1. Frage:
    Gefragt am: 17.02.2011, 23:42 von Gast
    Druck und Blockade durch Kinderwunsch, wie damit umgehen?
    Wie kann ich nur gelassener mit dem Thema Kinderwunsch umgehen? Ich bin nun 36 Jahre alt. Die erste grosse Liebe von damals ging auseinander, danach stand der Job an erster Stelle und die letzte Beziehung ging auseinander wegen meinem Kinderwunsch. Das ist jetzt 1 1/2 Jahre her und ich habe schlicht weg Angst, dass mein Wunsch nach eigenen Kindern nicht in Erfüllung geht. Diesen Druck trage ich in mir und scheinbar sieht man mir das auch an. Was kann ich gegen diese Angst tun?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    18.02.2011 00:49
    Ich glaube, dass Problem haben viele Frauen Ende 30 - Beziehung ging auseinander, der nächste will keine Kinder und momentan ist man Single...Du brauchst keine Angst zu haben, erzwingen lässt es sich nun mal nicht, komm nur nicht auf die Idee, dir den nächstbesten Kerl zu angeln, um schwanger zu werden, das wäre katastrophal. Vllt. solltest du den Fokus auf andere Dinge im Leben richten, damit das Thema "Kinder" etwas aus der Schusslinie gerät. Kinder zu haben ist wirklich nicht alles im Leben. Ich selbst habe die ähnliche Situation wie Du und habe mich damit abgefunden, dass es vermutlich nichts mehr wird mit Kindern. (Bin seit 1 Jahr in einer Beziehung und davor länger Single gewesen)

    w/39

  3. #2 Gast
    18.02.2011 07:38
    ''danch stand der Job an erster Stelle''...
    Siehst du, das war augenscheinlich einer der Fehler in deinem Lebensplan!
    Deiner Angst kannst du entgegentreten in du vielleicht die Option Kinderlosigkeit nicht als unbedingetn Makel siehst!
    Aber ich kann dich auch eigener Erfahrung al Mann nur zu Recht warnen, ''mit der Tür ins Haus fallen'' beim Thema Kinderwunsch bewirkt das glatte Gegenteil.
    Bei den meisten Männern zumindest....
    Eine Entscheidung pro Kind bzw. Familie ist einem Mann eine andere als bei einer Frau!

  4. #3 Gast
    18.02.2011 09:07
    @2. Frau braucht in diesem Alter garnicht mit der Tür ins Haus zu fallen - es ist mehr als offensichtlich, dass eine Mitt/Endreißigerin, so sie nicht explizit von KEIN KINDERWUNSCH spricht, einen Kinderwunsch hat, den ER gefällst schnellstmöglich zu erfüllen hat.

  5. #4 Gast
    18.02.2011 09:21
    Also falls es nicht mehr klappen sollte - parallel würde ich mich auf jeden Fall auch jetzt schon mit Lebenskonzepten ohne Kinder auseinandersetzen, und die können auch sehr lebenswert sein und Vorteile und Chancen bieten, auf die man in Deutschland mit Kind wohl eher verzichten müßte.
    Mit Sicherheit würde das deine Momentane Lage auch wieder entspannen.

    Kinder sind außerdem kein Garant für ein glücklicheres Leben, und sie können selbst dann zu einer Belastung für sich selber und eine Partnerschaft werden wenn sie gewollt waren.
    Vielleicht auch mal mit den Augen sehen - nicht, dass man sich da noch selber zu viel Stress macht weil man irgendwo etwas hineinprojeziert.

  6. #5 Gast
    18.02.2011 09:33
    Kleine Ergänzung zu Nr.3

    Falls es doch so extrem sein sollte, dass man meint ohne Kind(er) nicht mehr leben zu können - es gibt wohl auch die Möglichkeit, sich künstlich befruchten zu lassen, ohne dass ein Partner da ist.
    Das ist zwar sicher auch nicht die optimalste Lösung, aber wenn es einem so viel wert sein sollte ....

    Eine weiter entfernte Bekannte in meinem Umfeld hatte das mit 37 machen lassen und die scheint ganz zufrieden mit der Lösung zu sein.
    Das Paket muss sie allerdings alleine tragen.
    Ist wohl aber sicher entspannter als wenn man sich aus lauter Panik den Falschen angelt und hinterher gibts noch Streit ums Sorgerecht.

  7. #6 Gast
    18.02.2011 09:41
    @5 - aber dann hast du ja keine Chance auf Kindsunterhalt - ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Portokasse zukünftig alleinerziehender Mütter...

  8. #7 Gast
    18.02.2011 09:59
    @ 6
    Das ist mir bekannt.
    Also die Person, die das machen hat lassen, hatte sich das vorher auch gut ausgerechnet und ob es ihr das wert sei und wie sie das machen wolle.

    Die bekommt jetzt übrigens Zwillinge.

    Also wenn man einen gut bezahlten Job haben sollte, und vielleicht noch die ein oder andere organisatorische Unterstützung im Umfeld oder Kita-Plätze ...
    Das organisatorische Problem scheint bei ihr wohl das größere zu sein.

  9. 18.02.2011 10:27
    Neben den Vorschlägen, die meine Vorschreiber hier schon gemacht haben, rate ich Dir, kurzfristig Dinge und Wünsche zu planen / zu realisieren, zu denen mit Kindern keine Zeit oder Möglichkeit mehr besteht. Zum Beispiel Reisen in exotische Länder, Auslandsaufenthalt etc. je nach Gusto.
    Hab Vertrauen in Dich selbst.

  10. #9 Gast
    18.02.2011 11:10
    Diesen Druck machst du dir selber! Also es liegt einzig alleine an dir! Wäre ich Frau von heute ich wollte ganz bestimmt keine Kinder, diese Entbehrungen, diese Belastungen mit dem Risiko "allein erziehend"! Nein, das tue ich mir nicht an, das sollen solche tun, die so was brauchen! Kuck dir doch das in der Realität an, hast du da noch Lust darauf? m/39

  11. #10 Gast
    18.02.2011 11:18
    Eine Frau schreibt:
    Akademikerin, 34, Hausfrau, Kinder – das hatte ich mir anders vorgestellt – und jetzt?
    Muss man sich an seine neuen Aufgaben als Hausfrau und Mutter erst gewöhnen? Leider kann ich dieser Art der Beschäftigung (Hausfrau, Kinder-Umsorgen) als alleinige Erfüllung meines Alltags nichts abgewinnen. Kann das jemand nachvollziehen? Die Leere hat leider auch das 2. Kind nicht füllen können. Soll ich noch weiter abwarten?

  12. #11 Gast
    18.02.2011 11:34
    @3
    Nein, bei mir war das ganz anders.

    Mit Mitte/Ende 30 hatte ich keinen ausdrücklichen Kinderwunsch, ich wäre dafür aber offen gewesen, wenn ich damals einen Mann kennengelernt hätte, der diesen Wunsch seinerseits hatte und an mich herangetragen hätte.
    Dass ein Mann mir diesen Wunsch gefälligst schnellstmöglich zu erfüllen hätte, auf die Idee wäre ich niemals gekommen.
    Mir war eine Partnerschaft immer wichtiger als eine Familie, obwohl ich Kinder nicht von vornherein ausgeschlossen hätte.

    Jetzt habe ich einen Partner und keine Kinder, über das Familiengründungs-Alter sind wie beide hinaus, und ich wir beide sind glücklich und zufrieden.

    Es hätte aber auch ganz anders kommen können, alles war möglich, und ich habe weder Kinder noch Nicht-Kinder verkrampft gewollt.

    Du scheinst als Mann, der keine Kinder möchte, schlechte Erfahrungen mit Frauen in den späteren 30ern gemacht zu haben.

  13. #12 Gast
    18.02.2011 11:40
    Liebe Fragestellerin, locker bleiben und den Fokus weg vom Kinderwunsch auf Dinge, die Du mit Kindern nicht mehr machen kannst legen, das klingt doch eigentlich gut und nimmt den Druck.
    Du bist 36, hast also noch ein wenig Zeit, bevor es zu spät ist.
    Ich habe meinen Mann mit 38 kennengelernt, mit 40 Zwillinge bekommen, Familienplanung abgeschlossen ;-)

  14. #13
    18.02.2011 18:40
    In der Frage ging es gar nicht um Glück, sondern um Druck.
    Wo kommt dieser Druck her?
    Zum einen, ist ein genetisches Programm in dir, dass dafür sorgen soll, dass die Spezies Mensch nicht aussterben soll und zudem auch noch optimaler weise deine Gene in eine nächste Generation übertragen werden soll. Das alles wird über Hormone gesteuert. Kaum eine Möglichkeit durch „Gedankenkraft“ dies zu unterdrücken. Dies gilt für Frauen und Männer. Männer haben aber den Vorteil, dass sie jeden Tag und von der Pubertät an, diesem Druck ausgesetzt sind und es recht gut „lernen“ zu unterdrücken.
    Zum anderen hat sich mit der Einführung der Pille die Verantwortung verschoben. Mit der Freiheit der Frau, es selber bestimmen zu können, wann sie schwanger werden will, hat damit auch die Verantwortung gewechselt. Dieser Druck lag vor der Zeit der einfachen Verhütung bei den Männern.
    Die Angst im davinistischen Sinne zu versagen, trägt jeder in uns.
    Mein Tipp: Frage dich selber noch mal genau, wie weit du gehen würdest. Es ist auch möglich ohne Partner den Kinderwunsch zu erfüllen. Wenn du dir aber sagst, dass eine Samenspende nie in Frage kommt, dann hat dein Kinderwunsch nicht die höchste Priorität, sondern die eigene „heile Familie“.

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