1. Frage:
    Gefragt am: 25.11.2009, 17:21 von Gast
    Gibt es auch Stimmungs- bzw. Hormonschwankungen bei Männern, wie bei Frauen?
    Ich habe das nun schon des Öfteren bei meinem Freund erlebt, dass er auch regelmäßig wie wir Frauen einen totalen Tiefpunkt bzw. Durchhänger hat. Gibt es so etwas wie eine Periode bei Männern oder muss ich Angst haben, dass er in so eine Depression reinrutscht, wie Robert Enke?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    25.11.2009 18:20
    Nicht immer gleich an Depression denken - dass ist als Krankheitsbild nicht so verbreitet, wie es derzeit scheint. Männer hängen genauso häufig oder selten durch wie Frauen - wenn es beruflich ambitionierte Männer sind, liegt es häufig daran, dass sie unter großem Erfolgsdruck stehen und gegen Jahresende ganz besonders, dann steht nämlich bei Managern die Erreichung der Jahresziele im Vordergrund. Und auch bei Männern kann das Entdecken des ersten grauen Haares oder des ersten ausgefallenen Haares zu einem kollosalen Durchhänger führen. Einfach ruhig und gelassen bleiben und um Himmels Willen nicht darüber reden wollen. Männer machen so was lieber mit sich selbst ab.

  3. #2 Gast
    25.11.2009 18:32
    M59 Gibt's auch bei mir. Depressiv nicht. Im Gegenteil, mehr in Reichtung eines anderen Schwer(G)punktes.

  4. #3 Gast
    25.11.2009 19:04
    Auch Männer haben ihre hormonellen Hochs und Tiefs. Ist sogar irgendwo wissenschaftlich belegt - fragt mich jetzt aber bitte nicht, wo genau ;o)
    Ich meine mich erinnern zu können, dass Männer eben auch einem gewissen Monatsrhythmus unterliegen.

    Das Blöde (oder auch Gute) bei uns Männern ist, dass es für diese hormonellen Gefühlsschwankungen keinerlei äußerliche Merkmale wie bei Euch Frauen gibt. Auch sind diese Schwankungen bei uns nicht so ausgeprägt, wie es bei Euch zuweilen der Fall ist. In meinem Fall äußert sich das zuweilen (nicht wirklich häufig) durch schlechte Laune ohne Grund, durch eine kleine Eintagesdepression (ebenfalls ohne ersichtlichen Grund), oder eben auch einfach mal durch ein kleines Gefühlshoch (ebenso grundlos).
    So gewisse Tage, an denen Mann urplötzlichen Heißhunger auf Schokolade verspürt, besonders kuschelbedürftig (oder im Gegenteil besonders distanzbedacht) ist, habe ich auch bereits einigermaßen verwundert erleben dürfen.
    Das können jedoch auch einfach nur irgendwelche Launen sein und muss nicht zwangsläufig etwas mit den Hormonen zu tun haben ;o)

    Wo ist mein Schnuffeltuch?
    deBaer

  5. #4 Hieronymus
    25.11.2009 20:03
    Hormonschwankungen haben Männer nicht, aber Stimmungsschwankungen können ja vielfältiger Ursache sein. Natürlich schwankt auch bei Männern die Stimmung mal.

    Der Großteil der Stimmungsschwankungen hat aber mit Depressionen nichts zu tun. Diese Krankheit wird viel zu schnell in den Mund genommen, wenn man jemand eine auch nur ansatzweise negative Verstimmung hat.

  6. #5 Gast
    25.11.2009 21:05
    Wie bei Frauen gibt es auch bei den Männern hormonelle Schwankungen. Da kann er morgens aufstehen wie eine Lerche, geht an den Briefkasten und findet Post vom Finanzamt oder seiner Krankenkasse - die gute Laune ist in einer Sekunde futsch. Sowohl an Männer als auch an Frauen stellen die Berufe sehr hohe Anforderungen. Und wer allein lebt, seine Stunden am Schreibtisch oder in der Werkhalle herunterschrubbt, beim Einkaufen in der Schlange oder mit dem Auto im Stau steht, der kann gestresst sein. Da hat jeder einen Durchhänger, da bedarf es nur noch blöder Post, um gleich in die Tischkante zu beißen. Als Partner braucht man da schon sehr viel Sensibilität - gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit - um den anderen wieder aufzurichten und etwas Spaß mit ihm zu haben. 7E1FB12A

  7. #6 Gast
    25.11.2009 22:20
    Nein, dies kenne ich nicht (zum Glück). Den einzigen Einfluss auf die Stimmung (wie bei jedem) ist Sonnenschein, helles Licht über Stunden (gerade im Winter) und freundliche Leute um einen herum. Dies ist aber kein 4-Wochen Rhythmus sondern rein statistisch. Natürlich kommen hierzu noch die sexuellen Reize, die ggf. im Frühjahr stärker wahrgenommen werden (man ist ja "ausgehungert" nach freier sichtbarer weiblicher Haut). Negative Stimmung immer wenn "eine Laus über die Leber gelaufen ist" oder man "angepöbelt, ungerecht behandelt wird"und dann auch teils zickig wie eine Frau. Jedoch führt beim Mann ein impulsives Auftreten des Gegenüber auch oft zur Aggression und nicht zu der angefragten zyklischen Stimmungsschwankung - ich denke dies ist ein Cocktailmix aus Testosteron und Adrenalin (bin kein Mediziner).
    Gruss m38

  8. #7 Gast
    25.11.2009 22:54
    zico,m
    Klar unterliegt auch Mann hormonellen und emotionalen Schwankungen,nur ist das Verständnis der Frauen dafür nicht sonderlich ausgeprägt!Mann wünscht,will,soll,muß und kann! immer-so schreibt sich doch die frauliche Wunschliste.

  9. #8 Gast
    26.11.2009 10:20
    Frau sollte mal grundsätzlich davon ausgehen, daß Mann auch ein sensibles Wesen ist, der Gefühle hat und sensibel ist. Natürlich hat er auch Stimmungsschwankungen und hat ja auch irgendwann eine Art Wechseljahre. Aber er hat auch Alltag, genauso wie Frau, genauso Probleme auf der Arbeit wie Frau auf der Arbeit oder Zuhause mit den Kindern o. ä. Warum soll Mann das dann immer so wegstecken, souverän und ohne Stimmungsänderungen? Auch Mann steht "Stimmungsschwankung" zu. Es muß ja nicht gleich ne Depression sein. Aber die Zeiten der Erwartungshaltung, daß Mann als "Junge" nicht zu weinen und jammern hat, sollte vorbei sein. Männer sind anders sensibel als Frauen, aber nicht unbedingt weniger.

    Meine persönliche Meinung dazu.

    7E2158CE

  10. #9 Gast
    26.11.2009 11:32
    @3
    Das kommt auf die Betrachtungsweise an, ob es "blöd" oder gut ist, dass es sich bei Männern nicht weiter äussert.
    Frauen nutzen den menstrualen Ausfluss für die Entgiftung. Aus dem Grunde erleiden Frauen keine Glatze. Die Haarwurzeln sind basisch und so nutzt der männliche Körper (in seiner Not) diese Basen um Säuren zu binden.
    Wenn die Frauen keine Menstruation mehr bekommen können, erleiden sie manchmal auch etwas Haarausfall, allerdings erst einige Jahre später oder gar nie, je nach dem wie sauber sie durch die jahrzehntelange Menstruation "gewaschen" wurden.

    Da Männer auch Brustwarzen haben, und eine rudimentäre Gebärmutter, sowie weibliche Zellen in den Hoden welche weibliche Hormone herstellen (Keimdrüsenhülle/Keimdrüsenkern differiert lediglich in Grösse bei Eierstöcken und Hoden, deshalb die unterschiedliche Dominanz der Hormone im Körper), haben sie auch einen weiblichen Zyklus. Bei manchen Männern kann das deutlich beobachtet werden. Bei anderen gar nicht.

    Nicht jede Frau ist launisch, aggressiv in der menstruellen Phase. Ich bin vom Gemüt her sehr ausgeglichen und friedlich.
    Ich bin dafür ein Hitzkopf, wenn ich fruchtbar bin. Komme ich dann nicht regelmässig zu Sex, werde ich fuchsteufelswild.

  11. #10 Gast
    26.11.2009 13:10
    MadMax

    auf mich bezogen, kann ich das nicht beurteilen, da wenn bei mir hormonelle schwankungen auftreten, diese sich zumindest nicht auf meine stimmung auswirken.
    ich fühle mich eigentlich immer ganz ausgewogen.
    was meine stimmung mal verhageln kann, sind äußere einflüsse, aber die sind dann auch wirklich konkret.

    die stimmungsschwankungen bei frauen aufgrund des hormonellen zykluses sind mitunter schon anstrengend...

  12. #11 Gast
    26.11.2009 13:44
    Ich habe absolut keine Stimmungsschwankungen oder sonstige Probleme, wenn ich meine Periode habe. Ich verstehe gar nicht, was für Probleme manche Frauen damit haben.
    w/29

  13. #12 Gast
    27.11.2009 09:31
    @11 Verstehen kann man das, wenn man sich mal überlegt, daß jeder Mensch anders ist und selbst bei einem normalen Schnupfen der eine ne rote triefende Nase hat und der andere nicht. Genauso gibt es halt auch bei den periodisch wiederkehrenden hormonell bedingten Umstellungen des Körpers sehr unterschiedliche Reaktionen bei dem Einzelnen. Ist aber sicherlich nicht nur eine Sache vom Körperlichen her.

  14. #13 Gast
    27.11.2009 12:34
    @11 ich habe mal gelesen, dass die Lebensweise die Menstruation beeinflusst, und dass sie in Kulturen in denen die Menschen noch nahezu natürlich leben, gar nicht blutig auftritt. Bei Tieren die noch in ihrer natürlichen Umgebung leben, ist es genauso.
    Deshalb die Unterschiede bei der Menstruation, wäre mal ein Aspekt, vielleicht sogar der wesentlichste.

  15. 27.11.2009 23:10
    Ich habe geringfügige Stimmungsschwankungen, die oftmals mit der Zufriedenheit der eigenen Leistung am Arbeitstag oder sonstigen Tageserlebnissen zusammenhängen.

    Frag ihn doch mal! Nicht so "wie es so war", sondern, ob er einen schlechten Tag hatte, unzufrieden mit ... ist, ... Wenn Du mit Deinem Tipp nah dran liegst, fühlt er sich verständnisvoll umsorgt und rückt vielleicht raus mit "Nö, aber <DasUndDas>".

    1. Rate sein Gefühl,
    2. rate den Grund/Anlass für das Gefühl,
    3. überleg, was er wünscht/braucht,
    4. biete ihm eine konkrete Hilfe an, wenn Dir danach ist. Mitunter reicht es schon, Verständnis zu empfangen.

  16. #15 Gast
    28.11.2009 12:13
    Jetzt oute ich mich (m, 59) selbst, aber auch nur deshalb, weil ich hier anonym bin.
    Seit mehreren Monaten schon fühle ich mich körperlich schwach und antriebslos. Ich schwitze schnell und nachts wache ich oft schweißgebadet auf. WCHSELJAHRESBESCHWERDEN, meinte mein Arzt. Auch wir Männer habe Hormonschwankungen.Lange nicht so extrem wie Frauen, aber mal mehr, mal weniger. Ich mehr, leider!

  17. #16 Gast
    04.11.2011 16:43
    Hallo, ich(w 18) hoffe hier word ab und zu noch etwas beantwortet...
    und zwar glaub ich hat mein Freund (m 20) auch so etwas wie monatliche strimmungsschwankunken...jeden monat um die gleiche zeit (am 3. jeden monatsum genau zu sein) bricht er völlig zusammen und sagt dann immer sowas vin wegen wir können nicht zusamme sein...er distanziert sich in diesem moment einfach von mir, jedoch gebe ich nich auf und tröste ihn dannn und versuche seinen gefühlen auf den grund zu gehen...nach ein par tagen manchmal ein par stunden meldet er sich dann wieder umsich zu entschuldigen und dannn ist mehr oder weniger wieder alles gut...nur weiß ich nicht ob ich das noch so lange kann....
    es kann auch damit zusammen das seine mutter dieses jahr erst von zuhause ausgezogen ist und er mit dieser situation einfach nicht klar kommt...und dann immer noch der punkt wie wir zusammen gekommen sind....zu dem zeitpunkt als wir uns kennenlernten hatte er noch eine freundin, was ich jedoch nicht wusste, und hat sich letzten endes von ihr für mich getrennt...obwohl ich ihm sogar geraten hatte zu ihr zurück zu gehen....
    Bitte helft mir !

  18. 05.11.2011 18:18
    Mein Expartner hatte auch einen deutlich erkennbaren Monatszyklus. Ziemlich genau alle vier Wochen stellte er für exakt fünf Tage unsere Beziehung in Frage, war kaum ansprechbar, reagierte überempfindlich und zickig, zog sich zurück. Immer wenn die fünf Tage rum waren, war er wie ausgewechselt. Ich habe in diesen Tagen dann möglichst nicht mit ihm gesprochen, er hätte alles gegen mich gedreht, aber wiegeschrieben, wenn seine Tage vorbei waren, war er wieder sehr liebevoll, freundlich, gut zu mir. So extrem wie bei ihm kenne ich das von anderen Männern nicht, aber ja, seitem weiß ich definitiv: auch der Mann hat seine Tage.

  19. #18
    05.11.2011 20:18
    Die Stimmung bei Männern wird m.E. auch besonders stark durch ihre Hormone gesteuert.
    Beispiel: Auto-Messen, und die gutaussehenden Hostessen oder Go-go-Girls dabei.
    Schon mal eine Mode-Boutique, ein Schuhgeschäft oder Parfümerie mit knackigen Go-go Jungs gesehen ?
    m.W. nein. Weil Frauen hormonell nicht so reagieren, wie Männer.
    Würde man aber stattdessen süße Babies rein setzen - wie würden die Frauen dann reagieren ? - "Hach, wie süß - die will ich auch sehen".

    Hormonschwankungen beim Mann - besonders deutlich beim Sex. Aber so extrem kann es beim Mann auch andersrum schwanken = negativ.