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Flirttrainer das Hobby zum Beruf machen?Ich habe diesen Artikel http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-02/beruf-flirttrainer zum Thema Flirttrainer entdeckt und finde die Möglichkeiten einmal tiefe Einblicke in die Funktionsweise von Flirtmechanismen zu bekommen sehr reizvoll. Ich kann mir jedoch irgendwie nicht vorstellen, dass man dann tatsächlich mehr Chancen bei der Damenwelt hat. Zudem möchte man ja auch nicht irgendeine sondern DIE eine, in die man sich auch unsterblich verliebt. Was bringt einem dann so ein Flirtseminar, wenn bei der Begegnung der Traumfrau ein Komplettausfall des Synapsensystems vonstatten geht und keine einstudierten Techniken mehr funktionieren. Sind so Flirtseminare nicht eher etwas für schnelle Kontakte? Bringt so etwas auch Erfolg für langfristige Beziehungen?Antworten: -
Ich denke, man sollte hier strikt zwischen "Pick-up-Artists" und "Flirt-Training" unterscheiden. Das in dem verlinkten Artikel angesprochene Flirtraining zielt auf Tipps zu Kommunikationsverhalten, Körpersprache, Menschenkenntnis und Selbstreflektin ab -- sicherlich alles Dinge, die trainierbar und wertvoll sind und tatsächlich auch bei der Kontaktanbahnung hilfreich sein können.
Sehr viele Menschen sind eben schüchtern und wissen nicht recht, wie sie sich einem anderen annähern können -- es fehlen sowohl Mut als auch Mittel und Erfahrung, es erfolgreich zu tun. In diesem Sinne halte ich Flirttraining wie auch alle anderen Versuche, Kommunikationserfahrungen im flirtiven Umgang mit dem anderen Geschlecht zu gewinnen, für positiv.
Es ist ganz erstaunlich, wie sicher und souverän sich viele im beruflichen und freundschaftlichen Umfeld bewegen und verhalten und dennoch in Flirtsituationen überfordert sind. Genau diese Menschen haben sogar eine große Chance, ihr Verhalten zu optimieren und im entscheidenden, meist kurzen Zeitfenster die richtigen Worte und die richtige Körpersprache zu finden.
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Das beste Hobby = sich selbst sein, authentisch sein, aufrichtig sein. Alles andere sind gelernte und fremde Floskeln, die bestimmt nicht positiv rüberkommen und ankommen!
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Hallo, so ein Flirtseminar bringt dir, dass Du lernst, wie Du Frauen ansprechen kannst. Das können viele nicht und haben daher große Probleme, jemanden kennen zu lernen. Wie mit jeder Technik ist es so, dass man sie für gute Dinge verwenden oder missbrauchen kann.
Was es dir bringt, liegt auch zum größten Teil an dir. Es reicht nicht aus, so ein Seminar zu besuchen, sondern Du musst lernen, es in der freien Wildbahn anzuwenden. Da Du dadurch, wenn Du es anwendest, viel mehr Menschen kennen lernst, ist natürlich die Wahrscheinlichkeit höher, dass Du irgendwann jemanden triffst, die Du magst und die dich mag.
Die Sprüche a la "Sei Du, wie Du bist" finde ich nicht sehr zielführend. Und wenn Du authentisch bist, wenn Du dich den ganzen Abend an deinem Bierglas oder deine Kippen festhälst, dann kommt das authentisch unsexy rüber und Du wirst nicht viel reissen.
Was Du nicht erwarten darfst von solchen Veranstaltungen, dass Du über Nacht der Hecht wirst. Wie bei allem muss man viel üben und auch viele Misserfolge einstecken, bis das es besser wird. Und trotz vieler Erfahrungen wird dich nach wie vor nicht jede Frau mögen, da Du nicht ihr Typ bist. Was Du aber bekommst, ist eine bessere Chance, jemanden kennen zu lernen.
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Ich kenne mich zwar mit solchen Kursen nicht aus, aber sage es mal aus der Perspektive, die vielleicht allgemeingültiger wäre.
Es gibt Leute, die aus welchen Gründen auch immer, unsicher sind oder introvertierter sind, um ihre Signale aussenden zu können.
Die brauchen keinen "Flirt-Trainer", sondern einen Persönlichkeitsentwickler. Davon machen auch Unternehmen Gebrauch, um ihr Personal zu schulen. Im Wesentlichen geht es hier um sicheres Auftreten.
Man muß da nicht so viel an sich ändern und sollte man auch sowieso nicht. Meist sind es nur Kleinigkeiten oder Korrekturen. Das ist die Theorie.
Auf der freien Wildbahn, wie es #3 treffend beschreibt, wird die Praxis geübt. Es geht hier nicht darum, im richtigen Moment den richtigen Spruch auf dem Lippen zu haben, sondern wie man sympathisch rüberkommt oder überhaupt wahrgenommen wird. Am Anfang mag das vielleicht etwas verkrampft sein, aber auch das gehört zum Lernprozeß.
Es geht hier eigentlich nur darum, wie man sich mitteilt, um wahrgenommen zu werden. In Seminaren, wenn sie gut sind, werden auch Rollenspiele durchgeführt. Das ist zwar auch nicht wirklich die Praxis, aber man lernt dabei, die Signale des Gegenübers besser zu erkennen und darauf gegebenenfalls passend zu reagieren.
Mit anderen Worten:
Flirten muß man nicht lernen oder trainieren, sondern die Signale wahrnehmen und dann kommt alles nach und nach von selbst.
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