- Frage:
"Ich liebe dich, aber ich bin nicht verliebt in Dich!" - und nun??Ich liebe Dich - oder bin ich nur verliebt in Dich?? Gibt es da einen Unterschied? Und wie stellt man den fest? Ist die eine Aussage mehr wert als die andere? Kann man einen Partner ohne das prickelige Gefühl des Verliebtseins lieben?Antworten: -
Für mich beinhaltet Liebe auch Verliebtsein, denn bei echter Liebe (die ja sowieso nicht einfach ständig anklopft) will ich das Gesamtpaket und muss den Partner als solches annehmen, ebenso wie ich dann auch als Gesamtes gewollt werden will.
Wenn ich 'nur' verliebt bin, dann bin ich geneigt, Vieles locker zu sehen. Manches fällt mir dann gar nicht auf, oder ich will es nicht sehen. Verliebtheit ist für mich mit Leichtigkeit, auf Wolke 7 schweben, den berühmten Schmetterlingen usw. verbunden.
Aber so kann man ernsthaft nicht sein Leben verbringen. Wenn die Verliebtheit abebbt, man beginnt, den Menschen differenzierter zu sehen, dann zeigt sich schnell, ob ich der Verliebtheit Liebe hinzufügen und im Idealfall beides miteinander verbinden und erhalten kann.
Das ist die schwierigste Gratwanderung im Leben überhaupt. Wer behauptet, in seinem Leben mehr als 1, 2 oder 3 Mal eine wirkliche Liebe gefunden und gelebt zu haben, ist ein vom Glück bevorzugter Mensch - oder ein Lügner.
Es wird leider das Wort Liebe viel zu oft verwendet, wo es gar nicht zutrifft. Ich hatte 3 wirkliche gute Beziehungen, die von großer Zuneigung und Respekt geprägt waren, war auch öfter verliebt und bin nur selten einem Flirt ausgewichen.
Wirkliche und wahrhaftige Liebe aber, mit allen Konsequenzen in guten und in schlechten Tagen, die habe ich bisher nur einmal leben dürfen. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Allen, die das nicht nachempfinden können, wünsche ich, dass sie bald ihre Liebe finden.
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Also ich denke man sollte wenn man lange zusammen ist und sich soein Frage stellt mal getrennt schlafen ich fühleen was man vermisst vermisst man den anderen garnicht dann bringt es ja nichts.Bloss wenn man erstmal alleine ist isst es am Anfang bestimmt schön man kann machen und tun was man will,bloß was ist wenn man den Partner noch hat ist doch viel schöner wenn man nach Hause kommt und da ist jemand der sich auf ein freut.
Eine Beziehung ist wie eine Baustelle man muss ständig dran arbeiten
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Einfach Frederika fragen, die hat den Unterschied hier mittlerweile bestimmt schon zum hundertsten Male erklärt.
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.Hier von Maria. Ja kann man einen ohne das prickelnde Gefühl des Verliebtseins lieben, z.B liebe zu meinem Kind .Sonst zu einem Partner würde ich das folg.maßen interpretieren: daß ich einen lieb haben kann ohne verliebt sein heißt ich mag ihn nur körperlich .
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Verliebtheit und Liebe sind zwei grundsätzlich andere Gefühle.
Verliebtheit ist geprägt von Aufregung, Schmetterlingen im Bauch, sehr viel an den Partner denken, sich akut nach Berührung und Nähe sehnen. Die Sinnenwahrnehmungen fokussieren sich auf den Partner, Negatives wird ausgeblendet, alles erscheint rosa-rot. Verliebtheit hat messbare Folgen für den Neurobiologie, Stoffwechsel und Hormonhaushalt und beschränkt sich also nicht nur auf emotionale Empfindungen, sondern unmittelbar körperliche. Verliebtheit ist niemals Dauerzustand, sondern ein Ausnahmezustand, der sich nach Wochen oder Monaten wieder normalisiert und dann kann sich das Gefühl der Zuneigung entweder auflösen oder in Liebe übergehen.
Liebe ist das eher ruhige, warme, sanfte Gefühl der tiefen Zuneigung zu einer Person, meist verbunden mit einer bereits bestehenden großen Nähe, Geborgenheit, Vertrauen, positive Sorge um den anderen. Sie entsteht nicht spontan, sondern muss wachsen und gedeihen. Liebe selbst schägt sich nicht physiologisch messbar nieder, sondern ist ein reine Emotion.
"Ich bin verliebt in Dich!" und "Ich liebe Dich!" sind daher zwei völlig unterschiedliche Aussagen.
Verschiedenen Wert beizumessen, halte ich für verfehlt, weil es ja um deutlich unterschiedliche Gefühle geht, die beide ihre Berechtigung haben. Für eine Kennenlernphase wäre "Ich bin verliebt in Dich!" das perfekt Gefühl: Glaubhaft, toll, ideale zum Aufbau von Nähe aller Art. -- In einer dauerhaften Partnerschaft dagegen müsste der Partner möglichst ein "Ich liebe Dich!" wirklich empfinden und dann bedeutet es auch viel mehr als bloße Verliebtheit.
Ich glaube, dass viele Männer solche schwertragenden Worte nicht so leicht über die Lippen kriegen und erwarte das auch nicht. Liebe genügt auch zu fühlen und sich nahe zu sein. Zumindest bevorzuge ich die Worte ganz erheblich erst nach längerer Zeit, wenn sie wirklich glaubhaft und tief empfunden sind. Das Daherplappern dieser magischen drei Worte während der frühen Verliebtheitsphase hat etwas von Lügen, Blenden, Täuschen. Man sollte diese Worte nur verwenden, wenn man sie auch wirklich fühlt. Insofern plädiere ich für eien klare Unterscheidung zwischen verlieben und lieben.
Zur letzten Teilfrage: Ja, ich kann mir vorstellen, dass es Fälle gibt, in denen ein Mensch den anderen liebt, ohne jemals so richtig verliebt in ihn gewesen zu sein. Liebe zum Partner hat zwar eine etwas andere Qualität, aber letztlich ist sie doch nahe verwandt z.B. mit Mutterliebe und anderen Formen der Liebe, die ja auch ohne Verliebtheit voll zur Geltung kommen.
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Verliebtheit ist ein Gefühl, noch eher eine Emotion, die sich an der Oberfläche, der Leichtigkeit des Lebens zeigt. Liebe ist kein Gefühl, keine Emotion, sondern ein tiefer Seinszustand, der sich aus der tieferen inneren Verbindung mit sich selbst und dem anderen, seinem inneren Wesen ergibt, und wenn vorhanden immerwährend, egal, ob man zusammen ist oder nicht, Liebe speist sich aus dem inneren, nicht aus äußeren Lebenssituationen.
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@#2:
Deine Ausführungen sind sicher nicht falsch. Aber die Frage war ja nicht, ob wir eine gute Beziehung führen können. Mit gesundem Menschenverstand und Arbeit, könnten das viele Menschen schaffen, wenn sie wollen.
Hier geht es aber um den Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit. Das werden sicher die Menschen auch verschieden wahrnehmen oder auch evtl. verwechseln.
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Die Frage im Rubrum impliziert -nach meinem Dafürhalten- etwas Anderes als die nachfolgende Erklärung.
Erstes geht nicht, denn wenn ich iebe, bin ich automatisch auch verliebt.
Zur 2. Aussage: Ja, da gibt es einen Unterschied.
Szenario (wenn es gut läuft):
Zunächst kommen Sympathie und Interesse an dem Anderen auf. Man möchte mehr von ihm erfahren, ihn näher kennen lernen, um zu sehen, ob daraus mehr werden könnte. Oder kommen nach kurzer Zeit Eigenheiten/ Eigenarten/ Wesenszüge zum Vorschein, die man niemals tolerieren könnte?
Bestenfalls ist es so, dass das Gegenüber immer positiver im Erscheinungsbild wird. Man verliebt sich ein bißchen, das Herz flattert, die Schmetterlinge im Bauch werden mehr. Dann kann man es gar nicht mehr erwarten, bis man sich wieder trifft. Man träumt von ihm. Langsam und vorsichtig stellt man sich vor, wie die Zukunft mit ihm aussehen könnte.
Phase 2: Der Partner wird immer wichtiger. Man fragt sich, ob es ihm auch gut geht mit einem selbst. Was könnte man (noch) für sein Wohlbefinden tun? Man sorgt sich um ihn (manchmal auch um seine Gesundheit). Man will ihm, so oft es geht, eine Freude machen. Man könnte in seinen strahlenden Augen versinken. "Oh, Gott, hoffentlich hat er keinen Unfall auf der Autobahn/ mit dem Flugzeug." Wenn er ernsthaft Schmerzen hat, möchte man sie ihm abnehmen. Man würde sie gerne für ihn übernehmen, wenn es ihm nur gut ginge. "Lieber Gott, mach' dass es keine schwere Krankheit ist, mach, dass unser Glück nicht zu Ende ist, bevor wir es richtig auskosten konnten." DAS IST LIEBE.
Diese Liebe beinhaltet aber immer auch Verliebtsein. Die Schmetterlinge im Bauch müssen immer noch fliegen. Man möchte immer noch in ihn reinkriechen, wenn er einen im Arm hält.
Andererseits: Man kann verliebt sein, aber das tiefe Gefühl der Liebe, das Gefühl, alles für den Anderen machen zu wollen, dass der Andere wichtiger ist, als man selbst, stellt sich nicht ein. Man hat das Prickeln, genießt die Zeit mit ihm, denkt aber durchaus: "Schau' an, andere Mütter haben auch noch schöne Söhne!"
Wenn mein Lebensgefährte zu mir sagt: "Du bist die Liebe meines Lebens. Dass ich Dich kennenlernen durfte, ist das Beste, was mir je passiert ist", dann frage ich mich immer, woran er das festmacht. Ich bin für ihn die Schönste (ich habe Übergewicht), die Intelligenteste (bin ich ganz sicher nicht, obwohl ich es beruflich durchaus zu etwas gebracht habe), die Liebenswerteste (mit Abstrichen, nach meinem Gefühl), aber auch frech (ja, so ist es, ich weiß, meinen Standpunkt zu vertreten und habe genug Selbstbewusstsein, das auch zu tun!).
Ich bin dankbar für dieses Geschenk der Liebe und hoffe, dass wir noch viele gemeinsame Jahre haben. Ja, wir sind beide angekommen (und haben uns hier auf der Plattform vor 1 1/2 Jahren kennen- und lieben gelernt).
w/ 61
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Verliebtsein ist für mich das wunderbare Gefühl des Anfangs: ich schwebe (mit Glück schwebt er auch), ich bin ständig in Hochstimmung und könnte Bäume ausreißen.
Liebe ist (mit etwas Glück) das Folgegefühl von Verliebtsein: ein tiefes, warmes Gefühl für den anderen. Sicherheit. Verständnis. Bereitschaft, alles zu geben. Vertrauen. Wärme. Kinder-miteindaner-haben-wollen. Heimkommen.
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man verliebt sich in einen Menschen den man eigentlich überhaupt nicht kennt - wenn man ihn dann kennen gelernt hat und noch immer lieber mit als ohne ihn ist, fängt man an zu lieben.
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Ja, man kann mit jemandem eine glückliche Beziehung führen, in den man nie verliebt war.
Die Chancen dafür sind größer, da das Gefühl der Liebe, ein eher leises, in der Tiefe spürbares Gefühl Zeit braucht um zu wachsen. Wenn es die Verliebtheitsphase mit der 'rosa Brille' nicht gibt und man nicht nach und nach entdecken muß, dass der andere seinen Kaffee auch nur mit Wasser kocht, sondern weiß, er ist nur ein normaler Mensch - gibt es auch keine Desillusionierung
Ich habe die glücklichste Zeit des Lebens mit meinem Mann verbracht - er und ich waren nicht verliebt ineinander, haben aber über einen längeren Zeitraum immer wieder miteinander zu tun gehabt - es entwickelte sich erst ein freundschftliches Gefühl, dann ein tiefes Verstehen. Eines Tages merkten wir, dass wir uns lieben.
@6
Nein, jemanden zu LIEBEN heißt, ihn ganz und gar zu lieben, so wie er ist. Seit ich dieses Gefühl kennenlernte, ist mir das prickeln, welche mit dem Zustand von Verliebheit einhergeht, völlig schurz - es berührt mich nicht annähernd so tief.
'Nur' körperlich und ein Bild, das man sich von jemandem macht zu mögen, ist eher typisch für 'Verliebtsein'.
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Verliebtheit ist Rosarot und bleibt an der Oberfläche, Liebe hat alle Farben und geht tief.
Ich hatte bei meiner letzten Beziehung das Gefühl, die Verliebtheit übersprungen zu haben ( ja, das gibt es) und fühlte nach kurzer Zeit tiefe Liebe und Vertrautheit. Als ich ihm das sagte (in umschriebener Form) hat er mich verlassen.
Ich glaube, dass viele Menschen lieber verliebt sind und Angst vor der Liebe haben. Liebe hat halt diesen Touch von "immer und ewig" und nicht mehr diese Leichtigkeit.
w54
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Anemone, Dein Bekannter heisst nicht zufällig Stefan? Mir ist etwas ähnliches passiert. Diese Art von Beziehung wird in Amerika "friends and more" genannt. Man ist Freunde und trifft sich zwischendurch für Sex. Wenn Du das auch willst, ist das in Ordnung, wenn Du Dir jedoch eine Beziehung wünscht und verliebt bist, dann leidest Du wahrscheinlich eher darunter. Dann sieht es eher aus, wie er Dich hinhalten möchte. Freue mich auf Deine Antwort.
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Den oben erwähnten Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe hat, trotz allem Ressentiments ihm gegenüber, Martin Walser in seinem Buch "Der Augenblick der Liebe" sehr schön dargestellt. Dort proklamiert er auch, daß Liebe die stärkere der beiden Bindungen darstellt.
Ich persönlich kann mir Liebe ohne Verliebtheit nicht vorstellen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es Charaktäre gibt, die diese Diversität in den Wortbedeutungen leben können. Jedoch muß ich aus Erfahrung sagen, in meinen persönlichen Emotionen, beide Wortbedeutungen in einem Emotionsursprung liegen. Verliebtheit setzt bei mir eine Form von Liebe vorraus und resultiert nicht aus ihr. In meinen Beziehungen konnte ich immer dieses Gefühl der Verliebtheit in mir aufsteigen spühren, wenn die Partnerin durch die Kleinigkeiten wegen deren ich sie liebte (und sei es nur ein süßes und leises Schnarchen während ich sie im Arm hielt) jeden Tag neu mein Herz eroberte. Liebe ohne Leidenschaft passt nicht zu meinem Charakter.
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Ich bin froh, hier Menschen getroffen zu haben, die es mit der Liebe und dem verliebt sein gleich sehen wie ich.
Ich habe einen Mann getroffen, der bei mir sehr viel Gefühl ausgelöst hat, nur leider nicht in mich verliebt ist. Mir fehlen auch die Schmetterlinge im Bauch, nur ich bin mir sicher, dass viel mehr Gefühle dahinterstecken.
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