1. Frage:
    Gefragt am: 27.09.2010, 18:55 von Gast
    Ich bin eine junge Witwe, schreibe regelmäßig Herren an, erhalte bis dato nur Absagen!?
    Ich befürchte, dass die Männer glauben ich suche hier einen "Versorger", obwohl ich im Profil diesbezüglich Stellung genommen habe! Bin sehr frustriert!
    Antworten:
  2. 27.09.2010 19:10
    1. JEDER erhält hier sehr viele Absagen. Das ist leider wirklich ein Problem -- einerseits passt es halt wirklich nicht immer, andererseits scheinen manche auch zu strenge Kriterien anzulegen. Zugegeben, wenn man sich im Alltag draußen umschaut, möchte man auch nur ganz wenige als Partner haben. Partnersuche ist eben nicht leicht. -- Aber sei Dir sicher, jeder erhält hier wahnsinnig viele Absagen.

    2. Sicherlich haben es Witwen aber besonders schwer. Sehr viele haben eben hier merkwürdige Erlebnisse mit Witwen gehabt, die sich grob um das Motto "beim verstorbener Mann war der Beste" ranken. Ob noch Bilder vom Toten in der Wohnung stehen, ständig zum Grab gegangen wird, noch Liebe zum Verstorbenen vorhanden ist oder die Familie des Toten noch präsent ist: All das tut sich kaum ein Mensch an, sondern sieht das als schwere Altlast. Viele vermeiden daher Kontakte mit Witwen.

    Du musst Dein Profil ganz besonders geschickt und detailliert ausfüllen und selbst sehr aktiv sein. Arbeite konkret gegen die genannten Erfahrungen bzw. Vorurteile gegen an und entkräfzte sie nicht nur, sondern behebe sie ggf. auch innerlich.

  3. #2 Gast
    27.09.2010 19:46
    [Mod: Unzulässige Signatur entfernt.]
    1. Jeder erhält viele Absagen, sehr richtig.
    2. Ich glaube nicht, dass eine Witwenbiographie ein Malus sein muss, es gibt Geschiedene mit "Altlasten" , Fremdgeher, etc. Es ist auch erlaubt ein Vorleben zu haben. Ich würde den Vergangenheitsstatus nicht in den Vordergrund stellen, bemühe mich meine Gegenwart & die Gegenwart des Gegenüber in den Vordergrund zu stellen.
    3. Ob jemand auf Geld aus ist merkt man sehr schnell
    4. Sei nicht frustriert, mühsam nährt sich das Eichhörnchen

  4. #3 Gast
    27.09.2010 23:55
    Ich (m) hab neulich mit einer Wittwe die 3x Jahre alt war gechattet - sie hatte die supertolle beziehung mit mann und 2 Kindern im selbst gebauten heim bis eines morgens ihr mann tot neben ihr aufwachte und keiner wußte warum. Das passiert öfter, kürzlich hatten wir es erst bei einem Mandanten (27, m) mit irgendeinem Anfall beim Husten.

    Sie hat das Haus verkauft, ihr Leben neu organisiert, Arbeitsstelle gewechselt neues Haus gekauft, etc ... aber sie sucht genau, hat alles geprüft wie wir zusammen leben könnten und seitdem meldet sie sich nicht mehr, auch wenn ich immer wieder Interesse signalisiert habe.

    Ich glaube, sie hat einfach nur Angst - aber da gibts keinen Grund dazu, denn sie hat das know how für eine glückliche beziehung. Damit kann sie gut hausieren gehen, wenn sie auf Männer trifft, die sagen "wir nutzen Deine Erfahrungen" und "wir können reden über das was bei Euch gut gelaufen ist" doch ist das wohl die Minderheit, die damit umgehen kann, vor allem ist da ja Leid und Dir gings mal im Leben richtig schlecht.

    Leuten denen es mal im Leben richtig schlecht ging, gehen mit Leuten anders um. Mir (m) gehts aus anderen Gründen schlecht und ich hab das heut auch bei einer bei einem date gemerkt - sie hatte ähnliche Sorgen. Probleme machen sensibel und wenn nun der Machotyp keine Sensibilität hat, dann hat er gleich die Finger an Deinen Wunden.

    Und davor haben viele angst, weil die Beziehung schneller tiefegehend wird mit Dir als mit jemand, der seinen Partner nicht durch Tod veloren hat - Offenheit und Ehrlichkeit und Reden über Gefühle ist angesagt.

    So gesehen ist es vielleicht besser, gleich nach Lebenskrisen zu gehen, wenn mann richtig tief drin war und wieder rauskam weiß er wie es dir geht.

    Kopf hoch und glaub an Dich und Deine Erfahrungen mit einer glücklichen Beziehung. Und wenn Männer nicht damit umgehen können, verdienen sie Dich nicht.


    m/40

  5. #4 Gast
    28.09.2010 00:38
    hallo liebe FS,
    ich musste mir gerade vorstellen, was wäre, wenn mein freund plötzlich sterben würde! ob ich mich nach so einer "ungewollten" trennung jemals wieder verlieben könnte und wie lange es wohl dauern würde! und wenn ich irgendwann einen neuen partner hätte, wie oft ich an meinen verstorbenen freund und das "was wäre wenn.." denken müsste! das ist das schlimmste, was einem menschen passieren kann, und ich glaube deshalb haben so viele menschen respekt davor! sogar schon angst davor, ewig die nr. 2 zu bleiben!
    du wärest nicht hier, wenn du deinen verstorbenen mann noch nicht überwunden hättest und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man nicht ewig allein bleiben möchte!
    ich würde in deinem profil nicht erwähnen, dass du witwe bist! sowas schreckt viele einfach ab. vo alem wenn du noch jung bist! lass es aus, date, und wenn di jemand wirklich ins auge springt, dann erzählst du ihm davon und die person würde es auch sicher verstehen!!
    alles gute!!

  6. #5 Gast
    28.09.2010 10:11
    Liebe FS,
    ich fände es nicht richtig, wenn du hier verschweigst, dass du Witwe bist. Das ist ein Zustand, den man nicht verstecken muss und sollte. Ich glaube auch nicht, dass es der Grund ist, weswegen du so viele Absagen bekommst. Ich bin 55 und denke immer, die Absagen hätten mit meinem Alter zu tun. Sicher ist das ein Grund, da ich meist gleichaltrige Männer anschreibe, doch trotzdem gibt es auch noch unzählige andere Gründe mir (oder dir) abzusagen.
    Stehe zu dem was du bist, stehe zu der Person, die du nur durch deine Lebensefahrungen geworden bist. Es kann gut sein, du findest den passenden Partner der genau das an dir mag und respektiert nicht hier, aber bestimmt eines Tages dann woanders. Die Partnersuche im Netz verläuft oft zu Beginn sehr oberflächlich und die Absagen enstehen darum meist auch nur aus im Grunde oberflächlichen Gründen. (Z. B. falsches Alter, Größe, Beruf, Figur, Familienstand, Kinder ja oder nein, falsche Hobbys, falscher Wohnort usw. usf.)
    Darum solltest du dir das so wenig wie möglich zu Herzen nehmen.
    Alles Gute für deine Zukunft!
    w55

  7. #6 Gast
    28.09.2010 10:57
    Deine Vermutung mit dem "Versorger" kann ich nicht nachvollziehen.
    Witwen sind doch meist versorgt über die Witwenrente, wenn noch Kinder da sind über die Halbwaisenrente.
    Wie kommst du darauf, dass du meinst der Status Witwe führt bei Männern zum Glaube, dass du versorgt werden möchstest ?

  8. #7 Gast
    28.09.2010 10:59
    Willkommen im Club, aber ich würde mir an deiner Stelle nicht die Gedanken machen. Immer die Ruhe bewahren. Mit Geduld gewinnt man früher oder später immer.

    Viel Glück weiterhin, ich probiere es auch immer wieder.
    [mod]

  9. #8 Gast
    28.09.2010 11:06
    Ich hatte einen Freund dessen langjährige Freundin verunfallt ist. Ich war die erste Frau nach der Verstorbenen und ja es ist schwierig und es ist nach einiger Zeit auseinander gegangen.
    Das Problem hat jeder mit Verwitweten. Von Aussen lässt sich nicht sagen wie gut dieser Schock verarbeitet ist.
    Ich würde es nicht wieder tun. Meiner Erfahrung nach, möchte ich nicht verallgemeinern, wird eine hohe Anpassung unterbewusst erwartet.
    Was kann die Witwe/der Witwer tun? Für sich das Thema aufarbeiten, auch wenn man der Ansicht ist es sei bereits geschehen, vielleicht ist es nur verdrängt. Dann raus gehen und nicht jeden darauf hinweisen, dass man verwitwet ist. Es ist traurig, sollte aber nicht zum Charaktermerkmal werden.
    Unsere Gesellschaft kann leider mit dem Tod wenig anfangen, bzw. drüber reden, deswegen bleibt man damit allein, was das Thema eher belastet.
    Gibt es Selbsthilfegruppen für Verwitwete? Sonst gründe doch eine.

  10. #9 Gast
    28.09.2010 11:44
    wie alt bist du denn? Junge Witwe klingt nach max. Mitte 30. Hast du Kinder? Bist du finanziell abgesichert? Das sind sicherlich elementare Fragen, die eine Beurteilung bzw. einen Ratschlag erst möglich machen.

  11. #10 Gast
    28.09.2010 13:44
    Du machst das schon richtig. Bleib bei deiner Art das Thema anzugehen. Wer das nicht begreift passt eh nicht zu dir. Die Reaktionen darauf zeigen doch nur dass hier Männer unterwegs sind die alles andere suchen als eine Frau wie dich..

  12. #11
    28.09.2010 16:01
    Liebe FS,
    ich kenne Dein Profil nicht, kann Dir also nicht sagen ob es am Status verwittwet liegt oder an etwas anderem. Richtig ist es daß alle, auch attraktive Menschen deutlich mehr Absagen bekommen als Kontakte zustande kommen. Das ist völlig normal, im RL würdest Du ja die allermeisten gar nicht ansprechen.

    Für mich war es absolut kein Kriterium bei der Ansprache, ich habe dann aber eine Wittwe kennen-und liebengelernt. Das ist nicht immer einfach weil immer mal wieder irrationale Verlustängste aufkommen. Sie hatte ja schonmal einen geliebten Menschen verloren. Und bei Ihr ist es jetzt fast 10 Jahre her. Dennoch ist Sie es absolut Wert. Aber erst jetzt ist Sie tatsächlich offen für mich, vor 5 Jahren hätte das von Ihr aus nicht nicht geklappt.

    Aber, es dauert bei verwittweten länger bis Sie einen Platz im Herzen frei haben der gross genug für einen neuen Partner ist (man hat sich ja nicht entliebt). Und der verstorbene Partner wird immer ein Plätzchen dort haben- wenn nicht fände ich es sehr seltsam und wollte auch solch eine Partnerin nicht.

    Normalerweise bin ich für absolute Ehrlichkeit, aber Deinen Status als ledig anzugeben wäre nicht gelogen, Du bist ja unverheiratet. Dann siehst Du ja obs daranliegt (was ich nicht glaube, die meisten haben keine Ahnung was da auf Sie zukommen könnte). Bilder vom Ex können auch schonmal bei verlassenen rumstehen.

    Ich wünsch Dir viel Glück und prüfe Dich selbst ob Dein Herz schon wieder dafür bereit ist.

  13. #12 Gast
    28.09.2010 16:54
    Liebe FS,
    ich w 58J, bin seit 3 Jahren verwitwet. Ich habe auch schon überlegt, ob ich meinen Status verwitwet ändern soll. Aber ich werde es nicht tun! 1. findet ich es nicht ehrlich, seinen Status zu verändern. 2. Ist es meiner Meinung nach n i c h t hinderlich, bekannt zu geben, dass man durchaus "Beziehungstauglich" ist. Allerdings muß man auch frei in Gedanken und im Herzen sein.
    Natürlich habe ich auch einige Absagen bekommen, weiß allerdings nicht, ob es an meinem Status liegt.Ich glaube aber eher nicht. Mir ist inzwischen klar geworden, das gleichaltrige Männer hier in EP offensichtlich wesentlich jüngere Frauen suchen. Ich mache es daran fest, dass sehr wenige überhaupt mein Profil besuchen, weil Sie offensichtlich mein Profil gar nicht erst als Partnervorschlag sehen....

  14. #13 Gast
    28.09.2010 17:46
    Stelle nicht das Witwe so in den Vordergrund,dann lernst du eher jemanden kennen und nach einigem näher kommen(einigen Wochen)---wird eh mehr über die Vergangenheit beider gespochen und da mehr Vertrautheit herrscht,wird es die wenigsten Männer nun verschrecken.Ansonsten ist es wie für jede/n Suchende/n----alles braucht seine Zeit und vor allem Toleranz.

    m48

  15. #14 Gast
    29.09.2010 09:18
    @3. "...bis eines morgens ihr mann tot neben ihr aufwachte....." und "das passiert öfter". Das ist ja unglaublich! Da hätte ich mich auch in die Reihen derer eingeordnet, die nicht wissen, warum!

    Liebe Fragestellerin, ich habe mich auch 1 x mit einem Witwer getroffen. Wir haben ein sehr nettes Wochenende verbracht (auf halber Wegstrecke getroffen und im Hotel in 2 Einzelzimmern übernachtet). Er hat mir unentwegt von seiner verstorbenen Frau vorgeschwärmt: Was sie gemacht hat, was sie beruflich erreicht hatte, was sie geantwortet hat, wie sie gestorben ist, wie er sie gefunden hat, was sie vor der Ehe mit ihm gemacht hat (war schon mal verheiratet und hatte 1 Sohn) usw. Ich will gerne glauben, dass diese Frau etwas Besonderes war, insbesondere für ihn. Er hat mir mehrfach beteuert, dass er gefühlsmäßig frei von Altlasten und offen für eine neue Beziehung sei. Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich immer in direktem Vergleich stand (obwohl ich es beruflich ganz sicher weiter gebracht habe und keineswegs unter Minderwertigkeitskomplexen leide) und vermutlich aus dem Schatten dieser Frau nie ganz herausgekommen wäre.

    Insofern denke ich, dass es schon ein Problem für einen neuen Partner sein könnte, den Spagat zu machen, das Besondere, das der verstorbene Ehemann verkörperte, zu akzeptieren und dennoch vorurteilsfrei Deine volle Liebe anzunehmen und zu genießen. Das ist sicherlich für viele Männer (trifft auf Frauen aber generell genau so zu) eine ganz große Herausforderung. Sich dieser Aufgabe zu stellen und sie zu meistern, ist nicht ganz einfach.

    Ich wünsche Dir, dass Du dennoch den EINEN triffst, der sich für Dich dieser Aufgabe stellt! Alles Gute.

  16. #15 Gast
    19.07.2011 23:27
    Sehr geehrte Wittwe,

    [Mod.= gelöscht! Bitte halten Sie sich auch - wie wir alle - an die Verhaltensregeln. Kontaktaufnahmen jeder Art sind im Forum nicht gestattet!]

  17. #16 Gast
    20.07.2011 00:37
    Ich hatte mal ein Date mit einem sehr attraktiven und äußerst sympathischen Mann. Rechtsanwalt, große Kanzlei, verwitwet, zwei Kinder. Wir trafen uns zum Essen und er wollte eine Flasche Wein bestellen. Da ich lieber Bier trinke, meinte er "ja, dann brauche ich auch keine Flasche Wein zu bestellen, mit meiner verstorbenen Frau habe ich immer eine Flasche xyz bestellt". Schon war die Stimmung mies. Wir unterhielten uns und die Unterhaltung war dann doch sehr angenehm. Haben zusammen gelacht und es entwickelte sich Sympathie. Bis er mir sagte, was ihm Sorgen bereiten würde: Wenn er nun wieder eine Frau fände, mich z. B., mit der er nun sein weiteres Leben verbringen möchte und wir eines Tages einmal sterben, dann weiß er nicht, wie er seiner Frau, die ja bereits im Himmel ist, erklären soll, dass er wieder geheiratet hat. Die für ihn wichtigste Frage war, zu welcher Frau er dann im Himmel gehen solle. Zur ersten oder zur zweiten? Dies entachte eine rege Diskussion über das Leben nach dem Tod etc. Der zu Beginn nette Abend hat mich komplett runtergezogen. Habe dann das Thema gewechselt und von meinem Hobby, Kegeln, geredet. Reaktion: "Oh, meine Frau liebte es zu kegeln. Ich werde nie mehr kegeln gehen". "Meine Frau hat dies und das mit den Kindern unternommen", meine Frau .....

    Dieser Abend hat wahre Depressionen bei mir verursacht, denn diese Frau musste "Superwoman" gewesen sein. Als er mich nach einem weiteren Treffen fragte, habe ich mich nicht mehr darauf eingelassen.

    Fazit (und nicht nur nach diesem Abend, sondern auch mit anderen Witwern): Witwer neigen dazu, die Ehe, die Partnerschaft, den Partner (w/m) zu idealisieren. Die verstorbene Person war die beste überhaupt, ach, das ungerechte Leben, hat mir meinen Traum genommen .... Davor, liebe FS, haben die meisten Angst. Außerdem wollen viele Witwen nicht mehr heiraten, weil sie dann die Rente verlieren. Da kenne ich einige Herren, denen das ein Dorn im Auge war, weil sie mit einer jungen Witwe gerne noch eine Familie gegründet hätten und zwar mit allem Drum und Dran, aber die Witwe wollte ja nicht heiraten wegen der Rente ....

  18. 20.07.2011 00:52
    Scammer die durchaus gehäuft in anderen Singlebörsen auftreten, arbeiten gerne mit verwitweten Fake-Profilen. Da die Jungs wissen, was ankommt, wird das Witwendasein ein Bonus sein.
    Der Grund ist mir Sicherheit ein anderer.
    Frauen, die im Profil explizit schreiben, dass sie keinen Versorger suchen, sehe ich übrigens ziemlich kritisch. Nicht weil ich ein Versorger sein möchte, sondern eher wegen des Männerbildes, dass hinter so einer Äußerung steckt.

  19. #18 Gast
    20.07.2011 07:02
    Zitat Zitat von Totes Kaninchen Beitrag anzeigen
    Nicht weil ich ein Versorger sein möchte, sondern eher wegen des Männerbildes, dass hinter so einer Äußerung steckt.
    Was steckt denn für ein Männerbild dahinter?

    w 35

  20. 20.07.2011 09:00
    Mir hat mal ein Witwer Fotos schicken wollen, auf denen er mit seinen Kindern drauf ist...leider war dann auch die Frau auf allen drauf, Familie-Mustermann-mäßig.
    Und er hat auch öfter von ihr geredet, allerdings nicht so schwämerisch, eher sachlich. Hat mich trotzdem voll abgeturnt und das habe ich ihm bei meiner Absage auch gesagt, quasi als Tip, damit er überhaupt 'ne Chance bei Frauen hat.

  21. #20 Gast
    21.07.2011 01:16
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Aber, es dauert bei verwitweten länger bis Sie einen Platz im Herzen frei haben der groß genug für einen neuen Partner ist (man hat sich ja nicht entliebt). Und der verstorbene Partner wird immer ein Plätzchen dort haben- wenn nicht fände ich es sehr seltsam und wollte auch solch eine Partnerin nicht.
    Ich finde, das hat der Verfasser dieses Beitrages sehr verständnisvoll ausgedrückt.
    An meinen verstorbenen Partner werde ich mich wohl immer liebevoll erinnern. Wir haben uns ja nicht bewusst getrennt, sondern sind „auseinander gerissen worden“. Ich lerne, damit umzugehen, aber vergessen kann ich meinen Freund sicher nie. Wenn ein potentieller Partner erwartet, dass ich meine Vergangenheit aus meinem Herzen lösche, ist er es nicht wert.

    Man sollte allerdings den neuen Partner nicht allzu sehr mit Erzählungen aus der vergangenen Beziehung belasten. Ich würde mich damit aber genauso zurückhalten, wenn mein Ex-Partner noch leben würde. Der neue Partner muss im Mittelpunkt stehen. Es fängt alles neu an. Die vergangene Beziehung und die Trauer sollten hin und wieder auch mal Thema sein dürfen, aber häufiges Reden darüber oder gar Vergleiche mit dem Verstorbenen sind respektlos dem neuen Partner gegenüber.

    Wenn ich eine neue Beziehung anbahnen wollte, würde ich möglichst alle Gegenstände, die ich mit dem Verstorbenen verbinde, auf eine „Schatzkiste“ reduzieren. Man sollte die Erinnerungen mehr verinnerlicht haben. Fotos würde ich von den Wänden nehmen. Vielleicht würde ich eine kleine „Gedenk-Ecke“ einrichten. Man muss innerlich einfach für etwas Neues bereit sein und schon gelernt haben, allein zu einer gewissen Lebensfreude gekommen zu sein und das auch zeigen.

    Ein Verständnis des neuen Partners ist also schon Voraussetzung. Wir sind eben nun mal keine „unbeschriebenen Blätter“. Je älter wir werden, desto mehr Narben bekommen wir ab. Das macht unser Leben und unsere Persönlichkeit aber auch spannender und reicher. Der Tod und die Trauer sind in unserer Gesellschaft ein Tabu, sie gehören aber zum Leben. Es kann jeden treffen, in jedem Augenblick.

    Ein Schicksalsschlag macht sensibler und erfahrener. Wenn das ein Mann nicht zu schätzen weiß, hat er Dich wirklich nicht verdient. Versuche, Dich nicht als Frau mit einem Defizit zu sehen, sondern als jemand, der eine schwere Krise gemeistert hat.
    Muss man unbedingt angeben, dass man Witwe ist? Man ist doch Single wie jeder andere Single, aus welchem Grund auch immer. Das geht meines Erachtens doch erst mal niemanden etwas an.

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