wie nichts richtig gemacht hat.

    4) Punkt 3 soll allen ernstes wieder zu einer beziehung auf Augenhöhe werden, dadurch, daß er dem Alkohol entsagt, die ruinierte Firma aus der Insolvenz wieder hochzieht, die Affaire beendet und ein liebevoller Vater wird ? Sorry, das glaub ich nicht wirklich.

    5) Das Problem ist doch auch, daß Du ihm vertraut hast, als man ihm eigentlich nicht mehr vertrauen konnte, sprich du hast alles mit dir machen lassen. mach den fehler ruhig weiter, aber dann denk mal an das was ich in einer TV Show gehört hab bei der Frauen alkoholkranker männer sagten

    "wäre ich nicht gegangen hätte er mich umgebracht"

  7. 22.05.2011 18:51
    da du nicht gehandelt hast, als dein MAnn die Sachen gemacht hat, ist mir total unklar, warum du dich jetzt beschwerst,nur weil er jetzt scheinbar nur kein Geld mehr hat. Er hat dich schon seit 10 Jahren betrogen und trotzdem läßt du dir weiter Kinder von ihm machen und partizipierst von seinem Einkommen, also so schlimm findest du alles ja jetzt erst, wo er finanziell am Ende ist. Da kann ich seine Argumentation schon nachvollziehen

  8. #7 Gast
    23.05.2011 16:50
    #6Ja,es schaut wirklich nach aussen hin so aus, als wäre es nur das Finanzielle,das mich an meinen Mann gebunden hat. Erstens waren alle 4 Kinder bereits geboren,als ich das erste Mal von seinem Fremdgehen erfahren habe und 2. hätte ich mir damals ein Weggehen einfach nicht leisten können, da er mir immer wieder sagte, dass alles nur ihm gehöre. In der Zwischenzeit stehe ich finanziell aber auf eigenen Beinen und würde es auch schaffen, mit Einschränkungen zwar, allein mit den Kindern durchzukommen. Was mich zurückhält ist eigentlich - trotz allem -Mitleid mit ihm. Er hat alles verloren und nun auch mich und die Kinder. Das ist eigentlich die Aussage, die ich in meinem ursprünglichen Text irgendwie nicht formulieren konnte. Ich bin leider ein Mensch, der sich sehr schwer mit Veränderungen tut und auch sehr schwer damit, jemandem weh zu tun.

  9. #8 Gast
    23.05.2011 20:02
    Hallo Fs hier nochmals 1. Ich rate dir dringend dich bei ProFamilia oder so zu melden. Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird, aber du musst an dich denken. Wenn du dich jetzt von ihm getrennt hast, dann wünsche ich dir wirklich ganz viel Glück. Du musst stark bleiben. Du, ich kenne die Ängste und Bedenken. Ich habe mich nach einem Jahrzehnt getrennt. Hätte ich nicht Angst und Mitleid,so wäre ich auch früher gegangen. Jetzt heißt es nur noch nach vorne gucken und stark bleiben. Alles Gute!

  10. #9 Gast
    24.05.2011 10:05
    #Badenserin: Ich kann deine Sorge mit den Kindern sehr gut nachvollziehen. Ich habe, wenn auch aus ganz anderen Gründen, den Fast-Verlust eines 14jähr. Kindes auszuhalten, das zum Vater gegangen ist, weil es da enorm viel Freiheit hat, Freiheit, die ich nicht geben mag, da Grenzen wichtig für ein Kind sind.

    Vielleicht ist es richtig gerade jetzt - es klingt nicht gut, aber die Chance wirst du später nie wieder haben und wenn deine Kinder zu alt sind, werden ihre vaterbezogenen Wünsche mehr Berücksichtigung finden - das alleinige Sorgerecht bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht und die Gesundheitsfürsorge zu beantragen. Ich habe das nie in Erwägung gezogen, da mein Ex sehr warmherzig war, aber keine Verantwortung übernehmen konnte. Heute stehe ich vor dem Fiasko. Er hat eine Lebensgefährtin und ist sehr beeinflusst, diese ist vom Niveau her weit unter dem, was uns noch gemeinsam Eltern sein lässt. Bitte denk an diesen Punkt auch. Irgendwann ist er trocken, hat eine neue Partnerin und du musst obendrein zu allem Schrecklichen auch noch da durch, dass dein Kind dir sagt... bei Papa ists lustig, da machen wir ganz viel und ich darf ganz viel... und du bist allein mit all deinen Idealen, die du gemeinsam mit deinem Mann für deine Kinder hattest als du sie geboren hast. Das soll nicht heißen dem Vater das Umgangsrecht zu verwehren, aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht sichert dir, dass er die Kinder nicht einfach wegholen kann und ist nur ein Teil des Sorgerechts.

    Ich glaube nicht, dass sich Vertrauen wieder herstellen lässt nach so vielen Affairen. Kinder, alte senile Menschen und Betrunkene geben ihre inneren Werte preis. Wer betrunken eine Affaire sucht, hat nüchter nicht den Mumm dazu, schaltet seinen Verstand ein und wünscht es sich doch insgeheim oder? Wollen wir so Einen?

  11. #10 Gast
    24.05.2011 15:40
    @7...ja um Himmels Willen, warum tust du es dann nicht? Mitleid ist noch nie eine standfeste Säule einer beziehung gewesen. Und ich möchte stark bezweifeln, daß einem Kind gut tut, mitzuerleben, was zwischen ihren Eltern vor sih geht bzw. eben nicht mehr vor sich geht. Da ist eine Trennung oft der bessere Weg! Und die Sachen die nach seinber Firmeninsolvenz passieren, das Trinken usw. wird er erst abstellen, wenn es eine Notwendigkeit dafür gibt!

  12. #11 Gast
    24.05.2011 15:40
    @7...ja um Himmels Willen, warum tust du es dann nicht? Mitleid ist noch nie eine standfeste Säule einer beziehung gewesen. Und ich möchte stark bezweifeln, daß einem Kind gut tut, mitzuerleben, was zwischen ihren Eltern vor sih geht bzw. eben nicht mehr vor sich geht. Da ist eine Trennung oft der bessere Weg! Und die Sachen die nach seinber Firmeninsolvenz passieren, das Trinken usw. wird er erst abstellen, wenn es eine Notwendigkeit dafür gibt!