1. Frage:
    Gefragt am: 30.12.2009, 14:42 von Gast
    Hat eine Frau mit "transsexueller Vergangenheit" bei einem "normalen" Mann überhaupt eine Chance?
    "Man(n) stelle sich vor, er lernt eine Frau Anfang 30 kennen. Sie ist attraktiv und sehr sport-lich, lebensfroh, lächelt und lacht gerne, liebt Kinder, ist nicht auf den Kopf gefallen und hat berufsbegleitend Jura studiert. Es kommt zu einem Treffen. Sie verlieben sich ineinander. Später erfährt er, daß sie keine Kinder kriegen kann, weil sie eine transsexuelle Vergangenheit hat. Sie hatte früher einen männlichen Vornamen und hat jahrelang im "falschen Geschlecht" gelebt. Wie auf einen Schlag ist seine Liebe zu ihr verblaßt." So lautet die Erfahrung, die ich kürzlich gemacht habe. Die Enttäuschung war groß, wenn-gleich ich schon im Vorfeld damit gerechnet habe. Der Fehler lag sicher auch darin, daß ich mit der "Wahrheit" nicht früh genug an ihn herangetreten bin...eine Sache, die ich in Zukunft anders angehen will. Wie würdest Du in partnerschaftlicher Hinsicht zu einer Frau stehen, von der Du wüßtest, daß sie "im falschen Körper geboren" wurde?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    30.12.2009 14:45
    Ich (m) ging im Sexchat diesen Frauen irgendwie immer aus dem Weg, ich verstehe sie weder intellektuell noch sexuell.

  3. #2 Gast
    30.12.2009 14:58
    Hallo,

    das ist eine sehr schwierige Frage (auch weil ich zugegebenermaßen nicht ausreichend viel über diese Thematik weiß und mich damit bislang nicht wirklich beschäftigt habe).

    Problematisch wäre für mich definitiv die Tatsache, von Anfang an zu wissen, keine eigenen Kinder zu haben. Wenn ich das ausklammere (kann aus den unterschiedlichsten Gründen ja auch sonst nicht klappen bzw. wenn ich keine Kinder wollte), bleibt (leider, ich gebe es zu, nur spielt das für mich eben keine unwichtige Rolle) immer noch die Frage nach den körperlichen Merkmalen und auch dem Sex.

    Ich habe leider keine echte Vorstellung davon, wie Du jetzt im Intimbereich aussiehst bzw. wie/ob/was jetzt sexuell überhaupt möglich ist. Zugegebenermaßen habe ich da in jeglicher Sicht Vorstellungsprobleme und ein Stück weit auch Berührungsängste. Allerdings würde ich Dir in der entsprechenden Situation, denke ich, die Chance geben, daß wir das gemeinsam schaffen könnten.

    Unabhängig davon würde auch ich Dir den Rat geben, möglichst offen mit dieser Sache umzugehen. Vielleicht nicht bei der allerersten Mail, zumindest aber noch vor dem ersten Telefonat. Dadurch ersparst Du Dir größere Enttäuschungen und läßt dem anderen Menschen die Chance, halbwegs (?) gesichtswahrend den Rückzug anzutreten.

    Wie gesagt: ich weiß eigentlich noch zu wenig, um jetzt im Moment ein wirkliches Urteil abgeben zu können.

    Jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute und nicht so viele weitere Enttäuschungen. Kopf hoch, mir scheint, daß Du auf dem richtigen Weg bist.

    m/29

  4. #3 Gast
    30.12.2009 15:02
    Aus meiner persönlichen Sicht bleibt ein Mann ein Mann, auch nachdem er durch eine Operation Geschlechtsmerkmale erhalten hat, die den weiblichen ähneln.

    Und persönlich konnte ich das Konzept, "im falschen Körper geboren" zu sein, noch nie nachvollziehen. Ich bin ein Mann (und im übrigen total hetero), aber wenn ich morgen früh in einem weiblichen Körper aufwachen würde, dann wäre ich halt ein Frau, und es wäre mir im Grunde egal.
    Für mein Selbstverständnis spielt mein Geschlecht keine so große Rolle.

    Das ist aber nur meine persönliche Sicht. Ich wünsche trotzdem allen Transsexuellen, dass sie auf ihre Art glücklich werden.

  5. 30.12.2009 15:16
    Ganz ehrlich? Ich sehen NULL Chancen, außerhalb der einschlägigen Szene einen normalen heterosexuellen Mann zu finden, der mit einem Mann ins Bett geht, der zu einer Frau umoperiert wurde.

    Sicherlich ist Transsexualität ein ernsthaftes Problem für die Betroffenen, aber nichtsdestotrotz ändert sich die biologische Identität und das biologische Geschlecht nicht durch eine Operation. Meines Erachtens wird kein Mann mit einem umoperierten Mann ins Bett gehen wollen. Das wäre eine absolute Ausnahmeerscheinung.

    Es gibt doch sicher Selbsthilfegruppen der Betroffenen. Ich glaube, dass Du da erheblich fundiertere und bessere Antworten erhalten wirst als hier. Wende Dich bitte an eine solche Gruppe. Die werden die typischen Probleme und vielleicht auch Lösungen kennen.

  6. 30.12.2009 15:18
    Mag ja vielleicht Männer geben, die das nicht kümmert.

    Für mich ist das ein absolutes NoGo. Und zwar ohne jede Kompromisse.
    Frauen, die ich an mich ranlasse, haben zwei X-Chromosomen zu haben und dieses Kriterium ist ziemlich eindeutig und indiskutabel.

    Das heißt nicht, dass ich Transsexuelle verurteilen würde oder ihnen mit Argwohn begegne. Nur kommen sie für mich nicht in Frage, und so wird es möglicherweise auch der überwiegende Teil der "normalen" Männer sehen.

  7. 30.12.2009 15:22
    Nein, mit einer Transfrau würde ich keine Beziehung anfangen. Die Kinderproblematik ist dabei noch nicht einmal das entscheidende Argument. In eine Transfrau könnte ich mich mit Sicherheit nicht verlieben. Das liegt auch daran, dass die geschlechtsangleichenden Operationen nicht so perfekt durchgeführt werden (können), dass das Look-And-Feel einer realen Frau entsteht. Operationen an den Stimmbändern sind sogar gefährlich. Meine Biologie reagiert auch sehr auf Körperstatur und Figur und beides kann durch eine OP nur sehr eingeschränkt korrigiert werden.

    Fragesteller (-in :)), statt noch früher mit der Wahrheit rauszurücken, würde ich was anderes vorschlagen. Lerne die Männer langsamer kennen! Gerade bei einer so emotionalen Angelegenheit wie Transsexualität, solltest du zunächst einmal deine anderen Qualitäten (siehe erster Absatz deines Begleittextes) in die Waagschale werfen. Dann kannst du darauf hoffen, dass ein Mann das so beeindruckend findet, dass es den vermeintlichen Nachteil der Transsexualität überwiegt. Erzähle deinen Kontakten erst von deiner Transsexualität, wenn du oder er Verliebtheitssignale spürst. Das gilt aber nur dann, wenn sie nicht beim ersten Anblick schon offensichtlich ist. In diesem Fall solltest du es schon im Profil erwähnen, auch wenn das für die meisten ein KO-Kriterium sein wird.

  8. #7 Gast
    30.12.2009 15:31
    Nein nein nein. Mann bleibt Mann auch ohne Schniedel.

    Mir wird schon beim Gedanken ans Küssen schlecht.

    Ist nicht böse gemeint aber echt total unmöglich.

    M38

  9. #8 Gast
    30.12.2009 15:32
    Unter keinen Umständen. Ich suche eine echte Frau. (m41)

    Ich finde dass musst du sofort sagen denn das ist schon echt krass.

  10. #9 Gast
    30.12.2009 15:33
    Ich bin #2.

    Einerseits muß ich #3 bis #5 irgendwie schon zustimmen, andererseits fällt es mir schwer, jemanden wie die Fragenstellerin dann so sehr auf ihre Geschlechtsmerkmale zu reduzieren (insbesondere, nachdem der Kontakt ggf. schon entstanden ist), daß ich dann gleich sagen würde: 100% NoGo. Trotzdem wüßte ich erstmal nicht so, wie ich reagieren könnte/würde/sollte.

    <MOD: Entschärft, damit es nicht eskaliert. Tut mir leid.>

    __________________________________________________ ___________________________
    MODERATION: Bitte schreiben Sie alle so nüchtern und objektiv wie möglich Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema. Wir werden aufgrund des Konfliktpotentials keine Diskreditierungen der Meinungen anderer gestatten. Wir unterstützen Meinungsvielfalt und werden alle Teilnehmer vor Verunglimpfungen schützen, ganz egal wie deren Meinung ist.

  11. 30.12.2009 15:40
    Liebe Fragestellerin, ich denke auch, dass Du es schwer haben wirst, obwohl ich mir sicher
    bin, dass Du mit Deiner neuen Identität Dich sehr viel wohler fühlst.Ja es ist einen neue Identität, in welchem Maße biologisch, möchte ich nicht bewerten, als Mensch insgesamt auf alle Fälle
    Ich haben hautnah zwei solcher Fälle erlebt, darunter eine Studentin, und musste leider viele Vorurteile, Hohn und gehässige Bemerkungen zu ihrem Fälle hören. Ich habe ihr von Herzen alles Gute gewünscht, denn ich habe gesehen, wie gut sie sich fühlt.
    Es ist einfach ein Tabu, und dennoch mag ich nicht zustimmen, dass ein Mann pervers ein muss, um Dich zu lieben.
    Du bist eine Frau, die keine Kinder bekommen kann.
    Ich bediene nicht das "allgemeine Pharisäertum eines solchen Forums", allerdings empfehle ich Dir auch, kompetentere Hilfe als das Forum zu suchen.
    Ich wünsche Dir alles Gute.

  12. 30.12.2009 15:42
    @#9: Ich glaube auch nicht, dass die Mehrheit der Teilnehmer hier eine Transfrau auf ihre Geschlechtsmerkmale reduziert. Ganz im Gegenteil sagen die Meinungen doch recht deutlich, dass die Operation eben nicht entscheidend für die Geschlechtszuordnung ist. Wenn ein Mann durch grausigen Unfall verstümmelt wird, wäre er ja auch nicht weniger Mann, oder?

    Also wenn ich mir vorstelle, eine Transfrau in meiner Mädelsrunde... ne, also wirklich nicht. Mann bleibt Mann, auch für mich. Könnte man sich mit einer Transfrau über all die Sachen austauschen, über die ich meinen Freundinnen rede? Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Genau so wird es auch Männern bei dem Gedanken an eine Transfrau gehen. Frau und Mann unterscheiden sich in so vielen Dingen...

  13. #12 Gast
    30.12.2009 15:49
    Danke vielmals für eure Antworten. Ich habe schon dieser Tendenz gerechnet. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, ob eine Frau mit transsexueller Vergangenheit *überhaupt* eine Chance bei einem normalen Mann hat. Es scheint nicht so...

    Ich kann das Problem aber nachvollziehen, das sich einem Mann auftut, wenn er mit einer solchen Situation konfrontiert wird. Irgendwo liegt es in der Natur des Menschen, es beginnt ja schon bei Adam und Eva (und nicht "AdEva"...blödes Beispiel). Ich selbst habe dieses Problem jahrelang immer bekämpft, stets versucht, es nicht an mich ranzulassen. Man kann es jedoch nicht unterdrücken und auch nicht "wegtherapieren". Einem Außenstehenden ist es schwer zu erklären, daß jemand wie eine Frau empfindet, aber das Äußere das Gegenteil davon ist.

    Unbefangen würde man wohl an meinem weiblichen Geschlecht nicht zweifeln. Das ist jedenfalls die Erfahrung, die ich bislang gemacht habe. Meine "Integration" ist sehr gut, wenn nicht gar noch besser. In meinem Elitepartner-Profil habe ich "Andere bezeichnen sie als...sehr attraktiv" angekreuzt. Ich meine, mich damit nicht selbst zu überschätzen. Aber ich bin mir bewußt, daß mir meine Vergangenheit zu allermeist einen Strich durch die Rechnung machen wird.

    Beitrag #2 hat mich ein wenig beeindruckt...

    Wäre übrigens dankbar für weitere Meinungen - gleichgültig welcher Art.

  14. 30.12.2009 15:59
    @#12: Meinst Du, dass man Dich äußerlich und auch im Geschlechtsbereich nicht sofort als ehemaligen Mann erkennt?

    Mich interessiert ganz ehrlich am meisten, wie Frauen auf Dich reagieren, wenn sie um Deine Vergangenheit wissen! Wirst Du in Mädelsrunden akzeptiert? In der Damensauna? In Umkleidekabinen?

  15. 30.12.2009 16:01
    ThomasHH
    "...geschlechtsangleichenden Operationen nicht so perfekt durchgeführt werden (können), dass das Look-And-Feel einer realen Frau entsteht ..."
    Doch das geht, und ich glaube, dass es zumindest auf den ersten Blcik nicht auffällt. Du kannst mich jetzt für blöd hinstellen, ich habe es bei dieser Studentin auch nicht gesehen.

  16. 30.12.2009 16:04
    PS: Ich habe es nicht gesehen, obwohl ich auch IHN kennegelernt hatte.

  17. #16 Gast
    30.12.2009 16:11
    @#13: Wie schon gesagt - meinen Erfahrungen nach gehe ich im Alltag als Frau durch, und ich meine sogar ziemlich gut. Da ich erst in 2010 operiert werde, würde man unbekleidet den Unterschied aber erkennen.

    Die Reaktionen von Frauen sind nicht so, wie Du es offenbar denkst. Ich bin Mitglied in einem großen Sportverein und habe dort viele weibliche Vereinskameraden. Die, die dort schon länger Mitglied sind, wissen um meine Vergangenheit. Ich ziehe mich sowohl vor als auch nach dem Training mit ihnen um, in derselben Umkleide. Allerdings ziehe ich mich selbstverständlich nicht ganz aus. Saunen habe ich noch nie besucht und würde ich im derzeitigen Zustand auch nicht.

    Vor meinem Coming-out hätte ich selbst nie damit gerechnet, diese Art von Akzeptanz zu erfahren. Ich bin sehr glücklich darüber, genauso wie über die Chance, diesen Schritt gegangen zu sein. Mein Leben ist "unperfekt", aber ich liebe es. Ich möchte halt versuchen, was daraus zu machen, auch in partnerschaftlicher Hinsicht.

  18. #17 Gast
    30.12.2009 16:11
    MODERATION: Wortverdrehereien und Angriffe werden nicht freigeschaltet. Jeder Beitrag soll hilfreich sein. Die Moderation darf nicht diskutiert werden.

  19. 30.12.2009 16:14
    @#12: Es gibt übrigens auch Portale für Transsexuelle, google mal nach "partnersuche transsexuell".

    Hattest du denn schon mal einen Freund? In der Theorie ist Geschlechtsverkehr mit einer Transfrau möglich. Wie sieht die Praxis aus? Und gibt es mentale Relikte aus deiner männlichen Vergangenheit.

  20. #19 Gast
    30.12.2009 16:16
    Hm, seltsam, ich bin erstaunt über die vielen ablehnenden Meinungen.
    Allerdings bin ich eine Frau und hetero, ich kann also nicht wirklich mitreden.
    Ich habe in meinem Leben ein paar Transfrauen kennengelernt - allerdings nicht sehr intensiv - und für mich waren es eindeutig Frauen, mit weiblichen Interessen, Eigenschaften, Verhaltensweisen und mit weiblichem Aussehen.
    Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie ich mich fühlte, wenn ich einen Mann kennenlernen würde, der mir sagte, er wäre als Frau geboren, nun aber auch körperlich ein Mann, nur könne er keine Kinder zeugen. Abgesehen davon, dass es, soviel ich weiss, leichter ist, einen Mann zu einer Frau "umzubauen" als umgekehrt - also, wenn ich mir vorstelle dass er gewissermaßen voll funktionsfähig männlich bis hin zu den (in diesem Fall allerdings nicht) primären Geschlechtsmerkmalen ist - nö, ich glaube nicht, dass ich das prinzipiell abstoßend fände, wenn er mir gut gefiele.
    Aber vielleicht irre ich mich auch und wäre im Ernstfall nicht so tolerant, wie ich mir einbilde.

  21. 30.12.2009 16:23
    @#16: Also ganz ehrlich: Wenn sich im Sportverein in der Damenumkleide ein Mann umziehen oder gar duschen würde, der sich für eine Frau hält, würde ich an die Grenzen kommen. Das finde ich wirklich unmöglich. Schließlich gibt es doch getrennte Kabinen, weil man eben unter sich sein möchte. Tut mir leid, das wirkt wahrscheinlich wieder super intolerant, aber schon angesichts der Tatsache, dass Du sogar anatomisch noch männlich bist, ist das vielleicht doch ein Schritt zu früh?!

  22. 30.12.2009 16:31
    Anm.:
    (Habe mich soeben im Forum registriert. Das Ausgangsposting ist von mir, die Beiträge #12 und #16 ebenso.)

    @#18:
    Danke für den Hinweis. Ich kenne die Portale für Transsexuelle, war u.a. selbst dort auch aktiv.

    Ich hatte noch nicht viele Partnerschaften. Bislang hatte ich eine (nach sehr kurzer Zeit wieder) gescheiterte Beziehung zu einem Mann. Es war die im Ausgangsbeitrag genannte. Davor habe ich zwei Beziehungen zu Frauen gehabt, wobei dies aber für mich nie richtige Partnerschaften waren. Ich versuchte schlichtweg "normal" zu sein. Sie waren daher eher Teil meiner zahlreichen gescheiterten Versuche, zwanghaft die männliche Rolle zu inkorporieren. Mein Interesse für Männer tat sich zum ersten Mal richtig auf, als ich mich geoutet und mit der Hormonbehandlung begonnen hatte.

  23. 30.12.2009 16:47
    @#21: Willkommen im Forum, Marion! Was für ein hübscher weiblicher Name... ehrlich gemeint.

  24. 30.12.2009 17:39
    @#21: Liebe Marion! Noch einmal nachgefragt: Du hast mit Penis als Frau eine Beziehung zu einem Mann begonnen, der nicht wusste, dass Du ein anatomisch ein Mann bist? Mann, das muss ja ein Schock für ihn gewesen sein?! Welcher heterosexuelle Mann kann sich vorstellen mit einer Frau zu kuscheln und untenrum einen zweiten Penis zu spüren?! Ich glaube, das ist wirklich VIEL zu viel verlangt.

    Wenn Virginia so überzeugt von den anatomisch-kosmetischen Erfolgen der Umwandlungsoperation ist, dann könnte mehr laufen. Aber vorher? Halte ich für extrem unwahrscheinlich.

  25. 30.12.2009 17:42
    @#14: Du hast es vielleicht bei einer Studentin nicht gesehen, weil du mindestens wegen ihres weiblichen Geschlechts kein näheres Interesse an ihr hattest und daher Distanz zu ihr gewahrt hast. In diesem Fall liegt bei einem Bezieungskandidaten aber ein viel intensiveres Verhältnis vor, man kommt sich viel näher. Ich bin in #6 keineswegs vom unrealistischen Weltbild ausgegangen, dass alle Transfrauen wie Olivia Jones aussehen.

  26. 30.12.2009 17:46
    @#25:
    Zu Deiner Frage: Ja, das habe ich. Er wußte nicht davon und es war wohlmöglich auch mein Fehler, ihn darüber nicht frühzeitig in Kenntnis gesetzt zu haben. Ich kann nachempfinden, daß das für ihn wie ein Schock war.

  27. 30.12.2009 17:59
    @#25: Nee, das hab ich anders verstanden. Sie hat sich dieses Jahr umbauen lassen und hat dann kürzlich, also nach dem Umbau, den Mann kennengelernt.

    @Marion: Wolltest du denn wirklich ganz und gar eine weibliche Identität annehmen oder hast du dich einfach nur zu Männern sexuell hingezogen gefühlt?

  28. #27 Gast
    30.12.2009 18:02
    MadMax

    am besten fand ich frederikas beitrag, in dem sie es für grenzwertig hält, sich beim sport in der frauenumkleide, zusammen mit einer transsexullen zu entkleiden...
    es gibt transsexuelle, die sehen derartig feminin aus, da werden richtige frauen noch neidisch!
    olivia jones ist keine transexuelle, sondern ein transvestit - ein großer unterschied!

    nun ja, als transexuelle einen mann kennen zu lernen, ihn darüber im unklaren zu lassen, dass bei ihm zwischen den beinen noch was ist...nicht ganz geschickt;-)

    zur partnerfindung würde ich sagen, je konservativer das lager, umso schwieriger wird es sich gestalten.
    ganz einfach wird es generell nicht werden, aber auch nicht unmöglich.

  29. #28 Gast
    30.12.2009 18:09
    siri
    eines der aktmodelle an meiner kunstakademie war eine frau, die im falschen körper zur welt gekommen war. ich habe sie vermutlich 500x gezeichnet, habe aber erst später, nachdem wir uns kennengelernt hatten bemerkt, daß es sie ist, wie es ist. eine mitstudentin war auf dem weg auch physisch eine frau zu werden, war in der hormonbehandlung und ihr standen noch etliche op bevor. deshalb meine ich (auch hier) mitreden zu können.
    nach allem was ich weiß, ist eine geschlechtsumwandlung ein schmerzhafter und sehr anstrengender weg, den niemand gehen würde wenn es eine andere möglichkeit für ihn geben würde. ein mann, der so viel auf sich nimmt, um sein dingsda los zu werden, ist kein mann, denn männer im allgemeinen kneifen schon die beine zusammen, wenn man von der kastration eines katers spricht.

    zum äußeren: wie gesagt, unser aktmodel war wirklich attraktiv, die andere nicht so sehr.
    was mir an beiden aufgefallen ist, ich kenne wenige frauen, die so feminin sind, wie diese beiden . für jede mädelsrunde (von mir eher als zickenrunde bezeichnet :-) ) wären sie ein gewinn! wer sonst weiß so viel von männern? kein wunder, daß die jungs etwas empfindlich reagieren, wenn einer von ihnen zum feind überläuft.... das war spaßig gemeint.

    liebe fragestellerin, nimm die hier von männern geäußerte abscheu nicht zu ernst. ich höre da sehr viel furcht vor einer vermeindlichen homosexuallität heraus (sorry jungs, aber das kommt tatsächlich vor), beide mädels hatten einen freund - die übrigens beide das leben mit ihren superweibchen genossen haben!

    ok, ich weiß, daß jetzt 100%ig ein kommentar kommt, in dem darauf hingewiesen wird, daß kunstakademie und künstlerkreise eine spezielle gesellschaftschicht seien. stimmt nicht. auch menschen die zeichnen, malen, bildhauern sind einfach menschen.

    zum thema perversion: es gab mal den spruch: "nicht der homosexuelle ist pervers, sondern die situation in der er leben muß" ich denke, dieser spruch gilt auch hier.

    wobei ich es mir doch nicht verkneifen kann, festzustellen, daß es offenbar viel mehr männer gibt, die sich im falschen körper fühlen als frauen - klar, wir sind einfach besser! ;-)

  30. 30.12.2009 18:11
    Liebe Marion, wenn Du noch nicht operiert bist, würde ich Dir auch empfehlen, noch geduldig zu sein, zu warten, bis der Intimbereich verheilt ist, bevor Du Dich auf Partnersuche begibst.

    <MOD: Wir bitten um Ihr Verständnis, dass das angesprochene Thema jetzt nicht weiter eskaliert werden soll. Dieser Thread soll sich auf das ernstzunehmende Thema der Fragestellerin konzentrieren. Vielen Dank!>