Thema geschlossen
  1. Frage:
    Gefragt am: 07.11.2012, 01:34 von Gast
    Geliebte über mehrere Jahre? Wie fühlt man sich?
    Angeregt durch die Reportage im Fernsehen, frage ich mich, wie geht es anderen Frauen, die über mehrere Jahre die Geliebte eines verheirateten Mannes ist.
    Ich selbst liebe seit 4 Jahren einen verheirateten Mann, der allerdings ausgezogen ist.
    Nach einer sehr emotionalen Anfangszeit kamen ihm Zweifel, Überlegungen, was man aufgibt, sowohl zu Hause als auch in der neuen Beziehung. Zerrissenheit seinerseits... ich hielt alles aus,
    immer wieder Trennungen und immer wieder neues Finden mit emotionalen Höhen und Tiefen.
    Sehr viele Tränen, aber er sucht immer wieder meine Nähe.
    Eine Scheidung steht nicht an, kann ich auch nachvollziehen, verlange ich auch nicht, da alles sehr, sehr kompliziert ist. Aber ich lebe im Schatten, seine Kinder dürfen nicht von mir wissen, seine Familie nicht....die Freunde, die mit der Familie Kontakt haben ebenfalls nicht. Nur ausgewählte Freunde kennen mich.....
    Für mich ist es mein Partner, ihn liebe ich, manchmal hofffe ich... Er ist oft bei mir, wir ´lieben uns zwar selten, aber dann ist es gewaltig.... wir erleben viel, unterhalten uns, gehen essen...
    Ich bin eine Geliebte im Schatten ohne Gesicht..... ...heimlich obgleich er alleine lebt, und nur oft zu seinem Haus Frau und Tochter fährt.

    - Wie geht es Euch anderen Frauen - als Geliebte, wie lange haltet ihr es aus?
    - Was fühlt ihr verheiratete Männer? Warum trennt ihr euch nicht und führt ein Doppelleben?
    - Wie lange haltet ihr Männer das aus - und was denken die "betrogenen" Ehefrauen?

    Danke

    w 47
    Antworten:
  2. #1 Gast
    07.11.2012 11:40
    So ein Leben wäre absolut nichts für mich. Ich würde keine Beziehung führen, die nur im Verborgenen abläuft, von der niemand etwas wissen darf. Ich will mit meinem Partner tanzen gehen, essen gehen, in den Urlaub fahren und auch seine Familie kennen genauso wie sie mich kennen sollen.

    Ich würde eine solche Lebensweise im Verborgenen, wie Du sie lebst, nicht einen Tag aushalten. Ja, ich kann sie mir nicht einmal vorstellen, eben weil sie mir nicht gefällt.

  3. #2 Gast
    07.11.2012 11:43
    liebe FS, ich kann mir das nur ansatzweise vorstellen. Es ist irgendwie Glück und Pech zugleich ("wo die Liebe hinfällt...") Es wäre besser gewesen, Du wärst ebenfalls in festen Händen/ verheiratet und könntest es einfach genauso machen wie er.
    Ich habe selbst bisher keine Erfahrung auf dem Gebiet, stelle es mir aber sehr schwer vor. Würde mich fragen, was ist besser: Ihn ganz abhaken und Schluss machen, versuchen zu vergessen - man weiß aber nicht, ob dann an der nächsten Ecke schon der ideale Single-Partner warten - oder immer weiter dieses Auf und Ab und immer wieder Hoffnung....
    Es wird sich doch vielleicht über die (lange) Zeit hinweg heraus stellen, wie Du und Er sich letztlich entscheiden werden.
    Halte auf jeden Fall die Augen offen, denke nicht n u r an ihn. Triff dich mit anderen Leuten die dir etwas bedeuten und schau auch nach anderen potentiellen Partnern.
    Anklagen sind bei so etwas immer fehl am Platze, finde ich! Man kann niemandem die Schuld dafür geben, wenn er/sie sich verliebt.

    W

  4. #3 Gast
    07.11.2012 12:31
    Liebe FS,
    auch ich kenne diese Situation seit 5 Jahren.
    Ich weine allerdings nie, und habe selten emotionale Tiefen, vielmehr geht es mir sehr gut. Auch ich liebe, aber für mich war IMMER klar: er ist und bleibt gebunden. Das und die damit zusammenhängenden Umstände stelle ich nicht in Frage.

    Wir haben unseren Spaß und genießen unsere Zweisamkeit. Er ist mir nicht nur Geliebter, sondern auch ein Freund und immer Stütze bei Problemen und steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
    Weiters genieße ich mein Singledasein, denn ich sehe mich als Single, und suche durchaus auch einen "ganzen" Partner. Das versteht er und sieht das auch als selbstverständich an.

    Frau muss versuchen vernünftig zu sein.
    Wer sich als "Schattenfrau" oder weinende Geliebte sieht ist selbst schuld. Man kann seinen Fokus auch auf die tiefe Freundschaft und Liebe richten, die es zu genießen gilt.
    Dazu darf man sich aber nicht an einen Mann anhängen, sondern muss sein eigenes Leben weiteleben - somit wird man nicht zur Last oder lästigen Pflicht, sondern ist Bereicherung. Und das gilt für beide Teile.

  5. #4 Gast
    07.11.2012 13:47
    Ich war einige Jahre lang ein noch verheirateter Mann mit einer Geliebten. Ich wollte mich von Anfang an von meiner jetzigen Exfrau trennen und habe das schließlich auch getan. Für
    mich - und ich behaupte, für fast alle anderen Männer in der gleichen Situation - waren die wirtschaftlichen Zwänge und die Erpressungsversuche der Ehefrau der Grund für die lange Zeit mit einer ungeliebten Frau zu Hause und einer geliebten Frau außer Haus. Ohne diese
    Zwänge - aus einer nichtehelichen Beziehung heraus - hätte ich den Schritt früher tun können und getan. Meine damalige Geliebte, mit der ich jetzt verheiratet bin, hat mir aber sehr klar gemacht, dass sie mir Zeit gibt, aber nicht akzeptiert, wenn ich die Ehe mit meiner Exfrau nicht beende. Ich glaube, das sollten jedem Mann die Frau, die er liebt, und das eigene Glück wert sein. Mit der nicht mehr geliebten Frau zu Hause wird man nämlich nie mehr glücklich - im Gegenteil, es geht immer noch schlimmer - und in dem Schwebezustand ist auch keiner glücklich.

  6. #5 Gast
    07.11.2012 14:07
    <- mod Bei aller moralischer Entrüstung einiger Teilnehmer. Wir möchten das Thema gern der Fragestellung gemäß und sachlich diskutieren. Vielen Dank. >

  7. 07.11.2012 14:20
    Aus eigener Erfahrung kann ich leider nicht berichten, ich war nie Geliebte. Nicht aus moralischer Entscheidung, sondern weil diese Art von Leben im Verzicht nicht meinem Naturell entspricht. Ich esse lieber vom vollen Teller.
    Ich habe zwei Freundinnen, die langjährig Geliebte waren.
    Die eine war damals noch jünger und hat mit viel Mühe die Kurve bekommen. Da kam eine Menge zusammen: Der Wahn, nicht schön genug für ihn zu sein. Die Hoffnung, ihn mit einer besseren Figur zur Scheidung bewegen zu können. Eine mißglückte Schönheits-OP, die wegen ihrer Magersucht gar nicht hätte gemacht werden dürfen. Bulimie und ein kompletter psychischer Zusammenbruch. Nach drei Monaten Klinikaufenthalt war sie so weit, sich trennen zu können. Jetzt hat sie seit Jahren einen guten, zuverlässigen Partner. Keinen Top-Manager mehr, den sie sich teilen muss, manchmal verdient er auch weniger als sie, aber die beiden haben sich zusammen etwas aufgebaut und sie ist seelisch wieder stabil. Für Kinder ist es allerdings zu spät, das bedauert sie sehr.
    Die andere fand ihre Position zunächst sehr komfortabel. Als Hardcore-Feministin hat sie Ehe und Familie ohnehin strikt abgelehnt. Sie war stolz darauf, dass er freiwillig zu ihr kam. Die beiden waren nicht mehr so jung, er zudem noch älter als sie. Als er über Jahre erkrankte, wendete sich das Blatt. Er kam nicht mehr oder nur, wenn es ihm mal kurzzeitig gut ging. Er zog sich völlig in seine Familie zurück. Seine Frau war nun immer an seiner Seite. Für meine Freundin unerträglich. Er war ein renommierter Künstler, er inspirierte sie, die weniger erfolgreiche Regisseurin ist, sie lebte teilweise auch von seinen Kontakten und Empfehlungen, wenn er sie als "Kollegin" zu Veranstaltungen mitnahm. Ihr größtes Problem war, dass sie keine Informationen über ihn bekam, wenn es ihm gesundheitlich schlecht ging. In seinen letzten Lebenstage konnte sie nicht bei ihm sein, zur Beerdigung musste sie sich im Hintergrund halten und war eine von vielen Trauernden und fühlte sich doch als seine rechtmäßige - weil emotionale - Witwe. Die hat 8 Jahre gebraucht, um da zu verwinden, zum Teil durch eine Selbsthilfegruppe. Darüber ist sie 60 geworden und ist nun eine verbitterte und verarmte Frau.
    Das klingt alles wie aus dem Kitschroman, ist es leider nicht. Das ist de Realität.

  8. #7 Gast
    07.11.2012 14:21
    Ich war zwei Jahre mit einem verheirateten Mann zusammen. Seine Ehefrau lebte nicht in Deutschland. Als wir uns kennen lernten, hat er mir beim 2. Treffen gesagt wie die Umstände sind und das seine Frau irgendwann nach Deutschland nachkommen wird. Er überließ mir die Entscheidung ob ich seine Geliebte werden möchte.
    Ich habe mich für ihn entschieden, aber mit dem Hinweis sobald seine Frau hier ist, werde ich mich zurück ziehen. Nach 2 Jahren war es dann soweit, am Vorabend ihrer Ankunft haben wir zusammen gesessen und geweint, ja das Ende unsere Beziehung betrauert. Ich glaube damals dachte er noch, dass ich meine Meinung wieder ändere. Aber dafür liebe ich mich selbst zu sehr um mir das anzutun. Es war hart sich wieder zu entlieben. Eine Zeit habe ich den Kontakt abgebrochen. Heute, nach 10 Jahren, sind wir Freunde. IMMER kann ich darauf verlassen, dass er für mich da ist. Das er mich liebt weiß ich. Es war dann schwer für ihn zu akzeptieren, dass ich mich auf andere Männer eingelassen habe. Aber so ist das, er kann mir nicht verwehren was er selbst hat.

  9. #8 Gast
    07.11.2012 15:21
    Ich war ca. 3 Jahre Geliebte. Er hat sich nicht scheiden lassen wollen, sondern alles haben wollen: die treusorgende Ehefrau, die sich um Haus und Kinder kümmert. Und mit mir was Besonderes erleben, was nichts mit dem Alltag zu tun hat. Mittlwerweile ist es vorbei-zum Glück. Ich habe es beendet, weil ich sehr unglücklich wurde. Tja, wie geht es mir-ich spüre einen großen Verlust-und zwar den Verlust meiner Lebenszeit. In diesen Jahren habe ich nichts für mich und mein Leben erreicht, sondern in den Tag hinein gelebt (privat).

    Ich fühle noch was: eine tiefe Verbundenheit zu seiner Ehefrau. Da ich weiß, wie sie betrogen und belogen wurde und sie tut mir leid. Die betrogene Ehefrau und ich haben viel Traurigkeit erlebt. ER macht sich keine weiteren Gedanken, lässt alles von sich abprallen und lebt einfach ruhigen Gewissens weiter und pieckt sich wieder die Rosinen im Leben aus.

  10. 07.11.2012 15:39
    Nach meiner Trennung war ich drei Jahre Geliebte und habe diese Zeit genossen. Eine Beziehung wollte ich noch nicht wieder, aber ich wollte regelmäßigen, vertrauten Sex. Ich war aber nicht die Geliebte, die ihr ganzes Leben nach dem Mann ausrichtet, wartend vor dem Telefon sitzt. Ich habe mein Leben und meinen Freundeskreis behalten und ihn auch darin integriert, meine Freunde wußten Bescheid. Wir haben uns ca. 3-4 mal die Woche gesehen, da seine Frau Nachtschichten in der Altenpflege machen mußte, hat er auch öfter bei mir übernachtet und mehrere Kurzurlaube waren auch drin. Wenn ich krank war,kam er an mein Krankenlager geeilt und hat mir Tee gekocht, fuhr für mich zur Apotheke, kümmerte sich ganz liebevoll. Irgendwann war mir das nicht mehr genug und ich wollte wieder eine Beziehung, da habe ich mich getrennt. Meinen Ex-Geliebten und mich verbindet heute noch eine sehr liebevolle Freundschaft. Ich bin froh ihn kennengelernt zu haben, er ist eine Bereicherung in meinem Leben. w51

  11. #10 Gast
    07.11.2012 18:15
    Ich war viele Jahre lang heimliche Geliebte. Und ich liebe diesen Mann, bis heute.

    Ein Problem an der "Sache" war, dass wir uns zu wenig gesehen haben. Anfangs nur alle 4 bis 6 Wochen. Später dann alle 2-3 Wochen. Zum Schluss 1x die Woche. All das war mir zu wenig.

    Wenn wir uns 2-3x die Woche oder öfter gesehen hätten wäre das evtl. OK gewesen. So habe ich mich einfach oft einsam gefühlt. Hatte unglaubliche Sehnsucht nach ihm. Ganz egal was ich in der Zeit machte. Bei der Arbeit war ich noch am besten abgelenkt. Auch wenn ich in andern Städten mich aufgehalten hatte, auf den tollsten Parties war...ich wünschte mir immer, er wäre da.

    Ansonsten war ich ja AE und hatte immer das Gefühl, mit allem allein da zu stehen. Ich hätte mir gewünscht, dass er mir hier und da geholfen hätte.

    Außerdem hatte er und seine Lebensgefährtin definitiv einen höheren Lebensstandard, was mir ebenfalls schwer zu schaffen machte. Sie hatten Dinge, die für mich undenkbar, mir unerreichbar schienen. Dem entsprechend war es mir peinlich, in einer kleinen Mietwohnung zu wohnen. Und ganz egal, wie viel ich geschufftet hatte, ich habe allein einfach nie soo viel zustande gebracht, wie die beiden zu zweit. Das hat mich gefrustet und runtergezogen.
    Und ich hatte dementsprechend immer das Gefühl, dass die Andere dann wohl doch die "Bessere" ist, und ich nur als "Ersatz" diene und dieses GEfühl war einfach nur grausam.

  12. #11 Gast
    07.11.2012 18:22
    Ich(m) hatte mehrere Monate eine Affaire neben meiner Lebensgefährtin und die Affairefrau war noch verheiratet, wer war da eigentliche wem sein/e Geliebte/r. Jedenfalls waren wir beide ineinander "verschossen", unternahmen so einiges in unserer Freizeit und die Affaire bestand nicht nur aus Sex.
    Irgendwann fing sie an, mir die "Pistole" auf die Brust zu setzen, ich sollte mich doch ihr zu gunsten von meiner LG trennen.
    Ich fragte mich wie jemand der verheiratet ist, dem unverheirateten diesbezüglich Druck machen möchte.
    Nach meiner klaren Ansprache, daß sie erst einmal ihre eigene Scheidung ankurbeln und abschließen solle, entfernten sich unserer Gefühle(vor allem bei mir) voneinander.
    Ich trennte mich von ihr, behalte sie sowie diese Zeit in schöner Erinnerung und Trennungsschmerz kam bei mir deswegen nicht extrem auf.

    Im Leben lernt man viele Menschen kennen und baut Gefühle füreinander auf, eine Trennung tut dann zwar weh, aber Schmerzen bereiten verlorene Dinge wo man sich existenziell (Kinder,EHE,Wohneigentum,Firma usw.) mit eingebracht hat.

    Eine Liebe kann man immer wieder finden, aber weder die Zeit noch das verlorene wieder bringen.

    m49

  13. #12 Gast
    07.11.2012 18:24
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    I. Ich wollte mich von Anfang an von meiner jetzigen Exfrau trennen und habe das schließlich auch getan. Für
    mich - und ich behaupte, für fast alle anderen Männer in der gleichen Situation - waren die wirtschaftlichen Zwänge und die Erpressungsversuche der Ehefrau der Grund für die lange Zeit mit einer ungeliebten Frau zu Hause und einer geliebten Frau außer Haus. Ohne diese
    Zwänge - aus einer nichtehelichen Beziehung heraus - hätte ich den Schritt früher tun können und getan. Meine damalige Geliebte, mit der ich jetzt verheiratet bin, hat mir aber sehr klar gemacht, dass sie mir Zeit gibt, aber nicht akzeptiert, wenn ich die Ehe mit meiner Exfrau nicht beende. Ich glaube, das sollten jedem Mann die Frau, die er liebt, und das eigene Glück wert sein. Mit der nicht mehr geliebten Frau zu Hause wird man nämlich nie mehr glücklich - im Gegenteil, es geht immer noch schlimmer - und in dem Schwebezustand ist auch keiner glücklich.
    Hier die FS:
    ich danke für so viele ehrliche Antworten und sehe, daß einige mit diesem Thema kämpfen oder im Kampf waren/sind
    ´@4 Sehr bemerkenswert und meine Achtung! Es ist auch mein Eindruck, daß die Ehe längst keine Ehe mehr ist, wenn sich ein Partner neu verliebt hat, doch die Zwänge und Erpressungen/ Manipulationen geben sicherlich bisweilen Zweifel.
    Ich freue mich und es tut gut von einem Mann zu hören, der sagt, er habe seine Entscheidung richtig getroffen für seine Geliebte und seine Seele ruhig geworden ist

    So auch im Falle meines "Partners". Zwar hat er sich räumlich getrennt, bleibt aber verheiratet, auch um der Furcht der massiven Manipulation der NochFrau.
    Verständnis für sie habe ich nicht - sie war es, die ihm Trennung auf Zeit vorschlug, er solle ausziehen, daß er sich neu verlieben würde, damit hatte sie nicht gerechnet - das war etwas was sie wohl nicht bedacht hatte, denn eigentlich sollte er sich überlegen, was ihm dann fehle.
    Wenn das keine Manipulation ist! Nun hat sie versucht uns zu isolieren - über die Kinder...
    Ja, ich gebe ihm die Zeit, die er braucht... uns verbindet so viel, aber es ist nicht leicht für einen Mann aus einer unglücklichen Ehe zu gehen zu der Geliebten.
    Ich lebe mein Leben alleine, mein Freundeskreis kennt ihn und mag ihn, weiß aber wie schwer es ist.

    Es liegt auch immer in der Persönlichkeit eines jeden Menschen, wie man mit diesen Umständen umgeht.
    Für mich kommt eine reine Bettgeschichte nie in Frage - ich liebe mit Herz und Seele und dieser Mann ist mir so wertvoll, daß ich ihn als Mensch so nehme, wie er ist, auch mit seiner Schwäche, sich noch nicht entscheiden zu können.

  14. 07.11.2012 18:44
    @Fs Dann solltest du hier aber auch noch mal genau nachlesen, daß hier nur die Frauen seelisch ungeschoren aus der Sache rausgekommen sind, die klare Grenzen und Forderungen hatten.

  15. #14 Gast
    07.11.2012 19:10
    Zitat Zitat von Bäärbel Beitrag anzeigen
    Dann solltest du hier aber auch noch mal genau nachlesen, daß hier nur die Frauen seelisch ungeschoren aus der Sache rausgekommen sind, die klare Grenzen und Forderungen hatten.
    Ich glaube, seelisch ungeschoren, kommt keine Frau heraus, egal ob Grenzen gesetzt wurden oder Forderungen gestellt werden.
    Geliebte zu sein, hinterläßt Narben auf der Seele. Und manche brauchen Jahre, um darüber hinweg zu kommen.
    Das Herz das liebt, fragt nicht nach Forderungen.... es liebt...
    Der Verstand kann Grenzen setzen.
    Mein Herz liebt..... und hofft und wartet....
    Es ist nicht für jeden nachchvollziehbar, aber so fühle ich eben...

    die FS

  16. #15 Gast
    07.11.2012 19:58
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen


    Ja, ich gebe ihm die Zeit, die er braucht... uns verbindet so viel, aber es ist nicht leicht für einen Mann aus einer unglücklichen Ehe zu gehen zu der Geliebten...
    Für mich kommt eine reine Bettgeschichte nie in Frage - ich liebe mit Herz und Seele und dieser Mann ist mir so wertvoll, daß ich ihn als Mensch so nehme, wie er ist, auch mit seiner Schwäche, sich noch nicht entscheiden zu können.

    Liebe FS,
    Du bist mir sehr sympathisch und ich sehe Dich als eine liebevolle, faire Frau, die gerne ihre Sehnsüchte und Interessen hinten anstellt-Hauptsache, dem geliebten Mann geht es gut. Du bist sehr verständisvoll und liebst mit Herz und Seele.
    Bitte berücksichtige die Worte von Bäärbel.
    Als Dauergeliebte kann eine Frau nur dann glücklich werden, wenn sie tatsächlich die Dauergeliebte bleiben will, auf nichts mehr hofft. Bitte wach auf und sorge für klare Verhältnisse-und zwar schnell. Oder finde Dich mit der Rolle der Schattenfrau ab.
    Die Rolle der Geliebte kann sehr schön und reizvoll sein-aber nur dann, wenn eine Frau genau nur diese Rolle spielen möchte. Wie Du liest, Männer nehmen Angelegenheiten ernsthaft, wenn diese mit der Ehe, mit Geld, mit den Kindern zu tun haben-das Wohl der Geliebte ist zwar schon mal wichtig, aber nicht sooo wichtig.
    Ich wünsche Dir alles Gute! Zumindest bist Du hier gewarnt worden-was Du daraus machst, ist es Deine Sache. Glaub mir-ich weiß wovon ich rede: ich war schon mal die Geliebte eines Mannes, die nur die Geliebte bleiben wollte. Und ich war die Geliebte eines anderen Mannes, dessen Partnerin ich werden wollte-ich kenne gut die Sachlage in beiden Konstellationen und die Konsequenzen, die sich daraus für den seelischen Zustand einer Frau ergeben.

  17. #16 Gast
    07.11.2012 21:38
    Ich kann auch aus eigener Erfahrung sprechen, ich war etwa ein Jahr lang die Geliebte eines verheirateten Mannes. Wir konnten uns nur wenig sehen, und wenn, stand das sexuelle Erleben im Voirdergrund. zu Beginn empfand ich die Rolle als sehr reizvoll und aufregend, wurde aber zunehmend unglücklich. Die Ehe/Ehefrau hatte oberste Priorität. Ich habe denSchlussstrich gezogen, und es war sehr schmerzhaft. Es ist jetzt zwei Jahre her, und die Gefühle haben sich längst verflüchtigt. Nun bin ich mit einem Mann zusammen, der Sex ist zwar wenig spannend und auch nicht immer befriedigend (für mich), aber dieser Mann hat was, was der Geliebte nicht hatte: Viel Zeit für mich, viel Zeit für gemeinsames Erleben. Und das tut mir gut.
    w 54

  18. #17 Gast
    07.11.2012 22:30
    Hallo FS,

    ich bin zurzeit in einer ähnlichen Situation, wie Du!
    Nur ich finde es grausam und halte es nicht mehr aus.
    Wir kennen uns seit etwas mehr als 2,5 Jahren.
    Anfänglich leugnete er seine Familie. Ich bekam es durch einen dummen Zufall heraus.
    Aber es war damals auch OK für mich, da ich einfach meinen Spaß haben wollte.
    Nach ca. einem Jahr fing er an von einer Beziehung zu reden und ich fing an Feuer zu fangen.

    Mittlerweile hat er eine eigene Whg., seine Frau weiß von mir und seine Kinder und Arbeitskollegen Ihabe ich auch schon kennengelernt,auch seine Mutter! Alles klappt wunderbar. inbesonders mit den Kindern, was eine riesen Hürde ist.

    Allerdings steht er nicht zu mir. Er wird schwer von Schuldgefühlen geplakt, die ihn immer wieder zu ihr (er sagt zu den Kindern) treiben. Er kann ihr nicht weh tun und diesen letzten klaren Schlussstrich zu ziehen. Diese Situation zieht sich nun schon über mehere Monate und es ist für die reinste Qual.
    Ich kann somit sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.
    Er ist nicht bei mir, ich kann ihn noch nichtmal anrufen, weil man mit mir vor IHR nicht reden kann.
    Man befindet sich in einer Art von Abhänigkeit. Man muss immer darauf warten bis er Zeit hat.
    Ich kenne auch die Situation, wenn man Schluss macht und er immer wieder ankommt.
    Einen nicht in Ruhe lässt und wenn man jmd. anderen kennenlernt, regelrecht terrorisiert wird, wie man sich an jmd. anderen zuwenden kann.

    Ich habe auch schon an die 100 mal Schluss gemacht und es ist das Härteste!!!!
    Ich habe es auch diese Woche wieder getan und hoffe, dass ich diesmal die Kraft habe standhaft zu bleiben.

    Es ist glaub ich so hart, weil man (zumind. ist es bei mir so) ständig das Gefühl bzw. die Hoffnung hat, wenn ich jetzt noch ein bisschen länger durchgehalten hätte, dann hätte es vlt. klappen können.
    Aber ich sage dir mal was! Ich denke es ist nicht unsere Schuld, dass es nicht klappt!
    Er kann das alles ändern und er ist auch derjenige der es tun muss!

    Ich habe über dieses Thema auch mal ein Buch gelesen und nur einer von zehn Männern schafft tats. den Absprung!
    Die anderen gehen alle wieder zurück aus Angst vor ... ja keine Ahnung???

    Ich kann das alles mittlerweile nicht mehr verstehen!

    Ich würde nur jeder Frau raten die Finger von sowas zu lassen! Man quält sich nur.
    Es ist OK, wenn die Verhältnisse klar sind. Aber wenn sich einer verliebt und zwar der, der nicht handeln kann wird es zur Qual.
    Ich kann dir auch nicht sagen, was du machen sollst. Das musst du selbst entscheiden und wenn du noch Geduld und Nerven hast, wirst du es wahrscheinlich eh noch weitermachen.ich kenns ja... die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Ich kann dir nur versichern, dass du mit deinen Gefühlen nicht allein dastehst.

    Alles Gute

  19. 07.11.2012 23:12
    #14, liebe FS, ich hoffe nur, daß du nicht zu spät in der Rubrik Trennung auftauchst mit dem Fazit "er hat mir meine besten Jahre genommen!"
    Aber manche brauchen den harten Weg. Du weißt ja, worauf du dich einläßt.

  20. #19 Gast
    07.11.2012 23:41
    Ich habe keine Antworten gelesen, aber 4 Jahre ein Geliebtenleben geführt ...
    Nur eins: Du hast keine Chance ....

  21. #20 Gast
    08.11.2012 06:54
    Ich führe seit bald 8 Jahre ein Geliebtenleben. Verrückt, nicht wahr? Die ersten 3-5 Jahre waren es sehr schlimm für mich. Ich bin dadurch alkoholabhängig geworden, bin schwerst depressiv, reizbar und bösartig geworden und habe ganz schlimme Zeiten durchgemacht. Geredet habe ich mit niemanden darüber, es hätte mich sowieso niemand verstanden oder nur auf mich eingeredet... nach der Meinung vieler Leute war ich damals äußerst attraktiv, aber auch jung und naiv, die Leute hätten mir nur geraten, ich hätte mir doch jeden anderen Mann aussuchen können, aber ich wollte nicht. Den Alkohol hab ich dann überwunden.
    Mit der Zeit wurde es besser, es waren zwischendrin auch wunderschöne Zeiten dabei, man hat keine Anforderungen mehr gestellt, man trennt sich emotional von der Sache, man ist sowas wie ein leerer Zombie der durch die Welt läuft und keine Gefühle mehr für irgendwas hat, und man trifft sich nur zum Sex und eben eine schöne kurze Zeit zusammen zu haben, ohne Alltag oder was da draußen sonst noch so wartet auf einen oder auf Seiten des Mannes.

    Man führt so ein Verhältnis nur so lange, wenn man eines Tages kapiert hat, dass außer Sex nie mehr sein wird. Auch du wirst das eines Tages verstehen müssen...

    Hätte ich jemand anderes, besseres kennen gelernt in der Zwischenzeit, wäre ich vermutlich auch schon längst weg gewesen. Denn innerhalb 8 Jahren verändern sich auch Gefühle. Allerdings bin ich selbstständig, genieße unheimlich meine Freiheiten und habe viele Hobbies, daher bleibt für Partnersuche und Beziehung mittlerweile null Zeit. Ich bin zudem ein stark körperlich orientierter Mensch, mir ist Sex wichtiger als eine Beziehung. Außerdem möchte ich keine Kinder mehr.

    Ich denke jedoch, du hast ganz andere Ziele im Leben und solltest mal über deine Zukunft nachdenken, ob es das wirklich ist?! Ich kann dir raten, wenn du es beenden kannst, dann tu es. Ein halbes Jahr lang vielleicht wird es dir schlimm gehen, aber danach geht es besser.

    Wie bei Gast 10 war es bei mir ähnlich. Wir haben uns anfangs nur alle 4-8 Wochen gesehen, dann alle 2-3 Wochen, dann auch mal jede Woche. Manchmal auch 3-4 Monate Sendepause gehabt. Anfangs mit sehr viel Abstand, dann hat sich diese Bindung immer mehr verfestigt. In dieser Zeit habe ich auch sehr viel Geduld gelernt und gelernt, dass man auch ohne Liebe auskommen kann. Aber selbst wenn es passieren würde, dass dieser Mann mehr wollte, ich glaube, ich würde gar nicht mehr wollen. Innerhalb so langer Zeit ändern sich die Gefühle mehrfach. Ich mag den Menschen als Person sehr, wir passen optisch gut zusammen, haben viele Gemeinsamkeiten,...aber wie gesagt, mehr ist da nicht. Damit bin ich zufrieden, mehr will ich nicht mehr. Nach so vielen Jahren kennt man den Menschen, der vielmehr ein Chaot ist, man kennt die Macken u. Ticks des anderen. Ich glaube, ich bin heute ganz froh so, dass es so gekommen ist, wie es ist und nie mehr daraus geworden ist.

  22. #21 Gast
    08.11.2012 13:50
    Manchmal habe ich (w) den Eindruck, wenn ich solche "Geliebten-Leidensgeschichten" lese, das müssen masochistisch veranlagte Frauen sein, die irgendwie glauben, für die (große) Liebe muss man auch einiges durchleiden und dann kommt am Ende ein riesengroßes Hollywood-Happy End raus... (Ich meine jetzt nur diejenigen, die unter der Situation leiden, es gibt ja scheinbar auch andere, die sich bewusst dafür entscheiden und damit zufrieden sind.)
    Dass man am Anfang mal Dingen eine Chance gibt und auch Hoffnung hegt, kann ich nachvollziehen. Aber dass man nach mehreren Jahren eines Schattendaseins - an dem man leidet - noch immer bei der Sache bleibt?! Das verstehe ich nicht.
    Ich bin übrigens nicht glücklich vergeben, sondern würde mich eher schon als frustrierter Single bezeichnen. Ich habe da einfach kein Glück. Habe gerade einen Typ, den ich eigentlich ganz gern mochte, in den Wind geschossen, weil er mich nicht so behandelt hat, wie ich mir das vorstelle. Ich habe wirklich keine Lust mehr, wegen einem Mann zu leiden - und wenn sich das von Anfang an schon abzeichnet, vermeide ich das und bleibe in so einem Fall lieber allein. Einsam sein ist natürlich nicht schön und auch leidvoll, aber die andere Variante erscheint mir noch schmerzhafter.
    Deshalb kann ich nicht verstehen, dass sich Frauen in teils jahrelange Warte- und Leidepositionen begeben und jahrelang auf Besserung warten/hoffen.
    Ich glaube nicht, dass man für eine (echte) Liebe tatsächlich so leiden muss. Das ist mMn alles keine beiderseitige Liebe, sondern nur irgendwas...
    Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass jeder nur das bekommt, was er sich selbst wert ist. Dabei schneide ich selbst dann auch nicht gut ab, aber ich glaube trotzdem, da ist was dran.

  23. #22 Gast
    08.11.2012 13:51
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Aber ich lebe im Schatten, seine Kinder dürfen nicht von mir wissen, seine Familie nicht....die Freunde, die mit der Familie Kontakt haben ebenfalls nicht.
    w 47
    Liebe FS, es ist so grausam, dass er sich nicht zu Dir öffentlich bekennen will-wie hälst Du das nur aus? Ich frage mich, bist Du dir dessen bewusst, wie wertvoll Du bist.
    Es gibt viele Geliebte, die ein Schattendasein führen, da der Mann bei seiner Ehefrau bleibt (unter einem Dach). Wenn er aber ausgezogen ist und trotzdem sich nicht zu Dir öffentlich bekennt-das kann ich nicht akzeptieren und nicht entschuldigen. Selbst die räumliche Trennung von seiner Frau reicht nicht aus, damit er zu Dir steht. Für mich heißt das, es gibt keine emotionale Trennung von seiner Frau. Und dass er Dich heimlich hält, heißt es noch eins: seine Frau ist und bleibt seine erste Wahl. Zu Dir kommt er heimlich, weil er Bedenken hat, sich mit Dir öffentlich zu zeigen-welcher Mann hat denn diese Bedenken, wenn eine Frau seine erste Wahl ist.
    Willst Du mit einem Mann leben, für den gut genug für heimliche Treffen bist, aber nicht gut genug, in der Öffentlichkeit als die Frau an seiner Seite anerkannt zu werden. Die Ehefrau ist das, Du bist es anscheinend nicht. Und diese Entscheidung/Auswahl hat Dein guter Geliebter getroffen. Bitte tue nicht das nicht länger an, eine Schattenfrau zu sein. Entweder ganz oder gar nicht-alles andere sind Ausreden (seinerseits) und Wunschdenken (Deinerseits).

  24. #23 Gast
    08.11.2012 22:23
    Wunschdenken mag sicherlich ein denkenswerter Ansatz sein....
    Ausreden hat er immer wieder mal gehabt, aber z. T. auch nachvollziebar bei zwei adoptierten kranken Kindern, deren Belastung die Ehe nicht standgehalten hat.

    Heimlich kommt er nicht, seine Noch-Frau ist er keine Rechenschaft schuldig, er lebt nicht unter einem Dach... wir bewegen uns frei und man sieht uns in der Öffentlichkeit zusammen, selten Händchen haltend.
    Dennoch gibt es Punkte, da bin ich ausgeschlossen - seine Familie.... seit kurzer Zeit auch zu seinem behinderten Kind, um das ich mich all die Jahre mit gekümmert hatte, weil das seine Noch-frau nicht tat... ich spiegelte unbewußt ihr Verhalten, und sie schob mir einen Riegel vor - ER akzeptierte, hielt nichts dagegen.... ich wurde ins Aus katapultiert.

    Es ist schwer, eine Entscheidung zu treffen, viele Postings sagen es..... es ist mir nicht gleichgültig... und ich habe auch in meiner langjährigen Ehe zuvor an der Beziehung gearbeitet... da war es eines Tages vorbei... es bewegte sich nichts mehr....

    Auch hier bin ich nicht so, daß ich eben aufgebe... zumal es ganz tiefe Liebe ist - mit all den Schwierigkeiten - die Seele liebt.... Ich leide nicht einfach so... Man fragt sich dann oft - wird es eines Tages besser - mit viel Geduld??? Mit Freiraum für sich, daß Alleinsein kennenzulernen??

    Der Aspekt der eigenen Wertschätzung, des eigenen Stolzes ist sehr richtig, darüber denke ich gerade nach.... Doch wo setzt Stolz an??

    FS

  25. #24 Gast
    10.11.2012 12:31
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Manchmal habe ich (w) den Eindruck, wenn ich solche "Geliebten-Leidensgeschichten" lese, das müssen masochistisch veranlagte Frauen sein, die irgendwie glauben, für die (große) Liebe muss man auch einiges durchleiden und dann kommt am Ende ein riesengroßes Hollywood-Happy End raus...
    Ja, diesen Eindruck habe ich auch. Nur ein gutes Happy End habe ich in der Realität selten erlebt.
    Liebe FS-sprich doch offen mit Deinem Geliebten. Sag ihm, dass Dich dieses Schattendasein auf Dauer unglücklich macht und schau Dir Deine Reaktion an.
    Ein Mann, der eine Frau liebt, ist immer bemüht, dass sich die Frau glücklich fühlt. Wie reagiert denn Dein Geliebter, wenn er miterlebt, dass es Dir als Schattenfrau nicht gut geht, dass diese Rolle nicht Deine lebenslange Glücksbestimmung ist?
    Die Liebe und ein fürsorglicher Umgang miteinander sollte beidseitig erfolgen-ehrlich gesagt, wenn ein Mann seine Geliebte so stark liebt wie sie ihn liebt-dann kann er nicht anders außer dass er alles daran setzt, dass die Geliebte eine glückliche Frau wird.
    Du siehst, Du hast ihm bei der Betreuung seines adoptierten Kindes geholfen-weil Du immer wolltest, dass es IHM gut geht, dass ER glücklich ist. Und er-was hat er grundlegendes gemacht, dass es DIR auch gut geht? Hier geht es nicht um Tauschgeschäft, sondern um das Verständnis, dass das Liebesglück und das Wohlergehen eine gegenseitige Angelegenheit ist und nicht eindimensional abläuft.
    Für mich machen Deine Worte den EIndruck, dass Du liebst und liebst-aber langsam Dein Akku leer wird, weil Du nicht in dem Umfang zurückgeliebt wirst, wie Du liebst. Auf Dauer kann sowas zu Depressionen führen, aus denen frau sehr schwierig rauskommt. Möchtest Du ein Leben in Entsagung und Depressionen führen, wo Du hin und wieder kleine Häppchen Zuwendung und Liebe bekommst, aber im großen und ganzen aushungerst?

  26. #25 Gast
    05.03.2013 00:54
    Liebe FS,
    ich bin mittlerweile seit 7 Jahren die Geliebte eines verheirateten Mannes. Er lebt mit seiner Frau unter einem Dach. Oben wohnt seine Tochter mit seinem Enkelkind. Im Garten hat er seine Voliere mit seinen Brieftauben. Im Haus und Garten und allem anderen steckt seine Arbeit von jetzt bald 40 Jahren. Seine Frau könnte er ohne weiteres verlassen, aber an allem anderen hängt halt sein Herz. So seine Worte. Das hat er mir ganz am Anfang schon gesagt. Und ich habe es akzeptiert. Am Anfang war es schwer für mich, mit der Zeit hab ich gelernt nicht dran zu denken. Wir sind nicht mehr so jung - Ich bin 54, er ist 64... ist es vielleicht deshalb leichter so zu leben? Wir lieben uns sehr, wir machen soviel wie möglich zusammen - ist wenig genug... Wir sehen uns etwa 3-4 mal die Woche. Alles mit ihm ist so wunderschön. Ich genieße es bis heute. Wir haben in der ganzen Zeit noch nie ernsthaft gestritten - über was auch, wir haben ja keinen gemeinsamen Alltag.
    Seine Frau hat keine Ahnung - sagt er...
    Ich frage mich schooon, wie lang das wohl noch geht. Kommt die Frau irgendwann dahinter und schmeißt ihn raus, weil er sie 7 Jahre lang betrogen hat, oder vergibt sie ihm, wenn er mit mir Schluß macht... oder weiß sie schon lange alles und sagt bloß nichts, weils bequemer ist?
    Im Moment finde ich meine Situation gar nicht so schlecht. Ich bin alleinstehend und irgendwie doch nicht.
    Vergeude ich mein Leben? Ich bin nicht zufrieden, aber auch nicht unglücklich...

  27. #26 Gast
    15.04.2013 14:44
    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin seit 2 Jahren Geliebte und liebe diesen Mann abgöttisch.
    Er hat mir von Anfang an gesagt, er wird seine Kinder nicht verlassen.
    Wir sehen uns einmal in 4 Wochen manchmal mehr. Leider arbeitet er auch in meiner Firma und ist mein Chef. Da ich aber fast nur beruflich unterwegs bin sehe ich ihn selten und das ist gut so.
    Ich habe es versucht, 2 mal zu beenden und wenn wir uns wieder sahen hat es immer wieder angefangen.
    Aber jetzt hat es mich innerlich zerrissen. Er hat sich auf meine Dienstreise gesetzt und wir waren das erste Mal 14 Tage und Nächte zusammen und hatten eine wunderschöne Zeit. Wir waren aus, haben jede Nacht gekuschelt es war perfekt.
    Da noch andere Kollegen dabei waren war es natürlich schwierig, aber ich dachte es ändert sich irgendwas nach 14 Nächten zusammen , die so perfekt waren, bis auf einen Streit. Und was ist passiert ? Danach nur 2 kurze emails in 2 Wochen ...Ich bin fast gestorben, habe 10 Tage nur im Bett gelegen, habe geweint, habe gedacht, wie kann er den Schalter so rumlegen, es war doch perfekt alles...
    Da er ja mein Chef ist, kann ich auch nicht völlig undiplomatisch handeln.
    Ich versuche Ihn jetzt zu vergessen und dann meldet er sich wieder.
    Ich bin stolz, als ich vor ein paar Tagen in der Firma war , fragte er ob wir abends etwas zusammen trinken. Ich habe abgesagt. Zum ersten Mal nun meldet er sich ständig aber ich bin kalt.
    Ich und wir alle müssen uns mehr wert sein. er hat mich immer gut behandelt, immer schöne Hotels gebucht, wir waren essen, haben Filme geschaut, es war nicht nur Sex und leider war der Sex immer abgöttisch.
    Nur wenn er mich auch so lieb hätte, hätte er mehr Zeit und er entscheidet sich ja jeden Tag bewusst gegen mich .
    Ich bin es leid, dass er immer wieder nach Hause zurück kehrt und ich die blöde bin .
    Habe mich nun für einen Job im Ausland bei meiner Firma beworben, ich will ihn endlich aus meinem Leben !
    Wir alle sollten uns mehr wert sein, diese Männer haben alles und was geben Sie uns ? ein paar schöne Stunden ohne jegliche Verpflichtung..
    Da ich nur einmal im Monat in meiner Firma bin und wir 400 km voneinander entfernt wohnen sehe ich ihn selten aber wenn tut es immer wieder weh.
    Und immer, wenn ich es fast geschafft habe, mich zu distanzieren dann gibt er wieder Vollgas.
    Ich wünsche euch allen Kraft, diese Situation zu beenden und einen Mann zu finden, der einen schätzt. Mir sagen immer alle , ich sei hübsch und lieb und warum ich alleine bin ,aber diese Liebe lässt mich nur leiden. Da er auch immer 60 Stunden die Woche arbeitet und keine Diskussionen mehr will, habe ich resigniert.
    Drückt mir die Daumen für den Auslands Job!
    Aber ich kann es alles einfach nicht mehr ertragen...

  28. #27 Gast
    23.04.2013 11:09
    Zuerst Entschuldigung für das schlechte Deutsch. Ich bin nicht doof, nur Ausländer, auch wenn sich manche denken werden, nachdem sie meine Geschichte gelesen haben, dass ich doch dumm bin.
    Also ich bin seit 18,5 Jahre mit einem verheirateten Mann zusammen. Wir leben über 10 Jahre zusammen, wir haben 2 gemeinsame Kindern. Und trotzdem, will er sich von seine Frau nicht scheiden lassen. Es werden lieber komplizierte Verträge gemacht, dass sie kein Recht auf Erbe hat, aber Scheidung? Nein!
    Seine Frau weiß von Anfang an, das es mich gibt und hat damals gesagt: „Ich akzeptiere alles, bleib nur bei mir."
    Fragt sich aber jemand, wie ich mich dabei fühle?
    18,5 Jahre, 2 Kinder und trotzdem sich nicht von seine Frau scheiden lassen? Ich kenne dem Grund nicht, ich will dem auch nicht kennen, ich habe einfach nur genug!

  29. #28 Gast
    25.04.2013 19:35
    Meine Frau war mehrere Jahre meine Geliebte, nicht weil ich meine Exfrau noch geliebt hätte - dann hätte ich keine andere Frau gewollt -, sondern, weil ich um die Folgen wusste. Tatsächlich hätte ich mich durch die Scheidung fast ruiniert und ich war ein feiger Hund. Meine jetzige Frau, die eigentlich eine wirklich starke Frau ist, ist auf der Zielgraden meiner Trennung von meiner Exfrau ernsthaft krank geworden, genau wie ich schon zuvor, weil es ungesund ist, Gefühle zu verdrängen. Ich glaube, dass die meisten Frauen nach einiger Zeit als Geliebte leiden, es sei denn, sie können Gefühle und Besitzansprüche außen vorlassen. Die Männer leiden aber auch. Am wenigsten leiden meines Erachtens die Ehefrauen, die ihren Mann nicht lieben (so wie meine Exfrau erklärtermaßen), weil sie behaglich aussitzen und um noch mehr Kohle feilschen können. Eine Ehefrau, die den Mann noch lieben, sind auch nicht besser dran als Geliebte und Mann.

  30. #29 Gast
    26.04.2013 11:56
    Liebe FS
    ich war für kurze Zeit die Geliebte eines Mannes der sich als unglaublich erfolgreich und unglaublich reich herausstellte - was ich aber bei unserem unspektakulären Kennenlernen noch nicht ahnte.
    Ich dachte es wäre ein ganz normaler Mann und ich ein Glückspilz. Nach und nach kam dann heraus in welch komplizierten und verworrenen privaten Lebenssituation der Mann feststeckte. Natürlich war er da mit dran Schuld. Aber wie das so ist: ich hatte mich schon verliebt und hörte nicht auf kluge Freunde, die mir abrieten. So landete ich zum ersten und letzten Mal in der Rolle der Geliebten. Mit meinem Selbstbewußtsein und positiven Lebensgefühl ging es dann wöchentlich bergab. Ich bin kein Mensch der Heimlichtuerei schätzt. Ich war ja unsichtbar, offiziell gab es mich nicht. In meinem eigenen Freundeskreis kam ich in Erklärungsnöte, da ich kaum mehr spontan Zeit für meinen Freundes-und Bekanntenkreis hatte: es war Geliebten-Zeit, in total hermetischer Isolierung im goldenen Käfig. Die Ehefrau war am Wochenende dran, ich unter der Woche. Mitgemacht habe ich das genau vier Wochen. Danach habe ich eingesehen: es macht mich kaputt. Ich bin eben der Beziehungstyp. Ich möchte mich nicht über einen Mann definieren, aber verstecken möchte ich ihn auch nicht müssen. Außerdem haben meine Verliebtheitsgefühle nachgelassen als ich darüber nachdachte wie seine Frau sich fühlen muss.

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