1. Frage:
    Gefragt am: 09.03.2010, 17:16 von Gast
    Frauen 40+ wirklich so chancenlos?
    Meine Kollegin ist 40 geworden. Ich würde mal sagen, für ihr Alter relativ gut gehalten. Glgt. Affären nicht unwahrscheinlich. Sie hängt mit 2 pubertierenden Kindern in einer völlig unbefriedigenden Ehe, allerdings best versorgt (Haus, 2 Autos, Flugreisen, 400 Eurojob als Freizeitspaß) fest und sorgt sich wegen der Änderungen bzgl. "Ende der Versorgerehen" und ihrem Alter, in dem sie (Abitur, Lehre in Werbebranche, jetzt 400 Euro-Job) es nicht wagt, ihren gutverdienenden Gatten zu verlassen und sich auf eigene 40jährige Füße zu stellen. Hauptangst: Sie sieht sich dann als Wiedereinsteigerin bei Aldi und Co an der Kasse roboten und dafür dann in einem engen Mietblock statt Eigenheim hausen. Wie schätzt ihr die Lage ein? Evtl. Probeabo zum Testen des Marktwertes?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    09.03.2010 17:24
    Ganz ehrlich... ich finde die Frau hat in ihrem Leben etwas definitiv falsch gemacht und ist auch mit 40 noch nicht bereit, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
    Sie hätte doch schon längst wieder voll zurück in den Beruf gehen können?
    Sie hatte alle Möglichkeiten sich fortzubilden?
    Anstatt sich nur einen kleinen Job als Freizeitspass zu machen?

    Die Erwartungshaltung mit über 40 sowohl nochmal die grosse Liebe zu finden als auch finanziell bestens versorgt zu sein (ich nehme an, der neue Traummann soll mindestens so vermögend sein, wie ihr aktueller Gatte) ist sicher nicht sehr hoch. Zumal sie ja auch noch 2 Kinder in voller Pubertät mitbringt? Oder kann sie diese beim Gatten lassen?

    Ich finde allein die Frage total lächerlich.

    Diese Frau sollte mal langsam aus ihrem Traum aufwachen und erwachsen werden.
    Wir sind hier doch nicht bei Alice im Wunderland?

    Es gibt zwar Dinge, die funktionieren unglaublicher Weise immer wieder, aber ich kann da nur noch den Kopf schütteln und begreife, warum Männer teilweise auch Angst haben, sich sowas anzuheiraten...

    w/31

  3. #2 Gast
    09.03.2010 17:26
    Ich meine in erster Linie sollte sie nicht einen neuen Partner suchen, sondern sich beruflich auf eigene Beine stellen. Wie sieht es aus mit Informatikkursen? Ohne Infomatikkenntnisse hat sie heute in der Wirtschaft wohl kaum mehr Chancen. Bei euch gibt es bestimmt auch andere Kurse für Wiedereinsteigerinnen. Es kommt ja immer darauf an, wofür sie sich interessiert. Bevor sie sich aber erneut an einen Mann bindet muss sie ihre finanzielle Situation überdenken. Denn wie ich es sehe kommt sie bei einer Scheidung nicht gut weg, wenn die Kinder gross sind. Dann muss sie selber für sich aufkommen.

    Ich habs auch geschafft. Sie muss nur wollen und endlich die Initiative ergreifen.

  4. 09.03.2010 17:28
    1. Kinder sind wichtig und benötigen ein intaktes Familienhaus. Viele Beziehungen werden irgendwann irgendwie öder, aber das heißt doch nicht, dass man "in guten wie in schlechten Zeiten" so schnell über Bord werfen sollte -- sowohl der Kinder zuliebe als auch, um sich selbst noch in die Augen schauen zu können.

    2. Partnersuche mit 40+ mit Kindern ist ausgesprochen schwierig und selten von Erfolg gekrönt in dem Sinne, dass jemals wieder eine glückliche Familie dabei herauskommt. Wahrscheinlich endet es mit einer "er wohnt getrennt und sie treffen sich zum Vögeln"-Beziehung, sie hat die Kinder alleine an der Backe und arbeitet viel mehr als vorher. Ich kann nicht erkennen, inwiefern ein Abbruch der Ehe und ein Neuanfang nach frustrierender Partnersuche die Situation für diese Frau wirklich verbessern könnte. Fast jedes Szenario endet schlechter als die Ausgangslage.

    Mein Rat:
    a) Die Frau sollte lieber ihre Ehe retten -- in guten wie in schlechten Zeiten, für sich, für ihren Mann, den sie mal geliebt hat und vielleicht irgendwie auch immer noch liebt und vorallem auch für ihre Kinder, die am meisten leiden würden.

    b) Die Frau sollte mit ihrem Mann sprechen und sagen, was ihr nicht gefällt und was sich bessern müsste. Oft sind es Kleinigkeiten und plötzlich ist das ganze Leben wieder viel lebenswerter. Die beiden könnten einen Tanzkurs zusammen besuchen, mal öfter einen Kurzurlaub ohne die pubertierenden Kinder einlegen, das Sexleben mit Intimmassagen, neuen Praktiken oder Sex in der Natur auf harmlose Art aufpolieren, sich vornehmen, regelmäßig etwas zusammen zu unternehmen wie Theater, Oper, zu zweit Essengehen. Vielleicht gemeinsam einen neuen Sport anfangen und so weiter.

    c) Fast jede Ehe beruht auf einer früheren, intensiven Liebe. Die Kinder werden fast immer von beiden innig geliebt. Beide haben sich oft aufgerieben für Haus, Familie, Beruf und so weiter. Soviel wie mit diesem Partner wird einen NIE WIEDER mit einem anderen Menschen verbinden. Jede zukünftige Beziehung wird flach sein gegen gemeinsame Elternschaft und Hausbau.

    Bleibt zusammen, arbeitet aktiv an Eurer Beziehung! Es macht sehr viel Mühe, aber bestimmt viel weniger Mühe und Frust, als Partnersuche und neue Partnerschaft machen würden.

  5. #4 Gast
    09.03.2010 17:29
    Auweia !
    Sucht sie einen neuen Sponsor , der ihr nahtlos die gleiche "Bestversorgung" garantiert ?
    Dazu fällt mir nichts ein.

  6. #5 Gast
    09.03.2010 17:30
    Nicht überlebensfähig außerhalb des goldenen Käfigs.

    7E227E87 47m

  7. #6 Gast
    09.03.2010 17:40
    @4: stimmt genau, das dachte ich auch! Ist unglaublich diese Einstellung!

    Bitte gebt uns die Telefonnummer des Ehemannes, er muss gewarnt werden, dass er da ein ganz übles Früchtchen im gemachten Nest sitzen hat, das ihm zukünftig die Hörner aufsetzt und ihn dann nach bester Art und Weise - es steht ihr ja zu - mit Zugewinn- und Vorsorgungsausgleich ausnimmt und fett den Kindsunterhalt für die beiden Teenies kassiert...

  8. #7 Gast
    09.03.2010 17:40
    Ich (FS, sich seit Ewigkeiten selbst versorgender M) habe ihr ja auch etwas zynisch gesagt:

    Mädel, was willste?! Du hast deinen Körper rechtzeitig an ein Alphamännchen verkauft. 2 Kinder, Hund, Haus, 2 Autos, Flugreisen, kleiner Job als Freizeitbeschäftigung.

    Dann nimm dir doch ne kleine Butze und ernähre dich erst einmal selbst. Viel Spaß!


    Ich denke: Sie bleibt fein da. Ausbruch nur, wenn einer der Lover einen warmen Wechsel mit einem weichen Übergang in Aussicht stellt.

    Wohnblock und 40 Stunden malochen für wenig, nein danke.

    Und: Ich glaube, sie ist beileibe nicht die Einzige Mami, die genau so taktiert und kalkuliert? ;-)

  9. #8 Gast
    09.03.2010 17:52
    Eine neue Liebe ist schon drin. Aber sie wird einen hohen Preis bezahlen. So wie Frederika schreibt, wird sie erhebliche Abstriche hinsichtlich ihres Lebenstandards machen müssen. Ich habe es selbst erlebt. Statt Kaffeetrinken und Shoppen gehen ist dann ein Vollzeitjob angesagt. Außerdem muß sie womöglich für die Kinder noch Unterhalt bezahlen. Das machen die wenigsten Neupartner mit, dass man dann so unentspannt und gestresst ist. Das wirklich Gute an der Sache ist allerdings die Unabhängigkeit, die man damit erlangt! Für mich durch nichts zu ersetzen.

    Sag Deiner Freundin, sie soll erstmal wieder versuchen, einen zeitlich umfangreicheren Job zu bekommen um unabhängiger zu werden. Das macht auch schon zufriedener und attraktiver.
    W45

  10. #9 Gast
    09.03.2010 17:53
    Wir können doch nicht beurteilen, was da wirklich los ist, ich finde daher alle vorherigen postings etwas daneben.
    Kann sein, dass sie ein Luxusweibchen ist, kann aber auch sein, dass sie wirklich in ihrer Ehe leidet.
    Ich gehe jetzt einfach mal vom 2. Fall aus, da meine Vorschreiberinnen ja das Thema Luxusweibchen bereits behandelt haben.
    Angenommen Frau ist in ihrer Ehe seit Jahren unglücklich, nur Versorgung ist ihr zu wenig, die Ehe ist zerrüttet. Ist klar, dass sie Angst vor der Zukunft hat, denn während der Mann Karriere gemacht hat, hat sie die Kinder groß gezogen und den Mann versorgt. Mit pubertierenden Kindern ist es kaum möglich, voll zu arbeiten, daher der 400 Euro Job. (Habe selbst 2 Pubis und weiß, wovon ich rede).
    Ich weiß, was jetzt von Männern kommt: Soll sie doch an der Kasse bei Aldi sitzen. Aber ist das wirklich fair, nachdem sie ihre Karriere der Familie geopfert hat? Sie hat kaum eine Möglichkeit, das zu verdienen, was sie verdienen könnte, wenn sie nie geheiratet hätte und keine Kinder hätte. - Soviel zum Thema des gestrigen Frauentages, Frauen sind i.d.R. die Verlierer am Arbeitsmarkt -
    Findet ihr es wirklich in Ordnung, wenn diese Frau n u r bei ihrem Mann bleibt, um versorgt zu sein? Aber wie ist die Alternative?
    Ich selbst hatte eine ähnliche Situation und bin gegangen - und ich hatte wirklich sehr viel Glück, einen guten Job gefunden zu haben.
    Allerdings steht der Ehefrau natürlich etwas zu, zumindest mal die Hälfte des Vermögens, denn durch Versorgung der Familie hat sie natürlich auch daran mit geschaffen.
    Fürs Trennungsjahr gibt es auf jeden Fall Trennungsunterhalt. Danach wird natürlich erwartet, dass frau arbeitet, allerdings könnte es schon sein, dass sie einen Ausgleich erhält. Zumindest hat mir das mein Anwalt damals gesagt, denn die aufgegebene Karriere muss ja irgendwie auch gewertet werden.
    Ich weiß, jetzt gehen gleich wieder alle Männer und Frauen eines Geschiedenen auf mich los.
    Aber versucht doch bitte auch mal über euren Tellerrand zu schauen.

  11. #10 Gast
    09.03.2010 18:21
    @9 Wenn die so sehr leidet, sollte sie aufwachen - sich fortbilden - einen Job suchen und eben in Kauf nehmen "nur in einer Mietkaserne" zu wohnen und 40 Std. die Woche zu arbeiten?
    Was ist daran so verwerflich? Immerhin tut das die Mehrheit der Bevölkerung.

    Diese Dame hat ein Luxusproblem.
    Vielleicht "leidet" sie auch nur in ihrer Ehe, weil sie sonst nicht weiß, was sie zu tun hat.
    Ist also "unterbeschäftigt". Ihr Mann arbeitet wahrscheinlich für sie doppelt mit - hat min. ne 80 Std. Woche... und oh Wunder, hat nicht ausreichend Zeit für sie...

    Eine Frau die wirklich leidet geht doch noch alleine arbeiten und füttert ihren vielleicht alkoholkranken Mann und die 2-3 Kinder in einer Sozialwohnung mit durch?
    DAS sind doch echte Probleme...

    w/31

  12. #11 Gast
    09.03.2010 18:23
    Sorry, auch ich habe kein Verständnis für solche Frauen.
    Sollen Sie doch erst einmal sehen wie hart das Leben ohne Permanent-Sponsor ist.
    Wenn sie wirklich so ungücklich ist, dann soll sie sich mal eine eigene Existenz aufbauen.
    Viel Gejammer und wenig Tatendrang...man muss schon selbst aktiv werden...und sich nicht immer auf Andere verlasen.
    w48

  13. #12 Gast
    09.03.2010 18:42
    Ich denke Frauen + 40 sind nicht chancenlos!!

    Das in der Frage beschriebene Motiv (Versorgung) war doch über viele Generationen
    ein sehr beständiges Beziehungsmodell.
    Frau führt den Haushalt, Mann sorgt für den Unterhalt.
    Insofern sind die oben beschriebenen Gedanken und Ängst erst einmal nicht verwerflich sondern verständlich.

    Im Gegenteil es erscheint sogar so, dass diese Form der Beziehung in der Vergangenheit besonders tragfähig und dauerhaft war.
    Tragfähig und dauerhaft aber leider sehr oft unglücklich da die Partner oft eine reine Zweck- bzw. Überlebensgemeinschaft gebildet haben!
    In der oben beschriebenen Frage kann man doch genau diese Konstellation erkennen.

    Daraus ist es doch verständlich wenn ein Partner unglücklich ist und etwas Neues beginnen möchte. Sich aber auch die möglichen Konsequenzen vor Augen führt.
    Ich halte diese Abwägen für sinnvoll!
    Besonders unter diesem Aspekt, dass besonders in unserer Zeit der soziale Abstieg (und gerade bei Trenungen) sehr schnell eintreten kann.

    Es ist ausschließlich eine Frage möchte ich dieses Risiko eingehen.
    Kann ich mit dem IST-Zustand noch leben oder bin ich so unzufrieden das ich gehen muss!
    Auch im Hinblick, dass ich nur über ein Leben verfüge und die Lebenszeit begrenzt ist.
    Aus diesen Gründen und Zusammenhängen kann ich die Frage sehr gut verstehen und sie ist
    nachvollziehbar!

    Meine persönliche Auffassung ist, Frauen über 40 haben Chancen, dennoch sollte die FS sich fragen "ist es mir das Wert"? Wenn hier die Anwort "ja" lautet, muss sie einfach das Risiko mit allen Konsequenzen tragen und annehmen. Ohne Einsatz kein Gewinn :-).
    Und wer spielt kann auch verlieren, das ist einfach DAS LEBEN!

    P.m/45

  14. #13 Gast
    09.03.2010 18:44
    Also ich würde 10 € an EP überweisen damit sie einen Premium - account bekommt. Ist noch jemand dabei ? Weil ein halbes Jahr sollte die Gute schon bekommen.

    7E2176FE

  15. #14 Gast
    09.03.2010 18:56
    @10

    Genau - vielleicht! Das ist der springende Punkt.
    Wenn es so ist, dass sie nur zu faul zum arbeiten ist, dann soll sie es lernen.
    Aber was ist, wenn es eben nicht so ist, wenn sie ihre Karriere für Mann und Kinder geopfert hat, trotz Abi und Lehre nie arbeiten konnte, weil sie eben Kinder großgezogen hat. Was ist, wenn sie mit Familie eben keine Weiterbildung machen konnte, weil Haus und Garten auch arbeit macht und sie ihren Mann den Rücken freihalten musste? Was ist dann? Was ist, wenn ihr Mann ein A.... ist und sie nach Strich und Faden betrügt?
    Ich habe manchmal das Gefühl, hier gibt es nur vorgefertigte Meinungen. Gibt es für euch kein - Wenn und Aber?
    Eine Frau, die einen Mann vielleicht 15 Jahre zur Seite gestanden hat, ihre Karriere geopfert hat - warum vorverurteilt ihr sie sofort als geldgierig? Warum wisst ihr sofort, was da los ist?
    Ich muss mich hier immer wieder wundern.
    Treibt sie aus der Stadt, hängt sie auf - irgendwie kommt mir das so bekannt vor.

  16. #15 Gast
    09.03.2010 19:31
    Ich frage mich beim Lesen gerade, mit welchem Recht der Fragesteller hier etwas an die Öffentlichkeit zerrt, das ihn eigentlich gar nichts angeht. Die Frau wird alt genug sein, um zu wissen, was sie tut - die Frage, ob ein Testprofil hier Sinn macht, um schonmal den Marktwert abzuchecken ist in meinen Augen ein Deckmäntelchen für die gesamte Fragebegründung. Auf mich macht das den Eindruck, als wäre der Fragesteller ein ehemaliger Geliebter der Dame, der wohl nicht mehr bekommt von ihr. Vielleicht ist die Ehe für die Dame ja gar nicht so unbefriedigend? Ich wundere mich über die Dreistigkeit des (enttäuschten?) Fragers, der mit dieser Frage nur wieder einen Geschlechterkampf auslösen wird - ist in Ansätzen ja schon deutlich zu lesen.

    Im Übrigen sind Frauen mit 40 nicht generell chancenlos - auch nicht mit 2 pubertierenden Kindern, vorausgesetzt diese sind anständig erzogen und können sich benehmen.

  17. 09.03.2010 19:59
    Was geht dich fremdes Elend an? Hat sie dich diesbezüglich um deine Meinung/ Rat gefragt?
    Das sollte sie alleine entscheiden und vielleicht schenkst du ihr ein Probeabo oder besser einen von Hand gemachten Gutschein mit umtauschrecht. Es gibt auch Bücher mit Gutscheinen für diverse Börsen.

  18. #17 Gast
    09.03.2010 19:59
    Angie
    @ 9
    Sag mir doch bitte mal, auf welche Karriere diese Dame verzichtet hat. Abitur, Lehrstelle in der Werbebranche..und das wars. Danach wird sie vermutlich -und das ja wohl auf eigenen Wunsch!! - einen gutbetuchten Mann geheiratet haben, und seitdem läßt sie sich von ihm sponsern. Sonderlich karriereorientiert klingt das nicht. Und im Gegensatz zu dir bin ich auch nicht der Meinung, dass ihr die Häfte des Vermögens gehört. Mag sein, dass sie sich ein paar Jahre ausschließlich um die gemeinsamen Kinder gekümmert hat,aber so war schließlich auch der Deal. In der Zwischenzeit ging der Mann nämlich arbeiten, übernahm die gesamte finanzielle Verantwortung für die Familie und ermöglichte ihr ein üppiges und sorgenfreies Leben. Da muss nicht noch am Ende der Ehe kräftig nachgelegt werden und die Dame für die Tatsache finanziell entschädigt werden, dass sie (eventuell) mit einem Langweiler oder schlechten Liebhaber verheiratet war. Er hat sie schließlich jahrelang gut und großzügig durchgefüttert! Wäre sie halbwegs pfiffig, hätte sie längst etwas Kohle heimlich beiseite geschafft. Man müsste ihr fast wünschen, dass sie mal gezwungen wird auf eigenen Füßen zu stehen und eine Runde erwachsen zu werden.

  19. #18 Gast
    09.03.2010 20:11
    Wenn ich mir die Antworten so durchlese, merkt ich SOFORT, wer schon in einer ähnlichen Lage war, da dann sehr viel mehr Verständnis für diese verzwickte Situation da ist.

    Die meisten anderen Postings finde ich völlig daneben. da von Neid getragen.

    Meine Meinung zu Deiner Frage: Ja, die Sorgen, die sich Deine Kollegin macht, sind begründet. Jede Frau, die in einer solch misslichen Lage ist, sollte sich daher sehr gut überlegen, ob sie tatsächlich den Sprung ins Ungewisse wagen will. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie nachher unglücklicher ist, als in ihrer Ehe.

    Daher gebe ich #1 in allen Punkten uneingeschränkt recht: Erst wirklich mit allen Mitteln versuchen, die Ehe zu retten.

    w/53

    In welchem Verhältnis stehst Du eigentlich zu Deiner Kollegin?

  20. #19 Gast
    09.03.2010 20:16
    @17
    Aha, so ist das also. Gut, dann spielen wir das mal durch:
    Frau macht Abitur, macht eine Ausbildung in der Werbebranche. Lernt einen Mann kennen, der eben auch mit seinem Studium fertig ist. Beide haben noch kein Vermögen angesammelt.
    Frau wird schwanger - klar, sowas macht frau ja grundsätzlich nur, um dem Mann das Geld aus der Tasche zu ziehen und die Kinder, Haushalt, das ist ja keine Arbeit sondern reines Zuckerschlecken. Mann geht arbeiten, kommt am Abend heim (oder auch nicht) und legt die Füße auf den Tisch.
    Es kommt das 2. Kind, man baut ein Haus, Mann steigt auf, hat noch weniger Zeit für die Familie, aber frau hat ja ein tolles Leben zwischen Kindern und Küche - so wie es sich jede Frau erträumt.
    Dann Teilzeitjob - auch nur zum Zeitvertreib, denn auf die paar Euro kommts ja nicht an.
    So, dann kommt die Trennung.
    Frau hat eine veraltete Ausbildung, da nie Gelegenheit für Weiterbildung. Sie kommt mit dem, was sie bei der Eheschließung hatte - mit Nichts. Sie fängt dort an, wo sie vor 15 Jahren aufgehört hat, d.h. nein, vor 20 Jahren, denn eine 15 Jahre alte Ausbildung kannst du vergessen.
    Mann hat nun Haus und Geld und Rente - und natürlich einen guten Beruf, der ihn über die nächsten 20 Jahre versorgt.
    Sag mal, wie bist du denn drauf? Soll das dein ernst sein?
    Hat die Frau in all den Jahren n i c h t s getan? Ist die Erziehung der Kinder nichts wert? Die Arbeit im Haushalt auch nichts?
    Ah, verstehe - sie müsste eigentlich ihrem Mann noch Geld dafür zurück zahlen, dass sie in seinem Haus wohnen durfte, von seinem Geld Essen und Kleidung bekam und dass sie seine Kinder gebären durfte.
    Ich glaub, ich bin im falschen Film

  21. #20 Gast
    09.03.2010 20:37
    @19
    Prima - jetzt sind wir endlich wieder im böser,böser Mann/Macho Thread, der seine Frau jahrelang ordenlich ausgebeutet hat und sie nun nach dem sie keinen Bock mehr auf Ehe hat gefälligst durchzufinanzieren hat! Steht ihr ja zu, logisch! Nicht wahr?
    Wenn ich das alles hier lese...man,man,man. Da bleibe ich lieber allein!

  22. 09.03.2010 20:39
    @#19: Sorry, aber der Mann hat sie doch auch während der Ehe komplett versorgt und für alle vier gearbeitet -- sie den Haushalt und Kinder, er für alle vier geschuftet. Das nenne ich gleichwertig, das kann man gegeneinander aufrechnen. Vielleicht hat er sogar auf eine Versetzung und Beförderung in eine andere Stadt verzichtet? Keine Auslandsstelle mit Wahnsinnssprung angenommen? Wer weiß?! Fakt ist: Beide sind erwachsen, beide treffen ihre Entscheidung, beide müssen ihr Leben führen. Keiner muss den anderen für seine Entscheidungen bezahlen. Das hieße ja, dass der Mann erst für alle vier arbeitet und bei der Trennung er dann auch noch nachträglich ihre (verlorene) Karriere erarbeitet -- also nicht nur für vier, sondern für fünf oder mehr arbeitet? Warum? Das ist anachronistisches, habgieriges Gedankengut über das wir Frauen längst hinweg sein sollten. Ich trefen meine Entscheidungen selbst -- und dann trage ich auch die Konsequenzen. Ich brauche keine Vollkaskoversicherung, deren Kosten alleinig der Mann trägt.

    Nein, wenn wir moderne, junge Frauen glückliche, gleichberechtigte Ehen führen wollen und dafür überhaupt Männer finden wollen, dann nur, wenn wir auch selbst eigenverantwortlich leben und für unsere eigenen Entscheidungen auch die Konsequenzen tragen -- denn überblicken können wir die Auswirkungen ja nun wahrlich.

    Im übrigen muss ich einfach zugeben, dass Haushalt und Kinder weit überschätzt werden, wie JEDE Frau bestätigen kann, die das ganze ZUSÄTZLICH zum Job schafft. Wer nur Haushalt und Kinder regelt, der weiß sich zu beschäftigen, engagiert sich und bringt irgendwann seine Zeit so zu, dass er gar nicht mehr weiß, wie man auch noch Geld verdienen sollte -- aber das ist eine äußerst bequeme und komfortable Situation.

    Singlehaushalte erledigen sämtliche Haushaltsangelegenheiten alleine -- neben einem Vollzeitjob, oft neben sehr ehrgeizigen und arbeitsintensiven Vollzeitjobs. Es ist lächerlich anzunehmen, dass der Haushalt plötzlich mehr Arbeit macht, wenn man zuhause bleibt...

  23. #22 Gast
    09.03.2010 20:45
    @#20
    Völlig richtig!
    Deinen vorletzten Absatz kann ich nur bestätigen!
    Ich habe jahrelang nach der Scheidung meine beiden Kinder (damals 12 u. 13) erzogen (und das mit Erfolg!), dazu eine Vollzeitstelle und den ganzen anderen Kram noch dazu!
    Entweder ruht sich die Dame weiterhin aus oder sie hebt ihren Hintern an.
    So einfach ist das!

  24. #23 Gast
    09.03.2010 20:59
    Angie
    Du wirst es nicht für möglich, genau das ist mein Ernst, zumindest in dem von dem FS geschilderten Fall, den du dir offensichtlich nicht so ganz genau durchgelesen hast. Keine Frau wird heutzutage gezwungen, ihre Ausbildung zu unterbrechen bzw ihren Beruf aufzugeben und Kinder zu bekommen. Wir haben die freie Wahl, und manchen Frauen passt es prima in den Kram, zu Hause zu bleiben und dem anderen die finanzielle Verantwortung für vier oder mehr Personen zu übertragen. Und erzähle mir bloß nicht, dass Hausarbeit so unendlich energie- und zeitraubend ist, dass eine Frau deswegen zu Hause bleiben muss.Sie kann auch nicht von ihrem Mann dazu gezwungen werden, falls dir das entgangen sein sollte. Wir leben hier nicht mehr in den Fünfzigern. Eine ziemliche Menge von berufstätigen Frauen und Müttern erledigt das noch neben dem Job. Und was die Erziehung von Kindern anbetrifft, so verbringen diese ja wohl einen Großteil ihrer Zeit in Kindergärten und in Ganztagsschulen. In dieser Zeit kann sich frau dann locker die Nägel feilen und darüber nachdenken, warum sie diesen A.. eigentlich geheiratet hat und partout nicht verlassen will bzw kann. Wenn ich diesen Deal 20 Jahre mitmache und nichts für meine eigene Entwicklung tue und mich aus unglücklichen Abhängigkeiten befreie, bin ich selbst Schuld. Vor allem dann, wenn ich halbwegs intelligent bin und mal eine Ausbildung genossen habe. Allerdings muss ich meinen Hintern auch mal hochheben und in die Gänge kommen, vor allem, wenn mir dieses ach so furchtbare Leben zwischen Kindern und Küche (ich zitiere dich) doch so gar nicht gefällt. Aber ich nehme an, jetzt kommt wieder dieses wunderbare Totschlagargument, dass dieses alles nur zum Wohle der Kinder geschah, auf die frau natürlich Rücksicht nehmen mußte, damit sie kein Trauma durch die Scheidung ihrer Eltern erleiden. Komischerweise sind das häufig genau die Frauen, die ganz knallhart ihre Männer verlassen, sobald sie einen adäquaten neuen Lover gefunden haben, der ihnen das bieten kann, von dem sie meinen, dass es ihnen zusteht. Häufig argumentieren sie dann mit Sprüchen wie: ich habe auch nur ein Leben / Jetzt bin ich mal dran....und das Wohl der Kinder spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Die beste Begründung, die ich in diesem Zusammenhang mal gelesen habe, lautete wie folgt: geht es der Mutter gut, geht es auch den Kindern gut.
    Da dachte ich übrigens, ich bin im falschen Film.

  25. #24 Gast
    09.03.2010 20:59
    @19: sehr guter Beitrag!

    @18: Ja, unsere Gesellschaft ist von Neid und Missgunst geprägt - hier mal wieder schwarz auf weiß nach zun lesen!

  26. #25 Gast
    09.03.2010 21:26
    An für sich gar keine schlechte Idee mit dem Probeabo.

    Sie kann dabei nicht nur ihren Marktwert testen, sondern gleichzeitig auch, ob ihr Mann nicht doch die bessere Wahl ist.

  27. #26 Gast
    09.03.2010 21:38
    @26
    Wenn ich sowas lese...Marktwert testen!!
    Schonmal an die gedacht, die hier wirklich jemanden suchen??
    Das verkommt ja langsam wirklich zur Lächerlichkeit...
    Frage mich gerade, wieviele Frauen hier bei EP unterwegs sind, die mal eben ihren 'Marktwert' testen!
    Abscheulich der Gedanke!

  28. #27 Gast
    09.03.2010 21:40
    @Frederika

    Und warum gibt es in eurer jungen, aufgeschlossenen Generation dann immer noch so wenige Männer, die den super tollen Job der Kindererziehung und Haushaltsführung übernehmen wollen? Wäre doch kein Problem, dafür die Frau arbeiten lassen und dann der Frau nach der Scheidung Haus, Auto und Vermögen überlassen.
    Mann kann dann ja dann zu Aldi an die Kasse.

  29. 09.03.2010 21:46
    @#28: Ich nehme mal an, weil erstens die Frauen meistens den dringenderen Kinderwunsch haben und die Natur die Frauen ausgesucht hat, Muttergefühle und biologische Bindung zu entwickeln? Weil Frauen gebären, stillen und es Ihre Aufgabe ist? Die ersten drei Jahre braucht das Kind seine Mutter, da bin ich sicher. Viel länger bleiben heute ja kaum Frauen zuhause, länger als sechs Jahre so gut wie gar nicht.

    Ich könnte mir persönlich so einen Mann mit Säuglingspflege auch gar nicht vorstellen und fände das auch gar nicht so attraktiv, sondern eher unmännlich. Ein Mann, der für das Kind zuhause bleibt und ich gehe stattdessen arbeiten? Ne, so einen Softie suche ich einfach nicht. Das wäre mir regelrecht unbehaglich. Und so geht es ganz vielen Frauen wie Männern, wenn sie mal nicht politisch-korrekt reden, sondern ehrlich sind.

    Mal ehrlich: Wieviele Frauen wollen heute noch einen Haushalt führen? Quasi keine! Der Kinder wegen zuhause bleiben noch etliche, aber doch nicht wegen des Haushalts.

  30. #29 Gast
    09.03.2010 21:47
    @27
    .... und wieviele Männer hier ihren Marktwert und sonstige Werte hier testen.. also locker bleiben!

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