- Frage:
Finden echte Karrieremenschen nicht immer einen Partner ?familen- und wohnohrtbedingt war ich in meiner Kindheit und Jugend meist von sog. Karrieremenschen oder zumindest erfolgreichen Menschen umgeben (Vorstände von Versicherungen & Banken, Anwaltsplatzhirsche, Musiker großer Orchester, Chefärzte) und die waren alle verheiratet und hatten tw nebenher noch Freundinnen; trotz ihres Zeitpensums.
Das hier oft geäußerte Argument: ich finde niemanden weil mir mein Beruf keine Zeit lässt kann da doch nur ne Ausrede sein. Habe selbst übrigens als Selbstständiger keine gemacht und bin dennoch mit ner liebenswerten und trozdem beruflich erfolgreichen Frau zusammen.Antworten: -
Für Männer: Ja, sie sind relativ begehrt und finden immer eine Frau -- und sei es nur eine, die sich hochschlafen will, oftmals aber auch ganz normale Frauen, die solche Erfolge einfach toll finden. Offensichtliche Nachteile wie spärliche Freizeit gleichen das Gehalt und der Status offensichtlich aus.
Für Frauen: Nein, ganz und gar nicht. Das ist allgemein bekannt. Karrierefrauen mit glücklicher Partnerschaft sind nichtn so häufig, sehr viele Karrierefrauen führen eben keine stabile, langjährige Partnerschaft.
Hier schlägt wieder das Pyramidenproblem zu: Männer daten nach unten, Frauen nach oben.
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Frederika hat grundsätzlich Recht.
Hinzu kommt aber, dass das Suchverhalten bei Männern und Frauen meines Erachtens in der Karrierebildungsphase auch unterschiedlich ist. Frauen sind meistens schon sehr auf den Beruf fixiert und damit ausgelastet, und dann sind Männer oft jahrelang einfach kein Thema. Frauen gehen dann weniger an die Orte, wo sie auch potenzielle Kandidaten treffen könnten, vernachlässigen Hobbies etc.. Oft klappt es dann erst mit Mitte Dreißig, wenn die beruflichen Weichen gestellt sind. Für Frauen in Führungspositionen wird es oft schwierig, den Spagat zu schaffen.
Männer integrieren das Flirten oft sportlich in ihren Karrierealltag, werden auch eher wahrgenommen und haben - aufgrund der Dynamik, die Frederika beschrieben hat - mehr potenzielle Auswahl an Frauen, da sie nicht nur auf "Karrierestufen-Augenhöhe" oder darüber suchen.
w
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Ja, ich M30 habe gut Karriere gemacht. Für 30 glaube ich ganz anständig. Aber niemand, absolut niemand will was von mir! Ok. ich bin keine 1,90 groß und sehe nicht aus wie ein modell, aber aber ein Problem Leute anzusprechen habe ich absolut nicht.
Ob aktiv oder passiv ... geht alles nicht. Höflich hartnäckig auch nicht. Im Sportlichen Look und im Anzug auch nicht. Keine Ahnung warum.
Aber alles halb so schlimm, ich kann damit auch gut leben. Gehe halt solange meinen Hobbys nach :D
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Ich glaube das kommt darauf an, wie man "echte Karrieremenschen" definiert. Ist das jemand, für den es nichts neben dem Job gibt und der von morgens bis abends nur daran denkt? Oder jemand, der ihn gerne mag, in ihm aufgeht und deshalb viel Zeit mit ihm verbringt?
Ich denke es gibt viele Menschen, die gerne und viel arbeiten und trotzdem eine glückliche Partnerschaft führen, sowohl Männer als auch Frauen. Warum auch nicht, es ist doch schließlich schön, wenn der Partner einen Job hat, der ihn erfüllt.
Wenn jemand allerdings für den Job alles andere vernachlässigt, auch in schweren Zeiten nicht für den Partner da ist, weil ihm die eigene Karriere wichtiger ist eher nicht. Ich kann mir wohl vorstellen, dass einigen das egal ist, aber eine glückliche Partnerschaft sieht anders aus. Das sind dann Frauen (und zum Teil auch Männer), die sich aushalten lassen wollen und nur für den Lebensunterhalt heiraten, naja, wem das gefällt, bitte.
Ich sehe die Probleme eher darin, dass die Umstände es erschweren, einen Partner zu finden, wenn man auf seine Karriere achtet, z.B. berufsbedingt häufiger den Wohnort wechselt. Ich denke, dass Frauen, wenn sie irgendwann noch Kinder haben wollen, diese Probleme früher zu spüren bekommen, weil die Phase der beruflichen Festigung mit der Phase, in denen normalerweise Kinder bekommen werden, zusammenfällt, das ist schwierig, klar.
Aber das Männer nach unten und Frauen nach oben daten ist mir zu pauschal.
Männer daten wirklich nicht so häufig nach unten, oftmals ist die Stellung oder der Beruf ähnlich, nicht nur dass sich im Laufe der Zeit im Beruf sehr viele Kennenlerngelegenheiten ergeben, man wählt ja auch nach Ähnlichkeit, gemeinsamen Interessen etc. aus, die finden sich oft in ähnlichen Berufsgruppen oder Positionen (oft, aber nicht nur, deshalb finde ich es schwierig, das "nach unten" zu definieren). Dass es Menschen mit Torschlusspanik gibt, die dann nach unten bzw. irgendwen heiraten, ist ziemlich armselig, deswegen würde ich nicht sagen, dass man entsprechende Menschen beglückwünschen kann.
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