1. Frage:
    Gefragt am: 02.09.2010, 16:42 von
    Eifersucht - Gutes Gift für die Liebe?
    "In Harmoniesucht und romantischer Paar-Idealisierung sieht Svenja Flaßpöhler den Hauptfeind jeder Zweierbeziehung seit der Moderne". Das hat mir sehr zu Denken gegeben...Ist es wirklich so, dass es immer eine dritte Person geben muss, damit man sich immer wiedernach dem Dritten im Bunde sehnen kann? Habt Ihr schon mal die Erfahrung gemacht? Wie war das oder wie seht Ihr das?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    02.09.2010 16:46
    Ja, das sehe ich auch so, es liegt auf der Hand.
    Meine ganzen platonischen Männerfreundschaften sind total harmonisch.
    Klüger jetzt, würde ich heute darauf achten, dass ich mehrere Verehrer habe und nicht so treu-doof bin wie früher. Frauen, voll der Tugend, sind irgendwie langweilig, oder;))

  3. #2
    02.09.2010 16:51
    Man muss Frauen und Männer hier differenzieren.

    Ein Frau darf sich NIE einem Mann zu 100% sicher sein. Sie muss nach seinen Regeln (freiwillig) leben, schliesslich ist der Mann der Preis den es zu gewinnen gibt, sonst geht er. Das liegt daran, dass sie im Endeffekt Frauen die Männer aussuchen, aber dazu muss der Mann vorher an sich auch arbeiten. Die Ersetzbarkeit einer Frau zu zeigen, da gibt es verschiedene Methoden, die können krass sein (fremd gehen) oder auch versteckt (wenn der Mann über SEIN Leben etwas erzählt, die Frau darf dann unnbeuwsst aussuchen ob sie an seinem Plan teilnimmt oder nicht), oder irgendwas dazwischen ;) Der Frau muss einfach klar sein, dass der Mann ein eigenes Individuum ist, das nie zur Gänze besessen werden kann. Unabhängigkeit ist ein Attraktivitätsmerkmal.

    Ein Mann der hingegen eifersüchtig ist, ist verunsichert, ist sich selbst unsicher. Ein Attraktivitätskiller.

  4. 02.09.2010 17:21
    Wer das Prinzip des ungeliebten Dritten - ein geradezu klassisches Literaturthema - vorantreibt, lebt faktisch auf Kosten eines Anderen und nicht zu Gunsten des Partners / der Partnerin.
    Das Prinzip des Mitgeliebten Dritten ist da um keinen Deut besser.
    In einer Frau-Mann-Beziehung sind Harmoniebereitschaft und entsprechende ,,Sicherheit" in ihrem Ausmaß deutlich an Intelligenz, Toleranzfähigkeit und Egoismus-Beherrschung gebunden. Hinzu kommt die Frage, ob Irritationen vorab zu Verhaltensänderungen führen, oder ob zunächst die jeweilige Klärung abgewartet werden kann.
    Je stärker diese positiven Eigenschaften auf beiden Seiten zum Tragen kommen, desto weniger Bedarf an ,,Spielchen" gibt es. Daraus resultiert weder ,,Treudoofheit" (#1), noch steter ,,Preis-Kampf" (#2).

  5. 02.09.2010 18:09
    Harmoniesucht und Paar-Idealisierung würde ich auch als kontraproduktiv ansehen. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass ich gleichzeitig glaube, eine dritte Person würde das Glück ausmachen.

    "Harmonie" bedeutet für mich, jeder Auseinandersetzung per se aus dem Weg zu gehen. Das funktioniert vielleicht am Anfang einer Beziehung, irgendwann wird es langweilig, weil man nicht mehr weiter wächst in der Beziehung. Keiner von beiden.

    "Streit" dagegen, sofern er nicht negativ und vernichtend ist, wirkt durchaus belebend. Beide können dabei ihren eigenen Standpunkt vertreten und - wenn beide mit Streit umgehen können - sich darüber annähern. Eben miteinander diskutieren, herausfinden, wo der Punkt der Gemeinsamkeiten anfängt.

    Paar-Idealisierung ist für mich nichts anderes, als Harmoniesucht. Nicht der "Verzicht" oder die Abwesenheit einer dritten Person. Ein mit sich zufriedenes Paar, gerade eines, das gut miteinander "streiten" (sich auseinandersetzen) kann, Differenzen anspricht und nicht unter den Teppich kehrt, braucht die dritte Person (Fremdgehen oder das Spiel damit) nicht. Sie erleben sich selbst immer wieder neu und damit bleibt die Beziehung lebendig, nämlich harmonisch ohne "Sucht".

    Lieber Filip (#2), hier muss nicht zwischen den Geschlechtern differenziert werden!! Das betrifft beide.

  6. #5 Gast
    02.09.2010 18:15
    Genau - wenn sie ihn absolut im Sack hat , hört er in gewisser Hinsicht auf zu leben.

    Zsa Zsa Gabor hat mal gesagt: Natürlich muss man Männer nehmen wie sie sind, man muss sie aber nicht so lassen. Jede Frau die meint so mit uns umgehen zu können wird keinen Mann finden...höchstens hier und da ein Muttersöhnchen.

  7. #6 Gast
    02.09.2010 18:38
    Der oder die Dritte im Bunde beendet die Beziehung oder erzwingt eine Stellungnahme.

    Eine Beziehung kann m.E. nicht funktionieren wenn einer oder beide Partner einander nicht ein Stück weit sicher sein können und ständig angst haben müssen den anderen zu verlieren, nur weil einer glaubt noch was besseres zu finden oder sich beweisen zu müssen.

    Auf Dauer macht das sehr unsicher und man verliert sein Selbstwertgefühl, als der vorgeführte.
    Um das zu umgehen beenden kluge Menschen rechtzeitig die Beziehung wenn sie an einen Menschen geraten der absichtlich Eifersucht provoziert um seine "Attraktivität" hochzusetzen oder Bestätigung zu erhaschen.

    @ #2

    Ein Mann der auch mal eifersüchtig oder verunsichert ist, kann für mich, gerade auch deshalb attraktiv sein. Ein Mann hingegen der Eifersucht provoziert wird für mich sehr schnell unattraktiv.

    Das was du beschrieben hast, hört sich für mich eher nach Spielchen spielen an.
    Wenn man weiß wer man ist, was man möchte und was man hat, hat man es nicht nötig mit dem Partner zu spielen. Im Übrigen sollte man generell nicht mit anderer Menschen Gefühle spielen. w

  8. #7 Gast
    02.09.2010 18:44
    @2
    ... deshalb würde ich jeder Frau raten, dem Mann nie das Gefühl geben, sich seiner sicher zu sein!

    Der Mann muss um sie kämpfen wie ein Jäger, damit, wenn er ihr einen Heiratsantrag macht, er das Gefühl hat: "dieser Kampf hat sich gelohnt" und wird sich deshalb für den Rest seines Leben damit schmücken, dass er diesen "harten" Brocken endlich als den "Seinen" ansehen kann.

    Natürlich darf frau dann während der Ehe dem Mann weiterhin nie das Gefühl geben, dass er sich seiner sicher sein kann. Weiterhin muss sie unabhängig vom Mann ihre eigenen Interessen verfolgen und auch für andere Männer begehrenswert erscheinen.

  9. #8 Gast
    02.09.2010 19:54
    Eifersucht - Gutes Gift für die Liebe? Antwort: NIEMALS! Sie ist eine negative Energie, die zermürbt und letztendlich alles vernichtet!! Wenn ich diese z.T. kr....strategischen Antworten lese, wird es mir ko...übel! m

  10. #9 Gast
    02.09.2010 20:21
    liebe 5, das gilt dann aber auch für die Frauen,je mehr er sie in der Tasche (oder sonstwo) hat,
    desto weniger hört sie auf zu leben.. Ich, Frau, würde niemals einen Mann verändern wollen, das liegt mir fern. Aber ich darf doch, im Sinne von Ich-botschaften den von mir geliebten Mann darauf hinweisen, was mich stört, oder? Sowas könnte mindestens zur empathischen Sichtweise zu meinen Gunsten beitragen. Und dann ist er dran, was zur empathischen Sichtweise zu seinen Gunsten beiträgt.... wenn er DANN noch will...

  11. #10 Gast
    03.09.2010 00:35
    #8
    Bin ganz Deiner Meinung. Mir wird nicht nur kotzübel, mir is schon kotzübel !!!

  12. #11 Gast
    03.09.2010 13:31
    @2

    ich will, dass mein partner etwas eifersüchtig ist! ich finde es eher unattraktiv, wenn er das gar nicht ist.

  13. #12
    03.09.2010 15:16
    Hier die 2.

    >Ein Mann der auch mal eifersüchtig oder verunsichert ist, kann für mich, gerade auch deshalb attraktiv sein

    Kann? Du schwächst deine Aussage ab. Er kann es eben nicht, und schon garnicht dauerhaft. Oft sind solche Männer nicht fähig eine Entscheidung zu treffen oder die Initiative zu ergreifen. Das macht sich in anderen Lebenbereichen auch bemerkbar. Statt eifersüchtig zu werden (unsicher), wäre Schluss machen (Initiative ergreifen) die richtige Entscheidung.

    >Das was du beschrieben hast, hört sich für mich eher nach Spielchen spielen an.
    +
    >Wenn man weiß wer man ist, was man möchte und was man hat, hat man es nicht nötig mit dem Partner zu spielen

    Zu wissen was Mann ist, ist auch ein Spielchen ;) Bzw. basierend darauf, werden gewisse (unbewusste) Spielchen gestartet.

    >Der Mann muss um sie kämpfen wie ein Jäger, damit, wenn er ihr einen Heiratsantrag macht, er das Gefühl hat: "dieser Kampf hat sich gelohnt" und wird sich deshalb für den Rest seines Leben damit schmücken

    Nette Träumerei. Dann erzähl ich dir etwas über "kämpfende" (und damit unsichere und unterwürfige) Männer: Sie zahlen Unterhalt, sie weinen wenn sie monatlich ihr eigenes Konto ansehen. Das ist keine Träumerei mehr, das ist die logische Konsequenz.
    Richtig wäre gewesen: Nicht heiraten um damit zu Unabhängigkeit zeigen.

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