- Frage:
Ich komme nicht damit klar, ihm so sehr weh zu tun...Wir sind seid ca. 15 M. zusammen und führen aufgrund der berufl.Situation eine Fernbeziehung, haben allerdings JEDEN Tag mehrmals telef. Kontakt uns sehen uns 1-2 in der Woche. Ich bin die Liebe seines Lebens, er hat meine Kinder (u. meinen Hund) als seine "neue" Familie angenommen und ich...Ich breche alle 2 Monate raus. D.h. einerseits vermisse ich ihn, meine ihn zu lieben, genieße die Zeit (und den Sex) mit ihm, andererseits aber sagt mir mein Kopf, dass er nicht der Richtige für mich ist (was auch viele meiner Freunde meinen) und bin mit vielen Dingen nicht zufrieden. Ich versuchte wieder Schluß zu machen und erschrack dabei, wie schlimm die Reaktion war: Er weinte den ganzen Abend und möchte mich auf gar keinen Fall verlieren. Mir tut es sehr weh, ihm diese Schmerzen zuzufügen. Ich weiß nicht, was ich tun soll?! w/42Antworten: -
Dein HAUPTFEHLER war, es nicht durchzuziehen. Sich zu trennen, es zu verkünden und dann einen Rückzieher zu machen, weil er weint -- sorry, das ist wirklich unreif und verletzend. Damit richtest Du mehr Schaden an und verursachst mehr Schmerzen als mit jeder klaren Trennung.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Trennung verursacht Schmerzen und damit muss JEDER klarkommen. Ein 14-jähriges Mädchen genauso wie ein 45-jähriger Mann. Punkt. Das gehört einfach zum Leben und zu Partnerschaften und Trennungen dazu. Ja, es ist schmerzhaft und furchtbar, aber es geht vorbei.
Mein Rat: Entscheide Dich ENDGÜLTIG für oder gegen ihn und dann zieh es einfach durch. Falls Du Dich für die Trennung entscheidest, dann verkünde das ganz klipp und klar und sage, dass es auf keinen Fall ein weiteres Hin oder Her geben wird. Danach dann auf jeden Fall (!) totaler Kontaktabbruch, denn sonst reißt es die Wunden nur immer wieder auf und verhindert die Heilung und steigert den Schmerz ins Unermessliche. Also keine weitere SMS, Anrufe, Mails oder Nachrichten oder Informationen über gemeinsame Bekannte, sondern einfach komplett den Kontakt abbrechen.
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Auf jeden Fall nicht aus Mitleid bei ihm bleiben. Das ist entwürdigend für ihn und schlecht für Dich.
Wenn Du endgültig der Ansicht bist, das er nicht der "Richtige" ist, dann beende die Beziehung radikal und ziehe das durch. Das ist langfristig besser für Euch Beide.
Bitte ggf. gemeinsame Freunde oder auch die Familie, sich in den ersten Wochen nach der Trennung sehr häufig um ihn zu kümmern. Mache denen "Druck", hake nach. Bei den Freunden, wohlgemerkt, nicht bei Deinem Ex.
Ganz klar ist mir übrigens nicht, warum Du Dich trennen willst. Es geht hier hoffentlich nicht nur um die Meinung "vieler Deiner Freunde" ?
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#2
Hier die FS, die Meinung meiner Freunde spielt für insofern keine Rolle, als dass ich wirklich das tue, was ich selber für richtig halte. Ich erwähnte die Tatsache nur deshalb, weil mir das die Bestätigung für mein" Kopfgefühl" gibt, dass er nicht der Richtige für mich ist.
Auch, wenn ich 40+ bin, so habe ich keinerlei Erfahrungen mit Trennungen, jemanden zu verlassen oder selbst verlassen zu werden. Ich war über 20 Jahre (davon 18) mit meinem, vor 2 Jahren verstorbenen Mann zusammen und in dieser Zeit absolut treu gewesen. (Die Beziehungen davor waren nie ernsthaft oder von längerer Dauer).
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Liebe Fragestellerin,
ich verstehe Deine Unsicherheit und Dein "Vor und Zurück", weil ich auch schon mal in so einer Situation war. Ich bin heute sehr froh, dass ich Schluss gemacht habe; das war für mich besser, aber für ihn auf alle Fälle auch, weil er dann nach einer Frau suchen konnte, die besser zu ihm passt und die so für ihn fühlt wie er für sie. Die beiden sind seit mittlerweile 9 Jahren glücklich, und klar, er ist nicht gut auf mich zu sprechen, aber im Grunde kann er mir dankbar sein, dass ich ihm die Entscheidung abgenommen habe. Das Leben ist einfach zu kurz, um in einer Beziehung zu bleiben, in der nicht beide glücklich sind. (Ausnahme natürlich, das "Grundgefühl", dass man zusammengehört, ist da: Dann solltest Du kämpfen wie eine Löwin, mit allem drum und dran (Paartherapie etc.), aber aus Deiner Beschreibung lese ich, dass das eben nicht so ist.
Was tust Du, wenn Du "ausbrichst" ?
Kannst Du Dir eine Trennung auf Zeit vorstellen, um Dir über Deine Gefühle klar zu werden ?
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#4
Hier ist die FS: Es ist wirklich schwer zu beschreiben: Einerseits sind wir BEIDE der Meinung, dass wir zusammengehören, doch andererseits gibt es an ihm ein paar Seiten, die mich unheimlich stören und ich weiß, dass er sich diesbezüglich nicht ändern kann. Andererseits hat er sehr viele wunderbare Seiten und liebt mich über alles!
Doch, das kann doch keine Basis für eine Zukunft sein, wenn ich alle 2 Monate (mit ziemlicher Regelmäßigkeit) Schluß machen will, weil ich wieder einmal davon überzeugt bin, dass ich mit ihm nicht zusammenleben kann...Jedes Mal tue ich ihm weh und jedes Mal kommen wir wieder zusammen (es gibt eine unehimliche Anziehung körperlicher Art zwischen uns - gegenseitiger Geschmack und Geruch -, die man sehr schwer ablehnen kann...)
Wenn ich "ausbreche", dann sage ich ihm, dass es vorbei ist, weil ich keine Kraft mehr habe (Alleinerziehend und Vollberufstätig, Sohn in der Pubertät, zusätzlich meinem Partner gegenüber sehr ablehnend, weil er für ihn kein "richtiger Mann" ist) oder einfach keine gemeinsame Zukunft für uns sehe. Doch, wir wurden dabei nie verletzend oder ausfällig und haben uns immer mit viel Respekt behandelt.
Ich habe es mir dieses Mal wirklich vorgenommen, eine Auszeit zu nehmen, um meine Gedanken zu sortieren...
Wenn wir wiklich zusammengehören, dann finden wir wieder zueinander....Vielleicht...
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Vielleicht bist du einfach noch nicht bereit für eine neue Beziehung, weil du den Verlust deines Mannes noch nicht verarbeitet hast.
Hier wird dir kaum jemand sagen können was mit dir los ist, warum du vor dieser Beziehung flüchtest.
Vielleicht ist es tatsächlich nicht der richtige Partner für dich. Vielleicht ist er es aber doch und du hast Angst davor dich deinen Gefühlen hinzugeben, diese Liebe zuzulassen und anschließend wieder allein zu sein, weil dir der Mensch den du liebst wieder entrissen werden könnte.
Nach dem Tod eines sehr nahen Familienangehörigen, war es mir kaum noch möglich Gefühle zu zeigen oder sie überhaupt erst zuzulassen. Die Beziehung zu meinem Partner stand auf Messers Schneide, weil ich immer mehr dicht gemacht und Distanz aufgebaut habe, aus Angst die gleichen traurigen Gefühle erneut durchleben zu müssen wenn der nächste nahestehende Mensch geht. Nachts habe ich seinem Atem gelauscht und ihn geweckt, wenn ich nichts vernahm, aus Angst...
Mir war meine Lage nicht bewusst, nur nachts haben mich die Gefühle eingeholt oder wenn mein Partner einen ernsten Ton anschlug und mein Verhalten zur Sprache brachte.
Ich rate dir zu professioneller Hilfe. Mit der richtigen Unterstützung kannst du Ängste abbauen und wieder zu dir selbst finden. Viel Glück w32
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Liebe#6,
danke für deine Antwort.
Diesen Gedanken, dass ich unterbewußt Verlustängste habe, hatte ich auch schon. Auch die, dass ich eine professionelle Hilfe brauche... So langsam komme ich wirklich zu diesem Schluß, damit ich dieses Hinundher endlich aufhört und ich nicht glauben muss, dass mit mir etwas nicht stimmt...
Und du hast etwas Richtiges in deinem Vorletzten Satz gesagt: Ich habe bereits längst zu mir selbst verloren und weiß nicht , wer ich bin und was ich will...
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Du sagst: Er liebt Dich über alles. Er hat Dich, Deine Kinder und den Hund als seine neue Familie angenommen. Du genießt die Zeit und den Sex mit ihm, es gibt eine geradezu magische Anziehung zwischen Euch (man könnte wohl auch sagen: Die Chemie stimmt.). Du vermisst ihn, wenn er nicht da ist. Dir tut es weh, wenn es ihm nicht gut geht. Ihr seid beide der Meinung, dass Ihr zusammengehört.
Nach alledem denke ich doch, dass Du auch ihn liebst, dass es eher um die praktische Frage geht, ob Ihr auch zusammen leben könnt oder Dich gewisse Seiten an ihm zu sehr stören. Du weißt wahrscheinlich, dass Du mit ihm ein großes Glück hast, gerade weil er Dich so liebt.
Darum rate ich Dir dazu, Dir notfalls externe Hilfe zu holen, aber auf jeden Fall an der Beziehung zu arbeiten.
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