- Frage:
"An einer Trennung haben immer beide Schuld" -- wahr oder nur blöde Küchenpsychologie?Es gibt mannigfache Ursachen für Trennungen und in der Mehrheit der Fälle haben natürlich tatsächlich beide Partner zum Scheitern der Beziehung beigetragen. Aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass es durchaus etliche Trennungen gibt, an denen einer der Partner die alleinige oder zumindest drastisch überwiegende Schuld trägt beziehungsweise unabhängig von moralischen Erwägungen sein Verhalten ursächlich war. Was sind Eure konkreten Erfahrungen mit Beziehungen und Trennungen bei Euch selbst und im Bekanntenkreis? Wie verteilten sich dort die Schuld, Ursache und Gründe?Antworten: -
Wir haben gestern in interessanter Runde auf einer Party darüber diskutiert und folgende reale Fälle erörtert:
1. FREMDGEHEN -- Ein mir persönlich bekannter Controller gab im beruflichen Umfeld unter Kollegen regelrecht damit an, dass er fremdgeht (Callgirls, ONS mit Kolleginnen) und seine Frau nichts davon merkt. Sie war eine ebenfalls erfolgreiche, sehr selbstbewusste und gutaussehende Juristin. Auf die Frage, warum er das macht, antwortete er: "Weil ich es kann! Weil es mir den Kick gibt, dass ich andere Frauen nebenbei haben kann und sie es nicht merkt!" Ob was mit seiner Ehe nicht stimmte? Ganz im Gegenteil, beide waren zufrieden, das Sexualleben war erfüllt, viele gemeinsame Interessen vorhanden. Er war einfach nur ein Arshloch. Erst nach etlichen Jahren flog sein Fremdgehen wegen einer Geschlechtskrankheit auf und sie ließ sich scheiden.
2. FREMDGEHEN -- Ein Bankkaufmann ist mit einer Laborantin verheiratet, sie erwarten ihr erstes Kind. Der Mann geht während der Schwangerschaft mehrfach mit einer Kollegin fremd, die ihn schon lange begehrte. Seine Begründung: "Das Sexualleben war durch die Schwangerschaft nichts mehr wert, er bräuchte seine regelmäßigen Ölwechsel". Das Ende: Eine alleinerziehende Mutter mehr. Beide sind jetzt Single. Die Affäre blieb eine Affäre.
3. HÄUSLICHE GEWALT -- Ein Anwalt und eine Anwältin führten seit fünf Jahren eine glückliche Ehe und bauten zusammen ein Haus. Es kommt wegen Nichtigkeiten und Stress zu einem wortgewaltigen Streit, bei dem er sie das erste Mal in ihrer Beziehung schlägt: Nasenbruch und aufgeplatze Lippe. Sie trennt sich sofort und reicht die Scheidung ein.
Aber auch in vielen weniger eindeutigen Fällen denke ich, dass oft einen wesentlich mehr Schuld trifft als den anderen:
Fremdgehen ist für mich immer einseitige Schuld, selbst wenn die Situation, wegen der fremdgegangen wird, durch beiderseitige Schuld entstand. Wer nicht mehr glücklich ist, muss sich erst trennen und dann einen neuen Partner suchen. Solange keiner fremdgegangen ist, kann noch alles gerettet oder zumindest anständig abgewickelt werden. Nach dem Fremdgehen ist eigentlich immer alles verloren und der Partner so tief verletzt, dass nur in Ausnahmefällen noch Rettungschancen bestehen.
Auch plötzlich auftretende Macken und Unarten eines der beiden Partner führen aus meiner sicht oft zu einem sehr ungleichem Schuldverhältnis wie 80:20. Wer sich plötzlich selbst verwirklichen muss, nächtelang durcharbeitet, sich völlig abkanzelt und entgegen aller Bemühungen seines Partners nicht auf Gespräche, Friedensangebote und Kompromisse eingeht, den trifft eben mehr als nur die Hälfte der Schuld.
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Oder auch positiv ausgedrückt:
Partnerschaft erfordert aktive Arbeit! Man muss Partnerschaft aktiv gestalten. Man muss kommunizieren, was einem nicht gefällt; was man gerne machen würde und was einem fehlt. Man muss bereit sein, auf den anderen zuzugehen und Kompromisse zu schließen!
Genau deswegen trifft auch jenen bei "harmlosen Trennungen" der Großteil der Schuld, der diese Beziehungsarbeit nicht aktiv leistet oder gar boykottiert.
Ich halte daher "an einer Trennung haben beide gleichermaßen Schuld" für eine der dämlichsten und am wenigsten zielführenden Phrasen der Küchenpsychologie. Nichtsdestotrotz haben natürlich tatsächlich oft beide Partner ursächlich zum Scheitern beigetragen, nur eben nicht unbedingt im gleichen Maße. Und natürlich gibt es Trennungen, an denen letztlich keiner wirklich Schuld hat, sondern wo nur erkannt wird, dass es eben nicht wirklich passt oder nicht für immer lebbar ist.
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Liebe Frederika
Sehe ich genauso-Partnerschaft erfordert aktive Arbeit! Man muss Partnerschaft aktiv gestalten. Man muss kommunizieren, was einem nicht gefällt und was nicht; was man gerne machen würde und was einem fehlt. Man muss bereit sein, auf den anderen zuzugehen und Kompromisse zu schließen!
Wie würdest du reagieren- wenn du selbst dem Mann gesagt hast, wenn er dich betrügt soll er es zu dir sagen, du könntest verzeihen wenn das GEständnis von ihm kommt, statt das du es von anderen hörst. Der Mann aber nicht wahrhaben will, das in einem attraktiven Wesen auch viel Charakter steckt und dich mehrmals betrügt, es regelrecht provoziert, um nicht einzusehen das dein wesen mit deinem Charakter übereinstimmt, du es von anderen hörst und nachdem du das auch von allen anderen weißt, er es gesteht. Für dich ein ganz klares aus, ohne Beleidungen dich trennen kannst, ohne den anderen in seiner Person zu verletzen dich trennen kannst.
Er nach einem halben Jahr angekrochen kommt von wegen es tut ihm leid, er hatte meinen Wert nicht zu schätzen gewusst. Du aber weißt nach dem aus war, er eine andere Beziehung hatte und selbst betrogen wurde. Wie reagierst du darauf? Ich habe so ein Erlebnis hinter mir.
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Ja Frederika. Ich stimme dir voll zu. Meistens trägt einer die Hauptschuld. Schlimm ist, wenn der andere Partner sich jahrelang demütigen lässt und dabei mitspielt, weil er Angst vor dem Alleinsein hat. Das sind nicht wenige Fälle.
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@#4: Ich würde hier gerne die Titelfrage diskutieren und keine persönlichen Probleme, die vom Thema nur ablenken.
Kurz gesagt: Ich würde niemals einem Mann versprechen, dass ich einen Seitensprung verzeihen würde. Das ist doch schon der Fehler. Außerdem ist eine Beziehung nach Fremdgehen meiner Meinung nach hoffnungslos gescheitert, denn das Vertrauen wird niemals wieder so sein wie vorher. Drittens würde ich niemals eine gescheiterte Beziehung wieder aufwärmen. Mein Rat: Nimm ihn nicht zurück, sondern suche Dir einen anständigen Mann, der Dich nicht betrügt und der keine Altlasten hat.
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Vordergründig ist es sicher so, dass ein/e Partner/in einen grösseren Anteil am Scheitern einer Beziehung trägt. Aber wenn man davon ausgeht, dass jemand nicht nur aus purere Lust fremdgeht, hat der andere Part mittelbar auch 'Mitschuld'. Welche von beiden höher zu bewerten ist - kann man das überhaupt so sehen? Lässt sich alles gegeneinander aufrechnen?
Entweder finden beide einen Weg des Umgangs mit ihren Problemen oder es bleibt nur die Trennung als Lösung.
Oder erweiterte Frage: Wem sollte es helfen, wenn eine/r 'mehr' schuld ist? Einer ist der Sündenbock und der andere kann abwälzen? Ist es nicht besser, wenn beide ihren Anteil am Scheitern anerkennen und daraus lernen können?
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Ich kann Frederika hier nur zustimmen. Wenn eine Beziehung scheitert, liegt die Schuld nicht zu gleichen Teilen bei beiden Partnern. Und in vielen Fällen liegt es an mangelnder Kommunikation. Aber was soll man machen, wenn man selbst alles versucht hat (kommunikationstechnisch), die ganzen Bemühungen beim Partner aber nicht ankommen oder keine Verhaltensänderung herbeiführen.
Bei Gewalt, Alkohol-/Drogenmissbrauch, Fremdgehen trifft allerdings nicht den Partner die Schuld, der das alles nicht macht. Derjenige, der sich nicht im Griff hat, hat ein Problem und sollte es nicht auf den oder die anderen projizieren. Ausreden wie in Frederikas 2. Beispiel kann ich nicht mehr hören. Dass sich bei einer Schwangerschaft auch in der Partnerbeziehung vieles ändern kann (nicht muss), weiß man einfach vorher. Da muss man dann eben durch.
Zu #4 (auch wenn Frederika hier gefragt war): Sollte ich von anderen erfahren, dass mein Partner fremdgeht, dann war es das, egal welche Erklärung/Ausrede er parat hätte. Denn das ist für mich die übelste vorstellbare Situation, wenn alle (Freund, Kollegen. Familienangehörige) Bescheid wissen, und ich es als letzte erfahren würde. Das geht überhaupt gar nicht.
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Ich glaube nicht, daß man diese Frage so eindeutig beantworten kann. Diese Situationen, die Du schilderst, Frederike, haben doch alle auch eine Vorgeschichte. Die Verhaltensweise, sich einfach zu nehmen, wonach es einem gerade gelüstet, hat sich mit Sicherheit vorher schon auf vielen anderen Ebenen ausgedrückt und gezeigt.
Leider neigen viele dazu (häufig Frauen), erfahrene Kränkungen, Demütigungen und Zurückweisungen hinzunehmen und zu verdrängen, weil die Angst vor den Konsequenzen, wie z.B. Trennung und alleinsein sein zu müssen, sehr groß ist.
Jemand, dem keine Grenzen aufgezeigt werden, nimmt sich dann nach und nach immer mehr heraus.
Wer hat denn dann die Schuld? Der, der macht oder der, der mit sich machen läßt?
Das, was dann am Ende von außen für andere sichtbar wird, ist oft das letzte Glied einer langen Kette.
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@FS,
ich bin ein spiritueller Mensch (i.S.v. http://www.elitepartner.de/forum/wie-steht-ihr-zum-spirituellen-glauben.html) , bezogen auf deine Frage bedeutet das in meiner Weltanschauung:
Ich habe komplett die Eigenverantwortung für mein Leben übernommen, denke nicht mehr in den Dimensionen Vorwurf, Schuld, Macht. Mein Partner ist weder verantwortlich dafür, dass ich glücklich bin noch, dass ich unglücklich bin. "Macht" über mein Leben habe nur ich selbst. Es gibt kein vorbestimmtes Schicksal und keine Zufälle.
Wenn mich jemand betrügt und ich leide, dann hat das reichlich mit mir und meiner ursprünglich getroffenen Partnerwahl zu tun. Ich lasse etwas zu, lasse einen Menschen, der mich später verletzt in mein Leben. Natürlich würde ich mich angesichts der Beispiele von #1 auch trennen, aber ich würde keinesfalls die Alleinschuld auf den Fremdgeher abwälzen. Das machte mich lediglich zum Opfer.
Ich würde meine Anteile untersuchen und mich fragen, was ich daraus lernen darf. Mit der "Schuld" umzugehen fremdgegangen zu sein, muss der Fremdgeher alleine klar kommen, es ist sein Spiegel, in den er sieht.
Wenn ich deine Frage ummünze auf eine Arbeitgeber- Arbeitnehmerbeziehung, lässt es sich emotionsloser betrachten:
AG stellt AN ein und ist zunächst völlig begeistert. AN benimmt sich nach einiger Zeit geschäftsschädigend (stößt Kunden vor den Kopf, macht blau, klaut, ...). AG schmeißt ihn raus - und fragt sich "Warum habe ich den bloß damals eingestellt, auf welche schönen Bewerbungssprüche bin ich reingefallen, was an diesem Lebenslauf hätte mich von Anfang an hellhörig werden lassen müssen?" und ist in Zukunft sensibler dafür, wen er einstellt.
Vielleicht verlässt er sich künftig mehr auf sein Gespür, als auf gute Noten, sieht in der Probezeit künftig genauer hin. Jeder geschäftstüchtige Unternehmer verbessert jetzt an SEINEN Kriterien etwas. Ein "seufz, immer diese blöden Bewerber, man weiß nie, was man kriegt, alle wollen bloß ihren Vorteil", sorgt dafür, das alles bleibt, wie es war. Nur wer sich selber anschaut, wer die Verantwortung für die Situation übernimmt, verändert erfolgreich die Zukunft.
Der AN muss sich allein dafür verantwortlich machen, dass er rausgeworfen wurde. Will er künftig seinen Job behalten, muss er sich grundlegend ändern oder einem dauerhaft blinden AG finden. Er hat also mit seinem Anteil zu tun und muss seine Aufgaben lösen.
Umgemünzt auf eine Partnerschaft: ein notorischer Fremdgeher wird instinktiv wieder die Partnerin finden, die er lange genug betrügen kann. Wer sich die Frage stellt, ob es bei einer Trennung eine Alleinschuld (beim anderen) geben kann, der hat schon verloren, nämlich für seine eigene Zukunft etwas zum Positiven zu ändern.
Würde ich jemanden kennen lernen, der mir von seinen Exbeziehungen erzählt i.S.v. die Ex hatte grundsätzlich die Hauptschuld der Trennung, dann käme er für mich nicht in Frage. Ich wünsche mir von den Menschen Eigenverantwortung, Differenzierung und Lernfähigkeit.
w, 41
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Also auf die Fragestellung einschließlich der ersten beiden Antworten der FS lässt sich Folgendes antworten:
Was ändert es am Trennungsverhalten, wenn sich hier im Thread herausstellen sollte, dass einer der Partner in der Regel die Hauptschuld an der Trennung trägt? Bestenfalls moralisch ein ruhigeres Gewissen, denn vor unserem deutschen Scheidungsrecht ist dies nämlich mittlerweilen völlig egal.
Die geschlechtsneutral formulierte Frage ist unglaubwürdig, denn die Beispiele sind alles andere als geschlechtsneutral. Also doch wieder nur neue Munition gegen Männer?
Jeder Häftling ist aufgrund seines begangenen Verbrechens selbst schuld, wenn er in den Knast kommt, nicht der Richter, der ihn verurteilt. So ist man auch selbst Schuld am Fremdgehen des Partners, wenn man diesen trotz intensivem Bemühen und Gesprächsangeboten abweist, nur noch sehr selten zum Zug kommen lässt, ihn lieblos behandelt, die Beziehung einschlafen lässt, ständig herumnörgelt, etc. oder wieviel Kompromissbereitschaft und Verständnis erwartest Du von jemandem, der sich ehedem in einen wahren auch sexuell aktiven Traumpartner verliebte, der irgendwann mal zum Murmeltier mutiert ist (hatten wir hier schon in einigesn Threads)?
Du sagst, dann soll man sich erst Trennen bevor man fremdgeht. Was bessert sich dadurch, dass der betrogene Partner erst hinterher erfährt, dass man wegen eines neuen Partners verlassen wurde, weil man dem Partner nicht mehr getaugt hat? Sollte ich dann sagen: "Ich gebe zu, an unserer Trennung zu 80% schuld zu sein, also tröste Dich mein Schatz, es liegt nur zu 20% an Dir?"
Ich halte das für falsch, weil man dann nicht einmal mehr den Hauch einer Möglichkeit hat, vielleicht tatsächlich zu verzeihen und um einen langjährige Beziehung zu kämpfen, weil der fremdgehende Part nicht mehr den Hauch einer Chance hat umzukehren und sich eines Besseren zu besinnen und weil dieses Verhalten noch zu viel mehr Trennungen führen würde.
Ich kenne auf jeden Fall einige Partnerschaften, wo beide Ihren Teil der Schuld, unabhängig vom Verhältnis eingestehen konnten und die auch nach Affären glücklich noch jahrelang hielten.
Wer sich bedingungslos an die soziokulturell geprägten widernatürlichen monogamistischen Beziehungsvorstellungen klammert, darf sich aber nicht über die realen Konsequenzen des Fremdgehens und der daraus resultierenden Trennungen beklagen.
M/46
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Die weit verbreitete Philosophie der gemeinsamen Schuld ist m.E. nur juristisch zu rechtfertigen. Ehe ist Risiko und finanzielle Folgen bei Trennungen die Schuld, die ein Paar begleichen muss, Vermögens- und Versorgungsausgleich die logische Folge.
Psychologisch ist das anders: Wer sich in eine Therapie begibt, kann nur an sich selbst etwas ändern, nicht am ehemaligen Partner. Da geht es auf die eigene persönliche Schuldsuche als Mittel zum produktiven Umgang mit einer guten Zukunft. Dieses Kehren vor dem eigenen Haus ist sicherlich in manchen Fällen unberechtigt, weil die Verlassene wirklich schuldlos sein mag. In solchen Fällen ist es aber nicht überflüssig, eine Therapie zu machen, denn sie kommt einer Inventur gleich und die kann nur nützlich sein. In den seit den neunziger Jahren von Psychotherapien sehr stark beeinflussten gesellschaftlichen Bewertungen ist Deine Küchenphilosophie eher eine Therapiephilisophie, noch in den Siebzigern hätte nie jemand so in gemeinsamer Schuldsuche gegraben, so wenig, wie die Kriegsgeneration den Begriff Kriegstraumata kannte.
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@#10: Nein, du missverstehst die Intention der Fragestellung. Mir geht es hierbei darum, die alberne und zu kurzgedachte Küchenpsychologie zu entlarven, die Schönrederei zu beenden und Tacheles zu reden: Manchmal bauen beide Scheiße, manchmal aber auch nur einer. Und ganz selten ist es zufällig genau 50:50. Das ist das Thema.
Am Trennungsverhalten oder den Trennungsgründen ändert sich durch die psychologische Richtigstellung natürlich gar nichts, allerdings empfinde ich es immer wieder als Hammer, wenn Menschen, deren Partner fremdgeht, schlägt, säuft oder sonstwie moralisch vergeht, dann auch noch zu hören bekommen, es wären immer beide Schuld. Nein, das ist ganz klar nicht der Fall.
Sicherlich gibt es, wie bereits oben erwähnt, durchaus Fälle, in denen sogar keiner Schuld hat, sondern sich die Partner wirklich auseinandergelebt haben,. Aber es gibt eben auch Fälle, in denen einer nach besten Wissen und Gewissen und sogar entsprechend aller Empfehlungen an der Partnerschaft arbeitet und investiert und der andere dennoch ein Armleuchter ist und seinen Teil nicht erfüllt.
Was ich meine ist: Wer "ja" sagt zu dem Ansatz "an einer Beziehung muss man arbeiten", der muss auch logischerweise "ja" sagen zu dem Ansatz "wenn einer nicht mehr dran arbeitet, trifft ihn die Schuld". Oder etwa nicht?
Zum "erst trennen, dann fremdgehen": Nun der erste Hauptunterschied besteht darin, dass gesundheitliche Risiken ausgeschlossen werden und zweitens dass man nicht gegen die Moral verstößt und den anderen unendlich tief verletzt und dessen Vertrauen missbraucht, wenn man sich erst trennt und dann einen neuen Partner sucht. Ohne Vertrauen kann man keine Partnerschaft führen und niemand sollte Vertrauen missbrauchen oder missachten, wenn es irgend geht. Im Falle von Fremdgehen ginge es immer. Man könnte sich immer erst trennen oder aber das Fremdgehen sein lassen.
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Ich muss Frederika auch recht geben. Wenn man demjenigen, der betrogen wurde, auch noch sagt, er ist selbst schuld, fühlt sich das genauso an, wie einem Vergewaltigungopfer zu sagen, hey, du bist auch selbst Schuld. Was gehst du auf die Straße, warum verbarrikadierst du nicht dein Haus, warum trägst du einen Rock...das regt doch an.
Wie würde dieser Mensch sich fühlen?
Würde jemand wagen sowas zu sagen?
Ich wurde auch betrogen. Grundlos, denn ich wollte Sex. Er war viel auf Geschäftsreise, da holte er ihn sich woanders. Ich nicht. Als mir noch gesagt wurde, ich sei auch Schuld am Scheitern der Ehe, war das wie eine seelische Vergewaltigung...
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Trennungen können viele unterschiedliche Ursachen haben.
Manchmal wird sie durch beide Partner herbei geführt, manchmal nur durch einen oder allgemein durch die persönliche Entwicklung beider, mit der Folge, dass das Paar sich auseinander lebt.
Gefährdet einer der Partner die Beziehung durch sein Handeln so hat er die Verantwortung zu tragen. Immer und zu jeder Zeit sind die Menschen für ihr Handeln verantwortlich und haben somit natürlich auch bestimmte Situationen zu verantworten.
Die Schuldfrage stellt sich nicht. Mit Schuldzuweisungen wollen sich die Menschen frei machen. Wenn jemand tödlich verunglückt wird ein Schuldiger gesucht um den Verlust besser zu verkraften. Um seine eigene Ohnmacht nicht spüren zu müssen.
Doch das alles ändert nichts. Immer auch auf sich selbst schauen und sehen wo der eigene Anteil liegt. Wenn man alles richtig gemacht hat, ist es gut, wenn nicht kann man dazu lernen.
Wir können andere Menschen nicht ändern, aber wir können unsere Sicht der Dinge ändern.
Jeder wünscht sich so akzeptiert zu werden wie er ist, aber wir haben alle auch unsere Fehler und es wird immer auch Menschen geben deren Moralvorstellungen etc. wir nicht genügen. Irgendwann kommt der Finger der auf uns zeigt und sagt: Ihr seid schuld.
Ich will sagen:
sucht nicht den Schuldigen, denn es geht um Verantwortung.
Schaut lieber wie ihr verantwortungsbewusst leben und die Welt reicher machen könnt.
w30
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Ich bin kein besonders spiritueller Mensch (Bezug zu #9), aber die Kategorie der "Schuld" ist auch für mich eine, die wenig konstruktiv ist. Sie verstellt den Blick für das "Dahinter"- also die Befindlichkeiten, Mechanismen, Menschen und Geschichten. Man kommt damit meist nicht weiter. Aber es ist sicher einfacher, von "Schuld" zu sprechen und sie dann zuzuweisen.
Ich denke, dass sehr sehr häufig nicht nur einer verantwortlich ist für das, was passiert. Sondern beide ihren Anteil daran haben. Ich selbst habe nicht nur einmal sehr schmerzhafte Geschichten in Beziehungen erlebt - und verurteile die Männer deswegen trotzdem nicht. Was heisst schon "Schuld"...? Wenn eine Partnerschaft "gesund" und erfüllt ist - dann endet sie nicht. Wenn also ein Partner den anderen betrügt oder verletzt, dann ist dieses Partnerschaft eben nur vordergründig so toll - oder der "Verursacher" irgendwie ver/ge-stört, überfordert mit etwas, das er nicht mitgeteilt hat und das in ihm schwelt... das entschuldigt ihn/sie nicht, aber es erklärt vielleicht besser eine Situation, die durch Schuldzuweisungen nur scheinbar einfacher zu fassen wird. Klar kann es Fälle geben, wo ein Partner zB einfach einen immensen trieb oder/und ein Egoproblem hat - und trotz eigentlich (schon wieder eine Einschränkung!) guter Partnerschaft betrügt und lügt. Dann kann der betrogene Part sicher nicht viel dafür. Meistens ergibt sich eine Trennung ja aber aus einer Vorgeschichte, an der beide Anteil haben. Ich denke: auch ich haben meinen Anteil an den meinen - und sei es nur dadurch, dass ich geblieben bin, wo ich schon längst hätte gehen sollen oder reden - dass ich nicht für mich gesorgt habe... und der andere dadurch auch von Voraussetzungen ausgegangen ist, die gar nicht zutreffen.
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Ich finde, es macht keinen großen Unterschied, ob man von "Schuld" oder von "Verantwortung" spricht.
Die Verantwortung für das Scheitern einer Beziehung immer beiden Partnern zuzuteilen, ist modern.
Manchmal stimmt es aber einfach nicht.
Der notorische Fremdgänger, der seine treue und gutgläubige Frau immer wieder betrügt, zerstört die Ehe durch sein Verhalten.
Auch die Frau, die ihren gutmütigen Freund nach Strich und Faden ausnutzt, um ihn dann für einen wohlhabenderen Mann zu verlassen oder zu ihrem Ehemann zurückzukehren, muss die Verantwortung für das Scheitern der Beziehung übernehmen.
"Beide sind Schuld" ist Küchenpsychologie und doofes Psycho-Gelabere, das dem verletzten und verlassenen Menschen oft auch noch die letzte Würde nimmt.
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FS, ich stimme dir zu:
"dass an der Trennung einer der Partner die alleinige oder zumindest drastisch überwiegende Schuld trägt".
So habe ich es privat beobachten können.
Bei noch tieferem Blick fällt mir auf, dass die Schuldhandlung eine Folge von Disharmonien ist.
Einer der Partner bleibt in irgendeiner Weise unbefriedigt oder auf der Strecke, unterdrückt etwas.
Deshalb ist es unbedingt wichtig, dass beide Partner sich von Anfang an "echt" zeigen, mit allen sogenannten Vorteilen und Nachteilen.
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Bei einer Trennung spielt die "Schuld" doch gar keine Rolle. Überhaupt die Frage danach zu stellen ist für mich Küchenpsychologie.
Auch der notorische Fremdgänger hat Gründe für sein Handeln. Und nur weil wir diese nicht nachvollziehen können, weisen wir Schuld zu. Tatsache ist doch: Wäre er konsequent in seinem Handeln, würde er sich trennen BEVOR er fremdgeht. Die Beziehung ist also zu Ende. Niemand würde von Schuld reden. Und es ist auch nicht erwiesen, dass Gespräche die Paare zusammen halten...vielleicht passen sie einfach nicht zusammen und das Fremdgehen ist tatsächlich nur ein Symptom der kranken Beziehung.
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@#18: Ich habe die Frage auch absichtlich in den Schlussworten so gestellt, dass man sowohl Schuld (moralische Verfehlung) als auch Ursache und Gründe diskutieren kann.
Fakt ist doch aber: Eine Trennung wird irgendwo durch hervorgerufen, oft durch das Verhalten der Partner. Die Frage richtet sich darauf, ob oft einer der Partner durch sein Verhalten mehr zur Trennung beiträgt als der andere.
Schuld als moralische Verfehlung kann ich immer dann erkennen, wenn gegen etwas verstoßen wird, dass die Partner sich gegenseitig versprochen haben zu halten, z.B. Treue und Exklusivität, aber auch Schutz und Fürsorge, Aufrichtigkeit und Füreinandereinstehen. Diese Versprechen werden oft sogar explizit, nahezu immer implizit gegeben. Genau deswegen darf meines Erachtens auch von Schuld gesprochen werden, wenn man ein Versprechen bricht oder gerechtfertigte und fundamentale Erwartungen nicht erfüllt.
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum "Schuld" und "Verantwortung" heutzutage für viele so negativ klingen. Genau dieses ablehnende Verhalten von so fundamentalen Konzepten der Moral ist doch ursächlich für die heutige Zerrüttung so vieler sinnvoler ethischer Traditionen.
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Hallo Samira,
hier ist noch mal Nr 16.
ja, manchmal ist das Fremdgehen ein Symptom der kranken Beziehung - das sehe ich auch so.
Manchmal ist das Fremdgehen aber auch ein Symptom des Charakters des Fremdgängers.
Die nächste Partnerin wird er wieder betrügen.
Dann hilft es wenig, wenn sich die betrogene Partnerin das Hirn darüber zermartert, wie sie die Ehe retten kann oder - noch schlimmer - was sie falsch gemacht hat. Sie verlängert damit nur ihr Leiden.
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@19
Schuld ist ein negativ belegtes Wort. Das kannst Du nicht abstreiten. Verantwortung klingt da deutlich besser.
Wie sieht es denn mit der Verantwortung für das Gelingen einer Partnerschaft aus? Gibt es da auch meistens nur einen, der hier die Verantwortung trägt? Sicher nicht...und genausowenig gibt es (in den meisten Fällen) nur einen, der die Verantwortung für das Scheitern trägt.
Deine Beispiele sind Extremfälle, die natürlich in die eine, von Dir gewollte Richtung zielen. Es gibt aber tausende Gründe, warum Paare sich trennen. Natürlich möchte keiner "schuld" sein. Aber die Verantwortung tragen meistens beide.
Wenn ich meinem Partner verspreche immer für ihn da zu sein und ich löse dieses Versprechen nicht ein, dann ist das für die Außenwelt unter Umständen gar nicht sichtbar. Wenn er jedoch daraufhin fremdgeht, wird er gesteinigt.
Wohlgemerkt: Ich entschuldige Fremdgehen absolut nicht. Ich finde es genauso verwerflich wie Du. Aber der Fremdgeher ist (nicht immer) der allein Verantwortliche.
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Das wird zwar gerne so gesagt, aber wer ehrlich sich selbst gegenüber ist, sollte die Gründe, die gerade im Fremd gehen schwerwiegend sind, schon zugeben. Und zu sagen, ich bin fremd gegangen, weil du mich nicht mehr beachtet hast - ha, das ist einfacher als zum anderen zu sagen: Ich trenne mich - weil ich Lust auf einen anderen Mann habe, da ich diese für dich nicht mehr empfinde. Doch dieser Schritt wäre ja vorauseilender Gehorsam und bringt keine Sicherheit (auch finanzieller Art nicht) deshalb wird es meistens anders herum praktiziert.
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Neulich hat eine alte Dame ihre Geldbörse an der Supermarktkasse vergessen. Das Portmonnaie lag da herum. Da habe ich es genommen und habe die 496.- Euro ausgegeben. Das finde ich o.k., mein Gewissen ist rein. Höchstens übernehme ich 50 % der Verantwortung, den anderen Teil der Schuld trägt doch diese Oma ! Soll sie gefälligst besser aufpassen . Oder ?
Die Omi soll sich mal schämen für ihre Schusseligkeit !
Immer dieses Gejammer....gräßlich.
Es gibt immer einen, der von der "50 % -Verantwortungs-Regelung" profitiert !
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@#21: Klar, "Schuld" ist negativ besetzt, wie auch "Fehler". Dennoch muss man dazu stehen, wenn man einen Fehler begangen hat. Schuld begrifflich oder gar inhaltlich zu leugnen, führt doch nicht weiter. Jeder Mensch muss erkennen, dass er Fehler begeht, nicht immer perfekt handelt und eben auch am Scheitern einer Beziehung schuld sein kann.
Das gehört für mich zum erwachsenen Verhalten, Fehler einzugestehen und Schuld einräumen zu können.
Jeder, der hier zustimmt, dass eine Partnerschaft Arbeit erfordert, also Kompromisse, Aktivität, Verzeihen, Zugeständnisse, Wünsche erfüllen, Fürsorge bieten, Verantwortung füreinander tragen, sich gegenseitig treu sein, sich gegenseitig unterstützen, beschützen -- jeder, der dazu "ja" sagt, der muss auch einsehen, dass er beim Unterlassen dieser Dinge Fehler begeht und Schuld am Scheitern auf sich nimmt.
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@24 Sie trägt Schuld daran, dass sie ihr Geldbörse nicht mehr hat. Du trägst die Schuld daran, dass sie sie nicht wiederbekommen hat.
Aber mit dem Scheitern einer Beziehung hat Dein Beispiel wenig gemeinsam, da Ihr beide ja eher nicht die Verantwortung für einander übernommen habt. Insofern hinkt es hier gewaltig...
@Frederika
Wir sind uns einig. Ich sehe es auch so, dass jeder der sich auf eine Partnerschaft einlässt, die Verantwortung für das Gelingen bzw. das Scheitern trägt. Aber wer sagt denn, dass der/die Betrogene nicht auch Fehler in der Beziehung gemacht hat? Ich warne davor immer den "Fremdgeher" als allein-Schuldigen zu identifizieren. In der Regel ist das Fremdgehen ein Symptom und dann hat auch der andere Partner irgendetwas von seinem Versprechen nicht eingehalten. Insofern sind dann doch beide verantwortlich.
Natürlich gibt es Einzelfälle, in denen das nicht so ist. Aber die sind seltener, als gemeinhin angenommen.
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@Samira,
hier ist 24. Du hast gar nicht verstanden, was ich mit dem Beispiel von der Geldbörse sagen wollte.
Wahrscheinlich passt das nicht in Dein Denkmuster.
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@26
Und wahrscheinlich ist das meine "Schuld" ;-)
Warum so biestig? Klär mich doch einfach auf, ohne gleich loszuschlagen...
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@#25: Natürlich macht JEDER in einer Beziehung Fehler. Täglich wahrscheinlich. Manche sind aber eben Kleinkram, manche drastischer, manche sind verzeihlich, andere nicht. Manche Fehler dürfen einfach nicht passieren, dazu zählt bei mir Fremdgehen. Was immer nicht stimmt, welche Fehler des Opfers auch immer dazu beigetragen haben, der Fremdgeher trägt für das Fremdgehen die Schuld, denn dieser Kapitalfehler ist unverzeilich. Ursache für das Fremdgehen können viele Dinge sein, trotzdem ist Fremdgehen niemals akzeptabel und niemals eine entschuldbare Reaktion.
Bedenke bitte auch, dass ich bereits im ersten Posting nicht behauptet habe, die Schuld einer Trennung liege manchmal bei 100:0. Die Ursachen und Gründe liegen meist bei beiden Partnern, das ist richtig. Mich regt nur diese dämliche Küchenpsychologie auf, die immer wieder von 50:50 schwadroniert, anstatt einfach nur zu sagen, dass es selten 100:0 steht, sondern eben mal 90:10, 80:20 oder 70:30.
Ich bleibe dabei:
+ an vielen Trennungen hat einer der Partner mehr Schuld als der andere
+ es gibt aber auch zahlreiche Trennungen, an denen letztlich keiner Schuld hat, sondern die Partner einfach nicht mehr zusammen passen
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Ich gebe Dir völlig recht, Frederika.
Es gibt zahlreiche Verhaltensweisen, mit denen man eine Partnerschaft so strapazieren kann, dass sie schliesslich scheitert.
Das sind z.B. dauerndes Fremdgehen, Rechthaberei, fehlende Rücksichtnahme und fehlende Empathie, latente oder offene Gemeinheiten und Abwertungen des Partners , ganz zu schweigen von Alkoholproblemen und offener Gewalt.
Auch der gutmütigste Partner wirft irgendwann das Handtuch.
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