1. Frage:
    Gefragt am: 01.07.2009, 09:16 von Gast
    Der selbstbewusste Mann - wozu soll er/das eigentlich gut sein?!
    Es wird hier ständig von der Anziehungskraft des "selbstbewussten" Mannes geschrieben. Gemeint ist damit regelmäßig eben nicht der sich seiner selbst bewusste, sondern der DURCHSETZUNGSSTARKE Mann. Gleichzeitig lese ich viel Gejammer über die mangelnden Softskills der Männer. :-O Der - ob er nun (stääändig) stark IST bzw. immer sein kann oder nicht - stets um eine starke, Außenwirkung bemühte Mann meidet - folgerichtig, er hat keine Schwächen zu haben... - reihenweise gesundheitliche Prophylaxe - und steigt (nach Infarkt oder anderen "männlichen" Erkrankungen) letztlich im Schnitt 5 Jahre vor der Frau in die Kiste... Wozu also soll diese neandertaler Platzhirschgehabe eigentlich (immer noch) gut sein?
    Antworten:
  2. 01.07.2009 09:46
    Ich versteh den Sinn der Frage nicht so ganz.
    Ich suche mir mal einen Punkt aus: "letztlich im Schnitt 5 Jahre vor der Frau in die Kiste... " wäre ich zwanzig, würde ich auch eine 25 Jährige Frau gerne nehmen. Jetzt mit 30 suche ich was jüngeres um 25, da eine 35 Jährig zwecks Familie und Co schon ein gewisses Risiko (in Bezug auf Geburten) darstellt.Wäre ich 45, wäre es mir egal ob Frau dann vielleicht älter ist, sofern man ihr das nicht so deutlich ansieht oder sie andere Qualitäten hat bzw. besonders gut paßt.

    Ich denke schon, das ich mich sehr oft durchsetze, nur ist das keine so hochgelobte Eigenschaft, die Frau am Mann in der heutigen Zeit möchte. Egal ich bin nun mal so.

  3. #2
    01.07.2009 09:48
    Das hab ich eh schon oft geschrieben, die meisten Frauen wollen immer diverse unvereinbare gegensätze in einem Mann vereint sehen, was es aber so nicht gibt. Dann finden sie scheinbar doch einen und wundern sich, wenn sie nach jahren der täuschung draufkommen, dass der mann es nur vorgespielt hat bzw. aus heiterem himmel weg ist, weil er eine unkompliziertere gefunden hat. Ist doch eh immer der selbe schmarren.

  4. #3
    01.07.2009 10:19
    Also, ich finde, daß es ziemlich klar ist, daß Frauen auf selbstbewußte Männer stehen. Ich persönlich ziehe lieber das Wort "souverän" vor, um auszudrücken, wie ein Mann sein sollte. In der Tierwelt ist es ja auch so, daß die Männchen miteinander kämpfen und der Stärkere das tollere Weibchen abbekommt. Dann gibt es ja sogar Tierarten, wo der Gewinner dieser Kämpfe sich mit allen Weibchen paart und die Verlierer blöd aus der Wäsche gucken. Insofern ist das wohl auch bei den Menschen ein Erbe der Evolution. Ein selbstbewußtes, souveränes Auftreten wird wohl so interpretiert, daß der Mann tatsächlich stark ist, eben ein Alpha-Männchen.

    Mir persönlich geht es dabei jedoch nicht um aufgeblasenes Macho-Gehabe und Blendertum, sondern um echtes Selbstbewußtsein und echte Souveränität. Das beeinhaltet aber auch, daß der Mann eigene Schwächen kennt und diese gegenüber Menschen seines Vertrauens zugeben kann. Das ist dann für mich wiederum ein Zeichen von Stärke. Es geht dabei nicht um sowas wie "Supermann" und "Alleskönner".

    Ich glaube außerdem, daß auch Männer eher auf selbstbewußte - allerdings nicht übermäßig dominante - Frauen stehen. Wenn man einige fremde Menschen beobachtet - wen findet man dann interessanter? Denjenigen, der mit gerader, selbstbewußter Haltung und einem offenen Gesichtsausdruck den Raum betritt oder denjenigen, der Kopf und Schultern hängen läßt, dessen Blick zu Boden gerichtet ist und insgesamt unsicher wirkt? Ich denke, die Antwort fällt so gut wie bei allen Leuten gleich aus.

    Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, warum das so ist. Aber das gesamte Erscheinungsbild ist einfach schon attraktiver. Männer, die mit geradem Rücken und (normal) erhobenen Kopf gehen, sind in dem Moment größer (als wenn sie mit eingezogenen Kopf gingen), die Schultern sind breiter, die Haltung sieht einfach kraftvoller aus. Das alles sind ja Attraktivitätsmerkmale. Zudem glaube ich einfach, daß jemand, der selbstbewußt auftritt, auf andere interessant wirkt, weil die dann glauben, daß derjenige ja wohl tatsächlich was zu bieten haben muß, wenn er schon so auftritt. So nach dem Motto: Wenn derjenige selbst daran glaubt, "gut" zu sein, das muß da ja wohl was dran sein...

    Auch im sexuellen Bereich hat das Selbstbewußte Vorteile - bei Männern wie bei Frauen. Wenn man den anderen z.B. zum Sex "verführen" will, muß man zum einen über ein Grundmaß an Selbstbewußtsein verfügen, ansonsten würde man sich das gar nicht erst trauen. Zum anderen muß man ja davon überzeugt sein, daß der andere auf die Avancen anspringen wird, dazu muß er einen eben körperlich attraktiv finden und man selbst muß sich dieser Wirkung bewußt sein. Es ist vielleicht ein Klischee-Bild aber dennoch: Ich denke, daß viele Männer es heiß fänden, wenn die Frau ihrer Wahl einen Striptease für sie machen würde. Jetzt muß man sich einmal eine Frau vorstellen, die sich in ihrem Körper wohl fühlt und sich der Wirkung ihres Körpers und der Bewegungen auf den Mann bewußt ist... Und jetzt muß man sich eine verschüchterte, unsichere Frau mit Komplexen betreffend den eigenen Körper vorstellen. Egal, wie objektiv gut die Performance der schüchternen Frau ist - es wird meiner Meinung nach einfach nicht so gut rüberkommen wie bei der selbstbewußten Frau.

  5. #4
    01.07.2009 10:26
    1) Dass "Selbstbewusstsein" ein eigentlich völlig unsinniger Begriff für "Selbstvertrauen" ist, finde ich auch.

    2) Gemeint ist - meiner Ansicht nach - nicht der durchsetzungsstarke Mann, sondern derjenige, der *weiß*, wo "es lang geht". Dabei ist das Verlangen, andere dazu zu bekehren, mitzugehen, eher kontraproduktiv.
    Meiner Meinung nach suchen Frauen deshalb eher etwas ältere Männer. Verwurzelung in der Realität ist (bei Männern) attraktiv und Lebenserfahrung begünstigt nunmal den Realitätssinn.

    3) Eine starke Verwurzelung in der Realität und Soft-Skills schließen sich nicht wechselseitig aus, sondern komplementieren sich viel mehr.
    "Starkes" Verhalten mit mangelnden Softskills könnte vielleicht tatsächlich auf Blender hindeuten.

    4) Keine Schwächen haben zu dürfen ist meiner Meinung nach eine richtige Schlussfolgerung, aber eben von der falschen Prämisse ausgehend, es gehe um Dominanz.
    Jemand mit starkem Realitätssinn dominiert zwar schwächer aufgestellte Leute in dem Sinne, dass die Schwächeren ihr Weltbild dem des Stärkeren fast automatisch unterordnen, aber dazu muss der "Stärkere" keine wie auch immer geartete Anstrengung unternehmen. Alleine die Tatsache, dass er selbst vollends davon überzeugt ist, zu wissen, wie die Dinge laufen, zieht so manch einen in seinen Bann. Ich befürchte, die meisten Leute laufen ohne eigentliches Ziel oder Antrieb in einer Art Schlafwandel durch die Welt ("Zombies") und fühlen sich irgendwie seltsam geborgen, wenn sie jemandem begegnen, der einfach felsenfest davon überzeugt ist, dass er weiß, was er tut. Und warum er es tut.

    5) Es ist nicht so, dass alles Verhalten willkürlich ist. Du erwähnst es eigentlich selbst. Die Grundlage bilden immer noch die Gene.

  6. #5 Gast
    01.07.2009 11:26
    Natürlich suche ich einen selbstbewussten Mann. Einen Mann der sich über sich selbst bewusst ist, also alles vom äußeren zu seinen inneren Fähigkeiten, Wünschen. Ich suche keinen aggressiven Mann, der aus jeder Situation einen Kampfplatz macht.
    Ein Mann der sich nicht bewusst ist über sich selbst erzeugt immer wieder peinliche Situationen, weil er neben der Realität der anderen lebt.
    Das gleiche gilt für Frauen.

  7. #6 Gast
    01.07.2009 18:20
    Nun, an den Aussagen der Frauen hier im Forum sieht man das sie halt immer noch auf den Neandertalertypus stehen. So viel zur weiblichen Emanzipation und Weiterentwicklung seit der letzten Milllion Jahre ... so sehr ich viele meiner Mitmänner aufgrund ihrer oft vollkommen unbegründeten Aufgeblasenheit verachte, so absonderlich finde ich mittlerweile eben auch viele Frauen.

  8. #7 Gast
    01.07.2009 19:35
    Vielleicht läßt sich das tatsächlich nur biochemisch erklären?

    Also schlicht und einfach - wie bei den Neandertalern - : Arterhaltung uns sonst nix. Daher die immerwährenden Parallelen zum Affenfelsen.

    Gleichberechtigung, eine anregende Kommunikation, komfortables Alter, Gerichtsshow-TV etc. pp. blabla sind alles nette Gedankenspiele eines Lebewesens, das seinen Geist überschätzt und die tierische Natur vergessen hat bzw. in irriger Annahme überwunden zu haben meint. Letzteres erklärt gleich mit, wieso Worte und Taten so oft auseinander klaffen ;-).

  9. #8
    02.07.2009 14:09
    @#8.3 Ganz deiner Meinung.
    Back to the roots ;)

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