Am 8. Juni 2010 wäre einer der bedeutendsten Liedkomponisten der deutschen Romantik 200 Jahre alt geworden. Zu Ehren von Robert Schumann finden zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte statt. Wie bei kaum einem anderen Komponisten floss die Liebe zu seiner Ehefrau so deutlich in sein musikalisches Werk ein. Clara Wieck war bereits eine berühmte Pianovirtuosin, als sie und Robert Schumann sich Ende 1835 näher kamen. Claras strenger Vater ließ nichts unversucht, die Beziehung zu unterbinden, doch Verliebtheit und Leidenschaft waren zu stark: Nach einer mehrjährigen glücklichen Partnerschaft erfolgte im September 1840 die Eheschließung. Die große Liebe zu seiner Frau stärkte die Schaffenskraft von Robert Schumann enorm. Acht Kinder zeitigte das große Liebesglück. Die vielen romantischen Texte, die Robert Schumann so kongenial und unvergleichlich vertonte, schienen direkt an seine Liebste gerichtet zu sein. Die liebevolle Partnerschaft von Clara und Robert Schumann ist ein gutes Beispiel dafür, welch unglaubliche Kraft und Energie wahre Liebe bewirken kann.
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Während seiner Krankheit half Robert Schumann die Liebe
Obgleich die große Zuneigung von Clara und Robert Schumann ungebrochen blieb, überschattete die Krankheit von Robert Schumann die ansonsten so glückliche Beziehung. Bereits als Zwanzigjähriger hatte sich Robert Schumann mit der Syphilis angesteckt, die damals noch unheilbar war und über viele Jahre hinweg allmählich zum Tod führte. Zuvor bereits hatte Robert Schumann durch eine Sehnenscheidenentzündung seine Pianistenlaufbahn aufgeben müssen. Auch war die Ehe nicht frei von Geldsorgen: Robert Schumann litt sehr darunter, dass Clara europaweit gefeierte Konzerte gab, um den Familienhaushalt zu sanieren. Ab Mitte der 1840er Jahre entwickelte sich bei Robert Schumann eine schwere Depression. Zehn Jahre lang verschlimmerten sich sowohl die syphilitischen als auch die depressiven Beschwerden stetig. Im Februar 1854 stürzte sich der verwirrte und verzweifelte Robert Schumann von einer Rheinbrücke, wurde aber von Rheinschiffern aus dem Fluss gezogen. Seiner Einlieferung in die Heil- und Pflegeanstalt in Endenich folgte am 29. Juli 1856 der baldige Tod.
Für Clara und die Kinder war die lange Leidenszeit von Robert Schumann schrecklich. Die fortschreitende Demenz machte es für Clara und die Kinder gefährlich, Robert Schumann in der Anstalt zu besuchen. Mehrfach bat sie, Ihren geliebten Ehemann sehen zu dürfen, doch wurde dieser Wunsch von den behandelnden Ärzten abgelehnt. Erst zwei Tage vor seinem Tod durfte sie Ihren Mann sehen, der die Essensaufnahme verweigert hatte und sich schließlich zu Tode hungerte. Clara Schumann überlebte Ihren Mann um vier Jahrzehnte und wirkte weiter als bewunderte Klaviervirtuosin. Robert Schumann blieb die Witwe zeitlebens in tiefer romantischer Liebe verbunden. Nach ihrem Tod 1896 wurde sie neben Robert Schumann in einem gemeinsamen Ehrengrab auf dem Alten Friedhof in Bonn beigesetzt.