Thema geschlossen
  1. Frage:
    Gefragt am: 29.06.2010, 12:45 von Gast
    Domina als Beruf?
    Ich mach daraus kein Geheimniss, ich bin als Domina leidenschaftlich dabei seit ca 5 Jahren.
    Antworten:
  2. 29.06.2010 13:09
    Ich habe keinerlei Problem damit, deinen Beruf anzuerkennen.
    In die Nähe meiner Bettkante hingegen kommst du mit Sicherheit nicht.

  3. #2 Gast
    29.06.2010 13:20
    Kommt in einer seriösen Partnerbörse als Berufsbezeichnung vielleicht nicht so gut. Du solltest wohl lieber auf anderen, einschlägigen Portalen suchen. Viel Glück - auch dafür gibt es einen Markt.

  4. 29.06.2010 13:24
    Sexuell motivierte Berufe lehnt die überwältigende Mehrheit der Männer ab. Männer wollen eine treue, verläßliche Partnerin und keine, die erotische Motive als Beruf ausübt.

    Leider sind gerade in diesem Bereich die pharisäerhaften Kommentare immer die häufigsten. Die meisten stellen sich gerne als ach-so-tolerant dar, meist weil sie sich gar nicht wirklich in die Situation hineinversetzen können, wie es sich anfühlen würde, wenn es sie selbst beträfe.

    Callgirls, Dominas, Prostituierte aller Art sind als Partnerin ein Ausschlusskriterium. Ein Mann muss schon verdammt umnachtet oder selbst krass drauf sein, um so etwas zu akzeptieren.

    Das wird Dir aber in Wirklichkeit auch klar sein. Wer so einen Beruf wählt, weiß, was er tut. Du musst einen Partner aus der Szene finden. Normale Menschen schreckt so etwas zutiefst ab.

  5. 29.06.2010 13:32
    ich wette, auch bei EP gibt es genug Männer die eine devote Seite haben und diese liebend gern bei einer/ihrer Domina ausleben wollen.

  6. 29.06.2010 13:32
    Interessanter Thread zum Thema:

    http://www.elitepartner.de/forum/hat-ein-ex-callgirl-chancen-bei-normalen-maennern.html

  7. 29.06.2010 14:01
    Was soll die Frage? Komme überhaupt nicht draus...!

    Nein natürlich geht eine Domina als Partnerin nicht, geht's noch?!! Die Frage kann doch wohl kaum ernst gemeint sein... Und dann noch die schlimmste Variante der Prostitution, nämlich die für Perverse! (Jawohl, ich gebe es zu: ich finde Männer, die zu einer Domina gehen, einfach nur krank und pervers!)

    In dem von Frederika #4 genannten Thread wurden leider sogar Männer, die ein Ex-Callgirl als Partnerin kategorisch ablehnen, als intolerant gebrandmarkt. Soweit sind wir in unserer Gesellschaft mit dem "Toleranzedikt" also schon gekommen - höchste Zeit, dass das Pendel in unserer Gesellschaft wieder kräftig in die Gegenrichtung ausschlägt!

  8. #7
    29.06.2010 15:04
    Schön dass Du Deinen Beruf mit einer solchen Leidenschaft ausübst. Das finde ich grundsätzlich schon einmal gut. Im Mein Bett würdest Du trotzdem nicht kommen, selbst wenn ich eine devote Seite hätte. Ich teile gerne, aber niemals die Frau!

  9. #8 Gast
    29.06.2010 15:48
    Ehrlich gesagt mag ich Menschen mit Brüchen in ihrem Lebenslauf. Für mich also gar kein Ausschlusskriterium, wenn ich mich im übrigen in Dich verlieben würde. Ein paar Dinge müssten abgesprochen werden: zB verkehrst Du mit Deinen Kunden auch? Ich kenne Dominas, die das nicht tun. Hast Du privat eher eine dominante, eher eine devote oder eine "ganz normale" Seite etc. pp.

  10. #9 Gast
    29.06.2010 16:00
    naja, ich hätte keine mühe wenn sich die frau nicht sexuell stimulieren lässt... im gegenteil, gibt ja kaum ein mann der nicht davon träumt das seine frau auch mal was aus lack trägt oder ein paar versaute spielchen mit ihm macht...

    modern und offen denkende männer, so behaupte ich, können sowas unterscheiden...

  11. #10 Gast
    29.06.2010 18:13
    @6: Zunächst einmal hier die Definition von pervers:

    "Perversion, (lat. perversio „die Verdrehung, die Umkehrung“) bezeichnet eine stark bis sehr stark den vorherrschenden Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens, entgegenwirkende Tat. Heute wird es als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt.
    Im Sinne von „sexueller Perversion“ wird heute der wertneutralere Begriff Paraphilie verwendet." (Quelle: Wikipedia)

    Aufgeklärte Menschen sprechen heutzutage bei von der Norm abweichenden, sexuellen Neigungen eher von "Paraphilie", und von "Perversion" nur bei Praktiken, die gegen den Willen oder ohne aufgeklärtes Einverständnis des Lebewesens ausgeübt werden, an dem sie vollzogen werden (sofern überhaupt ein zweites Wesen einbezogen ist).

    Männer, die zu einer Domina gehen, sind nicht in dem Sinne krank - ganz im Gegenteil: Sie suchen fast immer einen Ausgleich für die Machtposition, die sie im Alltagsleben häufig inne haben. Sie tun das also (sich demütigen lassen) unter anderem auch, um nicht in ihrer Führungsposition den Sinn für die Realität zu verlieren.

    Frauen, die als Domina arbeiten, tun das selten aus dem Grund allein, dass sie die Vorstellung, andere zu quälen, geil macht. Der Beruf bringt eine ganze Menge Verantwortung für den wehrlos ausgelieferten Kunden mit sich, Anforderungen an die Selbstbeherrschung, erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Intuition, stählerne Nerven, im Zweifelsfalle schnelle Entschlusskraft und manchmal auch medizinisches und psychologisches Grundwissen,. sollte einmal etwas schief gehen.

    Auch manche im Herzen eigentlich devote Frau betätigt sich beruflich als Domina, als Ausgleich für ihr extrem unterwürfiges Verhalten im Alltag, und aus einem Gefühl starken Altruismus' heraus, Menschen helfen zu wollen. Der Gang zu einer Domina ist für viele Menschen Ersatz oder sogar Ergänzung zu einer Therapie.

    Gäbe es keine Dominas und Callgirls in Deutschland, wäre die Dunkelziffer der jährlichen Vergewaltigungen mit Sicherheit mindestens doppelt oder dreifach so hoch - und sie ist jetzt schon erschreckend und niederschmetternd.

    Sich in einem Partnersuche-Forum gegen Toleranz auszusprechen, kann ich nicht gutheißen. Gerade in unserer globalisierenden, immer multikultureller werdenden Welt sollte die Toleranz zumindest für Tätigkeiten, die niemandem schaden, unendlich und unerschöpflich sein. Dominas und Callfgirls tun mit ihrer Tätigkeit, ob man das nun gern glauben mag oder nicht - der Gesellschaft einen großen Dienst. Und ihr Job kostet viel geistige und körperliche Kraft.

    Eine professionelle Domina hat niemals, unter gar keinen Umständen, sexuellen Kontakt mit ihren Kunden. Will der Kunde intim berührt werden, nimmt das meist eine sogenannte "Zofe" (Assistentin der Domina) vor, nicht die Domina selbst. Zumindest in wirklich professionellen Kreisen. Die "Zofe" ist einer tatsächlichen Prostituierten meist ähnlicher, da sie auch intimen körperlichen Kontakt zu den Kunden hat. Das gilt nicht für eine Domina.

    Frauen aus Berufen des Sex-Business haben den Vorteil, dass sie meist einem breiten Spektrum an Praktiken, die das Intimleben bereichern können, aufgeschlossen gegenüberstehen. Wer sich einer solchen Frau vorurteilsfrei öffnet, anstatt an ihrem Beruf Anstoß zu nehmen, hat allein mit dieser Einstellung schon viel gewonnen. Vielleicht eine Frau fürs Leben - vielleicht auch nur eine Freundin durch dick und dünn. Auf jeden Fall aber jemanden, der sein Leben bereichern kann und auch wird.

  12. #11 Gast
    29.06.2010 18:14
    Auch ich finde Männer, die zu einer Domina/Prostituierte gehen, einfach nur krank und pervers! Und die Frauen, die das anbieten ebenso! m

  13. #12 Gast
    29.06.2010 18:39
    Hm, gestern hat sich eine Bekannte geoutet, sie arbeitet vier Tage die Woche als Domina und verdient viel Geld damit. Klar hat sie dadurch Kontakt zur Szene bekommen und ich glaube das macht schon was mit einem.
    Ich persönlich fange nichts damit an. Ich bin da kleinbürgerlich und konservativ und meine, dass sich so eine Rolle auf die Beziehung auswirkt.

  14. #13 Gast
    29.06.2010 19:35
    Oh ja ich glaube, dass das ein ganz schweriges Thema ist. Ich würde aber meine Domina auch nicht leilen wollen. Was in der Beziehung aus Leidenschaft geschieht, soll im Gegenzug im Job als Dienstleistungserbringung fie Brötchen einbringen...... Ist schon ein schwieriger Gedanke.

    Vielleicht bin ich da als Mann auch eine Fehlkonstruktion, mich würde es nie zu einer "Professionellen" treiben, ob Domina oder anders geartete Prostituierte. Was würde mich dort erwarten - Dienstleistung gegen Geld. Allein das Klientel mit dem die Dame dort umgeht würde mich schon abschrecken mit ihr eine Beziehung einzugehen.

    Wenn du leidenschaftlich Domina bist sollte die Peitsche schon für mich reserviert sein.

  15. 29.06.2010 20:18
    @10:

    1. Ich kenne die Definition von "Perversion" der modernen Psychologie. Allerdings zweifle ich eben genau die Richtigkeit und Tauglichkeit dieser Definition an, zumal sie jeglichen moralischen Aspekt m.E. völlig zu Unrecht ausblendet. "Pervers" ist für mich, was gemäss gesundem Volksempfinden als abnorm gilt. (Danach richtet sich m.W. weitgehend auch die Gesetzgebung und die Rechtssprechung. So sind bspw. in der Schweiz pornographische Darstellungen, die menschliche Ausscheidungen inkludieren, verboten, obwohl - nüchtern betrachtet - damit ja niemandem Schaden zugefügt wird. Aber das gesunde Volksempfinden erachtet dies halt einfach als abnorm - und das ist es nämlich auch!!)

    2. Deine Behauptungen von wegen Männer in Führungspositionen gingen zu Dominas usw. ist m.E. völliger Quatsch. Das ist so ein modernes Unterschichtenmärchen, mit dem die "kleinen Leute" sich gerne bestätigen möchten, dass sie selber eigentlich total normal und gesund seien, die "oberen Zehntausend" aber eigentlich alle nicht normal und "daneben", womit man sich dann einredet (bzw. selbst belügt), dass man eigentlich gar nicht zur Oberschicht gehören möchte (obwohl das natürlich jeder möchte). (Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen dazu.)

    3. Dein Konzept von "Aufgeklärtheit" ist m.E. völlig inadäquat. Man gebrauche den Begriff entweder unter Kenntnis der zugrundeliegenden (gesellschafts-)historischen Dimension (Wink mit dem Zaunapfel: 1789) - oder möge auf ihn verzichten!

    4. Wenn Du für grenzenlose Toleranz plädierst, dann müsstest Du konsequenterweise auch mein Plädoyer gegen Toleranz tolerieren. Tja, hier beisst sich die Katze in den Schwanz - und es bewahrheitet sich zum x-ten Mal, was ich schon längst weiss und immer mal wieder hier im Forum sage: diejenigen Menschen, die am lautesten nach Toleranz schreien, sind selber die intolerantesten, wenn es nicht mehr nach dem geht, was sie gerne möchten. Ich bleibe felsenfest dabei: Wir müssen lernen, wieder intolerant zu werden - sonst geht unsere Welt noch ganz zugrunde! Immerhin hat uns unsere Toleranz 09/11 und Schlimmeres beschert...!

    5. Wenn Du ein Mann bist, so entnehme ich Deinem Posting, dass Du eine (Ex-)Domina als Partnerin ohne Weiteres akzeptieren würdest. Richtig? Kann ich davon ausgehen, dass Du das in Deinem EP-Profil genau so stehen hast? Angesichts der von Dir geforderten grenzenlosen "Toleranz" und "Aufgeklärtheit" würde ich dies eigentlich nunmehr erwarten. Und es gibt hier auf EP sicher auch die eine oder andere ehemalige Domina, die gerne einen Partner möchte und Schwierigkeiten hat einen zu finden, wegen so verkorksten, unaufgeklärten Typen wie mir...

  16. #15 Gast
    29.06.2010 21:33
    @#14:

    Zu 1: Du lässt die offizielle Definition eines Fachbegriffes also nicht gelten und drückst ihr lieber deine eigene, persönliche Definition auf, die sich nach etwas richtet, was du als "gesunden Volksglauben" bezeichnest. Dieser Begriff an sich ist schon ein Oxymoron. "Volksglaube" an sich war noch nie sonderlich "gesund", eher schädlich und konfliktfördernd. Wie du leider auch eindrucksvoll durch deine Feindseligkeit beweist, die du hier an den Tag legst.

    Zu 2: Wenn du schon wissenschaftliche Untersuchungen zur Unterstützung deiner Aussage anführst, meine Behauptung sei "Quatsch", dann wäre es der Diskussion förderlicher, wenn du sie auch zitieren und eine Quelle dafür angeben könntest.

    Zu 3: Die Wörterbuch-Website Free Dictionary definiert das Wort "aufgeklärt" folgendermaßen:

    -1: Adjektiv: so dass man das volle Wissen über etwas hat
    -2: Adjektiv: vom Verstand bestimmt und ohne Vorurteile

    Der Website eigene Thesaurus ergänzt noch durch die Synonyme "vorurteilsfrei" und "realistisch".

    Ich spare mir lieber bissige Kommentare darüber, dass du die Bedeutung dieses Wortes nur in historischem Zusammenhang gebrauchst.

    Zu 4: Das einzige, was die Toleranz nicht tolerieren kann, ist Intoleranz. 9/11 wurde sicher durch so einiges verschuldet - nicht aber durch zu viel Toleranz. Hinter den Anschlägen steckten Leute aus einem Umfeld, das auf religiösem Fanatismus und Intoleranz gegenüber anderen Kulturen (insbesondere der westlichen) aufgebaut war - was übrigens in deren Heimatland als "gesundes Volksempfinden" gilt.

    Zu 5: Ja, eine Domina oder Ex-Domina würde ich als Partnerin ebenso in Erwägung ziehen wie eine Ex-Prostituierte, eine Krankenpflegerin oder eine Psychologin. Ich habe nicht explizit darauf hingewiesen in meinem Profil, da es mir in keine der Kategorien, die man frei konfigurieren konnte, so recht hineinzupassen schien. Der Beruf meiner Partnerin ist mir zunächst einmal egal. In jedem Berufsfeld finden sich liebenswerte Menschen.
    Ich würde dich nicht als verkorkst bezeichnen, nicht einmal in ironisch gemeinter Kritik. Du bist nur offensichtlich jemand, dem es nicht leicht fällt, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Das ist besonders für dich und die Menschen, die dich kennen sehr schade, denn wie man hier leider nun nachlesen kann, ist es kein Charakterzug, der dich sonderlich umgänglich macht. Ich kann nur hoffen, dass dein Aufruf zur Intoleranz ungehört verhallt - und vor allem die Fragestellerin nicht allzu sehr verschreckt. Dir persönlich jedoch wünsche ich, jemanden zu finden, der es schafft, deine Perspektive zu erweitern, ohne dir dabei zu starke seelische Schmerzen zufügen zu müssen.

  17. 29.06.2010 22:53
    @15:

    Du hast mein Posting (#14) an mindestens zwei Stellen sehr ungenau gelesen:

    - Mein "gesundes Volksempfinden" wurde bei Dir plötzlich zum "gesunden Volksglauben". Zwischen "Empfinden" und "Glauben" liegen Welten. (Ich würde Dir sogar zustimmen, dass "gesunder Volksglaube" ein Oxymoron sei. Aber das habe ich eben nicht geschrieben...)

    - Deine Unterstellung, ich gebrauche den Begriff "aufgeklärt" nur in historischem Zusammenhang, ist falsch. Ich habe vielmehr geschrieben, der Begriff sei "unter Kenntnis der zugrundeliegenden (gesellschafts-)historischen Dimension" zu gebrauchen - wobei das "zugrundeliegend" eben das entscheidende Wörtchen ist: Natürlich kann man den Begriff auch völlig ahistorisch verwenden, aber es schwingt trotzdem immer eine historische Note mit, die sich nicht einfach ausblenden lässt, genauso wie bspw. bei Begriffen wie "Sehnsucht", "Heimweh", "Weltschmerz" usw. immer eine romantische Note mitschwingt ("romantisch" natürlich im Epochensinn) - selbst wenn 'einfache' Leute die Begriffe verwenden, die nie in ihrem Leben von dieser Epoche gehört haben.

    M.E. ist übrigens "vom Verstand bestimmt" und "vorurteilsfrei" fast schon wieder ein Oxymoron: Denn wer seinen Verstand einsetzt, wird einsehen müssen, dass ein Leben und ein Denken ohne Vorurteile gar nicht geht. Jeder Mensch hat Vorurteile, und das ist - im richtigen Mass - auch richtig und wichtig so. Schlimm sind diejenigen, die gegen Vorurteile anreden, aber selber - häufig ohne sich darüber im Klaren zu sein - selber die krassesten Vorurteile hegen. I.d.R. sind diese Leute identisch mit den Toleranz-Heischern.

    Dass Du in Deinem letzten Absatz #15 eine Persönlichkeitsanalyse von mir anfertigst, finde ich zwar nett und gut gemeint von Dir, aber ich kann darauf gut verzichten. Ich finde nämlich schon die sog. 'wissenschaftlichen' Persönlichkeitsanalysen von den Psychologen qualitativ höchst fragwürdig (und das ist noch milde ausgedrückt) - umso fragwürdiger sind Ferndiagnosen von Laien, die mich aufgrund von zwei (!) anonymen Forums-Postings beurteilen.

    Dir Deinerseits wünsche ich, dass Du Deine (aktive oder ehemalige) Domina als Partnerin findest. Hoffentlich lesen ein paar Vertreterinnen dieser ehrenwerten Berufsgattung hier mit!

  18. 29.06.2010 23:44
    @#15/#16: Lasst bitte die Wortklauberei sein. Jeder kann verstehen, was Peter gemeint hat, wenn derjenige nicht böswillig ist. Es geht hier nicht um Definitionen und Wortverdreherei, sondern um unsere Meinung zur Titelfrage!

    Ob Perversion oder Paraphilie, wer solche Sehnsüchte hat, ist psychisch gestört (siehe Wikipedia, wo das so gut gefällt!). Nicht umsonst gibt es für Paraphilien auch ICD-10 Diagnoseschlüssel. Der Übergang zwischen vergleichsweise harmloser Störung und krankhafter Störung ist fließend und reine Definitionssache -- die wiederum hat mit unserem persönlichem Empfinden, um das es hier geht, nicht viel zu tun.

    Welcher Mann wird es gerne sehen, wenn seine Partnerin tagsüber fremde Männer in irgendeiner Form sexuell stimuliert und befriedigt, noch dazu mittels derart paraphiler Methoden? Ich glaube, hier wird man höchstens eine extreme Minderheit finden, die dazu nicht nur "ja" sagt, sondern auch dauerhaft ein "ja" leben würden. Die überwältigende Mehrheit normaler Männer wird keine Frau wünschen, die Sexdienstleistungen gleich welcher Art anbietet. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass über diesen Punkt wirklich ernsthaft diskutiert werden muss, wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst wäre!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paraphilie

  19. 29.06.2010 23:46
    Noch ein Nachtrag (nicht nur spezifisch @10/15, sd. allgemein):

    Die Fragestellerin schreibt, sie sei in dem Beruf "leidenschaftlich dabei". Das heisst, sie macht es ganz klar nicht aus finanzieller Not oder so, sondern weil es ihr Spass macht - mit anderen Worten: es macht ihr Spass, anderen Menschen (Männern) (psychischen und physischen) Schmerz zuzufügen. Menschen, denen es Spass macht, anderen Schmerzen zuzufügen, sind m.E. krank und pervers. Das ist für mich weder tolerier- noch verhandelbar.

    Dass der "Kunde" das Ganze freiwillig mitmacht, ja sogar so strohblöd ist, auch noch viel Geld dafür zu bezahlen, ist insofern zweitrangig, als die Freude am Zufügen des Schmerzes vonseiten der Domina bestehen bleibt. Oder war etwa der Kannibale von Rotenburg etwa auch kein Perverser??? Man könnte ja auch argumentieren, sein "Partner" (!) habe das, was der Kannibale ihm angetan hat, ja von sich aus gewünscht. Manchmal verstehe ich die Welt echt nicht mehr...

    Fazit: Für mich käme eine (Ex-)Domina nicht nur als Partnerin, sondern allgemein als Person in meinem Umfeld und für meinen Umgang absolut nicht in Frage. Es hat alles Grenzen, und für mich sind diese hier eindeutig überschritten.

  20. #19 Gast
    30.06.2010 07:13
    Ich muss mich schon sehr wundern, wie hier über diesen Berufszweig hergezogen wird. In einem katholischen Dorf in Bayern fände ich das ja noch halbwegs verständlich - aber in einem Partnersucheforum? Man sollte meinen, hier auch aufgeschlossene Menschen zu treffen.

    Dass bei Paraphilie eine psychische Abnormität vorliegt, ist unbestreitbar. Umso besser ist es doch aber, dass Menschen mit so einer abnormen Psyche, zumindest genug Bargeld vorausgesetzt, eine Zuflucht haben, wo sie in kontrollierter Umgebung mit Gleichgesinnten ihre Neigungen ausleben können, ohne dabei den Rest der Gesellschaft damit zu belästigen oder gar zu gefährden.

    Nach eurer Logik dürfte man ja auch nicht mit einer Sexualtherapeutin eine Beziehung eingehen. Denn im Grunde macht die Domina nichts anderes, als Menschen beim Ausleben ihrer Neigungen zu assistieren, und dabei auf sie aufzupassen.

    "Mit Leidenschaft dabei" kann man in vielerlei Hinsicht interpretieren. Kann auch heißen, dass sie es genießt, Menschen mit außergewöhnlichen Neigungen glücklich machen zu können (nichts anderes tut sie), die sonst niemanden haben, der das mit ihnen macht.

    Und noch einmal: Meines Wissens nach (und ich habe zumindest Freunde, die in der Szene aktiv sind, wenn ich es schon selbst nicht bin) berühren Dominas ihre Kunden nie auf irgendwie intime Weise.

    "Spaß am Schmerzen zufügen" würde ich auch nicht unterstellen. Spaß am Macht über andere ausüben, die sich freiwillig in die Unterwerfung begeben haben, das passt schon eher. Schmerz ist kein Selbstzweck in so einem intimen Spiel. Es ist immer nur Mittel zum Zweck. Mittel zur Lustempfindung nämlich. Eine Domina fügt den Männern keine psychischen oder physischen Schmerzen zu, denn im Kontext des Spiels zwischen Kunde und Domina bedeutet ein Hieb nichts als Luststimulation, bedeutet Erniedrigung nichts als innere, seelische Freiheit für den Kunden.
    Ich selbst bin nicht devot veranlagt, und ich würde auch die professionellen Dienste einer Domina nicht in Anspruch nehmen, weil ich nicht paraphil bin.
    Ich glaube aber, dass eine Domina durchaus bei der Arbeit ihre paraphilen Neigungen ausleben und dafür zum Ausgleich ein normales Liebesleben zuhause führen kann.

    Eine Sexualtherapeutin oder Masseuse kann das schließlich auch. Meist besser als andere Frauen mit weniger "erotischen" Berufen. Diese Wand aus Ablehnung, die hier einem Menschen nur aufgrund seines Berufes entgegengebracht wird, der ja noch nicht einmal darin besteht, anderen Menschen Schaden zuzufügen (die Kunden wollen das nicht nur, sie BRAUCHEN das, sie haben ein krankhaftes Verlangen danach, wenn ihr so wollt), kann ich einfach nicht verstehen.

    Wenn sie Soldatin wäre - okay. Da sehe ich Konfliktpotential. Wer will schon seine Geliebte in einem Kriegsgebiet verlieren? Oder noch schlimmer: Sie gezeichnet vom Krieg zurückbekommen und ihren seelischen Verfall hilflos mit ansehen müssen. Oder mit dem Gedanken leben müssen, dass sie dort getötet hat.

    Wenn sie Bordellinhaberin wäre und nur importierte Osteuropäerinnen ohne Visum beschäftigte - okay. Hochgradig unmoralisch, da ausbeutend und gesetzeswidrig. Das würde Ablehnung und Feindseligkeiten rechtfertigen.

    Aber eine Domina? Tut mir leid - meine einzige Erklärung für eure kategorische Ablehnung kann nur sein, dass ihr über das Thema einfach zu wenig wisst. Denn wenn ihr euch auskennen würdet, könntet ihr solche unglaublichen Feindseligkeiten dieser Person gegenüber nicht ausstoßen. Diese Frau tut praktisch einen Dienst an der Gesellschaft - zugegeben gegen Gutes Geld (was mich auch vermuten lässt, dass Peter mit seinem "Unterschichtsmärchen" etwas daneben lag - wer zu einer Domina geht, MUSS per se Geld haben), aber dennoch: Wenn es keine Dominas gäbe, gäbe es wesentlich mehr Sexualdelikte und/oder Selbstmorde, vielleicht auch Amokläufe. Eine sehr einfache Kausalitätskette. Verlieren alle Paraphilen diese Möglichkeit, ihre Neigungen auszuleben, setzt sie das ein unheimliches sexuelles Spannungs- und Frustpotential, das sich irgendwann Bahn bricht.

    Im Mittelalter verachteten die "braven Bürgersleut" den Berufsstand des Rattenfängers zum Beispiel ebenso sehr wie ihr heute den der Domina verachtet. Doch was wäre wohl passiert, wenn während der Schwarzen Pest die Rattenfänger aufgehört hätten, ihre Arbeit zu tun?

    Dann könnten wir heute nicht so selbstgerecht über die Nischenberufe UNSERER Zeit herziehen.

    Ich verabschiede mich aus diesem Thema mit einem traurigen Kopfschütteln. Mehr fällt mir dazu echt nicht mehr ein. Und so etwas schimpft sich "moderne Zivilisation"...

  21. #20 Berliner30
    30.06.2010 21:07
    @Domina: Hast du dich hier verlaufen? Du sagtest ja immerhin, das die dein Job Spass macht. Wie stellst du dir deinen Traummann vor und welche Berufe/Charaktere würden so eine Frau akzeptieren. Sicherlich gibt es solche, aber nur in sehr kleiner Anzahl.

    Für mich wäre das zwar sehr kurzfristig ein interessanter Gedanke aber insgesammt und immer ein NoGo.

  22. #21 Gast
    14.08.2010 21:24
    Haben die "normalen" Männer vielleicht nur Angst, sich mit einer Domina privat einzulassen. Wird hier nicht Beruf und Privatleben verwechselt. Den Beruf einer Domina kann nur eine Dame mit einem sehr hohen Verantwortungsgefühl und sehr gutem anatomischen Wissen etc. ausfüllen.

    Könnte es sein, dass sich Männer nicht trauen, mit einer starken Frau zusammen zu sein und nur die sexuellen Berufe als Auschlusskriterium nennen, da diese Frauen die Männerwelt sehr gut kennen und daher im Gegensatz zu den "normalen" Frauen einfach zuviel von Männern und deren Gefühlen und Gedankenwegen wissen?

    Genauso wie Männer oft "Angst" vor einer Frau haben, die einen Audi A5 oder höher fahren, den besseren Job haben, deutlich mehr verdienen und damit in einer zukünftigen Beziehung quasi ebenfalls -über- dem Mann stehen. Geht es eher darum?

  23. #22 Gast
    26.01.2012 07:46
    Hallo,
    Ich weiss die Diskussion ist ein paar Tage alt,
    nun gibt es aber ein paar Dinge die trotzdem hier mitteilen werde.

    Mein Name ist [Mod: Unzulässige Namensnennung gelöscht. Bitte registrieren Sie sich, wenn Sie wiedererkannt werden möchten!], ich bin 26 Jahre alt und komme und arbeite in Hamburg.
    Als Domina, genau so eine Perverse Frau, die andere Männer und Frauen qält, erniedrigt und auf wenn es besonders Spannend sein soll auch mal entführt und foltert.

    Ich und meine Gäste sind ganz normale Menschen wie es sie an jeder Strassenecke gibt, ja uns gibt es sogar an jeder Strassenecke.
    Dein Partner, ein Elternteil, dein Kind (ab18j) sie alle habe ich als Gast, mit einer sehr Intensiven Beziehung.

    das was wirklich schade ist, ist der Zustand das Anhänger des BDSM oft das Gefühl haben sie müssten sich verstecken, dieses hat schon manche Ehe zerstört.

    Klar stehe auch in einem Gewissenskonflikt, wenn ich aber manche Kommentare hier lese...
    wenn es euch nicht geben würde, wäre ich Arbeitslos. Also danke ich euch sogar für eure Borniertheit.
    Zu der Partnersuche, aufgrund meines Jugendlichen Alters und meiner Erfahrung in gewissen Dingen habe ich selber keine Probleme, verliebt sich sogar ständig jemand in mich.
    wenn ich irgendwann nicht mehr so "Frisch" bin, tja vielleicht melde ich mich dann hier an und hoffe das es euch hier nicht mehr gibt (natürlich weil ihr einen Partner gefunden habt).

    Teilweise habe ich verallgemeinert, Zweifel wen ich anspreche, dürften allerdings nicht entstehen.

    p.s. obwohl wir unter das Prostitutionsgesetz fallen sind wir keine Nutten die für Geld da machen was der Kunde verlangt.
    und noch nebenbei: der ICD-Schlüssel ist Tod.

    [Mod: Unzulässige Namensnennung entfernt.]

  24. #23
    28.01.2012 09:18
    Ich hätte nichts dagegen, wenn meine Partnerin als Beruf Domina wäre. Und ich habe auch nichts gegen die Leute, die sowas mögen.
    Unter der Bedingung: Für mich/uns nicht, weil ich nicht auf sowas stehe.
    Wichtig; Verständnis für die verschiedenen Arbeitszeiten, je nach Kundenwunsch.

    Für mich sind das emotionale Rollenspiele. Die Einen spielen z.B. Mittelalter, die Anderen Raumschiff Enterprise oder Star Trek, und Andere halt im BDSM-Studio. Jedem das Seine - mir das Meine.

  25. #24 Gast
    28.01.2012 13:59
    Ein sicherlich interessanter Beruf, kein Zweifel.
    Ich frage mich nur, ob durch diesen die Erotik in der Partnerschaft nicht leidet. Ich weiß von Prostituierten, die in ihren Beziehungen in Sachen Sex nur mehr ihre Ruhe haben wollen.

    Ich selbst habe die durchaus interessante Bekanntschaft zu einem Nachtclub-Besitzer nicht weitergeführt. Mag sein, dass ich egoistisch bin, aber lauter nackte Frauen um ihn herum waren mir dann doch zuviel - auch zuviel Rotlicht.

  26. 28.01.2012 14:49
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ein sicherlich interessanter Beruf, kein Zweifel.
    Ich frage mich nur, ob durch diesen die Erotik in der Partnerschaft nicht leidet. Ich weiß von Prostituierten, die in ihren Beziehungen in Sachen Sex nur mehr ihre Ruhe haben wollen.
    Wenn Du Dich gern versohlen lässt, wäre es durchaus möglich, dass sie dann zu Hause keine Lust mehr auf Machtspiele hat, ansonsten könnte es Dir egal sein. Sex haben sie, so wie sie sagen, nicht.

    Ich weiß nicht, ob eine Domina für mich in Frage käme, weil ich die Wahrscheinlichkeit betrogen zu werden höher einschätze als bei einem Beruf, wo die Kunden nicht geil sind bzw. werden.

  27. #26 Gast
    28.01.2012 14:52
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ein sicherlich interessanter Beruf, kein Zweifel.
    Ich halte solche Frauen für weder krank noch sonst was. Sie bieten eine Dienstleistung an, die von nicht wenigen Männern, auch verheiratete, gerne in Anspruch genommen wird und das dazu freiwillig!

    Regt euch ab und wertet bitte nicht Dominas ab, sondern fast euch an eure eigene Nase, bevor ihr andere Menschen ihre berufliche Tätigkeit ankreidet.

    Bernd50, ich finde deine Einstellung klasse.

    w 48

  28. #27 Gast
    28.01.2012 16:18
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich mach daraus kein Geheimniss, ich bin als Domina leidenschaftlich dabei seit ca 5 Jahren.
    Frauen reagieren auf diese Themen meistens schroff, allergisch bis hin zu verzweifelt, das liegt in der Natur der Sache, da würde ich mir nichts drauss machen.

    Es anzugeben ist natürlich insofern sinnvoll, da sich über diesen weg am ehesten ein "Severin" finden wird, der mit Deinen Talenten etwas anzufangen weiss.

    Sicher ist das eher für eine Minderheit interessant, aber es gibt so viele schräge Vögel hier ....
    viele Glueck

  29. #28
    28.01.2012 21:06
    Auch eine Domina ist ein liebenswerter Mensch und kein Schwerverbrecher. Ich habe eine im Bekanntenkreis und sie ist einer der tollsten Menschen, die ich kenne. Locker, intelligent, charmant und witzig. Und jemand mit dem man problemlos mehrere Pferde stehlen könnte.
    Sicher ist eine Frau mit Beruf "Domina" nicht das, was sich der Großteil der Männer als Idealpartnerin vorstellt. Aber auch auf den Topf passt ein Deckel, nur wird man den unter den höchst-seriösen Menschen, die sich hier tummeln (und die sicher auch ihre "Leichen im Keller" haben) eher nicht finden. Aber - why not? Einen Versuch ist es wert!

  30. #29 Gast
    29.01.2012 13:49
    Also mich schüttelt es vor Grausen vom ganzen Toleranz-Gesülze und den pro-Parnerin-trotz-Domina-Statements. Es scheint, die Bedürftigkeit mancher Männern kennt keine Grenzen.

    Wie weit muss ein Mann eigentlich in seiner Selbstachtung sinken bevor er es gut findet, dass seine Parnerin seinem Chef oder Nachbarn den nackten Axxx versohlt, seinen Hoden mit Elektroschocks traktiert, und es ihm dannach mit einem Handjob besorgt? Oder möchte gar mancher der Herren hier gerne Zuhälter sein?

    JEDE Frau mit Erfahrung im Sex-Business ist als Partnerin völlig indiskutabel, ganz egal ob Domina, Pornoqueen, Escort, Strippperin, GoGo, Nacktmodell, oder als ganz gewöhnliche Nutte. Selbstverständlich haben manche dieser Damen auch Partner, aber diese Herren haben zweifellos ganz genau das gleiche Niveau.

    m

Thema geschlossen