1. Frage:
    Gefragt am: 31.08.2010, 10:52 von Gast
    Hausarzt wechseln klug und sinnvoll?
    Habe auf einer Partnerbörse eine tolle Frau kennengelernt. Wir treffen uns oft und gerne, alles läuft auf eine dauerhafte Beziehung hinaus. Nun ist sie Allgemeinärztin mit eigener Praxis. Als Selbständige ist sie immer auf der Suche nach neuen Patienten und vor allem Stammpatienten. Würde ich zu ihr als Hausärztin wechseln, hätte sie auf einen Schlag vier neue Patienten ( inkl. meiner fast volljährigen Kinder, diese würden mitmachen). Meine Frage an alle, deren PartnerIn Arzt/Ärztin ist: ist es sinvoll zu ihr als Patient zu wechseln und vor allem ist es KLUG das zu tun. Was spricht dafür und was dagegen? Belastet das die Beziehung? Unser jetziger Hausarzt ist nur eine Übergangslösung, da der bisherige Arzt, bei dem wir seit 30 Jahren waren, sich zur Ruhe gesetzt hat. Mir ist klar, dass der Wechsel erst dann erfolgen soll, wenn die Beziehung gefestigt ist und mir ist auch klar, dass ein erneuter Arztwechsel notwendig werden könnte ( nicht muß!), sollte die Beziehung zerbrechen.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    31.08.2010 20:29
    das finde ich eine total merkwürdige Frage... Frag doch Deine Freundin, ob ihr das Recht ist. Mir wäre es nicht Recht. Die Beziehung Arzt - Patient ist eine völlig andere als die Partnerbeziehung. Ich fände es sehr merkwürdig, wenn mein Partner mein Patient wäre und möchte ihn umgekehrt auch nicht als Hausarzt. Aber wenn es Dir nichts ausmacht, mit Deiner Partnerin Hämorrhoiden, Warzen und dergleichen zu diskutieren.... w.34

  3. #2 Gast
    31.08.2010 20:37
    Was kriegt ein Hausarzt als Pauschale ? 50 € im Quartal je Patient bestimmt nicht. Wegen der paar Kröten würd ich es nicht machen vor allem weiß sie vielleicht mehr als dir lieb ist.

  4. #3 Gast
    31.08.2010 20:50
    Ich (Ärztin) würde meinen Partner oder Anhang und auch Angehörige der eigenen Familie nicht als Patienten annehmen.

    Ich finde, man hat nicht genug emotionale Distanz. Auch könnte es zu Beziehungsproblemen führen, wenn ich den Partner-Patienten auf riskante Lebensweisen ect. hinweisen würde und er würde das vermutlich auch nicht so ernst nehmen, wie von einem neutralen Arzt. Mir fällt es auch schwer, an mir Vertrauten schmerzhafte Behandlungen oder Untersuchungen auszuführen, das geht schon beim Blutabnehmen los... jaja, ich bin ein Weichei-Doc! :o

    In Notfällen würde ich die o.g. natürlich behandeln.

  5. 31.08.2010 21:48
    ich finde das auch unangemessen. Meine beste Freundin ist auch Ärztin und die hilft natürlich privat, aber selbstwenn sie ien Praxis hätte,würde ich einen unabhängigen Arzt nehmen. So was belastet eine Beziehung immer

  6. #5 Gast
    31.08.2010 22:34
    Ich kann dir auch nur raten, sie nicht zu deiner Aerztin zu machen.
    Das Ganze ist wohl zwar lieb gemeint, aber damit belastest du eine Beziehung nur unnötig.
    Geniesst doch die freie Zeit zueinander, die ihr habt.
    Und wenn du sie dennoch mal in der Praxis besuchen möchtest, kannst du ihr ja mal einen Blumenstrauss vorbeibringen.
    Viel Glück euch beiden.

  7. #6 Gast
    01.09.2010 07:31
    Hier der FS
    Danke für Eure Antworten. Die Tendenz ist, den Arzt nicht zu wechseln. Das habe ich mir schon gedacht, und nach Euren Antworten werde ich es auch sein lassen.
    @#3 Du hast genau das Problem angesprochen, das mich zu der Frage veranlasst hat. Danke.
    @#6 Du hast vollkommen Recht. Wir haben wenig Zeit füreinander, und die die wir haben sollten wir doch angenehmer verbringen. Ich habe mir das aus Liebe zu ihr überlegt. Gesprochen haben wir darüber natürlich nicht. Es wäre viel zu Früh und, wie ich jetzt erkannt habe, auch unangebracht. Danke.

  8. #7 Gast
    01.09.2010 08:18
    Ist doch ganz einfach. Klar könnt ihr zu ihr gehen!
    Falls das nicht klappt, ihr Euch trennt, suchst Du Dir eben wieder einen andren Arzt. Ich verstehe das Problem nicht.
    Hätte sie einen Blumenladen, würdest Du doch auch bei ihr kaufen, oder?

  9. #8 Gast
    01.09.2010 10:27
    Der Vergleich mit einem Blumenladen (#7) trifft es nicht.

    Ein Arzt, eine Ärztin, weiss sehr intime Details, zudem solche, die in einer romantischen Beziehung nichts zu suchen haben.

    Ich wollte mit meinem Partner nicht detailliert über die Behandlung von Blähungen und Menstruationsbeschwerden diskutieren. Ich wäre nicht begeistert, ihm meinem Stuhl und Urin zur Untersuchung zu bringen.

    Die meisten Ärzte, die ich kenne, behandeln ihre engen Angehörigen (Ehepartner, Kinder) nicht, sondern überweisen sie zu einem Kollegen. Auch deshalb, weil sie möglicherweise nicht objektiv sind oder weil sie bei ernsteren Erkrankungen persönlich zu betroffen sind.

  10. 01.09.2010 14:15
    Die Vorstellung von Hausarzt und Partnerin in Personalunion finde ich abwegig. Obwohl ich einen Allgemeinmediziner im Freundeskreis habe, konsultiere ich ihn nicht (im Normalfall). Ich möchte stets das Gefühl haben, mich mit jedem Problem an meinen Arzt wenden zu können, gegebenenfalls auch mit einem Problem, das ich mit dem Partner nicht besprechen kann oder will oder das ich vielleicht sogar mit dem Partner habe. Und ich möchte, wenn ich Partner oder Freunden gegenübersitzen nicht daran denken müssen, was ich gestern für ein unangenehmes Problem im Sprechzimmer erörtert habe. Ich möchte auch nicht, daß Partner oder Freunde abends in der Kneipe diese Probleme im Hinterkopf haben.

    Auch dem Partner gegenüber fände ich es unpassend. Er muß ständig zwischen zwei sehr unterschiedlichen Vertrauensrollen wechseln und sich überlegen, was er in welcher Rolle erfahren hat und in welcher Rolle er gerade agiert. Du würdest von Deiner Partnerin sicher erwarten, daß sie in Gesprächen im Freundeskreis kein Behandlungswissen wiedergibt. Bei einem Gespräch über Sport, Rauchen oder Trinken kann es da sehr fließende Übergänge geben. Sie wäre stets im Konflikt. Vielleicht würde auch sie eine Diagnose von Deinen Kindern wissen, die sie Dir nicht mitteilen darf. Die ärztliche Schweigepflicht würde mit gutem Grund trotz Eurer Beziehung gelten. Außerdem ist der Hinweis von #3 sehr richtig, was die Hinweise zu riskanten Lebensweisen angeht. Die Mischung beider Rollen würde auch beide Rollen belasten.

    Deinen Kindern gegenüber fände ich es im übrigen unzumutbar. Kinder, auch und gerade wenn sie fast (!) volljährig sind, haben das Recht auf eine ärztliche Vertrauensperson außerhalb der Familie. Vielleicht wollen sie mit ihrem Hausarzt über Verhütung, Pickel, Mobbing, sexuelle, schulische oder psychische Probleme reden und sich sicher sein, daß ihr Vater und dessen neue Freundin davon nichts erfährt.

    Deine Partnerin betreibt eben gerade keinen Blumenladen (#7), sondern einen Beruf in dem sie vieles erfährt, was man seinem persönlichen Lebensumfeld nicht mitteilen würde. Letztendlich kann ich mir auch nicht vorstellen, daß Deine Partnerin als Ärztin sich dieser Situation aussetzen wollte.

  11. #10 Gast
    01.09.2010 22:50
    Ok. Was macht denn dann eine Partnerschaft für viele aus??? Denkt doch mal 20 Jahre weiter- da gehören Blähungen, Magenschmerzen und Beinbeschwerden dazu.
    Was ist daran so tragisch, sich vorher von ihr Blut abnehmen zu lassen, den Kot einschicken zu lassen??

Ähnliche Themen

  1. 25.07.2010, 21:48
  2. 22.05.2010, 23:54
  3. mit Ü 50 nochmal den Wohnort wechseln?
    Von Gast im Forum Single
    22.04.2010, 17:51
  4. 15.02.2010, 13:58
  5. 28.01.2009, 12:50