Thema geschlossen
  1. #330 Gast
    28.09.2011 14:11
    Ja, von einzelnen schlechten Erfahrungen auf die Allgemeinheit negativ rückzuschließen, aber gar nicht zu merken, wie man dadurch auf sein Gegenüber wirkt, das ist definitiv keine gute Basis für eine Beziehung.

    Ich hatte selbst nicht viele Sexualpartner, weiß aber, dass die Promiskuitätsablehner mich abstoßen. Das wirkt auf mich zu spießig, fordernd und egobezogen. Merkt ihr den Unterschied zwischen einem Mann, der sagt, "ach, ich finde es nicht schlimm, was meine Partnerin vorher getan hat" und einem, der sagt: " Nein, das kommt für mich gar nicht in Frage, ein NOGO, ich erwarte von meiner Partnerin nicht nur aktuelle Treue, sondern auch in Bezug auf ihre Vergangenheit...[lange Liste]."

    Ich stelle es etwas überzogen dar, aber vielleicht ist euch auch schon mal aufgefallen, dass es im Leben dann tatsächlich ganz anders abläuft und ein süßer Mann sich einfach verliebt und die Partnerin so mag, wie sie ist. Und umgekehrt. Jemand der völlig mit seiner Angst vor dem Verletztwerden beschäftigt ist, wie wirkt der wohl auf eine Frau?

  2. #331 Gast
    28.09.2011 14:22
    Zitat Zitat von Frederika Beitrag anzeigen
    Aber die überwältigende Mehrheit promisker Menschen wird sich lebenslang die Tendenz zur Promiskuität erhalten, immer wieder den Trieb zum wechselnden Sex verspüren.
    Nein, das stimmt nicht. Die überwältigende Mehrheit promisker Menschen ist treuer als Leute mit mangelnden Erfahrungen, da letztere später das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben, während erstere bereits genug erlebt haben und sich nun wirklich nach einer Partnerschaft sehnen und nicht nur, weil sie anders nicht "könnten".

  3. #332 Gast
    28.09.2011 14:43
    Wäre hinzuzufügen, dass sich bei üblicherweise dann unpassender Gelegenheit herausstellen könnte, dass die Trennung von Sex und Gefühl doch nicht so einfach ist, ausgenommen Fälle völliger Desensibilisierung (vulgo "Verrohung"):

    a) ONS unterminieren die Fähigkeit, echte Bindungen einzugehen und längerfristig "durchzuhalten" (Gründe s.o., "M48")
    b) emotionale Nachwirkungen sind so selten nicht (Verwirrtheit, wenn es aus irgendwelchen unerwarteten Gründen besonders "gut" war/schien - oder auch mal im Negativfall)
    c) plötzlich verliebt man sich doch, dann ist die Konfusion perfekt - und die Ratio komplett (!) ausgeschaltet mit allen Folgen...

    Der klug und besonnen mit sich selbst umgehende Mensch verhält sich anders.
    Und das ist es dann wieder: wer will einen unklugen, unbesonnenen, flatterhaften Menschen als Lebenspartner(in) an seiner/ihrer Seite wissen?

  4. #333 Gast
    28.09.2011 15:35
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Der klug und besonnen mit sich selbst umgehende Mensch verhält sich anders.
    Und das ist es dann wieder: wer will einen unklugen, unbesonnenen, flatterhaften Menschen als Lebenspartner(in) an seiner/ihrer Seite wissen?
    Klug und besonnen ist es nicht, Trennungen von Sex und Gefühl zu verurteilen und sie andererseits selbst vorzunehmen: Man kann es nämlich nicht trennen, die Komponenten sind nur nicht immer in gleichem Ausmaß beteiligt. Komischerweise wird von dieser rationalen Trennung eher von denen geredet, die verkopft an die Sache rangehen und z.B. ONS ablehnen, während Leute, die Affären etc. haben, sich da immer gar nicht sooo sicher sind.

    Verliebt sein ist ein Konstrukt. Natürlich kann es sein, dass man erst "nur" sexuell von jemandem angezogen ist (was immer auch mit darüberhinausgehender Sympathie zu tun hat). Der nicht so sehr verkopfte Mensch folgt einfach seinem Gefühl und stellt fest, dass es sich ändert. Das macht doch nichts.

    Ein solcher gefühlsgesteuerter Mensch kann auch das Bedürfnis haben, fremd zu gehen, aber ein anderes Gefühl, nämlich das Mitgefühl für den Partner, den er dadurch verletzen würde, hält ihn davon ab. Da muss die rationale Beteiligung, der Moralkodex oder "Regelhaftigkeit" gar nicht so hoch sein!

    Gefühle und Vernunft sind nicht zu trennen. Eine ausgeglichene Kombination aus beidem ist sinnvoll. Aber die erreicht man doch nicht, indem man sich an Anzahlen von Geschlechtspartnern oder Kategorien wie ONS, Affäre etc. festklammert. Das wirkliche Gefühl bleibt dabei auf der Strecke.

  5. #334 Gast
    28.09.2011 15:55
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Nein, das stimmt nicht. Die überwältigende Mehrheit promisker Menschen ist treuer als Leute mit mangelnden Erfahrungen, da letztere später das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben, während erstere bereits genug erlebt haben und sich nun wirklich nach einer Partnerschaft sehnen und nicht nur, weil sie anders nicht "könnten".
    Sie ignorieren die Studienlage, welche ich oben in Auszüge zitiert habe.
    Warum insistieren Sie auf einer (statistisch gesichert) kontrafaktischen Auffassung?

    Dass es Wahrscheinlichkeitssaussagen und keine deterministischen monokausalen Zusammenhänge, widerlegt doch die Basisausage in keiner Weise.

    Darf nicht wahr sein, was nicht ins eigene Lebensmodell / Weltbild passt?
    Es ist doch keineswegs so außergewöhnlich, dass einmal getroffene Grundentscheidungen nicht folgenlos bleiben - warum also wird ausgerechnet hier so vehement insistiert?

    Am Ende des Tages sind es doch immer individuelle Einzelfallentscheidungen, die Menschen treffen müssen - sie sollten es idealerweise wissend und nicht ignorant tun. Gerade für Folgen der Partnerwahl muss am Ende doch jede(r) ganz persönlich einstehen.

    M48

  6. #335
    28.09.2011 16:37
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ja, von einzelnen schlechten Erfahrungen auf die Allgemeinheit negativ rückzuschließen, aber gar nicht zu merken, wie man dadurch auf sein Gegenüber wirkt, das ist definitiv keine gute Basis für eine Beziehung.
    Deshalb sollte jemand, der damit ein Problem hat gar nicht erst so eine Beziehung eingehen. Vielleicht schließt man gar nicht auf die Allgemeinheit, sondern eher auf die Mehrheit und betrachtet seine Überlegungen als Risikomanagement.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Merkt ihr den Unterschied zwischen einem Mann, der sagt, "ach, ich finde es nicht schlimm, was meine Partnerin vorher getan hat" und einem, der sagt: " Nein, das kommt für mich gar nicht in Frage, ein NOGO, ich erwarte von meiner Partnerin nicht nur aktuelle Treue, sondern auch in Bezug auf ihre Vergangenheit...[lange Liste]."
    Der Unterschied ist, dass die Vorlieben verschieden sind. Eigentlich nicht anders beim Thema Übergewicht, dem Einen stört es, dem Anderen ist es egal, der Dritte findet es sogar gut.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich stelle es etwas überzogen dar, aber vielleicht ist euch auch schon mal aufgefallen, dass es im Leben dann tatsächlich ganz anders abläuft und ein süßer Mann sich einfach verliebt und die Partnerin so mag, wie sie ist.
    Aber es fallen eben auch andere Sachen auf. Dass sich der Mann zwar verliebt, die Partnerin so mag wie sie ist, sie aber trotzdem fremdgeht. Und da sind wir wieder bei der Frage "Würde mich das stören oder käme ich damit klar?" bzw. "Wird sie die Finger von anderen Männern lassen können oder wird sie es nicht?"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    . Jemand der völlig mit seiner Angst vor dem Verletztwerden beschäftigt ist, wie wirkt der wohl auf eine Frau?
    Ihm ist es egal, wie er auf die Frau wirkt, denn sie kommt für ihn dann als Partnerin nicht in Frage.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Die überwältigende Mehrheit promisker Menschen ist treuer als Leute mit mangelnden Erfahrungen, da letztere später das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben, während erstere bereits genug erlebt haben und sich nun wirklich nach einer Partnerschaft sehnen und nicht nur, weil sie anders nicht "könnten".
    Woher weißt Du das, gibt es dafür Studien? Ich wüsste z.B. nicht, warum man das Gefühl haben sollte etwas verpasst zu haben, wenn man glücklich ist. Und wenn man das Gefühl hat, ist es nicht das schlimmste Gefühl auf Erden würde ich mal behaupten. Das Gefühl der Liebe soll doch angeblich das stärkste menschliche Gefühl darstellen!? Man muss nicht zwangsweise viel erlebt haben, um glücklich zu sein und man ist auch nicht unbedingt glücklich, wenn man viel erlebt hat: "Jetzt hatte ich mit 70 Männern Sex, das reicht mir." Nein, der Drang nach fremder Haut kann auch nach 100en Sexualpartnern noch bestehen bzw. lechzt man nach Abwechslung/Bestätigung und wird den aufkommenden Versuchungen evtl. nicht widerstehen können.

  7. #336 Gast
    28.09.2011 17:14
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Dass es Wahrscheinlichkeitssaussagen und keine deterministischen monokausalen Zusammenhänge, widerlegt doch die Basisausage in keiner Weise.
    So ist es, es wird kein Kausalzusammenhang belegt, deshalb müssen Störvariablen etc. bei Studien immer berücksichtigt werden, genauso wie die Stichprobe. Es könnte, um nur ein Beispiel zu nennen, sein, dass die Personen der promisken Gruppe sich noch in weiteren Merkmalen unterscheiden.

    Bei der Stichprobe an Menschen, mit denen ich zu tun habe, trifft meine Aussage auf jedenfall zu und mit denen teile ich nunmal mein Leben. In dieser Stichprobe sind die promiskeren Männer meist die attraktiveren, die in einer Bindung keine Selbstbestätigung suchen, sondern sie wirklich ganz bewusst wählen. Die meisten Freundinnen mit erfahreneren Männern sind glücklicher in ihrer Beziehung.

    Und wie Sie ganz richtig sagen, so eine Entscheidung ist höchst individuell. Begründen Sie solche Entscheidungen allen ernstes auf den Ergebnissen von Studien?

  8. #337 Gast
    28.09.2011 17:29
    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Deshalb sollte jemand, der damit ein Problem hat gar nicht erst so eine Beziehung eingehen. Vielleicht schließt man gar nicht auf die Allgemeinheit, sondern eher auf die Mehrheit und betrachtet seine Überlegungen als Risikomanagement.

    Ihm ist es egal, wie er auf die Frau wirkt, denn sie kommt für ihn dann als Partnerin nicht in Frage.
    Ich bin keine promiske Frau, aber mich schreckt es trotzdem ab, verstehst du? Ich mag Männer, die sich zutrauen, eine Frau glücklich zu machen und eben kein verkopftes "Risikomanagement" betreiben. Die nicht, wenn sie verliebt sind, nach Schwachstellen suchen und diesen misstrauischen Blick drauf haben. Das wirkt auf mich nicht selbstbewusst, in mir kommt der Gedanke auf, "na, der hat es wohl nötig". Das ist meine eigene Meinung und die werde ich ja haben dürfen. Aus dem Freundeskreis weiß ich, dass auch andere Frauen so denken. Wie attraktiv findest du es denn, wenn eine Frau gleich lauter Erwartungen stellt, anstatt unvoreingenommen an dich heranzugehen? Wenn du das magst, ist es in Ordnung.

    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Woher weißt Du das, gibt es dafür Studien? Ich wüsste z.B. nicht, warum man das Gefühl haben sollte etwas verpasst zu haben, wenn man glücklich ist. Und wenn man das Gefühl hat, ist es nicht das schlimmste Gefühl auf Erden würde ich mal behaupten.
    Die Frage ist doch, was man überhaupt will. Nehmen wir einfach mal an, z.B. ein nicht promisker Mann geht eine Beziehung ein und bleibt treu, weil er auch nicht so viele Gelegenheiten hat fremdzugehen, was auch der Grund für seine mangelnde Erfahrung sei. Aber er träumt heimlich davon und nutzt eine Gelegenheit, wenn sie sich zu einer geringen Wahrscheinlichkeit bietet. Diesen Mann würde ich keinen Fall als Partner haben wollen, auch wenn er treu ist. Jemandem, der aus Liebe treu ist, aber einmal einen "Ausrutscher" hat, dem würde ich viel eher verzeihen.

    Ich denke, für Frauen ist es ähnlich. Aus Frauensicht kann ich nur sagen, dass diese angebliche Lust auf fremdes Fleisch völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Ich kenne genug Frauen, die den Sex in der Singlezeit genossen haben, aber genauso eine Partnerschaft genießen. Vielleicht gibt es auch die andere Gruppe derer, die Treue nichts abgewinnen können. Aber es bringt nichts alle in einen Topf zu werfen.

  9. #338
    28.09.2011 21:10
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich bin keine promiske Frau, aber mich schreckt es trotzdem ab, verstehst du?
    Ja, allerdings wie es zu Deiner Ansicht gekommen ist nur zum Teil.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich mag Männer, die sich zutrauen, eine Frau glücklich zu machen und eben kein verkopftes "Risikomanagement" betreiben.
    Das Eine (zutrauen) schließt das Andere ("Risikomanagement") nicht aus. Ich verstehe aber, wenn ein Mann unattraktiv wirkt, weil er ein "Sensibelchen" ist nach dem Motto "Hauptsache sie geht nicht fremd, der Rest ist mir eigentlich ziemlich egal."

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Die nicht, wenn sie verliebt sind, nach Schwachstellen suchen und diesen misstrauischen Blick drauf haben. Das wirkt auf mich nicht selbstbewusst, in mir kommt der Gedanke auf, "na, der hat es wohl nötig".
    Hier könnten wir schon einen Schritt zu weit sein. Es gibt Menschen, die "alles tun" bei promisken potentiellen Partnern gar nicht erst solche Gefühle aufkommen zu lassen. Das setzt natürlich voraus, dass man den bisherigen Lebenswandel der entsprechenden Person nicht erst erfährt, wenn es "zu spät" ist und die Flugzeuge bereits im Bauch eingetroffen sind. Was meinst Du mit er hat es nötig? Was heißt nach Schwachstellen suchen. Ich gehe davon aus, dass er diese Schwachstelle, die ja angeblich keine ist, nicht extra sucht, um das Haar in der Suppe zu finden. Heißt, er macht keine Liste, stellt einige Fragen und freut sich dann, wenn eine dieser Fragen nicht seinen Vorstellungen entspricht.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wie attraktiv findest du es denn, wenn eine Frau gleich lauter Erwartungen stellt, anstatt unvoreingenommen an dich heranzugehen? Wenn du das magst, ist es in Ordnung.
    Es kommt ganz auf die Erwartungen an. Wenn man so will trage ich die Verantwortung für mein Seelenwohl. Ist es nicht eine Art Aufgabe sich so gut es geht von Verletzungen fern zu halten, wenn man sich etwas wert ist (ansonsten kann es einem ja egal sein)? Ist nicht die Promiskuität ein Merkmal, dass eher in Richtung Verletzung zeigt? Klar, auf der anderen Seite ist es auch meine Aufgabe für Glückgefühle zu sorgen, Sonnenuntergang zu zweit genießen etc. , aber bei dem ein oder anderem Typ Mensch überwiegt die Sorge verletzt zu werden so, dass die schönen Momente in den Hintergrund rücken. Da es noch ausreichend(?) Personen gibt, die anders leben, warum sich nicht auf solche Leute konzentrieren?

  10. #339
    28.09.2011 21:13
    Würdest Du damit klarkommen, wenn Dein neuer Freund an jeder Straßenecke von Frauen begrüßt wird, wo Du weißt, dass sie alle schon mit ihm im Bett waren, nicht etwas nervig? Kommst Du mit den an ihn herangetragenen Sexangeboten klar? "Lass uns das doch wiederholen, das war doch so toll." "Ich bin doch vergeben." "Das ist ein Grund, aber kein Hindernis". Ich finde Sex sollte ein Geschenk sein für besondere Menschen. Das können doch unmöglich alles besondere Menschen sein. Kannst Du Dich als etwas Besonderes fühlen, allein weil Du mit ihm zusammen bist? Du meinst er widersteht denselben Angeboten, die er früher angenommen hat? Die Gefahr des Fremdgehens ist 1:1 mit einem Nicht-Promisken zu vergleichen? Der Hooligan, der sagt, er schlägt sich nicht mehr ist genauso vertrauenswürdig wie der nur selten in Gewaltaktionen Beteiligte? Einfach jedem eine Chance geben?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einfach mal an, z.B. ein nicht promisker Mann geht eine Beziehung ein und bleibt treu, weil er auch nicht so viele Gelegenheiten hat fremdzugehen, was auch der Grund für seine mangelnde Erfahrung sei.
    Eigentlich gibt es so etwas in unseren Gefilden nicht. Jemand müsste schon sehr arm sein, um keine Möglichkeit zu haben fremdzugehen (Bordell).

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Aber er träumt heimlich davon und nutzt eine Gelegenheit, wenn sie sich zu einer geringen Wahrscheinlichkeit bietet. Diesen Mann würde ich keinen Fall als Partner haben wollen, auch wenn er treu ist. Jemandem, der aus Liebe treu ist, aber einmal einen "Ausrutscher" hat, dem würde ich viel eher verzeihen.
    Jemand nicht zu wollen, weil er einen nicht liebt, ist irgendwie logisch. Ich würde behaupten, dass ich das merken und selbst bei eigener Liebe den Schlussstrich ziehen würde. Aber einen Liebenden, der ausrutscht gibt es nicht. Wie rücksichtslos kann man denn sein, so seiner Liebe wehzutun? Da muss schon etwas mit seiner Psyche nicht stimmen (wenn er wirklich lieben sollte). Wieviel wert kannst Du ihm denn sein, wenn er in Kauf nimmt, dass er Dich verletzt? Du könntest wirklich mit einem Mann leben, dem einmaliger Sex wichtiger ist als Deine Gefühle und eure Beziehung?

  11. #340
    28.09.2011 21:17
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Aus Frauensicht kann ich nur sagen, dass diese angebliche Lust auf fremdes Fleisch völlig an den Haaren herbeigezogen ist.
    Ich kenne Frauen, die die Möglichkeit hätten immer mit einem Mann Sex zu haben. (Gibt es eigentlich auch Frauen, die diese Möglichkeit nicht hätten?) Wenn sie dann immer in anderen Betten landet, heißt es doch nichts anderes als dass ihnen 1 Sexpartner nicht ausreicht. Was soll es sonst sein? Ok, Minderwertigkeitskomplexe o.Ä. könnten es noch sein.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich kenne genug Frauen, die den Sex in der Singlezeit genossen haben, aber genauso eine Partnerschaft genießen.
    Und warum nehmen sie nicht 1 Liebhaber oder sagen wir vielleicht den 5. Liebhaber immer wieder, weil es Nr. 1-4 nicht gebracht haben, warum darf es auch mal eine 3stellige Zahl sein? Woher weiß die Frau bei einem ONS, dass sie es genießen wird, wenn sie seine Fähigkeiten nicht kennt. Sie weiß es nicht, also muss der Reiz im Neuen liegen.

  12. #341 Gast
    28.09.2011 21:59
    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Würdest Du damit klarkommen, wenn Dein neuer Freund an jeder Straßenecke von Frauen begrüßt wird, wo Du weißt, dass sie alle schon mit ihm im Bett waren, nicht etwas nervig? Kommst Du mit den an ihn herangetragenen Sexangeboten klar? [...] Die Gefahr des Fremdgehens ist 1:1 mit einem Nicht-Promisken zu vergleichen? [...] Einfach jedem eine Chance geben?
    1.) Es käme ganz darauf an, wie er mit den Angeboten etc. umgehen würde. Würde er den Damen klarmachen, dass sie es vergessen können, stünde er damit bei mir wesentlich höher im Kurs als jemand Unbeliebteres, der auf viel harmlosere Anmachen schon weniger deutlich reagieren würde. Es geht um ihn und sein Verhalten, nicht um die Umstände, denen er ausgesetzt ist.

    2.) Die Frage, ob die Wahrscheinlichkeit des Fremdgehens 1:1 zu einem "nicht-promisken Partner" stünde... Oh Mann, ich bin doch in dem Fall nicht mit irgendeinem "promisken Partner" nach Schema X zusammen, sondern mit meinem Partner. Ob er mich liebt und wie ich das einschätze, dazu gehören doch noch viel mehr Empfindungen und Wahrnehmungen, als die Analyse der sexuellen Vergangenheit.

    3.) Und ja, ich würde zwar nicht jedem, aber in so einem harmlosen Fall wie der sexuellen Vergangenheit, die mich nichts angeht, wohl fast jedem eine Chance geben. Ich richte meine Gefühle nicht danach aus, ob ich verletzt werden könnte, sondern danach, was er in mir auslöst.

    Ich sage mal so, gerade so jemand, der Risikomanagement betreibt erscheint mir sehr berechnend und selbstgerecht (Angst, er könnte verletzt werden, nicht etwa Gedanken darüber, wie sich die Frau fühlt, die er gerade kennenlernt). Wenn ein Mann genauso tickt wie ich und sich nicht durch SEINE Angst verletzt zu werden, sondern durch sein Gefühl für MICH lenken lässt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass zwei Menschen zusammen sind, die sich beide lieben und viel Rücksicht aufeinander nehmen. Darauf kommt es an. Ein selbstbezogener Mensch, ob nun promisk oder nicht, interessiert mich weniger.

    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Aber einen Liebenden, der ausrutscht gibt es nicht. Wie rücksichtslos kann man denn sein, so seiner Liebe wehzutun? Da muss schon etwas mit seiner Psyche nicht stimmen (wenn er wirklich lieben sollte). Wieviel wert kannst Du ihm denn sein, wenn er in Kauf nimmt, dass er Dich verletzt? Du könntest wirklich mit einem Mann leben, dem einmaliger Sex wichtiger ist als Deine Gefühle und eure Beziehung?
    Woher willst du überhaupt wissen, ob es der Liebe so weh tut? Wenn man von Verletzungen spricht, ist es wichtig, auf den jeweiligen Partner einzugehen und keine allgemeinen Regeln, wann normale Menschen verletzt zu sein haben etc., auf ihn zu übertragen.

  13. #342 Gast
    28.09.2011 22:06
    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Ich kenne Frauen, die die Möglichkeit hätten immer mit einem Mann Sex zu haben. Wenn sie dann immer in anderen Betten landet, heißt es doch nichts anderes als dass ihnen 1 Sexpartner nicht ausreicht. Was soll es sonst sein?
    Also bitte, dieser Schluß ist jawohl ganz und gar nicht klar. Die Begründung ist ganz einfach: Weil er nicht der ist, mit dem sie dauerhaft Sex haben wollen. Wenn sie diesen finden, wollen sie häufig mit ihm zusammenbleiben - oder nehmen ihn als Liebhaber. Natürlich wird der Sex von mal zu mal besser, das sehen auch Frauen so. Aber wenn sie einen Ausrutscher mit jemandem hatten, der ihnen eigentlich gar nicht gefällt, wollen sie es nicht wiederholen und ziehen weiter.

    Ich habe noch NIE eine Frau gehört, die mit einem tollen Mann zufrieden ist und einfach zum Spaß mal Sehnsucht nach anderem Fleisch hat. Das kommt nur vor, wenn sie mit dem Kerl nicht zufrieden ist.

  14. #343 Gast
    28.09.2011 22:21
    Ich muss mich für die Verallgemeinerung entschuldigen: "Das kommt nur vor, wenn sie mit dem Kerl nicht zufrieden ist." Wünsche, die in einer Beziehung aufkommen, können die verschiedensten Ursachen haben. Aber die Begründung, dass Frauen, die keine Beziehung haben, deshalb nicht nur einen Geschlechtspartner haben, weil sie sich ständig nach etwas neuem sehen, ist etwas weit hergeholt.

    Denn wenn es so wäre - sobald eine solche Frau dann bei einem bliebe, hätte sich der Wunsch ja geändert, sonst würde sie gleich wieder weiterziehen... Das Handeln der Menschen steht doch meist schon für sich!

  15. #344
    29.09.2011 01:05
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Es geht um ihn und sein Verhalten, nicht um die Umstände, denen er ausgesetzt ist.
    Ok, mit den Umständen kommen manche an sich schon nicht zurecht.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    2.) Die Frage, ob die Wahrscheinlichkeit des Fremdgehens 1:1 zu einem "nicht-promisken Partner" stünde... Oh Mann, ich bin doch in dem Fall nicht mit irgendeinem "promisken Partner" nach Schema X zusammen, sondern mit meinem Partner. Ob er mich liebt und wie ich das einschätze, dazu gehören doch noch viel mehr Empfindungen und Wahrnehmungen, als die Analyse der sexuellen Vergangenheit.
    Schon ... wir können jedoch davon ausgehen, dass Du bei einem Nicht-Promisken ähnliche Maßstabe ansetzen würdest. Was halt sein könnte, dass Du dann Deiner Sache noch sicherer wärest (dem ist wohl nicht so). Wenn Du den Gedanken nicht hättet: "Wer weiß, ob er nicht doch wieder Abwechslung braucht." oder Dein Liebster bei einer Party sich lang mit einer anderen Frau unterhält und dabei seine Vergangenheit nicht in den Sinn kommt, dann Hut ab.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    3.) Und ja, ich würde zwar nicht jedem, aber in so einem harmlosen Fall wie der sexuellen Vergangenheit, die mich nichts angeht, wohl fast jedem eine Chance geben. Ich richte meine Gefühle nicht danach aus, ob ich verletzt werden könnte, sondern danach, was er in mir auslöst.
    Interessant, bei mir sind es beide Aspekte.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich sage mal so, gerade so jemand, der Risikomanagement betreibt erscheint mir sehr berechnend und selbstgerecht (Angst, er könnte verletzt werden, nicht etwa Gedanken darüber, wie sich die Frau fühlt, die er gerade kennen lernt).
    Ich weiß gerade nicht, ob das Beispiel voll daneben ist, aber wenn ich in London manche Viertel meide, denk ich doch auch nicht an die Personen dort, die mit Gewalt gar nichts im Sinn haben. Ich schütze zunächst mich (vermeintlich) . Das erscheint mir recht menschlich, für ein gewisses Gefühl von Sicherheit zu sorgen. Man kann es natürlich auch übertreiben.

  16. #345
    29.09.2011 01:13
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Woher willst du überhaupt wissen, ob es der Liebe so weh tut? Wenn man von Verletzungen spricht, ist es wichtig, auf den jeweiligen Partner einzugehen und keine allgemeinen Regeln, wann normale Menschen verletzt zu sein haben etc., auf ihn zu übertragen.
    Ja richtig. Ich bin vom Grundsatz ausgegangen, dass der Partner ein Fremdgehen nicht toleriert . Wer es toleriert wird schon seine Gründe haben, heißt, es wird ihn nicht verletzen.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Aber wenn sie einen Ausrutscher mit jemandem hatten, der ihnen eigentlich gar nicht gefällt, wollen sie es nicht wiederholen und ziehen weiter.
    Ja okay, das ist verständlich. Aber nehmen wir mal eine Frau, die gerade beim Herrn mit der Nr. 35 durch die Wohnungstür geht. Kann es wirklich vorkommen, dass ihre 34 Vorgänger (oder sagen wir 17, einige Männer reicht eine Nacht schon, bei anderen korrelieren die Arbeitszeiten ungünstig) so unbefriedigend waren? Es muss ja unheimlich viele schlechte Liebhaber geben im Vergleich zu Frauen. (verglichen mit der eigenen Erfahrung)

  17. #346 Gast
    29.09.2011 11:48
    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Ja okay, das ist verständlich. Aber nehmen wir mal eine Frau, die gerade beim Herrn mit der Nr. 35 durch die Wohnungstür geht. Kann es wirklich vorkommen, dass ihre 34 Vorgänger (oder sagen wir 17, einige Männer reicht eine Nacht schon, bei anderen korrelieren die Arbeitszeiten ungünstig) so unbefriedigend waren? Es muss ja unheimlich viele schlechte Liebhaber geben im Vergleich zu Frauen. (verglichen mit der eigenen Erfahrung)
    Du gehst davon aus, dass alle Männer davor furchtbar gerne eine längere Liebschaft gehabt hätten, dass sie den Sex großartig fanden. Diese Sicht schmeichelt ja durchaus- entspricht aber schlicht nicht der Realität. Abgesehen davon sind die Umstände wie es zu Sex kommt ja sehr unterschiedlich. Es ist ja nicht so, dass promiske Frauen (zu denen ich mich zählen "darf") jedes Wochenende in die gleiche Bar gehen und sich einen Kerl nach dem anderen ins Bett ziehen. Das eine ist ein Urlaubsflirt vom anderen Ende der Welt, der andere eine Internetbekanntschaft und wieder ein anderer eine Bekanntschaft von einer Geschäftsreise/Seminar/Zugfahrt. Davon auszugehen, dass es aus purer Berechnung zu den Kontakten kam ist einfach falsch. Das Leben geht seine Wege und so wie es Männer gibt die "den Sex einfach mitnehmen" so gibt es eben auch Frauen die bei Gelgenheit zugreifen. Das hat nichts mit Zwang zu tun oder damit, dass man immer etwas Neues braucht. Ich hatte Zeiten da hatte ich viel Sex und es gab Zeiten da hatte ich über Jahre keinen. Und ja, manche davon waren schlechte Liebhaber, aber es gab ebenso die berauschenden Begegnungen an die man sich gerne erinnert, die aber eben an Umstände gebunden waren die keine Wiederholung zugelassen haben.
    Btw würdest du, angenommen du wärst mit mir zusammen, keine Exliebhaber von mir treffen. Weder waren es Männer aus meiner unmittelbaren Umgebung noch ist davon auszugehen, dass sie selbst nach Jahren nichts besseres zu tun haben als mir hinterherzulaufen wenn sie mich sehen. Deren Leben ist auch weitergegangen.

  18. #347 Gast
    29.09.2011 13:45
    @ #346: Zustimmung

    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Wenn Du den Gedanken nicht hättet: "Wer weiß, ob er nicht doch wieder Abwechslung braucht." oder Dein Liebster bei einer Party sich lang mit einer anderen Frau unterhält und dabei seine Vergangenheit nicht in den Sinn kommt, dann Hut ab.
    Für mich ist das das Verhalten eines normal selbstbewussten und unvoreingenommenen Menschen. Es wäre ja nicht mal schlimm, wenn man eifersüchtig ist,die Frage ist dann, wie man selbst und der/die Partner/in damit umgeht - das sind doch die entscheidenden Charakterfragen.

    Ok, der Gedanke kann mal kommen. Aber Vorverurteilungen, egal in welcher Richtung, sind dem Partner gegenüber nicht angemessen, wenn sein Verhalten zudem komplett dagegen spricht, was man dann auch mal kapieren muss. Wie soll sonst eine Beziehung laufen? Soll man dem Partner ständig unterstellen, er sei so, wie "typische andere Vertreter" der Stadt, aus der er kommt, seiner Berufsgruppe, seines Aussehens, seines Schulabschlusses, die seine Automarke fahren... auch wenn das überhaupt nicht stimmt?

    Zitat Zitat von Mental M Beitrag anzeigen
    Ich weiß gerade nicht, ob das Beispiel voll daneben ist, aber wenn ich in London manche Viertel meide, denk ich doch auch nicht an die Personen dort, die mit Gewalt gar nichts im Sinn haben. Ich schütze zunächst mich (vermeintlich) . Das erscheint mir recht menschlich, für ein gewisses Gefühl von Sicherheit zu sorgen. Man kann es natürlich auch übertreiben.
    Ja, stimmt, man kann es in die ein oder andere Richtung übertreiben und natürlich muss man sich nicht ins Unglück stürzen. Worüber man sich streiten kann, ist, wie realistisch die aus Angst gesteuerten Risikoeinschätzungen "aufgrund von statistischen Überlegungen" sind.

    Leute, die tendenziell darauf aus sind, eine möglichst sichere Beziehung führen wollen und auf andere Dinge weniger Wert legen, können das natürlich tun. Andere sind eben eher darauf aus, etwas zu erleben. Großes Glück ist auch mit der Gefahr verbunden, es zu verlieren und dann sehr unglücklich zu werden.

  19. #348 Gast
    30.09.2011 00:30
    Diese Diskussion hat eine sehr merkwürdige Wendung genommen.

    ICH habe AUSCHLIESSLICH darauf hingewiesen, dass es inzwischen eine wahre Fülle wissenschftlicher Studien gibt, welche ein empirisches Korrelat zu intuitiven oder auch nur emotionalen Reaktionsmustern wie "Ekel" u.ä. liefern: nämlich Gründe dafür, Abstand zu halten, wenn man eine auf dauerhafte Treue angelegte Beziehung wünscht.

    Die Dinge liegen naturgemäß anders, wenn ein Mann "nur" Spaß sucht.
    Sie liegen ebenfalls anders, wenn jemand so unvorsichtig war, sich in eine Beziehung zu stürzen in Unkenntnis des Vorlebens - wobei hier (meinerseits) von wirklichen Verhaltensmustern, nicht vomeinmaligen Ausrutscher und einer lange zurückliegenden jugendlichen.Experimentierphase die Rede ist.

    Übrigens gibt es auch eindrückliche biologische Korrelate zu Untreue und Promiskuität (ja, zu beidem), so zum Beispiel Dopamin-D4-Rezetordefekte, die auch in einem Zusammenhang mit dysfunktionaler Impulskontrolle stehen.

    Die Kenntnisnahme dieser Sachverhalte bedeutet nicht, gleichsam mit dem Taschenrechner Risiken kalkulierend auf Partnersuche zu gehen oder vor Angst zu zergehen - das sind ja geradezu groteske Verzerrungen.

    Nein, das heißt nur, dass es eine empirische Basis für die Intuition sehr viele Männer gibt, als Lebenspartnerin (!) eben keine "Frau mit vielen vergangenen Sexualpartnern" zu wollen. Mehr nicht. Und die Eingangsfrage lässt sich von daher eindeutig beantworten: ja, es ist ein Problem.

    M48

  20. #349
    30.09.2011 01:27
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Du gehst davon aus, dass alle Männer davor furchtbar gerne eine längere Liebschaft gehabt hätten, dass sie den Sex großartig fanden.
    Nicht ganz, ich schrieb, dass bestimmt auch Männer dabei waren, die es gern bei einer Nacht belassen würden.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Davon auszugehen, dass es aus purer Berechnung zu den Kontakten kam ist einfach falsch.
    Schon klar, das wird eher selten vorkommen.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Btw würdest du, angenommen du wärst mit mir zusammen, keine Exliebhaber von mir treffen.
    Bei Dir vielleicht nicht. Andere haben jede Woche einen anderen in der Kiste.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Weder waren es Männer aus meiner unmittelbaren Umgebung noch ist davon auszugehen, dass sie selbst nach Jahren nichts besseres zu tun haben als mir hinterherzulaufen wenn sie mich sehen. Deren Leben ist auch weitergegangen.
    Wenn diese Schäferstündchen nicht so weit zurück liegen, könnte es schon vorkommen. Vielleicht hat eine Frau auch Sex mit anderen Männern während der Kennenlernphase, weil Sex ja so wunderschön ist und sie nicht darauf verzichten möchte.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Für mich ist das das Verhalten eines normal selbstbewussten und unvoreingenommenen Menschen.
    Du schreibst oft von der Unvoreingenommenheit. Nun bist Du aber auch voreingenommen. Du verbindest doch mit „Promisk-Ablehnern“ ebenfalls Eigenschaften.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ok, der Gedanke kann mal kommen. Aber Vorverurteilungen, egal in welcher Richtung, sind dem Partner gegenüber nicht angemessen, wenn sein Verhalten zudem komplett dagegen spricht, was man dann auch mal kapieren muss. Wie soll sonst eine Beziehung laufen?
    Sie soll natürlich ohne Vorverurteilungen laufen. Und wer einen unpromisken Partner hat, wird in diese Richtung nicht denken/weniger denken. Hinzu kommt, dass sich Promiske auch oft anders verhalten. Ich kenne eine Frau, die tanzt fremde Männer an (und wie sag ich euch), obwohl sie in einer Beziehung steckt. So etwas wird bei „anderen Frauen“ so gut wie nie vorkommen. „Mit dem würde ich auch gern mal.“ Solche Sprüche kommen doch so gut wie nie von den „Treuen“ während einer Partnerschaft oder müssen von Freunden abgehalten werden fremdzugehen, weil die keine Lust haben sich damit auseinander zu setzen.

  21. #350
    30.09.2011 01:30
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Soll man dem Partner ständig unterstellen, er sei so, wie "typische andere Vertreter" der Stadt, aus der er kommt, seiner Berufsgruppe, seines Aussehens, seines Schulabschlusses, die seine Automarke fahren... auch wenn das überhaupt nicht stimmt?
    Also solche Dinge wird man sicherlich in der Kennenlernphase erfahren haben, ob er dem Klischee entspricht oder nicht.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Worüber man sich streiten kann, ist, wie realistisch die aus Angst gesteuerten Risikoeinschätzungen "aufgrund von statistischen Überlegungen" sind.
    Das stimmt.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Leute, die tendenziell darauf aus sind, eine möglichst sichere Beziehung führen wollen und auf andere Dinge weniger Wert legen, können das natürlich tun.
    Vielleicht legen sie sogar auf andere Dinge mehr Wert, wäre auch möglich.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Andere sind eben eher darauf aus, etwas zu erleben. Großes Glück ist auch mit der Gefahr verbunden, es zu verlieren und dann sehr unglücklich zu werden.
    Richtig, man kann die Gefahr jedoch minimieren. Dass selbst die geringste Wahrscheinlichkeit eintreten kann, sollte einem jedoch auch klar sein: „Was? Das hätte ich ihr niemals zugetraut. 3 Jahre geht das schon?“

  22. #351 Gast
    30.09.2011 09:20
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    (1) So ist es, es wird kein Kausalzusammenhang belegt, deshalb müssen Störvariablen etc. bei Studien immer berücksichtigt werden, genauso wie die Stichprobe. Es könnte, um nur ein Beispiel zu nennen, sein, dass die Personen der promisken Gruppe sich noch in weiteren Merkmalen unterscheiden.
    ...
    (2) Und wie Sie ganz richtig sagen, so eine Entscheidung ist höchst individuell. Begründen Sie solche Entscheidungen allen ernstes auf den Ergebnissen von Studien?
    zu (1): Wir wollen doch keine Methodendiskussion hier führen? In guten Studien - und nur auf solche bezog ich mich - ist so etwas berücksichtigt und da, wo Daten fehlen, werden diese Zusammenhänge und Limitationen ausführlich diskutiert. Also am besten selbst nachlesen... wissen ist allemal besser als glauben (wobei: hier gibt es eben gerade eine frappierende Übereinstimmung gewisser Intuitionen und althergebrachter Verhaltensmuster einerseits und hochsignifikant nachweisbarer Zusammenhänge andererseits).

    zu (2): Natürlich nicht. Noch einmal: Statistik ist und bleibt Statistik, das reale Leben ist viel vielfältiger. Was mich persönlich angeht: ich habe seit jeher darauf geachtet, von Frauen mit starken Indikatoren für Promiskuität oder gar einem entsprechenden Ruf einen emotionalen (und folglich körperlichen) Mindestabstand zu halten (ausgenommen eine verrückte Phase vor Jahrzehnten, daswillich gerne zugeben - damals dachte ich aber auch icht wirklich über den Tag hinaus) und bin damit gut gefahren.

    Mit dem Thema bin ich immer wieder beruflich konfrontiert und weiß um die Vielfältigkeit der Lebensformen. Ich verurteile ganz bestimmt keine Frau, die gerne Sex hat UND ihre Libido mit vielen wechselnden Partnern auslebt. Es ist nur so, dass ich selbst Abstand halte und meinen drei Kindern (alles Jungs) dasselbe empfehle. Mit Begründung, ohne phantastischen moralischen Überbau - aber eben auch nicht mit Beliebigkeit als Lebensform, das wiederum halte ich für einen Teil meiner Erziehungsverantwortung. Aber das ist dann wirklich ein anderes Thema...

    M48

  23. #352 Gast
    30.09.2011 10:08
    Wenn ich,m 50,die Beiträge so durchlese,, bin ich mit meinen Erfahrungen (leider oder Gott sei Dank, wie Manns nimmt) nicht allein.
    @ ´#302,#325,#327:so eine Frau hatte ich auch bis vor wenigen Tagen mein "Eigen" genannt. Ein bisschen jünger als ich, sexuell sehr interessiert, auch ansonsten eine -wie ich glaubte-harmonische Beziehung. Auch im Bett war es für beide schön,so glaubte ich. Beim Aufräumen neulich fiel mir ein kleines Notizbuch in die Hand. Lag in der Schreibtischschublage, nicht besonders versteckt. Hatte sie wohl dort vergessen. Das Büchlein enthielt die Namen von rund 40 Männern mit TelNr oder Emailadresse. Und die Namen waren mit Daten und Ziffern versehen, die ich zunächst nicht deuten konnte.Kleine Symbole wie "+" oder Anmerkungen "gerne wieder" erklärten mir die Ziffern, es waren Schulnoten. Ich war auch im Buch, immerhin mit einer 3 :(. Die einser und zweier wiesen noch weitere Anmerkungen und Maße auf, die ich euch und mir erspare. Die meisten Daten lagen noch nicht lange zurück,während unserer Beziehung, nicht davor, was auch schon schlimm gewesen wäre.Ich bin viel auf Reisen,da gibt es Gelegenheiten genung. Die Krönung ist aber, dass ich viele der Männer kenne. Bekannte, Arbeitskollegen, Leute aus dem Motorradclub.D.h.,ich war mit der Stadtteilma**** zusammen, ohne es zu merken und bin wahrscheinlich das Gespött vieler. Sie gab es unumwunden zu, sie brauche die Abwechslung, das habe aber nichts mit Gefühlen zu tun.
    Stimmt, meine Gefühle sind erkaltet, bin ausgezogen und suche mir nen Job in einer anderen Stadt. Und,liebe Männer, seid aufmerksamer als ich es war.

  24. #353
    30.09.2011 11:05
    Fakt ist, manche stören sich sehr daran, wenn der Partner viel Vorerfahrung hat.
    Fakt ist, manche stören sich nicht daran, wenn der Partner viel Vorerfahrung hat.

    Beides muss man als individuelle Vorliebe akzeptieren, genau wie man auch andere Vorlieben bezüglich Charakter, Lebensführung, Moral akzeptieren muss. Man ist nun mal nicht allen kompatibel.


    __________________________________________________ _____________________


    <MOD: Dieser Thread ist damit geschlossen. Es sind keine neuen Wendungen mehr zu erwarten. Wir danken allen für die rege Teilnahme.>

Thema geschlossen